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Alexander Gerber ist Informationswissenschaftler und Geschäftsführer des innokomm Forschungs-zentrums für Wissenschafts- und Innovationskommu-nikation (GmbH). Sieben Jahre war er bei Fraunhofer verantwortlich für die Kommunikation des IuK-Verbunds sowie Chefredakteur von InnoVisions. Von Hause aus Journalist, ist Alexander Gerber Fachbeirat Wissenschaft des DFJV und des HPC, Vize der TELI in Berlin, WPK-Mitglied und Vertreter in der Euroscience Working Group "Science Communication". Er ist Moderator des "Forums Ideen- und Innovationsmanagement" und Initiator der "Trendstudie Wissenschaftskommunikation".
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- TomP · 13.12.11 · 17:07 Uhr Querdenker gesucht für Wissenschaft 2.0
- BreitSide · 06.12.11 · 20:31 Uhr Wissenschaft auf den Laufsteg gezwungen?
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27. Januar 2012
Journalist vs. Wissenschaftler
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien · Kommentare: 2
Mit verlässlicher Regelmäßigkeit kocht seit Jahren die Debatte hoch, warum sich viele Journalisten und Wissenschaftler angeblich so schlecht verstehen -- jüngt zum Beispiel im Herbst 2011 durch den Appell in UK ("Forscher bieten dem Boulevard die Stirn"). Diese ganze Debatte hat nun der Wissenschaftsjournalist Ed Yong in einem Blog des Discover Magazine versucht in ein einziges Schaubild zu bringen: "Every 'scientists-versus-journalists' debate ever, in one diagram". Offenbar fühlt er sich zu unrecht mit schlechten Journalisten in einen Topf geworfen. Der Qualitätsjournalismus sitze dies ebenso aus wie die Qualitätsforschung. Bei uns würde man wohl sagen: Die wulffen! Ed fordert: "Let's do better."
Autor: Alexander Gerber· 27.01.12 · 16:44 Uhr· 2 Kommentare
25. Januar 2012
Dagmar Röhrlich ist Wissenschaftsjournalistin des Jahres 2012
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien
Die freie Autorin habe nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima -- u.a. beim Deutschlandfunk -- auf herausragende Weise dem Publikum die komplexen Vorgänge und Bedrohungslagen über Wochen und Monate sehr verständlich erklärt. Dabei sei sie weder reißerisch noch verharmlosend vorgegangen, was nicht vielen Kolleginnen und Kollegen angesichts der dramatischen Situation gelungen sei, so die Jury.
Laut Wikipedia (in der ungesichteten Version ist der Lemma bereits aktualisiert) hat Röhrlich Geologie und Geophysik studiert. Demnach hat sie außerdem mehrere Bücher zu wissenschaftlichen Themen veröffentlicht. Sie lebt mit ihrer Familie in Köln.
Autor: Alexander Gerber· 25.01.12 · 16:26 Uhr· 0 Kommentare
21. Januar 2012
Kulturelle Kernspaltung
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien · Kommentare: 12
Die heutige Samstagskolumne des SZ-Bloggers Peter Glaser in der österreichischen FUTUREZONE lohnt sich:
[...]
Musiker gehörten zu den ersten, die diese kulturelle Kernspaltung zu spüren bekamen. Ihre klassische Bündelungsform, das Album, hat im Internet praktisch aufgehört zu existieren. Die User sind zu Rosinenpickern geworden und holen sich nur noch einzelne Tracks.
Autor: Alexander Gerber· 21.01.12 · 14:10 Uhr· 12 Kommentare
02. Januar 2012
Innovation als Thema in den Medien
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien
Tagung in der Akademie für Politische Bildung
Tutzing bei München, 2. - 3. Februar 2012
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Zwei Tage lang widmen wir uns Anfang Februar der gesellschaftlichen Bedeutung von Innovation und der Rolle der Medien. Woran erkennen etwa Journalisten Innovationen von gesellschaftlicher Bedeutung? Welchen Einfluss hat die Innovationskommunikation von Unternehmen und Forschungseinrichtungen? Welche Ressorts beschäftigen sich mit Innovation in Technik, Politik, Sport und Kultur? Welche Rolle spielen Medien im gesamten Prozess von der Idee bis zur Marktreife? In wie weit beeinflussen sie das Innovationsklima? Hierzu werden Journalisten und Innovationskommunikatoren in Tutzing Stellung beziehen und mit Wissenschaftlern und Praktikern über die aktuelle Situation diskutieren. Diskutieren wollen wir außerdem, in wie weit das US-amerikanische Modell des "Innovation Journalism", 2003 konzipiert von David Nordfors (Stanford University), auf Deutschland übertragbar ist.
Autor: Alexander Gerber· 02.01.12 · 22:03 Uhr· 0 Kommentare
"Astrodicticum Simplex" Wissenschaftsblog 2011
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien
Reiner Korbmann hat seine Blogleser (rein quantitativ) abstimmen lassen, und Scienceblogs-Kollege Florian Freistetter ("Astrodicticum Simplex") hat das Rennen gewonnen:
Der Wissenschafts-Blog des Jahres 2011
Übrigens läuft bei Florian gerade eine ganz interessante Diskussion über die Äußerungen des Berliner Medientheoretikers Norbert Bolz ("Schadet Wissenschaftskommunikation und Medienpräsenz der akademischen Karriere?").
Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Blogs "Meinung&Debatte" des Stifterverbands und der Blog von Lars Fischer ("Fischblog").
Gratulation allen dreien!
Keine wirklichen Überraschungen allerdings, sondern eher die "großen Klassiker". Ein gutes Dutzend Blogs hatte Reiner Korbmann insgesamt nominiert.
Vielleicht sollte ich das nächste Mal auch zum Mitabstimmen aufrufen... ;-)
Autor: Alexander Gerber· 02.01.12 · 19:25 Uhr· 0 Kommentare
26. Dezember 2011
Wie die "Brights" nach Deutschland kamen
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien · Kommentare: 8
Ein Hochinteressantes Interview mit dem deutschen Übersetzer der kontroversen "Brights" aus USA und UK -- Dawkins, Gould und Bryson etc. -- ist soeben im Freitag erschienen u.a. zu der Frage, warum irgendwie nur amerikanische Wissenschaftler den Mut haben, die Bühne der politischen Debatte, Provokation oder gar der kreativen Zerstörung zu betreten:
Die Autoren [...] sind keine Wissensvermittler, die der Öffentlichkeit bloß etwas über die Wunder der Wissenschaft erzählen. Sie sind politisch motiviert, soziologisch interessiert. Und viele von ihnen scheuen die Provokation nicht, sondern suchen sie. „Das hat natürlich auch mit dem gesellschaftlichen Hintergrund zu tun, der vor allem in den USA weit fundamentalistischere Strömungen zeigt". [Zitat des interviewten Übersetzers, Sebastian Vogel] Und auf den groben Klotz [sic] käme dann eben ein grober Keil.
Dass es hierzulande weit weniger Provokation oder gar "kreative Zerstörung" tradierter Denkschulen gibt, dürfte daran liegen, dass Wissenschaft grundsätzlich nicht so politisch ist / sein will / sein soll / sein darf wie etwa in den USA. In punkto "Medialisierung" der Wissenschaft sind wir zwar schon dabei gleichzuziehen mit der amerikanischen Academia (so sehr man beim Vergleich dieser beiden doch so unterschiedlichen Systeme vorsichtig sein sollte); bei der "Politisierung" der Wissenschaft allerdings sind wir fast noch auf der Stufe der "Trennung von Kirche und Staat" (übertragen auf die Forschung).
Insofern ist die Suche nach einem "deutschen Dawkins" meiner Ansicht nach eine systemische Frage des Selbstverständnisses deutscher Wissenschaftler. Wie zum Beispiel der Klimaforscher Stefan Rahmstorf gerade erleben durfte, bewegt man sich durch engagierte öffentliche Wissenschaft schnell auch an der Grenze zur Agitation (zumindest aus Sicht vieler Wissenschaftsjournalisten) -- siehe hierzu die jüngste Aufmachergeschichte in der Verbandszeitschrift der WPK.
Auch hier ein Vergleich: Die "Science Debate" als größte politische Bewegung in der jüngeren Geschichte der USA (für die es übrigens 2012 ein deutsches Pendant geben soll; Hintergrund siehe hier) war getrieben von dem Bedürfnis der Wissenschaft, das "Monopol der Wahrheit" nicht einfach so auf dem Altar politisch-religiöser Dogmen zu opfern. Siehe dazu das gerade eben erschienene Buch "Fool me Twice" des geschätzten Kollegen Shawn Otto. Wäre das nicht, lieber Herr Vogel, prädestiniert für eine Übersetzung durch Sie in der Reihe der "Brights"? ;-)
ZUSATZ:
Prominente Vertreter der o.g. "Brights" sind der Philosoph Daniel Dennett, die US-amerikanische Bürgerrechtlerin Margaret Downey, der Zauberkünstler James Randi, der Psychologe Steven Pinker, der Biologe Richard Dawkins, der Biochemiker Richard John Roberts, der Physiker Sheldon Glashow, der Wissenschaftsjournalist Michael Shermer, der kanadische Arzt Henry Morgentaler, der belgische Physiker Jean Bricmont[16] und der deutsche Philosoph Michael Schmidt-Salomon. [Quelle: Wikipedia]
Anm.: Danke an den anonymen Kommentator, der Richard Dawkins sehr zu Recht vom Amerikaner zum Briten machte!
Autor: Alexander Gerber· 26.12.11 · 13:48 Uhr· 8 Kommentare
16. Dezember 2011
How Different Cultures Relate to Science
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien
Our board member Martin Bauer, Professor of Social Psychology and Research Methodology at the London School of Economics and Political Science (LSE), by many of you known for his role in the Eurobarometer Studies on societal acceptance of research and technology, has published a remarkable book on intercultural aspects, changes and stabilities of public perceptions of science within the US, France, China, Japan, and across Europe over the past few decades. The contributors to the book address the influence of cultural factors; the question of science and religion and its influence on particular developments (e.g. stem cell research); and the demarcation of science from non-science as well as issues including the 'incommensurability' versus 'cognitive polyphasia' and the cognitive (in)tolerance of different systems of knowledge.
Thumb up...recommend! ;-)
Martin W. Bauer, Rajesh Shukla, Nick Allum (eds.):
The Culture of Science: How the Public Relates to Science Across the Globe
Series: Routledge Studies in Science, Technology and Society
Routledge 2011. 472 pages.
http://www.routledge.com/books/details/9780415873697
Autor: Alexander Gerber· 16.12.11 · 11:50 Uhr· 0 Kommentare
15. Dezember 2011
Rettungsaktion "WissensWerte"
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien
Die Wissenschaftsjournalistinnen Nicola Kuhrt, Cornelia Reichert und Cinthia Briseño haben unter http://www.pro-wissenswerte.de eine Petition gestartet, um gegen den Untergang der jährlichen Bremer Branchenveranstaltung "WissensWerte" (Hintergrund siehe hier) zumindest zu protestieren. Gut 100 Kolleginnen und Kollegen haben seit gestern unterchrieben (die Unterzeichnerliste im Web ist offenbar nicht aktuell; meine Unterschrift von gestern zum Beispiel ist noch nicht drauf).
Aufgerufen ist zur Unterstützung der WissensWerte allgemein, unabhängig vom Standort Bremen ("Ja, ich finde es wichtig, dass die WissensWerte erhalten bleibt.").
Autor: Alexander Gerber· 15.12.11 · 12:42 Uhr· 0 Kommentare
12. Dezember 2011
Ernüchterndes Fazit nach WiD-Forum in Köln
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien
Kurz ein Hinweis auf die in mehreren Blogs laufende Debatte zum 4. "Forum Wissenschaftskommunikation" (Köln), ausgerichtet wieder von Wissenschaft im Dialog.
Michael Sonnabend (Stifterverband) ist offenbar mit sehr gemischten Gefühlen nach Hause gefahren und berichtet dabei u.a. auch aus seiner Rolle als Mitglied der Programmkommission heraus.
Christoph Larssen (Kollege hier bei ScienfeBlogs) hat Bedenken, dass zu viel diskutiert und zu wenig getan wird.
Und auch Matthias Fromm (SGM) wundert sich über das "Klassentreffen", bei dem es leider keine Kratzspuren am Prüfstein gegeben habe.
Das positivste Fazit zieht da wohl noch Reiner Korbmann (Agentur Sciencde&Media) in seinem erst kürzlich gestarteten Blog, gleich mit einer ganzen Reihe von Beiträgen, bsiepislweise zu interaktiven Medien.
Kollege Henning Krause (DLR Bonn) hat eine Twitter-Liste erstellt, wobei die Zahl der tweetenden Teilnehmer mit <5% bezeichnenderweise ziemlich gering war.
Außerdem schreibt ein paar Zeilen die Kollegin Bärbel Auffermann vom Neanderthal-Museum.
...to be continued. ;-)
Autor: Alexander Gerber· 12.12.11 · 17:57 Uhr· 0 Kommentare
07. Dezember 2011
Querdenker gesucht für Wissenschaft 2.0
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien · Kommentare: 11
Wo steht die Wissenschaft heute in Sachen Web 2.0?
Was ist (vor allem in den USA) bereits erfolgreiche Praxis und wäre auch auf Deutschland übertragbar?
Und was müssten wir dafür tun?
Dazu meine Präsentation heute auf dem Deutschen Forum für Wissenschaftskommunikation zum Mitklicken, Vertiefen und vor allem Diskutieren (Vollbildmodus über "More" > "Fullscreen"; zum zoomen scrollen):
TO DO 1
Mangels Ressourcen kann sich die Wissenschaft im Gegensatz zur Wirtschaft nicht durch Dienstleister von der Herausforderung freikaufen. Nur die großen Tanker werden aus eigener Kraft die neuen Medien interaktiv nutzen können.
Ergo:
Neue Modelle der Kooperation, Fremdfinanzierung, Ressourcenumschichtung und öfftentlichen Förderung
TO DO 2
Der immense Schulungsbedarf wird nicht allein durch kommerzielle Dienstleister zu befriedigen sein.
Ergo: Qualifizierungen für Praktiker und Berater zum Selbstkostenpreis
TO DO 3
Allein Generationswechsel werden zu keiner breiten Anwendung neuer Medien durch die Wissenschaftler selbst führen, solange die Zahl zitierter Paper das einzige "harte" Qualitätsmerkmal bleibt.
Ergo: Systemische Veränderungen mit dem Ziel formaler, aber auch informeller Anerkennung und Incentivierung
TO DO 4
In vielen Gesprächen entsteht für mich der Eindruck als habe das Wissenschafts-management die Querdenker an die Kette gelegt.
Ergo: Statt Denkverboten sollte sich die Academia für keine Maßnahmen zu schade sein, die junge Zielgruppen endlich wirksam ansprechenden.
Autor: Alexander Gerber· 07.12.11 · 12:30 Uhr· 11 Kommentare
05. Dezember 2011
Wissenschaft auf den Laufsteg gezwungen?
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien · Kommentare: 1
Pointierte Thesen des Soziologen Alexander Bogner vom Institut für Technikfolgenabschätzung (ITA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Herausgeber des forschungspolitischen Buches "Wozu Experten?" (2005) soeben in einem Interview mit dem Standard: Kollege Bogner zieht eine ernüchternde Bilanz aus einem Jahrzehnt PUSH in Österreich und schlägt somit in die gleiche Kerbe wie unsere Trendstudie: Vertrauensverlust, Mediatisierung und zunehmender Legitimationsdruck der Forschung -- die Problembeschreibung des Kollegen teile ich, nicht aber die anklingende Kapitulation. Jetzt erst recht! Phase 5 hat begonnen, "Post-PUSH" kann gelingen, verlangt aber nicht weniger als einen Paradigmenwechsel.
Autor: Alexander Gerber· 05.12.11 · 09:12 Uhr· 1 Kommentar
03. Dezember 2011
Kollege Korbmann 2.0
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien
Reiner Korbmann ist unter die Blogger gegangen (frei bei Wordpress: Wissenschaft kommuniziert). So allmählich tut sich also was in der Blogosphäre zur Wissenschaftskommunikation. Korbmann, langjähriger Wissenschaftsjournalist (u.a. Chefredakteur von bild der wissenschaft) und heutiger Geschäftsführer der Agentur Science & Media, hat schon in den ersten Tagen eine beachtliche Frequenz seiner Postings vorgelegt. Wird sicherlich schwer sein, dies auf Dauer zu halten, also toi-toi-toi! Einige Beiträge der ersten Tage:
Soziale Netze - höchste Zeit aufzuspringen
Wie lange brauchen wir noch Journalisten?
Kann es sein? - Die letzte „Wissenswerte"?
Autor: Alexander Gerber· 03.12.11 · 12:06 Uhr· 0 Kommentare
Zwitschernde Forscher
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien · Kommentare: 1
Kollege Marc Scheloske (@Werkstatt -- ehemals Redakteur hier bei ScienceBlogs) hat eine Sammlung von twitternden Wissenschaftlern gestartet. Die Liste wächst... ;-)
Für mich stellt sich dabei vor allem die Frage, welche aussagekräftigen (wissenschaftsspezifischen) Kriterien man für die Reichweite / Relevanz entwickeln bzw. aus der aktuellen Onlineforschung ableiten und anwenden sollte / könnte, und zwar gerade nicht in Richtung der aus meiner Sicht gescheiterten (weil rein quantitativen oder besser: statistischen) PeerIndex-Ansätze, sondern eben auch qualitativ. Wie ein Kollege auf der ScienceOnline treffend bemerkte: "PeerIndex is no index after all, but sheer data."
Autor: Alexander Gerber· 03.12.11 · 11:38 Uhr· 1 Kommentar
25. November 2011
Nachruf / Rückblick: Initiative Wissenschaftsjournalismus
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien
Das Aus für die Initiative Wissenschaftsjournalismus war logischerweise das eigentliche Hauptthema auf der WissensWerte (diese Woche in Bremen). Nun hat die Dortmunder WissJour-Absolventin Franziska Badenschier einen Video-Rückblick produziert...
Rückblick Initiative Wissenschaftsjournalismus
Autor: Alexander Gerber· 25.11.11 · 19:57 Uhr· 0 Kommentare
09. November 2011
Falling Walls: Noch stehen die Mauern
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien · Kommentare: 2
Spitzenforschung in drei Minuten - oder auch in einer Viertelstunde - anschaulich präsentiert, ja zum Teil sogar unterhaltsam, dieses Prinzip der Science Slams hat die "Falling Walls"-Konferenz in Berlin auch in ihrer dritten Ausgabe sehr professionell auf und über die Bühne gebracht. Kaum eine populärwissenschaftliche Veranstaltung in Europa dürfte inzwischen näher dran sein an der inspirierenden US-amerikanischen "TED Conference". Und doch hat die Konferenz meiner Meinung nach in mehreren Aspekten noch ungenutztes Potenzial...
Autor: Alexander Gerber· 09.11.11 · 11:14 Uhr· 2 Kommentare
22. Oktober 2011
Krise im Technikjournalismus?
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien · Kommentare: 2
Den Technikjournalismus zu fördern ist eigentlich Ziel des von der Akademie der Technikwissenschaften (acatech) vor wenigen Tagen wieder verliehenen Journalistenpreises PUNKT. Dieser verzeichnete einerseits nach Angaben von acatech so hohe Bewerberzahlen wie noch nie (laut Pressemitteilung 30% mehr, insgesamt 124), allerdings scheint nicht wirklich Masse gleich Klasse zu sein. Denn andererseits wurde dieses Jahr (ebenfalls erstmals) kein Preis vergeben für die Sparte „Tageszeitung" (im letzten Jahr war das zum Beispiel Hannah Schneider mit ihrer Serie „Ab an die Steckdose" im Kölner Stadt Anzeiger). Dazu erklärte Jurymitglied Dr. Norbert Lossau (Ressortleiter Wissenschaft bei der WELT) anlässlich der Preisverleihung, dass den Juroren keiner der eingereichten Zeitungsbeiträge als preiswürdig erschien:
Die Jury wertet dies zugleich als deutliches Indiz dafür, dass der Technikjournalismus in den Tageszeitungen einen besonders schweren Stand hat. (Laudatio im Volltext)
Autor: Alexander Gerber· 22.10.11 · 11:51 Uhr· 2 Kommentare
15. Oktober 2011
Megatrends in der Wissenschaftskommunikation
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien · Kommentare: 4
Wo steht die deutsche Wissenschaftskommunikation heute, angesichts fundamentaler Veränderungen im Mediensystem, zwei Jahre nach der Finanz- und Wirtschaftskrise? Was sind aktuell die größten Herausforderungen, welches viel versprechende Lösungswege? Umfassende Fragen wie diese untersucht eine umfangreiche, vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft geförderte Trendstudie unseres Forschungszentrums. Betrachtet werden dabei alle drei Perspektiven der Wissenschaftskommunikation sowie deren gegenseitige Einflüsse aufeinander - Wissenschafts-Journalismus, Wissenschafts-PR und die innerwissenschaftliche Kommunikation.
Ausgehend von einer Bestandsaufnahme unter gut 300 befragten Wissenschaftskommunikatoren diskutierten 30 Experten aus Wissenschaft und Praxis im Rahmen einer Delphi-Studie mögliche Lösungsansätze. Demnach bricht - historisch betrachtet - gerade die fünfte Entwicklungsphase der Wissenschaftskommunikation an: von den Utopien der 50er Jahre (1) über die frühen Aufklärungskampagnen (2) und die mit zunehmender Kritik auch immer umfassendere Wissenschaftsberichterstattung (3) bis hin zum „Public Understanding of Science and Humanities" (4).
Noch während der Vorhang fällt, beginnt der nächste, fünfte Akt mit der Suche nach neuen Konzepten, Formaten und Werkzeugen. Diese "Phase 5" ist gekennzeichnet vom Bedeutungszuwachs des immer interaktiveren Internets als neues Leitmedium der Wissenschaft. So erlebt die PR, wie ihre über Jahre hinweg professionalisierte „Verpackungsindustrie" aus den Angeln gehoben wird. Grundlegend verändert das Web 2.0 auch die Kommunikation der Wissenschaftler untereinander, was einige etablierte Mechanismen des Wissenschaftssystems fundamental in Frage stelle. Der Studie zufolge sind es aber vor allem die klassischen Wissenschaftsmedien, die schmerzhaft zu spüren bekommen, wie die Grenzen zwischen Individual- und Massenkommunikation verschwimmen. Ob sie es schaffen, diesen Veränderungsdruck für eigene Innovationen zu nutzen, wird deshalb über die weitere Zukunft der Wissenschaftspublizistik entscheiden.
=== Zusammenfassung der 4 Megatrends als Auszug aus dem Buch === Trendstudie_LESEPROBE.pdf
[pdf, 3 MB]
Sämtliche Ergebnisse sind als Buch erschienen (edition innovare, ISBN 978-3-9814811-0-5) und können hier versandkostenfrei bestellt werden (wk-trends.de/6.html).
Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft stellt außerdem eine kostenfreie, komprimierte E-Book-Version zur Verfügung: www.stifterverband.de/wk-trends
Autor: Alexander Gerber· 15.10.11 · 08:52 Uhr· 4 Kommentare
12. Oktober 2011
Fighting the Assault on Science in America
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien · Kommentare: 2
It was the largest grassroots initiative in US history: The "Science Debate" in reaction to the presidential campaign in 2008 (see Wikipedia entry). Among the scientific organizations supporting the campaign were the Carnegie Institution, the American Association for the Advancement of Science, the US National Academy of Sciences, the Union of Concerned Scientists, the Biophysical Society as well as all the main universities, many Nobel laureate, companies and science media. Some of you might have followed the presentations I gave on this issue (in Stanford, Tallin, Madrid (interactive prezi), Vienna (in German!) etc. -- or see my blog posting about our own research activities in this area), because I am truly convinced that such an initiative also needs to be facilitated in Europe (which is what we tried with a few colleagues in Germany 2009 at TELI).
The let's say "father" of the US Science Debate, Shawn Otto, whom I was priviledged to have some excellent discussions with about the prospect of scientific citizenship, has now written a book about his experiences:
Fool Me Twice:
Fighting the Assault on Science in America
(you can order it here)
For those in the US: There will be a publishing party in MN, next week.
Further info:
Podcast -- an interview for the book:
Reviews -- Starred Kirkus Review, Starred Publishers Weekly
Autor: Alexander Gerber· 12.10.11 · 13:20 Uhr· 2 Kommentare
30. September 2011
Tatort Wissenschaft: Hausarzt oder Dr. House?
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien
Konkurrenz bei Förderanträgen, gefälschte Messergebnisse im Labor, militante Gegner der Gentechnik -- der jüngste Tatort (noch zu sehen in der ARD-Mediathek, wegen Jugendschutzes allerdings erst nach 20 Uhr) spielte diesmal im vermeintlichen Forscheralltag. Während wohl besser Genomforscher darüber urteilen sollten, in wie weit diese Darstellung im Detail authentisch war oder überhaupt sein konnte (siehe hierzu auch die extrem spannenden Anmerkungen von Martin Ballaschk, Doktorand am Leibniz-Institut für molekulare Pharmakologie), lässt sich auf jeden Fall festhalten, dass der Tatort grundsätzlich ein im deutschen TV überraschend ausgewogenes Bild des Wissenschaftsbetriebs im Allgemeinen (Erfolgsdruck, Konkurrenzdenke, Förderabhängigkeiten) und der Gentechnik im Besonderen (etwa was den natürlichen Wechsel von Genen zwischen Organismen anbelangt) zeichnete. Natürlich alles fürs Fernsehen ordentlich nachgewürzt: Nachwuchswissenschaftler fahren Porsche, trinken Vodka mit Zitroneneis in ihrer Designer-Wohnung und stanzen im Labor Pflanzenproben zur Musik aus dem iPod. Und doch: Ein Tatort zur besten Sendezeit, in dem es wie selbstverständlich, ja fast schon wie nebensächlich um Berufungskommissionen und Ehrenautoren, Publikationslisten und Juniorprofessuren geht. Ich finde das richtig erfrischend -- Wissenschaft als gesellschaftliche Normalität zur Primetime.
Vielleicht ist sogar die Frage "Zerrbild oder nicht?" gänzlich zweitrangig. Wäre es nicht vorrangig, zunächst zu fragen, warum überhaupt so wenig Wissenschaft in den Vorabendserien und TV-Produktionen vorkommt oder anders herum: Welchen Einfluss haben die in Film und Fernsehen vermittelten Rollenbilder eines Wissenschaftlers bzw. einer Wissenschaftlerin allgemein auf das öffentliche Image unserer Community, ja, auf die Entstehung medialer Vorbilder? Wie wirkt sich CSI auf die Berufswahl junger Leute aus, und was heißt es, wenn dem amerikanischen Dr. House unser deutscher Hausarzt oder Bergdoktor gegenüber steht? Sind wir da mit unserem Berufsbild wirklich noch aktuell? Läge hier gar eine Lösung für den Fachkräftemangel in den MINT-Fächern, weil man über die etablierten Unterhaltungsformate auch jene jungen Leute erreichen könnte, die bisher kategorisch ausschließen, je Wissenschaftler(in), Ingenieur(in) o.ä. werden zu wollen? (mehr...)
Autor: Alexander Gerber· 30.09.11 · 11:55 Uhr· 0 Kommentare
Science as a Location Factor
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien · Kommentare: 2
"Cities of scientific culture" are the topic of the EU-funded project "Open Places", constisting of no less than 69 partnerships from 27 European countries, every one a joint initiative of science communication institutions and local policymakers.
The project partners mainly want to mutually learn from each other's experiences, which is exactly what happened at the international project conference in Paris, a few days ago, where I had the honour to share a few ideas about new approaches (s. photo, here with Jean-Pierre Alix, president of the European Science Foundation, ESF). On the panel we also discussed ten key issues of the conference which you find summarised below (click "mehr"). Please feel invited to make comments and suggestions, since this is all work-in-progess.
Autor: Alexander Gerber· 30.09.11 · 08:38 Uhr· 2 Kommentare
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