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Monika Armand ist Diplom Pädagogin. Bereits während ihres Studiums hat sie sich besonders der Frage gewidmet, welche Bedeutung die Neurowissenschaften und Psychologie für die Betrachtung vom Handeln in Unterricht und Erziehung haben. Sie studierte bei dem Hirnforscher Prof. Dr. Hans J. Markowitsch an der Universität Bielefeld Physiologische Psychologie und Neuropsychologie.
Kommentare
- · 24.02.08 · 04:08 Uhr Studie: Wer faul ist, wird Lehrer?
- Tobias · 23.02.08 · 21:18 Uhr Hochschulpolitik, Professor (Un)tat & Wissenschaftlerdasein in Deutschland
- Monika Armand · 06.02.08 · 08:27 Uhr Deutschland sucht den Superstar.....
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21.01.08 · 18:31 Uhr
Wie wir lernen
Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften
Was die Hirnforschung darüber weiß. Heute stelle ich ein sehr interessantes Buch für Eltern, Erzieher und Lehrer vor. Dieses Buch fasst die aktuellen Erkenntnisse aus der Hirnforschung zusammen und beleuchtet ihre Bedeutung für Erziehung und Unterricht.

Die Autorinnen Sarah-Jayne Blakemore und Uta Frith vermitteln dem Leser auf leicht verständliche Weise einen Überblick zum Stand der Hirnforschung und ihre für Erziehung und Lernen bedeutsamen Ergebnisse. Die insbesondere von einzelnen Neuro- und Erziehungwissenschaftlern geweckten hohen Erwartungen an die Gehirnforschung werden anhand der vorhandenen Ergebnisse analysiert. Sie kommen zu dem Schluß, dass viele pädagogische Übertragungen einseitig, voreilig und ziemlich spekulativ sind. Dabei setzen sich die Autorinnen mit kontroversen Fragen zur Einschätzung der Forschungsergebnisse bzgl. der Gehirnentwicklung auseinander.
Kognitionspsychologin Elsbeth Stern stellt im Vorwort sehr treffend fest:
"In dem vorliegenden Buch gehen die neurowissenschaftliche und die psychologische Betrachtungsweise eine überaus gelungene Verbindung ein, und es kann allen empfohlen werden, die sich für menschliches Lernen interessieren, aber keine Heilsversprechen erwarten"
Interessante Beiträge aus "Wie wir lernen":
* Entwicklung der Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeit
* Gehirnprozesse, die mit Mathematik zu tun haben
* Gehirnsysteme, die mit der Lesefähigkeit zu tun haben
* das Lesenlernen, die Lese-Rechtschreib-Schwäche und zugehörige neurowissenschaftliche Erkenntnisse
* Störungen der sozialen und emotionalen Entwicklung
* der neurowissentschaftlich belegte Entwicklungsschub in der Adoleszenz
* Lernen im Erwachsenenalter
* Einblicke der Neurowissenschaften in die Natur des Lernens
* welche Gehirnmechanismen liegen versch. Lernmethoden zugrunde
Besonderheiten:
* gut verständlich
* verzichtet weitgehend auf Fachjargon (besondere Begriffe werden im Glossar erläutert)
* zieht wissenschaftlich fundiert eine Bilanz darüber, was die Neurowissenschaften der Pädagogik im Augenblick an Erkenntnissen zu bieten haben
* ideales Buch für Einsteiger in das Thema Neurowissenschaften und Pädagogik
FAZIT:
Insbesondere für Eltern, Erziehern und Lehrern bietet das Buch wichtiges Hintergrundwissen. Es beleuchtet gleichzeitig sachlich die Möglichkeiten und Grenzen neurowissenschaftlichen Wissens für Erziehung und Unterricht und gibt hierzu einen gut verständlichen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung.
Aus der Hirnforschung bereits voreilig gezogene Schlußfolgerungen werden dabei relativiert und ihr tatsächlicher Gehalt präsentiert Einziger Nachteil: es fehlen im Buch und in der Literaturangabe die von den Autorinnen zugrunde gelegten Studien und Forschungsergebnisse.
Weitere Rezensionen:
Dr. Frank Ufen, Soziologe
Heinz Horeis
Arthur Thömmes, lehrerbibliothek.de
Weitere Informationen:
Sarah-Jayne Blakemore, Uta Frith: Wie wir lernen. Was die Hirnforschung darüber weiß
ISBN: 978-3-421-05922-2, € 24,90 [D] / SFr 43,90
DVA Sachbuch, Februar 2006
zum Buch in meinem Blog Neurowissenschaften
Informationen in englischer Sprache zu Forschungen und zur Autorin
Autor: Monika Armand· 0 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
Buchbesprechung· Neuropädagogik· Sarah-Jayne Blakemore· Uta Frith· wie wir lernen
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