Blog durchsuchen
Profil
Willkommen auf meinem Blog und viel Spaß beim Lesen.
Ich freue mich immer über Feedback zu meinen Artikeln. Am besten einfach einen Kommentar schreiben!
Mehr Infos zu WeiterGen hier.
Letzte Einträge
- Literaturverwaltung mit Endnote, Mendeley und Co.12 Kommentare· 30.01.12
- Frosch vs. Smartphone27 Kommentare· 27.12.11
- Veröffentlichungsverbot - Angst vor der Grippe aus dem Labor 72 Kommentare· 21.12.11
- Viel hilft viel - Deutsche Wissenschaft im internationalen Vergleich9 Kommentare· 23.11.11
- Die internationale Finanzkrise als Chance für den Wissenschaftsstandort Deutschland10 Kommentare· 15.10.11
Kommentare
- Hives · 09.02.12 · 16:20 Uhr 10 000 Euro geboten für Virennachweis
- Kaiser Michael · 05.02.12 · 21:54 Uhr Veröffentlichungsverbot - Angst vor der Grippe aus dem Labor
- B.K.H. Schnebele · 04.02.12 · 11:50 Uhr Evolution des Menschen und der Einfluss technischer Entwicklung
- rolak · 31.01.12 · 19:49 Uhr Literaturverwaltung mit Endnote, Mendeley und Co.
- Theo · 29.01.12 · 13:09 Uhr Die Risiken des Wissens - Wie sind meine DNA-Daten geschützt?
Blogroll
-
WeiterGen auf anderen Kanälen
- Esowatch
- TransGen
- Best of WeiterGen Deutsche Blogs
- Abnormal Science Blog
- AFFE
- Alles was lebt
- Bierologie
- bio crash
- Biophil
- Blogging for Science
- Detritus
- Die Wahrheit.at
- Dr. Emmas Chemielabor
- Enkapsis
- EsoBlog
- Fischblog
- Gute Gene, schlechte Gene
- Impfblog
- Jobs für Biologen
- KnackBockBlog
- kuhrtgesagt
- Laborjournal Blog
- Planckton
- RatioBlog
- Science and the City
- Science meets Society
- Sheng Fui
- Skeptic as hell
- Stationäre Aufnahme
- Tautomerie
- Vom Hai gebissen
- Wissenswerkstatt Englische Blogs
- Bad Science
- Discover Blogs
- Field of Science
- Genomes Unzipped
- Information is Beautiful
- Lab Spaces
- Research Blogging
- Science 3.0
- Science-Based Medicine
- ScienceBlogs.com
- Scientopia


Ressourcen
Kategorien
Archiv
- Januar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
- Frühere Beiträge
« vorheriger Beitrag · nächster Beitrag »
10.12.09 · 19:42 Uhr
H.M. Krishna Murthy - Gefälschte Proteinstrukturen entdeckt
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 8
Ein wissenschaftlicher Fälschungsfall um Proteinstrukturen. Über mehrere Jahre hat ein Forscher aus Alabama gefälschte Daten in die Protein Data Bank eingespeist. Die fabrizierten Strukturen sind in renomierten Magazinen wie Nature und Cell publiziert worden.
Die Universität Birmingham in Alabama hat vorgestern in einer spärlichen Meldung bekannt gegeben, dass ein ehemaliger Mitarbeiter der Universität Proteinstrukturdaten gefälscht hat.The University of Alabama at Birmingham has requested that the Research Collaboratory for Structural Bioinformatics Protein Data Bank remove certain protein structure files deposited by a former UAB employee. UAB also has identified nine publications related to the same protein structures that should be retracted from various scientific journals, and is making those journals aware of this matter.Die Webseite nennt keinen Namen, verschiedene Quellen identifizieren H.M Krishna Murthy. Er ist ausserdem der einzige Autor, der auf allen Publikationen zu den zugrundeliegenden Strukturdaten steht.
Proteinstrukturdaten werden zentral in der Protein Data Bank (PDB) hinterlegt. Die Abkürzungen unter denen die offenbar gefälschten Protenistrukturen dort zu finden sind lauten folgendermassen: 1BEF, 1CMW, 1DF9/2QID, 1G40, 1G44, 1L6L, 2OU1, 1RID, 1Y8E, 2A01 und 2HR0 (Abbildung).
Die Universität Alabama in Birmingham schreibt lediglich, die Strukturdaten seien seit 2007 von unabhängigen Forschern erneut untersucht worden mit dem Ergebnis, dass die fraglichen Strukturen "more likely than not" fabriziert worden sind und nahe gelegt wird, die Strukturdaten aus der Protein Data Bank zu entfernen.
Die Publikationen zu den Proteinstrukuren sind in durchaus namhaften Magazinen erschienen: Cell, 2x PNAS und Nature. Es muss geprüft werden, in wie weit die Daten von H.M Krishna Murthy einen Einfluss auf die Ergebnisse und die Kernaussagen der Veröffentlichungen haben. Die vier verlinkten Artikel sind allerdings allesamt sturkturbiologische Papers, so dass man fast davon ausgehen kann, dass die Strukturdaten eine zentrale Rolle spielen und die Publikationen zurück gezogen werden. Ein Paper in JBC wurde schon zurück gezogen.
Die eigentlich wichtigen Fragen werden hoffentlich in den nächsten Tagen noch geklärt:
- Worin war der Anfangsverdacht begründet, Murthys Daten erneut zu untersuchen?
- Was bedeutet "more likely than not", also mit was wird die Empfehlung die Strukturdaten zurück zu ziehen tatsächlich begründet?
- Gibt es daraus resultierend die Möglichkeit mit gewissen Algorithmen die gesammte Protein Data Bank nach Fälschungen zu screenen?
Krishna Murthy ist laut den oben verlinkten Presseberichten untergetaucht, sein Telefon sei ausgeschaltet. Die Universität in Birmingham hat ebenfalls keine akutelle Kontaktadresse.
Der letzte spektatukläre Fälschungsfall um Scott Reuben war hier im Blog auch Thema, damals wurden ganze klinische Studien zur post-operativen Schmerztherapie frei erfunden.
Autor: WeiterGen· 8 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
Kommentar schreiben
Top5
- Franz Hörmann und die Gaskammern: vom Wissen und vom GlaubenKritisch gedacht· 27.01.2012
- "2012 - Keine Panik" - Das Buch zum WeltuntergangAstrodicticum Simplex· 30.01.2012
- Kein Platz für junge Wissenschaftler - Das Problem der fehlenden JuniorpositionenAstrodicticum Simplex· 31.01.2012
- Die Praxis der "Alternativmedizin": Ein Insider berichtetKritisch gedacht· 08.02.2012
- Newton, Hunter, Jenner, Cavendish und Co: Der Einfluss der britischen Naturwissenschaftler des 18. JahrhundertsAstrodicticum Simplex· 27.01.2012
Top5
- Franz Hörmann und die Gaskammern: vom Wissen und vom GlaubenKritisch gedacht· 27.01.2012
- "2012 - Keine Panik" - Das Buch zum WeltuntergangAstrodicticum Simplex· 30.01.2012
- Sonderrechte für Religiöse?blooDNAcid· 01.02.2012
- World Skeptics Congress 2012 in BerlinKritisch gedacht· 06.02.2012
- Die dunkle Materie ist keine ErfindungAstrodicticum Simplex· 07.02.2012
ScienceBlogs.com
- Independence Days Challenge Update #1I won't usually publish ID updates here but I did ...Casaubon's Book· 10.02.2012 · 11:02 Uhr
- Just in Time for Valentine's Day: The Science Behind the KissBy Larry Bock Founder and organizer USA Science Engineering Festival ...USA Science and Engineering Festival: The Blog· 10.02.2012 · 10:00 Uhr
- An uncomfortable questionWork called last night It happens Basically I had two ...Respectful Insolence· 10.02.2012 · 08:00 Uhr
- Hey, America! Break out the Binoculars after Sunset and see Uranus tonight!The phenomena of nature especially those that fall under the ...Starts With A Bang· 09.02.2012 · 17:07 Uhr
- Day-to-day Labor: The Hazards of Low-wage Temping in Americaby Elizabeth Grossman The news of increased hiring in the ...The Pump Handle· 09.02.2012 · 16:08 Uhr

Kommentare (8)
Es gibt für mich nichts schlimmeres als Daten zu fälschen...Sauerei! Das war´s wohl mit der Karriere, falls es sich bewahrheitet...gut so!
Da muß man sich nicht wundern, daß die wissenschaft in solch misskredit kommt :(
Was bringt einen Wissenschaftler dazu Daten zu fälschen? Wir sollten doch eigentlich mit besten Wissen und Gewissen forschen um den Kenntnisstand der Menschheit voran zu treiben.
Jeder der in der Forschung arbeitet weiss, dass die Suche nach der Nadel im Heuhaufen mitunter sehr nervenaufreibend und frustrierend sein kann. Aber ist das Grund allein Ergebnisse zu fälschen? Macht man es um sich selbst zu profilieren, um seine Karriere voran zu treiben? Oder kommt irgendwann die Angst zu versagen, weil man die erforderten Leistungen nicht erbringen kann. Die Forschung ist ja sehr schnelllebig, der Konkurrenzdruck sehr hoch und jeder will seine Ergebnisse in einem der angesehensten Journals publizieren. Ganze Karrieren und die Bewilligung von Forschungsgeldern hängen immerhin davon ab wie gut man publiziert. Und leider sind die Jobs in der Wissenschaft auch nicht die sichersten. Stellen sind meistens projektgebunden oder auf 3-5 Jahre befristet, da spürt man zwangsläufig, dass einem irgendwann die Zeit davon läuft und entweder man bekommt seine Daten publiziert oder man bleibt als Wissenschaftler auf der Strecke.
Aus diesen Gründen kann ich nachvollziehen, dass für einige Forscher Science ein echt hartes Business ist, das sie dazu bringt Daten zu fälschen. Ich wüsste allerdings nicht, ob ich mit dem Wissen die halbe Menschheit verarscht zu haben gut schlafen könnte.
Jane,
mehr noch als um die halbe Menschheit geht es um die Kollegen, deren Forschung auf den publizierten Daten aufbaut, und die im schlimmsten Fall Jahre ihres Forscherlebens abschreiben dürfen.
Das Cell-Paper wurde 21 mal zitiert, die PNAS Papers 14 und 5 mal, das Nature Paper bislang 8 mal.
Weiter sind natürlich die Co-Autoren betroffen, die Jahre in die Forschung für diese Veröffentlichungen investiert haben, und nun bestenfalls mit nichts dastehen, wenn die Papers retractet werden.
Im Gegensatz zum Fall Reuben (oben verlinkt) sind hier ja zum Glück nicht direkt Patienten betroffen.
Möglicherweise war übrigens das Nature Paper Anlass zur Untersuchung der Daten.
In einer Antwort auf die Veröffentlichung schreiben im August 2007 Forscher eine holländischen Gruppe:
ja, warum fälscht jemand DAten?
Das ist keine Frage der Wissenschaft (denn die Qualitätskriterien werden ja gezielt umgangen).
sondern eine der Kultur. Wir leben halt n einer Beschißkultur, und jeder hat auch schon mal Erfahrungen damit gemacht, wie andere sich auf seine Kosten Vortele verschafft haben. Durch Beschiß, kurz gesagt.
Gut, daß ab und zu geprüft wird, ob die alten Daten reproduzierbar sind.
Eventuell sind noch mehrere Strukturen betroffen.
Hier in den Kommentaren weitere Hintergrundlinks:
http://bytesizebio.net/index.php/2009/12/10/structuregate/
Eine Sauerei ist das - keine Frage. Warum fälscht jemand Daten? Das kann viele Gründe haben, das kann zum einen eine Fortführung einer Förderung sein, für die man "schöne und passende" Ergebnisse braucht, Geltungsdrang ist sicher nicht zu unterschätzen und zu guter Letzt eine zu hohe Erwartung ans eigene Experiment. In letzterem Fall werden dann die Ergebnisse an das Modell oder die Erwartung angepasst, das man im Kopf hat. Und da ist Fälschung ein schleichender Prozess, der beim Weglassen einiger mißliebiger Datenpunkte beginnt und bei der kompletten Fälschung von Ergebnissen aufhört.