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29.01.09 · 10:54 Uhr
Darwin, Hitler und Kopernikus
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften · Kommentare: 21
Darwin und Kopernikus haben das moderne Weltbild vergleichbar stark geprägt. Trotzdem klingt darwinistisch lange nicht so gut wie kopernikanisch. Darwins Gedanken wurden historisch mehrfach falsch interpretiert oder gar nicht verstanden, zum Beispiel von Hitler. Survival of the fittest heißt nicht das Überleben des Stärkeren, sondern das des am besten Angepassten.
Darwins Ideen haben zu einer Art kopernikanischen Wende im Denken geführt. Kopernikus hat die Erde aus dem Zentrum des Universums gerückt und damit der "Erschaffung der Welt in sechs Tagen" ein wissenschaftliches Modell gegenübergestellt, in dem die Erde leider nicht mehr im Zentrum stand. Darwin hat den Menschen aus dem Zentrum der eigenen Wahrnehmung gerückt, und damit der biblischen Schöpfungslehre ein wissenschaftliches Modell gegenüber gestellt, in dem der heutige Mensch Teil eines andauernden Entwicklungsprozesses ist, und nicht die Krone der Schöpfung.
Die Analogien gehen weiter: Das kopernikanische Weltbild wurde von Keppler und Galilei verbessert und erweitert. Die Erde ist nicht das Zentrum der Welt. Das bliebt eine Tatsache, und diese wurde bestätigt. Mendel und Watson sowie Crick haben die Darwinsche Evolutionstheorie verbessert und erweitert. Die Tatsache, dass der Mensch nicht die Krone der Schöpfung darstellt wurde ebenfalls bestätigt.
Trotzdem klingt "Darwinistisch" lange nicht so gut wie "Kopernikanisch". Ich denke, das liegt vor allem an der Interpretation Darwins Theorie im dritten Reich und an gewollten oder ungewollten Missverständlichkeiten seiner Aussagen.
Hitler und die Nazis haben sich an Darwins Theorie gleich in mehrfacher Weise vergangen. Zum einen haben sie überhaupt nicht kapiert, was der Entstehung der Arten zu Grunde liegt: Die Evolution. Hierzu ein Beispiel: Hitler schreibt in "Mein Kampf" in Kapitel 11 "Volk und Rasse" folgendes:
So wandern die Menschen ausnahmslos im Garten der Natur umher, bilden sich ein, fast alles zu kennen und zu wissen, und gehen doch mit wenigen Ausnahmen wie blind an einem der hervorstechendsten Grundsätze ihres Waltens vorbei: der inneren Abgeschlossenheit der Arten sämtlicher Lebewesen dieser Erde.
Schon die oberflächliche Betrachtung zeigt als nahezu ehernes Grundgesetz all der unzähligen Ausdrucksformen des Lebenswillens der Natur ihre in sich begrenzte Form der Fortpflanzung und Vermehrung. Jedes Tier paart sich nur mit einem Genossen der gleichen Art. Meise geht zu Meise, Fink zu Fink, der Storch zur Störchin, Feldmaus zu Feldmaus, Hausmaus zu Hausmaus, der Wolf zur Wölfin usw.
Hitler spricht von der "inneren Abgeschlossenheit der Arten". Das ist einfach falsch, genauso falsch, um bei der Analogie zu Kopernikus zu bleiben, wie zu behaupten, die Erde wäre eine Scheibe. Der Abgeschlossenheit der Arten liegt ein Schöpfungsglaube zu Grunde und kein bisschen Evolutionstheorie. Ihm reicht ja die "oberflächliche Betrachtung" aus, wie er weiter schreibt. Oberflächlich betrachtet dreht sich die Sonne ja auch um die Erde. Hitler hat von der Entwicklung der Arten absolut gar nichts verstanden.
Die Frage ist nun, wie konnte jemand, der grundsätzlich nicht kapiert hat, worum es bei der Evolutionstheorie geht, einem ganzen Volk die ganze Perversion des Sozialdarwinismus (per se erst mal eine markosoziologische Theorie), der Eugenik und der "Rassenhygiene" beibringen? Es beruht, und ich hoffe hier nicht zu marginalisieren, auf einem Übersetzungsfehler. Survival of the fittest heißt eben nicht das Überleben des Stärkeren, sondern das des am besten Angepassten. Es ist eine Ironie des Schicksals, dass genau dies im dritten Reich passiert ist: Die am besten angepassten Mitläufer hatten am wenigsten zu befürchten. Diese Behauptung beispielsweise, ist sozialdarwinistisch.
Mir ist heute unbegreiflich, wie Millionen Deutsche dem kruden Mix aus halb- und unwissenschaftlichen Phantasien auf den Leim gehen konnten, die nur dazu dienten, Hitlers Rassenideologie zu rechtfertigen.
Der jüdische Publizist und Schriftsteller Ralph Giordano erinnerte sich in einem Interview an seine Jugend in Hamburg, als er mit mit seinem besten Freund im Kino den antisemitischen Propagandafilm "Jud Süß" sah. Nach der Vorstellung, auf dem Heimweg, gingen die beiden schweigsam nebeneinander, bis der Freund meinte: "Ralle, irgend etwas muss doch dran sein".
Propaganda also? Millionen Fliegen können nicht irren. Scheiße muss schmecken.
Autor: WeiterGen· 21 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (21)
Die Scheiße schmeckt doch heute noch. Auch wenn heuer ein paar Zuckerstreusel drüber sind und verführerisch in der Klangschale serviert wird. Es muß nur oft und laut genug wiederholt werden, was sich so "stimmig" anhört. Dann wird schon was dran sein.
Du erinnerst mich ein wenig an die Spiegel Redaktion - von Zeit zu Zeit den GröFaZ auf den Titel bringen. Gibt es einen konkreten Anlass außer dem Darwinjubiläum?
@Eike: Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus?
Anlass für den Post war das Zitat aus "Mein Kampf". Ich wollte wissen was Hitler von Evolution verstand. Ausserdem finde ich den Vergleich Kopernikus-Darwin interessant, mit Mühe habe ich beides in einem Post unter gebracht.
Weiter finde ich spannend, wie von Darwins Theorien der Sozialdarwinismus, die Eugenik und die "Rassenhygiene" des driten Reichs abgeleitet wurde. Darüber weiss ich aber zu wenig, als dass ich ausführlich drüber schreiben könnte.
Generell hatte ich viel Mühe mit dem Beitrag, da gern benutzte Stilmittel wie Ironie, Sarkasmus und Zynismus bei dem Thema schnell missverstanden werden.
@Tobi: Ah. War der nicht schon am 27. Januar?
Bezugnehmend auf Deinen letzten Satz: Ich freue mich schon jetzt auf Deinen Beitrags zum nächsten "Tag des ...". Es handelt sich um den diesen hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Welttag_der_Feuchtgebiete
Weitere Inspiration bietet: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Gedenktage
@Eike:
Wie ich hier im Interview schon erklärt habe, werde ich auf meinem Blog nicht über Analfisuren schreiben. Der Welttag der Feuchtgebiete fällt also raus.
@Eike
Nun, wenn Dir der 200 Geburtstag des offensichtlich wichtigsten Biologen der letzten 200 Jahre nicht als Anlass genügt...... Aber man kann ja auch ein bisschen den Blogschreiber dissen. Macht ja nix. Aber ich finde es enorm wichtig, dass Evolution rchtig verstanden wird. Und dazu gehört nunmal, dass auch der ganze Unfug, den diverse Gruppen und Grüppchen (sprich: Sekten) immer wider über Darwin und seine Erkenntnisse verbreiten, auch ordentlich und fundiert widerlegt werden. Und da ist immer auch dieser unsägliche Satz: "Darwinismus (was zum Teufel soll das denn bitte eigentlich sein??) hat direkt in die Gaskammern und Krematorien von Auschwitz geführt."
Es reicht schon, dass sich Kreationisten und ID-Flachzangen gerade wieder einen von der Palme wedeln angesichts der neuen Ausgabe vom New Scientist. Da steht dummerweise als Header: Darwin was wrong! Wenn man sich mal den ganzen Artikel durchliest, wird man sich schnell bewusst, dass das nur auf unsere (und von Darwin auch genau so dargestellte) Beschreibung des "Stammbaums der Arten" zutrifft. Aber die Fundis schreien jetzt schon überall wieder rum: "Haha, sogar der NS muss zugeben, dass Evolution nicht funktioniert und deshalb haben Wir recht!! Ätschbätsch!!"
tja - Hitler war sicherlich eine Kapazität auf dem Gebiet des Antisemitismus - nur leider hat er (wie Tobias schon richtig bemerkte) Darwin nicht verstanden.
Der Rassebegriff selbst ist überholt, wie Prof. Ullrich Kattmann in einem Aufsatz von 2006 darlegt ( http://www.uni-oldenburg.de/biodidaktik/BioNew/Kattmann/Dateien/Globale_Gene.pdf )
Interessant auch, wie noch mal kurz die Entstehung und Verbreitung eines sozialdarwinistischen Rassebildes im 19ten Jahrhundert in verschiedenen natur- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen beschrieben wird.
Sozialdarwinismus ist ohnehin eher eine Kampfparole als ein präziser wissenschaftlicher Begriff. Die gesellschaftliche Evolution ähnelt viel mehr dem Modell von Lamarck als dem von Darwin, da sie nicht (wie manch Zeitgenosse immer wieder behauptet) auf der Selektion und dem Überleben von Individuen und etwas untrennbar mit ihnen verbundenem wie den Genen basiert, sondern auf dem Wettstreit von Denk- und Verhaltensweisen und damit der sie jeweils vertretenden Gruppen. Individuen können ihr Verhalten im Gegensatz zu ihren Gegen ändern und den Umständen anpassen, Gruppen lösen sich auf und bilden sich neu, Verhaltensweisen entstehen und vergehen. Das ist prinzipiell auch die Grundlage des Marktes und seiner Gesetze, weshalb die Bezeichnung desselben und seiner Vertreter als sozialdarwinistisch meines Erachtens völlig verfehlt ist.
@Tobias
Fuer die Begruendung, warum du Hitler, Darwin und Kopernikus in einen Post mit dem Bild des bekanntesten Deutschen zu verzieren musst und ueberhaupt die drei zusammenzubringen.... Wie die beste Ehefrau unter allen zu sagen pflegt: No pega ni con cola
@Georg Hoffmann
Ich verstehe die Kritik in deinen Kommentaren nicht.
Steht irgendwo, dass keine Bilder von Hitler in Blogposts eingebaut werden dürfen, wenn zwei Drittel des Textes ihn thematisieren?
Ist es nicht legitim zu fragen, was Hitler von Darwin verstanden hat und was nicht?
Ist die Frage, wie sich Sozialdarwinismus, Eugenik "Rassenhygiene" entwickelten nicht interessant? Auf letzteres gabs auch leider noch keine Antwort hier.
3Sat hat sich diesem Thema auch gewidmet. Zu Zeiten Darwins war der Gedanke die etnischen Gruppen befänden sich auf unterschiedlichen evolutionären Stufen durchaus verbreitet und anerkannt. Das ganze gipfelte u.a. in der Forderung, Arbeitlosen Nahrungsmittel und Arbeitern medizinische Hilfe zu verweigern. Schließlich waren sie nach damaliger Sichtweise die Verlierer im Kampf ums Darsein und Sozialleistungen würden langfristig nur zu einer Schwächung der eigenen Art führen.
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/redaktion/129954/index.html
... sorgt ja mächtig für Aufsehen, dass hier der Führer abgebildet wurde.
Ein anderer Rassist, Rudolf Steiner, wird ja "nebenan" vorgestellt.
Kennt hier jemand Harry Rowohlt? Der bringt beide Führer zusammen:
„Blauäugig. Na und?“
von Harry Rowohlt
live aus dem großen Saal der Berliner Volksbühne, 6. Januar 2005, auf der Hör-CD „Der Paganini der Abschweifung“ [CD 2, Stück 2, 1:40 Minuten]:
„(…)
Wenn hinten, in Hitlers „Mein Kampf“, ein Quellenverzeichnis stünde, müsste da ganz oft Rudolf Steiner erwähnt werden.
[Pause]
Ich hab’ neulich von Rudolf Steiner gelesen, dass Blonde-Blauäugige Brünetten-Braunäugigen intellektuell überlegen sind, weil bei letzteren zuviel Geisteskraft in die Pigmentierung geht.
[Lachen, Pause]
Ist doch schön, wenn man’s mal so erklärt kriegt, dass man’s auch versteht.
(...)
komplett wiedergegeben hier:
http://brightsblog.wordpress.com/2008/11/24/bundesprufstelle-an-der-nase-herumgefuhrt/#comment-28781
Der(Die) engagierte Mittelschullehrer(in) sieht im TV seit Jahrzehnten "kritische" Sendungen über die Schulmedizin, sieht bei "Schiejok kläglich" wie bedauernswerte
Patienten von der "Schulmedizin" geschädigt werden, wird über diverse "Heilungen" im Bereich der "AlterNaivMedizin" "informiert", liest regelmäßig
in Gutmenschenmagazinen wie Profil oder Standard.. etc.. Artikel von Leuten wie Herrn Ehgartner und Konsorten über die bösen bestechlichen Ärzte, Impfnebenwirkungen, Pharmamafia etc.. , ..
"erlebt selber" wie er (sie ) nach Einwerfen von Strukügelchen wieder gesund wird, sieht selber was dieser oder jener "ARZT" für ein Auto fährt, etc..
und sagt dann zu seinem (ihrem ) ehemaligen SChulkollegen
( jetzt "Arzt" und skeptischer "Schulmediziner" ) aus dem Gymnasium:
" Ralle, da muß doch was dran sein" .
Lieber Tobias , ich verstehe nicht , was Ihnen unbegreiflich ist. Nach allem, was mir als "Arzt" in den letzten 30 Jahren im TV und Medien und von "mündigen Bürgern" unterkam , habe ich für jeden volles Verständnis, der tatenlos zusah, als seine jüdischen Nachbarn zum "Umsiedeln" abgeholt wurden.
GEGEN DEN "ZEITGEIST" SIND SIE OHNMÄCHTIG.
Sowohl Rudolf Steiner, als auch Adolf Hitler waren Vegetarier.
"Tausende Fleischesser können nicht irren, Wurst schmeckt."
Hoffe hiermit für ein besseres Geschichtsverständnis gesorgt zu haben.
@ Querdenker
was soll das sein? Humor? Das kann Harry Rowohlt besser:
http://brightsblog.wordpress.com/2008/11/24/bundesprufstelle-an-der-nase-herumgefuhrt/#comment-28781
Dass Rudolf Steiner Rassist war, dürfte inzwischen doch wohl bestens bekannt sein - falls nicht, hier mal einige von Steiners einzigartigen Erkenntnissen zur "Rasse":
http://blog.esowatch.com/index.php?itemid=182
Beispiel, Rudolf Steiner, „Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhang mit der germanisch-nordischen Mythologie“:
"Wenn wir den Punkt, den wir vor einigen Tagen in unseren Darlegungen in Afrika gefunden haben, uns jetzt näher dadurch charakterisieren, dass (…) die Rasse der Neger entsteht, so bezeichnen wir okkult ganz richtig das, was in der schwarzen Rasse herauskommt als die Merkur-Rasse. Jetzt verfolgen wir diese Linie weiter, die wir dazumal durch die Mittelpunkte der einzelnen Rassenausstrahlungen gezogen haben. Da kommen wir nach Asien und finden die Venus-Rasse oder die malayische Rasse. Wir kommen dann durch das breite Gebiet Asiens hindurch und finden in der mongolischen Rasse die Mars-Rasse. Wir gehen dann herüber auf europäisches Gebiet und finden in den europäischen Menschen, in ihrem Urcharakter, in ihrem Rassencharakter die Jupiter-Menschen. Gehen wir über das Meer hinüber nach Amerika, wo der Punkt, der Ort ist, an dem die Rassen oder Kulturen sterben, so finden wir die Rasse des finsteren Saturn, die ursprüngliche indianische Rasse, die amerikanische Rasse. (S. 108/109)
Eine Aufgabe, die besonders der kaukasischen Rasse obliegt, ist die: Sie soll den Weg machen durch die Sinne zum Geistigen, denn sie ist auf die Sinne hin organisiert. (S. 115/116)
Sehen Sie sich doch die Bilder der alten Indianer an, und Sie werden gleichsam mit Händen greifen können den geschilderten Vorgang, in dem Niedergang dieser Rasse. In einer solchen Rasse ist alles dasjenige gegenwärtig geworden, auf eine besondere Art gegenwärtig geworden, was in der Saturnentwickelung vorhanden war; dann aber hat es sich in sich selber zurückgezogen und hat den Menschen mit seinem harten Knochensystem allein gelassen, hat ihn zum Absterben gebracht. (S. 117)"
Vlt. weniger querdenken und mehr querlesen ;-) http://www.zeit.de/2001/17/200117_stimmts.xml
@ GeMa,
danke für den Link, ich zitiere daraus.
(…) Müsli und Rohkost waren seine Hauptnahrung. Auch wenn andere Quellen von dem einen oder anderen Würstchen oder Täubchen berichten, kann man wohl sagen, dass Hitler sich vegetarisch ernährte. (…)
(Die Zeit 17/2001)
"Das hatte wohl vor allem mit seinen chronischen Verdauungsbeschwerden zu tun. Das Medical Casebook of Adolf Hitler von Leonard und Renate Heston beschreibt drastisch, dass Hitler oft nach dem Essen von Krämpfen geplagt wurde und nach der Versuch-und-Irrtum-Methode nach und nach "eine exzentrische Diät" entwickelte, "die fast vegetarisch war".
Der Hitler-Biograf Robert Payne hält das Bild vom vegetarischen, nicht rauchenden und auch sonst asketisch lebenden Führer für ein Propagandakonstrukt, das vor allem von Goebbels gepflegt wurde."
"Hoffe hiermit für ein besseres Geschichtsverständnis gesorgt zu haben." Zumindest für querdenkerisches Geschichtsverständnis.
Was hat das mit Hitlers Verständnis der Evolutionstheorie zu tun?
Sowas vielleicht ? : "... aus Hitlers Monologen im Führerhauptquartier, zum Beispiel diese: "Ich glaube, dass der Mensch zum Fleisch gekommen ist, weil die Eiszeit ihn in Not gebracht hat. Zugleich kam er zum Kochen, was sich heute schädlich auswirkt." "
Das demonstriert natürlich in jeder Hinsicht Verständnis. :-D
Ulrich Kutschera auf SpOn:
Die kruden Thesen deutscher Anti-Darwinisten
Lesenswert!
"Es beruht, und ich hoffe hier nicht zu marginalisieren, auf einem Übersetzungsfehler. Survival of the fittest heißt eben nicht das Überleben des Stärkeren, sondern das des am besten Angepassten."
Doch, leider marginalisieren Sie. Der Fehler lag nicht in einem Übersetzungsfehler, sondern in massiven Defiziten der Darwinschen Theorie, die über keine soziale Komponente verfügt. Deshalb lässt sie sich überhaupt nicht auf menschliche Sozialstaaten anwenden.
Siehe hier:
http://knol.google.com/k/lena-waider/systemische-evolutionstheorie/1gkbevzlim11a/1