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15.09.08 · 12:55 Uhr
20 Fragen an Sarah Palin zur Aussenpolitik
Kategorie: Internationale Politik·Politik · Kommentare: 2
Seit John McCain Sarah Palin als Kandidatin für die Vizepräsidentschaft genannt hat, scheint es nur noch 'Palin' aus dem Blätterwald zu rauschen. Anscheinend hat sie kaum Erfahrungen ausserhalb Alaskas. Zeit zu fragen wo Sarah Palin aussenpolitisch steht.
Die grosse Aufmerksamkeit hängt unter anderem auch damit zusammen, dass sie in der US Amerikanischen nationalen Politik ein noch unbeschriebenes Blatt ist. Nach ihrem Auftritt am Parteikonvent der Republikaner entstand der Eindruck, dass sie von den Medien abgeschirmt wurde. So wurde es zu einer Art Sport, eine Liste von Fragen zu zusammen zu stellen, die man Palin vorlegen würde, könnte man sie interviewen.
Im Blog des Magzins Foreign Policy wurde eine Liste mit 20 ausgesprochen guten und interessanten Fragen zur Aussenpolitik veröffentlicht. Die Liste sollte beiden Präsidentschaftskandidaten unterbreitet werden und nicht nur einer Vizepräsidentschaftskandidatin. Es ist auch interessant, die Fragen selbst zu beantworten da es oft keine einfache Antwort gibt. Alternativ kann man darüber philosophieren welche Frage fehlt.
Hier eine Übersetzung.
- In einer breiten und langfristigen Perspektive, hätten Sie auf die Attentate vom 11. September 2001 anders reagiert?
- Ist Irak eine Demokratie?
- Was ist der Unterschied zwischen einem Sunniten und einem Schiiten?
- Was ist Ihr bevorzugter Friedensplan für Israel und Palästina? Eine Zwei-Staaten-Lösung? Was soll mit Jerusalem passieren?
- Wie stehen Sie zum kürzlich gemachten Syrienbesuch von Nicolas Sarkozy? Denken Sie die USA sollten mit Verantwortungsträgern wie Präsidenten Bashar Al-Assad verhandeln?
- Etwa 40 Prozent der Weltbevölkerung leben in China und Indien. Wie lauten die Namen der Spitzenpolitiker der beiden Länder?
- Unterstützen Sie das zivile Nuklearabkommen zwischen den USA und Indien, welches die Restriktionen auf den Verkauf von Nukleartechnologie und -brennstoffe an Indien, ein Land welches das Nichtproliferationsabkommen nicht unterzeichnet hat, aufhebt?
- Was ausser vermehrte Ölborungen schlagen Sie vor, um die USA mehr in Richtung Energieunabhängikeit zu bringen? Glauben Sie, dass mehr Investitionen in die Forschung nach alternativen Energien getätigt werden sollten? Falls ja, wie würden Sie diese Mittel verteilen?
- Wie würden Sie ein Gleichgewicht finden zwischen den Bedenken betreffend Menschenrechten und Freiheiten in China und der wachsenden Interdependenz mit eben diesem Land?
- Was ist wichtiger: Die Kooperation mit Russland zu sichern für Fragen um die Nuklearproliferation Irans, oder Georgiens NATO Kandidatur zu unterstützen? Würde Vladimir Putin Sie anrufen und sagen "Es ist ein Entweder-Oder", was würden Sie ihm antworten?
- Kritisieren Sie die Aussenpolitik der letzten Administration. Nennen Sie deren grössten Erfolg und deren bedeutendstes Versagen.
- Was denken Sie ist das aussenpolitisch wichtigste Thema der nächsten fünf Jahren?
- Welche Rolle sollten die USA spielen in den weltweiten Bemühungen die Weiterverbreitung von HIV/AIDS einzudämmen? Sollten die USA Verhütung unterstützen oder ausschliesslich auf Abstinenz bestehen?
- Sie haben gesagt, der Bundesstaat gibt zuviel Geld aus. Welches wäre Ihrer Meinung nach ein adäquater Prozentsatz des Bruttoinlandprodukts für Staatsausgaben?
- Sie setzen sich dafür ein, dass Einschränkungen in Umweltgesetzen von Ölbohrungen gelockert werden. Wieviel Petroleum müsste in den USA gefunden werden um die Unabhängigkeit in Energiefragen des Landes zu erreichen?
- Welches wäre Ihre Wahl für die drei besten [most enlightening] Bücher zur Aussenpolitik der letzten fünf Jahre?
- Welche drei Spitzenpolitiker weltweit könnten als die besten Freunde der USA bezeichnet werden und weshalb?
- Welcher US Präsident war Ihrer Meinung nach der erfolgreichste globale Leader und warum?
- Welche US amerikanischen politischen Denker, Autoren und Politiker würden Sie engagieren um Sie zur Aussenpolitik zu beraten und warum?
- Wer ist der erste internationale Spitzenpolitiker den Sie gerne treffen würden und warum?
Man kommt durchaus ins Grübeln.
Autor: ali· 2 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (2)
Seit dem Palin-Coup scheint McCain die langwierige Versöhnung mit dem rechten Flügel seiner Partei abgeschlossen zu haben. Der Senator aus Arizona pilgerte in diesem Wahlkampf zu Religionswortführern, die er in seinem ersten Präsidentschaftsanlauf 2000 noch "intolerant" genannt hatte. Bei einem Glaubensforum in Kalifornien sprach er sich unmissverständlich gegen Abtreibung und für konservative Richter am Obersten Gerichtshof aus - und redete offener über seinen eigenen Glauben, zu dem er sonst meist schweigt.
Mich fasziniert wie niemand mehr über McCain spricht. Man könnte meinen Palin kandidiert für die Präsidentschaft.
Der Rechtsrutsch von McCain ist schon länger zu beobachten und war wohl auch voraussehbar.
Ich glaube ich würde gerne Palin irgendeine innenpolitische Frage mit Dinosauriern stellen. ;-)