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Ulrich Berger, Mathematiker und Wirtschaftswissenschaft- ler, ist als ao. Univ.-Prof. an der Wirtschaftsuniversität Wien tätig. Er ist Mitglied im Wissenschaftsrat und im Vorstand der GWUP und bloggt hier über Pseudowissenschaft und verwandte Themen. Seine heimliche Liebe ist die Physik, weswegen der Ausdruck Quantenmedizin ihm Magenkrämpfe bereitet. Bloggende Unterstützung erhält er hin und wieder von Erich Eder.


gwup | die skeptiker

SKEPTIKER - Zeitschrift für Wissenschaft und kritisches Denken

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14.02.10 · 13:22 Uhr

Haiti, HAARP und Tesla: Wie Claudia von Werlhof die Frauenforschung demontiert

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 124

Prof. Claudia von Werlhof gilt laut Wikipedia als Mitbegründerin der Frauenforschung und des Ökofeminismus. Seit 1988 ist sie Universitätsprofessorin am Institut für Politikwissenschaft der Uni Innsbruck. Im Moment kann man erleben, wie sie kurz vor ihrer Emeritierung sich selbst und ihr Lebenswerk durch ein einziges Interview im Standard zum Gespött der Öffentlichkeit macht.

Bereits am 11. Jänner äußerte sie in einem Interview auf derStandard.at den kryptischen Satz

Werlhof: [...] Die Wissenschaft steht aber auch ohne die neoliberalen Reformen in der Krise. Das lässt sich an den Klima- und Naturkatastrophen ablesen, die ja auch durch die Wissenschaft verursacht sind.

Während man damals noch grübeln konnte, wie das mit den durch die Wissenschaft verursachten Naturkatastrophen wohl gemeint sei, wurde sie im gestrigen Standard-Interview um einiges konkreter:
 

Werlhof: [...] Was die Natur angeht, muss uns klarwerden, dass wir von ihren Zyklen und Rhythmen derzeit nur wenig wissen. Also müssen wir die vormodernen Anschauungen studieren - hier gibt es ja bereits Arbeiten der neuen Biologie und Physik. Auf dass eine neue Ethik, einneues Mitleiden entstehen. Damit nicht weiter das passiert, was etwa in Haiti geschehen ist.

Standard: Sie meinen das Erdbeben?

Werlhof: Ja, dass es ein künstlich produziertes Erdbeben gewesen sein könnte.

Standard: Wie das?

Werlhof: Im Projekt HAARP, einem Militärforschungszentrum in Alaska, wurden auf Grundlage der Tesla-Technologie (Nikola Tesla, kroatisch-amerikanischer Erfinder unter anderem den Wechselstroms entwickelte) Earthquake Machines hergestellt, die künstliche Erdbeben hervorrufen. Sie werden benutzt, um Erdölreserven aufzuspüren. Zwischen Haiti und Kuba soll es große Ölreserven geben, also könnte das Erdbeben in Haiti maschinell erzeugt worden sein, um die militärische Besetzung des Landes durch US-Truppen zu ermöglichen. Als Nebeneffekt werden unbotmäßige Regierungen wie etwa jene von Hugo Chavez in Venezuela unter Druck gesetzt.

Standard: Glauben Sie das wirklich? Das klingt nach Verschwörungstheorie.

Werlhof: Ich glaube gar nichts, aber Fakt ist, dass es die Technologie für künstliche Erdbeben gibt. Und von meiner Theorie her entspricht das genau der These von der patriarchalen Schöpfung aus Zerstörung. Außerdem: Öffentlich wird so etwas überhaupt nicht diskutiert.

[Anm.: Das im Print-Standard abgedruckte Interview ist gegenüber der Langfassung auf dieStandard.at etwas gekürzt.]

Das Interview schlägt bereits Wellen. Armin Wolf reagiert kopfschüttelnd, Florian Freistetter wundert sich, und andere ebenso.

Dass rund um das Forschungszentrum HAARP die Verschwörungstheorien gedeihen, ist bekannt. Dass das paranoide Geraune Quatsch ist, lässt sich schon daran erkennen, dass Frau Werlhof die "Tesla-Technologie" bemüht. Wie ich schon mehrfach dargelegt habe, ist, wo "Tesla" draufsteht, stets Freie-Energie- und Skalarwellen-Schwachsinn drin.

Vermutlich hat Frau von Werlhof den Unsinn über Haitit und HAARP aus den Büchern von Jerry E. Smith, dem in diesem Metier führenden Verschwörungstheoretiker, der sein neuestes Machwerk so bewirbt:

Starting with Nicola Tesla's earthquake machine of the 1890s I trace the possibility of "earthquakes on demand" from the development of a "tsunami bomb" during World War II [...], through Project Faultless which caused a massive earthquake in the Nevada desert [...] to evidences of human initiation of several major quakes and the 2004 Christmas tsunami with "scalar" or other electromagnetic waves.

Prof. von Werlhof hat in den 1960ern Soziologie studiert und war in der 68er-Bewegung aktiv. Mit Naturwissenschaften hat sie sich offenbar nie beschäftigt. Das muss sie natürlich auch nicht, wenngleich es sie vielleicht davor bewahrt hätte, einer tumben Verschwörungstheorie auf den Leim zu gehen. Bezeichnend ist, wie von Werlhof ihre krude Theorie begründet:

Und von meiner Theorie her entspricht das genau der These von der patriarchalen Schöpfung aus Zerstörung.

Einer der methodischen Fallstricke der Pseudowissenschaft besteht ja gerade darin, dass man im Dickicht der Daten und im Dschungel der Phänomene nach jenen - bei genügend intensiver Suche stets anzutreffenden - Einzelstücken Ausschau hält, die die eigene These zu bestätigen scheinen. Im Popper'schen Sinne wäre die wissenschaftlich korrekte Vorgangsweise nämlich genau andersrum: Man sollte sich redlich bemühen, seine eigene These zu widerlegen, und nur wenn das nicht gelingt, darf sie vorläufig aufrecht erhalten werden.

Doch was über all das hinaus schockierend ist, ist die Tatsache, dass Frau von Werlhof, die an einem Institut für Politikwissenschaft arbeitet, es offenbar für plausibel hält, dass die amerikanische Regierung 200.000 Menschen ermordet um einen Vorwand für die Besetzung einer Insel zu haben, deren angebliche Erdöllager sie ausbeuten will. Derlei antiamerikanische Ressentiments auf Stammtischniveau sind für eine Akademikerin schlicht peinlich.

Die Frauenforschung hat mit all dem nicht viel zu tun, doch mit diesem Interview hat Frau von Werlhof ihren eigenen Anliegen wohl einen Bärendienst erwiesen. Si tacuisses, philosopha mansisses.

 

Autor: Ulrich Berger· 124 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Trackbacks (2)

HAARP und die Politikwissenschaftlerin: Nachtrag zu den Verschwörungstheorien an der Uni Innsbruch · Astrodicticum Simplex · 09.03.10 · 11:58 Uhr

Vor ein paar Wochen habe ich über Claudia von Werlhof, eine Professorin an der Universität Innsbruck berichtet, die meinte, das Erdbeben in Haiti wäre von den Amerikanern künstlich mittels der HAARP-Anlage ausgelöst worden um in Haiti einmarschieren zu... ...mehr


HAARP, Werlhof und Spaß mit Kummerln · Kritisch gedacht · 14.03.10 · 17:34 Uhr

Entzückend! Auf die Dauer war es ja wirklich schon langweilig, außer von anonymen Kommentatoren nur von Eso-Fritzsche und Quanten-Rolf angefeindet zu werden. Aber jetzt gesellt sich ein Herr Roland Steixner dazu, und der ist immerhin im Bundesvorstand ... ...mehr



Kommentare (124)

Kommentar-Direktlink Heinz Oberhummer· 14.02.10 · 16:24 Uhr

Der Grund für das Erdbeben in Haiti ist, dass sich dort die Nordamerikanische und Karibische Platte aneinander reiben. Eine der beiden Bruchlininen verläuft gerade unter Port aux Prince. Dehalb kommt es dort immer wieder zu Erdbeben. Das ist alles!

Es ist traurig, dass durch solche Aussagen von KollegInnen der Ruf von Universitätsprofessoren derart dískreditiert wird. Übrigens kann sich Prof. Claudia von Werlhof mit solchen Unsinn auf die gleiche Stufe wie der unsäglichen Pfarrer Gerhard Maria Wagner stellen, der ob der Katastrophe in Haiti in Bezug auf einen strafenden Gottes feststellte: "Es ist schon interessant, dass in Haiti 90 Prozent Anhänger von Voodoo-Kulten sind."

Natürliche Katastrophen dürfen einfach nicht natürlichen Ursprungs sein, da muss die U.S.A. oder Voodoo schuld sein! Was für ein primitives Weltbild.

Kommentar-Direktlink Dr. E. Berndt· 14.02.10 · 17:01 Uhr

Ich bin gestern per Zufall auf diese Werhof gestoßen. Unfaßbar.
Und bitte, die Frau unterrichtet, kostet Geld und nimmt anderen Studienrichtungen Geld weg!!
Wer verantwortet das?
Ist dafür jemand im Wissenschaftsminsiterium zuständig?

Kommentar-Direktlink Tweev· 14.02.10 · 17:27 Uhr

@Dr. E. Berndt:
Ja, dafür sind Menschen zuständig, die Herrn Grander Wissenschaftspreise verleihen. Kann einen wirklich noch etwas überraschen?

Kommentar-Direktlink Kranker Pfleger· 14.02.10 · 17:29 Uhr

Und ich dachte, ICH sei verrückt!

Kommentar-Direktlink Herbert Haas· 14.02.10 · 17:53 Uhr

"...tritt das alchemistische Prinzip in der Neuzeit als neue Naturwissenschaft in Erscheinung, als weltweites Schöpfung-aus-Zerstörung-Programm."

Mhmm, bloß nicht widersprechen...


Kommentar-Direktlink Philippe Leick· 14.02.10 · 18:32 Uhr

Zu der Frage von Dr. Berndt "wer verantwortet das?" sollte man hinzufügen, dass Frau von Werlhof bei ihrer Berufung als Professorin 1988 wahrscheinlich noch nicht mit solchen Äußerungen geglänzt hat (oder ist das Gegenteil bekannt?).

Sie ist natürlich nicht die erste, die im Lauf der Zeit immer extremere oder dümmere Ansichten entwickelt hat, und "Altersdemenz" ist natürlich nicht auf Frauenforschung oder Geisteswissenschaft beschränkt.

Ich frage mich aber, ob solche Leute nicht schlicht der Preis sind, den wir für eine (relativ) freie und unabhängige Forschung zahlen müssen. Lehrstuhlinhaber werden eben auch dadurch unabhängig, dass sie ihren Lehrstuhl fast nicht mehr verlieren können. Ich weiß nicht, ob mir die Alternative besonders gefällt, bei der Professoren regelmäßig nachweisen müssen, ob ihre Ansichten und Forschungsthemen genehm sind (wem eigentlich?).
Wer würde so etwas prüfen, wem müsste man es recht machen? Politischen Kommissionen oder Ausschüssen des Wissenschaftsministeriums, die gerne mal schrulligen Tirolern Wissenschaftspreise verleihen, würde ich das nicht zutrauen. Und die Erfahrung zeigt doch, dass solche Evaluierungen immer wieder missbraucht würden, um unliebsame Leute loszuwerden.

Ich neige daher zu der Ansicht, dass eine kleine Zahl an abgedrifteten Wissenschaftlern einfach toleriert werden muss. Man muss ihnen eben mit kritischen Argumenten begegnen, so wie das hier auch getan wird (dazu reicht es doch oft, einfach deren Ansichten unkommentiert zu wiederzugfeben). Schlimm ist es natürlich, wenn solche Leute in ihrem Fachgebiet noch ernst genommen werden.
Wie kritisch waren denn die Fragen des Journalisten vom Standard?

Kommentar-Direktlink Harald Leinwber· 14.02.10 · 18:53 Uhr

Guten Tag!

In dem Roman "Die Kinder von Eden" von Ken Follett geht es um die künstliche Erzeugung von Erdbeben mittels eines hydraulischen Stampfers, der an dafür geeigneten fault lines bereits vohandene Vibrationen verstärkt. Oder so.

Für einen spannenden Thriller war mir das damals plausibel genug erklärt.

Die Frage, ob es technisch möglich ist, ist indes nicht dieselbe, nämlich ob es möglich wäre, damit davon zu kommen.

Wie sollte das möglich sein? An einem solchen Vorhaben wie dem von Frau von Werlhof insinuierten wären viele, viele Leute beteiligt. Und nachdem das Ausmaß der Sache klar ist, soll sich keiner von denen einen ewigen Platz in allen Talkshows sichern wollen? (Nebst der Aussicht auf eine "Du kommst aus dem Gefängnis frei"-Karte?)

Und keine Macht auf diesem Planeten würde "den Amerikanern" nur gar zu gerne diese Sache anhängen?

Oder hat der CIA auch alle Casting-Büros dieses Planeten infiltriert?

Unglaublich ist nicht, dass so etwas gedacht wird, nicht einmal, dass es auf Staatskosten geschieht. Unglaublich wird sein, wie schnell der Dame beigesprungen werden wird, von Menschen, die auch etwas zu verlieren haben. Ämter, Würden, Ansehen - und bei näherer Betrachtung könnte es sich ergeben, dass ihre Verdienste fragwürdig sind.

"Aber das", sagte der Wirt aus "Irma la douce", "ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden."

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Harald Leinweber

Kommentar-Direktlink Dr. E. Berndt· 14.02.10 · 19:05 Uhr

@Leik
Kritische Fragen von Standard in Punkto Zeitgeist? Die gibt es nur selten.
Kritisch reagieren die Zeitungen nur wenn es um die politische Korrektheit in allen Facetten geht. Da gibt es keinen Pardon und keine Redefreiheit.
Aber immerhin wurde der guten Fr. Professor Verschwörungstheorie vorgehalten. Alle Achtung!
War es eine Freud'sche Fehlleistung von "Die Standard" der Frau Prof. ein Interview zu gewähren, oder war tatsächlich die Absicht dahinter, die Dame zu desavouieren.
Die Zeitungslinie von "Die Standard" ist es jedenfalls, besonders auf die Interessen von Frauen und ihrer Gleichberechtigung zu achten.

Kommentar-Direktlink Kranker Pfleger· 14.02.10 · 19:46 Uhr

Ich habe mir mal erlaubt, den Wikipediaeintrag dieser Dame zu aktualisieren :-)

Kommentar-Direktlink rolak· 14.02.10 · 20:07 Uhr

..steht noch zur Freigabe an. Verständlich, aber... ;-)

Kommentar-Direktlink Rose· 14.02.10 · 20:21 Uhr

Als Frau kann man sich echt nur fremdschämen angesichts dieses Gequatsches.

Werlhof scheint der weibliche Dieter Broers zu sein, bloß dass ihr Titel echt ist.
Jedenfalls schwadroniert sie genau so unbekümmert von jeder Beweislast daher wie die zahllosen New-Age-Tanten, deren bunte Bücher die Esoterikregale mit frei erfundenem, pseudo-elitärem Schwachsinn füllen.

Mich macht es zornig, wenn Frauen irrationales Denken als "weiblichen Gegenentwurf" zum Patriarchat feiern - das ist ein Bärendienst an der weiblichen Hälfte der Menschheit.

Emanzipation braucht Mündigkeit braucht den Gebrauch des kritischen Verstandes. Bedeutungsvolles Raunen von Zyklen und zerstörerischen Männer-Wissenschafts-Syndikaten ohne seriöse Evidenz ist einfach nur peinlich. Ich werde der Dame ein E-Mail schreiben, und zwar kein schwesterliches!

Kommentar-Direktlink HOT· 14.02.10 · 20:31 Uhr

Die Herren Kritiker hier sollten mal die Bücher von David Icke lesen oder hier im Internet recherchieren - und vielleicht ihre indoktrinierte Meinung überdenken!
Für eine Verschwörung gibt es genügend Beweise! z.B. die "Georgia Guidestones"
Love & Peace!

Kommentar-Direktlink rolak· 14.02.10 · 20:43 Uhr

also icke kann den Icke nich ab.
Hi HOT, Du müßtest Dir mal durchlesen, wie Hardcore-VTler über "dieses MainstreamWeichei", den "gefilterten repeater" lästern, da wird Dir bestimmt ganz anders.

Kommentar-Direktlink Aron Sperber· 14.02.10 · 20:47 Uhr

wer soweit geht, die Werte der Aufklärung für Propaganda zu halten, wird selbst leicht zum Opfer von totalitärer Propaganda, wie sie in diesem Fall ursprünglich vom Chavez-Regime und in weiterer Folge vom Mullah-Regime weiterverbreitet wurde:

http://aron2201sperber.wordpress.com/2010/01/23/der-paranoide-welt-des-hugo-chavez/

Kommentar-Direktlink Sebastian· 15.02.10 · 09:13 Uhr

Den Ruf nach dem Wissenschaftsministerium kann ich nicht ganz verstehen. Freiheit von Wissenschaft und Forschung sind ein wertvolles Gut - dafür muss man eben auch mit dem einen oder anderen Ausrutscher leben können.

Abgesehen davon: auf der einen Seite beobachten wir wie eine einzige amerikanische Bank, die vor wenigen Monaten noch staatlich gestützt werden musste, die Währung des größten Wirtschaftsraumes des Globus unter Druck setzen kann. Auf der anderen Seite erwarten wir von technisch nicht versierten Bürgern, dass sie Aussagen wie "Das Haiti-Beben wurde von Menschenhand ausgelöst" als Humbug identifizieren?

Das passt nicht zusammen. Zum Thema anti-amkerikanische Ressentiments emfpehle ich folgende Meinungsumfrage unter Akademikern: "Denken Sie an die Kuwait-Krise und den Irak-Krieg. Halten Sie es für möglich, dass die amerikanische Regierung 200.000 Menschenleben gefährdet, um bedeutende Ölreserven unter ihre Kontrolle zu bringen?" Dann werden wir rasch sehen ob dieser Gedanke tatächlich so unplausibel erscheint, wie Ulrich Berger meint.

Kommentar-Direktlink toughIQ· 15.02.10 · 09:43 Uhr

Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie Anhänger diverser Verschwörungstheorien ihre Ideen damit begründen, dass Regierungen oder Firmen moralisch bedenkliche Handlungen setzen. Natürlich tun sie das gelegentlich, bei Kriegen so gut wie immer, aber das ist keine Verschwörung. Ich denke es ist heute ziemlich klar, dass es im Irak keine Massenvernichtungswaffen gab und dass die gefälschten Beweise als Vorwand dienten, um einen durchaus politischen und wirtschaftlichen Krieg zu rechtfertigen. Das ist aber immer noch keine Verschwörung. Das ist Arroganz, Anmassung oder schlicht weg Dummheit.

Was weiters auffällig ist der Umstand, dass es bei den vorgeschobenen Verschwörungen niemals geheime Mächte und Technologien am Werk sind. Man weiß einfach, wer etwas anstrebt und wie er es macht.

Eine Verschwörung ist für mich daran zu erkennen, dass es kein Augenscheinliches Motiv gibt, sondern dass es zumeist sehr weit hergeholt ist. Des weiteren ist so gut wie immer eine geheimnisvolle Technologie involviert.

Ich bedaure wirklich, dass Herr Tesla bei solchen Dingen immer wieder zitiert wird. Ich habe mich jetzt nicht ausgiebig mit seinem Leben und seiner Forschung beschäftigt, aber ich denke, dass er durchaus auch brauchbare Erkenntnisse geliefert hat. Von denen redet allerdings kaum wer...

"Nicola Tesla - der naturwissenschaftliche Vorreiter aller Verschwörungstheorien". Schade.

"Verschwörungen funktionieren nur dann, wenn maximal drei Personen davon wissen...und zwei davon tot sind".

PS: kann mir bitte irgendwer einmal eine Verschwörungstheorie nennen, die lange Jahre als solche abgetan wurde und sich aber am Ende doch als wahr herausgestellt hat? Ich habe bis dato keine gefunden.

Kommentar-Direktlink markus· 15.02.10 · 10:18 Uhr

herr tesla und die haarp theorie wurde auch im europäischen parlament diskutiert! also tut nicht alles als verchwörung ab. das mit haarp das klima beeinflusst werden kann ist unumstritten!

schaut euch doch mal in der welt um wenn ihr immer noch glaubt das es alle in eurem interesse handeln dann tut mir das echt leid.

hier der link dazu: http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT%20REPORT%20A4-1999-0005%200%20DOC%20XML%20V0//DE

aus dem jahr 1999!!!!

Kommentar-Direktlink tammy· 15.02.10 · 10:37 Uhr

Hätte ich etwas gegen Frauen- oder Genderfroschung, würde ich diese Frau als Professorin berufen.

Sie wird zur Kronzeugin aller, die diese Forschungsrichtung per se für unwissenschaftlich halten. Leider. Und man kann zunächst noch nicht einmal widersprechen und muss statt dessen mühsam um noch mühsamere Differenzierung bitten. Wie jede Forschungsrichtung hat auch die Soziologie ihre "Exoten".
Die Genderforschung ist ohnehin schon vielen Anfeindungen ausgesetzt - und Frau Werlhof hat ihr einen Bärendienst erwiesen.
Was sollen diese Geschlechtszuweisungen, diese überdehnten Interpretationen? Was für ein Unsinn. Als Wissenschaftlerin bin ich beschämt.

Kommentar-Direktlink kapi· 15.02.10 · 10:42 Uhr

@markus:
Was letztlich nur der Beleg dafür ist, dass
a) im Europäischen Parlament jeglicher Blödsinn durchaus diskutiert werden darf und wird und
b) auch die Europapolitiker ganz und gar nicht frei davon sind, auch noch so haarsträubendem Mist (zunächst) auf den Leim zu gehen und schließlich
c) der Umstand, dass das EU-Parlament über irgendwas diskutiert keineswegs etwas mit der Sinnhaftigkeit und dem Wahrheitsgehalt des diskutierten Themas zu tun haben muss.

Nun wirst du uns sicher erklären wollen wie "HAARP" das Klima beeinflußt, oder? Nur los, ich bin gespannt!

Und...bitte keine Verweise auf Johannes von Buttlar, Nick Begich jr. oder andere Telepathen. Heute ist zwar Rosenmontag, aber für Büttenreden bin ich nicht empfänglich.


Kommentar-Direktlink markus· 15.02.10 · 10:55 Uhr

@kapi

nein mein lieber herr oder frau kapi ich muss gar nichts erklären.
wenn sie denn wirklich interessiert daran sind, dann suchen sie doch mal selbst danach. ich habe ledeglich einen link zur eu eingestellt. wie sie das deuten liegt ganz in ihrem ermessen. wenn sie sagen es ist alles blödsinn dann soll es so sein und brauchen sich auch nicht näher damit beschäftigen. ich möchte doch nicht haben das sie ihre meinung nur nach meiner richten. wenn sie allerdings sagen okay ich möchte mehr davon wissen, dann finden sie auch die passenden quellen dazu.

da sie aber anscheinden den gesamten text nicht fertig gelesen haben, wird sie das thema auch nicht interessieren.

jeder hat seine eigene realität und richtet sie dementsprechend aus.

lg

Kommentar-Direktlink markus· 15.02.10 · 11:01 Uhr

@kapi

falls sie nicht alles vom link eu gelesen haben sollten:

HAARP - Ein klimabeeinträchtigendes Waffensystem

Am 5. Februar 1998 führte der Unterausschuß für Sicherheit und Abrüstung des Europäischen Parlaments eine Anhörung u.a. über HAARP durch. Vertreter der NATO und der USA waren eingeladen worden, nahmen jedoch an der Anhörung nicht teil. Der Ausschuß bedauert es, daß die USA keinen Vertreter entsandt hatten, der auf Fragen hätte antworten und die Gelegenheit nutzen können, zu dem vorgelegten Material Stellung zu nehmen.(22)

HAARP, Forschungsprogramm für hochfrequente Strahlenforschung (High Frequency Active Auroral Research Project), wird gemeinsam von der Luftwaffe der USA und dem Geophysikalischen Institut der Universität Alaska, Fairbanks, durchgeführt. Auch in Norwegen laufen ähnliche Untersuchungen, ebenfalls in der Antarktis und auch in der früheren Sowjetunion.(23) HAARP ist ein Forschungsprojekt, bei dem mit einer bodengestützten Anlage mit einem Netz von Antennen, die alle mit einem eigenen Sender ausgestattet sind, Teile der Ionosphäre(24) mit starken Radiowellen erwärmt werden. Die erzeugte Energie heizt bestimmte Teile der Ionosphäre auf, was auch Löcher in der Ionosphäre und künstliche "Spiegel" herbeiführen kann.

HAARP ist für viele Zwecke einsetzbar. Durch Manipulation der elektrischen Eigenschaften in der Atmosphäre lassen sich gewaltige Kräfte kontrollieren. Wird dies als militärische Waffe eingesetzt, können die Folgen für den Feind verhängnisvoll sein. Durch HAARP läßt sich ein fest umrissenes Gebiet millionenfach stärker mit Energie aufladen als mit irgendeiner anderen herkömmlichen Energiequelle. Die Energie läßt sich auch auf ein bewegliches Ziel ausrichten, u.a. auf feindliche Raketen.

Das Projekt ermöglicht auch eine bessere Kommunikation mit U-Booten und die Manipulation der globalen Wetterverhältnisse. Aber auch das Gegenteil, eine Störung der Kommunikation, ist möglich. Durch Manipulation der Ionosphäre kann man die globale Kommunikation stören, gleichzeitig bleiben die Kommunikationsverbindungen des Anwenders erhalten. Eine weitere Nutzungsmöglichkeit des Systems ist eine Röntgenaufnahme der Erde bis in eine Tiefe von mehreren Kilometern (erddurchdringende Tomographie), um Öl- und Gasfelder aufzuspüren, aber auch unterirdisch stationierte Militäranlagen. Eine weitere Nutzung des HAARP-Systems ist Radar, das über den Horizont blicken und Objekte in großer Entfernung erfassen kann. Dadurch lassen sich nähernde Objekte jenseits des Horizonts ausmachen.


wenn sie sagen das die eu-politiker keine ahnung haben, hmm kann schon sein aber zumuindest müssen auch sie wissenschaftler zu rate ziehen oder?

aber das ist ja nur die kleine spitze des eisbergs *gg*

Kommentar-Direktlink aetiology· 15.02.10 · 12:42 Uhr

@ markus:
Wie wird aus der Kurzwellen Strahlung von HAARP Röntenstrahlung? Magie? Illuminaten? EU?

Kommentar-Direktlink Besucher· 15.02.10 · 12:46 Uhr

@Markus

Schade, daß sie nicht den ganzen Text gepostet haben. Aber Sie sind jetzt sicherlich in der Lage mir die Stelle zu posten, in welcher eine Verbindung zwischen HAARP und Erdbeben beschrieben wird. Ich habe wohl eine kleine Leseschwäche und kann keinen entsprechenden Hinweis finden.
Eine kleine Erklärung noch: Klima ist NICHT gleich Erdbeben. :D Der Himmel und das Weltall sind ebenfalls nicht identisch mit dem Erdboden, dem Erdmantel etc.pp.
Atomexplosionen haben ebenfalls nichts mit HAARP zu tun. :D

Kommentar-Direktlink markus· 15.02.10 · 13:07 Uhr

@besucher

könnten sie mir bitte aufzeigen wo ich geschrieben habe das man mit haarp ein erdbeben auslösen kann.
das man damit ein erdbeben auslöst, kann ich mir auch nicht vorstellen.
ich wollte mit meinen beitrag nur mal so aufzeigen das man mit haarp allerlei dinge anstellen kann. auch wenn das die mehrheit nicht wahr haben möchte!

lg

Kommentar-Direktlink toughIQ· 15.02.10 · 14:45 Uhr

@markus
ja, man kann mit HAARP sicher so einiges anstellen. Das kann ich mit meiner Mirkowelle allerdings auch. Oder globaler: in meiner Jugend konnte ich noch aktiv an einer weltweiten Klimazerstörungsverschwörung teilnehmen. Mitmachen konnte jeder, der zB einen FCKW-haltigen Haarspray benutzt hat.

Im gegebenen Fall allerdings eine Verbindung von HAARP und Erdbeben herzustellen halte ich für absoluten Unsinn und nur durch den Kunstgriff einer mysteriösen, nebulosen Verschwörung für möglich.

Was HAARP kann und auch nicht kann ist ein eigenes Thema, aber am Erdbeben in Haiti war es sicherlich nicht beteiligt und somit auch nicht die Betreiber dieser Anlage.

Kommentar-Direktlink Harald Leinweber· 15.02.10 · 15:08 Uhr

Guten Tag!

Ich kennen Bären, die schlauer daherreden als Frau von Werlhof, und die verwahren sich gegen die Behauptung, die Dame hätte einen Bärendienst geleistet. Bären leisten sehr nützliche Dienste, wie z. B. Feuerwehrleute, Ärzte und Polizisten in vielen Ländern belegen können!

Aber das nur am Rande, wichtiger scheint mir: Ich besitze einen Hammer.
Wenn ich (und noch eine genügende Anzahl anderer) damit gleichzeitig auf den Boden klopfen, gibt es ein Erdbeben. Das ist unbestritten - nur ist die Frage, wieviele "genügend" sind. Die Technologie ist jedenfalls da, also muss mir nur noch ein Motiv angehängt werden - etwa: ich mag keine HaitianerInnen, jedenfalls gibt es keinen Beweis des Gegenteils -, und schon bin ich verdächtig der Verschwörung gegen Haiti - mindestens so sehr wie die USA, wobei bei mir noch die Raffinesse zu erwähnen ist, dass ich mich nach dem Erdbeben nicht etwa an die Spitze der Hilfsbemühungen gesetzt habe, sondern einfach nur abgewartet habe. Tückisch!

Wenn wir erst mal so weit sind, auf diesem Niveau zu "argumentieren": Gute Nacht!

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Harald Leinweber

Kommentar-Direktlink philipp· 16.02.10 · 04:47 Uhr

Frau Professor scheint iranische Nachrichten zu lesen. Die I.R.I.B. hat kürzlich was ähnliches berichtet. Da sinds nicht nur die Amerikaner, sondern natürlich auch die Zionisten, die dahinter stecken.

http://tinyurl.com/y9yey34

Mit Genderforschung (und modernen Geisteswissenschaften im Allgemeinen) hat das meiner Meinung nach schon was zu tun, als man bei dem ganzen Dekonstruktivieren schnell mal die Realität vor lauter Theorien nicht mehr sieht, und sich auch gerne mal im postmodernen Jargon Verläuft. Die Grenze zwischen ernsthafter Wissenschaft und totalem Nonsense ist da fließend. Siehe Sokal-Debatte.

Kommentar-Direktlink Harald Leinweber· 16.02.10 · 11:33 Uhr

Guten Tag!

Es läuft letzten Endes auf folgende Frage hinaus:
Erzählt Frau von Werlhof dermaßen blühenden Blödsinn, weil sie Frauenforschung betreibt - oder obwohl? (Oder hat das eine mit dem anderen rein gar nichts zu tun?)

Wohnt der Frauenforschung eine Tendenz zu solchem Schwachsinn inne, oder ist das nur Frau von Werlhofs ganz persönliches menschliches Versagen?

Die Frage muss erlaubt sein - wenn Priester Kinder schänden, fragt man ja auch, ob das durch die Institution befördert oder eher behindert wird. (Oder wenn Soldaten nicht Kriegsgegner töten, sondern Zivilisten - da kommen dann auch Fragen, ob es an der Firma liegt oder an den Einzelnen.)

Andererseits: Warum soll es unter ProfessorInnen weniger Ausfälle geben als in der Gesamtbevölkerung?

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Harald Leinweber

Kommentar-Direktlink aetiology· 16.02.10 · 12:05 Uhr

Ich bin während meinem Studiums „gender-sensitiviert“ worden, sprich musste ein Seminar zur Frauenrolle in den Naturwissenschaften absolvieren. Darin wurden genderphilosophische Arbeiten zu Themen wie „Warum wird das weibliche Ei in der Literatur als passiv dargestellt“ und „das männliche Spermium als weißer Ritter, der das Ei erobert“. Ich muss zugeben, dass ich mich außerhalb des Pflichtprogrammes nicht tiefer mit dem Thema beschäftigt habe, aber das Bild der Generforschung das mir vermittelt wurde ist eines von erschreckend niedrigem akademischem Niveau und ziemlich Planlosigkeit in dem faktischen Wissen, welches analysiert wird…und das in einem Ausmaße wie man sie sonst nur von Personen a la Steve Fuller kennt.
Besonders eklatant erscheint die fehlende Kritikwilligkeit. Offensichtliche Fehler in Beschreibungen biologischer Prozesse wurden abgetan oder als „patriachale Sichtweise der Naturbeherrschung“ relativiert…und gerade das ist erschreckend. Fehlende Kritikfähigkeit erodiert jede Wissenschaft zu bloßer Beliebigkeit. Und gerade dieser Punkt scheint mir in der Genderforschung systemimmanent zu sein.

Kommentar-Direktlink Dr. E. Berndt· 17.02.10 · 11:07 Uhr

@aetiology
Ihre Beobachtung wie offenbar "Frauenforschung" betrieben wird, deckt sich mit der "Forschung" in CAM. Dort geht es genau so transreal zu - aber alles politisch höchst korrekt!

Kommentar-Direktlink Ferdinand Karlhofer· 17.02.10 · 12:08 Uhr

[Anm. UB: Dies ist eine Stellungnahme des Leiters des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck, Herrn ao. Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Karlhofer]

Als Leiter jenes Instituts, an dem Frau v. Werlhof eine Professur innehat (sie wird demnächst emeritieren), kann ich zu diesem Interview - speziell zur Aussage, das Erdbeben in Haiti könnte künstlich von den USA verursacht worden sein, um besser an vermutete Ölreserven heranzukommen - nur mein größtes Bedauern bekunden. Ich halte ausdrücklich fest: In diesem Interview spiegelt sich nicht das Wissenschaftsverständnis unseres Instituts wider!

Nachdem ich (wie wohl auch Kollegin Werlhof) außerstande bin, über die Tesla-Technologie fachkundig zu urteilen, bin ich für jede kompetente Stellungnahme bzw. Richtigstellung dankbar. Den Schaden für den Ruf des Instituts wird das, fürchte ich, leider nicht mindern.

ao.Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Karlhofer
Institut für Politikwissenschaft
Universität Innsbruck

Kommentar-Direktlink Hannes· 17.02.10 · 13:45 Uhr

"Derlei antiamerikanische Ressentiments auf Stammtischniveau sind für eine Akademikerin schlicht peinlich."

Besser: Derlei antiamerikanische Ressentiments sind selbst für StammtischbesucherInnen schlicht peinlich.

Das Gebrabbel von 100000-fachen Mord wegen dem Gelde ist ansonsten nur von Hardcore-AntisemitInnen bekannt und es gibt ja auch einen Zusmmenhang zwischen Antiamerikanismus und Antisemitismus.

Kommentar-Direktlink Des wahnsinns knuspriger Hosenträger· 18.02.10 · 12:28 Uhr

auch im standard kommts nochmal

Kommentar-Direktlink kapela· 21.02.10 · 11:19 Uhr

Nikola Tesla war ein Serbe aus Kroatien und kein Kroate .

Kommentar-Direktlink Alrik· 21.02.10 · 17:46 Uhr

Claudia von Werlhof zählt zusammen mit Maria Mies nicht nur zu den MitbegründerInnen des Ökofeminismus, sondern auch zu den Erstunterzeichnern des Kölner Aufrufs. Wenn man die Thesen des Kölner Aufrufs mit den Thesen vergleicht die sie im Interview des Standards verbreitet fällt einem durchaus die gedankliche Nähe auf.

Was wird im Kölner Aufruf behauptet ?
Das:
"Killerspiele Landminen für die Seele unserer Kinder sind"
"ein militärisch medialer industrieller Komplex Killerspiele erfunden hat um unsere Kinder auf die völkerrechts- und grundgesetzwidrigen Kriege des USA auf dem Balkan und in Afghanistan vorzubereiten"
"das dieser militärisch medialer industrieller Komplex deutsche Hochschulen und die Bundeszentrale für Politische Bildung unterwandert hat"
und fordert:
"das Politiker und Wissenschaftler die mit dem militärisch medialer industrieller Komplex zusammenarbeiten zurücktreten"
"Computerspiele kein Kulturgut sein dürfen"

Neben friedensbewegen Künstlern wie Konstantin Wecker ( Solikonzert für Saddam) zählen auch amtierende deutsche Politiker wie der bayrische Innenminister Joachim Herrmann und Killerspielexperten wie Prof. Dr. Christian Pfeiffer ( Direktor des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen, ehemaliger Niedersächsischer Innenminister ) zu den Erstunterzeichnern.
Aber auch linkse Gruppen wie "Arbeiterfotografie" die Verschwörungstheoretikern wie dem Hip-Hop Duo "Die Bandbreite" eine Bühne bieten.

Alles im allen eine schöne Querfront von rechts und links, die mit ihrer Unterschrift bestätigt eine antiamerikanische Verschwörungstheorie zu glauben.
Somit überrascht mit das Interview auch nicht. Wer unsere Kinder mit Killerspielen )und Negermusik ?) verdirbt, eine Mondlandung und einen Anschlag auf Hochhäuser fälscht scheut doch auch nicht davor zurück ein Erdbeben auszulösen...

Claudia von Werlhof saß auch in der Jury des internationalen Tribunals das Gerhard Schröder, Joschka Fischer, Blair, Clinton und alle Mitglieder des Deutschen Bundestages die nicht gegen den Kosovokrieg gestimmt hatten wegen Völkerrechtsverstößen verurteilt hat.

Kommentar-Direktlink Harald Leinweber· 22.02.10 · 08:36 Uhr

Guten Tag!

Maria Mies und die Killerspiele ... - Ich kann mich noch gut erinnern, wie Maria Mies 1983 beim Kabylon-Kongress gegen Volkszählung und Überwachungsstaat die gesamte Computertechnik "auf den Müllhaufen der Geschichte" befördert sehen wollte, und mit dem Einwand, das sei sicher eine hervorragende Idee, da ja zum Beispiel Bauern sich gar nicht dafür interessieren, wie morgen das Wetter wird, ganz offensichtlich nichts anzufangen wusste.
Ob sie wohl seitdem auch das Internet auf irgendwelche Müllhaufen befördern möchte oder nur sogenannte Killerspiele?

Ob sie sich nicht tatsächlich bereits von guten Teilen der heutigen Zivilisation mindestens gedanklich verabschiedet hat, ist für manchen keine Frage mehr.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Harald Leinweber

Kommentar-Direktlink S.· 22.02.10 · 17:26 Uhr

"immer noch werden hexen verbrannt
auf den scheiten der ideologien
irgendwer ist immer der böse im land
und dann kann man als guter
und die augen voll sand
in die heiligen kriege ziehn" (Konstantin Wecker, Hexeneinmaleins)

Die Seriosität (bzw. die Abwesenheit derselben) dieses Blogs und der oben stehenden Kommentare sowie diese Hexenjagd allerheftigster Schärfe schreien zum Himmel. "Kritisch gedacht" wird hier nicht, draufgehauen und diffamiert wohl eher, da wird dann alles ausgepackt, was die Vorwurfs- und Diskriminierungskiste hergibt - vom Antfeminismus bis zum Antisemitismus ist alles dabei. Dabei hat sich wohl kaum jemand der hier kommentierenden Personen tatsächlich mit der Arbeit von Claudia von Werlhof im Allgemeinen und der Haiti-These im Speziellen auseinandergesetzt.
Umso mehr verwundert der Umstand, dass Herr Karlhofer, Institutsvorstand am Institut, an dem Claudia von Werlhof tätig ist, sich dieses Forum aussucht, um sich von Frau Werlhof zu distanzieren. Es stimmt nachdenklich, dass dieser Rahmen das "Wissenschaftsverständnis" des Institutes von Herrn Karlhofer widerspiegeln soll - oder warum wird gerade hier diese Stellungnahme publiziert?

Kommentar-Direktlink Thomas J· 22.02.10 · 17:51 Uhr

@S.

Haiti-These? Was meinen Sie damit?

Ich hab einige der Schriften besagter Dame quergelesen. Zwischen lautem Lachen und grossem Ärger war alles dabei.
Haben Sie einen konkreten Kritikpunkt hier anzumelden oder wollen Sie nur mit dem Vorwurf der Unseriosität rumstänkern?

Kommentar-Direktlink S.· 22.02.10 · 18:07 Uhr

@Thomas J.:
Haben SIE denn einen konkreten Kritikpunkt anzubringen oder wollen SIE hier nur rumstänkern?

Es ist größte Vorsicht und Wachsamkeit geboten, wenn sich alle - oder die meisten - auf einen einschießen. Das zeigt etwas und bestimmt nichts Gutes...

Kommentar-Direktlink G.B.· 22.02.10 · 18:11 Uhr

Angesichts des derzeitigen Weltzustands verwundert das Skandaliserungspotential einer hypothetischen (!!) Einzelaussage.
Es ist schon irgendwie absurd, WIE SEHR sich die Leute über das aufregen, wo sie von anderen Dingen, öffentlichen, politischen Schweinereien, doch herzlich wenig berührt scheinen.

Kommentar-Direktlink klauszwingenberger· 22.02.10 · 18:12 Uhr

@ S.:

Dann soll sie halt nicht so einen Stuss daherreden. Anstoß erregt hat ja nicht einmal irgendeine Schrift oder Äußerung auf ihrem Fachgebiet, sondern das Aufsitzen auf eine krude Verschwörungstheorie. Zumal: wenn sie, wie sie selbst sagt, von der HAARP-Connection nicht einmal überzeugt ist!

Ich wäre ja schon froh, wenn wir hier einen Grundkonsens darüber herstellen könnten, dass ein Kurzwellensender in Alaska keine tektonischen Platten in der Karibik verschieben kann. Auch wenn's die Frau Professor anders sehen möchte.

Kommentar-Direktlink Alrik· 22.02.10 · 18:56 Uhr

Ich hab das Interview auf dem Standard und den Kölner Aufruf gelesen, ebenso das selbstgerechte Urteil der Jury im "Internationalen Tribunal".
Und ich kenne genügend Verschwörungstheorien ( z.B. von Gary Larson ) um die Ähnlichkeiten zu erkennen.

Was die viel gelobte Subsistenzwirtschaft angeht bietet es sich an mal zu lesen was die Welthungerhilfe dazu schreibt:
http://www.welthungerhilfe.de/subsistenzwirtschaft.html
und was andere dazu meinen:
http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Subsistenzwirtschaft.html

Sich ein bisschen in der Geschichte der Naturwissenschaften auszukennen schadet auch nicht, schon allein um zu erkennen wie lachhaft die Behauptung ist die Naturwissenschaft hätte den Anspruch erhoben ein Paradies zu erschaffen.

Wenn übrigens eine Professorin öffentlich Verschwörungstheorien verbreitet ist das eine politische Schweinerei.
Die Nachricht "Die Amis" hätten mit einer Erdbebenwaffe das Erdbeben auf Haiti ausgelöst fand sich übrigens recht schnell nach dem Erdbeben auf der deutschsprachigen Webseite des Iranischen Rundfunks.
Direkt neben dem Video in den die Israelischen Ärzte unter den Helfen beschuldigt werden den Toten die Organe zu stehlen...

Kommentar-Direktlink Harald Leinwber· 22.02.10 · 19:27 Uhr

Guten Tag!

"Es ist größte Vorsicht und Wachsamkeit geboten, wenn sich alle - oder die meisten - auf einen einschießen. Das zeigt etwas und bestimmt nichts Gutes..."

Kommt drauf an: etwa darauf, von wem hier die Rede ist - Adolf Hitler? Mutter Teresa? Heidi Klum? George W. Bush? Da gab es zuzeiten durchaus unheimliche Grade an Zustimmung oder Ablehnung, die mit gründlicher Befassung mit dem Tun und Lassen der jeweiligen Person nichts zu tun haben konnte, weil wohl kaum 80 Prozent der Bevölkerung etwa eine bestimmte Fernsehsendung, die amerikanische Außenpolitik oder Armutsbekämpfung studieren.

Was allerdings daran unheimlich oder verwerflich oder Ausdruck Böser Mächte Im Hintergrund sein soll, Stuss übereinstimmend für Stuss zu halten, will sich mir nicht erschließen.

Tatsächlich will mir nicht selten in solchen Fällen scheinen, dass da keineswegs der hohe Grad an Übereinstimmung für bedenklich gehalten wird, sondern vielmehr der Wunsch besteht, ein solch hoher Grad an Zustimmung möge lieber der eigenen Lieblingstheorie zukommen. Nicht dass so viele etwas annehmen, stört, sondern, was sie annehmen.

Sagen Sie uns doch einfach, Frau oder Herr S., was wir Ihrer Ansicht nach von Frau von Werlhofs Äußerungen halten sollen. Dann sehen wir, was dafür spricht.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Harald Leinweber

Kommentar-Direktlink S.S.T.· 22.02.10 · 19:51 Uhr

Das ist eben das Problem mit Typen wie @S. : Dummes Gebrabbel und kein einziges Argument, erst recht nicht zum Thema HAARP/Haiti. So nach dem Motto: Ich kam, schiss und zog weiter.

Kommentar-Direktlink S.· 22.02.10 · 19:52 Uhr

Lieber Herr Leimweber,

es ist mir nicht entgangen, dass Sie hier und anderswo um die Verbreitung "nützlichen Wissens" bemüht sind, ob Sie das ehrt oder nicht weiß ich jedoch nicht zu beurteilen, das liegt mir auch fern. Prinzipiell gilt es jedoch zu bedenken zu geben, dass Wissenschaft im besten Sinne sich eben nicht nur mit Wissen, das, aus welchen Motiven auch immer, nützlich sein sollte auseinandersetzt. Dass Sie und andere hier anderer Meinung sind ist mir sonnenklar. Was Claudia von Werlhof mit Ihrer gewagten und umstrittenen These, das Erdbeben sei womöglich ein künstlich Erzeugtes, hier offenbar losgetreten hat ist eine Hexenjagd sondergleichen und hat mit einer Diskussion rund um das angesprochene Thema nichts mehr zu tun.
Wenn Sie glauben ich spreche aus dem Wunsch nach Zustimmung einer persönlichen "Lieblingstheorie" heraus, dann glauben Sie es ruhig oder lassen Sie es bleiben. Machen Sie es einfach wie sonst auch: Legen Sie es sich so zurecht, wie es Ihnen nützt!

Kommentar-Direktlink Harald Leinweber· 22.02.10 · 20:12 Uhr

Guten Tag!

"Leimweber"

Schade, dass Ihnen entgangen ist, wie mein Name ist, Frau oder Herr S.

Aber nur zu, monologisieren Sie ruhig weiter. Es braucht niemand die Leere Ihrer Äußerungen zu decouvrieren, wenn Sie das selbst besorgen.

Zum Thema: Was ist denn nun mit dem künstlichen Erdbeben? War es eins, oder war es keins? Was spricht dafür, dass es künstlich war, außer einer vermuteten amerikanischen Interessenlage? Was wissen Sie, was wir nicht wissen?

Lassen Sie sich doch nicht so lange bitten - tragen Sie doch einfach Argumente vor!

Ich bin ja so gespannt.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Harald Leinweber

Kommentar-Direktlink Mag. phil. Jürgen Mayer· 23.02.10 · 16:42 Uhr

In Hallein soll Frau von Werlhof 2003 in einem Vortrag folgende Äußerungen getätigt haben: "Zusammengefaßt: Die Riesen-Vermögen sind in den letzten Jahrzehnten immer mehr auf parasitäre Weise zustandegekommen, also ohne eigene Arbeit und Produktion, sondern durch Ent- eignung, Subventionierung, Geldverleihung gegen hohe Zinsen und Spekulation." http://emanzipationhumanum.de/downloads/wto8a.pdf
In Anbetracht der Tatsache, dass die Aussagen zum Haiti-Beben doch noch als Vermutungen artikuliert wurden finde ich dieses zusammenfassende Postulat einer vermeintlichen Verbindung von Kapitalismus mit "Parasiten", worunter in dem Fall wohl nur andere Menschen gemeint sein können, wesentlich beunruhigender. Distanziert sich das Institut für Politikwissenschaft in Innsbruck auch davon?
Auch als in Österreich lebender Mensch mit Behinderung, welcher einer Arbeit und Produktion im Sinne von Subsistenzwirtschaft ebenso kaum nachgehen kann wie der einer anderen Leistungsgesellscahft, täte mich das interessieren. Ebenso welche Ideale da vorangestellt so eigentlich zu denken wären. Danke fürs lesen

Kommentar-Direktlink Alrik· 23.02.10 · 22:43 Uhr

nun ja, historisch ist ja besonders eine ethnische Gruppe mit dem parasitären raffen von Vermögen gerne in Verbindung gebracht worden...
Aber hey, wenn man die selben Vorstellungen von Wirtschaft wie die Nationalsozialisten hat muß man deswegen ja nicht gleich ein Nazi sein, richtig ? ;-)

Author Profile Page Ulrich Berger· 24.02.10 · 12:23 Uhr

Frau Werlhof bunkert sich noch tiefer ein: http://ingeburgpeters.blogspot.com/

Kommentar-Direktlink Dr. Wolfgang Fischer· 24.02.10 · 13:48 Uhr

.. bunkert sich noch tiefer ein?

Kritische LeserInnen: entscheidet selbst! Welch ein geistig armes Niveau herrscht hier ....

Kommentar-Direktlink Harald Leinweber· 24.02.10 · 14:45 Uhr

Guten Tag!

"Welch ein geistig armes Niveau herrscht hier ...."

Wie schade, dass Herr Doktor Fischer es versäumt hat, uns mitzuteilen, woran man denn solch ein geistig armes Niveau erkennen kann. Gerade angesichts seines Aufrufs an die kritischen LeserInnen wäre es hilfreich gewesen, uns nicht kritischen LeserInnen (und SchreiberInnen) etwas weiter zu helfen, auf dass wir in Zukunft geistig reicher sind und auf entsprechendem Niveau lesen und schreiben können.

Schließlich kann es doch nicht wünschenswert sein, wenn die kritischen LeserInnen immer kritisch und die geistig Armen immer arm bleiben. Wie soll sich da je etwas ändern?

Es wird also den geistig Reichen wohl auch in Zukunft nichts anderes übrig bleiben, als auf die Kraft ihrer Argumente zu bauen und sich mit den geistig Armen auseinanderzusetzen.

Die geistig Armen auszuschimpfen, dass sie ja so arm sind, hilft hingegen weder den geistig Reichen noch den geistig Armen.

Aber vielleicht habe ich die Einlassung von Herrn Doktor Fischer ja auch ganz falsch verstanden, und er wollte eigentlich keineswegs am Zustand der geistig Armen oder am Niveau dieses Strangs etwas ändern, sondern es ging ihm nur darum, seinen eigenen geistigen Reichtum herauszustellen?

In dem Fall wäre sein Beitrag also das geistig reiche Äquivalent zu "mein Haus, mein Boot, mein Pferd, meine Pferdetrainerin"!

Aber da täusche ich mich ja sicher, denn das kann ja gar nicht sein - so etwas würde ein geistig Reicher doch niemals tun, wo er doch um die Verbesserung der Welt und der Menschen bemüht sein muss.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Harald Leinweber

Author Profile Page Ulrich Berger· 24.02.10 · 14:47 Uhr

Dr. Fischer, danke für Ihre tiefschürfende und argumentativ reichhaltige Analyse.

Kommentar-Direktlink wolfgang· 24.02.10 · 16:33 Uhr

S schreibt:

Was Claudia von Werlhof mit Ihrer gewagten und umstrittenen These, das Erdbeben sei womöglich ein künstlich Erzeugtes, hier offenbar losgetreten hat ist eine Hexenjagd sondergleichen und hat mit einer Diskussion rund um das angesprochene Thema nichts mehr zu tun.

Nein das ist zwar gewagt und umstritten- aber noch nicht mal eine "Hypo-these".

In der Wissenschaft kann man Hypothesen erstellen, die dann zu belegen sind, oder das zumindest versuchen.
Und das ist auch keine Hexenjagd sondergleichen, sondern lediglich (empörte) Feststellungen, dass die sich selbst als Wissenschaftlerin bezeichnende Frau von Werlhof wissenschaftlich schwersten Unsinn verzapft.

Kommentar-Direktlink Alrik· 24.02.10 · 21:41 Uhr

Hier herrscht keine geistige Armut, sonder geistige Subsistenzwirtschaft. ;-)
Wir machen uns unsere eigenen Gedanken, zur Selbstversorung, ohne Streben nach Profit und ohne die Einmischung geldgieriger Konzerne.
Und wenn wir dabei einen Überschuß haben tauschen wir den aus.

Mag ja sein das in den Kreisen in denen Frau von Werlhof verkehrt geistiger Reichtum vorherrscht, aber wie jeder Reichtum ist dieser wohl durch die Ausbeutung anderer Menschen und durch Spekulation entstanden.
Gerade im Fall der Tesla-Technologie beutet Frau von Werlhof hart arbeitende, ernst zu nehmende Verschwörungstheoretiker aus die diese "Wahrheit" schon lange vor ihr verbreitet haben.
Dadurch rafft sie fremdes geistiges Kapital* an sich und Spekuliert damit, zu welchen sinisteren Profit auch immer...

*Hey, es gibt auch geistige Junkbonds ;-)

Kommentar-Direktlink Mag. Jürgen Mayer· 25.02.10 · 14:06 Uhr

Ich sehe ein Denken in vermeintlich höher(wertiger)en und vermeintlich nieder-(minder)wertigeren Niveaus, solche Vorstellungen, als das eigentliche Übel auch hier an, welches meinem Verständnis von Demokratie zuwider läuft.
Schließlich beruht das Interview um welches es hier geht ganz abgesehen von den Äußerungen das Erdbeben betreffend aus meiner Sicht als symbolischer Analytiker ganz eindeutig auf Vorstellungen einer Überlegenheit der eigenen Gruppe.

Kommentar-Direktlink Harald Leinweber· 25.02.10 · 16:43 Uhr

Guten Tag!

W e n n das hier eine Hexenjagd ist, d a n n bedauere ich ja zutiefst, dass ich bei den früheren nicht mit dabei war.

Das ist also "Hexenjagd" - ein paar bedeutungslose Hansel (wie ich) geben ihrem Unmut über die öffentlichen Äußerungen einer Person des Zeitgeschehens in einem minder wichtigen Blog im Internet öffentlich Ausdruck?! D a s ist Hexenjagd?!

Die fragliche Person wird nicht bedroht, sie wird nicht gemaßregelt, sie wird nicht einmal besonders bekannt, und schon gar nicht wird sie in eine Eiserne Jungfrau gesteckt, es werden ihr nicht mit glühenden Zangen Nägel ausgerissen, sie wird nicht gefoltert, sie wird nicht aufs Rad geflochten, sie wird auch nicht verbrannt.
Nichts, aber auch gar nichts von dem, was bei tatsächlichen Hexenjagden tatsächlich stattfand, widerfährt Frau von Werlhof. (Und ich hoffe zuversichtlich, dass es dabei bleibt!)

Tatsächlich ist angesichts dieser öffentlichen Debatte hier zu Frau von Werlhof der Vorwurf der Hexenjagd nichts anderes als der Vorwurf, der Fahrkartenkontrolleur in der U-Bahn mache ja "dasselbe wie die Nazis".

Jeder halbwegs politische Mensch weiß, dass bei politischen Diskussionen der kürzeste überhaupt messbare Zeitraum derjenige ist, der bis zu einem Hitler-Vergleich vergeht.

Diese Art maßloser Übertreibungen prägt in Deutschland nicht wenige Diskussionen. Wem es an Argumenten fehlt, der greift kurzerhand zum Hitler-Vergleich - alles mögliche ist dann "genau wie bei den Nazis".

Im vorliegenden Fall also "Hexenjagd". Geht es nicht eine Nummer kleiner? Müssen wir an Scheiterhaufen erinnert werden, nur weil jemand findet, dass da jemand zu Unrecht kritisiert wird?

Wahrscheinlich muss das so sein - Frau von Werlhof führt ja selbst vor, wie das geht: Ihre Theorien befassen sich ja nicht bloß damit, das reale Los realer Frauen und anderer Menschen zu bessern. Darüber ist sie längst hinaus - sie macht sich anheischig, die ganze Menschheit retten zu wollen. Und wer da nicht für sie ist, der (!) ist gegen sie und also gegen die Menschheit und ihre letzte Chance auf Rettung - ist doch klar.

Der gesamte Text im Ingeburg-Peters-Blog beruht auf der Annahme, dass jemand, der Frau von Werlhofs Theorien nicht teilt, demnach mit den Bösen unter einer Decke stecken muss - oder saudumm ist.

Ist klar: Wenn ich dafür bin, dass die Übergewichtigen abnehmen sollten, dann muss ich ja auch dafür sein, dass wir allen Übergewichtigen das rechte Bein amputieren. Sollte ich dagegen aber Einwände erheben, dann bedeutet das ja ganz eindeutig, dass ich nicht will, dass Übergewichtige abnehmen.

Es ist typisch für eine bestimmte Sorte von Charakter, nicht unterscheiden zu können zwischen Kritk an Folgerungen und Kritik an Grundannahmen.

Beispiel: Ich habe keinen Zweifel daran, dass zur amerikanischen (und jeder anderen) Außenpolitik manchmal auch Verschwörungen gehören - wenn man eine Supermacht ist und fast überall in der Welt Interessen hat, ist das nahezu unausweichlich. Die Verschwörung der United Nations gegen die Achsenmächte Japan, Italien und Deustchland etwa oder die Verschwörung der USA und Taiwans gegen den chinesischen Anspruch aus die "abtrünnige Inselrepublik" kann ich nur begrüßen. Andere Verschwörungen, wie etwa die, welche den Irak-Krieg befördert hat, kann ich nicht gutheißen.

Aber aus meiner Annahme, dass die USA sich manchmal gegen diesen oder jene verschwören, kann ich nicht ableiten, dass sie sich immer und gegen alles und alle verschwören.

(Der Anspruch, Politik möge sich nie an Verschwörungen beteiligen, scheint mir übrigens so kindisch und kindlich wie der Wunsch, Politker mögen nicht lügen. Es ist der Job von Politikern, manchmal zu lügen: "Werden Sie eine Straße durch diesen Wald bauen?" - "Das können wir nicht sagen - denn wenn wir es sagen würden, würde der Wald plötzlich viel teurer ...")

Und schon gar nicht kann ich behaupten, dass einEr, wo nach B e w e i s e n für Verschörungen fragt, sich damit selbst als Verschwörer entlarvt. So komme ich nur ganz schnell darauf, dass ja gerade das Fehlen von Beweisen für die Verschwörung der Beweis für die Verschwörung ist, da es ja nur durch die Unterdrückung der Beweise durch die Verschwörer erklärbar ist ...

"Absence of evidence is not evidence of absence" (ich habe vergessen, wer das gesagt hat, aber es ist gut gesagt.)

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Harald Leinweber

Kommentar-Direktlink Harald Leinweber· 25.02.10 · 16:50 Uhr

Guten Tag!

Ganz vergessen: Es gibt von Frau von Werlhof und eingen KollegInnen ein Buch über Kritik an der Frauenforschung. Und was wirft es wohl den KritikerInnen im Untertitel vor? Natürlich: "Hexenjagd".

Merke: Wer Kerle kritisiert, ist ein Nazi. Wer Frauenforschung kritisiert, ist ein Hexenjäger (oder eine Hexenjägerin).

Ist doch schön, wenn man immer weiß, wie alles heißt.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Harald Leinweber

Kommentar-Direktlink Rose· 25.02.10 · 19:08 Uhr

WAs mich an Werlhofs Blogtext so nervt, ist zum einen der moralische Überlegenheitsgestus: "Weil ich für den lebensrettenden Gegenentwurf zur destruktiven kapitalisitschen Produktionsweise bin, werde ich in einer Hexenjagd fertiggemacht."

Das ist übrigens ein typisches demagogisches Sprachmuster, das Walter Ötsch sehr treffend für Jörg Haiders Kommunikationsverhalten identifiziert hat. (Es gilt auch für seine Epigonen.) Die Trennung der Welt in "DIE WIR" und "DIE ANDEREN" ist ja per se noch nichts Ungewöhnliches. Gruppenrivalitäten kommen zwischen Fußballklubs genauso vor wie hier in diesem Blog, wo WIR mitunter recht lustvoll und auch polemisch gegen "DIE DA", die Esos vom Leder ziehen.

Demagogisch ist an dieser Polarisierung aber die Zuschreibung aller guten Eigenschaften an das WIR, während "DEN ANDEREN" ausschließlich verbrecherische, niedere Motive unterstellt werden. "Sie sind gegen mich, weil ich für euch bin." Das war einer der Slogans Haiders, der sich zum messianischen SUPER-WIR emporgeschwungen hat, das die bedrohten Massen vor den bösen ANDEREN zu retten versprach. Die Parallelen zu Werlhofs Selbststilisierung als Märtyrerin sind meiner Ansicht nach evident.

Und noch ein Punkt regt mich auf: Ich bin zwar nun keine Expertin in Matriarchatsforschung - aber die zwingende historische Evidenz für den paradiesischen Urzustand, von dem WErlhof fantasiert, wäre mir schon irgendwo untergekommen, zumindest am Rande. Schließlich interessiere ich mich schon für Neuerscheinungen auf dem historischen Sektor.

Harald Leinweber hat absolut recht, wenn er WErlhofs Immunisierungsstrategien kritisiert. Die erinnern fatal an Markus Termins Geschwurbel: Weil Werlhof sich moralisch überlegen wähnt, darf an keiner ihrer Positionen Kritik geübt werden. Sie, die ihre Person mit dem Vorwurf der Hexenjagd in die Waagschale wirft, watscht zugleich Kritiker, natürlich bevorzugt männliche, als Büttel des Patriarchats ab - und zwar ohne brauchbare sachliche Erwiderung. (Als Frau bin ich jetzt wahrscheinlich eine korrupte Mitläuferin und Verräterin am eigenen Geschlecht.)

Was schließe ich daraus? H.C. Strache und Claudia Werlhof haben offenbar mehr gemeinsam, als mir lieb sein kann. Und ich weiß einmal mehr, warum ich die moderne Geschichtswissenschaft so schätze: Je genauer sie hinschaut, desto gründlicher zerbröckeln die Mythen.

Kommentar-Direktlink Gandalf· 26.02.10 · 11:02 Uhr

hahaha was für ein schäbiges niveau hier, da kann man ja gar nicht ernst bleiben. Da les ich lieber Mickey Mouse als "science"-Blogs. Von Machtpolitik hat von den Neopositivisten, die hier ihre Pseudowissenschaft verbreiten, wohl noch niemand etwas gehört. Das ist ja eine "Anti-Verschwörungstheorie-Verschwörung". Nach dem Motto: was ich nicht im Fernseher sehe, kann es nicht geben. Träumt schön weiter..

Kommentar-Direktlink Harald Leinweber· 26.02.10 · 13:40 Uhr

Guten Tag!

Ich freue mich immer wieder über die sachkundigen, fundierten und argumentativ reichhaltigen Einwände von den Mitgliedern der Gesellschaft Der Freunde Der Verborgenen Mächte Im Hintergrund!

Herr Gandalf, könnten Sie nicht einfach unsere Überzeugungen wegzaubern?

Wie stellen Sie sich eigentlich geistige Auseinandersetzungen vor?
So:
"Ich glaube, das war ein Erdbeben!" - "Nein, das waren die Amis!" - "Ach so, da haben Sie natürlich recht."

Oder wie?

Wenn einer so wenig Ahnung davon hat, wie eine Meinung in einem Kopf entsteht, da frage ich mich, wie wohl seine Meinung in seinem Kopf entstanden ist.

Wenn man die Mühsal geistiger Auseinandersetzungen, also des Argumentierens, Abwägens und Prüfens scheut, sollte man sich vielleicht von Orten fernhalten, wo sich Erwachsene unterhalten.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Harald Leinweber

Kommentar-Direktlink Wolfgang Fischer· 26.02.10 · 14:44 Uhr

"kritisch gedacht?"

unter der Überschrift "Kritisch Gedacht" haben sich hier in diesem "science-blog" "mainstream" Verteidiger versammelt, die sich augenscheinlich alle darin einig sind, tatsächlich kritisch Denkende und echte Fragen Aufwerfende auszugrenzen und mit übelstem Dreck zu beschmeissen. Die Orwell`sche Welt feiert sich hier in diesem blog in ihren Untergang. Die Feiernden haben ihre Kritikfähigkeit willig an der Garderobe abgegeben, sie sind sich einig in ihrer illusionären Hochstimmung. Gefahr sehen sie nicht, und wenn, dann nur wahnhaft (Der Wahnsinn der Normalität, Arno Gruen). Im Ergebnis schlachten sie im Rausch erstarrt ausgewählte "Sündenböcke", um das Fest nicht zu stören und es weiter anzufeuern.

Welch eine furchtbare Perspektive für die Aufwachenden und Wachgebliebenen, für alle letztendlich.

Tatsächlich kritisches Denken mündet in ein verantwortliches Handeln. Kritisches Denken wägt dankbar und flexibel jeden neu aufkommenden Gedanken im Sinne des Gemeinwohls ab, um zu einem gemeinsamen Handeln zu kommen, dessen Ergebnisse für alle fruchtbar sind.

Unabdingbar für das Aufblühen von Kritischem Denken und damit auch für ein Handeln, das eben nicht furchtbare sondern fruchtbare Folgen zeitigt, ist eine Kultur, die Wissen schafft und nicht vernebelt, die eine Politik im Sinne des Gemeinwohls, des Lebens und der Liebe betreibt und nicht dem Profit, der Zerstörung und dem Tod verfallen ist.

Erich Fromm bereits hat deutlich zwischen "Biophilie" und "Nekrophilie" von Individuen und Gesellschaften unterschieden. Claudia von Werlhof hat sich der Biophilie verschrieben und den nekrophilen Charakter des Patriarchats herausgearbeitet. Ihresgleichen bemühen sich aus Liebe zum Leben um einen grundlegenden Wechsel des mittlerweilen global ausgebreiteten Gesellschaftsystems, das in kanibalistischer Weise vom Blut der Geschichte und Gegenwart lebt.

Möge diese Diagnose von einer wachsenden Mehrheit von Menschen geteilt werden, auf dass sich gemeinsam eine Therapie entwickeln lässt, die den Planeten von der Realität weiterer Zerstörung befreit.

"Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren sind Schlüssel aller Kreaturen, wenn die, so singen oder küssen, mehr als die Tiefgelehrten wissen, wenn sich die Welt ins freie Leben und in die Welt wird zurückbegeben, wenn dann sich wieder Licht und Schatten zu echter Klarheit werden gatten, und man in Märchen und Gedichten erkennt die ewgen Weltgeschichten, dann fliegt vor einem geheimen Wort das ganze verkehrte Wesen fort." (Novalis)


Kommentar-Direktlink Dr. E. Berndt· 26.02.10 · 15:16 Uhr

@Wolgang Fischer
Wäre es möglich, daß Sie mir nicht global sondern etwas detalliert ihren folgenden Saatz erläutern.
Was ist Biophilie und was was ist patriachale Nekrophilie. Beide Begriffe hab ich noch nie gehört:
"Claudia von Werlhof hat sich der Biophilie verschrieben und den nekrophilen Charakter des Patriarchats herausgearbeitet."

Kommentar-Direktlink Harald Leinweber· 26.02.10 · 15:19 Uhr

Guten Tag!

Wie viel man doch schreiben kann, ohne etwas zu sagen!

Wa spricht denn nun dafür, dass das Erdbeben künstlich erzeugt worden ist?

Sollen wir allen Ernstes glauben, dass es künstlich war, weil diese These manchen Leuten viel schöner vorkommt als die, dass es einfach nur blind waltende Natur war?

Soll die Sinnstiftung wirklich über die Erkenntnis triumphieren?

"Es muss einfach so gewesen sein, denn sonst würde mein Weltbild Risse bekommen."

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Harald Leinweber

Kommentar-Direktlink S.S.T.· 26.02.10 · 16:36 Uhr

@Wolfgang Fischer

Die Orwell`sche Welt feiert sich hier in diesem blog in ihren Untergang.
Finde ich gut, denn mit der"1984"-Welt hatte ich nie etwas am Hut. Diese Welt ist zwar nie auferstanden, dass sie sich jetzt aber in ihren, hoffentlich entgültigen, Untergang feiert, ist trotzdem schön.

Kommentar-Direktlink aetiology· 26.02.10 · 17:25 Uhr

Ich muss hier dem guten Herrn Leinweber beipflichten. Wo sind jetzt die Belege für eine durch HAARP erzeugtes Erdbeben. Ich glaube Frau Werlhof schon dass sie gerne biophil ist, aber der casus belli war noch immer die HAARP Behauptung und nicht ihre sonstigen rhetorischen Windbäckereien. Jetzt wäre es Zeit, die Behauptung mit seriösen Belegen zu untermauern oder sie zurückzuziehen. Ich weiß ja nicht, wie das in den Gender studies ist, aber in den Naturwissenschaften verliert man seinen Ruf, wenn man blufft, gecalled wird keinen Rückzieher macht. Vielleicht gehts in den gender studies aber auch kuschelig-flauschiger zu.

Nur so eine patriachal-nekrophile Anmerkung: Vergleicht mal den Blogpost von Werlhof mit beliebig generierten Texten aus dem Postmodernism Generator und achtet auf sturkutelle Ähnlichkeiten :) http://www.elsewhere.org/pomo/

Kommentar-Direktlink Alrik· 26.02.10 · 17:58 Uhr

die Orwellsche Welt feiert hier ihr Ende ?
Welche Welt Orwells ?
Die Welt aus "Farm der Tiere ?"
Die Welt aus "1984"
Die Welt aus "Mein katalanisches Tagebuch ?"

Kommentar-Direktlink Gandalf· 26.02.10 · 21:58 Uhr

@Leinweber

warum sollte ich in einem pseudowissenschaftlichen Forum, das eher einem Tribunal von Vasallen einer dubiosen mainstream-Meinung als einem vernüftigen Diskussionsraum geicht, diskutieren? Mit Leuten wie den hier vertretenen ist jede Diskussion unmöglich, weil alles, was nicht in ihr dogmatisches Weltbild passt, a priori unter Esoterikverdacht gerät, haha wie borniert, nach dem Motto: was ich nicht angreifen kann, das gibt es nicht. Dieser Vorwurf gilt v.a. für den Verfasser des Artikels, weniger für Sie. Sie sind vermutlich nur hier, um auf fragliche Art ihr Ego aufzupolieren. Einige scheinen sich ja im Applaudieren ihrer Ergüsse zu gefallen. Aber gut, jedem sein Hobby. Mit Argumentieren hat das jedenfalls nichts zu tun. Vielleicht lesen Sie mal ein paar interessante Bücher, dann merken sie, dass die Wahrheit nicht zwischen scienceblog und PRO7 liegt.

@W. Fischer
fantastische Analyse! Ich befürchte nur, dass die hier vertretenen Herrschaften ihre Ausführungen nicht verstehen werden. Wollen sie hier Akzeptanz erlangen, müssten sie ihr Novalis-Zitat schon in einer mathematischen Formel oder im Rahmen einer logische Sprachanalyse vortragen ;-)

Ihr DDDr. Achsoklug

Kommentar-Direktlink Jürgen Mayer· 27.02.10 · 04:21 Uhr

@aetiology
Na ja, dass es eine vielfältige Welt ist in der hier gelebt wird, wird hoffentlich auch Ihnen nicht entgangen sein - bei all dieser Polemik gegen Postmodernem.
Wenn Sie den Text, offenen Brief, bei Ingeburg Peters gelesen haben, werden Sie doch auch festgestellt haben, dass sich die gute noch dazu eindeutig GEGEN Gender studies stellt. Also ich würde sie auch gar nicht damit in Verbindung bringen - bei ihrem Projekt, Vorhaben/Arbeit - was auch immer - an "Frauenforschung"
Völlig ungeachtet der Tatsache ob hier nicht etwas als Wissenschaft ausgegeben wird was weit eher Ideologie entspricht

Kommentar-Direktlink Jürgen Mayer· 27.02.10 · 05:00 Uhr

@Wolfgang Fischer
Ja kulturelle Sauberkeitsvorstellungen kommen mit Andersdenkenden scheinbar naturgemäß schon nicht so gut zu Recht, deshalb hieß es bei Ingeburg Peters zuletzt wohl "pfui", um diese nicht als ferngesteuert oder sonstwas negatives wahrzunehmen: und diese Vorstellungen über andere Menschen lassen hier wie anderswo doch tiefst blicken - wenn schon mit Erich Fromm eingebildet wird, dem positiven anzugehören. Sich über andere aufgeschwungen wird gedanklich, moralisch oder sonstwie überhöht. Aber nicht nur das wovon ich hier oder anderswo schon schrieb ist das was zu der Werlhofschen Ideologie als Wissenschaft so für mich dazugehört, auch latente Homophobie ist das
Denn welche Vorstellungen von Geschlechter(rollen) würden schon auch dazu passen, könnten diese wirklich biologistisch unveränderlich sein - wie es zu so einem Denken notgedrungen leider doch dazugehört. Alles würde sofort zusammenbrechen - sowohl eine Rede von "Matriarchat" (als gewaltlos-positivem), als auch eine von "Patriarchat" (als vernunftbegabt-zerstörerischem)
Das was hier vorliegt sind die Wurzeln der Fremdenfeindlichkeit für mich
Und ein Hohn für Biophilie ist das! Den vorgestellten mechanistischen Menschenbildern entsprechend, welche nicht zuletzt im "Kölner Aufruf gegen Computergewalt" der von Werlhof unterschrieben wurde artikuliert sind, wo jedwede eigene Denkleistung von Menschen wie mir geleugnet wird, welche sich willfährig einer wie auch immer eingebildeten Industrie und Militarisierung ausliefern würden, ob da nun präjudizierend konkret Kinder gedacht wurden oder doch Volljährige. Erwachsen scheint man ja solange nicht zu sein, solange man den entsprechenden Ideologien NICHT folgt
Sorry fürn Doppel-Post

Kommentar-Direktlink Dr. E. Berndt· 27.02.10 · 12:34 Uhr

@Wolfgang Fischer

Ich will das nicht in Wikipedia oder sonst wo nachlesen, sondern von Ihnen geschrieben lesen.
Nur dann habe ich die Möglichkeit halbwegs genau erahnen zu können, was Sie sich wirklich darunter vorstellen. Sie haben ja nicht wenig schriftlich hinterlassen, und da wird es ihnen ein leichtes sein, diese Erläuterungen zum besseren und eindeutigerem Verständnis ihrer bisherigen Ausführungen nachzureichen.
Sie sollen also ihren Text diesbezüglich ergänzen, denn ich will ihre Schlagwörter nicht interpretieren.

Author Profile Page Ulrich Berger· 27.02.10 · 12:55 Uhr

@ Gandalf:
Sie haben doch oben angekündigt, lieber in der Mickey Mouse zu lesen als hier. Warum tun Sie's dann nicht einfach?

Kommentar-Direktlink Alrik· 27.02.10 · 14:16 Uhr

von Werlhof Biophil ?
Wer die 300 000 Toten eines Erdbebens verwendet um seine Verschwörungstheorien zu verbreiten ist nicht Biophil.
Er/Sie geht damit nicht nur im übertragenen Sinn über Leichen und zieht damit nutzen an ihrem Tod. Ist das nicht eher nekrophil ?

Kommentar-Direktlink Gandalf· 27.02.10 · 16:08 Uhr

@ Ulrich Berger:

ja, Sie haben eh recht. Ich hol' mir jetzt die aktuelle Ausgabe "Mickey Mouse im Kampf gegen die esoterische Sektenbande" und lasse euch hier alleine weitersinnieren. Es macht Ihnen aber hoffentlich nichts aus, wenn ich in der Zwischenzeit in "Dogmatik" und "Verschwörungstheorie" promoviere, um auf Ihren nächsten Artikel bestmöglich vorbereitet zu sein.

MfG

Kommentar-Direktlink Rose· 27.02.10 · 20:28 Uhr

@ Wolfgang Fischer:

Zitat: "Tatsächlich kritisches Denken mündet in ein verantwortliches Handeln. Kritisches Denken wägt dankbar und flexibel jeden neu aufkommenden Gedanken im Sinne des Gemeinwohls ab, um zu einem gemeinsamen Handeln zu kommen, dessen Ergebnisse für alle fruchtbar sind."

Haben Sie schon einmal dankbar und flexibel abgewogen, dass möglicherweise sehr viele Menschen sehr Unterschiedliches unter "gemeinsamem Handeln" im "Sinne des Gemeinwohls" verstehen? Und dass Ihr pathetisches Hirtenwort zum morgigen Sonntag noch keinen echten Erkenntnisfortschritt darstellt? (Ich bin übrigens auch ein glühender Verfechter des Guten, Wahren und Schönen!)

Dass die kapitalistische Produktionsweise ein ressourcenfressender, Ungleichheit produzierender, die Menschen vielfach ihrer Arbeit entfremdender Moloch ist, können Sie schon bei Marx nachlesen. Bloß trägt Ihre Wortspende nicht wirklich was zur Veränderung des Status quo bei - päpstliche Enzykliken gibt es wie Sand am Meer, mir ist nicht bekannt, dass sie jemals das Rad der Geschichte gewendet hätten.

Und wie steht's mit Ihrer persönlichen Glaubwürdigkeit? Wissen Sie, ich kenne zu viele New Age-Propheten, die wortreich die Zerstörung des Planeten beklagen, aber selbst jede Woche im Flieger sitzen, Mülltrennung für ein Disziplinierungsinstrument des Patriarchats halten und mit dem SUV über die Landstraßen glühen.

Es ist die oftmals beobachtete Diskrepanz zwischen moralinsaurem Überlegenheitsgebaren und persönlicher Lebenspraxis, die mich so skeptisch macht.
Die Verkünder der Neuen Zeit haben zudem meistens keine Skrupel, die Vermarktungsmechanismen des kapitalistischen Systems kräftig zu ihren Gunsten zu nutzen.

Wenn Sie außer einem moralischen Rundumschlag sonst noch was zum Gespräch beizutragen haben - herzlich willkommen. Phrasenhafte Predigten interessieren - mich zumindest - schon längst nicht mehr.

Kommentar-Direktlink Jochen Maier· 27.02.10 · 20:47 Uhr

Frau Werlhof hat nicht unrecht, viele Schreiber hier sollten sich einmal die Mühe machen, und sich mit dem HAARP-Projekt oder mit den Erfindungen und Patenten von Tesla beschäftigen, bevor sie dieser Frau Verschwörungstheorien nachsagen.
Kann man alles im Internet oder in Büchern nachlesen wenn man denn will? Es gibt Sachen auf dieser Welt die scheinen unvorstellbar... aber sie existieren wirklich. Die Welt ist eine Illusion.

Kommentar-Direktlink aetiology· 27.02.10 · 20:55 Uhr

Ja, im Internet und in Büchern gibt es viel zu lesen. Sogar Dinge, von denen mir meine Freundin immer erzählt, sie wären anatomisch unmöglich. Nun stellt sich die Frage, wem ich glauben soll.

Kommentar-Direktlink Alrik· 27.02.10 · 21:13 Uhr

@ Jochen Maier
Haben Sie schon mal über die Möglichkeit nachgedacht, das die Schreiber die sich hier über Frau von Werlhofs HAARP Theorien lustig mache die tun weil sie diese Bücher und Texte im Internet schon gelesen haben ?
Und zwar lange bevor Frau von Werlhof den Drang verspürte den LeserInnen Der Standard ihr Wissen über die Tesla-Technologie mitzuteilen.

Ich hab übrigens einige Bücher über Sachen gelesen die unvorstellbar scheinen, und erwarte eigentlich das sich Frau von Werlhof in nächster Zeit auch darüber äussert.
Etwa wie "Die Insider" im geheimen die Welt lenken, oder über die Hanebu-Technologie...

Kommentar-Direktlink Doctor Who· 28.02.10 · 05:37 Uhr

Zum Thema HAARP.

Meines Erachtens ist das mit dem Thema HAARP und seine (angeblichen) Auswirkungen schon jahrzehntealt. Ich habe bereits in einem PM aus dem 98/99 davon gelesen und fand es damals schon etwas übertrieben.

Kommentar-Direktlink rolak· 28.02.10 · 08:27 Uhr

Au ja, race to first notice :-) 2001, das ist aber nur der Verlag, das Buch ist (original) von 1995 und ein Jahr später kam ich an nicht ihm vorbei, da ich einerseits solch obskuren Kuriositäten gerne einen Platz in der Schwachmatenecke des Bücherregals spendiere und andererseits alleine der hintere Umschlags- bzw in Ermangelung eines solchen eher HintenDrauf-Text eine kicherreiche Zugfahrt versprach:

Ein geheimes Rüstungsprojekt soll die Ozonschicht zerstören und die Ionosphäre aufheizen

Unumgänglich wurde der Kauf nach einem schnellen Blättern, Hängenbleiben am buzzword Tesla und dem 2. Satz im zugehörigen 2. Kapitel:

Es war der Erfinder John Hutchinson, der einige Jahre vorher bei der Rekonstruktion alter elektrischer Geräte und beim Nachbau von Tesla-Spulen eine in den Physiklehrbüchern nicht vorkommende »Anti-Schwerkraft« entdeckt hatte.

Wäre ich beim Reparieren alter Fernseher geblieben, könnte ich jetzt levitieren...

Kommentar-Direktlink Webbaer· 28.02.10 · 08:33 Uhr

Nun ja, was soll man von Frauenforschern schon erwarten dürfen. Ohne das "Lebenswerk" der Dame näher kommentieren zu wollen, der Name der Dame ist dem Webbaeren durchaus geläufig, darf festgestellt werden, dass die Frauenforschung immer schon Quelle kruden Gedankengutes war.

Zum Glück gibt es keine Männer- oder Webbärenforschung.

Kommentar-Direktlink Plastikkasper· 28.02.10 · 16:45 Uhr

Der letzte Kommentar zeigt worum es hier - zumindest im Unterton, nicht bei allen, aber bei vielen und auch hoffentlich nur unterbewusst - geht.

Da sabbelt mal jemand Mist - zugegeben ziemlich großen Mist - und dann wird sofort
1.) eine Verbindung zur ihrem Fachbereich gezogen
2.) sie tendenziell als Vertreterin ihres Geschlechts betrachtet.
3.) Das Fach wird unterschwellig dafür verantwortlich gemacht. Alleine die Verbindung dazu reicht ja schon aus. Ansonsten würds wohl kaum in der Überschrift stehen oder?

Jetzt stellen wir uns mal nen Mann vor, der son Quark redet. Der schadet der wissenschaftlichen Disziplin in der er sich befindet wohl nicht, ansonsten würds wohl auch ziemlich leer sein an so manchen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituten ("So ist der Mensch." Falle 1). Außerdem würde er einfach nur als Spinner entlarvt werden, der sich mal lieber an seinen Fachbereich halten sollte.

Und irgendwie errinnert mich das ganze auch an diese Sprüche: Wenn einer von denen was schlechtes macht, dann siehts immer schlecht aus für alle von denen.

Ist ein bisschen kryptisch, aber wer denkt, nicht in einer durch und durch patriarchalen Gesellschaft zu leben, in der wir fast alle so sozialisiert worden sind, hat sich in letzter Zeit wohl nicht umgeschaut in seinem akademischen Betrieb.


Kommentar-Direktlink aetiology· 01.03.10 · 09:09 Uhr

"Ist ein bisschen kryptisch, aber wer denkt, nicht in einer durch und durch patriarchalen Gesellschaft zu leben, in der wir fast alle so sozialisiert worden sind, hat sich in letzter Zeit wohl nicht umgeschaut in seinem akademischen Betrieb"

* DOC-fFORTE
* L'Oréal Österreich Stipendien
* Femtech
* Herta Firnberg Programm
* Gabrielle Possaner Förderpreise
* Else Richter Programm

Was für ein Theater gäbe es, würden staatliche und private Organisationen Stipendien nur für Männer ausschreiben...

Kommentar-Direktlink Plastikkasper· 01.03.10 · 19:36 Uhr

Soll ich jetzt jedes andere Stipendienprogramm aufzählen?

Affirmative Action

Und außerdem muss mann als Mann nicht gleich weinen, wenn mann mal aufgrund seines Geschlechtes diskriminiert wird.

Und die Haftbarmachung einer Frau für ihr gesamtes Geschlecht kenn ich nur zu gut auch aus anderen Zusammenhängen, in denen Machtbeziehungen aufrecht erhalten werden.

Kommentar-Direktlink Alrik· 01.03.10 · 19:52 Uhr

Das ganze Geschlecht für die wirren Ideen von Frau von Werlhof haftbar zu machen geht natürlich nicht.

Kommentar-Direktlink aetiology· 01.03.10 · 20:25 Uhr

Es sollte nie so weit gehn, alte Geschlechterrollen wieder herzubeschwören. Die Generation nach Werlhof ist einer Umgebung aufgewachsen, in der Geschlechterrollen eine verminderte Relevant besitzen. Wir alle haben unter mit Vorgesetzen und Mitarbeitern beider Geschlechter gearbeitet und haben diese auf Grund ihrer Kompetenz zu schätzen gelernt. Hier Geschlechterhegemonie zum Streitthema zu machen ist Selbstzweck für einige wenige und absolut unnötiger Streit für andere.

Kommentar-Direktlink Ronny· 02.03.10 · 11:35 Uhr

@Plastikkaspar
Wenn jemand Blödsinn verzapft, dann wirft das ein schiefes Licht auf seine Forschung. Wenn nun eine Frauenforscherin Blödsinn verzapft wirft das ein schlechtes Licht auf ihre Forschung und gibt Anlass zu denken, dass auch ihre sonstige Arbeit Blödsinn war. Darauf läuft es hinaus.

Ich finds nur bedenklich wenn man um die Diskriminierung der Frauen zu beseitigen die Männer diskriminiert.

Wieso gibts spezielle Förderungen NUR für Frauen ? Kann man denn das ganze nicht geschlechtsneutral gestalten ? Das ist ja wieder diskriminierend.

Und außerdem muss mann als Mann nicht gleich weinen, wenn mann mal aufgrund seines Geschlechtes diskriminiert wird.

Entschuldige mal, wenn schon dann gleiches Recht für alle. Deiner Einstellung zufolge dürfte sich keine Frau aufregen.

Kommentar-Direktlink Plastikkasper· 02.03.10 · 14:21 Uhr

Auch wenn Geschlecht eine verminderte Relevanz besitzt für die Generation nach Frau Werlhof (was ich bezweifele), ist doch wohl eine männliche Hegemonie in der Gesellschaft anzutreffen.

Geschlechtsneutral wär ne tolle Sache, aber sowas gibt es nicht, weil wir noch immer an unseren extrem starken Geschlechterstereotypen festhalten.

Und wenn man seine Privilegien weggenommen bekommt und tatsächlich auch mal von bestimmten Positionen ausgeschlossen wird aufgrund seines Geschlechtes, dann darf mann nicht vergessen, dass er ja noch die anderen Privilegien in der Gesellschaft genießt und nicht wirklich benachteiligt oder sowas wird.

Wenn eine ungleiche Machtverteilung gegeben ist und wir davon ausgehen, dass es von Macht nur eine fixe Menge gibt, dann müssen wohl oder übel die gutausgestatteten was abgeben, damit ein Gleichgewicht (Gerechtigkeit) hergestellt werden kann. Dass dieser Prozess natürlich nicht auf Gegenliebe der Machtbesitzenden stößt ist selbstverständlich und wird in solchen Diskussionen auch immer wieder klar.

In Deutschland wächst man nunmal in einer rassistischen und sexistischen Umwelt auf.

"Du bist Deutschland."

Kommentar-Direktlink Mag. Jürgen Mayer· 02.03.10 · 14:22 Uhr

Positive Diskriminierung ist keinesfalls besser als negative aus meiner Sicht - im Gegenteil: Diskriminierungen werden so bloß verlängert.
Als Mensch mit Behinderung habe ich bis auf eine Ausnahme schon keine anderen Menschen wie mich während des Studiums unter den MitarbeiterInnen meiner Universität Graz wahrgenommen - dennoch würde ich da von keiner Diskriminierung sprechen: sondern eher dort, wo mir der Zugang zu Lehrveranstaltungen verwehrt wurde, ich keine Berücksichtigung fand oder offen angefeindet worden bin - mir gesagt wurde was ich alles nicht tun könne beziehungsweise stattdessen machen sollte
Unter den Studierenden meiner Studienrichtung habe ich Frauen da bereits auch in einer deutlichen Mehrheit befunden wahrgenommen - so wie auch global meines Wissens nach bei Frauen keineswegs von einer zu schützenden Minderheit ausgegangen werden kann: sie stellen schließlich auch so grundsätzlich die Bevölkerungsmehrheit auf diesem Planeten.
Also das hier vorgetragene lässt doch einigermaßen und weiterhin tief blicken meiner Ansicht nach - die Ungerechtigkeiten welche sich Frauen heutzutage gegenüber sehen betreffen doch in erster Linie sexuelle Belästigungen oder sonstige Übergriffe in diese Richtung, bis hin zu sklavischen Vorgängen im Menschenhandel. Ansonsten vor allem den Arbeitsmarkt, wobei hier zwar auch der Bildungsbereich so dazugehört, aber doch weniger auf die Weise wie sie hier vorgestellt wurde: die Einkommen zwischen Männern und Frauen weisen noch immer eklatante Unterschiede auf.
Dagegen, gegen solche üblen Zustände einer Geldwirtschaft, sollte sich sogar noch verstärkt eingesetzt werden für mich - das wäre meiner Meinung nach weit besser als beständig Feindbilder im Kapitalismus zu suchen, den friedfertigen Geschmack und das Empfinden anderer, friedlicher Leute zu diffamieren, usw.

Kommentar-Direktlink Mag. Jürgen Mayer· 02.03.10 · 14:46 Uhr

@Plastikkasper
Welche "Macht" unterstellen Sie da andersdenkenden Fremden wie mir zum Beispiel eigentlich? Also ich betrachte mich selbst als mittellos und empfinde so vorgetragene Feindseligkeit, womöglich noch als "Kriitk", nur mehr persönlich beleidigend.
"Macht": schon bei Foucault ist hier auch leicht von einem Übersetzungsfehler auszugehen - das durchdringende dabei bereits möglicherweise eher eine Kraft als eine "Macht".
Ganz so wie bei George Lucas, dessen künstliche Mythologie in diesem Deutschland ja auch gern als faschistoid (Diedrich Diederichsen) usw. beschimpft wird. Da ist ja dann sehr schnell oft etwas lächerlich oder gleich minder(wertig) - in Kategorien von hoch und nieder, von einer Rede über Niveaus angefangen, ohne Geschmack - bald "geschmacklos". Alles mögliche was anderen Menschen gefällt vielleicht bereits eine Krankheit, zu "ächten" oder sonstwie zu unterdrücken, "verdrängen", "zurückdrängen", was auch immer die jeweils beliebte Wortwahr darstellt: sei es sexuellen oder anderen Ausdruck betreffend: pornographie- oder gleich unterhaltungsfeindlich.
Und das nenne ich Gewalt. Ein "Zerstörungsprojekt" wenn man so will - keinen Kapitalismus. Ein "Kapitalismus" kann gar nie so gewalttätig sein, dass er das Denken und fühlen anderer Menschen so ohne weiteres berühren könnte - da ist immer auch noch etwas anderes im Spiel als das Kapital. Gier, Egoismus, Sadismus, Hinterhältigkeit oder sonstwas. Jedes Kapital kann schließlich auch positiv verwendet werden, für Obdachlose zum Beispiel, zum vermeintlich guten eingesetzt

Kommentar-Direktlink Alrik· 02.03.10 · 20:23 Uhr

Tatsächlich ist das deutsche Establishment reaktionär, rassistisch und sexistisch.

Bestes Beispiel:
Die Diffamierung der Piratenpartei in der EMMA November / Dezember 09 durch Herausgeberin Alice Schwarzer als Pascha des Monats mit der sexistischen Begründung:
"... Damit haben die jungen Säcke den alten zwar nicht wirklich auf den Schwanz getreten, aber doch in die Eier gepiekt. Manche Alt-Herren finden das gut. So wie FDP-Baum, der stolz darauf ist, dass sein Sprössling bei den Piraten aktiv ist. Sollte uns zu denken geben. Gibt es da Zusammenhänge? Die Piraten sind, versteht sich, zu 100, pardon 97 Prozent Männer. ..."

Pikant ist das die EMMA zu den Beführwortern von polizeilicher Zensur im Internet zählt und damit eine reaktionäre Grundhaltung vertritt.
Rechtsstaatliche Kontrolle dieser Zensurmaßnahmen - etwa das ein Richter diese kontrollieren und genehmigen muß, oder das man als betroffener dagegen Beschwerde einlegen kann - lehnt die EMMA in bester deutscher Obrigkeitsgläubigkeit nach dem Motto "Wenn das BKA eine Seite sperrt, wird es schon seine Gründe haben... und Fehler machen die auch nicht" ab.

In weiten Teilen des deutschen Establishments gibt es zudem die rassistische Grundhaltung das Menschenrechte nicht allgemeingültig sind.

Was die Macht- / Geldfrage angeht ist noch zu erwähnen das Macht auch eine Frage des Willens ist.
Wer mit dem entsprechenden Machtwillen im Arbeitsleben agiert, das Familienleben dafür opfert ( und auch andere Opfer bringt - wie die psychische Belastung die man hat, wenn man eine Aufgabe mit entsprechender Verantwortung wahrnimmt) verdient auch recht viel, egal ob als Mann oder Frau.
Ob der/die LebensgefährtIn jedoch das mitträgt steht auf einem anderen Blatt... Frauen sind da meist toleranter als Männer.

Author Profile Page Ulrich Berger· 03.03.10 · 12:27 Uhr

Von EMMA zurück zu HAARP: Infos zu diesem Projekt und den dazugehörigen Verschwörungstheorien gibt's aktuell bei http://www.skeptic.com/eskeptic/10-03-03#feature

Kommentar-Direktlink Harald Leinweber· 03.03.10 · 13:14 Uhr

Guten Tag!

"warum sollte ich in einem pseudowissenschaftlichen Forum, das eher einem Tribunal von Vasallen einer dubiosen mainstream-Meinung als einem vernüftigen Diskussionsraum geicht, diskutieren? Mit Leuten wie den hier vertretenen ist jede Diskussion unmöglich, weil alles, was nicht in ihr dogmatisches Weltbild passt, a priori unter Esoterikverdacht gerät"

Mit anderen Worten:
Warum sollte man mit Leuten diskutieren, die anderer Meinung sind und dafür sogar noch Gründe anführen können?

Ja, warum eigentlich? Wo doch schon Oscar Wilde wusste: "Arguments are to be avoided. They are always vulgar and sometimes convincing."

Am besten ist, man geht anderen Meinungen aus dem Weg - Meinungen, besonders die eigenen, gedeihen am besten unter Luftabschluss und halten so auch länger.

Noch ein Tipp von Marx (Groucho): "Ich habe eherne Grundsätze. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere."

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Harald Leinweber

Kommentar-Direktlink Roland Armann-Wendel· 09.03.10 · 12:22 Uhr

Nachdem "die Sache" selbst wenig ergiebig ist, entführt die Intensität der Diskussion doch auf die Meta-Ebene dieses Forums:

Es ist schön, dass es noch Menschen gibt, die ausreichend Zeit und Muße haben, derart ausführlich die Kommentare dieses durchwegs wissenschaftlichen Forums zu kommentieren.

Vor allem Ihnen, Herr Leinweber, gratuliere ich herzlich. Es scheint, als hätten Sie es geschafft.

Kommentar-Direktlink wolfgang· 10.03.10 · 11:01 Uhr

Die Gratiszeitung Heute schreibt am Mi 10.3.2010 auf S 7 oben:

USA sollen Haiti-Erdbeben ausgelöst haben

Universität Innsbruck: Streit um wilde Verschwörungstheorie

Die Politologin Claudia von Werlhof äußerte in einem Interview den Verdacht, das verheerende Erdbeben in Haiti könnte von den USA ausgelöst worden sein. Ihr Institutsleiter bezeichnet das als "Verschwörungstheorie und Schaden für das Institut"

Kommentar-Direktlink Harald Leinweber· 10.03.10 · 11:15 Uhr

Guten Tag!

Herr Armann-Wendel, Sie sehen mich ein wenig ratlos: Was habe ich geschafft?

Ich meine, ich freue mich natürlich (wie wohl alle Menschen) über Lob, doch bin ich mir da nicht ganz sicher, ob es wirklich so gemeint ist, wie es da steht.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Harald Leinweber

Kommentar-Direktlink Georg Traar· 15.03.10 · 00:16 Uhr

Die BZÖ-Bezirksbündnisse Wien 8 u. 15 haben gegen die Verantwortlichen der Uni Innsbruck eine Sachverhaltsdarstellung wegen des Verdachtes auf Mißbrauch der Amtsgewalt an die StA Innsbruck erstattet.
Aus den mentalen Ausflüssen dieser Person ist klar ersichtlich und auch für jeden medizinischen Laien nachvollziehbar, dass die Beste was am Schüsserl hat.
Es ist daher eine Verhöhnung aller Lehrenden und Lernenden an den österreichischen Universitäten, dass in Zeiten drückender Ressourcenenge diese an Gehalt und Gefolge einer augenscheinlich Verrückten verschwendet werden.
Diese Entscheidung linkslinker SchwachköpfInnen zeigt einmal mehr, dass der Genderwahn noch Potenzial hat. Es steht zu befürchten, dass dessen Protagonisten auch Komplizen im Wissenschaftsministerium haben.
Es wird dringend Zeit, wirksam gegenzusteuern, wollen wir nicht plötzlich in einer chlorophylmarxistisch gesteuerten Subsistenzwirtschaft ankommen,wo uns die ökofeministische Matrone das Überschußfett vom Herbstschwein gnädig als Leuchtmittel für die Leselampe zuteilt…

Kommentar-Direktlink Sven Türpe· 15.03.10 · 11:14 Uhr

Es ist daher eine Verhöhnung aller Lehrenden und Lernenden an den österreichischen Universitäten, dass in Zeiten drückender Ressourcenenge diese an Gehalt und Gefolge einer augenscheinlich Verrückten verschwendet werden.

Genau! Säubert endlich die Universitäten von Schwachköpfen!!!1

SCNR.

Kommentar-Direktlink Bullet· 16.03.10 · 14:30 Uhr

Ach HIER treiben sich die Schwachköpfe rum. Sach mal, Ulrich, wirst du neuerdings wie Florian von IHNEN bezahlt, möglichst viele Bullshitgeneratoren zu akkumulieren? Sowas wie "gandalf" brauch ich im Astrodicticum auch noch zum Spielen.
*freu*

Kommentar-Direktlink Roland Steixner· 23.03.10 · 22:36 Uhr

"Die BZÖ-Bezirksbündnisse Wien 8 u. 15 haben gegen die Verantwortlichen der Uni Innsbruck eine Sachverhaltsdarstellung wegen des Verdachtes auf Mißbrauch der Amtsgewalt an die StA Innsbruck erstattet."

Nach dem HYPO-Deal sollte das BZÖ in Sachen "Missbrauch der Amtsgewalt" den Mund nicht zu voll nehmen.

Kommentar-Direktlink Harald Leinwber· 24.03.10 · 00:09 Uhr

Guten Tag!

Langes und gründliches Suchen im Berühmten Leinweber-Archiv hat nun endlich eine zuverlässige und verlässliche Quelle zutage gefördert, wie sich das mit den Erdbeben so verhält. Die besondere Perfidität Der Mächte Im Hintergrund zeigt sich dabei darin, dass die Wahrheit in einem Comic (!) aus den USA (!!) versteckt wurde: Es handelt sich um die "Challengers of the Unknown", Ausgabe Nummer 2 vom März 1997. Darin geht es um Techniken der Gedankenkontrolle (!!!), und ganz en passant (!!!!) wird auch die Wahrheit über Erdbeben enthüllt - also verborgen: "I think subsonics will stop them! This article -- it talked about secret mind control experiments -- the human brain's highly receptive to ultra-subsonic frequencies -- (.) If I can make a feedback loop (.) the feedback should make enough subsonic rumble to trigger an earthquake -- that's how they triggered the last big San Francisco earthquake --"

(Ich habe Fotos von Titelbild und Seite 18 der fraglichen Schrift auf meiner Facebook-Seite im Album "Die Wahrheit" zur Ansicht hochgeladen. Die schlechte Bildqualität bitte ich zu entschuldigen: Natürlich sind die Chips meiner Kamera darauf programmiert, die wirklich wichtigen Sachen nur in minderer Qualität wiederzugeben. Von wem wohl - na, na?!? Ja, eben!)

Tja, also, was soll ich sagen?

Vielleicht das: Da kommt's raus! Man darf eben nicht bloß die herrschenden Medien beachten, welche ja die Medien der Herrschenden sind, sondern muss sich auf mühsame Exegese einlassen - und wissen, wo man suchen muss!

Schade nur, dass ich mal wieder die ganze Arbeit hatte und die Damen und Herren Proponenten der Das-Erdbeben-in-Haiti-war-ein-Anschlag-der-Amerikaner-These sich nicht der Mühe (und dem Risiko!) unterzogen haben, die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Aber wahrscheinlich liegt das ja daran, dass die vom CIA (oder der Trilateralen Kommission oder Skull & Bones oder den Illuminaten oder Außerirdischen (grünen oder grauen)) bezahlt werden, die Wahrheit durch besonders dämliches Verfechten derselben zu diskreditieren.

Nichts Neues unter der Sonne also.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Harald Leinweber

Kommentar-Direktlink Bullet· 24.03.10 · 09:53 Uhr

Wenn das jetzt ein Edgar Allan war, dann ein guter.

Kommentar-Direktlink Harald Leinweber· 24.03.10 · 11:24 Uhr

Guten Tag!

Ääähh ... "Edgar Allan"?

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Harald Leinweber

Kommentar-Direktlink Bullet· 24.03.10 · 14:18 Uhr

Edgar Allan Poe, Schriftsteller.
Hier geistert er oft herum, wenn man andeuten möchte, daß eine Satire bisweilen so gut sein kann, daß man sie von Ernstgemeintem nicht mehr unterscheiden kann.

Kommentar-Direktlink Harald Leinweber· 24.03.10 · 16:16 Uhr

Guten Tag!

Wie, Satire? Wieso denn Satire?!? Das ist selbstverständlich alles die Wahrheit, die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit! Genau so, wie es da steht!

Vielleicht sollten wir uns ja viel öfter fragen, ob nicht bisweilen Ernstgemeintes so gut ist, dass es von Satire nicht mehr unterschieden werden kann ...

Whatever - vielen Dank für das Lob! ("Wie, Lob?! Wieso denn Lob?!? Der nimmt mich doch nicht ernst ..." - "Hoecker, Sie sind raus!" - "Wieso d a s denn?!" - "Aus!")

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Harald Leinweber

Kommentar-Direktlink Bullet· 24.03.10 · 16:22 Uhr

*g*

aha.

Okay.
Ja.

Kommentar-Direktlink Toni Harnich-Eberfeldt· 30.03.10 · 15:23 Uhr

...wenn alles Geschreibsel dazu führt, dass nur eine Frau oder ein Mann unbefangen ein Buch - vielleicht das neueste "Über die Liebe zum Gras an der Autobahn - von Claudia von Werlhof liest, so haben die Aneinanderreihungen von Buchstaben wenigsten etwas bewirkt.
mfg

Kommentar-Direktlink Dr. E. Berndt· 31.03.10 · 18:06 Uhr

Also wenn ich diesen Klappentext lese.... kommen mir die Statements im Interview bekannt vor.... wie aus einem Guß

In einer Zeit, in der wir mit den Folgen unseres Tuns schmerzlich konfrontiert werden, entlarvt die feministische Wissenschaftlerin Claudia von Werlhof den patriarchalen Fortschrittsmythos als ›Schöpfung aus Zerstörung‹, die eine künstliche Gegenwelt errichten will – gegen die Natur, gegen die Schaffenskraft der Frauen, gegen die Welt der Mütter, gegen eine erdverbundene Spiritualität.
Das weltweite Scheitern des Projekts Moderne zeigt sie an den Themen: Wissenschaftskritik und Alternativen zur Wissenschaft, Patriarchat und Naturverhältnis, Krieg und ›Globalisierung‹, Frauenbewegung und Frauenstreit, Spiritualität und/als Liebeserfahrung.
Und sie erklärt, wie ein Denken, das nicht dem Fetisch Technik huldigt, sondern das Lebendige liebt und an einer Frauenkultur orientiert ist, zu einem anderen Handeln führt - zum Aufbau einer post-patriarchalen Zivilisation.

Kommentar-Direktlink Harald Leinwber· 31.03.10 · 18:38 Uhr

Guten Tag!

"In einer Zeit, in der wir mit den Folgen unseres Tuns schmerzlich konfrontiert werden, entlarvt (.) Claudia (.) die (.) künstliche Gegenwelt (.) – gegen (.) gegen (.) gegen (.) gegen(.)."

Hier kommt jemand auf direktem Weg, ohne Umwege über die 80er, 90er oder "Nuller" Jahre, non-stop aus den 70ern.

Da glaubt jemand, es hätte mal eine Zeit gegeben, da wir nicht schmerzlich die Folgen unseres Tuns spürten - als ob das jemals für irgendeine fühlende Kreatur dieses Planeten anders gewesen wäre und als ob die Dame die erste und einzige wäre, die das wüsste.

Da wird etwas entlarvt. Wahrscheinlich wird auch etwas hinterfragt. Etwas wird bestimmt, oder entgegengesetzt.

Und vor allem wird da etwas Positoves gezeigt, ein Ausweg, Erlösung: "ein Denken, das (.) das Lebendige liebt und an einer Frauenkultur orientiert ist, zu einem anderen Handeln führt - zum Aufbau einer post-patriarchalen Zivilisation".

Wenn's weiter nichts ist. Und so lebten sie denn glücklich bis ans Ende ihrer Tage, und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute.

Zu misstrauen ist nicht jenen, die das sagen, dass sie die Wahrheit suchten. Zu misstrauen ist jenen, die da sagen, sie hätten die Wahrheit gefunden.

Es ließe sich einiges fragen, wie die wundervolle neue Gesellschaft denn sein wird. Und bestimmt gibt es da jede Menge Visionen, Pläne, Konzepte und gute Absichten. Was uns freut, da wir längst vergessen haben, dass das 20ste Jahrhundert, wenn es denn auch nur eines gezeigt hat, dann doch das: Dass Visionen, Pläne, Konzepte und gute Absichten zu den grauenvollsten Massakern führen können. Und dass dass Massaker nicht durch gute Absichten allein abstellbar sein können. Allerdings lässt sich auch fragen, was von Leuten, deren Umgang mit der Wahrheit im besten Falle ein taktischer, manchmal aber auch ein flagrant ignoranter zu sein scheint, denn Wundervolles zu erwarten sein soll.

Welche Art von Inquisition ist zu erwarten, wenn die Bereitschaft zur intellektuellen Auseinandersetzung auf der Basis von Für und Wider, Argumenten, Gründen e..c etc. nicht erkennbar ist?

Zu welchen - nicht immer nur intellektuellen - Angriffs- und Verteidigungsmechanismen haben Leute, die fundamentalistische Ordnungen zu errichten suchen, denn bislang so gegriffen?

Es galt mal als eine gute Idee, den Anfängen zu wehren. Dazu würde heute gehören, die Anfänge totalitärer Gesellschaftsentwürfe und eine sich mit solchen Entwürfen sich begründende gesellschaftliche Praxis zu erkennen und darüber nachzudenken.

Das ist leider nicht immer der Fall.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Harald Leinweber

Kommentar-Direktlink S.S.T.· 31.03.10 · 19:04 Uhr

@Dr. E. Berndt

Eigentlich wird es immer offensichtlicher, dass Frau W. einen Sprung in der Schüssel hat, und dass der Titel des Artikels mehr als berechtigt (aber evtl. zu sehr zurückhaltend) ist.

Kommentar-Direktlink Jürgen Mayer· 31.03.10 · 19:52 Uhr

Ich sehe hier weiterhin einen beängstigenden und bedrohlichen Chauvinismus am Werk: betrachte mich zwar auch als Feminist, doch möcht ich gleich wenig in einer "Frauenkultur" leben wie in einer "Deutschenkultur" oder "ÖsterreicherInnenkultur". Obwohl ich Deutsche und ÖstereicherInnen welche ich kennen gelernt habe ebenfalls sehr schätze. Aber was soll das überhaupt sein - eine "Frauenkultur"? Das ist doch eine eklatante Überhöhung der eigenen Gruppe.
Und die Biophilie sehe ich dabei in diesem Sinne auch als bloße Tarnung vorangestellt - sie gibt zwar vor für das lebendige einzutreten, aus ihren Worten entnehme ich hingegen bloß Ablehnung von kalt gedachter Technik, anderem "patriarchalem" - doch offensichtlich zusammengedacht mit männlichem -, einer "Männerkultur" von der ich auch nicht wüsste was die genau sein soll, usw. Da sind nichts als negative Gefühle für mich vorhanden, verkleidet in vorgäblicher Liebe zum Wiesengras an Schnellstrassen oder sonstwo :-(
Als Mensch mit Behinderung weiß ich im übrigen noch immer nicht wie ich in einer Subsistenzwirtschaft überleben soll und kann nur wiederholt, wenn es sein muss eben noch deutlicher, fragen: soll ich das überhaupt - darin so leben können?

Kommentar-Direktlink Sabine Fust· 28.04.10 · 11:14 Uhr

Bisher habe ich keinen einzigen wissenschaftlichen, nachweisbaren Beleg dafür gefunden, dass die These von Prof. Werlhof NICHT stimmt, bzw. warum sie NICHT möglich sein kann. Und nur, dass sich jemand diese Ungeheuerlichkeiten nicht vorstellen kann, heißt ja noch lange nicht, dass es sie nicht gäbe ...

Kommentar-Direktlink Bullet· 28.04.10 · 12:51 Uhr

@Sabine: Hä? Die These, daß man mittels einer Funkantenne Erdbeben tausende Kilometer entfernt auslösen kann, ist nicht widerlegt?
http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/02/die-professorin-als-verschworungstheoretikerin.php#comment89966
http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/03/haiti-haarp-und-frau-von-werlhof-jetzt-mischen-sich-auch-die-kommunisten-ein.php#comment97981
und
wehwehweh.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/04/frau-von-werlhof-fuhlt-sich-immer-noch-verfolgt.php#comment104040 (ohne Direktlink, weil sonst der Spamschutz greift).

Kommentar-Direktlink Harald Leinweber· 28.04.10 · 14:02 Uhr

Guten Tag!

"nur, dass sich jemand diese Ungeheuerlichkeiten nicht vorstellen kann, heißt ja noch lange nicht, dass es sie nicht gäbe"

Das stimmt: Dass man sich etwas nicht vorstellen kann, heißt nicht, dass es das nicht gibt.

Es stimmt aber auch das: "nur, dass sich jemand diese Ungeheuerlichkeiten vorstellen kann, heißt ja noch lange nicht, dass es sie gäbe"


Und es gibt so viel Vorstellungskraft und so wenig Zeit (und Geld), dass wir (= die Menschen) einfach nicht die Möglichkeit haben, alles zu widerlegen, was sich irgendwer vorstellen kann.

Deshalb gilt der Grundsatz: Für Behauptungen muss man Belege bringen. Wenn die vorliegen, kann man sich sinnvoll damit befassen. Liegen keine Belege vor. gibt es dringendere Anliegen.

Sonst sind wir bald nur noch ausschließlich damit befasst, etwa zu widerlegen, dass die Welt eine Hohlkugel ist, dass weibliche Brüste Erdbeben auslösen (Es wundert mich, dass Frau von Werlhof diesen originellen Ansatz eines immerhin nicht amerikanischen Gelehrten nicht aufgegriffen hat. Ich kann mir vorstellen, das liegt daran, dass sie Muslime hasst. Widerlegen Sie das mal!), dass AIDS ein Schwindel ist, dass die Amis an allem schuld sind und was weiß ich noch - die Phantasie (= die Vorstellungskraft) ist im Prinzip unendlich.

Vorstellen können wir alle uns viel. Von Wissenschaftlern mit knapper Zeit und knappen Budgets verlangen, dass sie jeden Quatsch (um mal den Fachausdruck zu bemühen) widerlegen sollen, den zu belegen die Proponenten des Quatsches sich nicht die geringste Mühe geben, ist aber wirklich zu viel verlangt.

Die Aufgabe von Wissenschaft ist, die menschlichen Leiden zu mindern - also für Essen zu sorgen, für Kleidung, Wohnung, Gesundheit, Schulbildung etc. Zur Minderung der Leiden dient auch das Verständnis von Erdbeben - wie entstehen sie, wie lassen sie sich voraussagen, wie ihre Wirkungen vermindern? Haltlose Spekulationen anstellen, nur weil man sich irgend etwas vorstellen kann, bringt uns nicht einen Millimeter weiter.

Noch nicht deutlich? Wie wäre es damit: Ich kann mir vorstellen, dass Frau von Werlhof vom CIA Geld bekomen hat, um ihre These bekannt zu machen, damit Kritiker der amerikanischen Außenpolitik einen schlechten Ruf bekommen - dass sie nämlich alle Spinner wären. Das hat ja auch ganz gut geklappt - außer bei den Spinnern. Das kann ich mir vorstellen. Können Sie - kann irgendwer - das widerlegen?

Noch eins: Ich kann mir auch vorstellen, dass es die Stadt Bielefeld nicht gibt, ihre angebliche Existenz nur einer Verschwörung geschuldet ist. Wer kann das widerlegen (s. Wikipedia, "Bielefeld-Verschwörung")?

Dass eine Behauptung nicht zu widerlegen ist, bedeutet mitnichten, dass sie wahr wäre. Es bedeutet nur, dass Beweise für die Falschheit der These momentan nicht verfügbar sind. Absence of evidence is not evidence of absence.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Harald Leinweber (der sich vorstellen kann, dass das alles hier nur Ergebnis seiner Vorstellungskraft ist)

Author Profile Page Ulrich Berger· 28.04.10 · 15:10 Uhr

@ Harald Leinweber:
Wollen Sie etwa andeuten, Bielefeld gebe es wirklich?
Kann ich mir nicht vorstellen...

Kommentar-Direktlink Harald Leinweber· 28.04.10 · 16:09 Uhr

Guten Tag!

Nun ja, ich wohne ja zurzeit in OWL, im schönen Lippstadt - da kann man glatt auf die Idee kommen, diese Stadt gäbe es tatsächlich ...

Aber bloß weil ich mir das vorstellen kannn ...

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Harald Leinweber

Kommentar-Direktlink Babsi· 02.05.10 · 15:59 Uhr

Feministinnen haben es in vielerlei Hinsicht schwer,
vor allem wenn man in den Feminismus- und Gender-
Irrsinn noch Grüngläuigkeit hineinmischt. Des ist unxund.

Kommentar-Direktlink wolfgang· 03.05.10 · 11:25 Uhr

Feministinnen haben es in vielerlei Hinsicht schwer,
vor allem wenn man in den Feminismus- und Gender-
Irrsinn noch Grüngläuigkeit hineinmischt.

Sie habens vor allem dann schwer, wenn sie über geophysikalisch nicht mögliche Ereignisse spekulieren und anderen indirekt Massenmord unterstellen.

Kommentar-Direktlink reinprecht karl· 04.05.10 · 14:36 Uhr

Haben To"Kapitalismus, ein Zerstörungsprojekt"
12. Februar 20 18:52

* Artikelbild: ZUR PERSON: Claudia von Werlhof (66) ist Professorin für Frauenforschung an der Uni Innsbruck. Sie gilt als Mitbegründerin der Frauenforschung in der BRD und zusammen mit Maria Mies und Veronika Bennholdt-Thomsen als Begründerin des Ökofeminismus. - Foto: Weismann

ZUR PERSON: Claudia von Werlhof (66) ist Professorin für Frauenforschung an der Uni Innsbruck. Sie gilt als Mitbegründerin der Frauenforschung in der BRD und zusammen mit Maria Mies und Veronika Bennholdt-Thomsen als Begründerin des Ökofeminismus.
*

Die Ära der westlichen Ökonomie sei zu Ende, meint die Patriarchatskritikerin Claudia von Werlhof

Standard: Als Ausweg aus der Krise gilt weiteres Wirtschaftswachstum. Sie gehen von anderen Notwendigkeiten aus, richtig?

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Werlhof: Wachstum ist das Gegenteil dessen, was hilft. Mein Ausgangspunkt ist Westend, das Ende der westlichen Moderne, ihrer Zivilisation und Versprechen. Das waren immer Lügen.

S

Kommentar-Direktlink Harald Leinweber· 04.05.10 · 15:15 Uhr

Guten Tag!

Ein leider oft vernachlässigter Aspekt der Arbeit von Frau Werlhof (und ihrer Mitstreiterin Maria Mies) ist deren Kampf gegen Männergewalt: Frau Mies ist eine der Gründerinnen des ersten Kölner Frauenhauses für von ihren Männern misshandelte Frauen. Was "damals", in den 70er Jahren, also vor weniger als einem Menschenleben, an Gewalt von Männern gegen Frauen üblich und weithin unwidersprochen möglich war, erscheint manchen heute unvorstellbar (um mal eine in diesem Strang beliebte Vokabel zu benutzen), aber es war offenbar nötig und nützlich, Öffentlichkeit und Gegenwehr zu organisieren - bis heute fahren Frauenhäuser selten unter ihrer Kapazitätsgrenze.
Sofern wir also von Frauenforschung als der akademischen Repräsentanz und Unterstützung von unterdrückten und schlecht behandelten Teilen der Bevölkerung (Frauen sind keine Minderheit!) sprechen, können wir Frau von Werlhof, Frau Mies und anderen Frauenforscherinnen große Verdienste nicht absprechen.
Das war wohl getan!

Aber wie es im Leben eben so ist: Verdienste auf einem Gebiet sind eine Sache, Stuss auf einem anderen Gebiet eine andere. Dass die Weltwirtschaft kein Festbankett und kein Deckchensticken ist, das zu erkennen muss man keine Ökofeministin sein. Und den schlimmen Zuständen abzuhelfen, hilft das womöglich gar nicht.

Es war, glaube ich, eine andere linke Frau, nämlich Rosa Luxemburg, die da sagte: »Wie Lassalle sagte, ist und bleibt die revolutionärste Tat, immer ›das laut zu sagen, was ist‹.«. Zu sagen, was nicht ist, ist demnach keine sonderlich revolutionäre (revolutionsdeutsch für "gute") Tat ...

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Harald Leinweber

Kommentar-Direktlink klauszwingenberger· 04.05.10 · 18:26 Uhr

Lieber Herr Leinweber,

diese Klarstellung unterstütze ich voll. Es ist jammerschade, dass solche gesellschaftlichen Errungenschaften nachträglich in ein schiefes Licht geraten könnten, weil Frau von Werlhof sich in einer absurden und völlig abseitigen Position verrannt hat.

Übrigens habe ich den Tenor des Eingangsartikels auch nie anders verstanden.

Kommentar-Direktlink Jürgen Mayer· 04.05.10 · 22:42 Uhr

Volle Zustimmung auch meinerseits, Herr Leinweber.
Hervorragender Kommentar. Ein großes Danke dafür von mir

Kommentar-Direktlink Raphael· 18.08.10 · 22:47 Uhr

Nicht, dass ich irgendwelche Verschwörungstheorien bezüglich Haiti glauben würde, aber dass die amerikanische Regierung bereit ist tausende Menschen zu ermorden um ein Land zu besetzen und Erdöllager auszubeuten, hat mit antiamerikanischen Ressentiments nichts zu tun. Das ist im Irak seit 7 Jahren Realität.

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