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Wissenschaft und ihre Faszination weiter zu geben, ist Beruf(ung) von Christoph Larssen. Er ist Biologe und Wissenschaftsredakteur bei Wiedemeier Kommunikation und bereitet Wissen so auf, dass es verstanden wird.

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10.12.07 · 20:40 Uhr

Watson und die Entdeckung seiner schwarzen DNA

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 9

Erst erlang er mit Crick Weltruhm und Nobelpreis (Tagesthema?), dann wurde es doch eher vergleichsweise ruhig. Letztlich meinte er dann, ein paar nicht ganz so tolle Kommentare abzugeben, um seine Verkaufszahlen hochzukurbeln. Das ging, gelinde gesagt, nach hinten los. Jetzt kam eine passende Antwort, aus den "eigenen" Reihen.

Denn dem ganzen wurde jetzt (so heißt es hier und hier) quasi noch die Krone aufgesetzt. Watson hatte nämlich sein Genom veröffentlicht. Quasi das Sahnehäubchen.
Denn Watson, so die Quellen, habe angeblich 16 % afrikanische Gene und auch noch 9% asiatische.
Das ganze könnte auch von der BildSun kommen.
Denn bitte was sind schwarze und asiatische Gene? Vermutlich wird das isländische Institut diese Daten noch nachliefern.
Welches diese Gene auch sein mögen, es ist eine saftige Ohrfeige für Watson, der dieses Jahr noch meinte, dass Schwarze von ihren Genen her gar nicht so intelligent sein könnten. Wie er die Sache jetzt wohl sieht?
Ganz ungefragt, als Service oder Trostpflaster, hat man ihm noch statistische Wahrscheinlichkeiten ausgerechnet, mit denen er, seinem Genom nach, an verschiedenen Krankheiten erleiden wird. Wie sich die Kunde seiner schwarze DNA auf sein eigentlich reduziertes Herzinfarktrisiko auswirkt, wird sich zeigen.

 

Autor: Chris· 9 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Kommentare (9)

Kommentar-Direktlink rotfell· 10.12.07 · 22:21 Uhr

Boah, wie böse! Herr Watson ist wirklich mit Vorsicht zu genießen. Aber er hat sein Fett schon früher wegbekommen, als er den ChancelorTitel verloren hat.

Kommentar-Direktlink Chris· 11.12.07 · 08:11 Uhr

Was war da jetzt böse?

Kommentar-Direktlink Don Quijote· 11.12.07 · 09:27 Uhr

Schadenfreude sollte uns nicht die eher fragwürdige Methode und Aussagen dieser Tests übersehen lassen (mehr dazu auch hier und hier.

Kommentar-Direktlink Chris· 11.12.07 · 09:46 Uhr

Das hat wenig mit Schadenfreude zu tun. Es geht schlich um die Ironie, dass der "Entdecker" der DNA behauptet, Rassen seien genetisch bedingt unterschiedlich intelligent, dann aber in seinem eigenen Erbgut ein nicht unwesentlicher Teil eben solcher DNA anderer Sub-Populationen gefunden wurde.

Über den Sinn und Unsinn der genetischen Tests, vor allem der angeblichen Krankheitsmarker muss man gesondert diskutieren.

Kommentar-Direktlink Don Quijote· 11.12.07 · 11:14 Uhr

Chris,

mein Verständnis der verlinkten Artikel war, dass diese isländische Firma nicht wirklich Aussagen zur geographischen Herkunft eines Individuums machen kann da sie sich auf wenige 'Markers' stützt die zu einer Aussage eigentlich nicht ausreichen. Die Resultate zur Rasse wären also genau so fragwürdig wie für die Krankheitswahrscheinlichkeit und ausserdem nicht sehr aussagekräftig auf eine spezifische Person bezogen.

Ich bin aber kein Biologe und lerne gerne etwas neues dazu.

P.S.: Schadenfreude war zugegebenermassen nicht das richtige Wort. Asche auf mein Haupt.

Kommentar-Direktlink Chris· 11.12.07 · 11:30 Uhr

Zur geographischen Herkunft können sie gar keine Aussage machen. Es gibt bestimmte Marker, die in bestimmten Regionen/Populationen stärker auftreten als woanders. Ich hatte hier schon mal einen schönen Link, wo wann welche Population hin gewandert ist. Und diese verschiedenen Gruppen kann man genetisch mehr oder weniger gut rekonstruieren.
Und mit diesen Markern kann man ein paar Aussagen machen, welche Vorfahren man irgendwann mal hatte, vielleicht.
Es geht ein klein wenig in die Richtung, sehr (!) stark vereinfacht, dass Skandinavier oft blond sind, und man als Blonder vermutlich mal einen Nordischen Vorfahren hatte.

Kommentar-Direktlink Don Quijote· 11.12.07 · 11:56 Uhr

Danke :-)

Kommentar-Direktlink jc tyler· 11.12.07 · 22:25 Uhr

Ich versteh die Aufregung nicht.

Gut, Watson sagt, schwarze Gene würden sich negativ auf die Intelligenz auswirken. Ein dummer Spruch. Jetzt stellt sich heraus, dass Watson schwarze Gene hat. Na bitte, dann stimmt seine Aussage doch.

Anders rum, Watson hat seine Aussage durch seine eigenen Gene bestätigt.

Noch immer nicht verstanden? Also, wenn Watson keine schwarzen Gene hätte, hätte er diesen dummen Spruch genetisch nicht machen können.

Wie, immer noch nicht verstanden? Also, Ironie ist...

Kommentar-Direktlink Chris· 12.12.07 · 09:14 Uhr

Das ist natürlich auch eine Sichtweise...

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