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Alexander Gerber ist Informationswissenschaftler und Geschäftsführer des innokomm Forschungs-zentrums für Wissenschafts- und Innovationskommu-nikation (GmbH). Sieben Jahre war er bei Fraunhofer verantwortlich für die Kommunikation des IuK-Verbunds sowie Chefredakteur von InnoVisions. Von Hause aus Journalist, ist Alexander Gerber Fachbeirat Wissenschaft des DFJV und des HPC, Vize der TELI in Berlin, WPK-Mitglied und Vertreter in der Euroscience Working Group "Science Communication". Er ist Moderator des "Forums Ideen- und Innovationsmanagement" und Initiator der "Trendstudie Wissenschaftskommunikation".

Alexander Gerber

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30.11.10 · 08:47 Uhr

Zukunft der Wissenschaftskommunikation

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Politik·ScienceBlogs Kategorien

Selbstverständnis und Anforderungen an die Wissenschaftskommunikation haben sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt - vom Versuch einer wissenschaftlichen „Aufklärung" der Bevölkerung seit den 50ern über die Überzeugungsarbeit von „PUSH" in den 80ern bis zum vertrauensbildenden Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft seit den 90ern. Was kommt als nächstes, und worauf sollte die Wissenschaftskommunikation zukünftig ausgerichtet sein?

Meinungen gefragt:
Diskussion der Thesen, Forderungen und Empfehlungen von 40 Delphi-Experten
(Leitfrage 1/7) im Rahmen der Trendstudie Wissenschaftskommunikationpräsentiert am Di 30.11.2010 auf dem 3. Forum Wissenschaftskommunikation (Mannheim)
Die Grafiken geben an, wie viele der Delphi-Experten der jeweiligen Aussage vollständig [grün], großteils [hellgrün], teils [orange] oder gar nicht [rot] zustimmen.
Aktueller Stand n = 21 (40).

Ergebnispräsetation online

Es ist eine „Edutainmentisierung" der Wissenschaftskommunikation im Gange. Sie wird sich künftig verstärkt mit Eventmanagement, Emotionalisierung und Inszenierung beschäftigen müssen. Hier müssen neue Formate gefunden werden wie z.B. der Science Express, die Erleben vor Lernen stellen.

Die Wissenschaftskommunikation wird sich von klassischen Medien, vor allem Print, ins Internet verlagern.

Wissenschaftler nutzen noch zu wenig die direkte Kommunikation mit der Öffentlichkeit.
Dialog soll keine Einbahnstraße sein, sondern als Chance zur besseren Interessenvertretung genutzt werden.

Durch das Internet sind die Barrieren zur Kommunikation deutlich niedriger geworden.
Wissenschaftskommunikation muss als Managementaufgabe verstanden und höher bewertet werden. Wissenschaftskommunikatoren benötigen dafür eine bessere Qualifikation mit hohen, messbaren Standards.

Es ist nötig, wieder mehr Nachwuchs für Wissenschaftskommunikation und -journalismus zu begeistern.

Wissenschaftskommunikation sollte die Scientific Literacy verbessern und sich insbesondere auf junge Menschen und bildungsferne Familien ausrichten. Dazu sollte die Wissenschaft stärker mit Schulen, Volkshochschulen, NGOs usw. zusammenarbeiten.

Der Stellenwert von Wissenschaft

Wie ist eure Meinung: Welche Rolle sollte die Wissenschaftskommunikation im öffentlichen Dialog in Zukunft spielen? Und welche Maßnahmen sind nötig, damit die Wissenschaftskommunikation diesen Stellenwert erreicht?

 

Autor: Alexander Gerber· 0 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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