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Wissenschaft und ihre Faszination weiter zu geben, ist Beruf(ung) von Christoph Larssen. Er ist Biologe und Wissenschaftsredakteur bei Wiedemeier Kommunikation und bereitet Wissen so auf, dass es verstanden wird.
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11.03.09 · 15:38 Uhr
Breitband-Internet oder Kultur?
Kategorie: Technik · Kommentare: 2
Angie will Breitband-Internet für alle. Eigentlich erst für 2015, jetzt aber schon 2010. Während SpOn hier breit auslegt, wer wohl und warum das leisten soll, kann oder darf, geht ein Aspekt vollkommen unter. Die praktischen Konsequenzen.
Aber Brot und Spiele, das besänftigt das (dumme) Volk. Alte Binsenweisheit aus Asterix´ Zeiten (vermutlich noch älter)
Hauptsache, jeder hat Breitband-Internet und ist damit beschäftigt, Youtube auf die lokale Platte zu spiegeln, dann werden die wirklichen Probleme im Land nicht mehr wahrgenommen. Zurück zum Thema: In der deutschen Internetkarte gibt es viele weiße Flecken. Zum Beispiel, weil die tollen, neuen Glasfaserkabel im Osten zwar schön telefonieren lassen, aber kein DSL erlauben. Manche Gemeinden bauen sich ihre eigene W-Lan-Wolke, verschiedene Anbieter versprechen Internet per Satellit & Co.
Und weil das ganze Kupfer gerade so teuer ist (und das Verlegen erst recht), deswegen machen wir das alles doch schnurlos über Funk. Im ganzen Elektrosmog tummeln sich aber mittlerweile soviele Signale, dass es für das große Breitband-Internet-für-alle-Netz eng wird. Neue Frequenzen müssen her, bzw. alte frei gemacht werden.
Nach einer Idee will man die alten, analogen und jetzt freien TV-Bereiche nutzen. Die andere, scheinbar bevorzugte Variante will die Bereiche nutzen (jetzt komme ich endlich mal zum Punkt), wo zum Beispiel drahtlose Mikrofone senden.
Hm, na und? Wen störts? mag sich jetzt mancher denken.
Mal ein paar Zahlen zur Illustration der Konsequenzen:
Bei der Landtagswahl 2008 in Niedersachsen wurden 413 koordinierte Funkstrecken genutzt, sprich drahtlose Funkmikros, "Knopf im Ohr" etc.
Beim Papstbesuch in Köln waren es sogar 1200.
Weitere Zahlen und Infos kann man hier finden.
Und dann mal überlegen, wie das ganze mit Kabeln noch funktionieren soll. Klar, der kleine Alleinunterhalter kann auf der Hochzeit auch mit Kabel arbeiten, macht Mario Barth ja scheinbar aus Prinzip auch.
Aber achtet mal auf die Details. Angefangen bei der Super-Nanny, wo alle drahtlos mikrofoniert sind, oder jede andere, normale Fernsehproduktion, selbst wo sich kaum einer bewegt, etwa "Genial daneben". Alles geht über schnurlose Mikros. Und wie sollen die ganzen Stars und Sternchen tanzen, performen und gleichzeitig singen, wenn da noch nen Kabel rumbammelt? Aktuelle Musicalproduktionen werden sich freuen, wenn überall noch Kabel eingeplant werden müssen. Wird schwierig, wenn das Tarzan mit Kabel von Liane zu Liane schwingt. Oder wenn bei "Holiday on Ice" dauernd die Kabel durch die Kufen abgeschnitten werden (Singen die da überhaupt?).
Aber in der Politik etwas praktisch bis zum Ende durchdenken...
Hier gibt es noch mehr Infos vom richtigen Insider:
Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung oder auch hier oder aber hier.
Und noch mal zum Vergleich (und weil der Titel so gut paßt), diese technische Ausstattung wird es demnächst wieder geben:
Autor: Chris· 2 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (2)
Auch unsere Gemeinde verfügt über kein DSL Anschluss, doch inzwischen gibt es ein schon recht gut ausgebautes Umts/HSDPA Netz. Dank HSDPA kann ich nun mit bis zu 7,2 Mbit/s surfen. "Bald sollen sogar bis zu 28 Mbit/s möglich sein. Ab Sommer 09: HSPA+" Quelle: http://www.mobiles-internet24.de/
2010 ist ein schönes aber auch straff gestecktes Ziel. Ob dies wirklich realisierbar bleibt spannend. Gerade wenn ich sehe das in kleinen Städtchen zwischen Berlin und Hamburg (und die Strecke sollte doch eigentlich abgedeckt sein, da beides große Städte sind), es nicht funktioniert, bezweifle ich die rasche UMS Anbindung bis 2010. Toll wäre es aber.