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Ulrich Berger, Mathematiker und Wirtschaftswissenschaft- ler, ist Professor für VWL an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er ist Vorsitzender der GkD sowie Mitglied im Wissenschaftsrat und im Vorstand der GWUP. Auf Kritisch gedacht bloggt er über Pseudowissenschaft und verwandte Themen.


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gwup | die skeptiker



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15.09.08 · 16:37 Uhr

Der Gabriel-Chip - eine österreichische Tragikomödie

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 62

Der neue "Skeptiker" ist eben erschienen. Er enthält zwei frei zugängliche Artikel zum Thema - Google aufgepasst - LHC, CERN, Schwarze Löcher und Weltuntergang, und auch ansonsten ist er wie immer lesenswert. (Das sagen übrigens auch andere.) Der dort abgedruckte vierte Teil meiner Serie Alternativwissenschaft in Österreich ist leider nicht online zugänglich. (Sehr wohl aber die Teile 1, 2 und 3.) Da ich ihn Nicht-Skeptiker-Abonnenten nicht vorenthalten will, steht er nun auch hier (Achtung: Überlänge, sechs DIN A4-Seiten). Er behandelt die Vorgänge rund um den sogenannten Gabriel-Chip, der böse Handystrahlen neutralisieren soll, und wie dieser zu seinem ominösen "amtlichen Wirknachweis" kam. (Die meisten Quellen sind bzw. waren im Netz zu finden, doch auf eine nachträgliche Verlinkung habe ich aus Bequemlichkeit verzichtet.)


Dr. Walter Medinger, Gutachter

Von Gießen sind es immerhin 600 Kilometer bis nach Linz in Oberösterreich. Deshalb war Dr. Walter Medinger auch dankbar, dass er bei seinem Bekannten zu Abend essen und in dessen Haus auch übernachten konnte, bevor er die Heimreise antrat. Der Richter am Gießener Landesgericht hatte dafür wenig Verständnis. Schließlich hatte Dr. Medinger kurz zuvor vor Gericht ausgesagt, und zwar nicht als Zeuge dieses seines Bekannten, der dort wegen Betrugs angeklagt war, sondern als unabhängiger Gutachter. Wortreich hatte er erklärt, nach welchen komplizierten physikalischen Gesetzen die vom Angeklagten hergestellten und um 300 Euro verkauften „Feldprozessoren" zur Abwehr von „Handystrahlen" angeblich wirkten. Eine Menge High-Tech steckte laut Angeklagtem in den Aluminiumplättchen, immerhin involvierte die Fertigung in seiner Garage angeblich auch ein Gerät, das Gravitationswellen in Schallwellen umwandelte. Zu einem weiteren Auftritt von Gutachter Medinger kam es nicht mehr. Er wurde wegen Befangenheit abgelehnt und der Angeklagte, der schon früher wirkungslose Tropfen an Krebspatienten verkauft hatte, erhielt sechs Jahre Haft wegen gewerbsmäßigen Betrugs in 28 Fällen.

Rechtsdrehendes Wasser, rechtsdrehende Wellen und der Gabriel-Chip

Diese unrühmliche Episode datiert aus dem Jahr 2004. Warum ausgerechnet Walter Medinger ein positives Gutachten zu einem Scharlatanprodukt gegen „Elektrosmog" verfassen sollte, ist auf den ersten Blick nicht ganz einsichtig. Immerhin ist Medinger weder Physiker noch Mediziner, sondern Chemiker. Insider wussten allerdings, dass er schon zwei Jahre zuvor durch ein ähnliches Gutachten die Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte. Damals hatte er die Wirkung eines anderen Aluminiumplättchens gegen heimtückische Strahlen bestätigt. Zur Herstellung dieser Plättchen waren zwar keine Gravitationswellen erforderlich, laut Patent aber „rechtsdrehendes Wasser", was in der Wissenschaft allerdings auch nicht als explizites Qualitätskriterium gilt. Dafür gab es das Ding aber schon um wohlfeile 30 Euro.

Die Rede ist hier von dem als „Gabriel-Chip" bekannt gewordenen Aufkleber fürs Handy. Die Wirkung dieses Chips beruht angeblich darauf, dass er die „schädlichen", weil „linksdrehenden" Wellen der Handystrahlung „auf rechts dreht", womit sie „natürlichen", also unschädlichen Wellen entsprechen. Erfunden hat ihn der heute 78-jährige Salzburger Franz Gabriel, der von seinen Anhängern als „Naturforscher" bezeichnet wird. In Österreich ist dieser Begriff eine Art Sammelbezeichnung für Erfinder, die mit der Wissenschaft eher auf Kriegsfuß stehen, nach jahrelanger eingehender Beobachtung der Natur aber eine Eingebung haben, die sie schlagartig erkennen lässt, was die Welt im Innersten zusammenhält. Diese Erkenntnis wird dann flugs in bare Münze umgesetzt. Manche dieser „Naturforscher" verkaufen „Freie-Energie"-Maschinen, andere Wasserbelebungsgeräte und wieder andere eben „programmierte" Aluminiumfolien.

Wie alle modernen „Handychips" schirmt das Gabriel-Plättchen natürlich keine Strahlung ab und kann daher auch nichts gegen die thermischen Effekte der elektromagnetischen Felder ausrichten. Die wären auch relativ einfach messbar und das würde das Problem nach sich ziehen, dass man die behauptete Wirkung nachprüfen könnte. So wird also von Herstellerseite angegeben, dass die angeblich besonders schädlichen „athermischen Effekte" der Mobilfunkstrahlung, die in „linksdrehenden Wellen" stecken sollen, durch den Aufkleber gewissermaßen „neutralisiert" werden.

Ein altes Ärgernis der Voodoo-Technik-Branche war es, dass die Wirkung der wirkungslosen Produkte nur durch die sattsam bekannten, zumeist aus der Alternativmedizin stammenden Quacksalbertests zu belegen war. Entsprechend lesen sich die von den Firmen angeführten Wirksamkeitsbelege üblicherweise wie ein Lexikon der Parawissenschaft: Radiästhetische Tests mittels Pendel, Wünschelrute und Biotensor werden gefolgt von Untersuchungen via Bioresonanzgerät; kinesiologische Muskeltests stehen neben Belegen aus der Dunkelfeldmikroskopie und aus diversen Wasserkristallisationsfantasien. Selbst die tendenziell eher leichtgläubige Kundschaft ist damit kaum noch zu beeindrucken. Der Markt rief nach Studien, die zumindest den Anschein von Objektivität, Wissenschaftlichkeit und Glaubwürdigkeit boten. Und dieser Ruf ereilte Dr. Walter Medinger.

Amtlicher Wirknachweis für Handy-Humbug

Medinger hatte in dieser Hinsicht einen gewaltigen Vorteil. Er war nämlich nicht einfach irgendwer, sondern seines Zeichens der Leiter der Abteilung Natur- und Umweltschutz im Magistrat der Stadt Linz. Darüber hinaus war er auch Mitglied des österreichischen Umweltrates und des Umweltausschusses des Österreichischen Städtebundes sowie allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für die Bereiche Umweltschutz und Chemie. Was Medinger befand, das war quasi offizielle Behördenmeinung. Der vielbeworbene „amtliche Wirknachweis" für den Gabriel-Chip verhalf der Firma Gabriel-Tech zu enormen Umsätzen.

In der ZEIT erschien dazu ein Artikel mit dem Titel „Humbug fürs Handy. Mit obskurer Technik gegen den Elektrosmog versuchen Scharlatane Geld zu machen." In der FAZ hieß es „Humbug auf hoher Ebene. Purer Unfug: Der Gabriel-Chip als „Handy-Strahlen-Neutralisator"", und auch ein Beitrag im FGF-Newsletter wurde mehr als deutlich. Schließlich interessierte sich sogar das Fernsehen für den Chip. Allerdings nicht zur Freude der Hersteller - der Bericht des ZDF-Magazins WISO trug den Titel „Folie schützt nicht vor Handystrahlung". Prof. Jiri Silny von der RWTH Aachen hatte den Gabriel-Chip unter die Lupe genommen und keinerlei Effekte feststellen können.

Von der Feldkohärenz zur Feldgradientendivergenz

Die Innovation von Walter Medinger war ein neuartiges physikalisches Testverfahren, das auf der Messung der vertikalen Komponente der magnetischen Flussdichte des Erdmagnetfeldes beruhte. Medingers Idee war, dass Handys und andere strahlende Geräte nicht durch ihre Strahlung selbst den Menschen schädigen, sondern dadurch, dass sie das natürliche Erdmagnetfeld störten. Dabei sei nicht die Stärke des Magnetfeldes ausschlaggebend, sondern wie abrupt sich dieses zwischen benachbarten Punkten ändere. Eine funktionierende Schutzvorrichtung wie der Gabriel-Chip, so Medinger, könne diese starken räumlichen Schwankungen mildern und somit einen „Magnetfeldausgleich" bewirken. Um diesen festzustellen, wird mittels Magnetometer auf einer Versuchsfläche von einem Quadratmeter an elf mal elf Gitterpunkten die vertikale Flussdichte bestimmt, zuerst ohne Handy, dann mit Handy ohne Chip und schließlich mit Handy plus Chip. Die Werte werden mittels Software räumlich interpoliert, mit Niveaulinien versehen und bunt eingefärbt. Das Ganze sieht dann aus wie eine Wetterkarte und wird von Medinger als „Feldkohärenzmuster" (FKM) bezeichnet.

Die beiden „Wetterkarten" mit und ohne Handychip werden dann quasi übereinandergelegt, die Differenz der beiden wird errechnet und das Ergebnis mit dem Hintergrundbild ohne Handy verglichen. Leider geschieht dieser Vergleich meist rein subjektiv durch Interpretation der bunten „Wetterkarten". Da kommt ein Tief, pardon, eine „Störzone" von Nordwesten, zieht aber nach Intervention mittels Handychip nach Süden ab. Da werden Bereiche mit mildem Klima („Magnetfeldausgleich") gelobt, während in anderen Gewitter („Störzonen") drohen.

In manchen Messgutachten wird zur Objektivierung dieser allzu offensichtlich dubiosen Vergleichsmethode ein „Ausgleichsindex" ermittelt, dessen genaue Definition allerdings nebulos bleibt. Da ist von diversen „Filtern" die Rede, die die Messdaten passieren müssen, ohne dass klar ist, was da aus welchen Gründen weggefiltert wird. Eine weitere Variante, die manchmal eingesetzt wird, ist die folgende: Von den beiden „Wetterkarten" mit und ohne Schutzchip wird die Schwankungsstärke innerhalb des Messquadrats festgestellt. Dazu berechnet eine spezielle Software zuerst den sogenannten Gradienten des Feldes und mittels einer weiteren Formel etwas, was sich Divergenz nennt. Das Ergebnis heißt dann „Feldgradientendivergenz" (FGD). Diese FGD ist nun aber wiederum keine Zahl, sondern wie die ursprüngliche Flussdichte ein Skalarfeld, also eine „Wetterkarte". Womit wir wieder beim selben Problem wie oben geschildert landen.

Die Krux an dem Messverfahren ist tatsächlich eine vierfache: Erstens ist die Feststellung eines „Magnetfeldausgleichs" anhand des subjektiven Vergleichs bunter Bildchen keine nachvollziehbare Methode. Zweitens ist völlig unklar, ob etwaige Messdifferenzen statistisch signifikant sind. Eine statistische Analyse ist aber unmöglich, da im Normalfall nur Einzelmessungen, noch dazu in stets derselben Reihenfolge, durchgeführt werden. Drittens beruht die Berechnung der FGD auf einem Feld, das durch numerische Interpolation aus einzelnen Messpunkten gewonnen wurde. Da es aber unzählige verschiedene Interpolationsverfahren gibt, sind sämtliche daraus gewonnenen Daten zu einem Gutteil Artefakte der eingesetzten Software und damit insgesamt unbrauchbar. Das merkt man den bunten Bildern auch an. Die „Höhenlinien" der FGD-Bilder zeigen typischerweise eine Menge von „Berggipfeln" und „Talsenken" an, die alle hübsch aufgereiht ausgerechnet an den Messpunkten liegen. Das vierte Problem ist auch nicht zu unterschätzen: Selbst wenn ein „Magnetfeldausgleich" tatsächlich stattgefunden hätte, so fehlt jedweder seriöse Beleg dafür, dass dieser irgendeine Auswirkung auf das Wohlbefinden oder die Gesundheit von Menschen hat. Wohlgemerkt: Wir sprechen hier über „Ausgleiche" eines statischen Magnetfeldes in der Größenordnung der Messtoleranz eines guten Magnetometers.

Berücksichtigt man dann noch, dass die gesundheitliche Relevanz von etwaigen athermischen Effekten von Mobilfunkstrahlung nach derzeitigem Wissensstand ohnehin noch Spekulation ist, so ist es nicht weiter verwunderlich, dass Experten für elektromagnetische Felder die Vorgänge rund um den Gabriel-Chip etwa so beurteilen: Ein unbrauchbares Messverfahren attestiert einem Aufkleber zum Schutz vor einer imaginären Gefahr eine nicht vorhandene Wirkung.

Ein Sachverständiger für Handychips

Den Technikern im Linzer Umweltamt war die Sache suspekt und die negative Presse konnte das Magistrat schon gar nicht brauchen. Nach seinem rasanten Aufstieg in den Vorstand eines Vereins namens Gabriel-Forschungsgesellschaft wurde Medinger schließlich bis auf weiteres karenziert - mit Rückkehrrecht. Er ging nach Graz und gründete dort gemeinsam mit Wolfgang Homann als kaufmännischem Leiter eine Firma mit dem hochtrabenden Namen „International Institute for Research on Electromagnetic Compatibility" (IIREC). Hauptgeschäftsfeld des IIREC: Gutachten für alle erdenklichen Anhänger, Aufkleber, Folien, Kästchen etc. zum Schutz vor Strahlen und zur „Entstörung" der Umgebung. Zweites Standbein: die IIREC-Akademie mit ihrem Angebot an Schulungen von „Messpartnern" im einzigartigen IIREC-Messverfahren mit bunten Bildchen. IIREC-Seminare über athermische Effekte und was diese angeblich am Menschen anrichten wurden flugs von der Ärztekammer als Fortbildung approbiert. Gleichzeitig warfen Medinger und Homann auch ein Buch auf den Markt, das mit dem peinlichen Titel „Rechtsherum tanzt die Natur" den eingebildeten „rechtsdrehenden Wellen" des Gabriel-Chips zur Anerkennung verhelfen sollte. Mit Erfolg - kurze Zeit später erhielt das IIREC von der österreichischen Wirtschaftskammer die Anerkennung als „Technisches Büro für Elektromagnetischen Schutz und Umwelt".

Wenige Wochen nach dem erfolglosen Auftritt Medingers vor dem Gießener Landesgericht reagierte der Hauptverband der Gerichtssachverständigen Österreichs. Medingers Kompetenzen als Sachverständiger wurden allerdings nicht etwa beschnitten, sondern im Gegenteil sogar ausgeweitet. In einem atemberaubenden Willkürakt wurde er zum ersten gerichtlichen Sachverständigen Österreichs für die „Untersuchung und Beurteilung biologisch wirksamer Störungen in elektromagnetischen Feldern und Medien sowie zur Wirkung von Schutzmitteln" bestellt - also sozusagen zum Sachverständigen für Erdstrahlen und Handychips.

Ein „amtlicher Wirknachweis" klingt schon recht gut, doch ein „wissenschaftlicher Wirknachweis" wäre noch besser. So oder so ähnlich dachte wohl die Firma Gabriel-Tech, als sie stolz darauf verwies, dass bereits eine wissenschaftliche Doppelblindstudie unter Leitung des Medizinphysikers Dr. Lebrecht von Klitzing im Gange sei. Der Abschluss der Studie verzögerte sich, doch endlich konnte das Gabriel-Service-Center verkünden: „Umfangreiche Doppelblindstudie beweist die Wirkung des Gabriel-Chip". Der interessierte Leser konnte diese Studie sogar herunterladen, und - Überraschung! Als Leiter der Studie fungierte kein Dr. von Klitzing mehr, sondern ein gewisser Dr. Medinger vom IIREC. Erstellt hatte er diese Studie gemeinsam mit der „Ganzheitsmedizinerin" und ärztlichen Leiterin des IIREC, Dr. Elisabeth Plank.

In den folgenden Monaten war das IIREC so fleißig, dass es zu einer ernsthaften Konkurrenz zum IBBU von Dr. Kempe und ihrem Bioresonanzkästchen (siehe Teil 1 dieser Serie) heranwuchs. Ein IIREC Zertifikat besitzen inzwischen etwa der vor Erdstrahlen schützende Airdoc Raumharmonisierer und der Airdoc Handychip, ein Bett namens „Guten Morgen" mit positiven Auswirkungen auf Wasseradern, der Kosmische UMH-Energetisator, die TerraPro Energieauflage, der JFR-Feldformer, der Aulterra Neutralizer Handychip, die Zone030 Ausgleichsfolie, der Vita Tronic Strahlenharmonisierer, die BiCoTec Wirkträger und ein Handychip namens „Der Goldene Punkt". Letzterer ist übrigens eine Erfindung eines alten Bekannten von Dr. Medinger, nämlich von Herrn Gabriel selbst.

Longitudinale Wellen und wissenschaftliche Märchen

Nichts ist so praktisch wie eine gute Theorie." Das dachte sich wahrscheinlich auch Walter Medinger, als er daran ging, die bunten Bildchen seines Messverfahrens auch mit einem wissenschaftlich klingenden Märchen vom Wirkprinzip des Gabriel-Chips zu untermauern. Von Medingers theoretisch-wissenschaftlicher Expertise konnte sich der interessierte Laie bereits 2003 ein erstes Bild machen. Im Mitteilungsblatt des Wünschelrutengängervereins namens Österreichischer Verband für Radiästhesie und Geobiologie fand sich Medingers Bericht über „Harmonikale Strukturen in morphogenetischen Feldern". Konkreter zur Sache kam Medinger aber im Rahmen des Johannes-Kepler-Symposiums für Mathematik an der Uni Linz, wo sein Vortrag betitelt war mit „Stören Funkwellen biologisch relevante Information? Messergebnisse im Magnetfeld und ein physikalisches Modell dazu". Das Abstract zu diesem Vortrag erklärt: Mit der skalaren, also sich in internen Ladungs- und Stromdichten von Medien äußernden Elektrizität und ihren biologischen Wirkungen muss auch bei verschwindender Feldstärke gerechnet werden."

Diese Formulierung könnte allerdings auch den gebildeten Laien einigermaßen verwirren. Was nämlich „skalare Elektrizität" sein soll, ist unklar. Zwar sind einige physikalische Größen aus dem Bereich der Elektrizität tatsächlich skalare (also richtungslose) Größen, die Wortwahl erinnert aber auch ein wenig an die in Esoterik- und Alternativmedizin-Kreisen sehr beliebten longitudinalen elektromagnetischen „Skalarwellen" des Herrn Prof. Konstantin Meyl, die angeblich schon Nikola Tesla entdeckt haben soll, die aber leider mit dem Makel der Nichtexistenz behaftet sind.

Meyl ist für Medinger jedenfalls kein Unbekannter, traten doch beide gemeinsam 2005 beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Energetische und Informationsmedizin  zum Thema „Energetisiertes und Informiertes Wasser" auf, wo Medinger über „Neue Messverfahren zur Wirkung von elektromagnetischen Feldern und Wellen auf Wasser" referierte. Im „wissenschaftlichen Anhang" des Gabriel-Handbuchs „Mobilfunkstrahlung stört ein Jahrmillionen altes Gleichgewicht", verfasst von Dr. Medinger, findet sich auch tatsächlich ein Abschnitt über „longitudinale (Teslasche) elektromagnetische Wellen".

Der Homepage des IIREC kann man auch entnehmen, was es mit Wasser so auf sich haben soll: Wasser ist nicht nur der stoffliche Hauptbestandteil biologischer Gewebe, sondern auch ein hervorragender Speicher für elektromagnetisch codierte Information. Das IIREC hat ein Verfahren entwickelt, mit dem diese Information „gelesen" werden kann." Nun ist der erste Satz in dieser kühnen Behauptung freilich Pseudophysik der übelsten Sorte. Was das für den zweiten Satz bedeutet, kann sich der geneigte Leser denken. Als Beleg für diesen Humbug beruft sich das IIREC auf den britischen Elektroingenieur Cyril Smith. Dieser bestimmt die „Resonanzfrequenzen" des Wassers gerne mit einem Pendel, erklärt das Arzt-Patient-Globuli-System der Homöopathie bevorzugt als „verschränktes makroskopisches Quantensystem" und referiert über „Effekte von Skalarwellen auf biologische Systeme".

Russische Quacksalber und Quanten-Biocomputer

In einem Schreiben an das österreichische Technologieministerium zitiert Medinger aber nicht nur Cyril Smith als „führenden Experten für Elektrosensibilität", sondern beruft sich auch auf Resultate, die auf der Jahrestagung 2003 des Arbeitskreises Biopsychophysik vorgetragen wurden. Dort durften u. a. so illustre Herren wie etwa Peter Gariaev vortragen, der von Medinger auch im Gabriel-Handbuch zitiert wird. Gariaev will mit Hilfe eines „Quanten-Biocomputers" herausgefunden haben, dass menschliche Gene „mittels Schall- und Lichtwellen" miteinander kommunizieren und dabei „4-dimensionale epigenetische Information" übertragen. Die biopsychophysikalische Jahrestagung fand übrigens in Linz statt, und zwar „mit Unterstützung aus städtischen Umweltschutzmitteln".

Medinger beruft sich in seinen „wissenschaftlichen" Erörterungen weiters auf den russischen Astrophysiker Nikolai Kozyrev, der nach traumatischen Jahren im Gulag eine Theorie entwickelte, nach der Sterne deshalb leuchten, weil sie Zeit in Energie verwandeln. Eine weitere Quelle Medingers sind die russischen Physiker Schipow und Akimow, deren Wirken bereits in einem Artikel in der FAZ gewürdigt wurde, betitelt mit „Russische Quacksalber heilen das Ozonloch - In Russland blüht die Pseudowissenschaft".

Der aus der Quantenphysik bekannte „Aharonov-Bohm Effekt" wird zur Unterstützung einer krausen Idee bemüht, die in den Kreisen der „Neuen Physik" so beliebt ist, dass Prof. Gerhard Bruhn von der TU Darmstadt dazu eigens eine Richtigstellung auf seiner Homepage platziert hat. Als nächstes muss auch die an sich seriöse, aber spekulative Theorie der „Mikrodynamik" von Prof. Werner Hofer von der Universität Liverpool als Beleg für Medingers Ausführungen über die wundersame Wirkung des Gabriel-Chips herhalten. Prof. Hofer selbst ist davon weniger begeistert, er schrieb mir, er halte dies für „eine Irreführung".

Die Firma Gabriel-Tech ist inzwischen zurückgerudert. Zwar prangt das „amtlich bescheinigt" sogar mit Rufzeichen auf ihrer Webseite, gleichzeitig distanziert sie sich aber von esoterischen Wirkprinzipien und von Medingers „rechtsdrehenden" Wellen: Die Gabriel-Chips neutralisieren nicht und drehen auch nichts herum, weder Wellen noch Frequenzen. [...] Vorneweg soll erwähnt werden, dass Gabriel-Chips nicht mit "Orgon-Strahlen" oder "Bioenergetischen Feldern" oder "Tesla-Generatoren" etc. bestrahlt werden. Auch werden keine "kristallinen oder silikaten oder naturidentischen Stoffe" eingeprägt. Nach einem etwas verworrenen Versuch, die Wirkung des Chips esoterikfrei zu erklären („Simulation einer Wechselwirkung aus Elektrosmog-Einflüssen mit denen eines natürlichen Informationsumfeldes"), folgt sofort wieder ein Sprung ins Fettnäpfchen, als man sich ausgerechnet auf Rutengänger-Guru Dr. Hartmann und die amerikanische Oberquacksalberin Hulda Clark beruft.

Radiästhesie, Geomantie und Glimmerplättchen

Die Rutengänger-Mythen vom „Hartmann-Gitter" und den „Benker-Kuben" bemühte auch Walter Medinger schon in seinen Gutachten. Dazu passt eine im Web zu findende Passage, in der Medinger seinen Zugang zur Forschung beschreibt: „Über die Neue Medizin und die Beschäftigung mit dem Werk V. Schaubergers (der ja einige Zeit in Linz gelebt hatte) gelangte ich zu den staunenswerten Eigenschaften des Wassers und über die Baubiologie und den „Elektrosmog" zur Radiästhesie und Geomantie, die ich seit einem halben Jahr als Ergänzung schulwissenschaftlicher Methoden heranziehe."

Tiefe Einblicke in die Anfänge von Medingers experimenteller Forschung finden sich in einem Diskussionsforum: Walter hatte eine Störung im Magnetfeldverlauf in seiner Wohnung mit dem Magnetometer festgestellt und sorgfältig den Feldverlauf gemessen. Durch numerische Integration konnte er daraus das Vektorpotenzial errechnen. Schließlich hat er das Ganze mit einem kleinen Kästchen aus Aluminiumbastelpapier und in den Maßverhältnissen der biblischen Bundeslade, in das er Glimmerplättchen eingeklebt hat, entstört."

Medingers Partner Wolfgang Homann führt inzwischen die Geschäfte der BiCoTec GmbH, deren Anti-Elektrosmog-„Wirkträger" natürlich IIREC-zertifiziert sind und Elisabeth Plank gründete ein „Institut für Bioelektrizität und Medizinische Raumkohärenzforschung", dessen Agenden auch unschwer zu erraten sind. Dieses bildete gemeinsam mit dem IIREC die Plattform QEresearch, wobei das Q zwar nicht für „Quacksalberei" steht, aber für „Quantenbiologie", was in etwa dasselbe ist.

Das IIREC selbst hat mittlerweile nach Israel expandiert, wo die Tochterfirma die in Graz begutachteten Entstörfolien gleich selbst vermarktet. Walter Medingers Erhebung zum Sachverständigen für Handychips wurde zwar inzwischen rückgängig gemacht, er selbst firmiert trotzdem neuerdings als „Biophysiker" und bietet für schlanke 330 Euro einen Kurs in „Tiefen-Mathematik", die etwas mit dem „Global Scaling" von Dr. Hartmut Müller zu tun haben soll. Dr. Müller wiederum hält als Gastreferent des IIREC Seminare zu genau dieser Thematik ab.

Aufmerksame Leser werden sich daran erinnern, Hartmut Müller bereits in Teil 2 dieser Serie begegnet zu sein - er ist der Erfinder der kosmischen „Lottoprognose", der vor ein paar Jahren die Donau-Uni Krems mit seiner Quantenteleportation beglückte und der Menschheit „Biohandys" versprach. Auf die Biohandys wartet die Menschheit zwar immer noch, doch eines ist gewiss: Wenn sie kommen, dann nicht ohne goldenen Gabriel-Biochip mit IIREC-Zertifikat.

 

Autor: Ulrich Berger· 62 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Trackbacks (1)

Anmerkungen zu AlphaPrevent, BiCoTec und zur Schlafstudie von Prof. Walzl · Kritisch gedacht · 27.02.11 · 12:52 Uhr

Durchwachte Nacht entspricht 0,8 Promille Wer sich nachts schlaflos im Bett wälzt, ist bei Tag ungleich höher in Gefahr, in einen Unfall verwickelt zu werden. Das ist die Kernaussage einer neuen Schlafstörungsstudie. Was science.ORF.at uns hier am 17. ... ...mehr



Kommentare (62)

Kommentar-Direktlink Dr. E. Berndt· 15.09.08 · 19:41 Uhr

Lieber Ullrich!
Deine Expeditionen ins real exisitierende virtuelle Absurdistan sind unübertroffen!

Kommentar-Direktlink Ronny· 16.09.08 · 08:20 Uhr

Keine Panik wegen der 6 Seiten. Ich durchlebte beim Lesen eine sehr differenzierte Gefühlswelt. Von ungläubigen Staunen über menschliche Dummheit, die Dreistigkeit mit der hier gearbeitet wird über Lachkrämpfe für besonders gelungene Erklärungen bis hin zu Panikattacken sollten sich solche Menschen noch stärker etablieren.
Fazit: es schmerzt ! (und ich ärgere mich immer wieder warum ich zuviel Skrupel habe um meine Mitmenschen auch mit solchen Methoden auszunehmen :)

Kommentar-Direktlink cohen· 16.09.08 · 08:45 Uhr

"telefoniere ich ungeschützt, so kommt es zum starken Energieabfall, zur Blockadenbildung..."
So klingen die Scharlatane im Original.
http://www.esowatch.com/media/Handychip.mpg
Eine Schleichwerbesendung für diesen "Handychip" auf NTV.
(Vorsicht 85MB groß)

Kommentar-Direktlink WoDan· 16.09.08 · 09:21 Uhr

Die nächste österreichische Katastrophe: in OE1 läuft diese Woche ein Radiokolleg über Alternativmedizin & so, das (leider typisch ORF) aus Selbstdarstellung, Lobhudelei der Moderatorinnen und Moderatoren sowie Schulmedizinbashing besteht.
Zum Verzweifeln.

Kommentar-Direktlink Ronny· 16.09.08 · 11:32 Uhr

Das ganze läuft um 22.15. Da dürften nicht viele zuhören :)
Wenn ich mir aber im Vegleich die 'Mitdiskutiererdichte' hier in diesem Blog ansehe, hmmmm.
Werde mal versuchen reinzuhören, damit ich dann eine passende Leser e-mail schreiben kann :)

Kommentar-Direktlink ML· 16.09.08 · 12:18 Uhr

Das Radiokolleg läuft ab 9:05 Uhr, nachts sind nur die Wiederholungen - das hören also sehr wohl viele Leute. Ich in dem Fall leider auch. Hier wird den sogenannten Alternativmedizinern eine herzhaft unkritische Plattform geboten. Mahnende Stimmen gibt es selten bis gar nicht. Traurig für Ö1.

Kommentar-Direktlink Ronny· 16.09.08 · 13:05 Uhr

Hoppla hab ich übersehen, danke für den Hinweis. Ich finds nur lustig, dass das Ganze unter 'Frust über die Schulmedizin' aufgehängt ist. Statt zu diskutieren was man hier besser machen könnte wird auf Alternativ 'gedrängt'. Was die meisten aber immer dabei übersehen ist die Tatsache, dass ich Schulmedizin quasi gratis bekomme (vom Einkommen wirds so oder so abgezogen) ich aber bei Wunderheilern ziemlich abgezockt werde. Der Leidensdruck muss da schon sehr gewaltig sein.

Leider fehlt mir für eine Zuhörermail das Talent geschickt zu formulieren :(

Kommentar-Direktlink Wolfgang· 16.09.08 · 13:37 Uhr

Ist schon köstlich wie irgendwie Gestörte ständig ihre Umgebung entstören.

Kommentar-Direktlink emp· 16.09.08 · 13:50 Uhr

Ö1 hat im Rahmen der Kinderuni schon einen TCM-Beitrag gebracht (http://oe1.orf.at/highlights/117670.html) und am Sonntag ist Homöopathie dran. Die Antwort auf mein Protest-Mail war sinngemäß, sie würden eben gesellschaftlich relevante Themen bringen. Leider kann man zu diesen Beiträgen nicht posten...

Kommentar-Direktlink Wolfgang· 16.09.08 · 13:51 Uhr

Eine zusätzliche Schweinerei kommt da aber noch dazu:
Zitat von http://www.iirec.at/institut/akademie/kursbeschreibungen.php#GS1:
Diplomarbeit Elektrobiologe IIREC
Die betreute Diplomarbeit schließt mit einer Fachprüfung und der Zertifizierung zum Elektrobiologen IIREC ab......

Da werden also junge Leute angelockt, die glauben eine interessante Ausbildung zu machen, dabei ist das ja kein anerkanntes Diplom und die Zertifizierung selbsternannt.

Kommentar-Direktlink florian· 16.09.08 · 14:21 Uhr

Passend dazu habe ich auch gerade was geschrieben. In Oberösterreich gibts offizielle Fortbildungskurse für Physiklehrer: Thema ist "Wasserbelebung"; Vortragender ist der "Forschungsleiter" der Firma Grander...

Kommentar-Direktlink Ronny· 16.09.08 · 18:23 Uhr

So, mein erstes Höhrer e-mail an der ORF. Mal sehen was für ein Geschwurbel zurückkommt.

Kommentar-Direktlink andi· 01.02.09 · 17:58 Uhr

Was der Bauer nicht kennt...
Nur weil man es nicht erklären oder "wissenschaftlich" nachweisen kann, muss es nicht gleich lächerlich gemacht werden. Das ist nicht souverän!
Und was Volkswirte (bin selbst einer) in anderen Wissenschaften zu suchen haben, ist mir auch schleierhaft.

Schuster bleib bei deinem Leisten!

Kommentar-Direktlink Beetz Wolfgang· 01.02.09 · 20:58 Uhr

In der Tat, das ist eine amüsante Lektüre. Die Beschreibungen von vielen Herstellern solcher Produkte (es sind weit über 40) sind oft mehr als abenteuerlich.

Inzwischen gibt es aber eine wissenschftlich nicht angreifbare Messmethoden (EEG), die nachweist, dass das menschliche Gehirn einem enormen Stress während des Telefonierens mit einem Handy ausgesetzt ist. Außerdem kann man mit dem gleichen Verfahren nachweisen, dass ein bestimmter Aufkleber diesen Stress sehr minimiert.

Die Messung wird demnächst von zwei Universitäten in Deutschland wiederholt.

Hier die Originalstudie in spanisch:

http://www.aguavitalymas.com/Descargas/Informe-Uni.Alcala-Uso%20Peg.%20CHI%20e-Harmonizer.pdf

Auf die Kommentare dazu bin ich gespannt

Kommentar-Direktlink Dr. E. Berndt· 01.02.09 · 22:28 Uhr

Diese Überschrift genügt, um feststellen zu können, dass es sich um ESO-Schmarren handelt
Informe realizado por la Fundación de Bioelectromagne-
tismo y Ciencias de la Salud (FEBCCS) sobre el neutraliza-
dor electromagnético CHI-E-HARMONIZER.

Ich kann nicht Spanisch, aber wenn wo CHI- draufsteht und noch Prellsilben wie bio , magnetismo etc. dann handelt es sich vornehm ausgedrückt um Voodoo-Science oder deutlich vulgär um Scha......

Kommentar-Direktlink Dr. E. Berndt· 02.02.09 · 07:54 Uhr

Meine schlimmsten Befürchtungen haben sich erfüllt.
Ein Grander-Epigone steckt hinter der Chi-E-Harmonizer.
Der Wasser-Voodoo-Forscher heißt Ulrich Holst.

http://www.ulrich-holst.de/86511/home.html

Er hat auch eine Aqua Vital Folie. Die ist noch einfacher als ein Grandergerät. Wird um die Wasserleitung gewickelt und mit Kabelbindern besfestigt.

Selbstverständlich gint es Institute die gegen Geld das testen. Das Wissenshaftliche an diesen Test ist aber nur das Papier und die Tinte.

Kommentar-Direktlink Ulrich· 02.02.09 · 13:39 Uhr

@ Wolfgang Beetz:

Da brauch ich gar kein Spanisch zu können. Dr. Berndt hat Recht: Wenn ein privates Institut mit "Bioelektromagnetismus" im Namen eine "Studie" rausbringt, dann freut sich das Altpapier.

Die Messung wird demnächst von zwei Universitäten in Deutschland wiederholt.

Na klar doch, und vom Papst auch.

Kommentar-Direktlink Felix Bachmaier· 01.03.09 · 21:42 Uhr

Hier in Landshut/Niederbayern gibt es neuerdings eine sog. EMV-b.net Akademie,die offensichtlich eine Fortsetzung des IIREC - Zaubers ist. Medinger ist dabei, Elisabeth Plank und andere. Das ganze ist grafisch sehr professionell aufgemacht und wir im Rahmen der Umweltmesse Landshut 2009 im März beworben. Ist im Internet unter Umweltmesse Landshut zu finden.
Felix

Kommentar-Direktlink Felix Bachmaier· 11.03.09 · 22:09 Uhr

Auf der Webseite der Passauer Neuen Presse ist ein nicht so ohne weiteres als Werbung erkenntlicher Beitrag über (von) EMV-b.net über Elektrosmog. Leider bin ich kein Abonnent dieser Zeitung....
Felix

Kommentar-Direktlink Heinrich· 28.04.09 · 18:46 Uhr

Ich würde sagen: Wer nur spekulieren kann und keine technischen Möglichkeiten hat, seine eigenen Annahmen zu unterlegen, der sollte es lieber lassen, großhals Kritik zu üben. Ich kenne die beteiligten Personen nicht, arbeite aber an einer großen "seriösen" deutschen Universität. Wir haben den Chip getestet. Das Ergebnis: die mit dem Chip geschützen Körper haben allesamt reagiert, undzwar positiv. Es gibt nur eine Ausnahme: Der alte Chip funktioniert nur von Zeit zu Zeit, was den Test schwierig gestaltet hat, während der neue Chip bei allen Test über die volle Laufzeit immer zur Reaktion geführt hat. Ich habe mir selber so einen Chip zugelegt und spüre keine Veränderung, ich habe den Test aber am eigenen Körper erfahren und weiß nun, welche Kräfte auf selbigen wirken, wenn man sich nicht schützt. Deshalb würde ich sagen, die paar Kröten haben sich gelohnt.
Wer es selber testen möchte: man kaufe sich Popcorn zum selber machen. Man lege das Korn zwischen zwei Handies und lasse beide Telefone eine Verbindung aufbauen. Dann wartet man ca. 10-20 Minuten und es macht Plopp...nun versuche man es nochmals, aber mit Chip. Und dann kann man sich überlegen, ob der Blödsinn hier oben wirklich stimmt und fundiert ist....

Author Profile Page Ulrich Berger· 28.04.09 · 21:25 Uhr

@ Heinrich:

Man kann aber auch diesen Bericht lesen
http://www.spiegel.de/netzwelt/mobil/0,1518,558964,00.html
und dann kann man sich überlegen, ob der Blödsinn in Ihrem Kommentar wirklich stimmt und fundiert ist....

Kommentar-Direktlink Henning· 04.05.09 · 16:05 Uhr

@ Heinrich:

Welche große, "seriöse" Universität ist es denn NICHT Wert, hier genannt zu werden? - Aber das "seriös" steht ja schon in den Gänsefüßchen, die mich zur Interpretation UNSERIÖS führen... wie sollte auch sonst ein "wissenschaftliches Testergebnis" anstatt mit haten Zahlen lieber mit Bezeugungen wie: "Ich habe den Test aber am eigenen Körper erfahren" untermauert werden...

"Heinrich! Mir graut vor Dir!"

Kommentar-Direktlink Wolfgang Beetz· 17.05.09 · 19:46 Uhr

Glauben heißt nicht wissen. Alle Materialien dieser Welt sind diamagnetisch, das wusste man schon im 19. Jahrhundert.

In einem Hohlraumresonator kann man alle Materialien dazu bringen, dass sie die bereits ausführlich beschriebenen Eigenschaften aufweisen. Wer von Quantenphysik, Larmourfrequenzen und Spinflips mal was gehört und auch verstanden hat, kann sich ja mal unter WIKIPEDIA http://de.wikipedia.org/wiki/Hohlraumresonator die Geschichte anschauen.

Unqualifizierte Kritik üben und im Grunde keine Ahnung haben, na ja, ich enthalte mich eines Kommentars.
>>>>>
>>>>
Die Messung wird demnächst von zwei Universitäten in Deutschland wiederholt.
>>>>

Na klar doch, und vom Papst auch.
>>>>
Das meine ich damit!!

Kommentar-Direktlink Ulrich· 18.05.09 · 17:15 Uhr

Manche Kommentare hier lesen sich tatsächlich so, als wären sie in einem Hohlraumresonator generiert worden...

Kommentar-Direktlink Tom· 19.05.09 · 18:41 Uhr

Eigentlich liest das hier so wie in verschiedenen Hifi -Foren.

Es finden sich immer wieder Nörgler, die ein Produkt abwerten, obwohl sie es nie in Händen hatten geschweige denn ausprobiert haben. Aber so ist das nun mal. Auch Universitätsausbildungen haben ihre Grenzen bzw. einen Tellerrand.

Jedenfalls stehe ich - trotz Allwissen aus dem Studium - auf dem Standpunkt, dass ich zuerst etwas ausprobiere, bevor ich mich positiv oder negativ darüber äußere. Wenn es mir dann wirklich so wichtig ist, wohne ich dem Test auch gerne bei.

Ich verstehe den Gabriel Chip jedenfalls so, dass man bei einer Aluminiumlegierung die Molekularstruktur verändert hat. Da ein Metall nun mal elektromagnetische Wellen zurückwirft, ändert sich durch die Veränderung des Materials auch die Welle, die zurückgeworfen wird. Bei Aluminium geschieht dies im hochfrequenten Bereich. Ob dies nun den gewünschten Effekt bei Handystrahlung hat, sei mal dahin gestellt.

Fakt ist aber, dass es elektrosensible Menschen gibt, die in der Nähe eines Sendemastes umfallen, während andere nichts davon merken. Es geht also im Körper etwas vor, was für Manche verträglich ist und für Manche eben nicht. Die Folgen bzw. daraus resultierende Krankheiten sind bisher nur in Ansätzen bekannt. Die Schweiz und Frankreich scheinen hierbei weiter zu sein als die Deutschen.

Dies hier in Frage zu stellen, halte ich deshalb für fragwürdig.

Ich habe übrigens mal auf verschiedenen Webseiten recherchiert. Demnach ist Herr Dr. Medinger mit der Bicotek GmbH NICHT der Owner dieser Erfindung, sondern die Firma Gabriel Tech in Frankfurt. Ob er damit eine Art Trittbrettfahrer ist, weiß ich nicht. Aber es würde zumindest erklären, warum einem Erklärungen und Beweisführungen im Halse stecken bleiben.
Die Gabriel Tech hat jedenfalls - lt. meiner Webrecherche - definitiv nichts mit dieser Bicotek GmbH von Herrn Medinger zu tun.

Wünschenswert wäre jedenfalls vor Schreiben des Artikels gewesen, wenn sich Kollege Berger vor Ort in der Höhle des Löwen von der Unwirksamkeit und von dem Blödsinn überzeugt hätte. DAS würde so einen Bericht, wie er ihn geschrieben hat, auch entsprechende Glaubwürdigkeit verleihen. So bleibt es trotz seines Knwo-Hows höchstens eine Diffamierung. Bitte etwas mehr Objektivität Herr Berger.

Kommentar-Direktlink Tom· 19.05.09 · 18:55 Uhr

Übrigens wäre für die Recherche auch diese Webseite interessant:

http://www.cirquartus.com/index.html

Kommentar-Direktlink Ulrich· 20.05.09 · 01:23 Uhr

@ Tom:

Ich empfehle Ihnen, naturwissenschaftliche Bildung "auszuprobieren". Die wirkt echt toll.

Die rechtlichen Streitereien der diversen Strahlenschützer sind amüsant, aber hier nicht wirklich relevant.

Kommentar-Direktlink Tom· 20.05.09 · 16:52 Uhr

@Ulrich
Danke für die Blumen.

So eine Antwort habe ich - leider - schon erwartet.

Ich kann Ihnen nur empfehlen, sich mit der Fa. Gabriel Tech in Verbindung zu setzen und sich vor Ort zu informieren. Meines Wissens hat die Produzentin des WISO Beitrages in 2006 schon eine Einladung abgelehnt, weil sie eine vorgefertigte Meinung hatte. Das ist mehr als bedauerlich und auch schädlich.

Einen Termin bei der Gabriel Tech habe ich ihnen jedenfalls voraus.

Die rechtliche Streiterei, wie sie es nennen, haben sehr wohl eine Relevanz, nämlich die der Seriösität. Ich mag Ihnen zustimmen, dass die Machenschaften einer Bicotek fragwürdig sind. Dabei stellt sich für mich auch die Frage, ob die als Referenz genannten Ärzte auf den Webseiten der Bicotek sich nicht in einer Grauzone bewegen, die man auch als Werbung für Produkte auslegen könnte. Aber immerhin kommt da ja eine größere Anzahl von überzeugten Medizinern zusammen. Hoffentlich wissen diese Leute von ihrem Glück.

Jedenfalls kann ich Ihnen nur an Ihr Herz legen, dass Sie, wenn Sie sich schon für eine Meinungsäußerung in diesem Sektor berufen fühlen, vor Ort bei der Gabriel Tech in die Materie eintauchen und erst dann über Ihre Ergebnisse berichten.

Dabei gehe ich davon aus, dass Ihre naturwissenschaftliche Bildung im Nachgang bestimmt für ein objektives Statement ausreichen wird, wobei ich mir die Bildung zwischenzeitlich schon mal aneignen werde, um das von Ihnen geschriebene auch zu verstehen.

Kommentar-Direktlink Ulrich· 20.05.09 · 20:58 Uhr

@ Tom:

Sie scheinen das nicht ganz zu verstehen. Das hier ist ein ScienceBlog, das heißt ich schreibe unter der Prämisse, dass man Fragen über die Gegenstände der Natur soweit möglich mit naturwissenschaftlichen Methoden bearbeitet. "Persönliches Ausprobieren" ist keine wissenschaftliche Methode. Oder würden Sie Uriellas Badewasser trinken um dessen Wirksamkeit gegen Masern auszuprobieren?

Dabei wäre die Behauptung "Uriellas Badewasser wirkt gegen Masern" wenigstens falsifizierbar, also einer wissenschaftlichen Überprüfung zugänglich. Der Gabriel-Chip ist das nicht, da er konkret nur eine "Entstörung" behauptet, die aber nicht näher definiert wird. Ebenso gut könnte man behaupten, der Gabriel-Chip bewirke eine "Drülisierung". Diese Behauptung ist weder wahr noch falsch, sie ist schlicht sinnlos und daher nicht prüfbar.

Beim Gabriel-Chip ist der Kern also eine nicht überprüfbare Behauptung und das gesamte Beiwerk besteht aus pseudowissenschaftlichem Geschwurbel zum Zwecke des Marketings. Dieses Produkt hat daher aus wissenschaftlicher Sicht keine ernsthafte Diskussion verdient, sondern Spott und Hohn.

Kommentar-Direktlink Wolf· 20.07.09 · 21:36 Uhr

"Persönliches Ausprobieren" ist keine wissenschaftliche Methode. Oder würden Sie Uriellas Badewasser trinken um dessen Wirksamkeit gegen Masern auszuprobieren?

In der Physik gilt nichts ohne das funktionierende Experiment, als steht das persönliche Ausprobieren im Vordergrund !!!

Schauen sie sich doch mal die einfallsreichen aber doch realtiv einfachen Experimente von Physikern der Neuzeit und Zeitgeschichte an.

Heute ist Physik fast nur noch Mathematik, aber ohne experimentellen Nachweis geht gar nichts!!

Soweit zur Naturwissenschft .

Kommentar-Direktlink Ulrich· 21.07.09 · 00:36 Uhr

@ Wolf:

Ein kontrolliertes Experiment besteht nicht darin, dass man eben mal was "ausprobiert". Das ist ein Unterschied wie zwischen Kaufladen und Kuhfladen. Ansonsten haben Sie schon Recht.

Kommentar-Direktlink H.M.Voynich· 23.07.09 · 03:41 Uhr

@Wolf:
Zudem erfordert im medinischen Bereich - im Gegensatz zur Physik - jedes Experiment mindestens eine Doppelverblindung, um einerseits einen Placebo- und andererseits einen Pygmalioneffekt auszuschließen. Im Selbstversuch geht da gar nix ...

Kommentar-Direktlink M. Kuhlmann· 23.06.10 · 09:02 Uhr

Übrigens ein interessanter Aspekt, der die Ausführungen von Herrn Berger wiederlegt. Die Auswirkungen auf elektrische und elektromagnetische Felder sind zwischenzeitlich mit einer Messmethode durch Gabriel - Tech messbar. Zudem wurde die Messmethode vom TÜV in Deutschland zertifiziert. Mit "Alternativwissenschaft" hat das nur noch wenig zu tun.

Natürlich wird Herr Berger als gelernter "Ja, aber" Typ jetzt negative Hinweise auf Messmethoden und ISO Regularien finden oder die finanzielle Gier des Prüfinstitutes anführen, um doch Recht zu behalten.

Mit dieser Anmerkung bzw. Richtigstellung möchte ich mich aber auch schon wieder aus diesem dubiosem "Science" blog zurückziehen. Bleibt nur zur hoffen, dass der Verfasser des Artikels das irgendwann mal ausbügelt, in welcher Form auch immer das geschieht. Ich kann nur empfehlen, diesen Artikel zu löschen, um nicht in Zukunft in rechtliche Konsequenzen zu laufen. Es wurde aus Unwissenheit über Hintergründe schon genug Schaden angerichtet.

Author Profile Page Ulrich Berger· 23.06.10 · 09:27 Uhr

@ M. Kuhlmann:

Danke für den juristischen Tipp! Ich habe auch einen Tipp für Sie: Lernen Sie sinnverstehendes Lesen, ist gar nicht so schwer. Dann werden Sie verstehen, dass der TÜV mit diesem Zertifikat http://www.de.gabriel-technologie.com/lang/content/downloads/TUEV_DE_1210038247TMS.pdf der Gabriel-Tech lediglich bescheinigt hat, dass sie ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt hat und nichts weiter. Für wie böd halten Sie die Leser hier eigentlich?

Auf Wiedersehen!

Kommentar-Direktlink Chris· 19.03.11 · 12:41 Uhr

Hallo,
solche Messmethoden werden ja ganz gerne genommen, ein Absorbersteinhersteller (Hifivoodoosegment) legt die Platten gleich auf die Sendeantenne drauf. So macht man sich seine unterschiedlichen Messwerte gleich selbst.

@Tom

Es finden sich immer wieder Nörgler, die ein Produkt abwerten, obwohl sie es nie in Händen hatten geschweige denn ausprobiert haben. Aber so ist das nun mal. Auch Universitätsausbildungen haben ihre Grenzen bzw. einen Tellerrand.

Da wird Esoterikschrott oder wirkungsloses Zubehör (Kabel, Stecker u.ä.) als Klangverbesserung verkauft obwohl die Lautsprecher der meisten Menschen deutlich verfärben, heftig klirren, suboptimal aufgestellt sind und sich Raumakustiktuning auf den obligatorischen Teppich zwischen den Lautsprechern und die Abwesenheit eines Glasracks* beschränkt.
Mittlerweile sind Teile der Branche sich nicht zu lächerlich Klangunterschiede bei Netzwerkkabeln, RAM Bausteinen oder Festplatten zu hören und wenn nix mehr hilft bleibt letztendlich ja noch das Jittergespenst.
Der wunderbare Voodoozirkus wird noch der Tod für dieses eigentlich wunderschöne Technik- und Kunsthobby sein.


*Glas klingt angeblich spitz, eine der uralten unausrottbaren Hifimyten.

Kommentar-Direktlink Basilius· 21.03.11 · 09:46 Uhr

@M. Kuhlmann
Herr Berger hat es schon sehr richtig angemerkt, aber ich möchte das noch etwas weiter ausführen. Mit der TÜV-Zertifizierung kann nur versuchen zu argumentieren, wer:
a) absolut keine Ahnung hat, was der TÜV hier wirklich zertifiziert, oder
b) es absichtlich verschweigen will, um ein Scheinargument zu benutzen

Was dürfen wir uns hier aussuchen?

Kommentar-Direktlink Muddi & theBlowfish· 22.03.11 · 16:56 Uhr

Fakt ist aber, dass es elektrosensible Menschen gibt, die in der Nähe eines Sendemastes umfallen, während andere nichts davon merken.
Fakt ist, das die Medizin für diese Krankheit seit anno einen Namen hat: Hysterie Fakt ist das auch schon mal eine Kuh in der Nähe eines Sendemastes umgefallen ist, Fakt ist auch, dass das aber nichts mit dem Sendemast zu tun hatte...

Kommentar-Direktlink Basilius· 22.03.11 · 17:42 Uhr

@Tom

Fakt ist aber, dass es elektrosensible Menschen gibt
Wer sagt das? Wo kann ich das (gut belegt) nachlesen?
Fakt ist sicherlich, daß es Menschen gibt, welche der festen Überzeugung sind, daß sie elektrosensibel wären. Nach meinem Wissensstand ist es bisher noch keinem dieser Menschen gelungen dies auch nachzuweisen. Der Nachweis ist ja auch ganz einfach. Man braucht diese Menschen nur unter einen Sendemast zu stellen und muss nach dem Umfallen kucken, ob dieser überhaupt eingeschaltet war. Um den Weg abzukürzen: Den Test hat man schon mehrmals gemacht und es hat bislang noch keiner bestanden. Also darf man getrost davon ausgehen, daß es nicht die vermutete elektrosensibilität ist, sondern was ganz anderes.
Ich würde hier ja auf die Vermutung von muddi tippen, auch wenn man das etwas höflicher verpacken kann.
^_^

Kommentar-Direktlink Muddi & theBlowfish· 23.03.11 · 10:26 Uhr

Wie soll das Kind denn sonst heissen: Morbus Bahlsen, supranasale Oligosynapsie?Morbus Carrara?

Kommentar-Direktlink oli· 12.04.11 · 15:48 Uhr

Dumm nur, das das "kontrollierbare Experiment" nach dem wissenschafter, praktiker wie auch skeptiker lechzen seinen ursprung doch oft in einer idee, ja im zufall hat.Man denke an etliche Medikamente...
Auch dumm: Die Nachvollziehbarkeit entscheidet über Wissenschaft oder Schwachsinn. Weiterhin Dumm: Skeptiker erhalten Glaubwürdigkeit und Anerkennung leider zu oft durch markige Tiraden, die mit objektiver Wissenschaftlichkeit auch nicht mehr viel zu tun haben und eher einer faktenorientierten Kriegsführung zu ähneln beginnen.
Mein wissenschaftlicher Verstand läutet demnach auch die gefühlsglocke bei Herrn Berger, da er den anderen ja gar nicht ausstehen kann. Verstândlich zwar, da man damit unfair Geld verdient, aber doch ist Herrn Bergers Gefühlsleben gänzlich uninteressant für meine Neugierde über seine "Beweisführung".

Ein seriöser Wissenschafter (nicht ein Skeptiker!) soll also über Schwachsinn schmunzeln können, neugierig und objektiv, seriös und anständig bleiben. Dabei unentwegt seiner Idee treu bleiben bis zum Tode. Wenn es dann noch niemand glaubt, wars nicht schlimm. Falls doch, sollte der Wissenschafter nach dem Tod (ja kann er das...?) sich drüber freuen, dass die Menschheit wieder ein Schritt weiter ist mit seiner Hilfe.

Kommentar-Direktlink Basilius· 12.04.11 · 18:17 Uhr

@oli

Dumm nur, das das "kontrollierbare Experiment" nach dem wissenschafter, praktiker wie auch skeptiker lechzen seinen ursprung doch oft in einer idee, ja im zufall hat.Man denke an etliche Medikamente...
Verstehe ich nicht. Könnten Sie mir das an einem Beispiel näherbringen?
Auch dumm: Die Nachvollziehbarkeit entscheidet über Wissenschaft oder Schwachsinn.
Was ist daran dumm? Haben Sie einen besseren Vorschlag?
Weiterhin Dumm: Skeptiker erhalten Glaubwürdigkeit und Anerkennung leider zu oft durch markige Tiraden, die mit objektiver Wissenschaftlichkeit auch nicht mehr viel zu tun haben und eher einer faktenorientierten Kriegsführung zu ähneln beginnen.
Zum Beispiel? Und vom wem erhalten Sie dafür Anerkennung?
Mein wissenschaftlicher Verstand läutet demnach auch die gefühlsglocke bei Herrn Berger, da er den anderen ja gar nicht ausstehen kann. Verstândlich zwar, da man damit unfair Geld verdient, aber doch ist Herrn Bergers Gefühlsleben gänzlich uninteressant für meine Neugierde über seine "Beweisführung".
Man kann seine emotionale Disposition durchaus auch von einer neutralen Faktenbewertung trennen und beides in einem Artikel nebeneinander stehen haben. Glauben Sie nicht?
Ein seriöser Wissenschafter (nicht ein Skeptiker!) soll also über Schwachsinn schmunzeln können, neugierig und objektiv, seriös und anständig bleiben. Dabei unentwegt seiner Idee treu bleiben bis zum Tode. Wenn es dann noch niemand glaubt, wars nicht schlimm. Falls doch, sollte der Wissenschafter nach dem Tod (ja kann er das...?) sich drüber freuen, dass die Menschheit wieder ein Schritt weiter ist mit seiner Hilfe.
Den Absatz habe ich irgendwie überhaupt nicht verstanden. Was wollten Sie damit aussagen?

Kommentar-Direktlink Oli· 12.04.11 · 22:55 Uhr

@basilius

Warum fragen Sie mich?

Kommentar-Direktlink Basilius· 13.04.11 · 08:59 Uhr

@oli
Sie haben in Ihrem Kommentar vom 12.04.11 · 15:48 Uhr ja so einiges geschrieben. Also scheinen Sie zu dem Thema eine Meinung zu haben. Allerdings ist mir der Großteil Ihres Kommentars nicht verständlich und bedürfte der näheren Erläuterung. Danach habe ich mit meinen Fragen gebeten, da ich verstehen will, was Sie sagen möchten.

Kommentar-Direktlink oli· 13.04.11 · 09:34 Uhr

@basilius; es tut mir leid dass ich ihrem Wunsch nicht nachkommen werde, ich fühle mich nicht dafür Verantwortlich dass sie meine Meinung akzeptieren noch gänzlich verstehen. Das habe ich getan weil ich meine Meinung einfach nur kundtun wollte.
Ihre Absichten sind löblich, recherchieren sie doch etwas und sinnieren sie. Legen Sie ansonsten den Kommentar einfach beiseite. Ich beanspruche nicht, dass meine Meinung online und anonym zu debattieren sei.

Kommentar-Direktlink Bullet· 13.04.11 · 11:42 Uhr

Das coolste ist ja immer, daß alle möglichen Leute eine Meinung darüber haben, was Wissenschaftler zu tun haben und wie sie es zu tun haben. Ähnlich wie es pünktlich zu Fußball-Länderspielen unter Beteiligung der deutschen Nationalmannschaft plötzlich Millionen Bundestrainer gibt.

Kommentar-Direktlink Basilius· 13.04.11 · 12:25 Uhr

@Bullet
Nur daß die HobbyBundesTrainer allermeistens ein großes Interesse daran zeigen, über Ihre soviel besseren Ansichten zu diskutieren. Zumindest wollen diese, daß man Ihre Ansichten zumindest versteht. Aber es muss sich ja auch nicht jeder zum BundesTrainer berufen fühlen..

Kommentar-Direktlink togibu· 13.04.11 · 13:34 Uhr

@oli
Welchen Sinn sollte es machen, eine Meinung hier zu kommunizieren, wenn es Dir dann egal ist, ob jemand diese Meinung überhaupt versteht? Ich jedenfalls habe sie auch nicht verstanden.
Da empfehle ich doch die einfache Methode: Meinung auf einen Zettel schreiben und dann wegwerfen. Dann sparst Du Dir auch die Mühe, hier nachzuschauen (und ggf. zu posten), ob sie auch wirklich niemand verstanden hat.

Author Profile Page Ulrich Berger· 13.04.11 · 16:02 Uhr

@ oli:

Mein wissenschaftlicher Verstand läutet demnach auch die gefühlsglocke bei Herrn Berger, da er den anderen ja gar nicht ausstehen kann.

Auch ich verstehe nicht, was Sie damit sagen wollen. Aber im Gegensatz zu Basilius will ich es auch gar nicht wissen :-)

Kommentar-Direktlink Oli· 13.04.11 · 16:22 Uhr

Nun, vielleicht ist es Ihrer Aufmerksamkeit entgangen, dass sie hier einem intuitiven Trugschluss auf den Leim gehen. Mindestens einer hat die Meinung begriffen, das wäre ich selbst. Dann kommen da um die 6.5 Mrd. Unbekannte. Danach noch vieleicht 100, 1000 ...? Leser dieses Blogs. Sie müssten ja nun Annahmen treffen. Die Wahrscheinlichkeit ist also immer noch zu meinen Gunsten und wäre es auch wenn der ganze Blog es nicht begreifen würde. Ob es sich lohnt da zu schreiben, das darf ich ja immer noch selber entscheiden :-) Guten Tag und danke für Ihre Feedbacks.

Kommentar-Direktlink Basilius· 13.04.11 · 16:34 Uhr

@oli
Das ist tatsächlich ein Fehlschluss. Bislang haben wir also von den vielen Unbekannten im ganzen fünf Rückmeldungen. Vier sagen aus, daß Sie den Kommentar nicht verstanden haben und die eine Rückmeldung des Verursachers würde ich aus eben diesem Grund in dieser Statistik eigentlich gar nicht zählen wollen. Aber egal. Auch so steht es bei min. 80 (-100?) % Unverständnis, was den inhaltlichen Gehalt des Kommentars anbelangt.
Da gibt es bislang also nicht viel zu Ihren Gunsten. Aber wenigstens die Entscheidung bleibt selbstredend bei Ihnen.
^_^

Kommentar-Direktlink Christian A.· 13.04.11 · 20:07 Uhr

Mindestens einer hat die Meinung begriffen, das wäre ich selbst.
Das lustige ist, dass jede andere Personen außer Ihnen selbst nicht genügend Hintergrundinformationen hat, um ihre Meinung zu begreifen. Ansonsten schließe ich mich den Unverständigen in voller Länge an.

Kommentar-Direktlink Grüzi· 13.04.11 · 20:35 Uhr

Oh, ne Umfrage. ;-)
Mir ist das Geschwurbel ebenfalls völlig unklar geblieben.

Kommentar-Direktlink Dr. E. Berndt· 13.04.11 · 20:50 Uhr

Der neueste Hit aus den transrealen Ideenwerkstätten:

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Kommentar-Direktlink togibu· 14.04.11 · 08:09 Uhr

@Oli
Also jedenfalls aus Deinen Äußerungen kann ich nur darauf schließen, dass Du Deine Meinung am allerwenigsten verstanden hast.

Vielleicht mag sich ja mal jemand melden, der was verstanden hat?

Kommentar-Direktlink Basilius· 14.04.11 · 09:21 Uhr

Olis Kommentar nicht verstanden: 6
Olis Kommentar verstanden: 1 (laut eigener Aussage)

Kommentar-Direktlink Wolfgang· 14.04.11 · 12:32 Uhr

Mindestens einer hat die Meinung begriffen, das wäre ich selbst.

Das ist ja auch ganz typisch beim Wahn. Das versteht immer nur einer. Und dann gibts Professionisten, die bemühen sich, dass sie das auch verstehen- klappt aber nicht immer.

Kommentar-Direktlink Basilius· 14.04.11 · 12:40 Uhr

@Wolfgang
Darf ich jetzt schreiben:
Olis Kommentar nicht verstanden: 7
Olis Kommentar verstanden: 1 (laut eigener Aussage)
?
^_^

Kommentar-Direktlink Bullet· 14.04.11 · 14:07 Uhr

Ich hoffe, ich wurde nicht bei den "Nichtverstehern" mitgezählt. Denn ich hab das gelesen, was der gute Oli da verzapft hat - und ich verstehe seine Sätze. Ich verstehe nur nicht, wie man das Geschriebene ernst meinen kann und sich trotzdem noch im Spiegel ansehen, ohne Würgreiz zu bekommen. Als Beispiel:

Auch dumm: Die Nachvollziehbarkeit entscheidet über Wissenschaft oder Schwachsinn.
Der Satz ist völlig korrekt. Etwas nicht nachvollziehbares (sprich: keinem erkennbaren Wirkmechanismus zuordenbar) kann nicht wissenschaftlich untersucht werden, da wissenschaftliche Untersuchung eben die Nachvollziehbarkeit eines Vorganges voraussetzt. wer das nicht versteht, dem sei das Black-Box-Modell warm ans Herz gelegt.

Kommentar-Direktlink Basilius· 14.04.11 · 14:15 Uhr

Olis Kommentar nicht verstanden: 6 (einer unbestätigt)
Olis Kommentar verstanden: 2

Kommentar-Direktlink Christian A.· 14.04.11 · 22:47 Uhr

*BulletumdenHalsfall* Meine Rettung!! ...
Moment ... Ähm, ich hoffe für dich du bist ne Frau!

Anyway, wo war ich? Ach ja. "Auch dumm: Die Nachvollziehbarkeit entscheidet über Wissenschaft oder Schwachsinn."
1. Wieso "auch dumm"?
2. Entscheidet die Nachvollziehbarkeit über die Wissenschaft im Allgemeinen, oder experimentelle Ergebnisse, oder Hypothesen, oder was?
Ich versteh Oli wohl soweit, dass er hier versucht irgendwie sowas wie Unbehagen aufgrund Wissenschaft oder einer von ihm als arrogant empfundenen Haltung von Wissenschaftlern loszuwerden oder sowas in der Art. Ich bin da aber nicht sicher, sondern schließe das nur aufgrund Indizien (Rechtschreibung, Schlüsselwörter).

Darüberhinaus enthält der Meinungskommentar von Oli auch das (von mir als solches empfundene) Hauptmerkmal von Eso-Sprech, nämlich die Unmöglichkeit irgendwo an dem Geschreibsel konkret anzuknüpfen, weil der ganze Text nur eine Wolke von vagen Andeutungen ist: "Mein wissenschaftlicher Verstand läutet demnach auch die gefühlsglocke bei Herrn Berger, da er den anderen ja gar nicht ausstehen kann." Häh?Wenn ich jetzt beigehen und den Schmonzes verstehen wollte, dann ginge es mir sehr bald wie diesem Herrn hier

Von daher glaube ich dir erst, wenn du eine Satz-für-Satz-Erklärung vorlegen kannst, dass du das verstanden hast ^^

Kommentar-Direktlink Basilius· 14.04.11 · 23:57 Uhr

Das Lustigste daran ist ja, daß sich der Verursacher der ganzen Sache seitdem tatsächlich nie wieder gemeldet hat. Insofern können wir ja jetzt seinen Kommentar frei interpretieren.
Aber ich muss Christian A. schon auch zustimmen. Natürlich habe ich ein wenig übertrieben, als ich geschrieben habe, daß ich überhaupt nichts aus seinem letzten Absatz verstanden hätte. Ich kann natürlich schon versuchen (und hab' ich auch) das, was da so steht zu deuten, auch wenn es sehr wirr und kryptisch geschrieben ist. Ein paar Sachen kann man da schon trotzdem herauslesen. Aber trotzdem bin ich der Ansicht, daß man Kommentatoren schon dazu ermuntern darf, wenigstens zu versuchen, sich so auszudrücken, daß man es seinen Mitmenschen nicht über Gebühr erschwert, sie selber zu verstehen. Es könnte ja schließlich auch sein, daß ich mit meinen Interpretationen seines Geschreibsels ihm völlig unrecht täte, weil ich daneben liegen könnte. Jedenfalls will ich hier vorsichtiger sein als Bullet.
Ach Oli, wenn Du doch noch etwas (weniger diffuses) schreiben würdest...

Kommentar-Direktlink Christian A.· 15.04.11 · 00:19 Uhr

Ich vermute mal, Oli sitzt wild kichernd vor seinem Rechner ... :)

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