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Der Weltkongress der Medizintechnik ist Treffpunkt von mehr als 3.000 Medizinern und Ingenieuren aus aller Welt. In hunderten Fachvorträgen und Postern werden Innovationen vorgestellt und über die Entwicklung neuer Diagnose- und Therapieverfahren diskutiert.
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04.09.09 · 08:50 Uhr
Weltkongress Medizintechnik 2009: Mehr als 3.000 Topmediziner und Ingenieure treffen sich in München
Kategorie: Medizin · Kommentare: 3
Kommende Woche findet in München der Weltkongress der Medizintechnik statt. Vom 7. bis 12. September 2009 kommen rund 4.000 Mediziner, Wissenschaftler und Ingenieure zusammen, um am international wichtigsten Fachtreffen im Bereich der Medizin- und Biomedizintechnik teilzunehmen. ScienceBlogs wird den Kongress in diesem Live-Blog begleiten.
Alle drei Jahre ist es soweit: die Welt der Medizintechnik lädt zum Branchentreffen, bei dem hunderte Fachvorträge über neue Diagnose- und Therapieverfahren informieren und in weit mehr als 1.000 Postern spannende Innovationen vorgestellt werden.
Alle drei Jahre ist der Weltkongress die interdisziplinäre Plattform, bei der sich Mediziner und Experten aus Technik und Naturwissenschaft austauschen. Zuletzt fand der "World Congress on Medical Physics and Biomedical Engineering" in Seoul, Sydney und Chicago statt.
Schwerpunktthemen 2009: Onkologie, Radiologie, Chirurgie, Neurologie und Kardiologie
Es verspricht also wirklich eine spannende Kongresswoche zu werden. Den Startschuß wird Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan geben; für die deutschen Unternehmen, die in vielen medizintechnischen Bereichen weltweit Spitzenpositionen belegen, spricht der CEO von Siemens Healthcare (Prof. Dr. Hermann Requardt). Und Nobelpreisträger Roger Y. Tsien steht bei der Eröffnung quasi für die wissenschaftliche Exzellenz.
Über die spannendsten Vorträge und einige andere Highlights aus dem Tagungsprogramm wird hier bei ScienceBlogs berichtet.
Detaillierte Informationen zum vielfältigen Programm gibt es auf der offiziellen Website:
Autor: Marc Scheloske· 3 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (3)
"4000 TOPmediziner und Ingenieure", na dann kann ja nichts mehr schief gehen ;-)
Hallo Marc, willkommen zurück aus dem Urlaub ;-)
Ich schon richtig, dass Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan den Kongress eröffnet. Ulla Schmidt wäre fehl am Platz.
In kaum einem anderen Industrieland sind die Bedingungen für innovative Medizintechnik-Produkte schlechter, wenn es um die Bezahlung durch die Krankenkassen geht. Im ambulanten Bereich gilt der Erlaubnisvorbehalt, d. h. alle Produkte, die in der ambulanten Versorgung durch die Krankenkassen vergütet werden sollen, müssen durch den Gemeinsamen Bundesausschuss positiv beschieden werden. Die Hürde ist hoch, die Bearbeitungszeiten nicht abschätzbar, z.T. Jahre. Im stationären Bereich gilt dagegen der Verbotsvorbehalt. D. h. der Einsatz von zugelassenen Innovationen ist solange erlaubt, bis der Gemeinsame Bundesausschuss sich gegen diese Innovation ausspricht. Allerdings ist damit keine höhere Vergütung im Vergleich zur konventionell eingesetzten Methode eingeschlossen. Sollte die Innovation relevant teurer sein als das derzeit eingesetzte Verfahren, stellen die einzelnen Krankenhäuser bei den jeweiligen Krankenkassen gegebenenfalls einen Antrag auf Vergütung der innovativen Leistung. Dies muss von jedem Krankenhaus in Deutschland, das diese Innovation einsetzt, einzeln durchgeführt werden. Das Verfahren zur Genehmigung der Verhanlung über Vergütung der innovativen Leistung mit den Krankenkassen, gilt ein Jahr gilt und kann einmal verlängert werden. Das Verfahren ist vollkommen intransparent, die Entscheidung nicht nachvollziehbar
Die Hersteller haben bei den ganzen Verfahren kein Antragsrecht und sind auf die Verbände der Ärzte und Krankenkassen angwiesen.
Wem nutzen diese "spannenden Innovationen"? Entwickelt werden sie in Deutschland, aber deutsche Kassenpatienten bekommen sie nicht.
Ich freue mich auf die weiteren Berichte. Endlich eine gute Berichterstattung im medizinischen Bereich - vielen Dank!