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Ludmila Carone hat in ihrem Leben Raumsonden nach ihrem Willen tanzen lassen, extrasolare Planeten mitentdeckt und die dynamische Entwicklung von Planetensystemen simuliert.

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28.01.08 · 20:26 Uhr

Zeitreise: 2 Milliarden Jahre in die Vergangenheit

Kategorie: Naturwissenschaften

Via Highly Allochthonous, dem Blog des Geologen Chris Rowan, bin ich über ein Bild von seltsamen Steinröhren in der Landschaft gestolpert: Zum Bild.

Sieht doch seltsam aus, oder? Wie uralte riesige Abflusskanäle.
Die Wahrheit ist noch viel, viel cooler. Wir sehen hier die mindestens zwei vielleicht sogar drei Milliarden Jahre alten  Überreste von Lebewesen: Es handelt sich um Stromatolithe, versteinerte Ablagerungen von Algenmatten.(1)

2-3 Milliarden bzw. ausgeschrieben 2-3 000 000 000 Jahre.

Ich glaube, kein Mensch kann sich auch nur annähernd vorstellen, wie groß diese Zeiträume sind. Da ist es kaum verwunderlich, dass winzige Lebewesen im Laufe der Zeit solche gewaltigen Röhren bilden können. Und das Zeug lag einfach so prominent in der Landschaft rum, bis die entsprechenden Wissenschaftler anrückten und es genauer analysierten.

Damit wir über die Jahrmilliarde hinweg einen Blick zurück in jene Zeit werfen können, in der einer der im wahrsten Sinne des Wortes wundersamsten Prozesse seinen Anfang nahm: Das Leben.
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(1) Ok, in Wahrheit sind es nicht direkt die Ablagerungen der Algen. Der Schleim der Algen bildete eine klebrige Schicht, in der umherwehender Staub kleben blieb. Jene Staubkörner, welche aus Kalziumkarbonat bestanden, sind durch chemische Prozesse verkalkt und bildeten nach und nach die im Bild gezeigten Strukturen.

Wieso muss ich jetzt eigentlich an ein versteinertes Staubtuch denken?

 

Autor: Ludmila Carone· 0 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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