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Der Weltkongress der Medizintechnik ist Treffpunkt von mehr als 3.000 Medizinern und Ingenieuren aus aller Welt. In hunderten Fachvorträgen und Postern werden Innovationen vorgestellt und über die Entwicklung neuer Diagnose- und Therapieverfahren diskutiert.
Letzte Einträge
- Keine Alleingänge im OP: DKE betont die steigende Bedeutung von Standards und Normen in der vernetzten Medizin1 Kommentar· 18.09.09
- Preisträger, Innovationen und der Kreislauf der Forschungsförderung0 Kommentare· 16.09.09
- Krankenvisite per Internet0 Kommentare· 12.09.09
- Neuro-elektronische Schnittstellen: Wie weit darf die Medizin gehen?6 Kommentare· 11.09.09
- Strahlentherapie: Ring oder C-Bogen?1 Kommentar· 11.09.09
Kommentare
- augenzentrum · 18.03.10 · 13:12 Uhr Der Optische Kohärenz-Tomograph: Mehr als nur Retinadiagnostik
- Selbstdenkend · 11.11.09 · 15:37 Uhr Auf Augenhöhe mit dem Arzt
- Inhaler · 12.10.09 · 19:18 Uhr Das Blutzucker-Messgerät von morgen und warum es überflüssig werden wird
- IReallyKnowBetter · 27.09.09 · 21:02 Uhr Neuro-elektronische Schnittstellen: Wie weit darf die Medizin gehen?
- Joe · 24.09.09 · 17:10 Uhr "Medizintechnik hilft Kosten sparen!"
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Neues in der Kategorie Medizin
18. September 2009
Keine Alleingänge im OP: DKE betont die steigende Bedeutung von Standards und Normen in der vernetzten Medizin
Kategorie: Medizin · Kommentare: 1
Im Mittelpunkt des Weltkongresses für Medizintechnik standen - wie man in unserem Blog nachlesen konnte - neue Therapie- und Diagnoseverfahren im Kampf gegen Krebs oder neue Möglichkeiten der Bildgebung. Daneben gab es aber auch viele, viele Veranstaltungen, die sich mit Themen beschäftigen, die nicht so aufsehenerregend sind, wie etwa die neuro-prothetischen Zukunftsvisionen. Das Thema von einheitlichen Standards und Normen gehörte dazu.
Überlebenswichtig: Das reibungslose Zusammenspiel der medizinischen Geräte und Instrumente. Einheitliche Normen sind gefragt...
Für medizinische Geräte aller Art - ganz egal ob für das Ultraschall- oder Blutdruckmeßgerät, das EEG oder das Narkosegerät - galt schon immer, dass an sie höchste Ansprüche hinsichtlich Funktionstüchtigkeit und Zuverlässigkeit gestellt werden. Ganz klar: medizinische Apparate und Geräte sind integraler Bestandteil des Behandlungsalltags. Mit ihnen wird überwacht, diagnostiziert und behandelt. Und dazu müssen die Geräte funktionieren.
Um diese funktionellen Eigenschaften zu gewährleisten, gibt es natürlich Normen, die die Qualitätsstandards sicherstellen. Doch inzwischen genügt es nicht mehr, dass die einzelnen Geräte reibungslos ihre Aufgabe verrichten: Medizinprodukte in Klinik oder Praxis sind längst in Netzwerke eingebunden, die Geräte tauschen ihre Daten aus und sind Teil einer medizinischen IT-Infrastruktur, von der buchstäblich Leben abhängen. Die DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE) versucht - beim Weltkongress und anderswo - die Wichtigkeit dieses Themas bewusst zu machen.
Autor: Marc Scheloske· 18.09.09 · 12:45 Uhr· 1 Kommentar
12. September 2009
Krankenvisite per Internet
Kategorie: Medizin
Wie kann ein Mediziner Kranken helfen, wenn er selbst nicht bei ihnen sein kann? Mit diesem Bereich beschäftigt sich die Telemedizin. Eine große Rolle dabei spielt, dass Ärzte immer weniger Zeit für ihre Patienten haben. Zugleich sind elektronische Kommunikationsmittel weit verfügbar - etwa das Internet und SMS.
Kann Telemedizin die Kostenexplosion im Gesundheitswesen stoppen?
Nicht zuletzt machen finanzielle Einsparmöglichkeiten die Telemedizin interessant. Laut Eric Silfen von Philips Healthcare, der beim Weltkongress der Medizintechnik 2009 in München einen Vortrag zum Thema hielt, sind die Gesundheitsausgaben in den USA um 2,8 Prozent pro Jahr in den vergangenen drei Jahrzehnten gestiegen. Daher kann besonders in der Prävention und Langzeitbeobachtung von Patienten die Telemedizin helfen.
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 12.09.09 · 08:00 Uhr· 0 Kommentare
11. September 2009
Neuro-elektronische Schnittstellen: Wie weit darf die Medizin gehen?
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Medizin · Kommentare: 6
Im Film „Matrix" lädt sich die Figur Trinity das Wissen herunter, einen Hubschrauber zu steuern - über eine Schnittstelle direkt in ihr Gehirn. Das ist die Science-Fiction-Version dessen, womit sich Steffen Rosahl von der Neurochirurgischen Klinik Erfurt beschäftigt. Neuro-elektronische Schnittstellen sind Elektroden, die mit dem menschlichen Nervensystem verknüpft sind. Diese Technologie wirft ethische Fragen auf, die Rosahl beim Weltkongress der Medizintechnik in München 2009 darlegte.
Scienceblogs: Was ist auf dem Gebiet dieser Schnittstellen möglich?
Steffen Rosahl: Amputierte etwa können damit künstliche Gliedmaße steuern. Dabei werden Elektroden auf der Haut aufgesetzt und mit der Spannung, die noch die vorhandenen Muskeln erzeugen, die Prothesen gelenkt. Es geht weiter zu den implantierten Prothesen im Nervensystem, mit deren Hilfe taube Menschen hören können.
Scienceblogs: Wie funktioniert das?
Steffen Rosahl: Die Rezeptoren für Geräusche sind bei manchen Patienten so gestört, dass sie nichts hören. Solange der Hörnerv aber intakt ist, kann man Elektroden damit verbinden. Diese Schnittstelle wird dann implantiert. Ein Mikrofon, das der Patient hinterm Ohr trägt, und ein Sprachprozessor im Kopf ersetzen die Rezeptoren. (vgl. dazu den Beitrag über Cochlea-Implantate.)
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 11.09.09 · 17:00 Uhr· 6 Kommentare
Strahlentherapie: Ring oder C-Bogen?
Kategorie: Medizin · Kommentare: 1
Intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT) ist eine relativ neue Krebs-Behandlungsmethode mit Gamma- und Röntgenstrahlen. Dabei bestimmt der Arzt nicht nur den Bereich der Bestrahlung, sondern auch die Intensität. Eingesetzt wird diese Technik, wenn in unmittelbarer Nähe des Geschwürs lebenswichtige Organe sitzen, deren Zellen von der Bestrahlung verschont werden sollen. Wie die Strahlen am besten ins Zielgebiet zu führen sind, ist ein Stück weit auch Glaubenssache.

Das Gerät der US-amerikanischen Firma Tomotherapy (s. rechts) erinnert mit seiner Ringform an einen Computertomographen (CT), in dessen Inneres der Patient auf einer Bahre gefahren wird. Auf der Ringbahn um den Patienten herum kreist der Linearbeschleuniger, der einen starken Röntgenstrahl erzeugt. „Der Strahl ist konstant, wird aber durch die schwenkbaren Lamellen des Kollimators gesteuert", erklärt Tanja Wolff am Rande des Weltkongresses der Medizintechnik in München.
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 11.09.09 · 14:30 Uhr· 1 Kommentar
Der Optische Kohärenz-Tomograph: Mehr als nur Retinadiagnostik
Kategorie: Medizin · Kommentare: 1
Das Glaukom ist eine der häufigsten Erblindungsursachen. Doch wenn die Erkrankung in einem sehr frühen Stadium erkannt wird, so kann der fatale Verlauf in vielen Fällen vermieden werden. Leider war eine wirklich frühzeitige Diagnose lange Zeit schwer möglich, seit wenigen Jahren steht nun allerdings die Optische Kohärenz-Tomographie (kurz: OCT) zur Verfügung. Sie erlaubt eine schnelle und aussagekräftige Untersuchung der Netzhaut - und kann viel mehr als nur zur frühen Glaukom-Diagnose eingesetzt werden.
Die OCT-Technologie macht die frühzeitige Diagnose von Glaukomen erst möglich.
In jeder Sekunde wird irgendwo in der Welt ein OCT-Scan vorgenommen, so schätzt Dr. Michael Kaschke, Physiker und Bereichsleiter für die Bereiche Medizintechnik und Mikroskopie bei Carl Zeiss. Diese Zahl illustriert, dass die OCT-Geräte ganz offensichtlich eine Marktlücke abdecken. Denn bis Ende der 90er Jahre waren die Möglichkeiten zur Diagnostik des Augenhintergrundes doch arg begrenzt.
Autor: Marc Scheloske· 11.09.09 · 11:45 Uhr· 1 Kommentar
10. September 2009
Das Blutzucker-Messgerät von morgen und warum es überflüssig werden wird
Kategorie: Medizin · Kommentare: 5
Ein Tropfen Blut genügt, gewonnen mit dem winzigen Nadelstich eines Geräts. Nach wenigen Sekunden Messzeit wissen Diabetes-Patienten, wie es um ihren Blutzuckerwert steht. Den Biosensor dazu hat Gerald Urban mit entwickelt, Chef des Instituts für Mikrosystemtechnik der Universität Freiburg. Beim Weltkongress der Medizintechnik in München hat er von seinen Forschungen berichtet.
Scienceblogs: Herr Urban, wie funktioniert der Sensor im Blutzucker-Messgerät?
Gerald Urban: Seine Funktionsweise beruht darauf, dass ein natürlicher Katalysator, ein Enzym, den Blutzucker umwandelt in einen Stoff, den man messen kann. In diesem Fall eines Glukose-Sensors ist es Wasserstoffperoxid, das an einer Platin-Elektrode oxidiert. Der elektrische Strom, der dabei entsteht, ist ein Maß für die Blutzucker-Konzentration. Das ist der Stand der Technik.
"Allein die Entwicklung des Langzeitsensors, der mehrere Messzyklen unbeschadet übersteht, hat ungefähr 10 Jahre gedauert."
Scienceblogs: Wie lange hat es gedauert, bis dieser Biosensor auf dem Markt gekommen ist?
Gerald Urban: Die Entwicklung des Langzeitsensors, der also mehrere Messzyklen unbeschadet übersteht, hat ungefähr 10 Jahre gedauert. Dieser Sensor ist sehr komplex. Die Wegwerfsensoren, die man heute am meisten verwendet, sind technisch viel einfacher beschaffen. Die Elektrode braucht das Enzym nur absorbieren, aber nicht wieder abgeben. Das ist nicht trivial: Diese Entwicklung hat weitere fünf Jahre bis zur Marktreife gebraucht.
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 10.09.09 · 17:00 Uhr· 5 Kommentare
Mit Licht zum besseren Hören: Liegt die Zukunft des Cochlea-Implantats in der optischen Stimulation?
Kategorie: Medizin·Technik · Kommentare: 2
Die Entwicklung der Cochlea-Implantate ist durchaus eine Erfolgsgeschichte. Seit Anfang der 90er Jahre wurden weltweit mehr als hunderttausend Menschen mit der Hörprothese versorgt, die akustische Signale auf elektrischem Weg direkt an den Hörnerv weiterleitet. Doch das Hörempfinden durch das Cochlea-Implantat ist bislang kaum mit dem natürlichen Hören zu vergleichen - Verbesserungen könnte hier die optische Stimulation des Hörnervs bringen.
Die Hoffnung vieler schwerhöriger und gehörloser Menschen liegt auf den Cochlea-Implantaten. Und tatsächlich ermöglicht das Implantat vielen ertaubten Menschen, dass sie zumindest wieder an (in Lautsprache geführten) Gesprächen teilnehmen können. Doch in komplexeren Hörumgebungen (an belebten Plätzen, im Klassenzimmer, beim Kneipenbesuch) stößt die Technik leider häufig recht schnell an ihre Grenzen.
In komplexen Hörumgebungen kommt die aktuelle CI-Technik schnell an ihre Grenzen.Das liegt schon allein daran, dass die gängigen Cochlea-Implantate über etwa 20 Frequenzkanäle verfügen und die Elektroden im Innenohr jeweils eine ganze Palette an Nervenzellen stimulieren.
Eine feine Differenzierung nach Freqenzen ist so natürlich nicht möglich. Aktuelle Forschungsarbeiten - wie etwa diejenigen von Claus-Peter Richter von der Northwestern University in Chigago - zeigen jetzt einen neuen Weg auf, wie man diese Beschränkungen der neuronalen Impulsübertragung überwinden könnte. Wenn man nämlich nicht mehr elektrisch, sondern optisch anregt.
Autor: Marc Scheloske· 10.09.09 · 15:30 Uhr· 2 Kommentare
Die Maschine als Chirurg
Kategorie: Medizin
Roboter sind längst in Operationssälen im Einsatz. Die Eingriffe sind minimal, aber noch haben die Maschinen den Durchbruch nicht geschafft. Die Chirurgen sind skeptisch.
Brian Davies, Professor für Medizinrobotik am Imperial College in London, hat bereits 1991 Prostata-Operationen mit Hilfe des „Probot" ausgeführt. Er bestimmte, welchen Schnitt die Schere im Innern des Patientenkörpers ausführen sollte. Das Gerät machte den Schnitt eigenständig - es war einfach präziser darin als er selbst. Davies beobachtete den Vorgang nur auf einem Ultraschall-Bildschirm.
Solche als „aktiv" oder „autark" bezeichneten Roboter werden heute hingegen weniger verwendet als Master-Slave-Systeme. Dieser Begriff beschreibt Roboter, die als verlängerte Arme und Hände des Chirurgen funktionieren. Einer davon ist das „Da Vinci Surgical System".
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 10.09.09 · 12:00 Uhr· 0 Kommentare
Diabetes-Augenerkrankung: Der heilende Strahl aus grünem Licht
Kategorie: Medizin
Jeder zehnte Diabetes-Patient entwickelt eine ernste Beeinträchtigung des Sehens, zwei Prozent erblinden sogar. Der brasilianische Forscher Guiliano Rossi hat ein Gerät entwickelt, das die Augenerkrankung heilt - mit Hilfe gebündelten Lichts.
Diabetes schädigt die dünnen Gefäße, die die Netzhaut im Auge durchziehen und mit Blut versorgen. Die Blutungen stoppt Rossi mit einem modifizierten Laser. YAG-Laser haben bei der Behandlung von Augenerkrankungen den Vorteil, dass sie in Wasser, aus dem das Auge zum Großteil besteht, keinen Schaden anrichten. „Blutklumpen jedoch, die stark Licht absorbieren, werden verbrannt", erklärt Rossi.
Drei Spiegel führen den grünen Strahl seines Lasers mehrfach durch zwei Spezial-Kristalle, wobei das gebündelte Licht seine Wellenlänge erhöht. Einer der Spiegel hat eine besondere Beschichtung, durch die der Strahl das System verlässt. Ein Glasfiberkabel führt das Licht zum menschlichen Auge..
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 10.09.09 · 08:00 Uhr· 0 Kommentare
09. September 2009
Magnet-Resonanz-Tomographie: Mehr als nur faszinierende Bilder
Kategorie: Medizin · Kommentare: 4
Höher, schneller, weiter. Das olympische Motto könnte beinahe auch auf die medizintechnische Forschung übertragen werden. Wenn es etwa um die Weiterentwicklung der bildgebenden Verfahren geht, dann ist die Schnelligkeit jedenfalls eines der Hauptziele. Erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit ist es möglich, bewegte Objekte (etwa ein schlagendes Herz) durch eine MR-Tomographie darzustellen. Doch der Ehrgeiz der Forscher ist natürlich noch lange nicht gestillt.
"MR is much more than making images."Spätestens seitdem die Hirnforschung mit provokanten Thesen und faszinierend bunten Bildern auf sich aufmerksam machte, kennt man auch in der Öffentlichkeit die Aufnahmen, die die Magnet-Resonanz-Tomographie liefern kann. Seit 25 Jahren gibt es diese Möglichkeit, Struktur und Funktion der Gewebe und Organe im Körper darzustellen - und das (im Gegensatz zu Computertomographen) ohne ionisierende Strahlung.
Doch nach wie vor gibt es ein herausragendes Argument für CTs: die Geschwindigkeit. Moderne Computertomographen (die teilweise mit parallelen Röntgenquellen arbeiten) fertigen in Sekundenbruchteilen die Bilder an. Für die üblichen MRTs, die man in unseren Kliniken findet, sind solche zeitlichen Auflösungen nicht möglich. Noch nicht.
Autor: Marc Scheloske· 09.09.09 · 21:45 Uhr· 4 Kommentare
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