17. September 2010

Internationales Reblaus-Symposium in Wien: Startschuss für Reblaus-Genom-Projekt

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 6

Die Reblaus gehört zwar zur Familie der Zwergläuse, die angerichteten Schäden sind dennoch riesengroß. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Reblaus aus Nordamerika nach Europa eingeschleppt, 1863 wurde die Pflanzenlaus erstmals in Frankreich nachgewiesen und schon wenige Jahre später waren mehrere hunderttausend Hektar Rebfläche vernichtet. Die französische Regierung stellte übrigens schon 1870 eine Kommission zur Bekämpfung der Reblaus unter Vorsitz Louis Pasteurs zusammen. Und auch wenn seitdem 140 Jahre vergangen sind: die Reblaus stellt immer noch eine Bedrohung für den Weinbau dar.

Denn aufgrund ihrer unterirdischen Lebensweise ist die Bekämpfung der Reblaus schwierig (als einzige erfolgreiche Strategie hat sich der Anbau reblaustoleranter Pfropfreben durchgesetzt). Doch in den letzten Jahren wird weltweit ein vermehrtes Auftreten von aggressiven Reblausbiotypen berichtetet. Ab Sonntag findet nun in Wien ein Internationales Reblaussymposium statt. Die Experten aus Weinbau, Pflanzenschutz, Rebenzüchtung und Molekularbiologie diskutieren neue Forschungserkenntnisse, die im engen Zusammenhang mit dem Klimawandel stehen. Außerdem soll auf der Tagung der Startschuss für ein internationales Reblaus-Genom-Projekt gegeben werden.

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Autor: Marc Scheloske· 17.09.10 · 12:00 Uhr· 6 Kommentare

07. September 2010

Bürgerkonferenz "Energienutzung der Zukunft": Jetzt am 21. Tisch mitdiskutieren!

Kategorie: Politik

Welche Energieressourcen stehen uns in 20 oder 50 Jahren zur Verfügung? Welche Kriterien muss eine ökologisch und sozial verträgliche Energienutzung in der Zukunft erfüllen? Welche Technologien sind vielversprechend, welche wirtschaftlich sinnvoll, welche zu riskant? Mit diesen und vielen weiteren Fragen rund um das Thema "Energie" beschäftigt sich eine Bürgerkonferenz am 25. und 26. September in Berlin. Und für den sog. 21. Tisch sind noch einige Plätze frei!

200 Teilnehmer diskutieren über die Energienutzung von morgen und erarbeiten ein Empfehlungspapier.

Auch in diesem Herbst - soviel ist sicher - wird wieder über die Energienutzung von morgen und übermorgen diskutiert werden. Gerade schlägt der Streit um den Atomkompromiss der Bundesregierung hohe Wellen. In ein paar Wochen wird dann vielleicht wieder stärker über die ökologischen Aspekte einzelner Energieformen debattiert.

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Autor: Marc Scheloske· 07.09.10 · 16:00 Uhr· 0 Kommentare

09. August 2010

Tatsache Evolution: Basiswissen zur Evolution bei youtube

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 31

Charles_Darwin.jpgRund ein Drittel aller Bundesbürger zweifelt - wenn man einer Allensbach-Studie des Jahres 2009 glauben darf - an der Evolutionstheorie. Über die Gründe kann man spekulieren, oder ein aktuelles Kurzvideo weiterempfehlen, in dem einige Grundprinzipien der Evolution vorgestellt werden.

Darwin und die Evolutionstheorie gehören heute ja (glücklicherweise!) zum obligatorischen Schulstoff. Dennoch fällt es in der Diskussion immer wieder auf, dass es ganz gehörige Wissenslücken gibt. Und einige Mißverständnisse, wenn zum Beispiel mal wieder behauptet wird, daß (so die vermeintliche These Darwins) der Mensch vom Affen abstamme. Vermutlich ist dieser ziemlich populäre Irrtum auch einer der Gründe für die Skepsis, die man in manchen Milieus antrifft.

Da könnte das folgende Video für ein wenig mehr Sachlichkeit in der Diskussion sorgen. Was ist eigentlich die "Grundeinheit" der Evolution? Wieso ist die Redeweise von einer "Höherentwicklung" der Arten strenggenommen falsch? Welche Belege für die Evolutionstheorie liegen heute vor?

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Autor: Marc Scheloske· 09.08.10 · 17:45 Uhr· 31 Kommentare

21. Juli 2010

SciCom 2010: Risikodiskurse und die Wissenschaft

Kategorie: Kultur

Sommer und Sonne sind ja toll. Wenn man irgendwo ein schattiges Plätzchen in einem Biergarten oder im Strandbad hat. Wer am Schreibtisch sitzt und schwitzt, der sehnt möglicherweise den Herbst herbei. Und im Herbst beginnt dann auch wieder die Konferenz- und Tagungssaison. Besonders freuen darf man sich dabei auf die SciCom 2010, die vom 10.-12. November in Wien stattfindet. Dort dreht sich dieses Jahr (fast) alles ums Risiko - und wie man über Risiken angemessen informiert und diskutiert.

Was unterscheidet gute von schlechter Risikommunikation? Was ist gelungene, was ist gescheiterte Risikommunikation?

Es gibt kaum eine Technologie, die nicht früher oder später in den Strudel eines Risikodiskurses gerät. Das Handy wird einmal als Auslöser für Hirntumore verdächtigt (und dann doch wieder freigesprochen), das andere Mal wird über den Zusammenhang von Tinnitus und Mobiltelefonen diskutiert. Beim ICE fokussieren die Diskussionen einmal auf defekte Radreifen (Stichwort Eschede), das andere Mal auf mangelhafte Klimaanlagen, die die Zugfahrt zum Saunatrip machen. Und von der Sicherheit (bzw. Unbedenklichkeit) von Medikamenten oder Impfungen brauchen wir an dieser Stelle gar nicht erst anfangen.

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Autor: Marc Scheloske· 21.07.10 · 15:45 Uhr· 0 Kommentare

04. Juli 2010

Wissenschaftsblog-Ranking Juni 2010

Kategorie: Kultur

Wenn es zur Zeit um Ranglisten, Plazierungen und Punkte geht, dann geht es wohl in 99% der Fälle um Fußball. Um das verbliebene 1% kümmern wir uns in diesem kurzen Info-Posting. Hier geht es nämlich um den aktuellen Stand in der deutschsprachigen Wissenschaftsblogosphäre.

Zwar spielen dabei weder Tore, noch fahrlässig vergebene Elfmeter eine Rolle, aber es gibt ganz sicherlich Favoriten für die vorderen Plätze des monatlichen Rankings und überraschende Newcomer. Die etablierten Blogs haben sich jedenfalls gut behauptet, dahinter gibt es - im Vergleich zum Vormonat - einige interessante Veränderungen.


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Autor: Marc Scheloske· 04.07.10 · 22:00 Uhr· 0 Kommentare

13. Juni 2010

Geringes Risiko: Hormonersatztherapie hilft in der Menopause

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 10

Schaudig_DLD.jpgDr. Katrin Schaudig, Frauenärztin aus Hamburg, brachte zur DLDwomen im Deutschen Museum München eine gute Nachricht für die weiblichen Konferenzbesucher mit: Hormone sind zur Behandlung von Störungen in der Menopause weitaus besser als ihr Ruf.

2003 schrieb der Daily Mirror aus England in großen Lettern, die für die Boulevardpresse typisch sind: „HRT verdoppelt das Brustkrebsrisiko!" Das Akronym steht für Hormonersatztherapie, die bei Frauen ab ungefähr 50 Lebensjahren eingesetzt wird. Ihre Hormonproduktion stellt sich in der Menopause um, wenn der Vorrat der Follikel fast aufgebraucht ist. Die Zahl dieser unbefruchteten Eier reduziert sich von 1,4 Millionen bei der Geburt auf 300000 in der Pubertät und sinkt auf 1000 ab.

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Autor: Markus Thierbach· 13.06.10 · 18:00 Uhr· 10 Kommentare

11. Juni 2010

Die Frau und ihr Gehirn

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 11

Ist das weibliche Gehirn besser oder nur anders als das männliche? Dieser provokanten Frage näherte sich Prof. Dr. Christian Elger von der Universität Bonn aus neurowissenschaftlicher Sicht. Dazu stellte er bei der Konferenz DLDwomen im Deutschen Museum in München verschiedene Studienergebnisse vor.

So erfuhr das Publikum, dass das Gehirn einer Frau mit durchschnittlich 1500g etwa 100g leichter ist als das eines Mannes, dafür aber mehr Oberfläche hat.

Außerdem sind die Neuronen mit viel mehr Synapsen untereinander verdrahtet - besonders in solchen Hirnregionen, in denen Erinnerungen abgespeichert und Emotionen verarbeitet werden. Die hohe Synapsendichte mag laut Elger damit zusammen hängen, dass das Gehirn sehr viele Rezeptoren für Östrogene hat.

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Autor: Markus Thierbach· 11.06.10 · 19:00 Uhr· 11 Kommentare

Alles könnte beim Alten bleiben: Bei der DLDwomen wird über die Zukunft der Medien spekuliert

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 3

Quo vadis, Medien - pardon, klassische Medien? Tageszeitungen. Magazine, TV, Radio. Und wohin werden sich die journalistischen Online-Medien entwickeln? Das sind Fragen, die sich viele Reporter, Redakteure und Verleger stellen.

Eine Podiumsdiskusssion in München zum Thema „The Future of Media" machte sich auf die Suche - nein, nicht nach Antworten, denn die kann zum heutigen Zeitpunkt niemand verlässlich geben, dafür ist zu vieles in Bewegung - aber nach Ansätzen zu möglichen Antworten. Und da die Runde sich bei der Konferenz DLDwomen traf, gab es auch eine passende Unterzeile: „From a Female Perspective". Jochen Wegner, Chef von Focus Online, hatte das Vergnügen, die durchweg weiblich besetzte Runde als Hahn im Korb zu moderieren.

DLD_Women01.jpg

Von Linda Abraham, die mit ihrem Unternehmen Comscore Statistiken über Online-Nutzung erhebt, war zu erfahren, dass Frauen etwas länger pro Tag online sind als Männer, im Netz mehr bei Einkäufen ausgeben, dafür aber zu gleichen Anteilen in sozialen Netzwerken aktiv sind.

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Autor: Markus Thierbach· 11.06.10 · 08:30 Uhr· 3 Kommentare

03. Mai 2010

Die Wissenschaftsblog-Charts Mai 2010

Kategorie: Kultur

Blogs sind keine Insel. Blogs bauen Brücken und setzen Links. Auf spannende Texte, lesenswerte Studien und andere Blogs, die informative Inhalte bereithalten. Das gilt für wissenschaftliche Blogs genauso wie für alle anderen.

Und da die Links nicht von irgendeiner Maschine, sondern von bloggenden Wissenschaftlern gesetzt werden, hat die Anzahl der Querverweise und Links eine Bedeutung. Deswegen sind Blogcharts eben auch interessant. Man sollte sie nicht überbewerten, aber sie geben zumindest einen Eindruck darüber, welche Blogs populär sind - oder zumindest von anderen Bloggern verlinkt werden...

Welches sind derzeit die meistverlinkten Wissenschaftsblogs?

Nachdem die Wissenschaftsblog-Charts (hier im Wissenschafts-Café) auf der Basis von Technorati leider nicht mehr sinnvoll fortgeführt werden können, gibt es seit einigen Monaten aber eine andere Alternative. Wikio wertet ebenfalls die gegenseitige Verlinkung aus und berechnet daraus eine Rangliste (hier die Top-20 vom März).

Das Ranking für den Mai 2010 wird in den nächsten Tagen offiziell veröffentlicht. Heute gibt es hier bei Neurons schon die Liste der aktuellen Top-20 der deutschen Wissenschaftsblogs.

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Autor: Marc Scheloske· 03.05.10 · 22:30 Uhr· 0 Kommentare

01. April 2010

Entwarnung: Betrieb am LHC geht weiter!

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 5

LHC_2010A.jpgScienceBlogs steht üblicherweise für knallhart recherchierte Beiträge. Doch ausgerechnet heute ist uns ein Fehler unterlaufen: wir haben irrtümlicherweise gemeldet, dass den Experimenten am Teilchenbeschleuniger LHC in Genf erneut eine Zwangspause bevorstehe. Das ist - wie wir nun zweifelsfrei in Erfahrung bringen konnten - nicht zutreffend. Es gibt keinen (!) Protonenmangel am CERN. Alle Physikfans dürfen Aufatmen! :-)

Es war gestern am späten Abend, als unser Autor Florian Freistetter nochmals die aktuelle Nachrichtenlage prüfte. Dabei wurde er (die genauen Umstände lassen sich derzeit nicht mehr rekonstruieren) auf eine Eilmeldung aus Richtung des CERN aufmerksam. Angeblich hatte man in der Euphorie über die erfolgreich verlaufenden Experimente nicht beachtet, dass die Protonenvorräte zur Neige gehen. Eine weitere Zwangspause für den pannenträchtigen LHC wäre unvermeidlich.

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Autor: Marc Scheloske· 01.04.10 · 13:00 Uhr· 5 Kommentare

02. Februar 2010

FameLab Austria 2010: Talente der Wissenschaftskommunikation gesucht

Kategorie: Kultur

Es gibt ein Geheimnis guter Wissenschaftskommunikation: Begeisterung. Natürlich gibt es noch weitere Faktoren, die zum Erfolg von Wissenschaftskommunikation beitragen, aber wenn ein Wissenschaftler von seiner eigenen Arbeit begeistert ist, dann ist das schon die halbe Miete. Wissenschaftsblogs sind dafür sicherlich ein wunderbares Beispiel. Wer mit viel Spaß und Lust kommuniziert, der schafft es vermutlich auch, dass der Funke überspringt und die Leser sich von der Begeisterung anstecken lassen.

FameLab_Logo_2010.jpgHinter dem internationalen Wettbewerb FameLab steckt genau dieselbe Idee: es werden junge wissenschaftliche Kommunikations-talente gesucht, die in kurzen Präsentationen ihre Forschungsarbeit vorstellen. Allerdings eben nicht bloggend, sondern live auf der Bühne.

FameLab: In 15 Ländern werden Talente der Wissenschaftskommunikation gesucht

Seit 2005 gibt es FameLab bereits. Und der Wettbewerb, dessen Konzept beim Cheltenham Science Festival entwickelt wurde und in Österreich von science2public durchgeführt wird, liegt voll im Trend: bei der Nerd Night in München gibt es zwar keine Jury, aber die Idee ist ganz ähnlich.

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Autor: Marc Scheloske· 02.02.10 · 14:15 Uhr· 0 Kommentare

21. Dezember 2009

Termine: Jetzt Open-Access-Petition unterzeichnen und wissenschaftliche Blogposts für die Auslese nominieren

Kategorie: Kultur

Endspurt! Von Besinnlichkeit kann ja in der Adventszeit häufig kaum die Rede sein. Dafür sorgen jede Menge Termine und Fristen, die noch eingehalten werden müssen. Das ist in der Szene der Wissenschaftsblogs nicht anders.

Noch bis Heiligabend können (und sollen!) die besten wissenschaftlichen Blogartikel des Jahres ins Rennen um die "Auslese 2009" geschickt werden. Letztes Jahr wählte eine Jury aus 80 Vorschlägen die Best-Of des Jahres 2008. Und dieses Jahr geht der kleine Wettbewerb in die zweite Runde.
Auslese09_01_180.jpg

Deshalb liebe ScienceBlogs-Fans: stöbert doch noch ein wenig in Euren Lieblingsblogs und listet die zwei oder drei Artikel auf, die Euch am besten gefallen haben. Irgendwo zwischen Geschenkeverpacken, Lebkuchennascherei und Glühwein ist dafür doch sicher noch Zeit. Mehr Infos zur Auslese findet man hier.

Und, eine weitere Bitte: bis morgen (22.12.) kann man noch die Open-Access-Petition unterzeichnen, die von Lars Fischer initiiert wurde. Zuletzt war ein Interview mit Lars in der Zeit zu lesen, wo alle relevanten Punkte zur Sprache kommen. Im Moment sind etwas mehr als 23.000 Unterschriften zusammen. Aber da geht am letzten Tag doch noch was, oder?

Wir zählen auf Euch! :-)

Links:


Autor: Marc Scheloske· 21.12.09 · 17:00 Uhr· 0 Kommentare

03. Dezember 2009

Zukunftspreis für Anti-Thrombose-Tablette mit Wirkstoff Rivaroxaban

Kategorie: Medizin·Politik

In Europa sterben jährlich etwa doppelt so viele Menschen an einer Thrombose wie an Prostatakrebs, Brustkrebs, AIDS und Verkehrsunfällen zusammen. Doch die gängigen Medikamente zur Thrombose-Prophylaxe haben allerhand Nachteile - der neu entwickelte Wirkstoff Rivaroxaban ist hier eine echte Innovation; dessen Entwicklung wurde gestern durch die Verleihung des Zukunftspreises des Bundespräsidenten ausgezeichnet.

Rund zehn Jahre lang hat ein großes Team um die Mediziner Dagmar Kubitza und Frank Misselwitz, sowie die Biologin Elisabeth Perzborn an dem neuen Wirkstoff geforscht. Am 30.9.2008 wurde Rivaroxaban (Markenname Xarelto) erstmalig von der Europäischen Kommission zugelassen: nach großen chirurgischen Eingriffen (Hüftgelenksoperationen u.ä.) wird der Wirkstoff bereits eingesetzt. Die Besonderheit an dem neuen Medikament ist die Verfügbarkeit in Tablettenform. Die Heparinspritze ist nicht mehr notwendig.

Für diese Entwicklung wurden die drei Bayer-Wissenschaftler nun mit dem Zukunftspreis des Bundespräsidenten belohnt; die 250.000 Euro Preisgeld werden die Dagmar Kubitza, Frank Misselwitz und Elisabeth Perzborn übrigens in eine gemeinnützige Stiftung überführen, so haben sie bereits im Vorfeld angekündigt.

Hier die drei ausgezeichneten Forscher:

DZP_09a.jpg

(v.l.n.r) Dr. med. Dagmar Kubitza, Dr. med. Frank Misselwitz, Dr. rer. nat. Elisabeth Perzborn (Bild: Ansgar Pudenz/Dt. Zukunftspreis)

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 03.12.09 · 13:15 Uhr· 0 Kommentare

11. November 2009

Menschmaschinen in Informationshyperwelten

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur  ·  Kommentare: 1

Das digitale Informationsschlaraffenland hat auch Schattenseiten. Nachrichtenportale, Blogs, Twitter - der moderne Informationsjunkie ist ohne diese parallelen Datenströme nicht mehr denkbar. Doch wie steht es um unsere (letztlich dann doch menschlichen) Ressourcen, mit diesem auf uns einstürzenden Informationsüberangebot umzugehen? Wie souverän sind wir noch? Wer sind die Herren im Universum des technologisch-induzierten Allwissens? FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher sucht in einem neuen Buch nach Antworten auf diese Fragen.

Noch bevor Schirrmachers Buch im Regal steht, hat die Debatte rings um seine Überlegungen und Thesen begonnen. Ausgangspunkt ist Schirrmachers Beobachtung, dass wir mehr und mehr in quasi symbiotischer Einheit mit unseren digitalen Informationsagenten leben. Wir leben, handeln und denken ständig im Bezug auf Informationen und Impulse, die uns unsere Twitter-timeline, die Mailkorrespondenz oder der Newsticker vorgibt.

Auf der Debattenseite Edge.org liest sich das so:

We are apparently now in a situation where modern technology is changing the way people behave, people talk, people react, people think, and people remember. And you encounter this not only in a theoretical way, but when you meet people, when suddenly people start forgetting things, when suddenly people depend on their gadgets, and other stuff, to remember certain things. This is the beginning, its just an experience.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 11.11.09 · 11:30 Uhr· 1 Kommentar

26. Oktober 2009

Medizinische Trends des 21. Jahrhunderts: Start des "Life Science Dialogue Heidelberg"

Kategorie: Medizin·Politik

Wie sieht die Medizin der Zukunft aus? Wie organisiert eine immer älter werdende Gesellschaft ihr Gesundheitssystem? Wie kann es gelingen eine hochtechnologisierte und individualisierte Medizin bezahlbar zu machen? Und wie gehen wir damit um, wenn uns künftig ein simpler Gencheck das Wissen über Krankheitsdispositionen liefert? Das sind nur einige der Fragen, denen sich der "Life Science Dialogue Heidelberg" widmet. Am vergangenen Donnerstag gab es den feierlichen Startschuß für diese Gesprächsplattform.

Stephan_Sigrist.jpgZweimal pro Jahr sollen künftig rund 20 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammenkommen, um sich in informellen Kamingesprächen über Trends und Herausforderungen im Gebiet der Lebenswissenschaften auszutauschen. Interdisziplinarität ist einer der Leitgedanken der Veranstaltungsreihe. Mit Schubladendenken kommt man eben schlicht nicht weiter; das betonte auch Dr. Arend Oetker in seinem kurzen Grußwort, als er feststellte:

"Wir brauchen die Kooperation über Disziplingrenzen hinweg. Der Austausch ist kein Wert an sich, sondern ergibt sich zwingend aus den Problemen, die nicht mehr mit Schubladendenken beantwortbar sind."

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Autor: Marc Scheloske· 26.10.09 · 08:45 Uhr· 0 Kommentare

22. Oktober 2009

Life Science Dialogue Heidelberg: Interdisziplinäre Kamingespräche

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 1

LifeScienceDialogue.jpgDie wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts können längst nicht mehr innerhalb der alten etablierten akademischen Disziplinen und Strukturen beantwortet werden. Die Nobelpreisverleihung - bei der fast jedes Jahr "gelernte" (Bio-)Chemiker die Medizinnobelpreise mitnehmen - ist nur ein Indiz dafür.

Wissenschaft muß ihre Disziplingrenzen überschreiten, sie muß neugierig sein auf die Konzepte und Methoden der Kollegen, nur so kann sie erfolgreich sein.

Solche Überlegungen stehen u.a. auch hinter dem "Life Science Dialogue Heidelberg" der heute abend im festlichen Rahmen des Heidelberger Schlosses beginnt. Für Idee und Organisation zu dieser neuen Veranstaltungsreihe zeichnen die Dr. Rainer Wild Stiftung und W.I.R.E verantwortlich. Das Ziel ist die Förderung des transdisziplinären Dialogs und des Austauschs zwischen Wissenschaft und Politik bzw. Industrie. Ein hehres Anliegen also.

Zum Start der "Kamingespräche zur Zukunft von Medizin, Gesundheit und Ernährung" stehen heute abend zwei interessante Vorträge auf dem Programm. Bei beiden geht es um neue, vielleicht unkonventionelle Ansätze, die die Medizin der Zukunft prägen könnten.

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Autor: Marc Scheloske· 22.10.09 · 11:30 Uhr· 1 Kommentar

13. Oktober 2009

Sichtbare Wissenschaft: Preisverleihung des Wettbewerbs "Bilder der Forschung"

Kategorie: Kultur

Wissenschaft hat letztlich einen quasi-magischen Wesenskern. Schließlich macht sie Unsichtbares sichtbar. Wissenschaft liefert uns immer neue Einblicke in bislang unbekannte Bereiche. Sie eröffnet uns den Blick in winzigkleine Dimensionen (wenn sie etwa die Elektronenwolke im Atom porträtiert) und in die unvorstellbaren Weiten des Weltalls (wo sie gigantische kosmische Donuts ausfindig macht).

Solche Visualisierungen wissenschaftlicher Erkenntnis sind natürlich faszinierend. Kein Wunder, daß die Wissenschaftsphotographie viele Fans hat. Einige der besten Wissenschaftsphotos werden jedes Jahr innerhalb des Wettbewerbs "Bilder der Forschung" ausgezeichnet, der gemeinsam von FOCUS und dem vfa (Verband der forschenden Pharma-Unternehmen) vor fünf Jahren ins Leben gerufen wurde.

Wigald_Boning.jpg"Gute Wissenschaft beschäftigt sich mit demjenigen, was sie nicht sieht"

Gestern abend fand in München die feierliche Preisverleihung statt. Den unterhaltsamen Festvortrag steuerte Wigald Boning bei. Und Boning erklärte dem Publikum an einigen Beispielen, was die allermeisten Forscher sicher bestätigen können: jede gute Wissenschaft muß darauf achten, was man nicht sieht bzw. was man nicht erwartet hat. Und die große Kunst bei alldem sei (hier trennt sich dann vermutlich die Spreu vom Weizen), zu erkennen, daß man etwas wichtiges "Unsichtbares" nicht sehe - um dann umso genauer hinzusehen.

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Autor: Marc Scheloske· 13.10.09 · 12:45 Uhr· 0 Kommentare

05. Oktober 2009

Medizin-Nobelpreis 2009 für Elizabeth H. Blackburn, Carol W. Greider und Jack W. Szostak

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 6

Elizabeth H. Blackburn, Carol W. Greider and Jack W. Szostak erhalten den Medizinnobelpreis 2009. Wie das Stockholmer Karolinska Institutet eben bekanntgab, wurden die Molekularbiologen für ihre Forschungsarbeiten zur Funktion von Telomeren ausgezeichnet.

Damit sind es nun zehn Frauen, die jemals einen Medizinnobelpreis erhalten haben. Und Tobias Maier von WeiterGen lag mit seinem Tipp diesmal auch nicht richtig.

Elizabeth H. Blackburn, Carol W. Greider and Jack W. Szostak stehen damit in der ehrenvollen Reihe, die 1901 mit Emil Adolf von Behring - dem ersten Nobelpreisträger für Physiologie oder Medizin - begann. Von Behring wurde vor 108 Jahren für seine erfolgreiche Entwicklung der passiven Impfung (durch seine Arbeiten zur Serumtherapie) ausgezeichnet, die endlich ein taugliches Instrument im Kampf gegen die Diphtherie darstellte.

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Autor: Marc Scheloske· 05.10.09 · 11:35 Uhr· 6 Kommentare

23. September 2009

An der Schwelle zur elektromobilen Gesellschaft?

Kategorie: Technik·Umwelt  ·  Kommentare: 5

Elektro-Autos gehört die Zukunft. So jedenfalls die Botschaft, die auf der IAA zu vernehmen ist, die noch bis zum Wochenende in Frankfurt das interessierte Publikum empfängt. Auch ein Teil der ScienceBlogs-Redaktion war vor Ort und hat sich umgehört, welche Trends die (Auto-)Mobilität der Zukunft prägen werden.

Ist die Zeit reif für Elektro-Autos?

Das Mega-Thema der diesjährigen IAA waren - das ist klar - die Elektro-Autos. Zwar gab es auch in den Vorjahren allerlei Proto-Typen oder Fallstudien, die sich mit Alternativen zum Verbrennungsmotor beschäftigten, aber die vorgestellten E-Mobile riefen nur wenig Begeisterung und Aufmerksamkeit beim Publikum hervor. Und die Mehrzahl der Ingenieure bei den Autobauern schien oftmals auch nur mit halbem Herzen bei der Sache zu sein.

Genau das scheint sich aber geändert zu haben. Die Vorstellung und Entwicklung von Elektro-Autos entspringt offenbar nicht mehr nur der pflichtschuldigen Demonstration des guten, ökologischen Willens. Man meint es Ernst mit den Elektro-Autos. Das ist schon allein an der Tatsache ablesbar, dass derzeit (fast) alle großen Automobilhersteller intensiv an Fahrzeugen arbeiten, die mit Strom angetrieben werden. Renault stellte etwa gleich vier E-Konzeptstudien vor und schon 2011 soll das erste Modell auf den Markt kommen.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 23.09.09 · 16:00 Uhr· 5 Kommentare

18. August 2009

Raumfahrt hautnah: Tickets für die "Lange Nacht der Sterne 2009" zu gewinnen

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 20

Im Mai war ScienceBlogger Florian Freistetter im europäischen Satellitenkontrollzentrum ESOC in Darmstadt zu Gast und hat live den Start der ESA-Satelliten Herschel und Planck verfolgt. Florian war damals begeistert. Jetzt haben 20 ScienceBlogs-Fans ebenfalls die Gelegenheit das ESA-Gelände und die Kontrollzentren aus der Nähe zu erleben. ScienceBlogs verlost 2x10 Tickets für die „Lange Nacht der Sterne 2009" im ESOC und bei EUMETSAT.

Lange_Nacht.jpgAm 4. September öffnet das Satellitenkontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation ESA in Darmstadt seine Pforten. Ab 18 Uhr können die Besucher direkt vor Ort sehen, wo und wie die Satelliten der ESA gesteuert werden; etwa die Raumsonden, die unsere Nachbarplaneten Mars und Venus erforschen oder den Satelliten Rosetta auf der Jagd nach dem Kometen Churyumov-Gerasimenko und natürlich auch die im Mai gestarteten Super-Teleskope Herschel und Planck, über die bei ScienceBlogs schon so viel zu lesen war.

Die offiziell verfügbaren Tickets waren im Juni innerhalb weniger Tage vergriffen. Aber für ScienceBlogs-Leser gibt es jetzt die Chance einige der begehrten Eintrittskarten zu ergattern.*

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Autor: Marc Scheloske· 18.08.09 · 22:00 Uhr· 20 Kommentare

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