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Das 59. Lindauer Nobelpreis- trägertreffen steht ganz im Zeichen der Chemie.
Vom 28.6.-3.7.2009 treffen sich 23 Nobelpreisträger und 600 Nachwuchswissen- schaftler aus aller Welt zu Vorträgen und Diskussionen.
Im offiziellen Live-Blog berichtet ein Autorenteam über alle Veranstaltungen, führt Interviews und erzählt die Geschichte dieser traditionsreichen Tagung.
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01.07.09 · 18:53 Uhr
Der Dienstag Abend - Eine (Zwei)klasse(n)Gesellschaft
Kategorie: Deutsche Postings·Kultur·Nobelpreisträgertreffen 2009·Randnotizen / Marginal Notes
Wie ich in meinem ersten Post berichtete, war eines meiner Ziel für diese Woche eine Einladung zu einem der Dienstags-Dinners der verschiedenen Partnerorganisationen zu ergattern. Meine persönlichen Kontakte zur Alexander von Humboldt-Stiftung und der Europäischen Kommission waren dazu offensichtlich nicht belastbar genug: Meinem Starterpaket lag keine Einladung bei. Schade! Ohne Einladung, dinniert man am Dienstag im Zelt und nicht im Nobelrestaurant mit Nobelbegleitung.
Zum Glück wurden für uns Scienceblogger jeweils ein bis zwei Plätze bei diesen Essen organisiert. Paula berichtete bereits von der Helmholtz-Veranstaltung. Ich war mit Tobias bei der DFG im Restaurant der Spielbankeingeladen. Als Ehrengäste: Huber, Chalfie und Noyori. Da die Presse angehalten war sich im Hintergrund zu halten, kam es mir sehr gelegen, dass ich incognito in Grau reisen kann. Tobias wurde mit seinem gelben Band gleich gründlich von einem Grünbandpolizisten inspiziert. Es klingt in meinen Posts immer wieder an und wird vielleicht etwas langweilig, aber die Farben sind im Lindauer Mikrokosmos tatsächlich wichtig.
Es stellte sich heraus, dass die DFG und die Humboldt-Stiftung gemeinsame Sache machten. So kam ich also doch noch über Umwege dazu bekannte Hände zu schütteln. Neben einer Handvoll von Humboldt-Fellows aus alles Welt und wenig deutschen Doktoranden waren vor allem die indische und chinesische Delegation geladen. Insgesamt ca. 80 Gäste.
Damit bot das Abendessen eine erstklassige Möglichkeit fernöstliche Kontakte zu knüpfen und endlich ein paar Visitenkarten loszuwerden (mein Zimmerkollege führte bis dahin 5:0 in der Zimmer 4-internen Visitenkartenwertung). Wegen der Fülle an Gästen war der Kontakt zu den Laureaten natürlich nicht so eng, wie bei Paula. Zudem machte sich Herr Huber ziemlich schnell aus dem Staub - um noch bei seinen Max-Planck-Kollegen vorbeizuschauen, wie ich später erfuhr.
Insgesamt ein angenehmer Abend mit interessanten Kontakten. Ich bin gespannt, ob mir die vielen Fotos am Ende auch wie besprochen zugeschickt werden. Ich selbst hatte nämlich meine Kamera vergessen.
| » Oliver Schuster ist normalerweise Chemiker und blogt hier aus Neugier |
Autor: Oliver Schuster· 0 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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