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Alexander Gerber ist Informationswissenschaftler und Geschäftsführer des innokomm Forschungs-zentrums für Wissenschafts- und Innovationskommu-nikation (GmbH). Sieben Jahre war er bei Fraunhofer verantwortlich für die Kommunikation des IuK-Verbunds sowie Chefredakteur von InnoVisions. Von Hause aus Journalist, ist Alexander Gerber Fachbeirat Wissenschaft des DFJV und des HPC, Vize der TELI in Berlin, WPK-Mitglied und Vertreter in der Euroscience Working Group "Science Communication". Er ist Moderator des "Forums Ideen- und Innovationsmanagement" und Initiator der "Trendstudie Wissenschaftskommunikation".

Alexander Gerber

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03.09.11 · 18:33 Uhr

Science Online 2011 (London)

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien  ·  Kommentare: 15

solo11.jpg
science-online.jpg My sobering conclusion after two days of ScienceOnline London: The technologies are ready for take-off, the early-adopter-scientists are eager to kickstart the engine, but the runway to widespread usage of interactive technologies in science is still blocked by the debris of the traditional academic system. This system needs to be adapted to the new media paradigms, before web 2.0 / 3.0 can have a significant impact on both research and outreach.
The three central questions remain for us to answer:


  1. How can we recognise, appreciate, measure and evaluate the impact of outreach and open science in funding and evaluation practice?

  2. Which new forms of citation need to be installed for that?

  3. How can we create a reward system that goes way beyond peer-reviewed citations?

A quote by Lars Fischer (via Twitter @Fischblog), who was here in London as well: "I think the biggest and most consequential incentive for scientists is (informal) recognition by peers."

More info, blog posts and videos at: http://www.scienceonlinelondon.org

 

Autor: Alexander Gerber· 15 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Kommentare (15)

Kommentar-Direktlink s3basti8n· 03.09.11 · 19:47 Uhr

wäre für englischsprachige Artikel nicht
http://scienceblogs.com/
die bessere Adresse.

Aber danke für den für mich nicht lesbaren Artikel.

vielleicht ist es genau das Problem, das Innovationskommunikation in einer Sprache stattfindet die das Opfer gar nicht versteht.

Wie haben sie es 7 Jahre geschafft verantwortlich für die Kommunikation in einem Unternehmen zu sein.
Es ist mir völlig unverständlich warum hier in englisch publiziert wird. Sind knapp 100mio Deutschsprachige in über 35 Staaten es nicht wert das ihnen etwas in Deutsch erklärt wird ist es Ignoranz oder Größenwahn, da die Mrd Englischsprechenden ja ein viel größers Publikum wären?
Da kann ich sie beruhigen nur ca. 1,1% der scienceblogs.de Leser kommen aus dem englischsprachigem Raum.
Sie werden es kaum glaubem aber DIE suchen hier bestimmt keinen Artikel in Englisch.

Ich hoffe das der Kommentar für sie lesbarer ist als der Blogeintrag von ihnen für mich.


Kommentar-Direktlink Nele· 03.09.11 · 20:09 Uhr

Cool. I've won the bullshit-bingo in the very first paragraph!

Kommentar-Direktlink Chris· 03.09.11 · 20:36 Uhr

Hey,
@s3basti8n

Wie haben sie es 7 Jahre geschafft verantwortlich für die Kommunikation in einem Unternehmen zu sein.
Es ist mir völlig unverständlich warum hier in englisch publiziert wird. Sind knapp 100mio Deutschsprachige in über 35 Staaten es nicht wert das ihnen etwas in Deutsch erklärt wird ist es Ignoranz oder Größenwahn, da die Mrd Englischsprechenden ja ein viel größers Publikum wären?

Nun angesichts dessen, dass zweisprachiges Arbeiten (Englisch und Landessprache) in Wissenschaft und R&D schon seit Jahren normaler Arbeitstag ist, meinst du nicht das Größenwahn und Ignoranz ein bisschen arg fett aufgetragen sind?
O__o

Author Profile Page Alexander Gerber· 03.09.11 · 22:51 Uhr

@s3basti8n: Sollten Sie noch einen inhaltlichen Beitrag zu diesem Thema haben, gehe ich gerne darauf ein.

Hintergrund des Blogposts war wie gesagt eine internationale Konferenz, und alle Kolleginnen und Kollegen (auch die deutschen), die sich in den letzten Tagen in Hunderten von Tweets und Posts ausgetauscht haben, haben dies selbstverständlich in der Konferenzsprache getan.
Wenn es die Zeit zulässt, übersetze ich bekanntlich auch hier englische Beiträge gerne ins Deutsche und umgekehrt. Musste diesmal halt schnell gehen.

Kommentar-Direktlink marco· 03.09.11 · 23:01 Uhr

Danke für den problemlos lesbaren Artikel!

Sorry ich ärgere mich gerade etwas über Sebastian: Wenn der Artikel gar nicht erschienen wäre könntest du ihn genausowenig lesen wie jetzt. Die restlichen 95% in Deutschland, die Englisch beherschen würden dann aber in die Röhre gucken.
Sollen wir also aus Solidarität mit dir aufhören Texte in Fremdsprachen zu lesen?!

Kommentar-Direktlink rolak· 03.09.11 · 23:12 Uhr

Danke s3basti8n. Ich finde es -nicht ganz im Geheimen- für mich ein wenig schmeichelhaft (wenn auch generell erschreckend), daß mein Englisch besser zu sein scheint als das Deutsch mancher 1337-Kommentatoren. Und das trotz trotz des <insulting> Englischlehrers am Gymnasium, der mir in seiner Impertinenz Fremdsprachen an sich fast verleidet hätte...

Kommentar-Direktlink rolak· 03.09.11 · 23:26 Uhr

Oha, das Inhaltliche hatte ich über das Grummeln auch vergessen: Vielleicht fehlt es an einer Revolution ähnlich der damals, nur statt letztendlich auf den Straßen jetzt auf dem Datenhighway ausgetragen ;-)

Und ja, fremdsprachige Artikel fördern imho das Dazulernen, halten das Hirn fit - unabhängig davon ob vorsätzlich freiwillig gelesen (orac, sbm, ...) oder sporadisch 'untergejubelt' bekommen.

Kommentar-Direktlink Lars Fischer· 05.09.11 · 08:50 Uhr

Irgendwie finde ich es beruhigend, dass der Artikel für s3basti8n nicht lesbar ist. Wär schade drum...

Was das Thema angeht stimme ich absolut zu: Die Konferenz war insgesamt von einem Gefühl des ausgebremst-seins geprägt. Es ware aber sicher mal eine interessante Debatte, welche Geschwindigkeit von Veränderung überhaupt sinnvoll ist und was wir da realistisch erwarten können. Ich werde dazu auch noch was schreiben.

Kommentar-Direktlink Frank Wappler· 06.09.11 · 14:23 Uhr

Alexander Gerber schrieb (03.09.11 · 22:51 Uhr):
> [...] Konferenzsprache

Sollte denn ausgerechnet die Spache, in der einzelne Beteiligte eventuelle Inhalte äußern und/oder aquirieren würden, nicht per [[<me>:Preferences#Language.Default]] individuell wählbar sein ? ...

Author Profile Page Alexander Gerber· 07.09.11 · 12:18 Uhr

Das wäre doch eine tolle Sache.
Wissen Sie bzw. jemand, der dies liest, zufälligerweise, wie man das am besten technisch umsetzen sollte? Idealerweise direkt im CMS, oder? Aktuell arbeiten wir hier mit MovableType, und ein Umstieg auf WordPress ist wohl in Arbeit.

Kommentar-Direktlink Frank Wappler· 08.09.11 · 22:29 Uhr

Alexander Gerber schrieb (07.09.11 · 12:18 Uhr):
> Wissen Sie bzw. jemand, der dies liest, zufälligerweise, wie man das am besten technisch umsetzen sollte?

Dabei denke ich vor allem an Wikipedia (daher auch die "[[ ]]" - Notation), und die technische Umsetzung von Nutzer-Einstellungen zur Sprachwahl bzw. Übersetzung scheint recht naheliegend:

Erstens besteht dort die Möglichkeit, direkte Übersetzungen von Artikel-Begriffen zu erfahren bzw. anzugeben; durch die entsprechenden Einträge "[[SprachID:ArtikelBegriff_<>]]" im Artikel des zu übersetzenden Begriffes.

(Möglicherweise haben verschiedene Nutzer, oder auch der selbe Nutzer in verschiedenen Nutzungs-Versuchen, verschiedene Wünsche bzw. Bedürfnisse hinsichtlich bereits eingetragenen oder eventuelle noch eintragbaren Übersetzungen. Solchen Verschiedenheiten könnte sicherlich durch individuelle Einstellungen nachgekommen werden.)

(Und offenbar wünschen auch nicht alle Nutzer, dass alle einzeln übersetzbaren Begriffe jeder Sprache jeweils durch einen eigenen Artikel erfasst und zugänglich sind. Auch solchen Wünschen könnte sicherlich durch individuelle Einstellungen nachgekommen werden; allerdings wohl nur unter Einschränkung der Nutzbarkeit von Wikipedia für Übersetzungen.)

Zweitens bietet Wikipedia die Möglichkeit, (Artikel-)Texte verschiedener Sprachen durch "Wikilinks" begrifflich zu interpretieren und dadurch der Übersetzung zugänglich zu machen bzw. für Übersetzungen zu erschließen.

Zu einem einfachen Beispiel-Text-Fragment "Wort_<a> Wort_<b>", das hinreichend genau gemeint und entsprechend sorgfältig etwa als

"
[[ArtikelBegriff_<a>#
schreibt.man.im.Fall.von.
\\ArtikelBegriff_<Zusammenhang>#ArtikelBegriff_<a>.und.ArtikelBegriff_<b>//
.als.((Wort_<a>))|Wort_<a>]]
[[ArtikelBegriff_<Zusammenhang>#
schreibt.man.im.Fall.der.Anwendung.auf.\\ArtikelBegriff_<a>//.und.\\&ArtikelBegriff_lt;b>//
.als.((Wort_<a>.Wort_<b>))|&8203;]]
[[ArtikelBegriff_<b>#
schreibt.man.im.Fall.von.
\\ArtikelBegriff_<Zusammenhang>#ArtikelBegriff_<a>.ArtikelBegriff_<b>//
.als.((Wort_<b>))|Wort_<b>]]
"

verwikilinkt wurde, fände man durch Verfolgen z.B. der entsprechenden "[[en:ArticleTerm_<>]]s" wohl die Übersetzung "<Phrase>",
die z.B. als

"
[[ArticleTerm_<Context>#
is.written.in.case.of.application.to.\\ArticleTerm<a>//.and.\\ArticleTerm_<b>//
.as.((<Phrase>))|<Phrase>]]
"

oder vielleicht auch allgemeiner und unmittelbar als

"
[[ArticleTerm_<Context>#is.always.written.as.((<Phrase>))|<Phrase>]]
"
verwikilinkt sein sollte.

(Möglicherweise haben verschiedene Nutzer, oder auch der selbe Nutzer in verschiedenen Nutzungs-Versuchen, verschiedene Wünsche bzw. Bedürfnisse hinsichtlich der begrifflichen Interpretation eines gegebenen Text-Fragments, die durch bestimmte verschiedene Wikilinks des Text-Fragments auszudrücken wäre. Solchen Verschiedenheiten könnte zumindest im Prinzip sicherlich durch individuelle Einstellungen nachgekommen werden ... aber in der Resourcen-begrenzten Praxis ist das natürlich fraglich. Manche Wikipedia-Nutzer würden sicher auch editierbare Grafiken schätzen; z.B. durch Verwendung von "pstricks"-Befehlen ...)

p.s.

> [...] Aktuell arbeiten wir hier mit MovableType

Damit wird ja offenbar schon jeder blöde (Freudsche?) Typo zur dauerhaften Peinlichkeit:
Frank Wappler schrieb (06.09.11 · 14:23 Uhr):
> > [...] Inhalte äußern und/oder a[k]quirieren .

In Wikipedia wäre das sicher nur ein klitzekleines Korrekturedit gewesen.
Andererseits ... wo in Wikipedia hätte man denn Wünsche bzw. Bedürfnisse zur Darstellung und zur Ausübung wissenschaftlicher Arbeit äußern, geschweige denn zeitnah diskutieren können?

Kommentar-Direktlink Frank Wappler· 09.09.11 · 13:38 Uhr

p.s.
Frank Wappler schrieb (08.09.11 · 22:29 Uhr):
> [[ArtikelBegriff_<Zusammenhang>#
schreibt.man.im.Fall.der.Anwendung.auf.\\ArtikelBegriff_<a>//.und.\\&ArtikelBegriff_lt;b>//
> .als.((Wort_<a>.Wort_<b>))|&8203;]]

Sollte sein:

[[ArtikelBegriff_<Zusammenhang>#
schreibt.man.im.Fall.der.Anwendung.auf.\\ArtikelBegriff_<a>//.und.\\ArtikelBegriff_<b>//
.als.((Wort_<a>.Wort_<b>))|&8203;]]

Kommentar-Direktlink W· 13.09.11 · 13:15 Uhr

Ich war ja auch ein klein wenig erstaunt, einen englischen Text auf scienceblogs.de zu finden, aber als einigermaßen gebildeter Mensch bin ich ja dieser Sprache mächtig.

Im Studium ist mir auch mal ein Kommilitone über den Weg gelaufen, der allen Ernstes verkündete: "Ich studiere an einer deutschen Uni, darum muss ich kein Englisch können!".

Wie er als Informatiker da im Berufsleben damit durchkommen wollte ist mir allerdings ein Rätsel. In eigentlich allen international aufgestellten Unternehmen ist Englisch Unternehmenssprache und Code (insbesondere Kommentare) wird in Englisch geschrieben.

Ach ja, die Fachliteratur zu meiner Diplomarbeit war auch zu 95% in Englisch...

Kommentar-Direktlink Frank Wappler· 22.09.11 · 13:39 Uhr

W schrieb (13.09.11 · 13:15 Uhr):
> Code (insbesondere Kommentare) wird in Englisch geschrieben

"Code an sich" wird natürlich in der jeweiligen Programmiersprache geschrieben;
wobei z.B. Variablen- oder Methodennamen i.A. frei und idealer Weise selbst-kommentierend gewählt werden können.

Die (eventuell zusätzliche) Kommentierung stellt offenbar eine Übersetzungsaufgabe dar, die für verschiedene Nutzer bzw. Bedürfnisse verschiedene Lösungen haben kann (s.o.).

Author Profile Page Alexander Gerber· 21.10.11 · 18:59 Uhr

Lars Fischer hat dazu jetzt auch einen eigenen Blogbeitrag geschrieben:
http://www.scilogs.de/wblogs/blog/fischblog/allgemein/2011-09-05/solo11

[...]no legislation, no new tool and no new journal will bring about the turning point toward open and digital science. I'm not saying those things aren't important, quite the opposite: It is more essential than ever that we build capabilities and infrastructure and keep pushing. But we can't force scientists to use new tools or methods. Oh, and funding agencies can't either - if it really was about money, no one would pursue a scientific career in the first place. Ultimately, the only thing that will change how scientists work is scientific culture itself. That's why we need to keep going: To move the comfort zone our way, step by step.

Jup! ;-)

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