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Ernst Peter Fischer studierte Mathematik, Physik und Biologie und promovierte 1977 am California Institute of Technology in Pasadena, USA. Im Jahr 1987 habilitierte er in Wissenschaftsgeschichte. Heute ist er Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität in Konstanz. Als Autor zahlreicher Bücher wie Einstein für die Westentasche (2005) oder Die Andere Bildung (2003) will er Wissenschaft spannend für jederman präsentieren. Als Wissenschaftsautor schreibt er für die Zeitschriften GEO, Bild der Wissenschaft und die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
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19.04.09 · 09:50 Uhr
Lust auf Kaffee
Kategorie: Medizin · Kommentare: 1
Wenn man mich gefragt hätte, welches Getränk in Deutschland den größten Zuspruch findet, hätte ich geantwortet, "Bier". Stimmt aber nur fast. Nach den Angaben der statistischen Ämter trinkt zwar jeder Deutsche 115 Liter Bier im Jahr; aber damit wird nur der zweite Platz erreicht. Vor dem kühlen Tunk liegt die schwarze heiße Frühstücksdroge, besser als Kaffee bekannt. 148 Liter schaffen wir pro Mensch und Jahr, und das ist vor allem eine gute Nachricht für die Gesundheit, obwohl jetzt manche sich verwundert die Augen reiben. Regelmäßiges Kaffeetrinken reduziert zum Bespiel das Risiko für Typ-2-Diabetes, wie Stephan Martin aus Düsseldorf zu berichten weiß (siehe www.kaffee-wirkungen.de/informationsmaterial.html). Kaffee wirkt antioxdativ und vieles mehr, weshalb es ihn eigentlich auf Rezept geben sollte. Was mich als Kaffeesüchtigen am meisten beruhigt: Die Behauptung der unentwegt an Wasserflaschen Herumnippelnden, daß Kaffee dehydrierend wirken soll, trifft nicht zu. Man kann seinen Flüssigkeitsbedarf sehr wohl mit ihm decken. Warum also Wasser trinken, wie George Bernard Shaw sich bereits gefragt hat, wenn es schon in meinem Mund ist?
Autor: Ernst Peter Fischer· 1 Kommentar· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (1)
Wie man den jährlichen Bierkonsum berechnet, kann ich mir noch halbwegs vorstellen: Wahrscheinlich müssen die armen Bierhersteller jährlich eine Statistik ausfüllen, wie viele Flaschen, Dosen und Fässer sie verkauft haben. Aber wie ermittelt man den Kaffee-Konsum? Rechnet man die verkauften Kaffee-Pulver, -Pads und -Bohnen hoch? Oder macht man Umfragen?
Ich frage das nicht, um das Ergebnis infrage zu stellen. Ich denke nur, dass hier zwei sehr unterschiedliche Erhebungsmethoden verglichen werden. Und wenn beides per Umfrage erhoben wird: Ich frage mich, ob ich meinen eignen Bier-Konsum nicht genauer schätzen würde als den Kaffee-Konsum.