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Ludmila Carone hat in ihrem Leben Raumsonden nach ihrem Willen tanzen lassen, extrasolare Planeten mitentdeckt und die dynamische Entwicklung von Planetensystemen simuliert.
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24.12.08 · 14:42 Uhr
Warum 'Glauben' menschlich ist
Kategorie: Kultur · Kommentare: 8
Ach ja, Weihnachten. Auch ich als Atheist kann und will mich nicht dem Zauber der Idee entziehen, dass es gut tut, einfach mal nett zu den Mitmenschen zu sein. An manche Dinge muss man einfach glauben:
(Szene aus der Verfilmung von Terry Pratchetts Hogfather)
*Schnief*Hach ja, besser lässt es sich kaum ausdrücken.
Gerechtigkeit, Gnade, Glück, Hoffnung, wahre Liebe... Das sind alles Ideen, die rein nüchtern betrachtet, völlig irreal erscheinen mögen. Aber an diese Dinge muss der Mensch einfach glauben: "To be the place where the falling angel meets the rising ape"
Wie könnten sie sonst wahr werden?
In dem Sinne: Frohe Weihnachten an alle Blogkollegen und Leser.
Autor: Ludmila Carone· 8 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (8)
Ja, der TOD spricht da schon weise Worte. Könnte man auch als Beitrag zum radikalen Konstruktivismus sehen. ;-)
Hogfather! Geniales Buch und tolle Verfilmung! Eine super Alternative zum üblichen Weihnachtskitsch im Fernsehen.
Theisten glauben dass alles fuer sie vorbereited wird,
dass alles Gute am Ende doch von ihrem lieben Gott fliesst.
Daher brauchen die wirklich keinen Altruismus.
Die koennen sogar stehlen und ermorden - und am letzten Tag
sagen sie schnell "Es tut mir leid" und dann ist alles gut.
Wir Atheisten wissen besser. Wenn wir Liebe und Gnade und
Gerechtigkeit wollen, muessen wir sie erstmal selbst verbreiten.
Und wir brauchen auch kein Buch dass sagt uns dass Diebstahl
und Mord schlecht sind.
In unserem Haus sind wir alle Atheisten, aber wir feiern Weihnachten
als das Fest der Kinder in uns, als ein neues Erwachen, eine
neue Hoffnung. Und so schicken wir, in unserem holprigen Deutsch,
unseren Wunsch fuer EINE FROHE WEIHNACHT und EIN GUTES NEUES JAHR!
Die Bibel ermutigt Christen:
Es heißt auch: ›Auge um Auge, Zahn um Zahn!‹ 39 Ich sage euch aber: Leistet keine Gegenwehr, wenn man euch Böses antut! Wenn jemand dir eine Ohrfeige gibt, dann halte die andere Wange auch noch hin! 40 Wenn einer dich vor Gericht bringen will, um dein Hemd zu bekommen, so gib ihm auch noch den Mantel! 41 Und wenn einer von dir verlangt, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei Meilen mit ihm! 42 Gib jedem, der dich um etwas bittet, und weise keinen ab, der etwas von dir leihen will.
43 Es heißt bei euch: ›Liebt eure Freunde und hasst eure Feinde!‹ 44 Ich sage aber: Liebt eure Feinde und betet für alle, die euch verfolgen
und an einer anderen Stelle
Also trennt euch ganz entschieden von allen selbstsüchtigen Wünschen, wie sie für diese Welt kennzeichnend sind! Trennt euch von sexueller Zügellosigkeit und von ausschweifendem Leben, von Leidenschaften und Lastern, aber auch von der Habgier, die den Besitz für das Wichtigste hält und ihn zu ihrem Gott macht! 6 Wer diese Dinge in seinem Leben duldet, wird Gottes Zorn zu spüren bekommen.
7 Auch ihr habt früher so gelebt. 8]Aber jetzt ist es Zeit, das alles abzulegen. Lasst euch nicht mehr von Zorn und Hass beherrschen. Schluss mit aller Bosheit! Redet nicht schlecht übereinander, und beleidigt niemanden! 9 Hört auf, euch gegenseitig zu belügen. Ihr habt doch euer früheres Leben mit allem, was dazugehörte, wie alte Kleider abgelegt
@Alle
Erstmal frohe Weihnachten (so als Familienfest, lol) und viel Spass bei der nächsten Runde um die Sonne.
@Mike
Erstmal kann ich nicht 100% zustimmen und zweitens komme ich lieber durch Nachdenken selber drauf wie ich mich verhalten soll, ich brauch keine Anleitung.
Bei dem Thema Wange hinhalten fällt mir immer ein: Wenn dir einer auf die rechte Wange schlagen will, sei schneller :)
@Ludmilla
Ich bin Realist und könnte die Gefühle : Gerechtigkeit, Gnade, Liebe usw. jetzt zerpflücken, da ich nur chemische Reaktionen und psychologische Verhaltensformen darin sehe aber derzeit bin ich auch eher dabei sie zu genießen ;)
Ich bin heftig im Zwiespalt mit dem mir von klein auf nahegebrachten Atheismus - und sehr angetan von diesem Filmausschnitt. Das Buch muss her, diese Bildungslücke will geschlossen werden. ;-)
@June
Mehr noch als es Formen des Atheismus gibt, gibt es solche des Theismus. Daher ist es total Banane, was Sie darüber schreiben, was Theisten glauben.
Richtig scheint mir, dass man Moral jedenfalls ohne Gott begründen sollte. Wenn mans nicht tut, stößt man auf Euthyphrons Dilemma: Gebietet Gott das Gute, weil es gut ist, oder Ist das Gute gut, weil Gott es geboten hat? Im ersten Fall braucht die Argumentation den Rekurs auf Gott nicht ("Tue das, weil es gut ist"), im zweiten fragt sich, was der Ausdruck "gut" bedeutet über "von Gott geboten" hinaus.
Wunderbarer Film - nicht nur zu Wiehnachten auch schon im Spätsommer!
Hier die ersten drei Minuten vom Film zum Einstieg: http://www.youtube.com/watch?v=CNT7BZXYM7o