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Wissenschaft und ihre Faszination weiter zu geben, ist Beruf(ung) von Christoph Larssen. Er ist Biologe und Wissenschaftsredakteur bei Wiedemeier Kommunikation und bereitet Wissen so auf, dass es verstanden wird.
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01.08.08 · 09:33 Uhr
Hirndoping - Ein Trend?
Kategorie: Medizin · Kommentare: 1
In der vorherigen Ausgabe der "Jungen Karriere" war ein Artikel zum Thema Neurodoping. War etwas sehr neutral, zu neutral. Schon fast befürwortend. Der Meinung waren auch andere Leser, die u.a. in Leserbriefen ihrem "Ärger" Luft machten.
Aber zuerst zu dem Artikel selbst:Hirndoping wird der neue Trend!So der Titel. Durch Medikamente werden die Gehirnleistungen deutlich gesteigert, Neuro Enhancement heißt das dann.
Vor allem Studenten nutzen diese Mittel, um sich auf Prüfungen vorzubereitendann weiter:
...in den USA nutzen inzwischen laut aktuellen Studien 16 bis 25 Prozent aller Studenten vor wichtigen Prüfungen diese Medikamente.Wieviele es in Deutschland nutzen, weiß noch keiner. Nach dem Artikel aber bestimmt mehr, will sich doch der geneigte Leser diesem tollen Trend schon früh anschliessen, um nicht das Nachsehen zu haben.
Auf den Hinweis, dass diese Medikamente ja in Deutschland nicht frei erhältlich seien:
In den Online-Apotheken können Sie ohne Probleme fast alles bestellen. In den letzten Monaten ist der Verkauf des Parkinson-Medikaments X und des Medikaments Y gegen die sehr seltene Schlafkrankheit Narkolepsie sprunghaft angestiegen.
Bestimmt nicht, weil es auf einmal so viele Parkinson-Neuerkrankungen gab.... Von der Pharmaindustrie gäbe es dazu derzeit keine Kommentare, aber die aktuellen Studien deuten auf den Trend hin. Auch die Food-Industrie sei da schon dran. Friss Dich schlau.
Er sieht das ganze dann noch ebenbürtig mit Kaffee, Schoki, Kiffen und Saufen. Aber, immerhin :
Wir müssen heute darüber reden und können versuchen, den Trend in die gewünschten Bahnen zu steuern, sowohl in ethischer Hinsicht als auch für Geschäftsmodelle der Zukunft.
Soweit zum Artikel. Eine Leserin beschwert sich in der aktuellen Ausgabe über Werte, die verloren gehen und weist auf die klaren Parallelen zu Tour de France hin. Der zweite Leser betont die (nicht erwähnten) Nebenwirkungen und Folgeschäden.
Und hier kommt jetzt (endlich) der Punkt, wo ich mich wirklich aufrege: Die Redaktion antwortet darauf:
Sie wollten weder zum Mißbrauch aufrufen, noch die Folgen verharmlosen.Warum erwähnen Sie dann die Namen der Medikamente und die (illegale) Beschaffung?
Außerdem hat der Forscher (meine Anm.: Journalismus und Politik) den Trend angesprochen, zu verurteilen sei nicht seine Aufgabe.Nee, klar. Als Trendforscher wird er im wesentlich dafür bezahlt, seinen Kunden sehr früh mögliche neue Märkte zu erschließen. Da würde eine Kritik kontraproduktiv sein. Das ist in meinen Augen aber keine Forschung, sondern rein Marktanalyse und Unternehmensberatung. Viele Forschungsergebnisse / Erfindungen lassen sich zum Guten und Schlechten verwenden. Dynamit, Radioaktivität oder auch die Genforschung haben ihre zwiespältigen Anwendungsformen.
Aber wenn man diesen Trend
Ganz nebenbei gab es diese Erkenntnisse schon 2005, hier z.B. bei Stern berichtet oder auch hier bei NEON (2006)
Autor: Chris· 1 Kommentar· Permalink· Trackback-URL
Trackbacks (1)
Zu Risiken und Nebenwirkungen: Warum wir kritisch mit Medikamenten umgehen sollten · ScienceBlogs · 20.09.08 · 06:40 Uhr
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Kommentare (1)
Es gab im Mai mal einen Beitrag von Stephan Schleim auf 'Menschenbilder' zu dem Thema, mit konkreten Zahlen. Die 25% scheinen frei erfunden zu sein. Nach der Studie, die Schleim verwendete, haben 6.9% der College-Studenten schon einmal "gedopt". Was natürlich schlimm genug ist.