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Christiane Hoffmann ist Kunsthistorikerin und spezialisiert auf Dienstleistungen die Künstler, Galeristen und Museen on- und offline unterstützen. Sie ist Inhaberin der Kunstagentur Hoffmann und betreibt zudem das Blog Kunstfreunde.
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23.08.08 · 18:31 Uhr
Yoko Ono - Between the sky and my head
Kategorie: Kultur · Kommentare: 4
Wenn man über das Werk einer 75jährigen Künstlerin schreibt, kann der Schluß nahe liegen, dass alte Frauen nicht mehr auf der Höhe der Zeit sind. Rentnerinnen oder so. In der Kunst sind die Gesetzmäßigkeiten anders, wenn man alleine an die agile Greisin Louise Bourgois denkt. Mit ihren 97 Jahre ist sie noch immer im Schaffensprozeß. Und just im Guggenheim-Museum mit einer großen Ausstellung geehrt. Die Rotunde bekam auch inwendig mehrere Schneckengehäuse dazu.
Bildquelle: Plakat. Kunsthalle Bielefeld
Die Kunsthalle Bielefeld zeigt nach der Greisin Bourgois (2006) jetzt die Seniorin Yoko Ono. Wer aber verstaubtes erwartet, der sollte besser zu Hause bleiben.
Die Konzept- und Fluxuskünstlerin Ono ist seit den 60er Jahren immer wieder Erneuerin der Konzeptkunst. Viele Arbeiten die in Bielefeld zu sehen sind, verlangen vom Betrachter eine Menge Interaktion.
Die Formulierung eines Wunsches mit dem Aufschreiben und an den Wunschbaum hängen ist noch das einfachste. Die kaputte Tasse kleben, den Gedichten und "Regieanweisungen" von Yoko Ono für die Ausstellung selber geschrieben, nachzuspüren, sein Bilder der Mutter auf die Leinwand aufbringen oder durch das Plexiglas-Labyrinth gehen, gehört dazu.
Viele Arbeiten die in der Ausstellung vertreten sind, werden aus dem Planungsstadium geholt. Der Leichenwagen, Baujahr 1971, mit dem man sich durch Bielefeld fahren lassen kann, ist das erste Mal umgesetzt worden. Inklusive Nummerschild (BI-YO-2008) oder das

"Trinkstück für Orchester". Das wird allerdings zwischen Pressevorstellung und Eröffnung noch verändert. Der Goldfisch, der hier noch echt und lebendig ist, ist nur ein "Double" für den echten Kunstgoldfisch, der aus New York eingeflogen wird und ohne Wasser auskommt.
Alles fließt, Fluxus eben aber überraschend gut und auf einem hohen Niveau. Alte Frauen wissen eben wos lang geht!
Autor: Christiane Hoffmann· 4 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (4)
Solange wie man lebt, schafft man - das Wirken mag darüber hinaus gehen. Künstler wie Yoko Ono haben unser Leben begleitet und die Vorstellung mag zwar naheliegend sein, aber doch befremdlich, irgendwann ist dem Schaffen ein Ende gesetzt.
Yoko Ono möchte die Ausstellung in Bielefeld nicht als Retrospektive verstanden wissen, das klänge zu sehr nach "abgehakt". Sie sieht Bielefeld, so war im Deutschlandradio zu hören, eher als "Auftakt zu weiteren zehn oder 20 produktiven Jahren".
Bei Yoko Ono und Kunst fällt mir immer nur ein: künstlich.
Bei Yoko Ono ist doch selber nur ein kleines Kunstwerk com großen John
Yoko Jono ist eine wirkliche Künstlerrin