Blog durchsuchen
Profil

큈넬 티로 wohnt in Seoul und arbeitet über
geometrische Topologie.

Kommentare

« vorheriger Beitrag  · nächster Beitrag »

08.08.10 · 23:41 Uhr

Kurioses und bizarre Koinzidenzen: der Spektrum-Verlag und die Einstein-Cranks

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 143

Einstein-Bashing als Rezension getarnt. Nächster Akt einer unendlichen Geschichte.

Bekanntlich sind Publikationen des Spektrum-Verlages in den letzten Jahren zu einem der Hauptargumente der "Einstein-Kritiker" geworden, z.B hier, hier, hier oder hier. Die (vorgebliche) Seriosität der dort herausgegebenen Zeitschriften dient gerne als Beleg dafür, daß Einwände gegen die Relativitätstheorie inzwischen auch in der Fachwelt diskutiert würden. (In Wirklichkeit sind die Autoren der RT-kritischen Artikel natürlich meist keine Fachleute, sondern haben so lustige Berufsbezeichnungen wie "Teacher of Creative Writing".)

Als Rezension getarnt

Inzwischen bringt man die Einstein-Kritik auch in Beiträgen unter, die mit Relativitätstheorie eigentlich nichts zu tun haben. So aktuell im August-Heft in einer Rezension von Egbert Scheunemann zu Unzickers Buch "Vom Urknall zum Durchknall".
Zur Einordnung: Unzickers Buch ist eine Kritik an der Stringtheorie, auch an anderen Entwicklungen der modernen Physik, aber definitiv keine Kritik an der Relativitätstheorie. Das hält den Rezensenten aber nicht davon ab, mehr als ein Drittel der Rezension der Kritik an Einstein und seiner Relativitätstheorie widmen. Thema verfehlt würde man da wohl sagen. Was hat das Einstein-Bashing in einer Rezension eines Buches zu einem ganz anderen Thema zu suchen?

Wer ist Egbert Scheunemann?

Wer ist der Rezensent und was qualifiziert ihn für eine Rezension in Spektrum der Wissenschaft?

Egbert Scheunemann hat Politikwissenschaft mit Nebenfach Philosophie studiert. Seine Bücher haben Titel wie "Der Jahrhundertfluch. Neoliberalismus, Marktradikalismus und Massenarbeitslosigkeit. Eine allgemeinverständliche Erklärung der Zusammenhänge" oder "Chronik des (nicht nur) neoliberalen Irrsinns und seiner ökonomisch, politisch, sozial und ökologisch verheerenden Folgen". Er war im Bundesvorstand in der Programmkommission der WASG, beklagt aber deren Rechtsruck seit der Vereinigung mit der PDS.

1995 reichte er seine Habilitationsschrift am Institut für Politische Wissenschaften der Universität Hamburg ein. Offenbar wurde die Arbeit dort gründlich geprüft. Jedenfalls dauerte es 2 Jahre, bis sie 1997 wegen systematischer Mängel abgelehnt wurde. (Scheunemanns Widerspruch gegen die Ablehnung seiner Habilitation findet man hier.)

Seit dem Scheitern seiner politikwissenschaftlichen Habilitation hat sich Scheunemann offenbar dem Kampf gegen die Relativitätstheorie verschrieben. Er ist Autor des Buches "Irrte Einstein? Skeptische Gedanken zur Relativitätstheorie - (fast immer) allgemeinverständlich formuliert" (hier der Cover, das Buch soll bald in 2.Auflage erscheinen) und verschiedener "Veröffentlichungen" zum Thema. Ein typisches Zitat:

Seine [Einsteins] größte Leistung im Physikbetrieb (also nicht in der Physik selbst) ist freilich, dass er es geschafft hat, bislang drei Generationen von Physikern mit seiner SRT und ART an der Nase herumzuführen.

(Wo hab ich das bloß schon mal gehört?)

Vernichtende Kritiken zu Scheunemanns Buch findet man bei Mynona Raiders Twiggs oder ausführlicher bei Meno Hochschild.

Zusammengefaßt: der Autor erfüllt offenbar die drei Grundvoraussetzungen für einen Spektrum-Artikel zur Relativitätstheorie: kein Physik-Studium, deutliche Sprache und schräge politische Ansichten. (Wenn man aus dem Artikel, der sonst einfach die altbekannten Argumente unorthodoxer Kritiker wiederkäut, irgend etwas neues lernen kann, dann allenfalls das: daß es Einstein-Bashing nicht nur am rechten, sondern auch am linken Rand des politischen Spektrums gibt. Das ist aber wohl nicht wirklich überraschend.)

egbert-scheunemann.jpg

Relativ kritisch

Mynona Raiders Twiggs hat sich letzte Woche auf "relativ kritisch" ausführlich mit dem Beitrag in Spektrum der Wissenschaft auseinandergesetzt.

Wie gesagt ist Unzickers Buch eine Kritik an der Stringtheorie, auch an anderen Entwicklungen der modernen Physik, aber definitiv keine Kritik an der Relativitätstheorie, was Scheunemann als Rezensenten aber nicht davon abgehalten hat, sich in der Rezension ausführlich seiner Kritik (der des Rezensenten, nicht des Buchautors!) an der Relativitätstheorie zu widmen.

Mehr als ein Drittel der Rezension ist der Kritik an Einstein und seiner Relativitätstheorie gewidmet. (Um die es, notabene, in Unzickers Buch überhaupt nicht ging.) Das nennt man wohl: Thema verfehlt. Und man fragt sich, warum diese am Thema vorbeigehende Rezension in Spektrum der Wissenschaft veröffentlicht wird.

In der Sache sind es die üblichen Argumente "unorthodoxer Kritiker". Unzicker würde ART und SRT für sakrosankt erklären und damit dem wissenschaftlichen Falsifikationsprinzip entheben (meint der Rezensent).
Er fragt

Ob Einstein je eine SRT und ART ausformuliert hätte, wäre damals ein Äther namens kosmische Hintergrundstrahlung als absolutes Bezugssystem bekannt gewesen?

und so weiter und so fort.


Was soll das?

Übrigens hat Scheunemann schon im April seine vom Spektrum-Verlag aufgewertete Reputation in einer, ähem, "wissenschaftlichen Diskussion" als Argumentation verwendet.

Zudem wird im Mai-Heft von "Spektrum der Wissenschaft" eine Rezension von mir erscheinen über ein Buch eines Physikers, der ohne jede Gnade mit den Bergen an metaphysischen Unsinn aufräumt (Inflationstheorie, Stringtheorie, Theorem der Dunklen Energie/Materie etc.), die sich im Bereich der Physik inzwischen angehäuft haben ("Vom Urknall zum Durchknall: Die absurde Jagd nach der Weltformel" von Alexander Unzicker). Dass das hoch seriöse und höchst konservative "Spektrum..." diese Rezension, die von "mir" (mein Einstein-Buch wird der Redaktion wohl bekannt sein) stammt und ein Buch solch heftigen Inhalts dringend zur Lektüre empfiehlt, publiziert, spricht Bände für die Umbruchsituation, in der die Physik meines Erachtens momentan steckt - und eben nicht nur meines Erachtens...

(Die Ankündigung der Veröffentlichung im Mai-Heft war etwas voreilig. Die Rezension erschien erst jetzt im August-Heft.)


Was will SdW mit der Veröffentlichung eines solchen Artikels erreichen? Neue Leserschichten?
Oder will man beweisen, daß Einstein-Bashing inzwischen auch am linken Rand des politischen Spektrums en vogue ist, nicht mehr nur am rechten? Das, nu ja, ist doch aber keine spektakuläre Erkenntnis - rechte und linke Spinner vertreten oft identische Thesen.

Raiders Twiggs kommt in ihrer Kritik auf zu dem Schluß:

In einer Rezension hat eine solche Befindlichkeit jedoch keinen Platz. „Spektrum der Wissenschaft" hat mit Egbert Scheunemann, wie mit Wolfgang Herrig als Blogger in den verlagseigenen ChronoLogs einige Monate zuvor, einen weiteren Bock zum Gärtner gemacht. Bei einem der führenden populärwissenschaftlichen Wissenschaftsmagazine im deutschsprachigen Raum sind solche Patzer nicht hinnehmbar und scheinen auf ein strukturelles Problem hinzudeuten, dass schnellstens abgestellt werden sollte.

Der Bock als Gärtner? Strukturelles Problem? Was könnte Raiders mit solchen vagen Andeutungen gemeint haben?

Unappetitliches

Weitaus unappetitlicher als Scheunemanns Verbalinjurien sind wohl "geschichtswissenschaftliche" Arbeiten anderer Autoren, die z.B. im Einsteinjahr in Online-Veröffentlichungen (außerhalb des Spektrum-Verlages) erschienen und einen (offensichtlich absurden) Zusammenhang zwischen Einsteins Relativitätstheorien und dem Aufkommen des Faschismus, letztlich dem Holocaust, herstellten. Die deutschen Juden hätten Einstein als ihren "Unheilbringer" betrachtet (und ihm entsprechende Briefe geschrieben), das müsse doch endlich mal gesagt werden dürfen. Die Physik wäre politisch geworden, jüdische Interessengruppen hätten die Gelegenheit ergriffen, die ethnische Herkunft des prominenten Denkers klar herauszustellen und von einem geisteswissenschaftlichen Befreiungsschlag gesprochen; Progressive, Liberale und Linke, die das christliche Abendland ohnehin längst begraben hätten, bekämen durch Einsteins Ideen, daß es keine absoluten physikalischen Maßstäbe für Raum und Zeit gibt, geradezu blendende Perspektiven eröffnet. Und so weiter und so fort. (Und natürlich wird dann auch alles wieder irgendwie relativiert, man muß sich sich ja in alle Richtungen absichern.)
Mag sein, daß sich für alle diese Statements irgendwelche "Belege" (oder eher: aus dem Zusammenhang gerissene Quellen) finden lassen. In der Zusammenstellung bleibt, ähem, doch ein sehr schaler Eindruck. Alles ziemlich unappetitlich.

schaufel.jpg

Koinzidenzen

Was könnte solcherart Unappetitliches (im Netz und in Veröffentlichungen außerhalb des Spektrum-Verlags) nun mit der fortgesetzten (vorgeblich physikalisch motivierten) Einstein-Kritik der letzten Zeit in Spektrum der Wissenschaft oder z.B. auch den chronologs zu tun haben? Hmm, vielleicht sollte mal jemand die Autoren dieser "geschichtswissenschaftlichen" Texte mit den Mitarbeiterlisten des Spektrum-Verlages abgleichen. Comme c'est curieux et quelle coïncidence bizarre ! würde Ionesco wohl sagen.
(Und ja, ich weiß, natürlich ist der Spektrum-Verlag nicht für Online-Aktivitäten seiner Mitarbeiter in deren Freizeit verantwortlich. Aber fragen wird man ja noch dürfen.)

 

Autor: Thilo· 143 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

Tags: · · · · · · ·

Kommentare (143)

Kommentar-Direktlink RelativKritisch Redaktion· 09.08.10 · 02:04 Uhr

Hallo Thilo,

spektrum.de hat nicht nur das berichtete strukturelle Problem, sondern auch ein Problem mit der Transparenz. RelativKritisch war an der Einstellung von Wolfgang Herrigs Blog auf den ChronoLogs, sagen wir es mal bescheiden, nicht ganz unbeteiligt.
Was Richard Zinken und Carsten Könneker am 26.01.2010 verlautbarten

Liebe Leserinnen und Leser,
dieser Blog wird vom Autor nicht weitergeführt. Die Kommentare sind mit sofortiger Wirkung geschlossen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis
die SciLogs-Redaktion

ist das Ergebnis eines Disputs im Hintergrund, den wir bislang nicht weiter kommentiert haben, weil auch wir immer noch an die Lernfähigkeit des Menschen glauben. Leider haben uns auch zu dem Fehlgriff mit dem Rezensenten Scheunemann mittlerweilerweile Hinweise erreicht, dass die spektrum-Redaktion offenbar skeptische Reaktionen lieber verdrängen anstatt veröffentlichen möchte.
Hmm, vielleicht sollte mal jemand die Autoren dieser "geschichtswissenschaftlichen" Texte mit den Mitarbeiterlisten des Spektrum-Verlages abgleichen.

Eine Rezension zu Carsten Könnekers Express-Dissertation haben wir für Anfang September auf dem Blog von RelativKritisch eingeplant. Stay tuned.


LG
RelativKritisch Redaktion

Kommentar-Direktlink MartinB· 09.08.10 · 08:52 Uhr

Danke für den Text - ich hatte mich über die Rezension schon arg gewundert. Nun sehe ich klarer - warum Spektrum sowas druckt, hat sich mir aber nicht erschlossen.

Kommentar-Direktlink cohen· 09.08.10 · 08:59 Uhr

Von mir auch vielen Dank. Ich hatte das gelesen, war verwundert, schaute auf den Autor und hatte das als unwichtig abgehakt, weil der Rezensent Politikwissenschaftler ist.

Dass das so ein kapitaler Bok ist, den die Spektrumredaktion geschossen haben, erschloss sich mir erst durch diesen Artikel. Krass!

Kommentar-Direktlink cohen· 09.08.10 · 09:00 Uhr

"Bok" sollte Bock heißen.

Kommentar-Direktlink Carl Friedrich· 09.08.10 · 14:09 Uhr

Hallo Thilo,

wer ist denn Mynona Raider in Deinem Artikel?

Author Profile Page Thilo· 09.08.10 · 14:12 Uhr

Ah sorry, ich hatte ganz vergessen, daß Frau Raiders seit ihrer Scheidung jetzt anders heißt. Ich ändere es gleich im Artikel.

Kommentar-Direktlink derari· 09.08.10 · 19:21 Uhr

Schöner Artikel über ein trauriges Thema.

PS: Raiders heißt jetzt Twiggs? An einer Stelle ist es noch nicht korrigiert.

Kommentar-Direktlink Peter· 09.08.10 · 21:50 Uhr

"Die krude Verschwörungstheorie des Tages kommt heute übrigens von Scienceblogs.de, den Link spar ich mir. m("
Gefunden bei Lars Fischer in twitter . Ob dieser Artikel hier gemeint ist ? ;-)
http://twitter.com/Fischblog


Grüßle
Peter

Author Profile Page Thilo· 09.08.10 · 22:30 Uhr

"Peter": ne, das ist nur eine kuriose Koinzidenz :-)

Kommentar-Direktlink Navid Zamani· 10.08.10 · 00:28 Uhr

Entschuldige mal! Seit wann haben Titel denn was mit Kompetenz zu tun? Ich hab auch nie Informatik studiert, und trotzdem kommt von den Informatik-Doktoranden normalerweise keiner mit, wenn ich vom Thema rede.
Weil ich seit ich 12 bin non-stop im Selbststudium bin.
Ein Titel und ein Wisch zum an die Wand hängen sind heute wertloser denn je. Ich ignoriere sie völlig, und mache lieber praktische Einstellungstests zur Kompetenzprüfung.

Kommentar-Direktlink Navid Zamani· 10.08.10 · 00:35 Uhr

Oh Mann. Also erstmal: Nach meinem Wissen und inneren Modell, nehme ich Einsteins Theorien an.
Aaber: Dein Pseudoartikel ist auch nur ad hominem und Bashing. *Genau* wie die, die du kritisiert. Warum nicht was konstruktives? Warum „Argumente“ wie „Der Titel dieses Buches klingt (für mich) ja bescheuert! Also ist der Inhalt (den ich nie gelesen habe) auch bescheuert. Also ist der Autor natürlich sowieso ein Depp!“
Warum sagst du nicht gleich, dass du die ganze Welt (ich extrapoliere jetzt mal) nicht magst und böse findest? ^^

Mann, Mann, Mann…

Author Profile Page Thilo· 10.08.10 · 01:25 Uhr

Wie schon vom ersten Kommentator oben gesagt, geht es vor allem um die Transparenz von Entscheidungen. Wenn man bei SdW der Meinung ist, daß politische Aktivisten besseres zur Relativitätstheorie beizutragen haben als Leute, die sich mit Physik beschäftigen, dann sollte man das jedenfalls transparent begründen und nicht mal eben die Kommentare abschalten.

(Zu der Frage, warum man an die Richtigkeit wissenschaftlicher Theorien glaubt, hatte ich übrigens gerade vor ein paar Tagen einen Artikel.)

Kommentar-Direktlink cohen· 11.08.10 · 11:57 Uhr

Habe ich das jetzt richtig gelesen?

Frau Mynona Raiders heißt nach ihrer Scheidung Mynona Twiggs, sonst ändert sich nix?
http://www.youtube.com/watch?v=OP84_ajwbCc

Das ist auch ziemlich kurios. :-)

Author Profile Page Thilo· 11.08.10 · 14:04 Uhr

Hat Mynona wirklich gelebt? Da war sich schon Ignaz Wrobel nicht so sicher.

Kommentar-Direktlink rmw· 12.08.10 · 10:31 Uhr

Dass in SpdW der eine oder andere kritische Kommentar zur RTh. erscheinen kann liegt wohl daran dass es eben inzwischen auch in der Wissenschaftgemeinde Zweifel an Richtigkeit der RTh gibt.
Ein anderes Indiz dafür ist die Seite der MPG.
Vor einigen Jahren waren dort Erkenntnisse um die RTh das hauptsächliche Thema überhaupt. Darum ist es dort nun sehr viel ruhiger geworden. Die sind ganz einfach vorsichtiger geworden weil sie sich ihrer Sache nicht mehr so sicher sind.

Es mag einige wenige geben deren Kritik tatsächlich politisch motviert ist, das ist aber eine marginale Minderheit. Diese pol. Motivation einiger weniger wird gerne dazu verwendet um es so hinzustellen als ob pol. Motivation ein Hauptgrund der Kritik wäre, wovon in Wirklichkeit nicht die Rede sein kann. Aber es erleichtert die "Argumentation" halt sehr.

Author Profile Page Thilo· 12.08.10 · 10:56 Uhr

Ein anderes Indiz dafür ist die Seite der MPG. Vor einigen Jahren waren dort Erkenntnisse um die RTh das hauptsächliche Thema überhaupt. Darum ist es dort nun sehr viel ruhiger geworden. Die sind ganz einfach vorsichtiger geworden weil sie sich ihrer Sache nicht mehr so sicher sind.

Daß es vor 5 Jahren mehr "Publicity" zur Relativitätstheorie gab als heute dürfte einfach mit dem Einstein-Jahr 2005 zu tun habe, das eben schon seit 5 Jahren vorbei ist.

Diese pol. Motivation einiger weniger wird gerne dazu verwendet um es so hinzustellen als ob pol. Motivation ein Hauptgrund der Kritik wäre, wovon in Wirklichkeit nicht die Rede sein kann. Aber es erleichtert die "Argumentation" halt sehr.

Ich hatte Scheunemann keine politische Motivation unterstellen wollen. Der Hinweis auf seine politischen Aktivitäten und seine gescheiterte politikwissenschaftliche Habilitation sollte nur begründen, daß es sich hier jedenfalls nicht um jemanden handelt, der im Rahmen physikalischer Forschung zu seinen Erkenntnissen gekommen ist. (Und der allgemein ein Problem mit wissenschaftlicher Methodik hat.)
SdW hat den Anspruch, daß dort Wissenschaftler aus der Forschung schreiben. Das ist bei Scheunemann nicht der Fall.

Author Profile Page Thilo· 12.08.10 · 15:09 Uhr

Ein Leser hat mich per e-Mail darauf aufmerksam gemacht, daß SdW heute vormittag einen kritischen Leserbrief von Christian Gapp auf der Leserbrief-Webseite veröffentlicht hat: http://www.spektrum.de/artikel/1042325&_z=798888

In dem Leserbrief geht es primär um das Unzicker-Buch. Das Buch war ja eigentlich nicht Thema meines Artikels hier (es ging um die Rezension) - unabhängig davon würde mich aber die Meinung von Fachleuten schon interessieren. Die ersten Kommentare, die man bei Google findet, sind von Vince Ebert und Jocelyne L. Hat jemand Links zu anderen Rezensionen?

Kommentar-Direktlink RelativKritisch Redaktion· 12.08.10 · 16:08 Uhr

Hallo Thilo,


abgesehen von Ernst Peter Fischer Vom Urknall zum Durchknall gibt es eine recht vernünftige Bewertung bei spektrumdirekt.de (man soll ja nicht unfair sein!). Die Rezension von Wolfgang Steinicke geht noch recht milde mit Alexander Unzicker um, vermittelt aber recht treffend den Eindruck, den man bei der Lektüre dieses Buches unvermeidlich erhält.


LG
RelativKritisch Redaktion

Kommentar-Direktlink Karl Mistelberger· 13.08.10 · 07:21 Uhr

Egal wer hinter dem Schwachsinn von Spektrum der Wissenschaft steckt, ich fühle mich als Leser verarscht, denn der eigene Anspruch, daß dort Wissenschaftler aus der Forschung schreiben war für mich Grund, die Zeitschrift zu abonnieren.

Es gibt genügend Handfestes zu berichten:

"Für das vielgesuchte Higgs-Teilchen wird es immer enger. Wann kann damit gerechnet werden, es am LHC zu finden?

In der Tat wurden kürzlich Ergebnisse von Experimenten am Tevatron in den USA vorgestellt, die den erlaubten Massenbereich für das Higgs-Teilchen weiter einschränken. Es sieht immer mehr danach aus, dass es sich in der am schwierigsten zugänglichen Ecke versteckt, nämlich nur wenig über der unteren experimentellen Schranke von 114 GeV. In diesem Massenbereich müssen sehr viele Proton-Proton-Kollisionen untersucht werden, so dass auch der LHC wohl mehrere Jahre brauchen wird, um die Frage endgültig zu beantworten, ob das Higgs existiert oder nicht."

aus http://www.spektrum.de/artikel/1040951&_z=798888

Unzickers und anderer Leute Gelabere schränken den Platz für echte Nachrichten aus der Forschung unnötig ein und sind überflüssig wie ein Kropf.

Kommentar-Direktlink rmw· 13.08.10 · 08:19 Uhr

"RelativKritisch war an der Einstellung von Wolfgang Herrigs Blog auf den ChronoLogs, sagen wir es mal bescheiden, nicht ganz unbeteiligt."

So und was sollte so schlimm daran sein wenn jemand in einem Wissenschaftsmagazin, ohnehin nur in einem Blog, eine bestehende Theorie in sachlicher Weise kritisiert. Gar nichts ist daran schlimm solte man meinen.

Die einzige Erklärung die mir dazu einfällt ist, dass hier eine unbewußte Dogmatisierung stattgefunden hat, und es Anhänger der RT nicht mehr aushalten wenn ihre Theorie kritisiert wird.
Nein ich unterstelle niemanden bewußte Dogmatisierung aber den Eindruck eines unbewußten Abrutschen ins Dogmatische babe ich bei manchen RT Anhängern schon.

Kommentar-Direktlink walim· 13.08.10 · 08:47 Uhr

"Egal wer hinter dem Schwachsinn von Spektrum der Wissenschaft steckt, ich fühle mich als Leser verarscht, denn der eigene Anspruch, daß dort Wissenschaftler aus der Forschung schreiben war für mich Grund, die Zeitschrift zu abonnieren."
full ack.

Unzickers Position teile ich übrigens komplett: es ist ärgerlich, sein Geld mit einer Arbeit zu verdienen, die nur noch wenig dem eigenen Traum entspricht und anderen zusehen zu müssen, wie sie die an den Rändern der Welterkenntnis, wo es einen mal selber hingezogen hat, herumturnen.
Da können einem beim Zusehen viele bittere Kommentare einfallen. Wenn man die aufschreibt, kann man viel Beifall finden.

Kommentar-Direktlink RelativKritisch Redaktion· 19.08.10 · 21:54 Uhr

Hallo rmw,

"So und was sollte so schlimm daran sein wenn jemand in einem Wissenschaftsmagazin, ohnehin nur in einem Blog, eine bestehende Theorie in sachlicher Weise kritisiert. Gar nichts ist daran schlimm solte man meinen."

Was Sie unter sachlicher Kritik verstehen, kann man man am Besten Ihrer Homepage entnehmen (Vorsicht, Augenkrebsgefahr! ;-) ): http://www.markweger.at/

Genau dieses Niveau versuchte Herrig den ChronoLogs unterzuschieben. Was ist daran unverständlich, dass solche tumben Versuche der Ideologisierung eingesammelt werden?


LG
RelativKritisch Redaktion

Kommentar-Direktlink Quentin· 20.08.10 · 00:28 Uhr

Wie sachlich und völlig unpolitisch der Herr rmw das mit der RT sieht, kann hier nachvollzogen werden:

http://www.relativ-kritisch.net/forum/viewtopic.php?p=23054&highlight=#23054

Wäre Einstein nicht Angehöriger eines verfolgten Volkes gewesen gäbe es die RT wahrscheinlich schon lang nicht mehr.

So erklären Ideologen und ähnliches Gesocks sich den Erfolg der RT. Und erklären damit auch gleichzeitig ihren eigenen wissenschaftlichen und charakterlichen Total-Bankrott. So liefert rmw neben Scheunemann und Herrig gleich noch das nächste Beispiel für absolut typische "Einsteinkritik", wie sie die Welt nie brauchte und auch in Zukunft nicht brauchen wird.


Author Profile Page Thilo· 20.08.10 · 08:37 Uhr

Was Scheunemann betrifft, kann man DIESE politische Motivation (wie sie z.B. bei rmw anhand des verlinkten Zitats offensichtlich ist) sicher ausschließen. In einer seriösen Publikation haben seine Texte aber trotzdem nichts zu suchen.

Kommentar-Direktlink Quentin· 20.08.10 · 09:16 Uhr

Ich glaube es geht bei beiden weniger um politische Motivation. Viel mehr ist es so, das beide den kritisierten Gegenstand so gut wie gar nicht verstanden haben und zur Erklärung der Diskrepanz zwischen ihrem eigenen Unvermögen und der Etablierung der Theorien in der modernen Wissenschaft jeweils auf unsachliche und eben auch häufig ideologische Erklärungsmuster zurückgreifen.

sicher ausschließen.

Sicher ausschließen kann man solche Muster auch bei links positionierten Personen nicht. Das jetzt nur mal als allgemeine Anmerkung.

Author Profile Page Thilo· 20.08.10 · 09:27 Uhr

Dieser Text verrät vielleicht noch einiges über Scheunemanns Sicht der Physik.
Eine "ethno-wissenschaftliche" Motivation der Beschäftigung mit der RT (wie sie z.B. bei rmw oder beim chronologs-Kommentator Herbert Sommer offensichtlich vorliegt) kann man bei Scheunemann aber sicher ausschließen, vgl. z.B. diesen Text.

Kommentar-Direktlink Quentin· 20.08.10 · 09:46 Uhr

Ich wollte es auch nur ganz allgemein angemerkt haben, das man "solche" Deutungsmuster an keinem Punkt des politischen Spektrums ausschließen kann (was im Übrigen so einige Passagen von Linken zum Nahostkonflikt im zweiten Link deutlich bestätigen). Scheunemann scheint wenigstens in dieser Hinsicht kein Problem zu haben.

Kommentar-Direktlink rmw· 21.08.10 · 14:08 Uhr

@ Relativ Kritisch

"Genau dieses Niveau versuchte Herrig den ChronoLogs unterzuschieben."

Na ja, mit dem Niveau von Relativ Kritsch kann Herr Herrig jedenfalls noch lange mithalten. Herr Herrig ist nicht auf den Tonfall den Sie verwenden nicht angewiesen.

Kommentar-Direktlink rmw· 21.08.10 · 14:17 Uhr

@Thilo
"Eine "ethno-wissenschaftliche" Motivation der Beschäftigung mit der RT (wie sie z.B. bei rmw..."

Eine ethnische Motivation werden Sie bei mir nirgends finden und eine solche Motivation habe ich auch nicht.
Den Eindruck eines unbewußten Hangs zum Dogmatischen mancher RT Anhänger habe ich allerdings nach wie vor.

Author Profile Page Thilo· 21.08.10 · 14:25 Uhr

Das Zitat kam ja oben schon, aber ich bring's gerne noch mal: http://www.relativ-kritisch.net/forum/viewtopic.php?p=23054&highlight=#23054

Ähnlich hatte sich Herrig-Sympathisant Herbert Sommer in einem Text geäußert, der inzwischen offenbar aus dem Netz genommen wurde:

Nur die damalige politische Lage und die daraus erwachsene massive Beteiligung der Medien für und wider das Judenproblem kann die enorme und unverdiente Ausbreitung der Theorie und das Eindringen in weiteste Kreise der öffentlichen Meinung erklären, die zwar die Theorie keineswegs verstanden, aber sie doch für den grössten jemals von einem menschlichen Geist – nämlich den von Einstein – erreichten Erfolg hielten.

Und zur GFWP "empfehle" ich diesen Text ihres Ex-Vorsitzenden Peter Rösch.

Kommentar-Direktlink rmw· 21.08.10 · 15:00 Uhr

"Das Zitat kam ja oben schon"
Also wo dort eine ethnische Motivation zu finden sein sollte sehe ich auch heute nicht. Einer der Forumsteilnehmer hat dort vorher geschrieben das alle Kritik an der RT politisch motiviert sei, was ich als Zumutung empfunden habe. Das hat mich dazu gebracht einiges etwas zugespitzt zu formulieren. Aber das ist noch lange nicht eine etnische Motivation meinerseits und die habe ich auch nicht.

Ich gehöre keinen Verein an, Herr Rösch ist nicht mein ehemaliger Vorsitzender. Herr Rösch scheint in der Tat einer Art rechts katholischen Lager anzugehören, aber ist Herrn Rösch`s Angelegenheit.

Kommentar-Direktlink Quentin· 21.08.10 · 15:06 Uhr

rmw hat vermutlich recht, seine "ethnischen Ideen" sind vermutlich nicht seine Motivation, die SRT für falsch zu befinden. Dies liegt vermutlich, wie so oft, einfach an seiner Unfähigkeit, die Theorie überhaupt zu verstehen. Seine eigene Seite bestätigt das satz für satz sehr eindrucksvoll. Alleine schon die Begründung im ersten Absatz, die er für die RT-Entstehung liefert, ist ein wahres geistiges Armutszeugnis:

Die Relativitaetstheorie ist nur dazu da um Dinge wie Schwarze Loecher zu erfinden./blockquote> Quelle: www.markweger.at Nun kann jemand, der zwar wenig von der Theorie versteht und nicht mal ihren Zweck kennt (usw), aber in seiner nachweislich vorhandenen gewissen geistigen Beschränkung felsenfest von ihrer Falschheit überzeugt ist, natürlich nicht verstehen, weshalb sich so eine Theorie bis heute halten konnte. An dem Punkt ist diese Verschwörungsidee einer jüdischen Weltverschwörung (und nichts anders verbirgt sich im Grunde hinter rmw's "ethnischer These") natürlich ein sehr einfacher und willkommener Ausweg aus dem Dilemma. Dann war es eben so, dass alle Welt offenkundigen Unsinn, der doch nur erfunden wurde, um "schwarze Löcher zu erfinden", über mehr als 100 Jahre verwendet wurde, weil man sonst fürchten musste, mit der Holocaustkeule erschlagen zu werden.

Zitat rmw:

Dass die Juden auf das Schrecklichste verfolgt wurden ist keine Frage. Die RT lebt zu einem guten Teil davon.
http://www.relativ-kritisch.net/forum/viewtopic.php?p=23054&highlight=#23054

Das ausgrechnet eine solche Person hier noch meint, von "sachlichen Kritiken" reden zu müssen, ist vor diesem Hintergrund nur noch brechreizerregend. Da macht sich der größte Bock selbst zum Gärtner.

Kommentar-Direktlink Quentin· 21.08.10 · 15:07 Uhr

rmw hat vermutlich recht, seine "ethnischen Ideen" sind vermutlich nicht seine Motivation, die SRT für falsch zu befinden. Dies liegt vermutlich, wie so oft, einfach an seiner Unfähigkeit, die Theorie überhaupt zu verstehen. Seine eigene Seite bestätigt das satz für satz sehr eindrucksvoll. Alleine schon die Begründung im ersten Absatz, die er für die RT-Entstehung liefert, ist ein wahres geistiges Armutszeugnis:

Die Relativitaetstheorie ist nur dazu da um Dinge wie Schwarze Loecher zu erfinden.
Quelle: www.markweger.at Nun kann jemand, der zwar wenig von der Theorie versteht und nicht mal ihren Zweck kennt (usw), aber in seiner nachweislich vorhandenen gewissen geistigen Beschränkung felsenfest von ihrer Falschheit überzeugt ist, natürlich nicht verstehen, weshalb sich so eine Theorie bis heute halten konnte. An dem Punkt ist diese Verschwörungsidee einer jüdischen Weltverschwörung (und nichts anders verbirgt sich im Grunde hinter rmw's "ethnischer These") natürlich ein sehr einfacher und willkommener Ausweg aus dem Dilemma. Dann war es eben so, dass alle Welt offenkundigen Unsinn, der doch nur erfunden wurde, um "schwarze Löcher zu erfinden", über mehr als 100 Jahre verwendet wurde, weil man sonst fürchten musste, mit der Holocaustkeule erschlagen zu werden.

Zitat rmw:

Dass die Juden auf das Schrecklichste verfolgt wurden ist keine Frage. Die RT lebt zu einem guten Teil davon.
http://www.relativ-kritisch.net/forum/viewtopic.php?p=23054&highlight=#23054

Das ausgrechnet eine solche Person hier noch meint, von "sachlichen Kritiken" reden zu müssen, ist vor diesem Hintergrund nur noch brechreizerregend. Da macht sich der größte Bock selbst zum Gärtner.

Kommentar-Direktlink Quentin· 21.08.10 · 15:11 Uhr

Nein, rmw, Sie bedienen sich der widerwärtigsten antisemitischen Sterotype, um ihr eigenes jämmerliches Versagen als Kritiker oder gar Wissenschaftler erklären zu können. Um erklären zu können, weshalb ihre Ansichten in der Wissenschaft keine Rolle spielen, die Dissonanz zwischen ihren eigenen, dogmatischen Überzeugungen und der Realität aufzulösen.

Und das ist widerwärtig.

Kommentar-Direktlink Quentin· 21.08.10 · 15:24 Uhr

Im Übrigen haben Sie ihre Ansichten nicht nur das eine mal im Eifer des Gefechts "zugespitzt" geäußert, wie Sie suggerieren wollen.

http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?p=8629#p8629
Zitat rmw:

Dass die Juden massiv vefolgt wurden ist eine Tatsache das kann aber nicht heißen dass man Einstein selbst und seine RT auf alle Zeiten nicht mit der notwendigen Deutlichkeit kritisieren dürfte.
Im Übrigen bin ich mir sicher dass einigen der Einstein-RT Verteidiger die Kritik an der RT und Einstein nicht im mindesten interessieren würde wenn nicht Einstein Anghöriger eines früher verfolgten Volkes wäre.

Diese "These" scheint sich bei ihnen ja so richtig in die letzten Hirnwindungen gefressen zu haben. Ist ja auch so einfach. Jahrzehntelang wurde die SRT, deren Unsinnigkeit doch allen aufgefallen sein musste, nur mittels der "Antisemitismuskeule" niedergeschlagen. Anders ist es ja absolut nicht zu erklären, nicht wahr?

Übrigens handelt es sich bei rmws Thesen nicht um eine Einzelmeinung. Diese Wahnidee, denn um nichts anderes handelt es sich ja in Wahrheit, ist bei den sogenannten Kritikern seines Dunstkreises recht verbreitet.

Kommentar-Direktlink RelativKritisch Redaktion· 21.08.10 · 20:45 Uhr

"@ Relativ Kritisch ...
Na ja, mit dem Niveau von Relativ Kritsch kann Herr Herrig jedenfalls noch lange mithalten. Herr Herrig ist nicht auf den Tonfall den Sie verwenden nicht angewiesen."


Abgesehen von Ihren Rechtschreibkünsten, rmw, zeigt die Zitatesammlung von Quentin, dass so manchem Einsteingegner Ihrer Qualität die "Undo"-Schaltfläche im wirklichen Leben abgeht. Ich empfehle Ihnen, in Zukunft einfach das Maul zu halten. Quentins Zitate aus Ihrer Feder sprechen für sich. Da gibt es nichts zu relativieren.

Kommentar-Direktlink rmw· 21.08.10 · 21:44 Uhr

@Quentin

Sie sollten in einer ruhigen Minute einmal nachdenken ob jemand der von "schrecklicher Verfolgung" spricht ethnisch motiviert sein kann. Leute die ethnisch motiviert sind gibt es einige, denen kommen solche Formulierungen garantiert nicht über die Lippen.
Was ich kritsiere sind Kritker der Kritiker für die jede Kritik an der RT bereits politisch motiviert ist, eine andere Motivation können sie sich einfach nicht vorstellen. Zu einer auch nur einigermaßen differenzierten Sicht sind sie ganz einfach nicht fähig.

Kommentar-Direktlink RelativKritisch Redaktion· 21.08.10 · 21:54 Uhr

rmw:

machen Sie es doch nicht schlimmer, als es bereits ist.

Author Profile Page Thilo· 21.08.10 · 22:01 Uhr

@ rmw:
Ich weiß zwar nicht, was Sie wollen (es ging hier ja eigentlich um die Aktivitäten des Spektrum-Verlags und am Rande auch noch um die Texte von Wolfgang Herrig, aber jedenfalls nicht um Ihre Texte), aber um auch noch kurz auf Ihre Theorie einzugehen: Sie schreiben u.a.

Davon abgesehen bedeutet ein gekruemmter Raum einen absoluten Raum was der Behauptung der Relativitaetstheorie dass Bewegung nur relativ sei widerspricht.

Das verfehlt aber völlig den Punkt: in der Relativitätstheorie ist die Raum-Zeit gekrümmt, 'den Raum' gibt es tatsächlich nicht.

Kommentar-Direktlink rmw· 21.08.10 · 22:31 Uhr

@Thilo
"Ich weiß zwar nicht, was Sie wollen (es ging hier ja eigentlich um die Aktivitäten des Spektrum-Verlags und am Rande auch noch um die Texte von Wolfgang Herrig.."

Ja ich wollte ja auch nur zur Diskussion um Wolfgang Herrig etwas sagen, mehr war nicht meine Absicht. Daraufhin wurden allerdings Vorwürfe erhoben gegen die ich mich zur Wehr gesetzt habe. Mehr wollte ich auch nicht.
Vielleicht sollten wir es damit auch belassen, es wird sonst ohnehin nur eine endlose Diskussion daraus

Kommentar-Direktlink Quentin· 21.08.10 · 22:40 Uhr

Ach, rmw, man sieht, wie wenig sie wirklich verstanden haben. Wo spreche ich denn eigentlich bei Ihnen von ethnischer Motivation? Habe ich nicht vielmehr davon geschrieben, dass beispielsweise ihre Motivation vermutlich nicht "ethnisch" motiviert ist, sondern alleine aus ihrem fehlenden physikalischen Verständnis resultiert (kann man anhand ihrer, mit Verlaub, ziemlich dämlichen Homepage schön nachvollziehen). Das mal so zu ihrem Textverständnis. (Nebenbei ist es ziemlich amüsant, dass ausgrechnet ein Dogmatiker wie sie von mangelnder Differenzierung redet.)

Sie haben eben nicht nur einzelne Personen kritisiert, die einzelne User kritisiert haben, sondern ganz allgemein gesprochen. Sie erinnern sich?

Zitat:
"Dass die Juden auf das Schrecklichste verfolgt wurden ist keine Frage. Die RT lebt zu einem guten Teil davon."

Zitat 2:
"Dass die Juden massiv vefolgt wurden ist eine Tatsache das kann aber nicht heißen dass man Einstein selbst und seine RT auf alle Zeiten nicht mit der notwendigen Deutlichkeit kritisieren dürfte."

Sie können sich halt offenbar nicht anders vorstellen, aus welchem Grunde die achso schwachsinnige RT immer noch etabliert ist. Immer wieder bringen sie diese recht allgemein gehaltenen Thesen ein. Das in Wirklichkeit eben nicht jede Form der "Einsteinkritik", wie z.B. die meiste heute im Netz aufzufindende Junk-Science, mit einer wie auch immer gearteten Keule "niedergeknüppelt" wird, sondern eben nur die tatsächliche ideologisch motivierte (und dann auch zu Recht), erwähnen sie mit keinem Worte. In Wahrheit sind es nämlich Sie, rmw, und ihre Konsorten, die hier nicht differenzieren, die über ihre Klage an einer angeblich omnipräsenten "Keule" die wirklich ideologische "Kritik an der RT" mit der normalen Junkscience zusammenwerfen und die jüdische Weltverschwörung als willkommene Erklärung selbst für die totale Zerlegung und Ablehnung ihrer eigenen Schwachsinns-Thesen nutzen. Durch ihr Geraune von der "ethnischen Zugehörigkeit Einsteins", ohne die sich doch keiner für ihre Junkscience interessieren würde, transportieren sie diese Stereotype jedenfalls ziemlich effektiv. Und spätestens da spielt auch die wahre Motivation keine Rolle mehr.

Kommentar-Direktlink Quentin· 21.08.10 · 22:50 Uhr

"Daraufhin wurden allerdings Vorwürfe erhoben gegen die ich mich zur Wehr gesetzt habe."

Man hat lediglich beleuchtet, wie "sachlich" die Person ist, die den Transport alter Verleumdungen gegen Einstein, wie sie durch Herrig praktiziert wurde, ganz unschuldig als "sachliche Kritik" an einer Theorie kommentiert hat. Der darüber hinaus durch den Bezug auf Herrig noch gleich die Begegnung dieser miesen Verleumungsstrategien als Ausfluss des angeblichen Dogmatismus der Wissenschaft angeprangert hat.

Es handelt sich dabei um die gleiche Art eines Scheinarguments wie die hier im Blog sog. "ethnische Motivation". Sachlich ist daran gar nichts.

Kommentar-Direktlink rmw· 21.08.10 · 23:07 Uhr

@Quentin

"Keule", "Weltverschwörung", usw. usf.

Alles Formulierungen die Sie verwenden, ich ganz sicher nicht!

Aber ich lasse es jetzt endgültig bleiben, vielleicht finden Sie dann ja auch wieder zu einer sachlichen Sicht der Dinge zurück.

Kommentar-Direktlink Quentin· 21.08.10 · 23:59 Uhr

Ach, rmw, das ist jetzt aber eine ganz schwache Antwort von Ihnen. Sie habens nicht explizit so genannt, dann wirds das auch nicht gewesen sein...wenn wollen Sie eigentlich noch für dumm verkaufen? Nicht alles was implizit mitschwingt muss auch explizit ausgesprochen werden. Und was bei ihnen ganz deutlich erkennbar mitschwingt wenn sie völlig undifferenziert mit ihren "Keulenthesen" um sich schwingen, ist eben genau die genannte Verschwörungstheorie.

Sollte dem nicht so sein, können sie uns ja gerne darüber aufklären, wer denn bitte die RT mit Hilfe des Holocaust etc am Leben erhält und wieso denn gerade die "Ethnie Einsteins" angeblich eine solche Rolle in ihren Erklärungen zur Ablehnung ihrer Schwachsinnsthesen spielt.

Author Profile Page Thilo· 22.08.10 · 00:01 Uhr

@ rmw: Sie schreiben auf Ihrer oben verlinkten Seite

Darueber hinaus basiert die Relativitaetstheorie auf zumindest unexakt definierter Mathematik.
Es ist sinnlos negative Zahlen zu definieren. Selbstverstaendlich ist es moeglich eine Zahl mit einer Art mathematischen Negationszeichen zu verbinden. Man erhaelt dafuer auch ein System von Regeln. Nur, es ist ein grundsaetzlicher Unterschied ob man sich die "Existenz" einer negativen Zahl vorstellt oder ob man erkennt, dass man es nur mit einer Reihe von Regeln zu tun hat. Wenn man vermeint dass negative Zahlen existieren so erwartet man dass das Rechnen damit unter allen Umstaenden funktioniert, wenn man sich dessen bewusst ist dass man nur mit verschiedenen Regeln arbeitet, so erwartet man nicht dass diese auch beliebig anwendbar sind. Darin liegt der Unterschied.
Die sogenannte imaginaere Einheit bzw. die komplexen Zahlen sind eine Merkregel die durch die Definition negativer Zahlen erforderlich wird. Diese Merkregeln mittels einer Zahlenart zu definieren ist absurd.

Da frage ich mich schon, ob Sie das eigentlich ernst meinen. Warum meinen Sie, daß negative Zahlen nicht exakt definiert sind? Warum meinen Sie, daß negative Zahlen nur 'vermeintlich' existieren? Und warum braucht man bei der Relativitätstheorie imaginäre Zahlen?

Kommentar-Direktlink Quentin· 22.08.10 · 00:29 Uhr

Zitat rmw:

"vielleicht finden Sie dann ja auch wieder zu einer sachlichen Sicht der Dinge zurück."

Zitatende

Ich weiß nicht, was an ihrer Sicht der Dinge sachlich sein soll, wenn sie zwar ganz offenkundig keinen blassen Schimmer von der Theorie an sich haben, gleichzeitig aber nicht zurückschrecken, für die Erklärung des Erfolgs eben jener Theorie die abstrusesten Thesen im Netz zu streuen. Oder halt im Falle Herrig miese persönliche Verleumdungen der Person Einstein als "sachliche Kritik" und Kritiker dieser schöngeistig daherkommenden Giftschleuder als Dogmatiker bezeichnen.

Sachlich ist daran gar nichts. Gilt auch für das meiste, was sonst so im Netz von ihnen zu finden ist.

Kommentar-Direktlink rmw· 22.08.10 · 07:24 Uhr

@Thilo
"...in der Relativitätstheorie ist die Raum-Zeit gekrümmt, 'den Raum' gibt es tatsächlich nicht."

Na ja, nach der ART ist der Raum Teil dieser "Raumzeit" was aber dann doch heißt dass er als "Teil" dieser Raumzeit existiert.
Abgesehen davon, meine ich, gibt es keinerlei physikalische Begründung für diese Vorstellung einer Raumzeit.

Kommentar-Direktlink rmw· 22.08.10 · 07:42 Uhr

"Warum meinen Sie, daß negative Zahlen nicht exakt definiert sind? Warum meinen Sie, daß negative Zahlen nur 'vermeintlich' existieren? Und warum braucht man bei der Relativitätstheorie imaginäre Zahlen?"

Nun ich meine das etwas Negatives an sich physikalisch ja nicht existiert und es daher auch nicht korrekt ist "negative Zahlen" zu definieren.

Zur Verwendung in der RT ein Zitat aus dem "Gerthsen-Vogel":
"Alle diese Hilfsmittel werden durch den Trick der Multiplikation mit i für die Relativitättheorie verwendbar" (17. Auflage S796)

Kommentar-Direktlink rolak· 22.08.10 · 08:13 Uhr

moin rmw

etwas Negatives an sich existiert physikalisch ja nicht
^^d.h. Du möchtest 'Beschleunigung' aufteilen in jeweils nicht negative 'SchnellerWerden' und 'LangsamerWerden'? Na dann Prost Mahlzeit...
btw: Erinnerst Du Dich schon jetzt nicht mehr an das AGW-denial-Desaster mit dem 'Trick' bei dem sogenannten climategate?

Author Profile Page Thilo· 22.08.10 · 09:20 Uhr

rmw: Alle diese Hilfsmittel werden durch den Trick der Multiplikation mit i für die Relativitättheorie verwendbar

Ich habe das Buch jetzt nicht zur Hand, gemeint sind wahrscheinlich die hyperbolischen Winkelfunktionen, die man aus den sphärischen Winkelfunktionen durch "Multiplikationen mit i" bekommt:

cosh(x)=cos(ix)
sinh(x)=-i sin(ix)

mit diesem Trick kann man sich dann die Rechenregeln für hyperbolische Funktionen leicht merken. Definieren und auch herleiten kann man diese aber notfalls auch ohne komplexe Zahlen.
Abgesehen davon wird in vielen Gebieten der Physik mit komplexen Zahlen gerechnet, das ist keine Besonderheit der Relativitätstheorie.

Author Profile Page Thilo· 22.08.10 · 09:22 Uhr

PS: Haben Sie schon mal bei "Spektrum der Wissenschaft" angefragt, ob man Sie dort auch einen Artikel schreiben läßt?

Kommentar-Direktlink rmw· 22.08.10 · 11:15 Uhr

"Ich habe das Buch jetzt nicht zur Hand"
Ich habe die betreffende Seite eingescannt und hier abgelegt: http://www.markweger.at/G_796.pdf

"Haben Sie schon mal bei "Spektrum der Wissenschaft" angefragt"
Nein, wie käme ich dazu. Dass ich zu einigen Dingen einen Standpunkt vertrete heißt ja nicht dass mir nicht bewußt wäre das ich ein Laie bin.

Kommentar-Direktlink Quentin· 22.08.10 · 11:24 Uhr

Nun ich meine das etwas Negatives an sich physikalisch ja nicht existiert und es daher auch nicht korrekt ist "negative Zahlen" zu definieren.

Dann fordern Sie dochmal schnell die Abschaffung der gesamten modernen Physik seit Newton und Galilei. Am besten sofort zurück zur Steinzeitnaturanschauung.

Übrigens sind auch die Annahmen der Newtonschen Physik (absoluter Raum z.B.) nicht wirklich "physikalilsch begründet". Abermit solchen tieferen Feinheiten muss sich ein dogmatischer "Einsteinkritiker" ohne erkennbare Kenntnis der Theorie ja erst gar nicht befassen, es würde ihn intellektuell überfordern und seine Dogmen in Gefahr bringen.

Author Profile Page Thilo· 22.08.10 · 11:28 Uhr

Wie gesagt, bei diesem 'Trick' geht es doch nur darum, daß man sich Rechenarbeit spart, indem man die alten Formeln nimmt und einfach überall i einsetzt. Natürlich könnte man alle Rechnungen auch direkt ohne diesen Trick durchführen, ohne komplexe Zahlen zu benutzen. Es wäre einfach nur ein bißchen mehr Arbeit, am physikalischen Inhalt ändert sich nichts.

Analoges Beispiel aus der klassischen Physik: bei der Beschreibung von Schwingungen rechnet man lieber mit Re(e^ix) statt mit cos x, physikalisch bekommt man aber natürlich dieselben Ergebnisse.

Kommentar-Direktlink Quentin· 22.08.10 · 11:28 Uhr

Um einen Standpunkt zu vertreten sollte man schon ein wenig mehr Kenntnis mitbringen. Und wenn dieser Standpunkt dann, wie bei ihnen nachgewiesen, noch mit wahnhaften Verschwörungsthesen untermauert wird, dann ist so wenig Ahnung vom Thema erst recht ein absolutes Armutszeugnis.

Kommentar-Direktlink Quentin· 22.08.10 · 11:36 Uhr

@Thilo: Streichen wir doch einfach alles, was rmw nicht in sein vorsintflutliches Naturverständnis passt, aus der Physik, besonders natürlich die naturwidrigen negativen Zahlen oder die schlimmen imaginären Einheiten. :-D Nur so können wir wirklich absolut sicher gehen, den Stand der Wissenschaft wieder in die Zeit der Höhlenmalerei zurückzuwerfen.

Dann können auch Leuchten wie Robert ("Die RT wurde nur erfunden um schwarze Löcher erfinden zu können") Markweger auch weider in der vordersten Reihe mitreden, ohne überfordert zu werden.

Kommentar-Direktlink rmw· 22.08.10 · 13:55 Uhr

@Thilo
"Wie gesagt, bei diesem 'Trick' geht es doch nur darum, daß man sich Rechenarbeit spart"
Möglich, wenngleich es sich im Gerthsen Vogel nicht unbedingt so liest.

"bei der Beschreibung von Schwingungen rechnet man lieber"
Gut bei der Behandlung von Schwingungen könnte man mit Sicherheit auch ohne komplexe Zahlen auskommen.

Kommentar-Direktlink Quentin· 22.08.10 · 14:59 Uhr

""Möglich, wenngleich es sich im Gerthsen Vogel nicht unbedingt so liest.""

Ach, "es liest sich nicht so" - so wirklich nachvollzogen haben sie es also nicht. Vermutlich haben sie vor Erregung ("da steht was von einem Trick!!!!") gar nicht mehr richtig denken können im Überschwange, jetzt eine Bestätigung für die dunklen Machenschaften der bösen Physiker gefunden zu haben.

Sie sind echt eine Lachnummer.

Kommentar-Direktlink rmw· 22.08.10 · 19:54 Uhr

"Machenschaften"

Solche Begriffe kommen bei mir nirgendwo vor.
Die Dinge scheinen bei Ihnen Emotionen auszulösen, bei mir mit Sicherheit nicht.
Das Buch habe ich übrigens bald 20 Jahre.

Kommentar-Direktlink galileo2609· 22.08.10 · 20:17 Uhr

""Machenschaften" Solche Begriffe kommen bei mir nirgendwo vor.
rmw, dabei geht es um die Zitate von ihnen, die eindeutige antisemitische Stereotypen gebrauchen. Die kommen bei ihnen vor. Aussitzen hilft da nichts.


galileo2609

Kommentar-Direktlink Quentin· 22.08.10 · 20:23 Uhr

Zitat Robert ("Die RT wurde nur erfunden um schwarze Löcher erfinden zu können") Markweger

"Solche Begriffe kommen bei mir nirgendwo vor."

Zitatende

Sie sind ja ein ganz schlauer. Wie soll man das denn sonst verstehen, wenn sie von einem "Trick" raunen, als das sie den bösen Physikern implizit Trickserei, Täuschung, Betrug - dunkle Machenschaften halt unterstellen.

Wissen Sie, es stimmt, sie lösen bei mir Emotionen aus. Einerseits starke Belustigung über ihre lächerliche "Kritik". Andererseits Empörung, dass sie auf Basis dieses Nullfundaments undifferenziert antisemitische Stereotype und ähnlichen wahnhaften Bullshit als Erklärung für de Etablierung der Theorie und Ablehnung der lächerlichen Kritik ihrer Machart heranziehen.

Kommentar-Direktlink Quentin· 22.08.10 · 20:26 Uhr

Und übrigens, daß sie das Buch seit 20 Jahre besitzen und immer noch nicht wirklich nachvollzogen haben, was dort eigentlich steht, machts jetzt nicht besser.

Author Profile Page Thilo· 22.08.10 · 20:31 Uhr

@ rmw: Sie verlinken auf Ihrer Webseite u.a. Peter Rösch oder Eckehard Friebe. Das kann schon mal zu Mißverständnissen führen.

@ Quentin, Galileo: Vielleicht sollte man seine Empörung ein wenig dosierter einsetzen, sozusagen dort wo es sich lohnt und wo es angebracht ist. Wenn "Spektrum der Wissenschaft" eine unqualifizierte Einstein-Kritik druckt, dann ist das natürlich ein Skandal, und wenn Carsten Könneker behauptet, Einstein wäre aus Sicht der deutschen Juden deren Unglücksbringer gewesen, dann ist das reichlich unappetitlich. Aber man muß ja nun nicht jedem Spinner, der die negativen Zahlen nicht verstanden hat, gleich böse Motive unterstellen.

Kommentar-Direktlink galileo2609· 22.08.10 · 20:44 Uhr

Aber man muß ja nun nicht jedem Spinner, der die negativen Zahlen nicht verstanden hat, gleich böse Motive unterstellen.
Thilo, es ist ja nicht so, als wären rmw diese Zitate untergeschoben worden. Er hat diese Posts authentisch geschrieben, was ich zumindest für das Forum Alpha Centauri bestätigen kann. Auch wenn rmw ein wissenschaftlicher niemand ist und dafür Könneker ein promovierter, macht das von der Aussageseite keinen Unterschied. Niemand reisst rmw den Kopf dafür ab, dass er sich, höchstwahrscheinlich unbewusst, dieser Stereotype bedient hat. Nur soll er halt zu dieser durchaus repräsentativen Normalität stehen, anstatt sie bei kritischer Ansprache auszusitzen. Auf RelativKritisch sprechen wir solches Verhalten an, anstatt es fremdschämend totzuschweigen. Ungeachtet des Ansehens der Person.


Grüsse galileo2609

Kommentar-Direktlink rmw· 22.08.10 · 22:10 Uhr

@Thilo
"Sie verlinken auf Ihrer Webseite u.a. Peter Rösch oder Eckehard Friebe. Das kann schon mal zu Mißverständnissen führen."

Gut diese Kritik nehme ich zu Kenntnis.
Rösch hat ursprünglich, aus meiner Sicht, durchaus sachliche Kritik betrieben. Leider ist er später in Bereiche abgeglitten die ich nicht nachvollziehen kann.
Bei Friebe ist mir bekannt dass er der Meinung ist, dass die Kritik an der RT unabhängig von der politischen Einstellung zu bewerten sei. Mir ist aber nicht bekannt dass er sich seinerseits politisch unkorrekt geäußert hätte.
Ich will aber nicht von der Hand weisen das beides irgendwo grenzwertig ist.

Kommentar-Direktlink galileo2609· 22.08.10 · 22:33 Uhr

rmw,

Peter Rösch hat zeit seiner Existenz als Einstein-Gegner nichts anderes gemacht, als die Plagiatsvorwürfe der Deutschen Physiker zu variieren. Zu Ekkehard Friebes bevorzugten 'Zeugen' gegenüber der Relativitätstheorie gehören Deutsche Physiker und Nazis wie Wilhelm Müller, Lothar Gottlieb Tirala, Hugo Dingler, Bruno Thürimg oder Johannes Jürgenson und Kawi Schneider. Alles nachzulesen auf seinen Webseiten. Man muss schon auf beiden Augen blind sein, um dahinter eine sachliche Kritik an der modernen Physik festmachen zu wollen. Unabhängig davon, dass weder sie noch Rösch oder Friebe das Rüstzeug mitbringen, auf diesem Wissenschaftsfeld überhaupt mitreden zu können.

Weiter müssen sie nicht von den 'Erklärungsmustern' ablenken, die sie für die andauernde Akzeptanz der Relativitätstheorien geprägt haben. Mit ihren Zitaten stehen sie den genannten Personen in nichts nach.


galileo2609

Kommentar-Direktlink Quentin· 22.08.10 · 22:44 Uhr

Es stellt sich ja auch die Frage, weshalb Friebe überhaupt schon von vornherein über politische Einstellungen spricht. Wenn es doch nur um Wissenschaft gehen soll, könnte man sich das doch sparen.
Also sieht es doch sehr nach dem Versuch aus, schon im Vorfeld die berechtigten Einwände gegen seine Quellen etc auf den Aufklärer zurückfallen zu lassen, diesen gewissermaßen als einen fanatischen Keulenschwinger hinzustellen, der den Kritiker mit allen Mitteln mundtot machen wolle und dabei auch vor bösartigsten Verleumdungen nicht zurückschrecke.

Ein Ablenkungsmanöver also. Es zeigt gleichzeitig, dass Friebe vermutlich über den Hintergrund seiner Quellen besser Bescheid wissen dürfte, als unserem rmw hier lieb sein dürfte.

Kommentar-Direktlink Peter Rösch· 26.08.10 · 18:56 Uhr

rmw: "Rösch hat ursprünglich, aus meiner Sicht, durchaus sachliche Kritik betrieben. Leider ist er später in Bereiche abgeglitten die ich nicht nachvollziehen kann."

Nun: Die Relativitätstheorie als falsch nachzuweisen ist das eine. Den Hintergründen für den erstaunlichen Erfolg einer offensichtlich falschen Theorie nachzugehen ist das andere. Ich behaupte: Wer bei ersterem - übrigens einem leichten Unterfangen! - stehenbleibt, hat die ganze Malaise des Relativitäts- und Einsteinkults nicht wirklich begriffen; er spielt gewissermaßen noch im Sandkasten.

http://www.washingtontimes.com/news/2010/may/31/relativity-and-relativism/


Herr Hollaschke ( galileo2609 ): "Peter Rösch hat zeit seiner Existenz als Einstein-Gegner nichts anderes gemacht, als die Plagiatsvorwürfe der Deutschen Physiker zu variieren."

Damit zeigen Sie, daß Sie weder die Deutsche Physik noch meine Standpunkte kennen. Die Deutsche Physik hat eigentlich gar keine "Plagiatsvorwürfe" gemacht - in welche Richtung denn? Im Gegenteil, dort war man ja froh, dieses unmögliche Konstrukt "Relativitätstheorie" einem Einstein in die Schuhe schieben zu können . . . Das sollte eigentlich gerade Ihnen einleuchten.

Mit der Entdeckung, daß diese unmögliche Theorie urdeutscher Herkunft ist, stellte ich mich im Laufe meiner Forschungen sogar in einen ausgesprochenen Gegensatz zur Deutschen Physik. Philipp Lenard, als Physiker hervorragend und darum zu Recht bis heute oft auch in unseren Schulbüchern angeführt, war hier nicht argwöhnisch genug und verfolgte die falsche Fährte. Der mir zugefallene Part ist es, die notwendigen Korrekturen zu betreiben.

Author Profile Page Thilo· 26.08.10 · 22:55 Uhr

Ja, Peter Rösch ist hier auch schon häufiger Diskussionsthema gewesen. Ein paar Originalzitate:

Die Details meiner Forschungsergebnisse werden nicht so sehr dadurch interessant, daß sie anhand einer weltberühmten Arbeit den Ghostwriter enttarnen und andererseits ein Idol als schauspielernden Hochstapler entlarven. Es geht um mehr: Mit der Enttarnung wird der ideologische Boden der Relativitätstheorie wahrnehmbar, und der bis heute nicht verrrochene Geistesmist, auf dem dieses Unkraut gedieh. Diesen Untergrund freigelegt zu haben ist die eigentliche weit über die Frage der authentischen Urheberschaft hinausreichende Leistung meiner Forschungen.
[...]
Mit der Entdeckung des "heimlichen Mitspielers" Ferdinand Lindemann wurde klar, daß die Triebkräfte antichrtistlicher Art sind: es geht um Atheismus, Darwinismus, Sozialismus - das ganze Problemgemenge, mit dem die Wende 19./20. Jahrhundert schwanger ging, und das dem ganzen 20. Jahrhundert schließlich den Stempel aufdrückte.


Max Feierabend kommentierte damals:

Wie es aussieht will er auf Gedeih und Verderb die Relativitätstheorie "germanisieren". Unter den Nazis war das mit Poincaré schon üblich, weil die Physiker Einstein lehren wollten, aber unter dem Namen Einstein war das ja verpönt. Der Rösch treibt dieses "Eindeutschungsvorbild" offenbar auf die Spitze, seine Verschwörungstheorie dazu ist ziemlich abgedreht. Von "Forschungsergebnissen" (link von iceman) braucht der Rösch nicht zu quasseln. Das funktioniert bei dem ziemlich esoterisch. Um den wahren Urheber der Relativitätstheorie zu zeigen hätten irgendwelche Leute nämlich immer Bilderrätsel im Zusammenhang mit Einstein postiert, um den als Betrüger zu entlarven. Beim Treffen der Nobelpreisträger 1928 zum Beispiel das Bild von Rembrandts Goldhelm, dessen Urheberschaft damals ebenfalls in Frage gestellt worden sei. Oder bei der Solvay Konferenz 1913 sei Einstein zwischen zwei Typen gestanden, wovon der eine Lindemann ähnlich sah (das war Herzen) und der andere ein Lindeman war (das war der Sekretär der Konferenz). Und so geht das munter weiter. Rätsel über Rätsel, die sich ergeben, wenn man sich ein Geheimwissen einbildet. Plemplem eben. Aber wenn der in der jungen freiheit für diese weltanschauliche Einbildung wirbt, dann ist das keine Spielerei.

Und im letzten Dezember hatten wir Peter Rösch sogar einen eigenen Artikel gewidmet: http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/12/verschworungstheorien-in-der-schule.php

Author Profile Page Thilo· 26.08.10 · 22:57 Uhr

PS

@ Peter Rösch:
Was halten Sie eigentlich von dem Text Egbert Scheunemanns in "Spektrum der Wissenschaft", um den es in diesem Beitrag eigentlich geht?
Herr Scheunemann kommt ja jedenfalls offensichtlich aus einer anderen ideologischen Ecke als Sie?

Kommentar-Direktlink Peter Rösch· 26.08.10 · 23:20 Uhr

Max Feierabend (damals): "Oder bei der Solvay Konferenz 1913 sei Einstein zwischen zwei Typen gestanden, wovon der eine Lindemann ähnlich sah (das war Herzen) und der andere ein Lindeman war (das war der Sekretär der Konferenz). Und so geht das munter weiter."

Herr Feierabend hat damals ganz vergessen, den dritten um Einstein (*3/14) herum angeordneten Mann zu erwähnen: Arnold Sommerfeld, den verkrachten Schüler des Pi-Analysten Ferdinand Lindemann. - Für einen Zufall ein bißchen viele Bezüge zu Lindemann, damals am diesem ungewöhnlichen Ort, ausgerechnet beim Männeken Pis (in Brüssel), finden Sie nicht? Ja, so geht das munter weiter! Der gealterte Lindemann taucht dann wieder bei der Goldhelm-Konferenz auf; und vermutlich sind noch gar nicht alle Anspielungen und Arrangements entdeckt, anhand derer die humorige Runde um Planck die Welt veralberte . . .

Kommentar-Direktlink Iceman· 26.08.10 · 23:24 Uhr

Wie abgedreht kann jemand sein, dass er diese irren Thesen auch noch als seriöse Forschung betrachten kann...

Kommentar-Direktlink Iceman· 26.08.10 · 23:29 Uhr

Und natürlich wird die Theorie auch heute noch weltweit erfolgreich angewendet etc, um dem alten Planck auch hundert Jahre später eins auszuwischen. Oder um den Atheismus zur absoluten Herrschaft zur verhelfen. Oder was sich das kranke Hirn eines Herrn Rösch, der ja unter anderem nicht einmal Fehlergrenzen bei Messergebnissen richtig interpretieren kann, noch so ausdenken mag

Kommentar-Direktlink Peter Rösch· 26.08.10 · 23:31 Uhr

Herr Küssner: "Herr Scheunemann kommt ja jedenfalls offensichtlich aus einer anderen ideologischen Ecke als Sie?"

Aus welcher "ideologischen Ecke" einer kommt, ist mir im Sachzusammenhang egal - Hauptsache, er läßt sich den Blick von der Ideologie nicht verstellen.

Author Profile Page Thilo· 26.08.10 · 23:36 Uhr

den dritten um Einstein (*3/14) herum angeordneten Mann zu erwähnen: Arnold Sommerfeld, den verkrachten Schüler des Pi-Analysten Ferdinand Lindemann.

Noch mal langsam: daß Einstein am 14.3. geboren ist und Lindemann mit der Transzendenz von Pi (3.14) berühmt wurde, beweist jetzt genau was?

Kommentar-Direktlink Iceman· 26.08.10 · 23:38 Uhr

er läßt sich den Blick von der Ideologie nicht verstellen.

Aus ihrem vor ideologischen Mist überquellenden Hirn stammend ist diese Bemerkung ein heißer Anwärter für den Witz des Tages.

Natürlich waren damals alle zu doof, um diese ganz einfache Widerlegung der Theorie führen zu können. Natürlich haben alle nichts besseres zu tun gehabt, als numerologische Spielchen und Bilderrätsel zu konstruieren.

Kommentar-Direktlink Peter Rösch· 26.08.10 · 23:39 Uhr

Eismann: "der ja unter anderem nicht einmal Fehlergrenzen bei Messergebnissen richtig interpretieren kann, "

Herr Eismann, was bedeutet "c + v", übliche physikalische Größensymbolik vorausgesetzt?

Kommentar-Direktlink Peter Rösch· 26.08.10 · 23:43 Uhr

Herr Küssner: "Noch mal langsam: daß Einstein am 14.3. geboren ist und Lindemann mit der Transzendenz von Pi (3.14) berühmt wurde, beweist jetzt genau was?"

Nichts. Außerhalb der Mathematik gibt es keine Beweise.

Author Profile Page Thilo· 26.08.10 · 23:56 Uhr

Meine Frage bezog sich auf diesen Kommentar von vorhin. Was wollen Sie uns damit sagen?

Kommentar-Direktlink Navid Zamani· 27.08.10 · 00:01 Uhr

@Iceman: Hat da jemand gesoffen?? Atheimus… absolute Herrschaft?
Atheismus gibt es garnicht! Atheismus ist das Wort, was psychisch kranke (religiöse = schizophrene) dazu benutzen, gesunde als was schlechteres darzustellen, um ihren Selbsthass zu unterdrücken! „Herrschaft des Atheismus“ ist wie „Herrschaft der Nichterroristen“ oder „Herrschaft der Nichtpestinfizierten“! Es zeichnet den Nutzer dieses Ausdrucks als einen völligen Idioten aus, wie kaum was anderes!

Kommentar-Direktlink galileo2609· 27.08.10 · 00:07 Uhr

Wer bei ersterem - übrigens einem leichten Unterfangen! - stehenbleibt, hat die ganze Malaise des Relativitäts- und Einsteinkults nicht wirklich begriffen; er spielt gewissermaßen noch im Sandkasten. http://www.washingtontimes.com/news/2010/may/31/relativity-and-relativism/
haben sie Langeweile, Herr Rösch? Es ist natürlich richtig, wenn sie rmw des Sandkastenspiels verdächtigen. So wie sie, hat der das Spiel wirklich nicht drauf. rmw dachte ja sogar, die Washington Times wäre die Washington Post. Er konnte sicherlich auch nicht wie sie wissen, dass es sich dabei um eine kleine reaktionäre Tageszeitung des Sun Myung Moon, Begründers einer Psychosekte, handelt. Ebensowenig konnte er wohl, im Gegensatz zu ihnen, wissen, dass Tom Bethell ein AIDS-Leugner und Kreationist ist, der sicherlich auch gut in ihr Stammportal kreuz.net passen würde. Wenn Bethell in seinem Artikel Petr Beckmann als Ausgangspunkt nimmt, trifft er im übrigen genau das Niveau von Wolfgang Herrig. Der hatte das auch mal versucht: Emil und die Mühle. Wenn sie nach all diesen Widerwärtigen, die sie in nur einem Post von sich gegeben haben, hier weiter auftreten wollen, machen sie das. Es wird sicherlich aus irgendeinem "urdeutschen" Gefühl heraus begründbar sein.


galileo2609

Kommentar-Direktlink perk· 27.08.10 · 00:07 Uhr

ich als überzeugter nichtkaninchenzüchter muss leider zugeben, dass in wirklichkeit wir die nichtkaninchenzüchter es sind, die die weltherrschaft anstreben

Kommentar-Direktlink Iceman· 27.08.10 · 00:10 Uhr

@zamani: Beschäftige dich mit den kruden Thesen des Röschs, dann wirst du verstehe, was ich meine. Und auch ansonsten hilft es meistens, Beiträge genau zu lesen.

Kommentar-Direktlink Peter Rösch· 27.08.10 · 00:11 Uhr

Herr Küssner: "Meine Frage bezog sich auf diesen Kommentar von vorhin. Was wollen Sie uns damit sagen?"

Die Überschrift dieser Seite bezieht sich doch auf "Kurioses" und "Bizarres"? - Das war Plancks Beitrag dazu, auf den ich nun hingewiesen habe. Weiter nichts.

Author Profile Page Thilo· 27.08.10 · 01:18 Uhr

Wieso Planck? Es ging um diese Ihre These:

Herr Feierabend hat damals ganz vergessen, den dritten um Einstein (*3/14) herum angeordneten Mann zu erwähnen: Arnold Sommerfeld, den verkrachten Schüler des Pi-Analysten Ferdinand Lindemann. - Für einen Zufall ein bißchen viele Bezüge zu Lindemann, damals am diesem ungewöhnlichen Ort, ausgerechnet beim Männeken Pis (in Brüssel), finden Sie nicht?

Kommentar-Direktlink Peter Rösch· 29.08.10 · 23:26 Uhr

Zu Ihrer Fragetechnik: Willkommen bei Maybrit Illner, Sandra Maischberger und Thilo Küssner!

Direkt zu Ihrer Frage: Planck zeichnet verantwortlich für die Solvay-Konferenz und, in Zusammenarbeit mit Nernst, für die dortigen Arrangements.

Weil es mich ermüdet, in Foren immer wieder im selben Sachverhalte aufklärend wirken zu müssen, untenstehend ein Beitrag in Sachen Lindemann = Ghostwriter Einsteins aus einem älteren Forum; Diskussionspartner war Herr Klaus Engelbrecht.


"
Nun, Herr Engelbrecht,

sehen Sie es mal so: Da empfinden Sie bei einigen Details Unklarheiten in meinem Buch oder meinen Artikeln. Ich will mal so sagen: die "Musik der Gesamtindizien" klingt jedenfalls nach Ferdinand Lindemann, nicht nach Einstein, auch wenn hie und da eine Flöte im Orchester patzt. Wer aufgrund dessen behauptet, er erkenne die Melodie nicht, vermag als Musikkritiker nicht zu überzeugen. Über den richtigen Instrumenteneinsatz kann man freilich diskutieren, und das tun wir hier ja auch.

Da muß ich Sie darauf hinweisen, daß Sie die Sache mit dem Gruppenfoto von der Solvay-Konferenz definitiv noch nicht verstanden haben. Sie beharren stets auf diesem gewissen E. Herzen, der oberhalb zwischen Sommerfeld und Einstein angeordnet ist. Es ist tatsächlich Herzen, nach allem was ich über das Foto weiß und immer wußte. (Ich wurde auf diesen übrigens erst aufmerksam, nachdem ich den Goldhelm-Artikel geschrieben hatte und in den Nachrecherchen auf ein mir bisher unbekannt gewesenes Ölgemälde von Ferdinand Lindemann gestoßen war - es zeigt Lindemann im Alter der männlichen Vollreife. Da ging mit tatsächlich ein Licht auf.)

Aus diesem Grunde habe ich auch nie behauptet - weder im "Goldhelm", noch in der "Einstein-Fälschung", noch in meinem Buch - daß dort Ferdinand Lindemann stehe. Das würde sinngemäß auch gar nicht in meine These passen, die Ferdinand Lindemanns Anwesenheit bei diesen Treffen geradezu verbietet. Die auffallende Ähnlichkeit der dort stehenden Person mit Lindemann geben Sie aber selbst zu, auch wenn Sie - vielleicht nur Sie - ein Altersproblem sehen ( . . . und sich damit ein Eigentor schießen, aber dazu ein andermal).
Und nun zu Ihrem Verständnisproblem (ich bezweifle, daß Sie mein Buch wirklich gelesen haben, denn dann dürfte Ihnen das nicht passieren): Ich habe dort - wie auch im Goldhelm-Artikel - einen Frd. Lindemann erwähnt, und zwar als Namensdouble, wie ich ausdrücklich vermerkte.

Dies zeigt mir, daß Sie sich voll in den von Nernst 1913 ausgelegten Fangstricken verheddert haben, weil Sie - wie damals wohl im Hinblick auf fernere Geschichtsschreiber beabsichtigt - mit Namen und Personen durcheinander kommen.

Es ist wirklich etwas kompliziert, und mich wundert nicht, daß die Entdeckungen erst nach so langer Zeit gelungen sind. Die Situation zu Zeiten meines Goldhelm-Artikels war also diese: Da stand eine Personengruppe im Zentrum der Solvay-Aufnahme, bestehend aus einem Ferdinand-Lindemann-Schüler (Arnold Sommerfeld), schräg darüber (neben Herzen) ein Frd. (= Frederick) Lindemann (der aufgrund seiner schwachen Leistungen dort eigentlich gar nichts zu suchen gehabt hätte) und Albert Einstein. Diese Gruppierung ist im Kontext schon auffällig genug und eigentlich in der Zusammenstellung bereits erklärungsbedürftig; das wurde in den gängigen Wissenschaftshistorien jedoch nicht einmal als Kuriosum vermerkt.
Und dann, nach der "Goldhelm"-Veröffentlichung der Knaller: Es stellte sich heraus, daß bei Einstein und dem Lindemann-Schüler Sommerfeld nicht nur das Lindemann-Namensdouble steht (Sie verstehen: in Form von Frd.=Frederick Lindemann), sondern auch noch - wie Sie selbst jetzt bestätigen - sein Gesichtsdouble (in Form von Herzen, aber das ist tatsächlich unwichtig, wenn man nicht Sprachspielen anhängt: "ein Stein vom Herzen", damals nämlich vom Herzen Plancks gefallen; siehe mein Buch).

Damit fügt sich die Solvay-Aufnahme von 1913 in genau das Schema ein, dessen Entdeckung mir zuvor schon bei der Goldhelm-Aufnahme von 1928 (Sie kennen den Artikel) gelungen war.

Wenn Sie also meinen Goldhelm-Artikel von 2001 mit meinem Einstein-Fälschung-Artikel von 2006 vergleichen, sind Sie - ja, auch Sie, Herr Engelbrecht - authentischer Zeuge einer wissenschaftshistorischen Entdeckung, die ich - und wohl auch andere - seinerzeit nicht für möglich gehalten hätte.

Bei der Komposition der Fotos erklingt zugleich die Musik der Gesamtindizien. Was könnte für einen Geschichtserforscher genußvoller zusammenpassen?


Denken Sie darüber nach!

Peter Rösch
"

Kommentar-Direktlink Iceman· 30.08.10 · 00:13 Uhr

Hat man sowas Beklopptes schon mal gelesen..das toppt wirklich noch den dümmsten Troll der hier jemals auf SB unterwegs war.

Gesichtsdouble, Namensdouble, merkwürdige Grüppchen auf Fotos, geschickte Arrangements unter natürlich bedeutungsschweren Gemälden, uswusf.

Tja, und jetzt noch die Frage aller Fragen an Herrn Rösch: Was war und ist der Zweck der RT, warum wird heute noch damit erfolgreich gearbeitet und zuletzt, wenn doch so einfach ihre Falhscheit zu zeigen ist, cui bono?

Kommentar-Direktlink galileo2609· 13.09.10 · 00:30 Uhr

Spektrum der Wissenschaft hat inzwischen die Konsequenzen gezogen und die Verhältnisse geklärt. Das Sequel: „Egbert Scheunemann – Der Spektrum Verlag und sein enfant terrible“ bei RelativKritisch zum Nachlesen.

LG
RelativKritisch Redaktion

Author Profile Page Thilo· 13.09.10 · 12:55 Uhr

Na ja, "Konsequenzen gezogen" heißt hier wohl, daß man einen subalternen Mitarbeiter gefunden hat, der formal für die Kolumne zuständig war und den man nun als Schuldigen ausmacht. Von den ausgebildeten Physikern bei "Spektrum der Wissenschaft" hatte natürlich niemand die Stoßrichtung von Scheunemanns Artikel erkennen können, dafür war man ja formal nicht zuständig :-)

Kommentar-Direktlink Karl Mistelberger· 13.09.10 · 13:19 Uhr

Dr. Christoph Pöppe ist Redaktionsmitglied. Ich würde ihn nicht als subalternen Mitarbeiter bezeichnen, siehe Impressum: http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1043228

Author Profile Page Thilo· 13.09.10 · 13:23 Uhr

Na ja, trotzdem hätte jeder Physiker merken sollen, was Sache ist, selbst wenn die formale Zuständigkeit für die Rezensionen nun zufällig nicht bei einem Physiker, sondern einem Mathematiker lag.
Wenn hier bei den scienceblogs jemand Unsinn schreibt, mischen sich ja auch sofort die Fachleute des jeweiligen Gebiets ein :-)

Kommentar-Direktlink Karl Mistelberger· 13.09.10 · 16:50 Uhr

Ich traue Pöppe zu, dass er selber gemerkt hat, was für einen Unfug er da unbesehen hat durchgehen lassen, obwohl mir klar ist, dass bei Mathematikern besondere Vorsicht angebracht ist.

Kommentar-Direktlink RelativKritisch Redaktion· 13.09.10 · 22:05 Uhr

Hallo Thilo,

und den man nun als Schuldigen ausmacht.

es ist richtig, dass Spektrum trotz allem eine Antwort darauf schuldig bleibt, welche internen Strukturen dafür verantwortlich sind, dass es eine Rezension wie jene von Scheunemann in die gedruckte(!) Ausgabe des Magazins schafft. Wird da nicht recherchiert? Scheunemann war ja selbst auf den eigenen Webseiten bereits einschlägig aktiv. Eine Klarstellung der Redaktion in einer der nächsten print-Ausgaben ist ein absolutes Muss!

Zumindest um eine passive Transparenz ist Spektrum aber mittlerweile bemüht. Heute veröffentlichte die Webredation eine Replik Scheunemanns auf seine Kritiker, in welcher der crank die Hosen ganz weit runterlässt. Am Ende steht der Link auf eine "ungekürzte Fassung", in der Scheunemann neben Selbstbeweihräucherung vor allem eine Beschimpfung seiner Kritiker abbrennt. Seine Argumente, warum er befähigt wäre, in theoretischer Physik mitreden zu können, sind recht hanebüchen. Was jedoch vor allem nach dem Selbstlob seiner persönlichen moralischen Instanzen auffällt, ist der Satz

In mindestens einem Punkt muss ich meinen Kritikern aber Recht geben: Die Redaktion sollte ihre „Qualitätskontrolle“, wie Sie, lieber Herr Pfohl schreiben, verbessern. In der Tat sollten Leserbriefe, wie vor allem jene von Herrn Feierabend und Herrn Dr. Gapp, nicht mehr veröffentlicht werden, in denen nur Personen madig gemacht werden und die sich jedem inhaltlichen Argument enthalten.

Offenbar hat Herr Scheunemann immer dann ein Problem mit Kritik, wenn diese ihm selbst gilt.Wenn der einkassierte Rezensent inhaltliche Argumente an seinen Ausführungen vermisst, sollte er sich lieber fragen, ob die Ergebnisse seiner jahrzehntealten Beschäftigung mit SRT und ART nicht schlicht überflüssige junk science sind, die man im Web an allen Ecken von unzähligen cranks angeboten bekommt. Zumindest wäre das sinnvoller, als in real-sozialistischer Manier die Zensur von Widerspruch gegen seine offenbar gezielt platzierte Besprechung Unzickers Buch bei Spektrum zu fordern.


LG
RelativKritisch Redaktion

Author Profile Page Thilo· 14.09.10 · 00:54 Uhr

Ich verlinke hier auch noch mal die vollständige Antwort Scheunemanns (bei Spektrum ist nur eine stark gekürzte Fassung erschienen, die noch einen vergleichsweise seriösen Eindruck macht, jedenfalls relativ zur unten verlinkten Vollversion):
http://www.egbert-scheunemann.de/Antwort-an-Kritiker-der-Rezension-zu-Unzicker-in-Spektrum-von-Scheunemann.pdf

Kommentar-Direktlink Karl Mistelberger· 14.09.10 · 07:44 Uhr

Ein Rundumschlag: http://www.spektrum.de/artikel/1040298&_z=798888 Hier stehen die Rezension sowie die zugehörigen Leserbriefe mit Kommentaren von Christoph Pöppe, z.B.:

Antwort der Redaktion:
Da gibt es wenig zu beschönigen: Ich (der Rezensionsredakteur) bin einem Rezensenten aufgesessen, dessen Vorstellungen, insbesondere zur allgemeinen Relativitätstheorie, in der Fachwelt längst als abwegig ad acta gelegt worden sind (und hätte das auch noch vermeiden können, wenn ich mich intensiver in die Theorie vertieft hätte). Sehr ärgerlich.

Was die allgemeine Nachlässigkeit angeht: Nach meinem – zugegeben subjektiven und nicht sehr repräsentativen – Eindruck sind wir nicht unbedingt die Größten im Fehlermachen, sondern eher im Fehlerzugeben. Bitte sehen Sie unsere Errata als das Unternehmen, die Korrektheit und Zuverlässigkeit, der wir uns in der Tat verpflichtet sehen, wenigstens nachträglich herzustellen.

Christoph Pöppe, Redaktion

Kommentar-Direktlink Iceman· 14.09.10 · 23:01 Uhr

Zum Beruf des Herrn Rösch, der wieder mal, wie peinlich, seinen Beamtentitel in Ermangelung eines akademischen Grades meint vor sich hertragen zu müssen:

http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/12/verschworungstheorien-in-der-schule.php

Und das wars dann auch hier schon wieder.

Kommentar-Direktlink eismann· 14.09.10 · 23:27 Uhr

Und jetzt auch noch doppelt verrutscht. Kann ja mal passieren bei dieser Einstein-Crankschwemme ;-)

Kommentar-Direktlink eismann· 14.09.10 · 23:28 Uhr

Und jetzt auch noch doppelt verrutscht. Kann ja mal passieren bei dieser Einstein-Crankschwemme ;-) Vorherigen Kommentar bitte löschen.

Kommentar-Direktlink Peter· 14.09.10 · 23:42 Uhr

@iceman

Wahrscheinlich meinst Du den Auftritt des Oberstudienrats bei Kritisch gedacht
http://www.scienceblogs.de/kritisch-gedacht/2010/09/der-einsteinwiderleger-im-kepler-salon.php#comment143721

Wenn der crank Pädagoge eine Rundreise durch die Scienceblogs macht, passt das hier schon auch rein.

Author Profile Page Thilo· 14.09.10 · 23:54 Uhr

Es ging offensichtlich um diesen Artikel

Kommentar-Direktlink RelativKritisch Redaktion· 25.09.10 · 00:48 Uhr

Ab kommenden Dienstag ist die Oktoberausgabe von „Spektrum der Wissenschaft“ überall zu kaufen. Im Webangebot des Verlags ist das neue Heft bereits erhältlich. RelativKritisch und die ScienceBlogs hatten in den vergangenen Monaten mehrfach über den absoluten Fehlgriff berichtet, den sich die Spektrum-Redaktion bei der Auswahl des Einsteingegners Egbert Scheunemann als Rezensenten geleistet hatte und Konsequenzen gefordert. Wer nach der begründeten Kritik am Lektorat des beliebten deutschen Wissenschaftsmagazins auf Reaktionen gehofft hatte, konnte sich zunächst durch die Stellungnahmen von Christoph Pöppe im Webauftritt der SdW versöhnt sehen. Abzuwarten war noch, welche Klarstellungen „Spektrum der Wissenschaft“ in seiner nächsten Ausgabe bringen würde.

Die Redaktion von SdW hat sich jetzt entschieden.
http://www.relativ-kritisch.net/blog/?p=1936

LG
RelativKritisch Redaktion

Kommentar-Direktlink rmw· 26.09.10 · 10:00 Uhr

Kritik und eine andere Auffassung muß schon möglich sein. Also muß sich die Redaktion von SpdW auch nicht rechtfertigen.

Kommentar-Direktlink Quentin· 26.09.10 · 10:07 Uhr

Was Herr Scheunemann und Gestaltn wie ein rmw betreiben, hat mit sachlicher Kritik nichts zu tun.

Oft genug wird auf die Person Einsteins ausgewochen, wird irgendetwas sehr "sachlich" ins Lächerliche gezogen, ohne überhaupt auch nur den Anschein erwecken zu können, die Theorie verstanden zu haben, geschweige denn, sie überhaupt zu kennen.

Es wurde nachgewiesen, das weder Scheunemann noch rmw die Theorie wirklich kennen, Verstanden haben sie sie schon gar nicht.

Und das wars dann schon wieder mit ihren angedeuteten Unterdrückungsphantasien.

Author Profile Page Thilo· 26.09.10 · 12:04 Uhr

@ rmw:
Ehrlich gesagt, habe ich ihre Kritik ( http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/08/comme-cest-curieux-et-quelle-coincidence-bizarre.php#comment136472 ) noch nicht richtig verstanden. Warum meinen Sie, daß es in der Physik keine negativen Zahlen geben dürfte?

Und wenn man Ihrer Argumentation folgen wollte - müßte man dann nicht auch die klassische Physik entsorgen? Dort wird doch schließlich auch mit negativen Zahlen gerechnet?

Kommentar-Direktlink rmw· 26.09.10 · 14:49 Uhr

@Thilo
Nun ich sage ja nicht dass man mit negativen Zahlen nicht rechnen darf so wie man es tut, wohl aber denke ich dass das was wir als Rechnen mit negativen Zahlen bezeichnen eine Anwendung einer Reihe von Methoden ist. Diese Methoden mittels einer Zahlenart zusammen zu fassen erscheint mir allerdings der falsche Weg zu sein.
Etwas Negatives an sich gibt es ja nicht. Wenn man etwa eine Kraft nimmt so ist die eine Richtung so viel oder so wenig negativ wie die entgegengesetze Richtung. Analoges etwa gilt für Soll und Haben. Das heißt natürlich nicht dass man nicht -im einfachsten Falle- nach den betreffenden Regeln addieren und subtrahieren dürfte. Aber man muß sich schon bewußt sein dass sich beide Richtungen in ihrem Verhalten nicht voneinander untescheiden. Daher meine ich dass es nicht korrekt ist beide Richtungen mit einer unterschiedlichen Zahlenart zu behandeln. Kräfte, um bei dem Beispiel zu bleiben, die in die eine Richtung wirken unterscheiden sich schließlich nicht von denen die in die entgegengesetze Richtung wirken.

Author Profile Page Thilo· 26.09.10 · 15:57 Uhr

Wenn man etwa eine Kraft nimmt so ist die eine Richtung so viel oder so wenig negativ wie die entgegengesetze Richtung.

Eine Kraft ist erst einmal ein Vektor, keine Zahl. (Und der Betrag des Vektors, also der Betrag der Kraft, ist tatsächlich immer positiv.) Erst wenn man ein Koordinatensystem einführt, sind die Koordinaten des Kraftvektors (positive oder negative) Zahlen. Dabei hängen die Koordinaten vom gewählten Koordinatensystem ab: wenn sie das gespiegelte Koordinatensystem nehmen, werden die positiven Zahlen negativ und umgekehrt. Man hat hier also tatsächlich eine Willkür in der Wahl der Koordinaten, von der dann abhängt, welche Richtung einer positiven Kraft entspricht. Die Kraft-Koordinaten sind also nicht absolut, sondern nur relativ zum Koordinatensystem definiert - schon in der klassischen Mechanik. Wenn Sie diese Relativität bzgl. des Koordinatensystems verstanden haben, haben Sie gute Voraussetzungen, auch die Relativitätstheorie zu verstehen.

Kommentar-Direktlink RelativKritisch Redaktion· 26.09.10 · 16:52 Uhr

@rmw

Kritik und eine andere Auffassung muß schon möglich sein. Also muß sich die Redaktion von SpdW auch nicht rechtfertigen.

Sie sind nicht auf der Höhe der Diskussion. Egbert Scheunemann hat in seiner Rezension aus mangelnder physikalischer Kompetenz falsche Schlüsse gezogen. Zitate gefällig?
Ob Einstein je seine SRT und ART ausformuliert hätte, wäre damals ein »Äther« namens kosmische Hintergrundstrahlung als absolutes Bezugssystem bekannt gewesen?

Aber auch etwas Unbehagen bleibt nach der Lektüre zurück. Ich hätte mir beispielsweise gewünscht, etwas mehr zu erfahren zu den drei genannten Problemen der ART. Und unbefriedigend ist auch, dass Unzicker Einstein zunächst expressis verbis zur »Ikone« stilisiert und SRT wie ART für sakrosankt erklärt – und damit dem grundlegenden wissenschaftlichen Falsifikationsprinzip enthebt.

Schlimmer noch. Egbert Scheunemann ist das nicht nur aus Nachlässigkeit „passiert“. Es war eine kühl geplante Aktion, die bereits im Mai 2010 zum Erfolg hätte führen sollen.
Zudem wird im Mai-Heft von "Spektrum der Wissenschaft" eine Rezension von mir erscheinen über ein Buch eines Physikers, der ohne jede Gnade mit den Bergen an metaphysischen Unsinn aufräumt (Inflationstheorie, Stringtheorie, Theorem der Dunklen Energie/Materie etc.), die sich im Bereich der Physik inzwischen angehäuft haben ("Vom Urknall zum Durchknall: Die absurde Jagd nach der Weltformel" von Alexander Unzicker). Dass das hoch seriöse und höchst konservative "Spektrum..." diese Rezension, die von "mir" (mein Einstein-Buch wird der Redaktion wohl bekannt sein) stammt und ein Buch solch heftigen Inhalts dringend zur Lektüre empfiehlt, publiziert, spricht Bände für die Umbruchsituation, in der die Physik meines Erachtens momentan steckt - und eben nicht nur meines Erachtens...

Herr Scheunemann war und ist für die Bewertung theoretischer Physik einfach unqualifiziert. Dieses Schicksal teilt er mit anderen „Kritikern“, auch mit Ihnen. Das mangelnde fachliche Niveau erschliesst sich unmittelbar aus dem SdW-Artikel Scheunemanns. Das zeigen auch die veröffentlichten Leserbriefe, die diesen Unsinn kritisiert haben. Der Stein des Anstoss ist die mangelhafte Qualitätssicherung der Spektrum-Redaktion, die ihren Lesern dieses ideologisch motivierte Pamphlet Scheunemanns zugemutet hat. Kritisieren kann man gerne, aber die Kritik sollte eben fachlich Hand und Fuss haben. Hat sie aber nicht.


LG
RelativKritisch Redaktion

Kommentar-Direktlink rmw· 26.09.10 · 18:20 Uhr

"Man hat hier also tatsächlich eine Willkür in der Wahl der Koordinaten, von der dann abhängt, welche Richtung einer positiven Kraft entspricht. Die Kraft-Koordinaten sind also nicht absolut, sondern nur relativ zum Koordinatensystem definiert - schon in der klassischen Mechanik."
Eben, es gibt aber nichts was einem unterschiedlichen Verhalten entspricht, so wie positve und negative Zahlen unterschiedlich definiert sind, gleiviel ob es sich nun um Vektoren handelt oder um einen Skalar. Ich hatte übrigens in meinem Beruf lange mit Kräften und anderen Größen der Mechanik zu tun, dieser Bereich ist mir nicht fremd.

"Wenn Sie diese Relativität bzgl. des Koordinatensystems verstanden haben.."
Na das verstehe ich schon. Aber was die RT betrifft so kann man etwa an die "Innvarianz" der Lichtgeschwindigkeit glauben, oder man kann sie eben für sinnfrei halten. Ich tue Letzteres.


Author Profile Page Thilo· 26.09.10 · 19:11 Uhr

Aber was die RT betrifft so kann man etwa an die "Innvarianz" [sic] der Lichtgeschwindigkeit glauben, oder man kann sie eben für sinnfrei halten. Ich tue Letzteres.

Wird das hier ein Bewerbungsschreiben für eine Karriere bei Holtzbrinck?

Kommentar-Direktlink rmw· 26.09.10 · 20:10 Uhr

"Wird das hier ein Bewerbungsschreiben für eine Karriere bei Holtzbrinck?"

Ich verstehe nicht recht was Sie damit sagen wollen, alles in allem bin ich mit meinem Beruf zufrieden.
Und was meine Rechtschreibung anbelangt so zerbreche ich mir nicht allzu sehr den Kopf darüber, ich habe bei Professoren schon ärgere Fehler gesehen.
Außerdem ist mein Browser schuld, der zeigt die Fehler nicht an.

Kommentar-Direktlink quentin· 26.09.10 · 20:19 Uhr

Jaja, immer sinds die anderen gewesen...zieht sich bei sog. Kritikern durch die ganze Rhetorik, selbst bei Nebensächlichkeiten.

Author Profile Page Thilo· 26.09.10 · 20:35 Uhr

Und was meine Rechtschreibung anbelangt so zerbreche ich mir nicht allzu sehr den Kopf darüber,
Okay, nach der vorherigen Diskussion über negative Zahlen hatte ich schon gedacht, bei Innvarianz ginge es um innen und außen, die ja schließlich auch nur relativ sind (wie in der bekannten Geschichte mit dem Mathematiker, der einen Löwen in der Wüste fängt).

Kommentar-Direktlink rmw· 26.09.10 · 21:22 Uhr

"Okay, nach der vorherigen Diskussion über negative Zahlen hatte ich schon gedacht, bei Innvarianz ginge es um innen und außen, die ja schließlich auch nur relativ sind (wie in der bekannten Geschichte mit dem Mathematiker, der einen Löwen in der Wüste fängt)."

Etwas Humor kann nie schaden, das sehe ich auch so.

Kommentar-Direktlink RelativKritisch Redaktion· 26.09.10 · 22:02 Uhr

@Thilo, rmw

Es geht hier um Scheunemanns Qualifikationen und das Versagen der Spektrum-Redaktion. Im Sinne von Markus Pössel sollte diese Meta-Diskussion nicht aufgeweicht werden. crackpots haben wir genug gesehen.

LG
RelativKritisch Redaktion

Kommentar-Direktlink OStR Peter Rösch· 26.09.10 · 22:18 Uhr

Welche Qualifikation ist notwendig?
Würde beispielsweise die Qualifikation eines Technischen Patentamtsangestellten 3. Klasse ausreichen?

Kommentar-Direktlink quentin· 26.09.10 · 22:32 Uhr

Nun, Herr Rösch, die Qualifikationen des Herrn Scheunemann wurden anhand seiner Veröffentlichungen bezüglich des Themas beurteilt.

Und bei Betrachtung ihrer eigenen Veröffentlichungen, besonders im Vergleich mit gewissen technischen Patentamtsangestellten 3. Klasse, sollten sie mal etwas leiser auftreten. Ihre geistige Substanz reicht nicht mal für drittklassige persönliche Diffamierungen dieses gewissen Angestellten.

Kommentar-Direktlink RelativKritisch Redaktion· 26.09.10 · 22:39 Uhr

@Rösch,

die Qualifikation eines deplazierten Oberstudienrats an einer Berufsschule ist, wie man in Ihrem Fall sieht, ebenfalls nicht ausreichend.

Kommentar-Direktlink OStR Peter Rösch· 26.09.10 · 22:59 Uhr

Sie übersehen dies: Ich schreibe und antworte nicht für Sie. Ich schreibe und antworte für den überwiegenden Teil der hier still Mitlesenden. Die sollen einen authentischen Eindruck vom Gebaren der Einstein-Anhänger und von deren Vertrauenswürdigkeit bekommen.
Herzlichen Dank also auch diesmal für Ihren Kommentar!

Author Profile Page Thilo· 26.09.10 · 23:06 Uhr

Die sollen einen authentischen Eindruck vom Gebaren der Einstein-Gegner und von deren Vertrauenswürdigkeit bekommen.
http://www.relativ-kritisch.net/blog/kritiker/ostr-peter-roesch-ich-war-vorsitzender http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/12/verschworungstheorien-in-der-schule.php

Author Profile Page Thilo· 26.09.10 · 23:08 Uhr

@ OStR Rösch:
Stimmt es eigentlich wirklich, daß Sie Ihr Anti-Einstein-Buch sogar an Ihre Schüler verticken?

Kommentar-Direktlink quentin· 26.09.10 · 23:14 Uhr

Herr Rösch, der überwiegende Teil der Mitlesenden dürfte vor Fremdschämen im Boden versinken, wenn er ihre Qualifikationsbasis zur Kenntnis nimmt.

Anhand der zwei von Thilo gebrachten Links sowie der darin enthaltenen weiterführenden Informationen über Herrn Rösch dürfte jedem stillen Mitleser oberhalb eines gewissen Niveaus klar werden, das meine Einordnung der geistigen Substanz es Herrn Rösch tatsächlich recht zurückhaltend ausgefallen ist.

Kommentar-Direktlink Niels· 27.09.10 · 01:05 Uhr

@OStR Peter Rösch
Irgendwie wird von gewissen Leuten immer vergessen, dass der besagte technische Patentamtsangestellte am 30. April 1905 seine Dissertation eingereicht hat, während die Abhandlung über die spezielle Relativitätstheorie erst später, nämlich am 30. Juni 1905, eingereicht wurde.
Für die Dissertation erhielt er am 15. Januar 1906 den Doktortitel in Physik.
Haben Sie auch schon ihre Dissertation eingereicht oder arbeiten sie wenigstens daran?

Kommentar-Direktlink quentin· 27.09.10 · 08:51 Uhr

Ich glaube so weit können Universitäten ihren Anspruch nicht mehr herunterschrauben, dass ein Peter Rösch mit seinen wirre Thesen wirklich den Doktorgrad erhalten könnte.

Kommentar-Direktlink OStR Peter Rösch· 27.09.10 · 17:14 Uhr

Sie sind jung, Sie müssen noch viel lernen.

Ob der Oberstudienrat sich OStR Dr. . . . nennt, oder OStR Dr. Dr. habil. . . ., oder schlicht OStR . . ., ist, um einen von Frau Jocelyne Lopez aufgegriffenen treffenden Ausdruck zu gebrauchen, "wumpe".

Ob dagegen ein Dr. . . . zusätzlich seine notwendige Bestallung per "StR", "StR i. H.", "AR" o. dgl. erhält, ist nicht "wumpe"; es kann mitunter übers Hartzen entscheiden.

Der eine spricht offen über offensichtlichen Unsinn, der andere muß sich's verkneifen.
Ein wesentlicher Unterschied!

Ob Ihnen das auch irgendwann klar wird?

Kommentar-Direktlink RelativKritisch Redaktion· 27.09.10 · 21:57 Uhr

Ob der Oberstudienrat sich OStR Dr. . . . nennt, oder OStR Dr. Dr. habil. . . ., oder schlicht OStR . . ., ist, um einen von Frau Jocelyne Lopez aufgegriffenen treffenden Ausdruck zu gebrauchen, "wumpe".
In Ihrem Fall ist das nicht "wumpe".
Eine weitere Spur führt an die Universität Stuttgart: Rösch besuchte dort das Doktorandenseminar von keinem geringeren als Prof. Dr. Armin Hermann, Einstein-Biograf und von 1968 bis zu seiner Emeritierung 2001 Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte der Naturwissenschaften. Offenbar wurde Rösch wegen seiner sturen, unqualifizierten Ablehnung der SRT von Hermann aus dem Seminar verwiesen.


LG
RelativKritisch Redaktion

Author Profile Page Thilo· 27.09.10 · 23:27 Uhr

Ich weiß zwar nicht, warum Sie jetzt auch noch die Lopez-Kampagne gegen Markus Pössel hier zum Thema machen wollen, aber jedenfalls dann noch der Vollständigkeit halber die Antwort von Dr. Pössel auf genau diese Kampagne:
http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/relativ-einfach/zweifelhaftes/2010-07-17/kritiker-diskussionen

Kommentar-Direktlink OStR Peter Rösch· 27.09.10 · 23:45 Uhr

Das hat keinen tieferen Grund. Es geht einfach darum, nach Möglichkeit ein Zitat seiner Herkunft nach zu dokumentieren.

Kommentar-Direktlink RelativKritisch Redaktion· 28.09.10 · 00:51 Uhr

Das ist zwar ziemlich gaga, weil das Zitat nichts mit Ihren versemmelten akademischen Weihen zu tun hat. Aber auch egal. Lenken Sie nicht vom Thema ab.

Kommentar-Direktlink OStR Peter Rösch· 28.09.10 · 17:42 Uhr

Die "Redaktion" führt sich auf, als halte sie sich irgendwie für ein Hohes Tribunal.

Beschweren Sie sich nicht, sondern seien Sie dankbar, daß ich dem verlorenen Haufen hier noch einige Auskünfte und ein paar Klicks beschert habe!

Author Profile Page Thilo· 28.09.10 · 18:25 Uhr

Beschweren Sie sich nicht, sondern seien Sie dankbar, daß ich dem verlorenen Haufen hier noch einige Auskünfte und ein paar Klicks beschert habe!
Für Klicks sorgen Sie tatsächlich reichlich (wobei Ihre Ex-Stellvertreterin Frau L. da noch um Größenordnungen besser war), aber mit den Auskünften war es bisher noch nicht so toll.


Was mich zum Beispiel mal interessieren würde: bringt es Sie als erklärten 'Bewahrer der Erinnerung' (letzter Absatz im verlinkten Text) nicht in Gewissensnöte, hier mit Scheunemann einen Kommunisten (und erklärten Israel-Verteidiger) in Schutz nehmen zu müssen? Oder ist Ihnen das jetzt auch schon egal, Hauptsache es geht gegen Einstein?

Kommentar-Direktlink OStR Peter Rösch· 28.09.10 · 19:28 Uhr

Sehen Sie, so ist das mit dem Rechtschaffenen: Das Herz des wahrhaft Rechtschaffenen schlägt für die Bedürftigen, die Schwachen und Bedrängten, und dem Wahrheitliebenden steht er im Geheul der Wölfe bei.

Herr Scheunemann ist in Sachen Relativitätstheorie ein Wahrheitliebender.

In anderen Angelegenheiten mögen dann lieber Sie ihm beistehen.

Kommentar-Direktlink RelativKritisch Redaktion· 28.09.10 · 23:21 Uhr

In welchen "anderen Angelegenheiten" wollen Sie Egbert Scheunemann den "Wölfen" ununterstützt überlassen?

Kommentar-Direktlink OStR Peter Rösch· 29.09.10 · 14:37 Uhr

Gegebenenfalls in den Angelegenheiten, die besser von Herrn Scheunemanns Freunden und ihm selbst geregelt werden können, als von einem Physik(lehr)er.

Kommentar-Direktlink Cryptic· 02.10.10 · 23:39 Uhr

...Das verfehlt aber völlig den Punkt: in der Relativitätstheorie ist die Raum-Zeit gekrümmt, 'den Raum' gibt es tatsächlich nicht...

Das ist aber interessant! Die Behauptung ist mit der Behauptung, dass es in 3-D keine Flächen gibt gleichwertig.


Gruß

Kommentar-Direktlink michael· 03.10.10 · 03:26 Uhr

> Die Behauptung ist mit der Behauptung, dass es in 3-D keine Flächen gibt gleichwertig.

Jedenfalls gibt es nicht die Fläche!

Kommentar-Direktlink Cryptic· 03.10.10 · 12:59 Uhr

Jedenfalls gibt es nicht die Fläche!

Den 3-D-Raum gibt es ebenfalls nicht, es sei denn darin befindet sich ein Gegenstand (z.B. ein Würfel).


PS: Kannst Du vielleicht einen 4-D-Würfel zeichnen?

Kommentar-Direktlink RelativKritisch Redaktion· 04.10.10 · 08:35 Uhr

Alexander Unzicker ist sich nicht zu schade, selbst mit Egbert Scheunemanns Rezension für sein Buch zu werben. Einer anderen seltsamen Rezension im Newsletter der „WAA“, der „Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie“, hat Heinz Oberhummer in den ScienceBlogs widersprochen. Unzicker hat das, siehe die Collage bei RelativKritisch, inzwischen nachgezogen. Darüberhinaus fährt der Bayer jedoch einen Konfrontationskurs gegenüber ihm kritischen Bewertungen. In den ScienceBlogs ist der Münchner Lehrer mehrfach unangenehm aufgefallen. In den Kommentaren zu Florian Freistetters Rezension des Machwerks „Vom Urknall zum Durchknall" besticht Unzicker nicht gerade durch Souveränität. Wer Kritik nicht verträgt, darauf nur mit dem Anwalt droht, und gleichzeitig seinen groben Unfug perpetuiert, sollte sich nicht wundern, wenn er selbst als Aussenseiter behandelt wird. Aus Alexander Unzicker wird nach all diesen Vorfällen erst recht kein ernstzunehmendes Mitglied der wissenschaftlichen community werden.


LG
RelativKritisch Redaktion

Author Profile Page Thilo· 27.03.11 · 13:35 Uhr

Herr Scheunemann hat mich per e-Mail darauf hingewiesen, daß er eine Replik zu den Diskussionen (unter anderem hier im Blog) verfaßt hat: http://www.egbert-scheunemann.de/Rettet-Einstein-Artikel-Scheunemann-1.pdf

Kommentar-Direktlink MartinB· 27.03.11 · 13:48 Uhr

Publikationsverbot finde ich witzig. Wenn also ein Verlag in Zukunft ein Buch von mir ablehnt, dann ist das ein Publikationsverbot?

Kommentar-Direktlink Philip· 29.07.11 · 19:07 Uhr

@rmw, 13.08.10

Die einzige Erklärung die mir dazu einfällt ist, dass hier eine unbewußte Dogmatisierung stattgefunden hat, und es Anhänger der RT nicht mehr aushalten wenn ihre Theorie kritisiert wird.

Da muss ich widersprechen. Ich bin auch ein "Anhänger" der Relativitätstheorien und kann es sehr gut aushalten, wenn eine der Theorien kritisiert wird (meistens die SRT, sie ist leichter zugänglich).
Mich nervt bzw. ermüdet nur die Unausgegorenheit der Argumente vieler Kritiker, die nicht selten Zerrbilder der Theorie präsentieren und damit "beweisen" wollen, wie "absurd" doch die Theorie sei.
Hierzu folgendes:
1. Ich glaube kaum, dass sich die SRT (ganz zu schweigen von der ART) von der Außenseitertheorie, die sie ursprünglich war, zu einer etablierten Theorie hätte entwickeln können, wenn sie tatsächlich nicht einfach nur falsch, sondern "absurd" gewesen wäre. Sie wäre viele tausende Male widerlegt worden, und die falsche Behauptung, dies sei nicht geschehen, weil Einstein unter Physikern eine Art Gott oder zumindest Papst gewesen wäre, ist ein poluläres, aber unsiniges "Argument".
2. Die SRT ist mathematisch relativ leicht nachvollziehbar, anders als die wesentlich aufwändigere ART. Die Lorentztransformationen, auf denen sie basiert, lassen sich streng logisch aus 2 Grundannahmen herleiten:
a) Galileis Relativitätsprinzip
b) dessen Erweiterung auf Maxwells Elektrodynamik => die Invarianz dieser Gleichungen und damit von c unter einer geeigneten Transformation, die sich daher von der Galilei-Transformation unterscheiden muss.
Auch jemand wie ich, der ich kein Professordoktordoktor bin, kann dies nachvollziehen und auch interessierten Nichtphysikern vermitteln. Von einer von vorn bis hinten "absurden" Theorie kann also keine Rede sein, und mit Dogmatismus hat mein Festhalten an der SRT auch nichts zu tun. Was kann ich dafür, dass ich bislang noch kein fundiertes Gegenargument zu Gesicht bekommen habe?

Kommentar schreiben

Netiquette·AGB

 

ScienceBlogs.com

mehr auf www.scienceblogs.com »