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Profil

Ernst Peter Fischer studierte Mathematik, Physik und Biologie und promovierte 1977 am California Institute of Technology in Pasadena, USA. Im Jahr 1987 habilitierte er in Wissenschaftsgeschichte. Heute ist er Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität in Konstanz. Als Autor zahlreicher Bücher wie Einstein für die Westentasche (2005) oder Die Andere Bildung (2003) will er Wissenschaft spannend für jederman präsentieren. Als Wissenschaftsautor schreibt er für die Zeitschriften GEO, Bild der Wissenschaft und die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

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16.08.11 · 15:42 Uhr

Die größte Gefahr

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 6

Ich bin gebeten worden, über Gefahren in der Wissenschaft für Forscher zu schreiben. Beispiele aus Vergangenheit sind bekannt - frühe "Elektriker", die ihr Leben durch Blitze verloren, Newton, der sich mit Quecksilber vergiftete, Chemiker, die Augen verloren haben, Marie Curie, die an einer strahlenbedingten Anämie gestorben ist, und leider einige Beispiele mehr. Und wie sieht es heute in den Laboratorien aus?
Die Antwort der verantwortlichen Experten fällt eindeutig aus - die größte Gefahr droht einem Wissenschaftler, bevor er sein Labor betritt oder nachdem er es verlassen hat. Mit anderen Worten, es ist der Weg von und zur Arbeit, der gefährlich ist. Nicht die Arbeit selbst.
Ist die Wissenschaft damit - abgesehen von Murphys Law - ungefährlich? Als Antwort zitiere ich einen Spruch, den ich neulich in einem Physikgebäude gelesen habe: "Vorsicht, Physik könnte ihren gesunden Menschenverstand beleidigen." Der Gefahr müssen wir uns wohl weiter aussetzen.

 

Autor: Ernst Peter Fischer· 6 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

Kommentare (6)

Kommentar-Direktlink michael· 16.08.11 · 21:47 Uhr

http://www.abendblatt.de/hamburg/article1962711/Chemie-Unfall-11-Studenten-im-Krankenhaus.html

Ich denke die größten Gefahren liegen in der Leichtsinnigkeit aufgrund von "ich bin ja so erfahren und kann das alles" und der damit einhergehenden Missachtung von diversen Sicherheitsbestimmungen...

Kommentar-Direktlink Illusion-der-Exzellenz· 17.08.11 · 00:06 Uhr

Das mit dem Arbeitsweg mag für Physiker, Chemiker usw. wohl gelten. Es gibt aber auch Wissenschaftler, die im wahrsten Sinne des Worte zumindest manchmal "im Feld" arbeiten, wo so einiges passieren kann (z.B. Ethnologen, Geologen, Archäologen usw.).
Vielleicht wäre das auch mal einer Betrachtung wert?

Kommentar-Direktlink Andreas· 17.08.11 · 09:47 Uhr

Die größte Gefahr liegt doch eigentlich darin, sich bei der Anwendung der wissenschaftlichen Ergebnisse keine Gedanken über die Folgen zu machen.

Kommentar-Direktlink michael· 17.08.11 · 11:31 Uhr

@Andreas
Risikoabschätzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen ist ohne zweifel extrem wichtig, da aber hier die Risiken FÜR den Forscher gefragt sind und nicht z.B. für die Gesellschaft/Umwelt/etc. würde ich ihren Punkt in diesem Falle eher nicht das größte Gefahrenpotential zuschreiben...

Kommentar-Direktlink paule· 17.08.11 · 18:29 Uhr

Der Satz ist falsch. Richtig muß er lauten:

"Vorsicht, Füsig könnte ihren gesunden Menschenverstand beleidigen."

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