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Ernst Peter Fischer studierte Mathematik, Physik und Biologie und promovierte 1977 am California Institute of Technology in Pasadena, USA. Im Jahr 1987 habilitierte er in Wissenschaftsgeschichte. Heute ist er Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität in Konstanz. Als Autor zahlreicher Bücher wie Einstein für die Westentasche (2005) oder Die Andere Bildung (2003) will er Wissenschaft spannend für jederman präsentieren. Als Wissenschaftsautor schreibt er für die Zeitschriften GEO, Bild der Wissenschaft und die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

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24.01.10 · 11:44 Uhr

Eine neue Art von Müll

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 2

Die Zeitung, hinter der sich angeblich kluge Köpfe verstecken, beglückt ihre Leser eit einiger Zeit mit einem immer geschwätziger wirkenden Feuilleton. "Wie hat das Internet Ihr Denken verändert", hat man dort am 8. Januar fragen lassen, und die Antworten zeigen vor allem, daß niemand etwas mit dem Begriff "Denken" etwas anfangen kann (das sich dauernd verändert, Internet hin oder her). Der superkluge Herausgeber Frank Schirrmacher lässt zahlreiche meist nur vor sich hin plappernde Autoren lauter dummes Zeug verkünden - Beispiel: "Unsere Maschinen sind Verkörperungen unserer Vernunft" -, das sich zu höchstem Unsinn steigert: "Seitdem ich mehr Zeit in der lauschigen Stille meiner Bibliothek verbringe, ... spüre ich, dass dies meinen Genen entspricht." Wir wissen alle, dass das Internet viel Müll enthält und produziert. Das Feuilleton hat es ihm nachgemacht. Wir bekommen jetzt eine neue Art von Müll - Müll mit Bedeutung. Wie hat das Internet das Denken der FAZ verändert? Es scheint es zur Ruhe gebracht zu haben.

 

Autor: Ernst Peter Fischer· 2 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

Kommentare (2)

Kommentar-Direktlink Microfilosof· 01.02.10 · 17:18 Uhr

Die FAZ ist sowieso schwer zu lesen: zu viel und zu kleine Buchstaben! Ist sie das was sie mal gewesen ist??

Kommentar-Direktlink Locke· 15.04.10 · 13:50 Uhr

Ist es denn nicht von großer Bedeutung, dass im Feuilleton überhaupt über den kognitiven Wandel diskutiert wird?

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