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Georg Hoffmann hat an der Ruhr-Universität Bochum Physik studiert und anschliessend am Max-Planck Institut Hamburg mit einer Arbeit zu Tracern in globalen Zirkulationsmodellen, sogenannten "Klimamodellen", promoviert. Danach arbeitete er 15 Jahre in Paris am LSCE, Laboratoire des Sciences du Climat et de l'Environnement, zu verschiedenen Aspekten der Paleo-Klimatologie. Momentan forscht er im Rahmen eines gemeinsamen Projekt der Universität Utrecht, dem holländischen Weltraumzentrum SRON und dem holländischen Wetterdienst KNMI. Das Bild ist dem Stadionheft April 2004 des VFL Bochum entnommen und zeigt ihn mit der Vereinsfahne, die er einzig zu diesem Zweck quer durch die Antarktis geschleppt hatte. Tss. Unglaublich.

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31.03.10 · 13:13 Uhr

Gibt es eine Verschwörung gegen die Klimawissenschaften?

Kategorie: Politik·Umwelt  ·  Kommentare: 65

Es klang bereits hier einmal bei Jörg auf Diaxs-Rake an. Gibt es dort draussen eine gross angelegte Verschwörung gegen die Klimawissenschaften? Sind das Stehlen von 1000nden von Mails vom Server eines englischen Klimainstituts, deren Veröffentlichung kurz vor der Kopenhagener Klimakonferenz, all die Artikel gegen Pachauri und den IPCC Teil eines Masterplans gegen die Klimaforschung? Diese These wurde jetzt noch einmal explizit in einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung formuliert.
Nun gibt es ja gerade in der Wissenschaft ein allgemeines Misstrauen gegen Konspirationstheorien, man kann fast von einer Verschwörung gegen Konspirationisten sprechen.

Guise.jpg

Bild: Die Verschwörung der katholischen Mehrheit gegen die aufbegehrende protestantische Minderheit endet in der Ermordung des Duc de Guise im Schloss von Blois. Das waren noch Verschwörungen! Im Angesicht der Leiche seufzte Henri III: «Mon Dieu, qu'il est grand ! Il paraît même plus grand mort que vivant !»

Was sind die Belege und gibt es solche?

1) Es gibt einen finanziellen Transfer, meist über Think Tanks oder vermeintliche Institute, die gerne in ihren Namen "Forschung" tragen, von einigen Grossfirmen zu einigen Wissenschaftlern, die sich zum Thema Klima äussern. Insbesondere machen die beiden Süddeutsche Autoren Jiménez und Rubner auf Gelder des Mischkonzerns "Koch Industries" aufmerksam (50 Millionen $), die an solch klangvolle Organisatinen gehen wie die "Americans for Prosperity". Klassiker wie Zahlungen etwa von Exxon Mobile (25 Millionen $) setze ich hier mal als bekannt voraus.

2) Das Hacken der e-Mails sei sehr professionell durchgezogen worden und sei sehr gut koordiniert mit anderen Aktionen, wie die Strafandrohung gegen eine Reihe Klimaforscher durch den republikanischen Senator Inhofe.

Was spricht dagegen?

1) Die obigen Summen von Koch Industries und Exxon beziehen sich auf den Zeitraum 1997-2008. Das sind bei aller Liebe gemessen an dem sonstigen "Public Relation" Volumen von etwa Exxon nur pillepalle. 2 Millionen pro Jahr gibt Exxon wahrscheinlich für Heftzwecken aus. Ich habe bei den genannten Summen etwas Probleme, mir vorzustellen, dass die Leugnung der Klimaphysik ein zentrales strategisches Ziel der Grossindustrie sei. In dem Fall sollten die Beteiligten eher Klotzen statt Kleckern und das kann ich nicht erkennen.

2) Werfen wir doch mal einen Blick auf die Beteiligten. In Deutschland ist das ja z.B. EIKE. Ebenfalls in der Süddeutsche gab es heute einen weiteren Artikel zu diesem "Institut für Klima und Energie" ("Institut", schenkelklopf). EIKE Präsident Thuss (Korrektur: im SZ Artikel findet sich zu Herrn Thuss: "ein Jenaer CDU Politiker". Nach Christian Reinboth lässt sich keinerlei wahrnehmbare Rolle von Herrn Thuss in der CDU feststellen) soll nach SZ die Finger bei CFACT drin haben und die wiederum haben Geld von Exxon erhalten. Nu ja. Für mich ist vor allem unvorstellbar, dass jemand bei Exxon Geld ausgibt, um solche Pumpen zu bezahlen. Das Durchschnittsalter der EIKE Mitglieder liegt irgendwo zwischen Johannes Heesters und Ernst Jünger, keiner ihrer Mitglieder hat es auch nur auf die Sichtweite einer echten peer-reviewten Veröffentlichung gebracht. Der erste Eindruck, wenn man diese Leute Vorträge geben sieht oder Fragen beantworten hört (Thüne, Beck, Puls, Lüdecke, ist der völliger gerontologischer Verwirrung. Niemand bezahlt bei Exxon für so etwas Geld. Soviel Vertrauen habe ich einfach mal in unsere Grossindustrie.

Zusammenfassung, die dokumentierten Summen und die "Qualität" des angeblich Erkauften lässt mich nicht an eine konzertierte Aktion glauben. Diese Anti-Klima- oder Anti-IPCC-Nachrichten und die entsprechenden Skeptiker blubbern zurzeit medial hoch, weil die Zeiten so sind, wie sie sind, und weil es eine Dynamik in der medialen Berichterstattung gibt, die so ist, wie sie nunmal ist. Eine konzertierte, gut finanzierte Aktion sieht anders aus.

 

Autor: Georg Hoffmann· 65 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Trackbacks (1)

Gehackte Mails: Klimaforscher rehabilitiert · ScienceBlogs · 02.04.10 · 06:34 Uhr


Kommentare (65)

Kommentar-Direktlink Sven Türpe· 31.03.10 · 17:19 Uhr

Warum gibt es hier eigentlich keinen Button, mit dem man unkompliziert Szenenapplaus spenden könnte?

Author Profile Page Thilo Kuessner· 31.03.10 · 17:49 Uhr

Ich habe bei den genannten Summen etwas Probleme, mir vorzustellen, dass die Leugnung der Klimaphysik ein zentrales strategisches Ziel der Grossindustrie sei.

Es geht ja bei solchen Vorwürfen auch um die Frage nach der Unabhängigkeit der fraglichen "Forscher". 2 Millionen mögen für Exxon nicht viel Geld sein, für die Leute, die z.B. am Fraser Institute davon leben oder auch einfach als Zubrot zu ihrem Uni-Gehalt mal eben schnell 10.000 $ für einen in ein paar Stunden geschriebenen skeptischen Artikel bekommen, kann es schon eine starke Motivation sein. Wobei natürlich im Einzelnen zu klären wäre, ob die Bezahlung oder die Medienpräsenz die stärkere Motivation darstellt.

Kommentar-Direktlink Ulrich· 31.03.10 · 17:52 Uhr

Der erste Eindruck, wenn man diese Leute Vorträge geben sieht oder Fragen beantworten hört (Thüne, Beck, Puls, Lüdecke, ist der völliger gerontologischer Verwirrung. Niemand bezahlt bei Exxon für so etwas Geld.
Warum eigentlich nicht? Das wäre doch sowas wie PR-Arbeit.

Author Profile Page Georg Hoffmann· 31.03.10 · 18:13 Uhr

@Thilo/Ulrich

Die Zusammenfassung des SZ Artikels lautetete

Koordinierte Attacken gegen Klimaforscher: Firmen wie ExxonMobil geben Millionen Dollar dafür aus, die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft systematisch zu vernichten.

was ja auch eher aus der Perspektive der vermeitlich korrumpierenden Firmen formuliert ist. Und das soll es jetzt sein? 2 Millionen an Statlers und Waldorfs von EIKE?

Aber individuell mag es ja stimmen und als Motivationshilfe wirken. Als konzertierte Aktion aber ...

Author Profile Page Christian Reinboth· 31.03.10 · 18:27 Uhr

Ich bekomme immer leichtes Bauchgrimmen, wenn ich den Namen "Holger Thuß" und den Begriff "CDU-Politiker" im gleichen Satz lese. Ich weiß, das schreibst nicht nur Du, sondern so steht es auch in der TAZ und in der Süddeutschen. Mir hat sich trotzdem noch nicht ganz erschlossen, wie es zu dieser Einschätzung kommt.

Ein Mandat - auch nicht auf kommunaler Ebene - nimmt Thuß jedenfalls nicht wahr. Und auch im Vorstand des Jenaer CDU-Kreisverbands ist er nicht zu finden:

http://www.cdu-jena.de/ueber-uns/vorstand.htm

Ebenso nicht in der CDU-Fraktion im Stadtrat von Jena:

http://www.cdu-jena.de/fraktion/mitglieder.htm

In einer von sieben Unter-Ortsgruppen des CDU KV Jena (OV Nord) ist ein Dr. Holger Thuß als Beisitzer im Ortsvorstand(!) aufgeführt - dies dürfte seine einzige Funktion in der CDU sein. Es wäre daher vermutlich eher angebracht, ihn als "CDU-Mitglied" oder doch zumindest als "CDU-Kommunalpolitiker" zu bezeichnen - "CDU-Politiker" impliziert zumindest meines Erachtens nach, dass der Mann in der Partei tatsächlich was zu melden hat, was definitiv nicht der Fall ist. Angeblich war Thuß vor ewigen Zeiten mal Mitglied im Studentenrat seiner Uni, aber das wars dann auch schon...

Es käme ja vermutlich auch kein Mensch auf die Idee, mich im Zusammenhang mit meiner Arbeit als "CDU-Politiker" zu bezeichnen, nur weil ich im Vorstand der Wernigeröder CDU sitze und als SKE in den Wirtschaftsausschuss darf... :-)

Wer sich Thuß übrigens mal live antun möchte, findet ihn auf youTube:

http://www.youtube.com/watch?v=iSmMSHUDKy0

...und sogar auf PI-News, wo er klimaskeptische Bücher rezensiert:

http://www.pi-news.net/2009/04/neuerscheinung-klimahysterie-was-ist-dran/

Author Profile Page Georg Hoffmann· 31.03.10 · 18:35 Uhr

@Christian
Hirnlos von mir aus der SZ abgeschrieben.
"Holger Thuss, ein Jenaer CDU-Lokalpolitiker und Verleger konservativer Bücher."

Ich korrigiere das mal.

Author Profile Page Christian Reinboth· 31.03.10 · 18:50 Uhr

@Georg: Sollte auf keinen Fall eine Kritik an Dir sein - wie schon festgestellt, stand das schon so in der TAZ, in der SZ und auf der MDR-Webseite. Wenn man mal nach "Holger Thuß" und "CDU" googled, findet man zig Medienseiten auf denen Thuß unter "CDU-Politiker" läuft, aber nur eine CDU-Seite (die von besagtem Ortsverband), auf der der Name Thuß überhaupt auftaucht. Hab mich immer schon gefragt, woran das liegt, der Mann verdient m.W.n. sein Geld eigentlich mit Büchern.

Ich mutmaße mal böserweise, die Vorstellung, dass ein CDU-Politiker EIKE leitet passt so gut ins Konzept mancher Journalisten, dass da nicht so genau recherchiert wird. Ein Bild von Thuß gibt es übrigens witzigerweise nicht auf den Webseiten der CDU sondern auf denen der FDP zu sehen:

http://www.fdp-thueringen.de/jena/news/3440-kurth_jena_auf_leipziger_buchmesse_gut_vertreten.html

Author Profile Page Christian Reinboth· 31.03.10 · 19:26 Uhr

Nach etwas eingehenderer Recherche wäre noch zu ergänzen, dass Thuß (der offenbar ernsthaft der Ansicht ist, Schellnhuber sei ein Anhänger Maos) im Vorstand der Thüringer Paneuropa-Union ist, deren Ehrenvorsitz wiederum CDU-MdEP Dr. Dieter Koch innehat. Dr. Koch sponsort gemeinsam mit CFACT und der Paneuropa-Union Veranstaltungen wie diese Lesung der DDR-Bürgerrechtlerin Freya Klier (letzter Absatz), die allerdings mit dem Thema Klima nichts zu tun haben. Vielleicht ergibt sich der Eindruck von TAZ und SZ ja aus dieser Verbindung, die meiner Einschätzung nach aber eher informeller Natur ist...

Kommentar-Direktlink axel· 31.03.10 · 21:31 Uhr

Du unterschätzt diese Bewegung und die Geldsummen etwas, Georg. Es gibt noch mehr Spender, schon mal von Mellon und der Scaife-Foundation gehört, die wiederum zahlreiche einschlägige Institute und foundations unterstützt?

Ein kleiner Überblick hier: http://mediamattersaction.org/transparency/?funderID=4

Und ich meine, bei aller Dummheit von Eike sollte man nicht die Wirkung unterschätzen. Leute wie mein Freund Krishy Gans finden dort genau die Art von Bestätigung, die sie brauchen. Und solche Leute bombardieren dann Foren von Zeitungen, Magazinen oder Fernsehredaktionen mit ihrem Geschreibsel so nach der Art, die Leute wollen endlich eine andere Art der Berichterstattung hören.

Ich meine auch beobachtet zu haben, dass sich manche Medien bemühen, etwas "ausgewogener" zu berichten. Anführungsstriche natürlich deshalb, weil die Meinung von Idioten und Propagandisten nicht dazu beiträgt, wissenschaftliche Ausgewogenheit herzustellen.

Kommentar-Direktlink Torsten Werner· 31.03.10 · 22:36 Uhr

Warum gibt es hier eigentlich keinen Button, mit dem man unkompliziert Szenenapplaus spenden könnte?

Hehe, gute Idee. Der Artikel wirkt sehr wissenschaftlich, gaaaaar keine Frage.

Kommentar-Direktlink Krishna Gans· 31.03.10 · 23:16 Uhr

@axel
Wer "Freunde" wie dich hat, braucht keine Feinde mehr, also unterlaß bitte diesen Quatsch, wir könnten befreundet sein - nichts liegt mir ferner, als in diesen Verdacht zu geraten.

Kommentar-Direktlink eduardo· 01.04.10 · 00:17 Uhr

Warum sollte Exxon Geld ausgeben, wenn Pachauri und Gore kostenlos die gleiche Leistung erbringen?

Kommentar-Direktlink koz· 01.04.10 · 00:22 Uhr

Danke für diesen klarsichtigen Artikel. Zeigt doch wunderbar dass wir alle nur Menschen sind - und gleichermaßen zugänglich für VT wenn sie in unser bestehendes Weltbild passt.

Ich hatte das ja auch schonmal bei Diax's Rake in den Kommentaren angesprochen:

http://www.scienceblogs.de/diaxs-rake/2010/02/kein-klimawandel-bei-den-sciencebusters.php

Das Phänomen ist auch sehr gut bei dem Süßungsmittel Aspartam (der vielleicht meistuntersuchteste Nahrungszusatz überhaupt) zu beobachten:

Süßstoffindustrie: "Die Studien sind doch eh alle von der Zuckerindustrie gekauft."

Zuckerindustrie: "Die Studien sind doch eh alle von der Süßstoffindustrie gekauft."

M(

Kommentar-Direktlink axel· 01.04.10 · 00:23 Uhr

Hey, Krishy, lass deinen Frust nicht an mir aus.

Ich kann doch wirklich nichts dafür, dass deine Frau wieder mal Migräne hat und Phil Jones entlastet worden ist.

Fründe stonn zosamme!

Kommentar-Direktlink Helge· 01.04.10 · 03:44 Uhr

Greenpeace USA hat vor Jahren mal den Versuch gemacht, die Spenden von Exxon an diverse Institute und Personen nachzuvollziehen. Herausgekommen ist dabei das hier: http://www.exxonsecrets.org/maps.php
Ist inzwischen ein bißchen veraltet, für mich aber ein Indiz, dass die früher durchaus die Policy hatten, Klimawissenschaftler zu diskreditieren bzw. zumindest die Öffentlichkeit mit Scheinwissenschaft zu verwirren.

Kommentar-Direktlink Geoman· 01.04.10 · 08:30 Uhr

Warum spricht eigentlich niemand von einer Verschwörung, wenn Wissenschaftsgelder z. B. dafür verbrannt werden, um die Brutverbreitungen aller europäischen Vogelarten im Zeitraum 2070-99 zu prognostizieren:

Huntley, B, Green R, Collingham Y & Willis SG (2007): A Climatic atlas of European breeding birds, 512 Seiten!

Richtig, weil es sich dabei um Steuergelder aus dem Gemeinsäckel handelt!


Kommentar eines ehrenamtlichen Vogelschützers:

"Eingedenk der zahlreichen grundlegenden methodischen Schwächen und Unsicherheiten muss angezweifelt werden, ob die Publikation dieses Buches sinnvoll war und ob sie mehr ist als eine akdademische Übung. "


Merke: Schlechte Mainstream-Forschungen sind akademische Übungen, schlechte Anti-Mainstream-Forschungen sind akademische Verschwörungen!

Kommentar-Direktlink Jan Müller· 01.04.10 · 09:13 Uhr

"Niemand bezahlt bei Exxon für so etwas Geld. Soviel Vertrauen habe ich einfach mal in unsere Grossindustrie."

Jenu, sie haben, so es denn die Absicht gibt, PR in diese Richtung zu betreiben, ja kaum eine andere Möglichkeit. Denn was passiert, wenn sie richtige Wissenschaftler dafür bezahlen, die PR zu wuppen? Genau, dann müssen sie die Paper's anschließend doch nur wieder selbst frisieren:

http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2009/04/24/AR2009042403331.html

Die GCC ist in der Managementlehre mittlerweile ein gern zitiertes Beispiel für eine sog. "defensive Basisstrategie". Sie ist gekennzeichnet durch ein hohes Gefahren-, aber geringes Erfolgspotential, ihre issues sind Widerstand, Rückzug und isolierte PR. Und gilt als gescheitert.

"Wer sich Thuß übrigens mal live antun möchte, findet ihn auf youTube..."

Das ist ja Dr.-Mabuse-mäßig. Wenn man von da aus ein wenig rumklickt, zeigen sich allerdings wieder schnell die Kontakte zur Friedrich-Naumann-Stiftung (und damit auch zur großen Bühne). Beklemmend.

Kommentar-Direktlink Franz Nörgel· 01.04.10 · 11:49 Uhr

meine Güte Hoffmann,

was fantasieren sie sich wieder zusammen?

"Leugnung der Klimaphysik"

Gehts ihnen noch so halbwegs?

Merken sie sich doch endlich, dass "wir" Skeptiker ganz sicher nicht die Physik der Strahlung, die Thermodynamik usw. leugnen wollen. Was man weiss, weiss man und vieles in Sachen Klima Rückkoppelungen etc. ist eben nicht so klar od. physikalisch eindeutig nachweisbar, wie sie es sich zusammenreimen wollen.
Also lassen sie gefällgst ihre blöden Behauptungen und denken sie ein bisschen nach, bevor sie wieder so einen Schund ins Netz stellen.

Kommentar-Direktlink Wolfgang Flamme· 01.04.10 · 14:42 Uhr

Ich lese da gleich zu Anfang was von "Stehlen von 1000nden von Mails" ...

Was sagt denn doe offizielle Computerforensik nun? War das jetzt nachgewiesenermaßen ein Hack oder hat wieder mal jemand bei der CRU vertrauliche Daten auf einem öffentlichen FTP-Server rumliegen lassen, wie früher auch schon?

Kommentar-Direktlink Christian· 01.04.10 · 17:36 Uhr

"Verschwörung" ist sicher das falsche Wort und wenn man ausschließlich auf die Industrie schaut, setzt man auch noch den falschen Fokus. Es handelt sich um eine Medienkampagne - mit oder ohne Eigendynamik lasse ich mal offen. Die Ursachen für dieses Wissenschaftler-Bashing sind die folgenden:

-> Sensationsgier
-> Klientel-Berichterstattung (es wird einfach auf die überwältigende Mehrheit Klimaskeptischer Forenbeiträge eingegangen)
-> Schlampige Recherche (die meisten Aussagen ließen sich durch kurzes nachschlagen widerlegen)
-> Bequemlichkeit: Journalisten meinen, durch Abschreiben irgendwelcher Internet-Blogs oder Twitter-Nachrichten bereits genug getan zu haben
-> Ignorieren des Pressekodex, insbesondere die Aufgabe der Unschuldsvermutung um sich gegenseitig mit Schlammschlachten überbieten zu können.

Man muss das nicht hinnehmen:
http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/medien-check/2010-04-01/klimaforscher-bashing-beim-spiegel

Kommentar-Direktlink Semper_Idem· 01.04.10 · 20:59 Uhr

Soso, aus Tätern, nämlich offensichtlich unseriösen Wissenschaftlern, Opfer machen.
Was für ein fadenscheiniges Manöver.

"Think Tanks" (deutsches Wort gibts dafür wohl wieder einmal keines...), hinter denen Ölkonzerne und Ko. stehen, seien dafür verantwortlich.
Und warum?
Natürlich des schnöden Geldes wegen.

Aber dass man mit der Klimawandel-durch-den-Menschen-Apologie, mittlerweile sowohl im privatwirtschaftlichen wie auch universitären Bereich prächtig Geld scheffeln kann, noch dazu solches das die Allgemeinheit krisensicher berappen darf, wird geflissentlich ignoriert.
Aber das hat gewiss seine Gründe...

Kommentar-Direktlink rolak· 01.04.10 · 21:17 Uhr

Hi SI, warst Du wieder zu schnell für Deine Lesekompetenz?
'Universität' ist übrigens bei den Lateinern geklaut.

Kommentar-Direktlink Krishna Gans· 01.04.10 · 21:38 Uhr

Was Exxon da löhnen soll, sind doch peanuts.....
Climate change in the FY 2010 budget
Da kann man doch mal 3 gerade sein lassen, oder ;.)

Kommentar-Direktlink Wolfgang Flamme· 01.04.10 · 23:06 Uhr

Nochmal, gerade weil es komischerweise niemanden interessiert: Gelangten die E-Mails nun durch eine unbeabsichtigte Veröffentlichung (Schlamperei) an die Öffentlichkeit oder wurden sie tatsächlich durch einen illegalen Hack erbeutet?

Ich lese hier immer was von 'scienceblogs.de', also wenn hier was bzgl. 'Stehlen' behauptet wird, dann würde ich wenigstens ein winzigkleinesbischen Evidenz erwarten, sogar wenn es sich um Klimawissenschaft handelt, wo die Evidenz auch mal im Hintergrund stehen darf.

Kommentar-Direktlink axel· 01.04.10 · 23:28 Uhr

@ flamme
Nun ja, da man die Mails ja nicht auf dem CRU-Server einsehen konnte, sondern diese von dort "entnommen" worden sind, kann es sich ja kaum um eine legale Aktion handeln.
Die polizeilichen Ermittlungen scheinen zu stocken, das letzte, was ich gehört habe, war, dass die Mails über einen russischen Server verbreitet worden sind. Das war im Dezember.

@noergel
Tja, Krishy, Forschung kostet eben Geld. Wenn Exxon einen neuen Erdbeobachtungssatelliten sponsern würde, würde ich mich aufrichtig freuen. Desinformation ist eben nun mal billiger als wissenschaftliche Forschung, deine Anspielung ist somit mehr als klares Abseits.

@christian

"Verschwörung" ist sicher das falsche Wort und wenn man ausschließlich auf die Industrie schaut, setzt man auch noch den falschen Fokus. Es handelt sich um eine Medienkampagne

Ich meine, du übersiehst eine Kleinigkeit. Wer gibt den Medien das Futter? Das macht doch gerade Desinformationskampagnen so billig. Liefere den Medien passende Schlagzeilen, diese erledigen dann den Rest schon alleine.

Kommentar-Direktlink Krishna Gans· 02.04.10 · 01:44 Uhr

@axel

Wenn Exxon einen neuen Erdbeobachtungssatelliten sponsern würde, würde ich mich aufrichtig freuen.

Dan freu Dich, die zahlen auch an das PIK.

Kommentar-Direktlink Wolfgang Flamme· 02.04.10 · 08:55 Uhr

@axel

"Nun ja, da man die Mails ja nicht auf dem CRU-Server einsehen konnte, sondern diese von dort "entnommen" worden sind, kann es sich ja kaum um eine legale Aktion handeln."

Denkbar ist durchaus eine unbeabsichtigte bzw. versehentliche Veröffentlichung. Ist ja schon vorgekommen; Michael Mann veöffentlichte in einem Verzeichnis namens BACKTO_1400-CENSORED Zwischenergebnisse, die darauf schließen lassen, daß er sich durchaus bewußt war, wie empfindlich seine Rekonstruktion von Borstenkiefer-Baumringen abhing. In einem anderen Verzeichnis fand sich eine Datei mit Korrelationsstatistiken, obwohl Mann bei der NAS-Anhörung bestritt, eine solche Statistik überhaupt berechnet zu haben.

Und Jones hatte in seinem öffentlichen FTP-Verzeichnis viele Daten veröffentlicht, deren Offenlegung er aus urheberrechtlichen Gründen verweigerte.

Das letzte Beispiel demonstriert deutlich, daß Jones bis vor kurzem noch sehr schlampig mit vertraulichen Informationen umging. Und das betraf anscheinend nicht nur Jones. Insofern frage ich mich, wieso man überhaupt von etwas anderem als der üblichen Schlamperei und Fahrlässigkeit ausgehen sollte?

Kommentar-Direktlink Kai Laborenz· 02.04.10 · 09:09 Uhr

Es ist nicht nur Exxon: http://www.greenpeace.org/usa/campaigns/global-warming-and-energy/polluterwatch/koch-industries .

Und wenn ich mir das (http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,686437,00.html) auf Spiegel Online ansehe, kann ich nur sagen: Mission erfüllt!

@Georg: BTW: Gibt es eigentlich schon einen Klimaschmock für März?

Kommentar-Direktlink Krishna Gans· 02.04.10 · 13:52 Uhr

@Lai Laborenz

Gibt es eigentlich schon einen Klimaschmock für März?

Klar, vom Kommentator "Kai Laborenz", mit seinem Posting 2.4.10 9:09
Taraaah
;.)

Kommentar-Direktlink markus· 02.04.10 · 15:40 Uhr

@Wolfgang Flamme
"Denkbar ist durchaus eine unbeabsichtigte bzw. versehentliche Veröffentlichung. Ist ja schon vorgekommen;"
bei einzelnen Personen kann so etwas passieren aber bei einer Gruppe wird es sehr unwahrscheinlich

Kommentar-Direktlink Wolfgang Flamme· 02.04.10 · 19:13 Uhr

markus,

wie soll ich Dein 'bei einer Gruppe' verstehen? Nicht daß ich mich damit besonders auseinandergesetzt hätte - das überlasse ich den Spezialisten - aber mein erster Eindruck war, daß es sich um Auszüge aus Jones' Mailarchiv (incl. Attachments) handelt.

Kann ja durchaus sein, daß ich mich irre, dann hätte ich aber wie gesagt gerne ein paar handfeste Hinweise dafür - man soll ja keine Verschwörungstheorien bemühen, wo Inkompetenz zur Erklärung hinreicht.

Kommentar-Direktlink markus· 02.04.10 · 21:40 Uhr

Wolfgang Flamme
Da ist schon ordentlich Masse von Jones dabei, ich habe nur keine Erklärung wie z.B. 0981068343.txt und 0976807838.txt dazu kamen wen es nicht auch k.briffa erwischt hätte.

Kommentar-Direktlink Wolfgang Flamme· 03.04.10 · 00:26 Uhr

@markus

Ist doch nicht ungewöhnlich, daß man seine Geschäftspost im Urlaubs- oder Krankheitsfall intern auf das Postfach einer Vertretung umleitet oder für solche Fälle Vertretungsrechte an seinem Postfach eingeräumt hat?

Kommentar-Direktlink markus· 03.04.10 · 12:01 Uhr

Wolfgang Flamme
"Ist doch nicht ungewöhnlich, daß man in solche Fälle Vertretungsrechte an seinem Postfach eingeräumt hat?"
doch das wehre sehr ungewöhnlich
von einer Weiterleitung ist nichts zu sehen

Kommentar-Direktlink Eddy· 03.04.10 · 13:25 Uhr

Greenpeace ist genau die richtige Quelle zur Wahrheit. BP bezahlt die Klimalarmisten. Fast alle Ölfirmen bezahlen Umweltschutzexperten. Greenpeace ist nicht mehr glaubwürdig, der WWF ist nicht mehr glaubwürdig und allmählich kommt die ganze Klimawissenschaft in Verruf.

Hinter den ganzen Publikationen und Panels sitzen Leute, die offenbar so sehr politisch motiviert sind, dass sie alles was ihre Fachkollegen an Tricks und Versteckspielchen anwenden gutheissen.

Und an dem weltweiten Klimaskeptizismus sollen jetzt die Skeptiker selbst schuld sein, die wie ein Netzwerk die Wissenschaft in Frage stellen. Vor allem die Dysons, Akasofus, Pielkes, Gletscherforscher, Umweltexperten, Meteorologen usw.... und natürlich auch alle intressierten, ehrlichen, aufrechten und intelligenten Laien.

Man mag kaum glauben, dass zwei warme Sommer die grössten Klimatologen Europas zu Klimaaktivisten gemacht haben. Und jetzt hat sich die gesamte Weltbevölkerung feige gegen sie verschworen. Mannomannomann, da bleibt einem die Spucke weg.

Kommentar-Direktlink Sepp Seppl· 04.04.10 · 08:51 Uhr

Eine Verschwörung gegen die Verschwörung?
Na endlich!

Author Profile Page Georg Hoffmann· 04.04.10 · 09:01 Uhr

@Kai Laborenz
Sorry. Ich war drei Tage ohne Internet auf dem Lande. Man stelle sich mal vor. Klimaschmock des Monats Maerz wird der Spiegel, natuerlich.

@Flamme

Das letzte Beispiel demonstriert deutlich, daß Jones bis vor kurzem noch sehr schlampig mit vertraulichen Informationen umging.

Die beteiligten wind Wissenschaftler, dh wir sprechen von den niedrigsten nur denkbaren Sicherheitsstandards.
Keiner, Niemand, Nobody, Personne, Ni uns puta alma hat jemals auch nur den Ansatz eines Haus einer Andeutung belegt, dass die geheimen und ach so begehrten und wichtigen Jones Daten irgendetwas an den Kernaussagen (also etwa die Erhoehung der globalen Temperatur um x°C) geaendert haben. Jeder der Aussagen Jones und erstrecht des GISS ist mit oeffentlichen Daten und teils mit freiverfuegbaren Programmen nachpruefbar. Dass das nie auf einer Skeptikerseite auftaucht, liegt natuerlich daran, dass Jones und Hansens Resultate bestaetigt wurden.

Author Profile Page Georg Hoffmann· 04.04.10 · 09:46 Uhr

@Flamme

Ich lese da gleich zu Anfang was von "Stehlen von 1000nden von Mails" ...

Das war sicher nicht die zentrale Aussage des Artikels, aber sei's drum:

1) Alle Mails und Files waren auf einen einzigen im Prinzip von aussen zugaenglichen Server gelagert.

2) Die Polizei ermittelt nur in diese Richtung (bzw wird die ganze Geschichte mit einer Zusammenfassung in dieser Richtung in Kuerze zu Grabe tragen).

3) Kurz nach dem Diebstahl versuchte man (erfolgreich, allerdings nicht unbemerkt) die CRU Files auf dem Realclimate Server hochzuladen. Fuer meine Verhaeltnisse deutet das auf jemanden mit ganz gut entwickelten Hacker-Faehigkeiten.

Alternativ kann man natuerlich spekulieren, dass ein Wissenschaftler am CRU die Daten erst entwendet hat und dass auch er ueber solche Hackerfaehigkeiten verfuegt. Nicht sehr wahrscheinlich.

Kommentar-Direktlink axel· 04.04.10 · 21:29 Uhr

@ eddy

Nun gut, wenn dir Greenpeace als Quelle nicht gefällt, vielleicht findest du newsweek besser.

Ist zwar etwas veraltet (2007), zeigt aber sehr schön recherchiert, wie billig es ist, die Kyoto-Ratifizierung in den USA zu sabotieren.

Kommentar-Direktlink Eddy· 05.04.10 · 01:50 Uhr

@Axel

Wichtig ist doch ob die Kritiker Recht haben oder nicht, d.h. in diesem Fall ob Skeptizismus angebracht ist .

Z.B.:

"Virtually every single statement in the IPCC report that looks worrisome is based on ideology, science that suffers from childish mistakes and deliberate mistakes, and is only supported by gray literature. That includes the statements about the glaciers, about the destruction of rain forests by climate change, about the dropping agricultural yields in Africa because of climate change, about the majority of the Netherlands being under the sea level, about the rising inherent damages caused by natural disasters, and everything else that makes the IPCC relevant in the political discourse and the media.

The IPCC is not "science at its best": it is a shame that discredits all of science and is dragging all other scientific disciplines under the water. It doesn't deserve to be defended: it deserves to be eliminated. People should pray that the damage caused by the IPCC to the institutionalized science in the whole world may be corrected in a foreseeable future."

http://motls.blogspot.com/2010/03/john-houghton-about-ecofanatics.html

Kommentar-Direktlink Ebel· 05.04.10 · 09:23 Uhr

Die Verdammung der Fehler des IPCC durch Manche ist ein Witz. Wer etwas beurteilen will, sollte über genügend Fähigkeit besitzen, tatsächlich zu urteilen. Wer aber bewiesen hat - oder sich in die Gruppe derjenigen einreiht, die das bewiesen haben (z.B. Gerlich, Tscheuschner, Kramm) - daß er sich nicht mit der Materie auskennt oder grobe Fehler macht, der ist bestimmt nicht geeignet über den Inhalt anderer Arbeiten zu urteilen. Auch der beste Titel ist kein Freibrief.

Zahlendreher kommen immer wieder vor. Daß die Rheinlänge infolge eines Zahlendrehers jahrzehntelang zu lang angegeben wurde, ist mal eine kurze Meldung wert, führt aber nicht zur Verdammung der Geographie. Wie wird aber bei einem Zahlendreher zum Himalaya gehandelt - wobei die unentdeckte Lebensdauer des Zahlendrehers viel kürzer war?

MfG

Kommentar-Direktlink Krishna Gans· 05.04.10 · 11:16 Uhr

@Ebel

Daß die Rheinlänge infolge eines Zahlendrehers jahrzehntelang zu lang angegeben wurde, ist mal eine kurze Meldung wert, führt aber nicht zur Verdammung der Geographie. Wie wird aber bei einem Zahlendreher zum Himalaya gehandelt - wobei die unentdeckte Lebensdauer des Zahlendrehers viel kürzer war?

Sie beweisen einmal mehr daß Sie ein Schwätzer sind, wenn Sie Rheinlänge und Himalaya - Gletscher Lebensdauer qualitativ gleich setzen.
Es ging ja auch zusätzlich um 500.000 km² statt um tatsächliche ca. 34.000 km².

Auch "explodiert" die Schellnhubersche Welt nicht wg 90 km Rheinlänge.

Kommentar-Direktlink Franz Nörgel· 05.04.10 · 12:43 Uhr

@Ebel

naja, auf den Himalaya Fehler wurde schon etliche Wochen vor COP von vielen Seiten (ua. Kaser et al) massiv hingewiesen und dennoch wurde der fehler weiter getragen. vom Chef persönlich auch noch gegenüber den Indern verteidigt, ja gedroht hat er den "Abtrünnigen" sogar.
Wie auch immer, der völlige Unsinn mit 2035 muss doch selbst jeder Sekräterin sofort auffallen und vielleicht sind Eisenbahner doch nicht besonders gut geeignet, Klimabotschafter zu spielen?

Kommentar-Direktlink Ebel· 05.04.10 · 15:01 Uhr

@Franz Nörgel· 05.04.10 · 12:43 Uhr

Wie auch immer, der völlige Unsinn mit 2035 muss doch selbst jeder Sekräterin sofort auffallen ...
Wahrscheinlich ist das sogar einer Sekretärin passiert.

Um das Nichtlesen des Fehlers zu verstehen, sollte man auch über die Lesetechnik Bescheid wissen. Kaum jemand liest Wörter vollständig, sondern es wird der erste und letzte Buchstabe gelesen und die Wortlänge geschätzt - der Rest wird erraten

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/15/15701/1.html

Wer alle Buchstaben liest, liest zu langsam. Deswegen sind sowohl beim Rhein als auch beim Himalaya die inneren Zahlen vertauscht - aber wer Korrektur liest, liest die richtige Zahlen, obwohl etwas anderes da steht. Natürlich sind die Bedeutung der Zahlendreher bei Rhein und Himalaya stark unterschiedlich - aber die Fehlerursache ist die Gleiche.

Mal noch einen anderen Fehler:

http://www.zeit.de/stimmts/1997/1997_41_stimmts

Also 120 Jahre ein Kommafehler, unter dem Kinder gelitten haben - und die Bedeutung ist vielleicht noch größer.

Der Zahlendreher ist ein zufälliger Fehler. Herr Gans, wo ist Ihr Aufschrei über die Arbeit von G&T, wo die Fehler nicht zufällig sind, sondern beabsichtigt?

MfG

Kommentar-Direktlink matthias schmitz· 05.04.10 · 15:32 Uhr

krishna !
Aus einer Laienperspektive jemanden (Ebel) als Schwätzer hinzustellen wäre mir an Ihrer Stelle sehr peinlich . Wäre dieses Forum eine offene Diskussionsveranstaltung würden Sie in kürzester Zeit als störender Zwischenrufer in die Gefahr laufen des Saales verwiesen zu werden wegen Unsachlichkeit und Beleidigungen . Ich bin mir sogar sicher ,dass selbst Ihre Mitstreiter es ab einem gewissen Punkt nicht mehr mit Ihnen ertragen könnten , da man mit Ihnen so nicht argumentativ punkten kann .
Ich verfolge seit geraumer Zeit die Diskussionen und habe erlebt wie skeptische Kommentatoren Herrn Ebel sehr Sachlichkeit und sogar nette Züge in seinen Argumentationen attestiert haben , aber in Ihrem Weltbild existiert offenbar nur noch Freund -Feind ! Sie haben eindeutig ein persönliches Problem in diesen Diskussionen (erinnert mich irgendwie an meine Unversöhnlichkeit in meiner Jugend was ich später als MEIN Problem erkannt hatte) .
Gechwätzigkeit bezieht sich Ihrer Logik nach also auf die Höhe des falschen Zahlendreherwert mit dem Herr Ebel eine Analogie verdeutlichen wollte ??? Und fehlende 90km Rheinlänge ist deshalb unrelevant weil die Schellnhubers Welt dadurch nicht explodiert ??? ... Wer soll das noch verstehen........

Kommentar-Direktlink Krishna Gans· 05.04.10 · 17:41 Uhr

@Michael Schmitz

echwätzigkeit bezieht sich Ihrer Logik nach also auf die Höhe des falschen Zahlendreherwert mit dem Herr Ebel eine Analogie verdeutlichen wollte ???

Die 3 Sachen (Himalaya Gletscher (Fläche / Datum) Rheinlänge) als Analogie hinzustellen ist lächerlich, und das sollte jeder halbwegs normal denkende Mensch nachvollziehen können.
Allein schon mal nur deshalb, weil mit der Rheinlänge keine so weltverändernde Politik gemacht und insbesondere begründet wird.

Das Ganze sieht natürlich dann schon wieder gaaanz anders aus, wenn man wüßte, in welchem Land die 90 km Rhein fehlen, in DE, CH oder NL ?
Oder ob es sich wirklich um einen Dreher handelt, worauf die Quersumme 9 schließen läßt, oder ob da jetzt absichtlich aus Gründen der Vorteilsnahme an der Länge "geschraubt" wurde.
;.)

Kommentar-Direktlink Krishna Gans· 05.04.10 · 17:43 Uhr

@Ebel
Ich habe als Kind keinen Spinat essen müüssen mit der Begründung, da wäre so schön viel Eisen drin.

Kommentar-Direktlink axel· 05.04.10 · 18:50 Uhr

Immerhin ist es unseren verehrten Skeptikern gelungen, die Diskussion vom eigentlichen Thema "Verschwörung gegen die Klimawissenschaft" wegzulenken und zu viele fallen darauf hinein.

Dabei ist doch der Punkt, dass diskutiert werden könnte, woher die Botschaften, die Krishy, Franz et al. nachplappern, eigentlich herkommen.

Kommentar-Direktlink Krishna Gans· 05.04.10 · 18:58 Uhr

@axel
Dumm nur, daß der Nichtskeptiker Ebel mit der Rheinlänge angefangen hat zu argumentieren, was soll diese Lügnerei - bleibt schon was hängen, oder so, nicht wahr ?

Kommentar-Direktlink Franz Nörgel· 05.04.10 · 20:47 Uhr

ich habe geschrieben, dass der Himalaya Fehler einige Wochen vor COP bekannt war und von einigen Seiten darauf hingewiesen wurde. Das kann man nicht mit der Flußlänge vergleichen und es passt zum Thema.

Warum lassen die IPCC Chefs den Fehler vor einer so wichtigen AGW Veranstaltung im Bericht? Zusätzlich ist die WWF Studie ja auch mit der Zahl 2350 völliger Schrott, nur so nebenbei.

Kommentar-Direktlink Ebel· 05.04.10 · 21:02 Uhr

@Krishna Gans· 05.04.10 · 18:58 Uhr

bleibt schon was hängen, oder so, nicht wahr ?

Das ist wohl der Zweck Ihres Postings Herr Gans? Welcher Lügnerei unterstellen Sie mir - einen Beweis dafür können Sie natürlich nicht erbringen!

Zahlendreher und andere Fehler können trotz sorgfältigen Korrekturlesens immer wieder durchrutschen - aber das ein durchgerutscher Fehler zur beabsichtigten Verdrehung von Tatsachen hochgeputscht wird oder sogar "Tatsachen" erfunden werden, ist ein typisches Zeichen von Absicht. Davon kann man Beispiele und die filmische Darstellung nennen:
Die Affäre Wörner/Kiessling
Die verlorene Ehre der Katharina Blume
Die Anklagen von McCarthy
Rauchen ist nicht schädlich (bestellte Gutachten der Tabakindustrie)
usw.

@Krishna Gans· 05.04.10 · 18:58 Uhr

Dumm nur, daß der Nichtskeptiker Ebel mit der Rheinlänge angefangen hat zu argumentieren, was soll diese Lügnerei

Ja ich habe die verschiedene Behandlung der beiden Zahlendreher (Rheinlänge und Himalaya) in die Diskussion eingeführt - was ist daran Lüge?

MfG

Kommentar-Direktlink Franz Nörgel· 05.04.10 · 21:23 Uhr

"""Rauchen ist nicht schädlich (bestellte Gutachten der Tabakindustrie)"""

Nana, Herr Ebel, jetzt bleiben sie doch am Boden.
Wenn, dann gibt es Studien zum Passiverauchen, welche dieses als weniger schädlich darstellen, als andere und ich weiss nicht, wer mehr recht hat.
Das ist nun aber wirklich OT.
Der Zahlendreher ist ja nicht das Problem, sondern die Tatsache, dass auf diesen hingewiesen wurde und die IPCC Chefs + Diener nicht reagieren wollten, bis COP 15 vorbei war und die WWF Studie aus 2005 auch wegen anderen Kriterien niemals im IPCC erscheinen dürfte. Ist ja fast so, als wenn sie bekennende Neonazis Studien zum Holocaust machen lassen...

Kommentar-Direktlink Krishna Gans· 05.04.10 · 21:37 Uhr

@Ebel
Lernen sie doch einfach mal lesen, oder heißen sie axel ?
Das hat mit Ihnen überhaupt nichts zu tun.
axel lügt mit der Behauptung, Skeptiker hätten vom Thema abglenkt, wieso fühlen Sie sich da angegriffen ?
Außerdem ist es ein Unterschied, ob ich ich wie Pachauri auf dem Fehler beharre und diejenigen als Voodoo Wissenschaftler beschimpfen, die auf den Fehler hinweisen.
Und wie gesagt, der Autor hat ja auch noch die "abzuschmelzende" Fläche mehr als verzehnfacht, was Pachauri auch noch weiterverbreitet hat. Also, Rhein und Himalaya Gletscher per Analogie zu vergleichen ist schon mehr als schräg.

Kommentar-Direktlink axel· 05.04.10 · 21:42 Uhr

Ja, Franz, das stimmt schon, Insidern war der Zahlendreher durchaus einige Wochen vor Kopenhagen bekannt. Übrigens waren diese Insider keine Skeptiker. Und es hat noch einige Wochen bis zur Korrektur gedauert.

Vergleichen wir mal diese Lebensdauer des Himalaya-Fehlers mit der Lebensdauer von Skeptiker-Lügen wie Gerlich&Tscheuschner, "Climategate", "Hockeystick" etc. etc.
Im Unterschied zum IPCC scheinen Skeptiker wohl nicht in der Lage zu sein, Fehler zu erkennen und zu korrigieren.

Der Umgang mit Fehlern macht den Unterschied eben aus.

Die Skeptiker-"Institute" und Thinktanks haben eben den unbestreitbaren Vorteil, nicht an wissenschaftliche Methode und Wahrheit gebunden zu sein. Schade, dass bei denen keine FOI-Anfragen möglich sind;-)

Kommentar-Direktlink Krishna Gans· 05.04.10 · 22:43 Uhr

@axel

Ja, Franz, das stimmt schon, Insidern war der Zahlendreher durchaus einige Wochen vor Kopenhagen bekannt.

Ich meine, GHoffmann hat mal was von ein paar Monaten geschrieben, die das vorher bekannt war.

Kommentar-Direktlink axel· 05.04.10 · 23:04 Uhr

Lass es meinetwegen auch Monate oder Jahre sein.

Die Halbwertszeit der Skeptikerlügen scheint dagegen gegen +unendlich zu gehen.

Glaubst du denn noch an diesen "Hide the decline"-Mist, Krishy?

Kommentar-Direktlink Krishna Gans· 06.04.10 · 01:32 Uhr

@axel
"hide the decline ist ja wohl gesagt / geschrieben worden." - also Fakt.
Nur ist es schon blöd, wenn die Baumringe von einem Jahr zum anderen mit den Thermometern nicht mehr übereinstimmen.
Was soll es denn da für einen Mist zu glauben geben ?

Kommentar-Direktlink axel· 06.04.10 · 09:27 Uhr

Hey, Krishy, Klartext bitte!
Glaubst du bei "Hide the decline" an das, was auf Skeptikerseiten zu lesen war?
Dass die globalen Temperaturen in Wahrheit abnahmen, dies aber durch eine Verschwörung versteckt wurde?

Kommentar-Direktlink Krishna Gans· 06.04.10 · 10:03 Uhr

@axel
ich glaube, Du weißt nicht was du wo gelesen hast.
Was ich gelesen habe, habe ich geschrieben, das ist Klartext. Wenn es für Dich nicht reich, kann ich ja Bildchen malen, wenn Dir das ja hilft.
Und das es "kompliziert" ist, die "derzeitige" Stagnation zu erklären hat ja so ein Jones Fuzzy klagenderweise geschrieben.
Also, kommst Du klar, oder brauchst Du ene Zeichnung ?

Kommentar-Direktlink Franz Nörgel· 06.04.10 · 10:15 Uhr

@ Axel,

ich kann G&T ehrlich gesagt selbständig nicht ganz nachvollziehen (verifizieren). Da müsste ich schon lange brüten und die entsprechenden Literatur dazu aufschlagen. Allerdings ist mir schnell klar geworden, dass der 2. HS der Thermodynamik nicht verletzt wird, wie es G&T behaupten. Auch deshalb will ich mir den Rest sparen.

Interessant bleibt schon, warum es selbst Arbeiten, welche das gesamte Treibhauskonzept auf den Kopf stellen, begutachtet in Fachjournale schaffen. Man darf also am Gutachterprozess bzw. am peer review als auch an diversen Fachzeitschriften durchaus zweifeln. Wieso nicht auch an Nature bzw. Science? Die sind ja offensichtliche sehr AGW freundlich, od. glaubst du vielleicht, dass es überall so neutral und objektiv zugeht, wie man es sich wünschen kann?

Mit dem "hide the decline" ist das auch so eine Sache. Freilich sind die T der letzten Dekaden gestiegen, auch wenn das die Bäumlein teilweise nicht so zeigen wollen. Das ist nicht das Problem, aber der Vergleich der heutigen Erwärmung mit eher schwachen Proxys ist halt sehr fraglich und deshalb kann man heute nicht sagen, ob die MWP der NHK gleich mild, kühler od. wärmer war. Insbesondere ist es falsch, Messdaten mit Jahresmittel od. auch 10a Mittel T mit Proxys über 1000a und mehr direkt zu vergleichen. So weit ich mich erinnere, nimmt man Tiefbassfilter über 40a um die letzten 1000a möglichst gut zu glätten, was natürlich ganz bewusst passiert, weil man sonst im "Spaghetti" Wirrwarr überhaupt nichts sehen würde. Wie auch immer, das ist alles nicht so einfach und mit höchster Wahrscheinlichkeit anders, als vom IPCC und AGW Freunden dargestellt wird.

Kommentar-Direktlink axel· 06.04.10 · 12:30 Uhr

@ Krishy
du schreibst zwar sehr kryptisch, aber ich gehe mal davon aus, dass du die "hide the decline"-Vorwürfe ähnlich absurd findest wie ich. Immerhin.

@ franz
Ja, das mit Peerreview ist so eine Sache. Sagen wir einfach, G&T hätten es nicht in Science oder Nature gebracht. Deine Argumentation hinkt aber an einer Stelle:
Schafft es ein Skeptikerpapier nicht in die Magazine, dann ist von Zensur oder Ausgrenzung die Rede. Schaffen es G&T irgendwie doch, dann wird die Qualität des peerreviewing in Frage gestellt.
Einigen wir uns doch auf folgendes:
Eine Veröffentlichung ist noch kein Gütesiegel dafür, dass wir es mit unumstößlichen Wahrheiten zu tun haben. Entscheidend ist die anschließende Diskussion.

Author Profile Page Georg Hoffmann· 06.04.10 · 12:41 Uhr

@Krishnag

Und das es "kompliziert" ist, die "derzeitige" Stagnation zu erklären hat ja so ein Jones Fuzzy klagenderweise geschrieben.

Es waer genauso kompliziert zu erklaeren, warum sich in einer Dekade die Temperaturen z.B exakt um 0.2 Grad erwaermt haetten. Die Aussage von Kevin Trenberth bezieht sich auf die Unvollstaendikeit der Beobachtungssysteme (wohlgemerkt um ca 1-2W/m2 im Gesamtsystem zu quantifizieren) und nicht darauf, dass an irgendeinem beliebig ausgewaehlten Intervall etwas ungewoehnlich und besonders erklaerenswert waere.

Kommentar-Direktlink Doc1971· 25.04.10 · 15:35 Uhr

Hallo,

habe hier zwei Videos die darauf hinweisen dürften, dass der Himalaya-Fehler nicht bloss ein simpler Zahlendreher in einem Gesamtwerk mit 2800 Seiten gewesen sein kann. Die Schutzbehauptung von Gletscherforscher Syed Hasnain, man habe ihm die falsche Zahl "untergeschoben", ist anhand der Aussagen in den Videos ebenfalls nicht haltbar.

Warum? Hasnain hatte den falschen Abschmelz-Zeitraum zur Zeit der Kopenhagener Klimakonferenz im Dez. 2009 offenbar höchstpersönlich in mehreren Interviews selbst genannt.

Hier die Videos:
(1) http://tinyurl.com/y4judwk , (ab ca. 3:15 Min. sagt er "....in the next 10-20 years...").
(2) http://tinyurl.com/yengqep (ab ca. 1:10 Min. sagt er "...will be melted...in the next 20-30 years").

p.s. Englisch mit indischem Akzent klingt immer lustig und ist stellenweise schwierig zu verstehen. Aber ich denke, ich habe es richtig rausgehört...!?

Kommentar-Direktlink Bruns· 08.10.10 · 11:15 Uhr

Die Kausalität von Veränderungen im Eismeer, an Gletschern und in der Troposhäre möge man unter Einsatz des natürlichen Verstandes einschätzen, begründen lassen sich diese Dinge als Naturereignisse nicht. Wissenschaftsgläubigkeit führt zu eklatanter Irreführung einer Gesellschaft mit verheerenden Folgen, sie vermag gewachsene Strukturen am Beispiel CO2 grundlos umzukrempeln. Der Anteil dieses Gases betrug 1934 0,03% und hat sich bis heute nicht verändert. Beteiligte Wissenschaftler sind sich dessen bewusst, was Kursänderungen in einer schmalen Fahrrinne für sie bedeuten. Das Ende der Fahrrinne kennen sie nicht.

Kommentar-Direktlink J. Hesemann· 12.01.11 · 16:15 Uhr

"Der Anteil dieses Gases betrug 1934 0,03% und hat sich bis heute nicht verändert."

Das ist falsch. Er hat sich betraechtlich veraendert und zwar um 1,4 ppm pro Jahr von 1959 bis 2009 (Mauna Loa Messungen) bzw. nach verschiedenen vorhandenen Rekonstruktionen sowie direkten Messungen (die bereits seit dem 19. Jhrdt. getaetigt wurden, aber nicht ununterbrochen und mit hoeheren Unsicherheiten behaftet) von 0,029(1)% in 1880 zu 0,039(0)% in 2010. Gibt man dies auf 0,01% genau an - wie Sie es taten -, sind es heute uebrigens 0,04%.
Dies ist ein Anstieg von mindestens 30% gegenueber vorindustriellen Werten.

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