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Die Autoren sind beide begeisterte Wissenschaftler. Felix Bohne ist hauptberuflich in der angewandten Grundlagenforschung im Bereich der Virologie/Immunologie tätig, während Ulrike Brandt-Bohne freie Wissenschaftsjournalistin, Reporterin und Moderatorin ist.
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27.01.12 · 16:07 Uhr
Kinder lernen Nachhaltigkeit
Kategorie: Umwelt · Kommentare: 15
Nachhaltigkeit ist ein Wort das in aller Munde ist. Das Wissenschaftsjahr 2012 widmet sich diesem Thema mit dem Überbegriff Zukunftsprojekt Erde.
Auch das Haus der kleinen Forscher, welches bereits bei Kindern im Kindergartenalter mit der wissenschaftlichen Früherziehung beginnt, hat sich die nachhaltigen Entwicklung unserer Erde 2012 zum Jahresthema gemacht. Das Ziel ist Fragen anzugehen die sich um den Erhalt der Lebensgrundlagen unserer Erde drehen.
Spannende Versuche im Kontext von Klima- und Naturschutz können mit den Kindern durchgeführt werden und sind auf der Homepage zu finden. Die Kleinen lernen durch diese Versuche spielerisch sich an ein Thema heranzutasten, selber Lösungen zu finden und Neues zu entdecken. Der Inhalt wird demnach ganz nebenbei vermittelt und macht Spaß.
Ein Versuch dreht sich um das Thema Wasser, wie viel wann wie wo verbraucht wird und wo überhaupt im Alltag Wasser drin ist. Dabei überlegen die Kinder ob in Obst Wasser enthalten ist. Sie gehen dieser Frage nach indem sie Äpfel in Ringe schneiden und trocknen lassen. Diese Apfelringe schmecken am Abend nicht nur gut, sie sehen auch anders aus, runzlig und viel trockener. Das Wasser das in den Zellen des Apfels enthalten war ist weitgehen verdunstet und daher hat sich die Struktur der Oberfläche und auch der Geschmack verändert.
Das Haus der kleinen Forscher bietet eine ganze Reihe spannender Experimente an, die auch einfach Zuhause nachgemacht werden können.
Kinder sind von sich aus neugierig und führen viele Experimente durch. Besser geht es manchmal mit Hilfe und Anleitung, ohne aber den natürlichen Experimentierdrang zu hemmen. Ich finde es großartig, dass immer mehr Kindergärten nun zu Häusern der kleinen Forscher werden und somit viele Kinder in den Genuss einer ausgezeichneten Hilfe und Anleitung in Sachen Experimentieren und Forschen bekommen.
Jetzt zur kalten Jahreszeit experimentieren Kinder gerne mit Wasser und machen allerlei `Quatsch´ damit. So waren die Nachbarskinder so begeistert festzustellen dass das Wasser in einem Glas auf der Terrasse eingefroren war, dass sie gleich noch mehr Wasser auf den Weg spritzen um herauszufinden ob es gefriert... das tat es und seither haben wir Glatteis vor der Tür.
Autor: Ulrike Brandt-Bohne· 15 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (15)
Gute Idee und ... jetzt lernen die Nachbarskinder, wie man im Winter streut?
ich hoffe das Streuen ist der nächste Lernschritt. Muss mir vielleicht ein Experiment dazu einfallen lassen damit sie es `gern´tun....
Kinder dazu anzuleiten, kleine Nachhaltigkeitsforscher zu werden, hat für mich das Niveau einer nachhaltigen Barbiepuppen-Schnulze.
Vielleicht lesen Sie mal das Buch "'Das blöde Ozonloch' - Kinder und Umweltängste" von Grefe/Jerger-Bachmann. Da wird dann ein (vermutlich nachhaltig erzogenes) Kind interviewt, dass ausgerechnet hat, dass in 450 Jahren die Welt untergeht. Wunderbar!
Hallo SMS Team,
eine zukunftsorientierte Erziehung ist das Fundament der naechsten Generationen, gepaart mit eurem schoenen Schreibstiel kommt das bei allen gut an (bis auf ein paar Ausnahmen...) macht weiter so, unter meinen Favoriten seit ihr auf jeden Fall :)
Bodegilla
Sehr schöne Sache, auch wenn Deo-/Leo-/Keo-/Geomännchen das wieder nicht rafft. Aber das sind wir ja inzwischen von ihm gewöhnt.
@ Breitside
"Schöne Sache'' ist kein Argument, davon abgesehen quietscht Deine Gebetsmühle.
Geo-/Leo-/Keo-/Deomännchen: dass Du zum Thema Bildung nur Klamauk anzubieten hast, war ja zu erwarten.
Aber in Einem hast Du Recht: "sehr schön" ist wirklich kein Argument. Es ist eine Wertung. Sagt Dir das was? Kannst ja mal gugeln. Hatte ich behauptet, es sei ein Argument? Ich denke nein.
Dr. Webbaer·
29.01.12 · 21:36 Uhr
Die Sache ist ja ganz hervorragend, der Schreiber dieser Zeilen hat die verlinkten Angebote in Teilen geprüft, nur: Die Kinder lernen ganz primär physikalische Zusammenhänge zu verstehen, oder? Zur "Nachhaltigkeit", aus dem Englischen von 'Sustainibility' stammend und die gute alte Nachhaltigkeit (vereinfacht: N. ist gegeben, wenn der Erfolg einer Maßnahme nicht im Erfolgsfall weitere Maßnahmen eines Gesamtvorhabens gefährdet - bspw. in der Landwirtschaft durch Bestellen eines Feldes, das in der Folge unbrauchbar wird, was nicht nachhaltig wäre) seit Anfang der Neunziger überlagernd bzw. metaphorisch nutzend: Wird die auch gelernt?, was ist diese neue Nachhaltigkeit genau?@Keoman
Der Webbaer hat nach kleiner Prüfung nicht den Eindruck, dass dort ökologistisch indoktriniert wird, was der Erzieher vor Ort macht, weiß man natürlich nicht, demzufolge scheint ihm der Begriff eher ein Akzeptanzstichwort für die Zahlerseite zu sein. - Das Schüren von Kinderängsten wäre natürlich sehr problematisch.
MFG
Dr. Webbaer
Dr.Eister WeBBarsch: der braune Depp hat natürlich nicht gerafft, dass die Nachhaltigkeit Jahrhunderte älter ist.
Gesetzlich taucht sie mW erstmals bei den Nürnberger Waldgesetzen auf.
Aber schon die ältesten Kulturen wussten, dass Natur- und Bodenschätze begrenzt sein können und zu schonen sind. Nicht alle, aber zumindestens die, die lange überlebt haben.
Es wäre zu empfehlen, mal das Buch "Kollaps" von Jared Diamond zu lesen.
Der Begriff 'Nachhaltigkeit' scheint mir heute vor allem eine Spielweise für einfach strukturierte Weltverbesserer und gelangweilte Hausfrauenverbände zu sein.
Man/Frau will bekanntlich eine nachhaltige Entwicklung einleiten, in der die Bereiche Ökonomie, Ökologie und Sozialpolitik zusammengedacht werden sollen.
Begriffe, die dazu beitragen oder anregen, 'fast alles was es gibt' zusammenzudenken, um eine ökonomische, ökologische und soziale Wende einzuleiten, sind mir höchst suspekt und in der Regel schnell ausgelutscht.
Ich finde, man sollte Kinder vor solchen trivialen Utopien nachhaltig verschonen.
Ich finde es gut, dass die natürliche Neugier der Kinder so gefördert wird! Und vor allem: Die Kinder TUN etwas und dürfen sich nicht nur berieseln lassen von einem für sie elendslangweiligen Vortrag zum Thema „Nachhaltigkeit“.
Experimentieren, lernen und vielleicht auch neue Lösungs-Ansätze finden: Schadet ja nicht, wenn unsere Jugend das von klein auf mitkriegt! Im Großen funktioniert das genauso. Beispiel aus der Praxis: Das Smarter Planet-Programm von IBM ist durchzogen von Experimenten und unkonventionellen Ansätzen. Unsere Kinder früh mit smarten Forschungs- und Lösungsansätzen vertraut zu machen, kann uns allen nur nützen! „Nachhaltigkeit“ soll jedenfalls kein leeres Schlagwort bleiben und sollte auch in der Erziehung/im Unterricht positiv behaftet sein: Keine Angstmache: In wievielen Jahren wird die Welt untergehen? sondern lösungsorientiert: Was können wir tun, damit auch eure Kinder und Enkelkinder noch einen lebenswerten Planeten vorfinden?
Geo-/Leo-/Deo-/Keomännchen: schön, wie Du zum Dr.eisten WeBBarsch passt: Wie Arm auf Eimer.
Beide die gleiche reaktionäre maligne Bradiphrenie.
@Erik: Aus den Anfangsjahren des PCs gabs noch das Spiel "Hammurabi", bei dem man über Jahre gut wirtschaften sollte. Wenn diese Simulationen gut gemacht sind, sind sie sehr wertvoll.
@Keoman
Die neue Nachhaltigkeit [1], das ist auch die Besorgnis des Schreibers dieser Zeilen, scheint in der Tat in Politik und Wissenschaft in eine neue "Interdisziplinarität" zu drängen, so wird in diesem teilweise in ganz merkwürdiger Sprache gehaltenem WBGU-Gutachten bspw. gefordert, dass Gesetze Vertretern dieser "Interdisziplinarität" zwingend vorzulegen sind...MFG
Dr. Webbaer (der das Projekt bis auf den Namen aber ganz hervorragend findet - Naturschutz und das Erkennen physikalischer Zusammenhänge ist ein an sich gutes Lernziel)
[1] von 'Sustainability', Mitte der Achtziger im englischsprachigen Raum entwickelt und in D nicht wirklich günstig Anfang der Neunziger als 'Nachhaltigkeit' übernommen - der Schreiber dieser Zeilen erinnert sich an Joschka Fischers erstbemerkten Vortrag zu diesem Thema so um 1991, den er anfänglich gar nicht mal so schlecht fand)
Nachtrag:
'Physikalisch' war hier im Sinne von 'physisch', die Natur betreffend, gemeint.