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Ludmila Carone ist Planetologin an der Universität zu Köln in der Abteilung Planetenforschung des Rheinischen Instituts für Umweltforschung.
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21.04.09 · 08:04 Uhr
Kepler sieht das Licht!
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 2
Nicht nur der Start von Kepler verlief erfolgreich.
Am 17. April hat Kepler auch die Schutzkappe vom Teleskop entfernt und nun ist die Raumsonde bereit für die Suche nach der Nadel (Planeten) im Heuhaufen (Sterne, Sterne und nochmals Sterne)
![]()
Bild (NASA): Kepler sieht endlich das Licht. In den nächsten zwei Jahren wird die Sonde das Licht der Sterne aufzeichnen und darin nach Planetentransits suchen. Einen Stern mit Planetensystem kennt man schon: Tres-2.
![]()
Bild (Thüringer Landessternwarte): Das ist das Winterfeld von CoRoT um das Sternbild Einhorn. Sozusagen der europäische Heuhaufen, indem gerade nach Planeten gewühlt wird. *wühl,wühl*
Im Moment sind von CoRoT sieben Planeten entdeckt worden. Darunter auch der erste erdgroße extrasolare Planet.
Man braucht mit der Transitmethode einen riesigen Heuhaufen, um darin zu wühlen. Denn Transits sind nur dann zu sehen, wenn der Planetenorbit zufällig so liegt, dass der Planet periodisch von uns aus gesehen vor der Sternenscheibe vorbeizieht. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist das Verhältnis vom Durchmesser des Sterns geteilt durch den Durchmesser des Planetenorbits (Nachzulesen u.a. hier). Für die Erde beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass ein außerirdische Beobachter einmal im Jahr die Erde vor der Sonne vorbeiziehen sieht, ca. 0,5 %. Von den sogenannten heißen Jupiters/Neptunen/Erden mit Orbits kleiner als 0.1 Astronomische Einheiten sollten wir ca.10% kriegen.
Das erinnert ein bisschen an das Problem vom verlorenen Schlüssel in der tiefsten Nacht.
Wo sucht der findige Naturwissenschaftler zuerst? Unter den Straßenlaternen. Einfach deswegen, weil dort die Suche am einfachsten ist. Wenn der Schlüssel dort liegt, dann sieht man ihn sofort. Diese erste Suchrunde ist also relativ leicht und schnell abzuschließen.
Wenn der Schlüssel nicht in den erhellten Bereichen liegt, dann erst ist es sinnvoll die ungleich schwierigere Aufgabe in Angriff zu nehmen, die Bereiche dazwischen abzusuchen. Um in der Metapher zu bleiben, u.U. bleibt dem Sucher dann nämlich nichts anderes übrig als auf den Knien weiterzurobben und mit der Hand weiterzutasten. Sehr mühsam.
Oder man ruft gleich den Schlüsseldienst. Mangels kosmischem Schlüsseldienst fällt aber diese Option für Planetensucher irgendwie aus ;-)
Autor: Ludmila Carone· 2 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
Trackbacks (2)
Blog-Teleskop #25 · Astronomers do it at Night · 04.05.09 · 14:57 Uhr
Keplers erste Ergebnisse könnten ärgerlich sein (für mich) · Astrodicticum Simplex · 06.08.09 · 07:50 Uhr
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Kommentare (2)
Es passt zwar nicht wirklich hier her, aber: hast du vielleicht ne Idee, warum man das hier gemacht hat? Die Namen der CoRoT-Planeten zu ändern macht doch nicht wirklich Sinn... vor allem nicht, wenn man jetzt nur statt "CoRoT-Exo-n" "CoRoT-n" sagt...
@Florian: *Augen roll* Das hat das CoRoT Science Commite hinter verschlossenen Türen beschlossen. Ich nehme an, dass die meinten CoRoT-Exo ist zu lang. Es gab auch bereits intern Kritik an dieser Entscheidung, weil nicht wenig meinten, dass man damit die Community draußen verwirrt.
*Schulter zuck* Ich hab echt Wichtigeres zu tun, um mich um so einen Mist zu kümmern. Dann geht halt im nächsten Paper überall Exo raus.