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Georg Hoffmann hat an der Ruhr-Universität Bochum Physik studiert und anschliessend am Max-Planck Institut Hamburg mit einer Arbeit zu Tracern in globalen Zirkulationsmodellen, sogenannten "Klimamodellen", promoviert. Danach arbeitete er 15 Jahre in Paris am LSCE, Laboratoire des Sciences du Climat et de l'Environnement, zu verschiedenen Aspekten der Paleo-Klimatologie. Momentan forscht er im Rahmen eines gemeinsamen Projekt der Universität Utrecht, dem holländischen Weltraumzentrum SRON und dem holländischen Wetterdienst KNMI. Das Bild ist dem Stadionheft April 2004 des VFL Bochum entnommen und zeigt ihn mit der Vereinsfahne, die er einzig zu diesem Zweck quer durch die Antarktis geschleppt hatte. Tss. Unglaublich.
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25.11.09 · 18:18 Uhr
Gelesen: Arktisches Monopoly
Kategorie: Politik·Themenwoche · Kommentare: 29
Der Klimawandel fällt in der Arktis im weltweiten Vergleich am stärksten aus und seine Auswirkungen sind dort am augenfälligsten. Ich habe hier schon mehrmals berichtet wie sich die verschiedenen Arktis-Anrainerstaaten auf diesen Wandel einstellen, strategisch-politische Entscheidungen treffen, Investitionen tätigen und doch manchmal so tun, als gäbe es keinen Grund, vom Klimawandel überzeugt zu sein (etwa hier und hier). Christoph Seidler schreibt beim Spiegel häufig zum Thema Klimawandel, internationale Verhandlungen und zur Arktis im besonderen. Jetzt hat er im "Spiegel Buchverlag" ein Buch zum Wandel in der Arktis veröffentlicht: "Arktisches Monopoly".

Bild 1: Arktisches Monopoly von Christoph Seidler erschienen im Spiegel Buchverlag
Das Buch streift nur beiläufig die klimatischen Vorhersagen für diesen Teil des Globus und erwähnt eben, dass der Arktische Ozean schon in absehbarer Zeit radikal anders aussehen wird. Diese Änderungen selbst sind nicht das eigentliche Thema des Buchs, es geht um die geopolitischen Konsequenzen des Klimawandels. Seidler begibt sich auf eine lange Reise, um herauszubekommen, was im hohen Norden geschieht. Er spricht mit Mitgliedern der "Festlandsockelgrenzkomission" (herrliches deutsches Wort) der UNO, die in monate- und jahrelangen Verfahren Ansprüche der Nationen, die das internationale Seerechtsabkommen unterzeichnet haben, beurteilen müssen. Diese Entscheidungen erfolgen mittels eines atemberaubenden Regelwerks aus geophysikalisch-juristischen Überlegungen. Das medienwirksame Abwerfen der russische Fahne auf den Meeresboden am geographischen Nordpol ist deutliches Anzeichen, dass momentan in der Komission mehrere Anträge vorliegen, die grosse Teile des arktischen Ozeans zu Binnengewässern machen würden. Insbesondere um Länge, Form, Ausdehnung und geologische Zugehörigkeit des Lomonossow Rückens toben wilde geophysikalische Schlachten.

Bild 2: Meins! Die russische Fahne wird von den beiden Spezial-U-Booten Mir 1 und 2 in den Nordpol gerammt.
Dieses juristische Schlachtfeld dreht sich in erster Linie um zwei Interessensfelder, erstens die Schiffahrtsrechte, die in den Sommermonaten Nord/West und Nord/Ost Passage zu sehr attraktiven Schiffahrtsrouten machen werden sowie natürlich Öl- und Gasvorkommen. Seidler wühlt sich wirklich durch die Details moderner Offshore-Bohrtechniken und zeigt auf, dass viele der grossen Hoffnungen auf vermeintlich riesige Energievorkommen in der Arktis mindestens etwas optimistisch, wenn nicht völlig illusorisch sind.

Bild 3: Ich war mal eine Insel! Die Gas-kompressionsfabrik des Snohvit Gasfeldes nördlich von Norwegen.
Viele Projekte, insbesondere jetzt in der Zeit der Finanzkrise, sind erstmal auf Eis gelegt sind. Die Kosten der Ausbeutung der Erdgas und Ölfelder in der Laptevsee und des anschliessenden Transports sind einfach riesig. Insbesondere die Norweger haben die entsprechenden Techniken sicher sehr weit getrieben und eine Episode dieser Geo-Schlachten um neue Techniken und neue Energiequellen will ich kurz nacherzählen.
Das Snohvit Gasfeld (taucht wohl auch in Schätzings "Scharm" auf, keine Ahnung) liegt nördlich von Hammerfest in der Barentssee und benutzt die momentan fortschrittlichsten Fördertechniken. Das eigentliche Anbohren des Gasfeldes findet vollständig unter Wasser statt. Das herausdringende Gas wird über eine Pipeline auf eine ehemalige Insel, Melkoya, geleitet. Letztere wurde praktisch völlig eingeebnet und in eine riesige Fabrik zur Gaskompression umgebaut. Das ganze Feld soll ca. 1.4 Milliarde Euro jährlich wert sein, für die nächsten 25 Jahre. Unter Führung der norwegischen Statoilhydro ist übrigens auch RWE dabei. Als Ruhrgebietler hab ich ja die Freude an solchen Grossprojekten im Blut stecken. Eine ganze Insel in einen rauchenden dampfenden Schlot verwandeln, irre. Faszinierende Grosstechnologie, die auch mal grosszügig ein bisschen Landschaft umwühlen darf.
2007 ging es los. Kleines B-Mol in der Geschichte (und da spreche ich noch gar nicht, von den wahrscheinlichen ganz "normalen" Umweltproblemen in einer noch ziemlich unberührten Natur): das Gas muss an die Oberfläche gebracht, sofort runtergekühlt und somit für den Transport auf Tankern verflüssigt werden. Das hat leider nicht auf Anhieb geklappt und so musste das herausschiessende Gas eben abgefackelt werden. Monatelang! Bis die deutsche Kompressionsanlage endlich funktionierte. Aus einem 137 Meter hohen Turm loderte eine ebenso hohe Gasflamme empor, die problemlos aus dem All beobachtbar war. Ihre Emissionen entsprachen allein in zwei Monaten mehr als einer Millionen Tonne CO2. Angesichts solcher riesiger Emissionen verkauft sich die ökologische Notwendigkeit von Doppelverglasung in Norwegen natürlich nur schwerlich.

Bild 4: Industrieromantik wie sie der Ruhgebietler liebt: Die 130 Meter Feuersäule von Snohvit. Ein bisschen Gas (~Millionen Tonnen CO2) musste wegen ein paar technischen Problemen leider abgefackelt werden.
Seidlers Buch ist voll mit solchen interessanten Anekdoten. Seine geopolitischen Analysen scheinen mir sehr stimmig und seine in die Details gehenden technischen Analysen und Projektionen sind sehr gründlich recherchiert. Kurz, wer sich für die Arktis und ihre Zukunft interessiert und wer spannend geschriebene Techno-Dokus mag , der kommt an dem Buch nicht vorbei.
Autor: Georg Hoffmann· 29 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (29)
Ou ja, Georg, da hast du Recht, die Industrie ist so böööse, ui, da schaudert es mich, wenn ich daran denke.
Hauptsache, du bekommst das Geld vom Steuerzahler und von der Industrie, damit du ein bisschen gemütlich forschen kannst und natürlich willst du in die Antarktis fliegen und so, das ist ja cool.
Du xxxx, du Klimaforscher du!
@Joe
Der Freitag Abend naehert sich schon wieder, Joe?
Ich meine alles was hier steht mehr oder minder woertlich so. Sie sollten nicht zuviel interpretieren.
Bei solchen High-and-Big-tech Projekten geht schon mal was schief. Ich mach dafuer niemanden einen Vorwurf. Ob allerdings grundsaetzlich solche Projekte zukunftsweisend sind, kann ich schwer beurteilen. Ohne die Kosten pro kWh ausrechnen zu koennen, ist ja wohl klar, dass unter solchen Extrembedingungen gefoerterdes Gas und Oel nur bei sehr hohem Erdoelpreis lukrativ sind. Da koennten vielleicht auch Alternative Technologien mithalten.
"Da koennten vielleicht auch Alternative Technologien mithalten."
Genau! Du hast es begriffen! Die Norweger sind einfach blöd!
Fördern die Gas unter dem Meeresboden, so was Kompliziertes und Doofes!
Wegen Läppischen
193 Milliarden m³ Erdgas
113 Millionen Barrel "light oil"
5.1 Millionen Tonnen verflüssigtem Gas
machen die so einen Aufwand, ts ts. Da könnten wir doch einfach 2-3 dieser lustigen Windräder aufstellen, dann hätte wir im Nu die gleiche Energie gewonnen.
So blöd, diese Norweger.
Soll man dem Joe und seinen Gesinnungsbrüdern schon mal Fackeln und Heugabeln reichen, damit die das nächste Klimaforschungsinstitut belagern können?
Der Anti-Klimawandel-Troll ist schon ne merkwürdige Subspezies der Wissenschaftstrolle. Ungemein aggressiv und agitatorisch und darauf bedacht, den "FEIND" in den Dreck zu ziehen und nach Möglichkeit noch nachzutreten. Dabei von einem ungemeinen Sendungsbewusstsein beseelt, das im krassen Gegensatz zu den widerlichen Hassreden steht, welche diese immer schwingen.
Ah, die Planeten-Ludmilla ist auch da! Was für eine Freude.
Tja Joe, das war denn auch die letzte Freude, die Sie auf dieser Seite hatten. Sie koennen, sagen wir im Jahr 2011 noch mal hier vorbeischauen, dann ist auch das eine oder andere sicher klarer, bis vielleicht ihr Alkohol umnebeltes Hirn. Alles Gute
@Joe
Das Buch von Christoph Seidle ist wirklich gut. Viele dieser arktischen Energieprojekte basieren auf einer bestimmten Oelpreisspekulation (die sicher ziemlich realistisch ist). Der Grund weswegen die Norweger dort bohren ist sicher erstmal oekonomisch und dann erst klimatisch. Ist der Preis nur hoch genug, wuerde man vielleicht schon jetzt mitten am Nordpol bohren. Ja schade, dass Sie darauf jetzt nicht reagieren koennen, denn durch leicht chronische Faekalsprache sind Sie hier leider durchgefallen. Na, auch nicht schlimm.
@ Ludmila
...vielleicht das NIWA in Neuseeland? Ist schon interessant wie man 'Rohdaten' verarbeiten kann. Bei CRU geht das ja nicht mehr. Da hat man die Rohdaten leider 'verloren' und den Rest hat ein Hund aufgefressen. Schade aber auch...
http://briefingroom.typepad.com/the_briefing_room/2009/11/breaking-nzs-niwa-accused-of-cru-style-temperature-faking.html
@StefanP
Haben Sie denn gar nicht Lust mal etwas zum Thema zu sagen? Einmal nur? Sie wissen schon, einer sagt was, der andere ueberlegt und entgegnet dann was. So in der Art.
Oder anders gefragt, wo ist genau le grand plaisir irgendein Wort in einer Entgegnung zu suchen, was dazu zu googeln und den Link zu setzen. Neuseeland ist immer irgendwo.
@ planck
...hab' ich doch mehrfach versucht (lost squadron) und da wurde mir von Ihnen gesagt, daß sei uninteressant. Persönlich habe ich es leider noch nicht weiter nördlich geschafft wie etwa in die Nähe von Ust Kara. Ist in der Nähe der Yamal Halbinsel wo Briffa sich so gut auskennt. Allerdings muss ich zugeben, ich saß in einem Flugzeug ca. 11 000 Meter hoch Richtung Japan.
Na gut, ich versuche es noch mal. Mit welchen Methoden wird festgestellt, wie die Eisdicke sich in Grünland verändert im Laufe der Jahre. Allenthalben wird ja geschrieben, sie wird immer dünner. (Das Geschwafel von Al Gore jetzt mal außen vor gelassen) Und diesem 'immer dünner' steht meiner Meinung nach die Tatsache entgegen (und das kann mit dem Meterstab gemessen werden) daß die Flugzeuge unter fast 100m Schnee und Eis liegen in einem Zeitraum von knapp 60 Jahren. Sie liegen auch nicht in einer Gletscherspalte die nun zugeschneit ist, sondern landete ca. 150 km SW v. Tasiilaq, (ist eisfrei wie man auf Google Sat. Map. sehen kann) also etwa am nördlichen Polarkreis, ca. 90 km von der Küste entfernt und sind der natürlich in der Zwischenzeit schon näher gerückt.
Ich kann mir also schwer vorstellen, daß der Gletscher UNTER den Flugzeugen um mehr als 100 Meter weg geschmolzen sein soll und er nach oben um rund 100 Meter zulegt, also insgesamt weniger wird.
@ stefan p
wie wär's wenn du dich mal ein wenig bildest und nicht ständig deine furze zum besten gibst?
in jeden klima forum stinkt's nach dir, sei es nun dass du uns in europa das große gletscher wachstum verkündest, weil am mont blanc ein fußballfeld großer gletscher ein wenig an volumen gewonnen hat oder jetzt hier mit deinem lost squardon bsp.
poste mal weniger und nimm dafür lehrbücher zur hand, die dir ein wenig auf die sprünge helfen.
und nur weil du dir nicht vorstellen kannst dass ein gletscher fließt heißt es noch lange nicht dass es nicht so sein kann.
schau mal ob du irgendwoher niederschlagstabellen für die flieger gegend bekommst und überleg dir dann was eventuell der grund sein kann, dass die flieger 100m tief im schnee/eis liegen
@ gesys....
...oder soll das 'Geseiere' heißen? Wenn ich mir nicht vorstellen könnte, daß ein Gletscher fließt, dann hätte ich wohl nicht geschrieben, daß die Flugzeuge nicht mehr dort sind wo sie landeten.
Und wenn Du schon meinst hier so klugscheißerisch rumpfurzen zu müssen dann komm doch mal rüber mit einer Niederschlagstabelle (hab' ja beschrieben um welche Gegend es sich handelt) für die Jahre ab 1941.
@ gesys
...noch was. Falls unterhalb der Flugzeuge keine 100 Meter weggeschmolzen sind, sich aber darüber 100 m angesammelt haben, dann ist der Gletscher (zumindest an dieser Stelle) dicker geworden und nicht dünner. Weiß nicht, ob Du das verstehst oder ob das schon höhere Mathematik für Dich ist.
@ stefan p
don't feed the troll
deine furze haben in 99% der fälle nichts mit dem eigentlichen thema zu tun
warum soll ich für dich recherchieren?
tu das doch selber dann kannst dir auch deine frage beantworten und sie uns zur verfügung stellen. damit bist sicher ein paar tage beschäftigt. wennst fertig bist beglückst uns mit deinem ergebnis.
@ geseys
Weissu...das scheint für Dich wohl alles etwas zu hoch zu sein. Es ist nicht nötig nach Niederschlagstabellen ab 1941 zu suchen, da ja das Ergebnis bekannt ist. Ca. 100 Meter Schnee und Eis-Zuwachs in dieser Region oberhalb der Flugzeuge.
Wenn ich mir meine Frage selbst beantworten könnte, hätte ich sie nicht einem Fachmann, damit meine ich Georg Hoffmann und nicht Dich, gestellt.
Das Du keiner Ahnung hast worum es hier geht war spätestens klar, als Du von 'Niederschlagstabellen' gefaselt hast.
ich kenne mich mit Gletscher nicht aus... aber ein Gletscher/Inlandeis besteht aus Akkumulations- und Ablations(?)gebieten. Bei dem einen kommt immer mehr Schnee dazu und ernährt den Gletscher, bei den anderen geht Eis weg, durch Kalben oder Verdunsten oder schmelzen, was auch immer. Das Eis fließt von dem einen Gebiet zum anderen.
D.h., wenn man jedes Jahr immer nur +-0 Schnee im Akkumulationsgebiet bekommt, ist der Gletscher ziemlich fix weg. Also muss da immer mehr Schnee bleiben und damit die Flugzeuge einbuddeln, damit der Gletscher zumindestens gleich bleibt.
Wird der Gletscher dann da dicker? Nicht unbedingt, da das Eis sich ja bewegt und sich zusammendrückt, muss es nicht so sein. Keine Ahnung, wie das im Detail ist.
Sagt das überhaupt was über die Massenbilanz aus? Meiner Meinung nicht, denn man muss ja die Verluste gegen die Gewinne gegenrechnen. Verliert man mehr Eis als an Niederschlägen in den Nährgebieten dazukommt, ist sie eben negativ.
http://agwobserver.wordpress.com/2009/11/24/papers-on-polar-ice-sheets/ hat eine Liste von Papieren darüber.
Lest den Bericht auf SpOn!
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,663835,00.html
Das mittelalterliche Klimaoptimum gibt’s wieder! Es ist von den Toten auferstanden! Juhu!
Der weltberühmte, geniale Wissenschafter Michael Mann hat dies gesagt, darum stimmt es (die bösen bösen Skeptiker haben dies schon immer gesagt, aber das zählt nicht).
Überhaupt kommen die Klimaskeptiker erstaunlich häufig vor in dem Bericht, nachdem man erfolglos versucht hat, diese totzuschweigen.
Und neuerdings ist die Erwärmung nicht mehr global!
Aber natürlich galten im Mittelalter andere physikalische Gesetze darum kommt der Spiegel-Bericht zum Schluss, dass trotzdem alles so ist, wie die Klimawissenschafter schon immer gesagt haben.
Ich denke, so muss sich eine Zeitung in einer Diktatur lesen.
"Das mittelalterliche Klimaoptimum gibt’s wieder!"
Das gabs immer, es wurde auch nie was anderes behauptet. Mach dich schlau und bau keine Strohmänner!
@Vitautas
Ich nehme an, auch der IPCC Report hat Sie schon so euphorisch gemacht:
Das mit dem Abfackeln kostbaren Gases ist sicher ein spektakulärer Blickfang - als singuläres Ereignis jedenfalls. Relativ zum Umfang des Gasvorkommens ist es allerdings vernachlässigbar. Schon auf Wikipedia wird der Umweltaspekt etwas anders dargestellt und erwähnt neben dem Abfackeln noch ein paar Details mehr:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sn%C3%B8hvit#Umwelt
Der Vorgang relativiert sich dadurch nochmals: Andere LNG-Konverter pusten das bei der Verflüssigung abgetrennte CO2 (je nach Vorkommen einige Prozent) wohl einfach in die Atmosphäre, diese Anlage verpreßt es wohl unterirdisch. Da darf man ruhig mal wegen Betriebsstörungen ein paar ppm des Vorkommens abfackeln, wenn man dafür einige Prozent des CO2 im Vorkommen umweltschonender entsorgt.
Der Löwenanteil sinnloser Verschwendung entfällt jedenfalls nicht auf den Anfang, sondern auf das Ende der LNG-Prozeß- und Verwertungskette. Es sind die bösen Konsumenten, die das meiste Erdgas sinnlos abfackeln.
femidav·
02.12.09 · 10:19 Uhr
Mit diesen Namen lässt sich in den letzten Tagen nicht besonders gut argumentieren, gell? Dabei gibt es gut 100 Publikationen zu MWP, und die besagen mehrheitlich, dass MWP fast 1K wärmer war als CWP...@femidav
SIe haben diese Veroeffentlichungen
Jones et al., 2001; Bradley et al., 2003a,b; Osborn and Briffa, 2006)
sowenig gelesen wie die 100 Publikationen "mit dem 1K waermer als heute", die nicht existieren. Sie leben in einer Phatasiewelt, in der jemand Ihre Argumente ernst nimmt. Wo soll das nur enden?
Wollen Sie eine Liste? Kann ich zusammen stellen. Zwar nicht heute, aber wenn Sie das unbedingt wollen...
@femidav
Huuuu, ich kann es kaum erwarten. Und dann lesen wir beiden die Artikel und was sie wirklich sagen. Das wird eine tolle Erfahrung fuer Sie, versprochen.
Nun gut, ich bin momentan bei Nummer 45, und ich habe bis jetzt nur zwei, die besagen, dass MWP kälter war. Das sind [Büntgen, 2005, Climate Dynamics - tree-rings, -0.8K] und [McKay, 2008, GRL - sediment, silica, -1.2K], alle andere (außer Jones&Briffa und Loso mit 0K) sagen, dass MWP wärmer war. Für heute ist aber Schluss. Es steht also 41:2, MWP führt )))
@femidav
Das ist toll. Am Ende bekomme ich dann ein 105:4 mitgeteilt und ziehe gluecklich meiner Wege. So habe ich mir die transparente Wissenschaft immer vorgestellt. Toll.
Die Liste kommt, wenn ich fertig bin. Warum soll ich schon jetzt halb gares und unleserliches herausgeben? Ich hab doch gleich gesagt, dass ich das heute nicht mehr schaffe.
Naja, ist schon interessant. Habe mir letzte Woche mal das Buch zu Gemüte geführt und bin von den Aufnahmen wirklich begeistert. Sehr schöne und kontrastreiche Fotos dabei. Danke für den Hinweis
Ich habe das Buch letzte Woche zum Geburtstag bekommen und ich bin auch total begeistert von den ganzen Fotos! Ich kann das Buch nur empfehlen.
da kommen sie daher gelaufen und reden alles schlecht, was maßgeblich an unserem wohlstand beteiligt ist: öl, gas, kohle ist einfach so.
meine lieben denker und innen:
was glaubt ihr denn wie sich big oil und coal freuen, wenn immer mehr solar und windenergieanlagen aufgestellt werden?
sie freuen sich wie kleine kinder über den nikolo, weil sie wissen, dass die energiepreise damit in die höhe gehen müssen und sie endlich aus den entlegensten gebieten ihren stoff rentabel fördern können.
das sollte eigentlich jeder mittelschüler schnallen.
ganz lustig finde ich auch, dass alle grün grün aktivisten mit ihrer klimakampagne genau ihrem erzfeind am meisten nützen. atom ist wieder voll im kommen, obama, frankreich, gb usw. sehen keinen ausweg, den steigenden energiebedarf ohne forcierung der atomkraft mittelfristig zu decken.
tja, so schauts aus meine lieben, kapitalismus erzwingt ausbeutung, gucken wir mal, wie lange das noch läuft...