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Georg Hoffmann hat an der Ruhr-Universität Bochum Physik studiert und anschliessend am Max-Planck Institut Hamburg mit einer Arbeit zu Tracern in globalen Zirkulationsmodellen, sogenannten "Klimamodellen", promoviert. Danach arbeitete er 15 Jahre in Paris am LSCE, Laboratoire des Sciences du Climat et de l'Environnement, zu verschiedenen Aspekten der Paleo-Klimatologie. Momentan forscht er im Rahmen eines gemeinsamen Projekt der Universität Utrecht, dem holländischen Weltraumzentrum SRON und dem holländischen Wetterdienst KNMI. Das Bild ist dem Stadionheft April 2004 des VFL Bochum entnommen und zeigt ihn mit der Vereinsfahne, die er einzig zu diesem Zweck quer durch die Antarktis geschleppt hatte. Tss. Unglaublich.

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01.08.08 · 13:57 Uhr

Reaktionen aus Bayreuth Teil I - Die Beck Festspiele

Kategorie: Naturwissenschaften·Politik

Nein, nicht Reaktionen zum letzten Parzifal. Es wurde ja wie berichtet "Beck" im Kolloquium der Uni Bayreuth gegeben und, wie angekündigt, habe ich mich bemüht ein bisschen mehr zu erfahren: Wie war's beim ersten Mal? Wer hielt das Date mit Beck für eine prima Idee und warum? Kurz, all die dirty details.

maid1882.jpg

Bild 1: E.G Beck konnte durchaus einen Teil des Publikums an der Uni Bayreuth überzeugen. 100ppm CO2 rauf oder runter, who cares?

Vielleicht ein Gedanken vorneweg, zusätzlich zu dem, was ich hier und hier bereits geschrieben habe. Nicht jedes Wort, was an einer deutschen Uni gesprochen wird, muss "die Wahrheit und nichts als die Wahrheit" sein. Nehmen wir mal für einen Moment an, Becks Thesen sind der Unfug, für den ich ihn halte: So what? Jeder kann (falls es ihn interessiert) seine Argumente daran schärfen und über das eine oder andere "Fundament einer Theorie" nachdenken, welches praktisch schon ins Fachpaleolithikum gewandert ist und längst nicht mehr diskutiert wird. Zu dieser Art von "in-der-Ruhe-liegt-die-Kraft-Haltung" hat mich die folgende Mail von Dr. Johannes Lüers, Mitorganisator des Bayreuther Kolloquiums und am Lehrstuhl für Mikro-Meteorologie tätig, überzeugt. Es sei auch gesagt, dass er unter anderem zu CO2 Emissionen terrestrischer Ökosysteme forscht, und doch ist er mit viel Zen bis zum Ende des Vortrags geblieben. Hier sein Kommentar:

Ich habe mich natürlich über Herrn Beck informiert,
als ich die Einladung eines meiner Kollegen bekommen habe.
Klar habe ich nachgefragt, was das soll.
Es war trotzdem sein ausdrücklicher Wunsch Herrn Beck einzuladen.
So konnte ich dann die Einladung des Herrn Becks
nicht verhindern, obwohl wir alle den Kopf geschüttelt haben.
Es war dann beim Vortrag bzw. bei anschließender Diskussion
rasch klar, dass sich alle Befürchtungen hinsichtlich der fachlichen Aussage von
Herrn Beck leider bestätigten.
Er war keinem "physikalischen Argument" zugänglich.
Wie bei vielen ähnlich gelagerten Fällen, wird auch Herr Beck
nicht von seinem "Standpunkt" abrücken, komme was Wolle.

Ich persönlich denke, wenn wir solch einen "Vortrag" nicht
"verkraften" dann hilft uns so und so Nichts mehr.
Zudem können "wir" etwas aus der Art und Weise solcher
"Vorträge" lernen, da sie uns reichlich Munition liefern, mit der wir
die fachlichen "Dinge" wieder ins rechte Lot rücken können.

Aus meiner Erfahrung entlarven sich Leute wie Herr Beck oder Herr Thüne
von ganz alleine. Wer ihnen (live) zuhört, der merkt schon nach den
ersten Sätzen, dass es nicht ums eigentliche Fachthema, sondern um
entweder ganz "private, persönliche Probleme" oder "gekaufte Meinungen"
geht.

Nebenbei:
Wer sich Becks Messwerte GENAU anschaut, der findet die C.D. Keeling-Kurve
und deren Verlängerung in die Vergangenheit (durch Eisbohrungen)
exakt BESTÄTIGT. Denn immer dann wenn die bodennahen Messungen, die
verschiedenst seit Mitte 19es Jahrhundert durchaus unbestritten sehr exakt
durchgeführt wurden, bei der für Hintergrundmessungen "richtigen"
atmosphärischen Durchmischung
(damals per Zufall, heute (Keeling) mit Absicht) erfasst wurden lagen die Werte
alle ausnahmslos im anerkannten (Keeling, bzw Eisbohr)-Level.

Hoffe, dies stillt ihre Neugierde.

Mit besten Grüßen aus Bayreuth

Dr. Johannes Lüers
Universität Bayreuth
Abteilung Mikrometeorologie

 

Autor: Georg Hoffmann· 0 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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