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Christiane Hoffmann ist Kunsthistorikerin und spezialisiert auf Dienstleistungen die Künstler, Galeristen und Museen on- und offline unterstützen. Sie ist Inhaberin der Kunstagentur Hoffmann und betreibt zudem das Blog Kunstfreunde.
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26.06.08 · 10:15 Uhr
Olafur Eliasson pumpt Waterfalls of New York City
Kategorie: Kultur
Wenn am Donnerstag, den 26. Juni 2008 der Meister des Großevents in der Kunst Olafur Eliasson seine Waterfalls of Brooklyn der Öffentlichkeit übergibt,
Bildquelle: Logo: Olafur Eliasson: Waterfalls of NYC 2008
wird in New York ein Projekt umgesetzt, das nach dem Willen des Stadtmarketings sogar Christos „Gates" von 2005 in den Schatten stellen soll: Im East River baut Eliasson vier vierzig Meter hohe Wasserfälle, jede Minute werden Tausende von Litern in die Höhe gepumpt; die Stadt hofft auf einen Touristenansturm und damit verbundenene 55 Millionen Dollar Mehreinnahmen.
Bildquelle: Pressrelease Olafur Eliasson, Waterfalls of New York City 2008
Kontrovers wird seit einer Weile über das Mega-Event geschrieben und die Berechtigung darin ein Kunstwerk zu sehen, immer öfter aberkannt.
Natürlich ist Eliasson eine Hausnummer für sich und steht für ungewöhnliche Aktionen, die am Anfang seiner Karriere vielleicht mehr durch Überschaubarkeit und spielerischen Reichtum überzeugten.
Dass die letzten Projekte, sein BMW Art Car aus Eis und jetzt die künstlichen Wasserfälle u.a. an den Brückenpfeilern der Brooklyn Brigde in New York viel Energie benötigen und im Vergleich zu vergangenen Events und Aussstellungen gigantisch sind, ist richtig. Von Dubai-Effekt ist schon die Rede.
Die Projektbilder in ihrer ganzen Schönheit finden sich übrigens auf der Site www.nycwaterfalls.org
Aber was passiert denn da: Nicht Gigantomanie um seiner selbst Willen.
Klar, sind die vier künstlichen Wasserfälle erstmal eine Ingenieurleistung, logisch.
Aber was noch?
Das Projekt thematisiert auch das Wassers für die Stadt New York an einem weiteren "Wunder der Ingenieurkunst" der Brooklyn Bridge.
Wasser als Lebenselexier, als Fluch und Segen in einer Stadt die wenig grün und unerträglich heiße Sommer zu bieten hat; lebensgierig ist und immer zwischen Banalität und großem Kino hin und her schwingt. Einer Stadt die sich immer wieder neu erfindet.
Das Projekt ist die Kunst für die jetzige Zeit. Sie mag manchem vielleicht auch schon einwenig überholt gelten, da sie durch viel künstliche Energie hervorgebracht wird, in einer Zeit die durch die Energieknappheit der Welt und dem Klimawandel geprägt wird.
Was die Kunst von Eliasson ist, ist auf Augenhöhe mit den Diskursen über den richtigen Weg in die Zukunft zu sein, da dieses Projekt Millionen von Menschen berühren und zeigen wird, dass auch so scheinbar künstliche Kunst Menschen bewegt.
Vielleicht werden auch viele Zuschauer in ihrem Bewußtseinsprozess oder ihrem Lebenswandel berührt und das ist in unserer Zeit schon viel. let the water flow
Autor: Christiane Hoffmann· 0 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
Brooklyn Bridge· Kunstevent· Kunstobjekte· New York· Wasserfälle
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