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Profil
Martin Korte studierte Biologie in Münster, Tübingen und an den National Institutes of Health in den USA. Er promovierte 1995 in Frankfurt (Max-Planck-Institut für Hirnforschung) und München (Max-Planck-Institut für Neurobiologie). Im Jahr 2001 habilitierte er in Zoologie an der LMU München. Heute ist er Professor für Zelluläre Neurobiologie an der Technischen Universität zu Braunschweig. Er ist wissenschaftlicher Berater von Focus-Schule und einer Reihe von Sachbüchern, er hat selbst ein Buch geschrieben (Kläsener/Korte, Gute Noten – Wie Eltern den Schulerfolg ihrer Kinder verbessern können“, Argon Verlag) und hat bei zwei Büchern als Mit-Herausgeber fungiert („Das emotionale Gesetzbuch“ und „Der Campus Knigge).
Kommentare
- WeinuFeinkost · 02.05.10 · 06:16 Uhr Affen sind nicht schlauer, aber manchmal schneller
- Monika · 05.02.08 · 09:39 Uhr Music in the brain
- Tutor · 21.12.07 · 23:49 Uhr Wissen im Internet statt Wissen im Kopf?
- Michael Pusler · 13.12.07 · 10:42 Uhr Gehirn und Bewusstsein
- Myrian · 11.12.07 · 17:09 Uhr Shopping im Gehirn
Kategorien
06. März 2008
Affen sind nicht schlauer, aber manchmal schneller
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 2
Japanische Forscher trainierten 7 Schimpansen in einem speziellen Memory-Test, bei dem eine Zahlenreihe 1 bis 9 auftauchte. Komplizierend kam hinzum, dass die Affen trainiert wurden (über mehrere Monate), die Ziffern in der richtigen Reihenfolge zu tippen. Danach wurde der Test erschwert: zunächst war nur ein weißer Kreis dargestellt war, sobald die Tiere aber auf den Kreis tippten, leuchteten 210 bis 650 Millisekunden lang 5 Ziffern auf und wurden dann durch weiße Quadrate verdeckt. Die Aufgabe war, in der Abfolge der Ziffern auf die Quadrate zu tippen. Auch dies bewältigten die Affen sehr gut. Jetzt kommt der sportliche Teil des Tests: jetzt wurden die Schimpansen mit japanischen Studenten getestet. Bei längeren Zahlen-Aufleuchtzeichen waren die Schimpansen hier genauso gut wie die Studenten , was schon überraschend war, da Schimpansen gemeinhin nicht als Zahlengenies gelten. Dann kam aber noch eine größere Überraschung: ein junger Schimpanse (Sohn einer bereits gut getesteten und hochbegabten Schimpansenmutter) war bei sehr kurzen Zeiten, in der die Zahlen aufleuchteten, sogar deutlich schneller als alle Studenten. Diese neuen Resultate zeigten, dass zumindest junge Schimpansen ein außergewöhnliches Kurzzeitgedächtnis für Zahlen haben - vielleicht auch und vor allem aufgrund eines sehr gutes fotografisches Gedächtnisses. Möglicherweise sind junge Schimpansen in der Lage, ein Bild lange vor dem geistigen Auge zu behalten und nachträglich Details daraus zu extrahieren. Ein solches "fotografisches" Gedächtnis könnte übrigens auch bei Menschenkindern sehr ausgeprägt sein, womit wenigstens unsere Kinder unsere Speziesehre retten könnten. Auch ist nicht getestet worden, wie gut die Studenten abgeschnitten hätten, hätten sie ebensoviel Trainingszeit gehabt wie die Schimpansen, aber erstaunlich sind die Resultate schon, denn die Affen mussten nicht nur ein gutes Gedächtnis haben, sondern sie mussten die Zahlen ja auch in der richtigen Reihenfolge ordnen und dann antippen, was bedeutet, dass sie auch kognitiv äußert korrekt (90% richtige Antworten) gedacht haben.
Original Veröffentlichung in Current Biology, Vol. 17(23), 4. Dezember 2007
Videos der Versuche
Autor: Martin Korte· 06.03.08 · 05:32 Uhr· 2 Kommentare
05. Februar 2008
Music in the brain
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 1
Jeder kennt die rätselhafte Macht von Musik: Man läuft durch die Straßen und plötzlich ertönt aus einem Geschäft oder von einem Straßenmusiker eine bekannte Melodie, die einem das Herz schneller schlagen lässt und ein wohliger Schauer läuft einem über den Rücken.
Autor: Martin Korte· 05.02.08 · 07:41 Uhr· 1 Kommentar
25. Januar 2008
Auf den Hund gekommen
Kategorie: Naturwissenschaften
Was ist der Mensch,
Wenn seiner Zeit Gewinn, sein höchstes Gut
Nur Schlaf und Essen ist? Ein Vieh, nichts weiter.
Gewiß, der uns mit solcher Denkkraft schuf,
Voraus zu schaun und rückwärts, gab uns nicht
Die Fähigkeit und göttliche Vernunft,
Um ungebraucht in uns zu schimmeln. (W. Shakespeare, Hamlet IV:iv )
Autor: Martin Korte· 25.01.08 · 10:00 Uhr· 0 Kommentare
21. Januar 2008
Wie man Kindern den Rücken stärkt
Kategorie: Naturwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien
Pisa ist nicht nur in jeder Schule, sondern auch in jedem Kinderschlafzimmer. Eltern wollen nicht nur alles richtig machen, sondern vor allem besser.
Autor: Martin Korte· 21.01.08 · 05:58 Uhr· 0 Kommentare
20. Dezember 2007
Wissen im Internet statt Wissen im Kopf?
Kategorie: Medizin · Kommentare: 1
Das Internet ist prall gefüllt mit Wissen und, man hat allumfassend Zugriff und kann damit alles jederzeit an jedem Ort nachschlagen. Muss man also selbst zukünftig nichts mehr wissen, das heisst bestimmte Fakten und Umstände im Kopf autonom parat haben? So einfach wird es uns unser Gehirn nicht machen und der Grund liegt in den Verschaltungseigenschaften von Nervenzellen im menschlichen Gehirn.
Autor: Martin Korte· 20.12.07 · 17:57 Uhr· 1 Kommentar
07. Dezember 2007
Shopping im Gehirn
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 1
Die meisten ökonomischen Theorien minimieren in ihren Modellen den Einfluss von menschlichen Emotionen auf ökonomische Entscheidungen und betonen dagegen den Einfluss rationalen Denkens. Menschlichen Handlungen soll demnach eine Strategie der „Gewinnmaximierung“ zugrunde liegen: Man würde etwa kalkulieren, wie viel ein bestimmtes Produkt im Vergleich zu anderen Produkten wert ist, mit welchen Vorteilen zu rechnen ist und wie sich die eigene Entscheidung im Kontext der Entscheidungen anderer Individuen auswirkt. Ein relativ neues Forschungsgebiet innerhalb der Neurowissenschaften, Neuroökonomie (neuroeconomics, behavioral economics),
Autor: Martin Korte· 07.12.07 · 13:35 Uhr· 1 Kommentar
27. November 2007
Gehirn und Bewusstsein
Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften · Kommentare: 1
Ob neurobiologische Ergebnisse unser Menschenbild verändern, hängt maßgeblich davon ab, welchem Menschenbild wir anhängen; was wir als Erklärungsmuster akzeptieren und unter welchen Gesichtspunkten wir Experimente interpretieren. Sicher wird die Neurobiologie kein neues Menschenbild „entwickeln“ was nicht schon gedacht wurde, denn zwischen materialistischem Monismus und dem Idealismus wurde alles schon formuliert.
Autor: Martin Korte· 27.11.07 · 10:27 Uhr· 1 Kommentar
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