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Ernst Peter Fischer studierte Mathematik, Physik und Biologie und promovierte 1977 am California Institute of Technology in Pasadena, USA. Im Jahr 1987 habilitierte er in Wissenschaftsgeschichte. Heute ist er Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität in Konstanz. Als Autor zahlreicher Bücher wie Einstein für die Westentasche (2005) oder Die Andere Bildung (2003) will er Wissenschaft spannend für jederman präsentieren. Als Wissenschaftsautor schreibt er für die Zeitschriften GEO, Bild der Wissenschaft und die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
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08.09.09 · 11:14 Uhr
Neue Gene, neues Glück
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 2
Der Mensch und seine Gene - ein endloses Thema, da wir immer noch nicht wissen, wieviele Gene Menschen haben. Vielleicht kann man die Frage stellen, wie viele Gene Menschen nicht haben. Gemeint ist, wie viele Gene anderer Organismen es gibt, auf die wir verzichten müssen? Das Thema drängt sich als Folge der Nachricht auf, daß man drei Gene gefunden haben will, die nur beim Menschen vorkommen (New Scientist, 5.9.09, S. 15). Ihre DNA Sequenzen sollen ganz plötzlich aufgetreten sein (und vorher keine Funktion gehabt haben). Vielleicht verschwinden sie ebenso plötzlich - nicht im Leben, sondern aus den Medien. So nett Meldungen von besonderen Genen sind, so merkwürdig ist stets die Begleitmusik, die dabei gespielt wird. Ständig findet sich ein Forscher, der seine Entdeckung durch den Hinweisn aufwerten will, daß dieser Art der Genevolution bisher als ausgeschlossen betrachtet worden ist. Dabei wird doch weniger ein Erkenntnisgewinn und eher die Hilfosigkeit der Bemühungen um Verstehen erkennbar. Wir wissen jetzt, daß er nicht wusste, daß er nicht viel wusste. Immerhin haben wir neue Namen für neue Gene, deren Funktion niemand kennt. Gut zu wissen.
Autor: Ernst Peter Fischer· 2 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (2)
Das solche Nachrichten immer wieder kommen, beweist nur die Orientierungslosigkeit der Forscher, egal ob sie Philosophen oder Wissenschaftler sind und beruht auf das Fehlen einer Plattform, die von allen egal ob sie Philosophen oder Wissenschaftlern sind akzeptiert wird, aufgrund welcher geforscht werden soll. Egal ob Pro oder Kontra. Dann würde nicht mehr sinnlos herum geforscht, Geld ausgeben werden und gerätselt. (Anderseits weiß ich dass das nur eine Utopie ist, denn jeder Professor oder Forscher seine Stelle jeden Tag aufs Neue begründen und beweisen muss).
Das soll nicht heißen, dass solche Forschungen total unsinnig sind; irgendwann mal, wenn eine solche Plattform vorhanden sein und akzeptiert werden soll, könnten auch solche Entdeckungen ihre Bedeutung/Würdigung finden.