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24.01.12 · 21:45 Uhr
Dies und das zu Vitaminen
Kategorie: Medizin · Kommentare: 35
Es ist die kalte Jahreszeit, viele sind `erkältet´ und daher soll man brav Vitamine nehmen um das Immunsystem zu stärken. Da ich in letzter Zeit immer wieder etwas zum Thema Vitamine gehört, gelesen oder gesehen habe, möchte ich hier ein paar Beispiele nennen.
Neulich erzählte mir ein Taxifahrer er sei noch nie erkältet gewesen. Er wolle es gern mal sein um zu wissen wie sich das anfühle. Er glaube nicht, dass er so einen gesunden Körper habe der nicht krank werden kann, er esse nur immer ganz viele Zitrusfrüchte - aber nur im Winter. Sein Körper verlange förmlich danach und würde sich, seiner Meinung nach, das holen was er braucht. Der Mann hat gar nicht so unrecht. Denn seiner Meinung nach ist es besser Medikamente weg zu lassen wenn man auf natürlichem Wege dem Körper etwas Gutes tun kann und das ist eine sehr gute und richtige Ansicht. Dennoch wird der Mann ein sehr gut funktionierendes Abwehrsystem haben, da er ja täglich einer Vielzahl von Erregern ausgesetzt ist in seinem Beruf aber dennoch nicht erkrankt. Es gibt ja auch Studien die den positiven Effekt von Vitamin C auf das Immunsystem hervorheben. Dies heißt aber leider nicht dass die Einnahme von Vitaminen in konzentrierter Form per se gut ist.
Viel Frisches essen scheint eine gute Idee zu sein. Da erinnere ich mich an eine Sendung die versuchte das Schock gefrohrene Gemüse mit dem Frischen auf ihren Vitamingehalt hin zu vergleichen. Auch hier galt Frisch als gute Wahl. Wenn das Gemüse allerdings mehrere Tage unterwegs war zwischen Ernte und dem Teller, so sank der Vitamingehalt so drastisch, dass teilweise fast nichts mehr enthalten war. Fazit: Es sollte alles so schnell und schonend wie möglich verarbeitet werden, um einen hohen Vitamingehalt zu garantieren.
Die Zubereitung der Speisen ist ein wichtiger Schritt bei dem viele Vitamine zerstört werden. So ist die` böse´ Mikrowelle ja schon verpönt als Nahrungszubereitungsgerät. Wenn man sich jedoch den Beitrag von Vince Ebert anschaut (Wissen vor Acht ), so erfährt man, dass die Mikrowellen den Vitaminen gar nichts Böses tut. Es ist vielmehr die Hitze, welche den Schaden anrichtet. Da Mikrowellen die Eigenschaft besitzen Wassermoleküle in Schwingung zu versetzen und dadurch Hitze zu erzeugen, schaffen sie viel schneller und effektiver hohe Temperaturen. Somit schont die Mikrowelle die Vitamine im Vergleich zu Kochen oder Dämpfen sogar.
VIEL hilft VIEL?
Aber zurück zu den Vitaminen die munter eingenommen ein gesünderes Leben versprechen. Die guten bösen Vitamine - haben sie ihre Rolle als natürliche Heilmittel verloren? Nein, haben sie nicht. Nur die Einnahme von künstlichen Vitaminpräparaten wird immer kritischer angesehen.
In einem Artikel der WissensWerkstatt wird das Thema Vitamine behandelt. Der Autor zitiert neue Studien, welche `neue Zweifel an Vitaminpräparaten´ aufzeigen. Hier werden eine ganze Reihe von Studien aufgeführt, bei denen die zusätzliche Gabe von Vitamin A und oder E die gemessenen Patientenwerte eher verschlechterten, zu höheren Sterberaten, mehr Schlaganfällen oder sonstige negative Auswirkungen führten. Sehr viele Menschen glauben sich durch die Supplementierung mit Vitaminen und Mineralstoffe aus der Apotheke oder dem Supermarkt etwas Gutes zu tun. Doch hier wird zusammengefasst wie Vitamine hochdosiert Schaden anrichten können. 
Auch bei Spiegel online (http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,809517,00.html) wurde das Thema aufgegriffen und kritisch kommentiert.
Leider funktioniert und floriert das Geschäft mit den Nahrungsergänzungsmitteln und Co ganz wunderbar. Da ist es wichtig dass weiter geforscht und Aufklärung betrieben wird.
Ich habe auch bei einem Beitrag mitwirken können (Quarks &Co, WDR, 24.01.2011, 21:00), der das Thema künstlicher Vitaminpräparate aus der Apotheke behandelt und hinterfragt. Dabei geht es vor allem um die vielen Versprechungen die auf der Verpackung stehen, die genauen Aussagen für was das Produkt alles gut sein soll. Es ist faszinierend wie genau die Definitionen sind und wie sie einen beeinflussen. Obwohl ich nicht an die Notwendigkeit derartiger Präparate glaube, so wollte ich doch am liebsten mit vielen bunten Päckchen aus der Apotheke laufen. Da gibt es was für Kinder bestimmter Altersgruppen, für Männer, für Frauen, für Jung und Alt, burn out, Stress, allerlei Beschwerden. Und alle versprechen sie einen Tag voller Vitalität, Sonnenschein und Wohlbefinden oder gar Heilung. Der genauere Blick auf die Beipackzettel weist meist schon allgemeinere Aussagen auf, die etwas schwammiger sind. In dem besagten Beitrag ging es darum, anhand eines Beispiels, herauszufinden wie fundiert die Aussagen sind. Es wurden Details erfragt und mit Experten gesprochen. Summa Summarum: Keine eindeutigen Beweise liegen vor. UND: die Natur kann es meist besser. Sprich, wenn keine Erkrankung vorliegt, kein akuter Mangel der von einem Arzt diagnostiziert werden sollte, so ist eine ausgewogene Ernährung immer noch die beste Wahl. Dieser Meinung war ich schon vorher, dennoch ist es interessant dies bestätigt zu bekommen. Dabei geht es mir nicht nur darum, dass nicht genug Beweise in Form von entsprechenden Studien vorliegen. Es geht auch um die Erklärung, welche die Ernährungswissenschaftlerin Brigitte Bäuerlein mir auf meine Frage hin gab. Sie sagte es reiche im Allgemeinen aus, wenn man sich einfach nur ausgewogen ernähre. Ich wollte von ihr wissen ob man auch zu viel Vitamine zu sich nehmen kann. Schließlich kann das in der Tablettenform ja schädlich sein. Was ist also wenn ich vor lauter gesundem Leben täglich zu viel Saft trinke, Karotten, Spinat und Co esse? Sie grinste und meinte nur, dass der Körper dies regulieren könne. Er nehme sich was er braucht, der Rest geht einfach wieder auf natürlichem Wege raus. Außerdem würde der Körper die Aufnahme schon alleine dadurch regulieren, dass er eine gewisse Zeit brauche bis die Stoffe aus der Nahrung aufgenommen werden um ins Blut zu gelangen. Dies sei bei der Einnahme von Vitamincocktails oft nicht der Fall. Sie sind oft so aufbereitet, dass der Körper große Mengen eines Stoffes oder einer Kombination mehrerer Stoffe plötzlich im Blut habe. Ein weiterer Aspekt ist der, dass die Zusatzstoffe, wie die Sekundären Pflanzenstoffe, die meist auch im Mix enthalten sind, gar nicht nachweislich zur Aufnahme der Vitamine dienlich sind. In der Natur helfen solche Sekundären Pflanzenstoffe als Transportvehikel. In künstlich hergestellten Präparaten die nicht genau aufeinander abgestimmt sind, ist ihre Funktionalität als Shuttle nicht unbedingt gegeben.
Vitamine sind und bleiben sicher ein Thema. Sie haben durch ihre Vielfältige und essentielle Funktion einen hohen Stellenwert. Es gilt ja auch noch herauszufinden ob sich die Ergebnisse vieler Studien auf den Menschen übertragen lassen und Vermutungen bald zu Beweisen werden. Viele Krankheiten, so auch die Makulare Degeneration werden mit Vitaminpräparaten behandelt. Ob es etwas bringt ist noch nicht belegt. Einzelne wissenschaftliche Arbeiten hypothetisieren, dass zusätzliche Vitamine für einer bessere Durchblutung des Auges sorgen könnten. Somit würde das Voranschreiten der Erkrankung verlangsamt und die zwangsläufige Sehstörung bis hin zur Blindheit heraus gezögert.
Wiegesagt, Vitamine bleiben spannend.
Links:
Wissen vor Acht, Thema Mikrowelle
Quarks und Co, WDR Medikamentensendung 24.01.2012, 21:00 h:
Autor: Ulrike Brandt-Bohne· 35 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (35)
Tja, wie sagte es Eckart von Hirschhausen mal so schön: "Bei den Unmengen an Vitaminpillen, die manche Menschen in sich hineinstopfen, müssten sie ihren Urin eigentlich als Sondermüll entsorgen."
Übrigens: auch die guten alten Multivitaminsäfte sind nicht ganz ohne. Um nämlich diese "gesunde" orange Farbe zu erreichen, werden oft hohe Dosen an Beta-Carotin (a.k.a. Provitamin A) zugefügt. Regelmässige Überdosierungen dieses Vitamins sind allerdings nicht ungefährlich: das Risiko für Dickdarmtumore steigt an, bei Rauchern wohl auch das Risiko für Lungenkrebs.
Ein gesunder Multivitaminsaft ist eher grünlich-grau. Aber das ist anscheinend nicht sonderlich verkaufsfördernd.
Na ja es ist ja bekannt, dass die Apotheken inzwischen zu Esoterik Buden verkommen sind.
Das ganze Klimbim mit den Nahrungsergänzungsmitteln gibt es ja nur, weil die Hersteller einen Weg gefunden haben auf legale Weise das Arzneimittelgesetz zu umgehen, ähnlich wie Homöopathie &Co.
Daher ist kein Wirksamkeitsnachweis erforderlich, auch die Unbedenklichkeit brauch nicht in Rahmen eines Zulassungsverfahrens beurteilt werden.
Ein guter Weg um viel Kohle zu machen. Nur nutzt das Ganze- eher nicht.
Ausnahmen gibts natürlich Folsäure für Schwangere zB
Ich sag`s ja immer wieder, ein guter Koch kann manchmal besser für die Geundheit sein, als ein guter Arzt.
@noch'n Flo:
:D ! Der Satz von Hirschhausen gefällt mir.
Dieser Vitamin-Unsinn nimmt ja schon seit langem überhand, meine Mutter springt auch sehr gerne auf sowas an und nimmt alles mögliche. Als Kind wurde ich auch immer mit Vitamin-C Pulver eingedeckt damit ich keine Erkältungen bekomme (schmeckte wenigstens nur sauer, der Versuch mit dem Lebertran, den sie mal gemacht hat, war da bedeutend schlimmer, igittt...). Hat nix geholfen, weniger Erkältungen hab ich erst seit ich nicht mehr meine Tage mit x anderen Leuten zusammen verbringe und weniger mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahre (mein Immunsystem ist wohl das Gegenteil von dem des Taxifahreres ;) ).
Vor kurzem hab ich noch mehr so Unsinn entdeckt: Die Schwester meines Freundes gibt ihrem einjährigen Sohn eins von diesen süssen (3 verschiedene Zucker!!), angereicherten Milchprodukten (weils ja der Kinderarzt empfohlen hat, die Frau ist aber selber Psychiaterin...). Die Liste der zugesetzten Vitamine und Mineralstoffe hätt ja fast nicht mehr auf die Packung gepasst...!
War schon sehr skeptisch als ich das gesehen hab und hab dann mal gegoggelt. Was kam raus? Kompletter Unsinn diese Kindermilchprodukte, sowas ist gut für unterernährte Kinder in Entwicklungsländern, aber bitte nicht für ein Kind in Europa, das ansonsten eh vernünftig isst! Ausserdem sind die so angereichert, dass MINDESTENS der angebene Vitamingehalt bei Ablauf des Haltbarkeitsdatums auch noch drin ist, d.h. bei einigen Proben waren da bis zu 300% der angegebenen Menge drin! Und 300% bei einem angegebenen Tagesbedarf von bis zu 80% bei manchen Vitaminen und einer Dosis von 200ml ist garantiert viel zu viel.
Was kam noch raus? Mein Freund war daraufhin sauer, dass ich seine Schwester kritisiert hab. Super :(
Mit natürlichen Säften geht der Hokuspokus doch weiter, Cranberry- Saft (Nektar eher) zum Beispiel und was halt grad modern ist. Dafür gibt es - "Information ist beautiful" ... und diesen Blog :)
@Alice
Vermutlich waren auch noch x andere Zusatzstoffe drinnen ... Bei so etwas lege ich mich auch gern mit Freundinnen und Bekannten an.
@ Theres:
Sag nichts gegen Kronsbeerensaft, der ist gar nicht schlecht bei Harnwegsinfekten.
@Theres:
Wieso, Cranberrysaft ist doch lecker! Braucht man zum Cosmopolitan :)
Naja, an Zusatzstoffen war sonst noch alle möglichen Proteine drin und Soja und wie gesagt 3 verschiedene Zucker (Dextrose-irgendwas, Sacchrose-irgendwas und Honig). Natürlich ist die Milch nur Halbfett (weil das angeblich Dickwerden vorbeugt, äh.. zu meiner Zeit gabs noch keine Halbfett-Milch und ich bin alles andere als dick!), dafür setzt man dann wieder Milchproteine zu. Und schmeisst dann einen Vitamincocktail dazu nach dem Giesskannenprinzip. Das ganze hat dann mit Milch soviel zu tun wie ein Chicken McNugget mit Hühnchen...
Sehr geil fand ich neulich auch den Kauf eines Freundes: Nachdem ich ihn scheinbar endlich überzeugt habe dass Zott-Sahnejoghurt besser schmeckt als 0%iges irgendwas das sich trotzdem Joghurt schimpft, kauft er jetzt "Diät-Sahnejoghurt". Ich dachte dann, Diät und Sahnejoghurt, wie geht das denn?? Ja, wir setzen Süsstoff statt Zucker rein. Um ja.. damit gleichen wir die Sahne wieder aus, genau... (grundlegende Nährstoffkunde, setzen, 6!). Und wie wir ja alle wissen sind un-reduzierte Nahrungsmittel bewiesenermassen alle bööööse..!
Erschreckend ist, dass Naturwissenschaftler (besagter Freund ist auch Wissenschaftler!) Ernährungsesoterik genauso unverblümt glauben wie der Normalbürger die pseudowissenschaftlichen Esoteriker. Und dass in Apotheken der Weg von Vitaminpräparaten zu homöopathischem (Un-)Gemisch nicht weit ist, wissen wir ja auch alle...
@Alice "Und dass in Apotheken der Weg von Vitaminpräparaten zu homöopathischem (Un-)Gemisch nicht weit ist, wissen wir ja auch alle..." Na ja in der Apotheke ist der Weg zu richtigen Arzneimitteln auch nicht weit.
Die meisten Leute, die ich kenne, die Vitaminpillen schlucken sind ambitionierte Sportler, und die nehmen im Krankheitsfall lieber hochwirksame Medikamente als homöopatische Mittel ein. Aber das ist nur mein persönlicher Erfahrungsbereich.
@roel:
"Na ja in der Apotheke ist der Weg zu richtigen Arzneimitteln auch nicht weit."
Das stimmt schon, Apotheken mutieren aber trotzdem leider immer mehr zu esoterischen outlets.
Ich sehe in meiner Umgebung leider ständig Leute, die Vitaminpräparate nehmen, und davon ist niemand Sportler. Soll ja jeder machen was er will, solang nicht jemand meint, mich missionieren zu müssen. Schlimm finde ich es nur bei Kindern, was da den Eltern alles aufgeschwatzt wird, das gut sei für die lieben Kinderchen, und das verabreichen sie ihnen dann (und irgendwie hab ich manchmal echt das Gefühl dass Leute ihr Denkvermögen verlieren sobald sie Kinder haben, besonders Frauen). Die Kinder können sich ja nicht wehren und lesen auch keine Studien!
@Alice ja bei Kinderprodukten ist das schon krass. Extra Portion Mich, extra Vitamine, extra Portion Calzium und alles Extras die nicht nötig sind. Die extra Portion Zucker wird allerdings0meistens nicht erwähnt.
Da fällt mir ein, es gab auch schon Milchpulver zur Zurbereitung von Milchersatz für Babies, da wurde ein Vitamin in unzureichender Menge zugesetzt, mit gravierenden Folgen. Also andersrum geht auch, aber bei weitem nicht so oft.
Tja ... Kommentarabo hat nicht funktioniert und auf dem Kommentarthread erscheint der hier nicht ...
@ noch'n Flo
Wenn ich die neusten Untersuchungen richtig in Erinnerung habe, dann hilft der Cranberrysaft eben nicht. Ist nicht hinreichend belegt ... siehe Information ist beautiful, das schnuffige Blasendiagramm. War mir bisher aber egal, weil er schmeckt.
@Alice
Kleinkinder sollten nur eine Minimaldosis an Soja aufnehmen - Kinder generell, wegen der Phytohormone darinnen - und weiteres gibt es wohl bei irgendeinem Bundesamt. Ich habe keine Ahnung , wie der Grenzwert ist, außerdem ist das ja die heilige Kuh der Vegetarierer, jedenfalls zum Teil und im Netz findet man zuerst nur Lobhudelei.
... noch einmal ...
Krass.
Apropos, Vince Ebert ist doch eigentlich Physiker? Ok, beim Thema Mikrowelle ist er sicher richtig.
Beim Thema Klima ist er übrigens ein Rohrkrepierer, vulgo Klimaleugner. Frag mal Georg Hoffmann bei Primaklima.
@ BreitSide
Verlaufen?
@Theres:
Uh.. ich würde meine Hand jetzt nicht dafür ins Feuer legen, dass da Soja drin war, kann mich auch falsch erinnern! Leider finde ich im Internet gerade keine Zutatenliste (spanische Firma). Das mit dem Soja wird aber wohl die Asiaten nicht besonders stören und die sind ja alle quietschvergnügt und vermehren sich fröhlich, so gefährlich kann das mit dem Soja also nicht sein.
Dafür hab ich grade gesehen, dass dieselbe Marke jetzt laktosefreie und zudem fettreduzierte Milch herstellt (was bleibt von Milch noch übrig wenn man Zucker UND Fett entfernt, Wasser??)!! Das erinnert mich an den amerikanischen Eiersalat ohne Eier. Leute, wenn ihr keine Eier oder keine Milch mögt, dann kauft es einfach nicht!! Oder wie die Veganer, die total stolz darauf sind, dass man jetzt Käse herstellen kann, der die Eigenschaften von Käse hat, aber nicht von einem lebendigen Viech stammt. Wer Chemiekasten einem seit tausenden von Jahren existierenden Naturprodukt vorzieht, bitte.
@ noch'n Flo
Der Saft hat wieder strong evidence, ich habe es gesehen. Hatte hier die alte Seite von Januar letzten Jahres und die Adresse gespeichert, aber sie machen dort regelmäßige Updates.
@ Alice
Das mit dem Soja ... die Asiaten verarbeiten es anders, langsamer und dadurch gehen die schädlichen Stoffe verloren, äh, werden abgebaut. Das weiß ich, von besagten Asiaten (Japanern, die in Düsseldorf leben und gern selbst kochen.)
Hiesiges Soja und entsprechende Produkte werden zu schnell verarbeitet und enthalten östrogenartige Substanzen. Die schädigen auch die Schilddrüse, wenn man Pech hat - und ungefährlich ist das Zeugs wirklich nicht.
Für Allergiker ist das gefährlich, und zwar sehr, weil die selbst auf Spuren reagieren, aber bedenke, dass du überall Soja drinnen hast, mittlerweile, als pflanzliches Öl, als Soja- Lecithin, als Eiweiß- Auszug, als .... jedenfalls kommst du schnell über die Grenzwerte, falls du empfindlich bist. Bei Kindern und Heranwachsenden ist das noch einmal eine andere Sache ...
P.S. Ich habe nur eine Unverträglichkeit - aber kann inzwischen Pudding kochen, Yoghurt machen ... Brot backen, vor allem Brötchen und Teilchen ... das nervt!
Ja, mit dem Chemiebaukasten sprachst du ein wahres Wort ... na, nicht so gelassen aus :)
@ Alice:
Wäre der Erfinder Schweizer, man würde ihn wohl mit Schimpf und Schande aus dem Land jagen.
Aber nebenbei: mit Vegetariern habe ich ja keine Probleme, jedem das seine halt. Meine Sache ist es nicht, ich brauche regelmässig ein Stück totes Tier zwischen den Zähnen ("Fleisch ist mein Gemüse"). Und die meisten Vegetarier sind Nicht-Vegetariern gegenüber auch recht tolerant und unkompliziert (die Lebensgefährtin meines Schwagers ist auch Vegetarierin, hat aber kein Problem, ihm mal ein Steak oder Schnitzel in die Pfanne zu hauen).
Ganz anders so viele Veganer. Ich gewinne immer mehr den Eindruck, es hier eher mit einer Religion als mit einer Gruppe von Menschen mit sehr speziellen Essgewohnheiten zu tun zu haben. Und vor allem immer dieser Missionierungsdrang.
Stehe ich da mit meiner Meinung allein, oder hat jemand von Euch ähnliche Eindrücke?
@noch'n Flo Also wer's erfunden hat weiß ich noch nicht. Aber wo man es bekommt http://www.vegusto.ch/de/vegusto-uebersicht.php
Ich sehe das als Ideologie.
@ roel:
Oh Mann, man kann es aber auch übertreiben - veganes Katzen- und Hundefutter?!? WTF???
(Ich musste da spontan an die "Futurama"-Folge mit den Popplers denken; wo die Tierschutz-Aktivisten einen Löwen dazu erzogen haben, sich ausschliesslich von Tofu zu ernähren.)
@roel:
Veganes Katzenfutter, wtf??!? Das verstösst doch gegen das Tierschutzgesetz!! Schon mal eine Katze Gemüse jagen sehen? Meine erste Katze liebte zwar Brokkoli und mein Kater hat immer die Gurken ausm Salat gefischt, aber das warn eher Eigenheiten. Ansonsten gabs immer nur Mausersatz (=Fleisch). Ich glaub, unsere Katzen hätten uns ausm Haus gejagt oder mindestens mit Kuschelboykott bestraft, wenn wir mit Veganerfutter gekommen wären!
@noch'n Flo:
Ich kenne glücklicherweise selber keine Veganer (Vegetarier jedoch schon ein paar, hab ich auch nix dagegen, so lernt man mal vegetarische Restaurants kennen ;) ), nur auf einer Summerschool hatten wir mal eine Veganerin, die hat dann Dosen mit Bohnen mitgeschleppt weil vom Kantinenessen wenn man alle tierischen Produkte wegnahm ausser zerkochtem Gemüse und Salat nix übrig blieb. Fänd ich ja extrem unpraktisch immer mit Dosen verreisen zu müssen...
Ich könnt mir ein Leben ohne Fleisch auch nicht vorstellen, weniger weil mich gelegentlich nach einem Steak gelüstet, sondern eher weil es 1. extrem unpraktisch ist (besonders beim Verreisen) und 2. einfach eine ganze Palette Geschmacksrichtungen fehlen würde. Und ohne Fisch/Meerestiere ginge bei mir sowieso nix. Diese Vegetarier/Veganerbewegung gibts sowieso ausserhalb "germanischer" Länder (D, A, CH, UK, US...) recht wenig, in Spanien würden sie dir dann trotzdem Schwein und Hühnchen vorsetzen oder so ;) und eine Französin meinte auch kürzlich, Vegetarier gäbs in Frankreich nicht wirklich (obwohl ich schon mal in Paris in einem Vegetarierrestaurant war!).
Das mit der Religion der Veganer stimmt schon, aus Esowatch gibts dazu ein ganzes Diskussionsforum (in dem es aber manchmal für meine Geschmäcker doch etwas zu rau zugeht): http://www.antiveganforum.com/forum/viewforum.php?f=3&sid=992acf7e436bc08d0badb83036bf29b8
Jetzt sind wir wieder von den Vitaminen zu den Veganern gekommen, eiei... Bevor ich hier auch wieder kritisiert werde wie nebenan bei FF, hier noch ein Link zu Vitaminzusätzen und Verbrauchertäuschungen, Footwatch nimmt sich solcher Sachen immer gerne an:
http://foodwatch.de/presse/pressearchiv/2010/abgespeistde_nimm2/index_ger.html
Vielleicht sollte ich denen mal diese Kindermilchprodukte vorschlagen als Untersuchungsgegenstand...
Ach ja, an diese pseudo-Müslidinge (s. Text im Link) kann ich mich als Kind auch noch erinnern. Meine Mutter meinte wohl auch, so Cerealienzeugs brauche ein Kind zum wachsen oder so (wenigstens gabs zu meiner Zeit noch Vollmilch dazu!). Hab ich seitdem nie wieder angerührt dieses ganze Kelloggszeugs, wenn ich heut mal Müsli esse, dann richtiges (=schweizer Müsli ;) ), am besten mit ein paar Schokoladenstückchen. Gepoppter Amaranth dazu ist auch lecker :)
@noch'n Flo:
:D! Zwei Seelen, ein Gedanke! ;)
war mal wieder zu langsam...
autsch!
Es sollte "Foodwatch" und nicht "Footwatch" heissen *doh* :D
@ Alice:
"Footwatch" - das klingt irgendwie nach einem Fetischisten-Club...
Wo wir gerade bei Käse waren - kennt Ihr eigentlich das Käseparadoxon?
(scnr)
hi hi herrliche Kommentare!
Hier freut sich die Bloggerin über unsere Kommentare, wie schön :)
Warte, wir werden dir bald auch manchmal aufn Keks gehen ;)
Apropos Cranberrysaft hab ich hier noch was gefunden, da stellts mir grad die Haare auf:
http://www.forum-gesundheitspolitik.de/artikel/artikel.pl?artikel=1900
Leute, Leute, Cranberries und Preiselbeeren sind NICHT dasselbe!!!! Auch wenn das in manchen Sprachen gar nicht richtig unterschieden wird und sie irgendwie auch verwandt sind. Aber sie schmecken komplett anders. Leider hat irgendein Depp Cranberries als "Kulturpreiselbeere" eingeführt und seitdem kennt sich niemand mehr aus. Cranberries sind die Dinger, die in den USA auf Feldern angebaut werden, die man dann flutet, und sind extrem sauer. Preiselbeeren wachsen z.B. in norwegischen Hochmooren und sind weniger sauer, sind aber auch roh nicht unbedingt gut (entweder heiss machen, das wandelt irgendwas in Zucker um) oder Zucker dazugeben (Marmelade etc, man kann aber auch einfach Zucker zu den Beeren geben, halten sich auch einige Zeit).
Preiselbeeren haben auch viel Vitamin C und so, was ja bei der traditionellen norwegischen Ernährung durchaus wichtig ist, Orangen und Zitronen wachsen da ja nicht. Das mit den Harnwegsinfekten wird aber beiden Beeren nachgesagt, obwohl das ja auch noch auf wackligen Beinen steht. Mir is das eh alles wurscht, ich liebe Preiselbeermarmelade zu Fleisch. Preiselbeersaft ist mir noch nicht begegnet, aber den Norwegern trau ich alles zu ;). Auf englisch heissen Preiselbeeren übrigens "Lingonberries". Und noch'n Flo, deine "Kronsbeeren" sind auch keine Cranberries, sondern Norddeutsch für Preiselbeeren. Cranberries wachsen in Europa nämlich gar nicht wild!
... und wo keine Preiselbeeren wachsen, traf es den Holundersaft als Heilmittel bei Blasenentzündungen.
Ich habe nachgefragt (pensionierter Landarzt alter Schule und "Zwiebeleinsatzprediger", sorry). Er meinte, dass Saure würde nicht helfen, viel trinken wäre es nur, Kirschsaft wäre genauso gut. Andererseits ist die Evidenz für Cranberries, die echten als strong angegeben. Das Vit.C wirkt da nicht, die sekundären Stoffe sind es, glaube ich zu erinnern.
@ Alice:
Und was soll ich jetzt mit den ganzen Korinthen?
@Alice· 25.01.12 · 23:52 Uhr
Hmm ..., wenn man genügend Zeit hat und den einen oder anderen Bearbeitungsschritt nicht scheut: ... an Handkäs ?Mit Essig, Öl und Zwiebeln wird der sogar "musikalisch". ;o)
@noch'n Flo:
Korinthen sind ja was ganz anderes :P.
@ZetaOri:
Diese Gummikäsedinger sind irgendwie nicht so wirklich mein Geschmack. Mit Apfelwein und Zwiebeln lass ich mir das vielleicht eingehen. ;)
Aber ansonsten schmeck laktose- und fett-befreite Milch ganz einfach nach das, was sie ist, von (fast) allem befreite Milch. Hab ich vor kurzem mal probiert als ich wo war, wo es ausser Leitungswasser, Bier und Wein nix zu trinken gab (Spanier!). Iiibäh. Lieber Vollmilch mit etwas Wasser, schmeckt besser. Mit Joghurt hab ich den Fehler schon gemacht als mir in Dänemark mal so nach Heidelbeerjoghurt gelüstete, aber wegen mangelnder Nachfrage (oder Käuferverarschung) keiner mehr in Vollfettstufe da war. Halbfettjoghurt schmeckt halt genauso, nämlich, halb! Seither kauf ich mir lieber meinen Joghurt und die Früchte getrennt, ist eh gesünder...
@ ZetaOri:
Au ja, Handkäs' mit Musi... und vorher lecker Rippchen mit Kraut... und die ganz Zeit literweise Äppelwoi.
Und dann verteilen wir allmählich Platzkarten für's Klo.
@Flo2: Awwä en sauä gschbriddsde ausem Gribbde!
"Rippchen mit Kraut"-schon wieder Vitamin C? Leute, ernährt Ihr Euch einseitig!
Ansonsten, ich muss immer an die NÄDIGAZ denken (nette ältere Dame im guten Allgemeinzustand), die "mal eine ganz kurze Frage" hatte:
Auf das aufmunternde "Dann man tau!" knallte Sie eine proppenvolle ALDI-Jumboeinkaufstüte auf den Schreibtisch, voll mit Vitamin-und Mineralstoffpräparaten, Nahrungsergänzungsmitteln etc.:
"Was davon ist jetzt eigentlich wirklich nützlich?"
Nach längerem Wühlen fand ich tatsächlich ein Calcium D3 Präparat und eine Rolle Zitronendrops mit Vitamin C.
"Also das Erste ist empfehlenswert für die Knochen und die Zweiten sind man recht lecker, wenn man in einer Theateraufführung von die Enkels dauernd wegen der trockenen Luft husten muss."
"Oh. Och,naja, dann hätte ich ja zumindest endlich wieder Platz in meinem Medikamentenschrank, ich habs mir ja fast schon sowas gedacht..."