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Alexander Gerber ist Informationswissenschaftler und Geschäftsführer des innokomm Forschungs-zentrums für Wissenschafts- und Innovationskommu-nikation (GmbH). Sieben Jahre war er bei Fraunhofer verantwortlich für die Kommunikation des IuK-Verbunds sowie Chefredakteur von InnoVisions. Von Hause aus Journalist, ist Alexander Gerber Fachbeirat Wissenschaft des DFJV und des HPC, Vize der TELI in Berlin, WPK-Mitglied und Vertreter in der Euroscience Working Group "Science Communication". Er ist Moderator des "Forums Ideen- und Innovationsmanagement" und Initiator der "Trendstudie Wissenschaftskommunikation".
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30.11.10 · 08:45 Uhr
Wirtschaftskrise = Medienkrise?
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Politik·ScienceBlogs Kategorien · Kommentare: 1
Verschärft die Wirtschaftskrise die strukturelle Krise im Medienbereich? Verdrängt die Krise Wissenschaftsthemen von der öffentlichen und medialen Agenda? Oder führt die Krise zu Innovationen im Wissenschaftsjournalismus, etwa zu neuen Formaten, user‐generated Content oder Verknüpfungen von Journalismus und Open Access?
Meinungen gefragt:
Diskussion der Thesen, Forderungen und Empfehlungen von 40 Delphi-Experten
(Leitfrage 3/7) im Rahmen der Trendstudie Wissenschaftskommunikationpräsentiert am Di 30.11.2010 auf dem 3. Forum Wissenschaftskommunikation (Mannheim)
Die Grafiken geben an, wie viele der Delphi-Experten der jeweiligen Aussage vollständig [grün], großteils [hellgrün], teils [orange] oder gar nicht [rot] zustimmen.
Aktueller Stand n = 21 (40).
Finanzielle Gründe sind vorgeschoben. Die Medienkrise hat nichts mit der Wirtschaftskrise zu tun.
Die Medienbranche befindet sich durch das Internet in einem Umbruch, der durch die Wirtschaftskrise nur noch verstärkt wird. Die Klagen darüber sind allerdings so alt wie die Branche selbst.
Auch die Ökonomie ist eine Wissenschaft. In der Wirtschaftskrise wurde mehr als je zuvor über wirtschaftswissenschaftliche Themen berichtet.
Die Wirtschaftskrise führt dazu, dass es komplexe Themen schwerer haben und leicht verdauliche Kost überwiegt. Die Professionalität der Journalisten wird sinken.
Die Wirtschaftskrise trifft vor allem konventionelle Formate; die Wissenschaftsressorts der Zeitungen werden noch weiter zusammengestrichen; den Print-Medien droht eine starke Bereinigung.
Wenn es wirtschaftlich wieder bergauf geht, wird es zahlreiche Innovationen im Journalismus geben.
Web 2.0 ist eine große Chance für Erneuerung im Journalismus und für die Wissenschaft an sich.
Das deutsche Wissenschaftssystem ist so dynamisch, dass die Aufmerksamkeit in den Medien nicht abnehmen wird. Wissenschaftsthemen haben weiter Konjunktur.
Krise als Chance?
Wie ist eure Meinung: Wird die Wirtschaftskrise zu Innovationen in der Medienbranche führen? Welche könnten das sein?
Autor: Alexander Gerber· 1 Kommentar· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (1)
Naja! Das Thema ist ja nun nicht wirklich neu, oder? Gestern habe ich einen sehr interessanten Artikel darüber gelesen. Falls ich ihn wieder finde, stelle ich ihn rein.
Aber das Thema war, so wie hier ähnlich, dass nur die Folgen betrachtet werden. Das der Ursprung aber das Thema Bildung betrifft, wird ganz und vielleicht auch bewusst außer acht gelassen.
Und mal sehen, wie innovativ der Journalismus in Deutschland sein wird.