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Frank Abel ist Wettermann im Radio und Fernsehen. Er arbeitet als Medien Meteorologe bei der MeteoGroup Deutschland GmbH in Berlin.

Frank Abel is weatherman on the radio and television. He works as "media meteorologist" at MeteoGroup Deutschland GmbH in Berlin, part of the biggest private European weather company.

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18.09.08 · 15:37 Uhr

Studieren an der nördlichsten Uni der Welt

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 5

Vier Monate im Jahr herrscht völlige Dunkelheit, im Winter herrscht eine Mitteltemperatur von -14°C, im Sommer von +6°C. Die Landschaft sieht für unsere Augen sehr fremd aus, und dennoch oder gerade aus diesem Grund gehört die nördlichste Uni der Welt UNIS (University Centre in Svalbard) auf Spitzbergen zu einer wie ich finde viel zu unbekannten Möglichkeit zu studieren.

Wen das Klima oder der Klimawandel interessiert oder überhaupt ein praktisches und exotisches Studium erleben möchte, für den erscheint mir das UNIS in Longeyearbyen geradezu ideal. Hier hat man die Versuchsfelder direkt vor der Haustür. Arktische Biologie, Biophysik, Geophysik oder Technik kann man hier studieren, auf 78° nördlicher Breite.


Größere Kartenansicht

Wer sich außerhalb von Longeyearbyen bewegen möchte, der sollte dabei ein Gewehr zur Hand haben, denn hier leben mehr als tausend Eisbären, die auch den Menschen anfallen. Daher muss man zu dem Zweck auch einen Lehrgang des UNIS zum Überleben in der freien Natur absolvieren. Ab dem 28. Oktober herrscht völlige Dunkelheit, aber nach dem Bericht zweier Studenten, der in Spiegel Online im Jahr 2006 erschien, rückt man in dieser Zeit eher dichter zusammen und ist geselliger.

Die Uni selbst wurde mittlerweile deutlich erweitert. Sie steht auf mehreren hundert Stahlstützen, um durch die Eigenwärme nicht zu versinken. Einen Teil des neuen Gebäudekomplexes sieht man hier:

UNIS neuer Gebäudekomplex
Ein Teil des neuen Gebäudekomplexes des UNIS, der nördlichsten Uni der Welt. Foto von Steve Corbato, bestimmte Rechte vorbehalten

UNIS neuer Gebäudekomplex
Blick aus einem Bürozimmer ins Freie, von [togr], bestimmte Rechte vorbehalten

UNIS Forschungspark
Das Innere im neuen Teil des UNIS, von [togr], bestimmte Rechte vorbehalten

Die Universität wird wohl auch weiter gut ausgestattet sein, weil Norwegen parat stehen möchte, sollten doch die Erdölreserven in dieser Region angezapft werden.

Was kostet das Studieren in der Nähe des Nordpols?
Die Studiengebühren liegen pro Semester bei moderaten 55 Euro. Allerdings sind die Lebensmittel in Norwegen sehr teuer. Um einen Wohnplatz muss man sich allerdings nicht kümmern, im 3 km vom Campus entfernten Nybyen wird jedem immatrikulierten Studenten ein Platz ein einem der sechs Häuser versprochen mit insgesamt 142 Einzelzimmern mit je 10 qm. Die Miete hierfür liegt bei 350 Euro (mehr auf den UNIS-Seiten).

Wer wirklich auf der Suche nach einem spannenden Zusatzstudium ist oder eine wissenschaftliche Exkursion plant, für den ist das UNIS bestimmt eine Reise wert. Sollte das Geld nicht reichen, so kann man solch ein Auslandssemester auch finanzieren.

 

Autor: Frank Abel· 5 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Kommentare (5)

Kommentar-Direktlink ihsan· 03.11.08 · 05:27 Uhr

Guten Tag

Wollte nur mal zum Ausdruck bringen, dass der Campus echt verlockend aussieht. Sieht sehr aufregend aus. Der Reiz ist jetzt auf jeden Fall da.
Das mit dem Studien Kredit ist auch interessant. Werde wohl nicht drum herum kommen.

Danke und Gruß

Kommentar-Direktlink gregor· 06.05.09 · 19:28 Uhr

Sieht echt nach einem Abenteuer aus. Auf jeden Fall nice Fotos.

Kommentar-Direktlink stefan· 19.05.09 · 19:36 Uhr

Sehr hübsche Bilder. Danke für die Einführung.

Kommentar-Direktlink Student Mat· 04.03.10 · 12:15 Uhr

Spitzbergen
wäre sicherlich interessant, aber so auf dauer?
Mir ists da einfach zu kalt.
Ein Semester wäre ganz ok, aber mehr nicht.

Kommentar-Direktlink Daniel· 12.09.10 · 18:54 Uhr

Die Bilder sehen ja echt spannend aus. Für ein Auslandssemester wär es bestimmt eine Möglichkeit um mal was anderes zu sehen. Aber auf Dauer wären mir dann schon wärmere Regionen lieber mit mehr Licht und Sonne ;-)

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