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Alexander Gerber ist Informationswissenschaftler und Geschäftsführer des innokomm Forschungs-zentrums für Wissenschafts- und Innovationskommu-nikation (GmbH). Sieben Jahre war er bei Fraunhofer verantwortlich für die Kommunikation des IuK-Verbunds sowie Chefredakteur von InnoVisions. Von Hause aus Journalist, ist Alexander Gerber Fachbeirat Wissenschaft des DFJV und des HPC, Vize der TELI in Berlin, WPK-Mitglied und Vertreter in der Euroscience Working Group "Science Communication". Er ist Moderator des "Forums Ideen- und Innovationsmanagement" und Initiator der "Trendstudie Wissenschaftskommunikation".

Alexander Gerber

Archiv Dezember 2009

20. Dezember 2009

Europas Forschung scheitert an 3%-Ziel

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Politik·ScienceBlogs Kategorien

Irgendwie haben Selbstverpflichtungen immer etwas Willkürliches. Sei es der Klimawandel, dem man mit „2 Grad weniger" entgegentreten will (warum nicht 1,5 oder 3 Grad?), sei es das ambitionierte „Lissabon"-Ziel der europäischen Regierungen, bis 2010 3 Prozent Ihres jeweiligen Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung zu investieren (2 Prozent von der Wirtschaft, 1 Prozent vom Staat). Die Höhe solcher Messlatten wird letztlich von der Politik bestimmt und nur indirekt von Experten oder Wissenschaftlern. Wissenschaftskommunikatoren sind einerseits dankbar für derlei plakative Zielsetzungen, laufen andererseits aber auch Gefahr, komplexe Themen auf den „Weg zum Ziel" zu reduzieren und den Sinn solcher Ziele mit der Zeit nicht mehr zu hinterfragen.
Spätestens seit 2009 lässt sich nicht mehr leugnen, dass Europa die „Lissabon"-Messlatte schmählich reißen wird. Wollte die EU-Wirtschaft ihre „2 Prozent" noch erreichen, müsste sie ihr Engagement kurzerhand um 70 Prozent steigern (das wären mehr als 100 Milliarden Euro jährlich), was natürlich utopisch ist. Und auch zum „1 Prozent" des Staates fehlt noch mehr als die Hälfte.

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Autor: Alexander Gerber· 20.12.09 · 12:40 Uhr· 0 Kommentare

05. Dezember 2009

Wissenschafts-Medien im freien Fall?

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Politik·ScienceBlogs Kategorien  ·  Kommentare: 4

Ohne Ausnahme verlieren die deutschen Wissenschaftstitel seit Jahren stark an verkaufter Auflage -- meist zwischen 20 und 40 Prozent seit 1999. Da hat sich das Flaggschiff Bild der Wissenschaft (BdW) mit einem Minus von "nur" zehn Prozent geradezu bravourös geschlagen.
Einzige wirkliche Ausnahme ist das preisgünstig auf den Markt gebrachte Magazin Welt der Wunder (WdW). Wobei ein Vergleich von WdW und BdW natürlich hinkt. Gerade eben erst hat Kollege Dr. Florian Freistetter in "Astrodicticum Simplex" die vermeintliche "Panikmache" von WdW anlässlich des Films 2012 kritisiert.

Folien als pdf bei Slideshare: http://www.slideshare.net/AlexanderGerber/gerber-wk-trends-2009-wissenschafts-titel


Autor: Alexander Gerber· 05.12.09 · 09:20 Uhr· 4 Kommentare

03. Dezember 2009

Wie funktioniert Wissenschaffen?

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Politik  ·  Kommentare: 6

"Wir müssen zeigen, wie Wissenschaft eigentlich geht", sagt Prof. Wolfgang Heckl und legt damit den Finger in eine der tiefsten Wunden der deutschen Wissenschaftskommunikation. Denn während es noch halbwegs gelingt, Forschungsergebnisse und wirtschaftliche Verwertungsmöglichkeiten wissenschaftlicher Erkenntnisse zu vermitteln, wird in Medien und PR noch viel zu selten der eigentliche Prozess des "Wissenschaffens" deutlich. Sozusagen Wissenschaft als Kulturleistung. Und gleiches gilt auch für die Mechanismen eines Innovationsprozesses, die meist völlig im Dunkeln bleiben, weil Innovation medial auf Produkt-Features oder Funktionsweisen verengt wird. Selbstkritisch geben dies 80 Prozent aller befragten Wissenschaftskommunikatoren in der dieser Tage vorgestellten Trendstudie (wk-trends.de) zu.
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Autor: Alexander Gerber· 03.12.09 · 16:30 Uhr· 6 Kommentare

Umfrage-Ergebnisse zur Wissenschaftskommunikation

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Politik  ·  Kommentare: 4

Mit insgesamt 326 Teilnehmern ist soeben die Branchenumfrage im Rahmen der 1. Trendstudie zur Wissenschaftskommunikation in Deutschland (wk-trends.de) zuende gegangen. Wichtige Problemstellungen wurden identifiziert und zukünftige Trends aufgezeigt.
Jetzt soll im nächsten Schritt die (noch laufende) Delphi-Studie (75 renommierte Experten) Antworten darauf geben, wo die Ursachen und Lösungsansätze für die beschriebenen Probleme in der Wissenschaftskommunikation liegen und wie sich die skizzierten Trends aktiv gestalten lassen.

Die Folien zur ersten Ergebnis-Präsentation (Forum Wissenschaftskommunikation, WiD in Berlin) mit einer ganzen Reihe zusätzlicher Daten sind jetzt online (Slideshare) >> http://tinyurl.com/WKT09.

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Autor: Alexander Gerber· 03.12.09 · 16:04 Uhr· 4 Kommentare

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