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Peter Artmann ist Biologe, promoviert an der Medizinischen Hochschule Hannover, arbeitet als Wissenschaftsjournalist und als Webdesigner.
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15.06.09 · 09:49 Uhr
AOK Ärztenavigator - Noten für Ärzte
Kategorie: Medizin · Kommentare: 36
In unserer Gesellschaft ist nichts mehr heilig! Jetzt sollen sogar Halbgötter miteinander verglichen werden. Himmelherrgottnocheinmal.
Wie schon mehrfach zu lesen war, plant die AOK ein Bewertungsportal für Ärzte bei dem Versicherte die Qualität der medizinischen Behandlung beurteilen sollen - so wie das schon seit einiger Zeit Docinsider und Jameda machen.

Diesmal ist die Angelegenheit jedoch brisant, weil hier keine ausgewählte Minderheit an besonders eifrigen Internetnutzern die Meinung abgibt, sondern 24 Millionen AOK-Mitglieder.
... und AOK Mitglieder gelten nicht unbedingt als die bevorzugte Wahl von niedergelassenen Ärzten („... könnten die Bewertungen nicht von Privatpatienten kommen", dürften manche Mediziner bereits voreilig klagen).
Aber nicht doch, werden bei Ihnen etwa Patienten unterschiedlich behandelt?
Zumindest scheint Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer, so etwas zu befürchten. Seiner Ansicht nach müssen Ärzte befürchten nicht nach qualitätsgesicherten Informationen bewertet zu werden sondern nach subjektiven, anonymen Einschätzungen. Also wie in der Politik.
Derzeit ist noch ungeklärt, nach welchen Kriterien die Bewertung erfolgen soll. An der Planung ist zusätzlich die Bertelsmann-Stiftung beteiligt.
Ersten Berichten zufolge sollen vier Bereiche bewertet werden:
- Servicequalität
- Praxisorganisation
- Wartezeiten
- Einbindung in ärztliche Entscheidungen
Sehr erfreulich ist hingegen, dass die die Veröffentlichungen nicht ungefiltert ins Netz kommen sollen. Jürgen Graalmann, der stellvertretende Vorstandschef des AOK-Verbandes, sagte, dass die Ergebnisse einer Praxis mit 1000 Patientenkontakten pro Monat erst veröffentlicht werden sollen, wenn mindestens 50 Bewertungen eingegangen sind.
Schön.
Autor: Peter Artmann· 36 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (36)
„... könnten die Bewertungen nicht von Privatpatienten kommen", dürften manche Mediziner bereits voreilig klagen).
Quelle: Fingerkuppe?
Das Bild finde ich übrigens "etwas" derb.
Ich würde gerne wissen, was sie mit dieser subtilen Bildwahl ausdrücken möchten..
Es ist ein starkes Bild.
Der Mann könnte ein schlechter Arzt sein. Aber wie der Engländer weiß: "Don't judge a book by its cover".
Heißt also, wenn es den Ärzte-TÜV geben würde ... könnte sich herausstellen, dass die Patienten genau diesen Doc sehr positiv bewerten und einen Maßanzugträger mit Designerbrille ... ganz miserabel.
Oder anders gefragt: Ist denn jeder gute Arzt schön?
Ihr etwas mißlungener Versuch von Humor ist etwas deplaziert her Artmann, oder was würden sie ggf. denken, wenn ich in meinem Kommentar etwas über Journalisten im allgemeinen geschrieben hätte und diesen mit Bildern von Schweinen garniert (oder denken sie sich was passendes aus).
Hallo Adromir,
ehrlich gesagt wäre mir auch eine zweiseitige Aufteilung lieber gewesen mit irgendwas Sascha Hehn-artigem und Flügeln dran auf der linken und auf der rechten Seite eben den anderen Doc.
Aber links rechts klappt hier nicht und die Breite ist dafür auch zu schmal.
So ist nur der "vermeintlich" böse Bube übrig geblieben. Es passt aber trotzdem, da das Bild emotional stark ist und automatisch zu einer Bewertung führt.
Dieselbe Aufgabe soll später dem Ärztenavigator zukommen und da können Sie sich auch sicher sein, dass die negativen Bewertungen deutlichere Auswirkungen haben werden, als die guten Bewertungen.
@Peter Artmann: Also für mich sieht er aus wie der Tod (das zeigt das Skelettgesicht ganz eindeutig) und damit wie der "Todbringende". Die ganzen Implikationen würden vermutlich einen ganzen Artikel füllen. Es sagt einiges über die Intention dieses Artikels und die Grundintention des Autors aus, dass die Wahl zwischen zwei sehr unterschiedlichen Bildern auf dieses fiel.
Ich nehme an, dass Sie nie im ärztlichen oder medizinischen Bereich gearbeitet haben oder Ihre Erfahrungen mit Kliniken schon sehr lange her sind. Ich würde Ihnen dringend empfehlen, wenn Sie sich nicht weiterhin lächerlich machen wollen, Ihr Halbwissen endlich upzudaten. Ein intensiver Gang zu den Krankenkassen und ins Ministerium sowie Gespräche mit den Betroffenen würde den Vorgang abrunden. DANN bilden Sie sich Ihre Meinung.
Allerdings denke ich, dass Sie hier ruhig weiterhin auf niedrigstem Niveau hetzen können; Ärzte müssen nämlich arbeiten und haben für Ihr unqualifziertes Geschwafel keine Zeit. Die Dinge, die Sie vermeintlich anprangern, werden in der echten Welt nämlich gerade gelöst.
Ist das dämlich. Einen Artikel im ersten Satz mit "heilig" und im zweiten mit "Halbgötter". Ganz grosser Schmierenjournalismus.
Ach Du liebe Zeit. Am Medizinstudium gescheitert oder Freundin von einem Arzt ausgespannt? Oder beides?
BTW Was ist nochmal Ihr Promotionsthema und in welchen Fachzeitschriften haben Sie veröffentlicht? Ich muss die Antwort auf diese schon merhmals gestellte Frage irgendwie vergessen haben..
@ Jane
Wo nehmen sie nur ihre Arroganz her? Das wundert mich immer wieder.
Sorry @all
Wie Helmut Wicht so schön schrieb : Arroganz ist Niveau - von unten betrachtet.
Und jetzt spiel schön weiter auf den Blogs, Handwerker Wilfert. Nicht stören lassen.
@ GeMa
Oder wie Thomas Bernhard so schön sagte:
Intellectualitas - die grössten Arschlöcher sind die sogenannten Intellektuellen.
Weitermachen, nicht stören lassen.
Und ich zitiere mal Volker Pispers: "Nichts geht über ein einfaches Weltbild, dann hat der Tag Struktur"
@ Adromir
Friedrich Schiller - Einfachheit ist das Resultat der Reife
Goethe:
Verachte nur Vernunft und Wissenschaft,
Des Menschen allerhöchste Kraft,
Laß nur in Blend – und Zauberwerken
Dich von dem Lügengeist bestärken,
Bruce Lee
Hier war die Arzenei, die Patienten starben,
Und niemand fragte: Wer genas?
So haben wir mit höllischen Latwergen
In diesen Tälern, diesen Bergen
Weit schlimmer als die Pest getobt.
Ich habe selbst den Gift an Tausende gegeben;
Sie welkten hin, ich muss erleben,
Dass man die frechen Mörder lobt.
(Goethes "Faust")
Adromir·
18.06.09 · 20:41 Uhr
Bertrand Russel@Wilfert: Mich wundert wo jemand wie Artmann, der noch nie auf eine Nachfrage nach seiner Promotion geantwortet hat, die Arroganz hernimmt, Mediziner und Grundlagenfroscher zu bashen.
Nochmal, Herr Artmann: Zu welchem Thema und bei wem promovieren Sie?
Wenn Sie sich nicht dazu in der Lage sehen, diese Fragen zu beantworten, dann hören Sie doch bitte auf, sich hier als Doktorand auszugeben.
@ Jane
Es gibt viele Möglichkeiten zu lernen und sich Wissen anzueignen.
Das Hochschulstudium ist eine Möglichkeit davon. Aber keine Garantie gegen Dummheit. Ich kenne einige promovierte Idioten.
@Wilfert
Ich auch. Aber ich kenne auch eine Menge Handwerker, die die BILD-Zeitung für das geeignete Medium halten, sich ein Universalwissen anzueignen. Was wollen Sie uns mit Ihrer Bemerkung mitteilen?
Grundlagenforschung ist Mist; Ärzte sind schlecht... Ich frag mich echt, warum du dann überhaupt an der "Medizinischen Hochschule Hannover promovierst" (falls das überhaupt stimmt), wenn bei der ganzen medizinischen Forschung eh nur falsche Versprechen und korrupte Ärzte rauskommen... Ehrlich, ich würde auch vorschlagen, deine "journalistische" Tätigkeit von den ScienceBlogs zur BILD-Zeitung zu verlegen.
Herrje, ein schöner Zitatekampf ist hier ausgebrochen.
Artmann, das Bild ist scheiße. Der Text ist scheiße. (so, erstmal gucken, ob das die Netiquette oder SB-Zensur in irgendeiner AUW verletzt ... *klick*)
Wie jemand, der ANGEBlich an der Medizinischen Hochschule Hannover promoviert, hier über Monate hinweg SCIENCE-Bashing auf unterstem Niveau betreiben kann (und das auch noch von der Redaktion geduldet) ist mir unbegreiflich. Ihre Darstellung von Medizinern entspricht nicht der Realität.
Das von Ihnen gewählte Bild ... Dr. Tod?! So sehen Sie also die aufopferungsvolle Tätigkeit medizinischen Personals? Was genau wollen Sie hier.
Scienceblog wäre ein besserer Ort ohne ihre Schmähschrifen.
Risti schrieb am 19.06.09 um 16:54 Uhr:
So sehen Sie also die aufopferungsvolle Tätigkeit medizinischen Personals?
Vorhin hat ein Kommentator diesen Medlog-Beitrag ausgegraben:
http://www.scienceblogs.de/medlog/2008/02/prost-im-op.php#comment43156
Auch darin steht, wie Herr Artmann die Tätigkeit medizinischen Personals so sieht. Erst wenn man seiner Meinung nach das Medizinstudium ändert, würde man besseres Personal kriegen
Außerdem saufen die alle. 30% zumindest.
@Wilfert: Wo Sie Recht haben, haben Sie Recht.
Das Problem hier ist, dass Herr Artmann sich als Doktorand ausgibt. Ich wundere mich schlicht, dass man an der Medizinischne Hochschule Hannover nichts über Herrn Artmann findet. Bei wem promoviert er denn nun und worüber? Das sind keine unanständigen Fragen. Es wäre schön, wenn man das mal erfahren würde.
@Jane,
Ich bezweifle stark, daß Herr Artmann unter diesem oder einem anderen Namen an der Hochschule promoviert. Möglicherweise hat er einst die Bibliothek von innen gesehen und einem der Erwachsenen einen Gruß zugeworfen.
Damit qualifiziert er sich in Protsch-von-Zieten-Manier zum Doktoranden. Irgendwann wird man auch ihm seinen Pseudotitel um die Ohren hauen. Er kann in große Fußstapfen treten.
QUERDENKER ( 18.06.09, 20:17 h ) Herzlichen Dank für die wunderschöne ( Selbst-)Beschreibung der AlterNaiv-Medizin, habe erst jetzt wieder die Kommentare durchgesehen, - Angesichts dessen, was sich im Boulevard-Jurnalismus, in den
"GesundheitsSeiten" von Standard, Profil und andren Gutmenschenmagazinen abspielt, bekommt die letzte Zeile erschreckende Aktualität.
Wenn Herr Artmann tatsächlich an einer Doktorarbeit ernsthaft arbeitet, kein Thema. Falls er versucht sich mit falschen Federn zu schmücken, schon (man braucht keinen Titel um sich zu qualifizieren, um sich zu disqualzieren reichen allerdings falsche Federn).
@Risti
Was meinst Du, wieviele Hausmeister an der MHH rumlaufen. Und wichtig eine Tastatur in die Kamera halten können auch bestimmt einige davon.
Und wenn man sich das Merkblatt hier mal ansieht..... http://www.mh-hannover.de/fileadmin/mhh/download/forschung/MHH_Gute_wissenschaftliche_Praxis/Grundsaetze_MHH.pdf
Das hat der Herr Artmann dann wohl auch nicht gelesen.
Obwohl ich die Artikel hier auf das schärfste verurteile, finde ich es nicht gut, wenn über die Qualifikation von Jemand wild spekuliert wird; zumal er, im Gegensatz zu anderen Autoren, die Qualifikation der Kommentatoren nie angezweifelt hat.
Dennoch bin ich der Meinung, dass angegebene Links auf SB nicht ins Leere laufen sollten.
Nun ja, ich protze hier ja auch nicht mit einer Promotion rum, um glaubwürdiger zu erscheinen.
Was ist das hier denn? Bildzeitung bei Scienceblogs? Ich dachte, hier fände ich Blogs die einen gewissen Anspruch erfüllen sollten!?
Seit gut 10 Tagen keine neuer Beitrag des Herrn Artmann-Ärztehasser ... sollte er wider Erwarten an seiner Disseration arbeiten?!
@ Gluecypher
Was ich damit mitteilen will? Das was ich geschrieben habe. Eine Promotion ist nicht unbedingt eine Garantie für Intelligenz. Es gibt Promovierte, die noch nie in ihrem Leben einen eigenen Gedanken gefasst haben, ausser vieleicht aufs Klo zu gehen.
Der akademische Dünkel nützt Niemandem wirklich.
Vice versa stimmt das mit der Bildzeitung natürlich auch.
Es gibt Promovierte, die noch nie in ihrem Leben einen eigenen Gedanken gefasst haben, ausser vieleicht aufs Klo zu gehen.
Nur, wenn die den Titel gekauft haben. Eine Promotion ist der nachwqeis des eigenständigen wissenschaftlichen Arbeitens, für nix gibts keinen Dr.
> Seit gut 10 Tagen keine neuer Beitrag des
> Herrn Artmann-Ärztehasser ... sollte er wider
> Erwarten an seiner Disseration arbeiten?!
Da ist wohl der fromme Wunsch Vater des Gedankens.
Artmann arbeitet wenigstens seit sechs Jahren an seiner Doktorarbeit. Das er gibt sich aus den damaligen Teilnahmebedingungen der Bertelsmannstiftung.
http://web.archive.org/web/20040121084123/www.bertelsmann-stiftung.de/de/1013_12049.jsp
Und wer über das "Aufkommen der ersten Antidepressiva" promoviert, gerät leicht in Verdacht an einem Institut für Medizingeschichte zu promovieren.
Ich würde diese Peinlichkeit da oben mal herausnehmen. Laien denken nämlich sonst an eine Profilneurose, Profis an eine narzisstische Persönlichkeitsstörung.
Wow, was für einen Kommentarsturm ein kleiner Artikel auslösen kann... Und wie hängt eigentlich eine mögliche Promotion mit dem Artikel zusammen? ;-)