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08.03.10 · 14:57 Uhr
Was ist Was?
Kategorie: Hausnotizen·Kultur · Kommentare: 13
Florian hat angefangen in dem er über Asimov schrieb. Jörg hat eines drauf gegeben mit Löwenzahn. Dann kam Ditfurth und Knoff-Hoff. Da muss ich auch noch.
Ich habe natürlich auch Löwenzahn und die Sendung mit der Maus geguckt. Am meisten Einfluss hatte aber wohl meine Lektüre. Auf der Science Fiction Seite könnten bestimmt die Werke von Jules Verne erwähnt werden, ich habe diese aber vermutlich mehr als Abenteurrromane gelesen und weniger als Science Fiction.
Über einen längeren Zeitraum inspiriert haben mich vor allem zwei Publikationen. Die erste hat gar keinen wissenschaftlichen Anspruch. Das Monatsmagazin Spick hat mir damals aber viel beigebracht. Ich glaube ich fühlte mich als selbstständig denkender Leser ernst genommen, was bei vielen Publikationen für Kinder nicht der Fall ist (und man häufig gar bei solchen für Erwachsene vermisst). Vermutlich erlaubte die Tatsache, dass die Artikel für verschieden Altersklassen waren zudem eine lektürmässiges Fressen ausserhalb des Alterzaunes.
Das Heft hat sich damals rein optisch nicht vom Zeitgeist mitreissen lassen, sondern auf eine schlichte grafische und über die Jahre konsistente Umsetzung bestanden. Ähnliches kann auch über die Themenwahl gesagt werden. Artikel konnten man gut noch zwei Jahre später ohne Verluste lesen. Das Beispielheft das nun online ist, zeigt leider dass man doch angefangen hat solche thematische und optische Konzessionen zu machen. Ich weiss daher nicht, ob das Magazin immer noch empfehlenswert ist. Vielleicht bin ich auch einfach schon so alt, dass ich jede Veränderung grundsätzlich kritisch beäuge. Ich habe dank ihm wohl gelernt, dass es viel Wissen zu entdecken gibt und auch Kinder wenn sie es nur wagen wichtige Fragen stellen und komplizierte Dinge verstehen können.
Auf der inhaltlichen Seite stark geprägt hat mich zweifelsohne eine zweite Publikation die den meisten hier sicher bekannt ist. Die Serie, die meinen Wissensdurst nach alten Zivilisationen, Raumfahrt, dem menschlichen Körper, Dinosaurier und vielem mehr stillte, war die Was ist Was Bücherserie (bei Plazeboalarm wurde sie auch schon erwähnt). Da bin ich hier aber bestimmt nicht der einzige.
Es wäre spannend von anderen bloggenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu hören, wo sie ihre ersten Inspirationen sehen. Meldet es doch einfach unten in den Kommentaren. Wenn Interesse besteht, dann mache ich einen einmaligen Blogkarneval draus und verlinke alle Artikel zum Thema (Vorschlage: Deadline 14 März 2010). Wer ist dabei?
Autor: ali· 13 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (13)
Also Was ist Was hab ich zwar selbst kaum gelesen als ich ein Kind war - dafür ist jetzt aber bei der nächsten Generation der Renner ;) Kein Abend vergeht ohne WiW-Hörspiel zum Einschlafen ;)
Ich glaube, die Zündung kam bei mir mit der Hobbythek im WDR, mit Jean Pütz (keine Ahnung, ob das in AU/CH ausgestrahlt wurde). Ich kann mich an eine Sendung erinnern, in der ein elektronisches Netzteil aufgebaut wurde. Heute ein Witz, aber für mich als Kind damals der Inbegriff von Wissenschaft und High-Tech :-)
Ich meine in A, nicht AU. So ein Unsinn. Sorry.
"Was ist was" Oh ja. Hab ich heute noch ein paar Hefte. Besonders das Heft mit den Planeten, daran kann ich mich heute noch erinnern. Und wie toll ich das fand. Da war ich 6. Oh Mann. Da werden Erinnerungen wach.
Ach und bei Spick musste ich spontan an Yps- mit Gimmick denken. Das war sicherlich auch prägent ;-)
@Ludmila:
6? Alle Achtung. Ich war so zwischen 10-13, als ich viele dieser Bücher las. Ich habe sie geradezu verschlungen, so spannend war das. :-)
"WAs ist Was" habe ich geliebt, aber irgendwann gemerkt, dass auch Blödsinn drinstand, das war ein ziemlicher Schock.
Z.B. stand im Dinosaurier-Band, dass Farne heutzutage nicht höher werden als 45cm, und ich habe lange gegrübelt, was denn wohl die seltsamen Gewächse sein konnten, die bei uns in den Vorgärten standen, denn für Farne waren sie viel zu hoch...
"Es wäre spannend von anderen ..."
Seltsam, dass heutzutage alles immer "spannend" ist oder sein soll. Gibt's keine anderen Adjektive mehr?
@Klaus
Gemäss der Suchfunktion kommt das Wort 'spannend' bei mir auf über 450 Posts und bald 4000 Kommentaren in den letzten zwei Jahren 19 mal vor.
Der Thesaurus von Word schlägt folgende Alternativen vor: Angeregt, anziehend, dramatisch, bühnengerecht, erregend, reizvoll und interessant.
Hätte ich "interessant" geschrieben hätte wohl jemand anders sich beschwert, dass 'heutzutage immer alles interessant sein' müsse und ob es denn keine anderen Adjektive mehr gäbe. Vielleicht wäre "bühnengerecht" passender gewesen?
Ich versuche durchaus auch mich ein wenig auf Stil zu achten wenn ich schreibe, aber das ist ein Blog hier, keine Texte die ich fünfmal überarbeite um sie in Druck zu geben (was ich in meinem Fach ausserdem sowieso nicht auf Deutsch mache). Ich bin auch kein Journalist oder Schriftsteller und verdiene meine Brötchen anders. So gesehen und in Anbetracht der eingangs erwähnten Zahlen scheint mir die Kritik ziemlich kleinkarierte Nörgelei zu sein und ich muss zugegeben, dass mich solche ein wenig nervt.
Oh ja, die WIW-Reihe war schon Standard damals. Allerdings gab es noch etwas ganz anderes damals, so mitte der 60er: die "Hobby"-Hefte. Die kenne ich noch aus einer Zeit, als es Farbdruck nur auf den Umschlagseiten gab. Ich bekam die abgelegten Hefte anfangs von einem Onkel geschenkt, später konnte ich mir sie vom Taschengeld leisten. Neben reinen Hobby-Rubriken (Modellbau, Autos...) war auch eine Menge Grundlagenwissenschaft und Spitzentechnik drin.
"Was ist Was?"-Höhlenmenschen und "Was ist Was?"-Die Erde hat der WB noch ad hoc griffbereit. Allerdings in später gekaufter Neuauflage, die alten Bücher gingen irgendwie hopp.
Das Planeten-Heft ist auch konsumiert worden, das waren ja die ersten Ausageben seinerzeit und das Mondprogramm war in.
Mdst. 50 Jahre WiW, oder?
MFG
WB
PM und Psychologie heute sind ebenfalls gelesen worden.
Erinnert sich hier noch jemand an Heinz Haber? "Unser blauer Planet" und so? Hat mich definitiv beeinflusst. Und dass ich ihn 1987 bei einer Gartenparty kennen gelernt habe, war quasi das Sahnehäubchen drauf ...
Als Kind (Grundschulalter) habe ich die Wasistwas-Bände auch mit Begeisterung gelesen, vor allem die Astronomie- und Physikdinger hatten es mir damals schon angetan. Etwas später -- so mit 12-14 oder so --habe ich übrigens auch PM gelesen. In der achten Klasse dann Hawkings Kurze Geschichte der Zeit, das hat mich dann wohl am stärksten Richtung Physik geschubst.