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Ulrich Berger, Mathematiker und Wirtschaftswissenschaft- ler, ist als ao. Univ.-Prof. an der Wirtschaftsuniversität Wien tätig. Er ist Mitglied im Wissenschaftsrat und im Vorstand der GWUP und bloggt hier über Pseudowissenschaft und verwandte Themen. Seine heimliche Liebe ist die Physik, weswegen der Ausdruck Quantenmedizin ihm Magenkrämpfe bereitet. Bloggende Unterstützung erhält er hin und wieder von Erich Eder.


gwup | die skeptiker

SKEPTIKER - Zeitschrift für Wissenschaft und kritisches Denken

01. September 2010

Sommerrätsel gelöst: Das perpetuum immobile des Hans Weidenbusch

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik  ·  Kommentare: 92

Letzte Woche haben wir an dieser Stelle danach gefragt, warum das angebliche perpetuum mobile von Herrn Weidenbusch nicht funktionieren kann. Hier kommt nun die Auflösung.

Zu allererst: Ich freue mich, dass in den Kommentaren nach diversen Irrwegen betreffend Reibung, Impulserhaltung und andere Nebensächlichkeiten die richtige Lösung stückweise aber schließlich vollständig gefunden wurde. Zum Gewinner erkläre ich hiermit Kommentator YouMan!

Für alle, die YouMans dutzende Kommentare nicht im Detail mitverfolgt haben, hier zusammenfassend die versprochene Auflösung des Sommerrätsels:

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Autor: Ulrich Berger· 01.09.10 · 10:41 Uhr· 92 Kommentare

30. August 2010

Biologie in der Kronenzeitung: epic fail

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 16

Ansonsten ohne Worte...


kronenzeitung-2010-08-11-siamesischer-zwillingsfalter.jpg


(via AG-ATHE)


Autor: Ulrich Berger· 30.08.10 · 12:08 Uhr· 16 Kommentare

26. August 2010

Sommerrätsel: Das perpetuum mobile des Hans Weidenbusch

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 196

Mein ironisches Posting von letzter Woche hat eine unerwartet heftige Diskussion - teils in Reimform - ausgelöst, die ich nach 327 Kommentaren vorzeitig abgebrochen habe. Das Thema war das angebliche perpetuum mobile von Hans Weidenbusch, das dieser 2009 erfunden hatte.

Seit Beginn des Jahres hat Herr Weidenbusch via eigener Webseite, diverser Pressemeldungen und unzähliger Foreneinträge die Welt wissen lassen, er habe ein perpetuum mobile erfunden. Diese frohe Botschaft lässt sich inzwischen auch in der alternativphysikalischen Zeitschrift raum&zeit nachlesen. Um die Glaubwürdigkeit seiner Behauptung zu erhöhen, verwies Weidenbusch auf hunderte Augenzeugen, auf fünf bis acht (die Angaben schwanken) Dekane von Physik-Fakultäten, auf die UC Berkeley, auf die GWUP und auf den GWUP-Physiker Prof. Martin Lambeck. Alle diese hätten bestätigt, dass seine Maschine ein perpetuum mobile sei bzw. den ersten oder zweiten Hauptsatz der Thermodynamik verletze.

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Autor: Ulrich Berger· 26.08.10 · 23:56 Uhr· 196 Kommentare

18. August 2010

Ich gratuliere Hans Weidenbusch!

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik  ·  Kommentare: 326

Sehr geehrter Herr Weidenbusch!

Als Mitglied des Vorstands und des Wissenschaftsrats der GWUP und als Präsident der Gesellschaft für kritisches Denken möchte ich Ihnen, Herr Hans Weidenbusch, heute aufrichtig und aus ganzem Herzen zu Ihrer genialen Erfindung gratulieren!

Seit der Veröffentlichung des Fachartikels im renommierten Wissenschaftsjournal raum&zeit über Ihre Entdeckungen und der daraufhin durch alle Medien gejagten Pressemeldungen Ihres alter egos HolgerM weiß die Fachwelt endlich:

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Autor: Ulrich Berger· 18.08.10 · 15:38 Uhr· 326 Kommentare

04. August 2010

Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 12

Hier in einem Satz, worum es geht:

Die Wahrheit heißt der sehenswerte Videoblog von Jörg Wipplinger, und Jörg hat ein Interview publiziert, in dem jemand etwas gesagt hat, was jemand anderem nicht gefallen hat, worauf dieser andere Jörg mit einer Klage bedroht hat, die jener nur durch einen außergerichtlichen Vergleich beilegen konnte, der ihn € 5.000 plus die Anwaltskosten kostet, die Jörg nicht hat, weswegen er nun um Ihre Spende bittet.

Meine ist schon unterwegs, und ich hoffe, Ihre auch bald! (Merke: Jeder Euro zählt, aber mehr Euros zählen mehr!)

Denn die Wahrheit darf nicht untergehen!

Ach ja: Der Grund warum ich mich eher kurz fasse und nicht einmal Jörgs Video mit dem niedlichen Hündchen hier einbinde ist, dass das glücklicherweise schon so viele andere vor mir getan haben, nämlich z.B.


Wenn Sie auch bloggen, dann verbreiten Sie Jörgs Aufruf bitte weiter! Und wenn Sie Die Wahrheit sehen wollen, dann spenden Sie!

Autor: Ulrich Berger· 04.08.10 · 00:44 Uhr· 12 Kommentare

29. Juli 2010

Wie die Granderwasser-Firma fünf Jahre lang eine wissenschaftliche Studie unterdrückte

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik  ·  Kommentare: 29

Die "Wasserbelebung" nach Grander ist bekanntlich teurer und wirkungsloser Humbug aus der esoterischen Ecke. Das ist nicht nur das Ergebnis eines guten Dutzends wissenschaftlicher Studien, sondern auch einiger Gerichtsurteile.

Aber hier soll es nicht um die Wirkungslosigkeit des Granderwassers gehen, und auch nicht um den Skandal der Ordensverleihung an dessen Erfinder, sondern um eine besonders perfide Marketingstrategie der Granderwasser-Firma IPF. Die war nämlich vor einigen Jahren auf die Idee gekommen, ihre pseudowissenschaftlichen Belebungsgeräte Studenten für eine Diplomarbeit über die Wirkung des Wunderwassers zur Verfügung zu stellen.

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Autor: Ulrich Berger· 29.07.10 · 21:25 Uhr· 29 Kommentare

21. Juli 2010

Glauben und Wissen beim ORF

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 6

Religion und Wissenschaft gehören für den ORF offenbar in einen Topf. Wie hier bereits befürchtet, wurden die beiden Abteilungen jetzt tatsächlich zusammengelegt. Der studierte Theologe Gerhard Klein, bisher TV-Religionschef, übernimmt jetzt auch die TV-Wissenschaft.

Das muss nicht zwangsläufig heißen, dass die Wissenschaft im ORF-TV jetzt noch schlechter und stiefmütterlicher behandelt werden wird als bisher (was ohnehin ein Kunststück wäre). Aber es spricht Bände über die Einstellung zur Wissenschaft im österreichischen Staatsfunk.

(via sciblog und standard.at)

Autor: Ulrich Berger· 21.07.10 · 16:34 Uhr· 6 Kommentare

18. Juli 2010

Homöopathie: kein sinnloser Glaubenskrieg

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 140

(Leserbrief an die Presse zum Artikel "Homöopathie - der sinnlose Glaubenskrieg" vom 18.07.2010.)

Sehr geehrte Redaktion,

Es ist doch unter Wissenschaftlern längst klar, dass die Homöopathie eine Placebotherapie
ist. Die eigentlich interessante Frage ist, was man mit dieser Erkenntnis anstellt. Man
sollte ehrlich und aufrichtig die gesundheits- und gesellschaftspolitischen Konsequenzen
sowie die ethischen Aspekte einer institutionalisierten Placebobehandlung diskutieren.
Nicht zielführend kann es hingegen sein, die Wirksamkeitsdebatte am köcheln zu halten
indem man wie Michael Frass die klinische Studienlage in ihr Gegenteil verkehrt.

Die gefährlichste und gleichzeitig oft ignorierte "Nebenwirkung" einer unkritischen
Akzeptanz von Homöopathie ist die intellektuelle Verarmung der Gesellschaft. Wenn eine
prominente Ärztin wie Gloria Kozel sich ohne Scham von der "Schwingungsenergie" der
Kügelchen zu sprechen traut, dann ist das bloß ein Symptom für den ebenso bekannten wie
eklatanten Mangel an naturwissenschaftlicher Bildung in der Bevölkerung, der durch die
allgegenwärtige Homöopathie-PR in vielen Medien nur noch gefördert wird. Inzwischen
nutzen die Anbieter von diversen Scharlatanerieprodukten wie Wasserbelebern und
Handystrahlen-Neutralisierern diese Bildungslücken bereits zu Marketingzwecken, indem sie
behaupten, ihre Geräte wirkten durch dieselben "feinstofflichen" Kräften wie die
Homöopathie. Dagegen hilft nur Aufklärung und Bildung, nicht ein Kokettieren mit der
Sehnsucht nach ein bisschen New Age im Alltag.


Autor: Ulrich Berger· 18.07.10 · 17:15 Uhr· 140 Kommentare

10. Juli 2010

AIDS-Leugner in Wien

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 48

In Kürze startet der weltgrößte AIDS-Kongress, der dieses Jahr in Wien stattfindet. Das ist schön.

Nun gibt es in Wien natürlich leider auch eine Handvoll AIDS-Leugner. Das sind jene seltsamen Gesellen, die zwar untereinander nicht ganz einig sind, ob HIV gar nicht existiert oder ob es nur harmlos ist, bzw. ob AIDS gar nicht existiert oder schon, aber nicht durch HIV verursacht wird, oder was weiß ich. Einig sind sie sich nur darin, dass sie es definitiv besser wissen als ein paar tausend Wissenschaftler, die tagein tagaus mit HIV und AIDS zu tun haben und daran forschen.

Es ist ein erbärmliches Häuflein, die mit den immergleichen längst widerlegten Scheinargumenten arbeiten, ihre eigenen Mini-Gegenkonferenzen organisieren und es leider immer wieder einmal schaffen, Menschen davon zu überzeugen, dass HIV nur eine große Verschwörung ist. Dann passiert mitunter sowas.

Ärgerlich ist dabei, wenn ein ehemaliges Aufdeckermagazin wie das profil auf den Schmarrn hereinfällt und ins beginnende Sommerloch hinein etwas von "Dogma" faselt und sich dabei noch für kritisch hält. Was für ein armseliger Artikel.

Die Journalistin, die ihn verbrochen hat, wird gerade von einigen Kommentatoren im profil-Blog dafür verbal abgewatscht. Das ist wieder schön.

Autor: Ulrich Berger· 10.07.10 · 13:16 Uhr· 48 Kommentare

30. Juni 2010

Emotionscan: Stellungnahme aus der Ö3-Redaktion

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 16

Es geschieht nicht allzu oft, dass die von uns an dieser Stelle oft harsch kritisierten Medienmenschen zugeben, Fehler gemacht zu haben. Umso erfreulicher die folgende öffentliche Stellungnahme von Gudrun Stindl aus der Ö3-Redaktion zum Fall Emotionscan.
Ulrich Berger

==================

Vielen Dank für die konstruktive Kritik! Die Kritik gebührt vor allem mir. Martina Rupp, die ja auch in der Kommentaren zur Kritik erwähnt wird, sollte im Sinne der "Anklage" frei gesprochen werden.

Drei Dinge möchte ich gerne sagen:

1. Ich stehe dazu, über Emotionscan berichtet zu haben.

2. Leider ist strukturell am Sender ein Fehler passiert: Der Beitrag wurde mit einer unkritischen Moderation präsentiert. Ich hatte eine andere geschrieben. Senderintern habe ich mit meinen Kollegen gesprochen und sie gebeten, in Zukunft Rücksprache mit mir zu halten. D.h. es stimmt: die Anmutung der Story war pro Emotionscan, obwohl es ursprünglich als reine Info darüber geplant war, dass es dieses Gerät gibt. So wie man ja auch darüber berichtet, dass es Astrologie gibt, ohne notwendigerweise zu bewerten, ob das Humbug ist oder nicht.

3. Es ist richtig: einen unabhängigen Experten zu befragen hätte der Story gut getan. Der Blick von außen hat gefehlt. Sorry!

Gudrun Stindl, Ö3

Autor: Ulrich Berger· 30.06.10 · 23:14 Uhr· 16 Kommentare

22. Juni 2010

Emotionscan-Voodoo ist Ö3 offenbar peinlich

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 14

Zumindest ergibt sich das für mich aus folgender Gegenüberstellung, möglicherweise eine Reaktion auf meinen gestrigen Beitrag:

[Nachtrag vom 25.6.2010: Mir wurde inzwischen von Ö3-Seite glaubwürdig versichert, dass das Verschwinden des Beitrags (s.u.) aus den online-Meldungen nach einiger Zeit ein üblicher Vorgang ist und keine bewusste Reaktion auf meinen gestrigen Beitrag war. Insofern erübrigt sich die folgende Geschichte ein wenig...]

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Autor: Ulrich Berger· 22.06.10 · 00:11 Uhr· 14 Kommentare

21. Juni 2010

Emotionscan: Chakrenaktivierung im ORF

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 48

"Das WICHTIGSTE bei jeder Erkrankung" liest man auf der Webseite emotionscan.at, "ist das Erkennen der Ursache."

Jahaa! Und wie, bitte, erkennt man die Ursache einer Erkrankung? Na klar, indem man sich Kopfhörer aufsetzt und ein Voodoo-Gerät seine Aura scannen lässt. Oder so ähnlich...

emo_01.jpg

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Autor: Ulrich Berger· 21.06.10 · 17:57 Uhr· 48 Kommentare

11. Juni 2010

Profit durch Kundenverdummung am Beispiel Schüßler-Salze

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 38

Wer sich nach unserem letzten Beitrag über Schüßler-Salze ernsthaft Gedanken darüber gemacht hat, auf welcher Seite wohl die österreichische Apothekerkammer im Konflikt zwischen Ethik und Profit steht, der kann sich anhand von Ausschnitten aus der Österreichischen Apotheker-Zeitung, der Tiroler Tageszeitung sowie aus einer Radio-Vorarlberg-Sendung vom vergangenen April/Mai selbst ein Bild machen. (Via Dr. E. Berndt, der einst persönlich involviert war.)

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Autor: Ulrich Berger· 11.06.10 · 16:26 Uhr· 38 Kommentare

10. Juni 2010

Akademische Schüßler-Salze?

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 44

01.jpgMai 2010

Dr. Fritz Pröll, Apotheker, an Prof. Dr. Otto Schmut, Biochemiker:

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Schmut!

Auf Grund einer guten Beschreibung ihres Buchs "Salze, Zucker, Spurenelemente" in "Die Presse" habe ich neugierig ihr Werk gekauft. Ich gehe auf, nach meiner Meinung, einige Ungereimtheiten gar nicht ein, sondern möchte nur an einem Beispiel gleich auf den Punkt kommen:
     
Auf Seite 65 schreiben Sie über Silizium. Darunter auch Ihre Angabe von 20 - 30mg Tagesbedarf beim gesunden Menschen. Am Ende der Seite wird angeführt, dass auch in der Palette der Schüßler-Salze Silicium verwendet werden kann. Also ein Hinweis für den Laien.

Darf ich Ihnen folgendes Rechenbeispiel vorführen:

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Autor: Ulrich Berger· 10.06.10 · 15:35 Uhr· 44 Kommentare

30. Mai 2010

Germanische Neue Medizin: Was tun?

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 125

Anlässlich der Dokumentation im Bayerischen Fernsehen und der Kommentarschlacht bei Florian drüben ein paar lose Anmerkungen zur Germanischen Neuen Medizin (GNM):

Ein paar Mal bin ich bereits gefragt worden, wie die GNM und Herr Hamer aus wissenschaftlicher Sicht denn zu bewerten seien. Dazu folgendes:

1. Man muss zuerst einmal ganz klar festhalten, dass aus wissenschaftlicher Sicht Herr Hamer ein Irrer ist. Aus nichtwissenschaftlicher Sicht übrigens auch. Ich weiß, der Ausdruck "Irrer" ist nicht politisch korrekt. Aber er ist im Fall von Hamer angemessen.

2. Seine monströse Schöpfung, die GNM, ist in all ihren Aspekten eine dermaßen verblödete Theorie, dass sich eine seriöse medizinisch-wissenschaftliche Betrachtung aus heutiger Sicht verbietet. Alle Fakten sind längst bekannt, all der argumentative Müll der GNM ist längst widerlegt. Die GNM heute erneut ernsthaft zu diskutieren hieße, sie unnötig aufwerten. Sie verdient den Status der Flacherde-Theorie.

3. Ernst zu nehmen gilt es dagegen das Phänomen der GNM-Anhänger, die GNM-"Stammtische" organisieren und die GNM damit weiterverbreiten und am Leben erhalten. Dieses Phänomen lässt sich meines Erachtens am besten in Form einer Analogie aus der Epidemiologie begreifen:

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Autor: Ulrich Berger· 30.05.10 · 18:59 Uhr· 125 Kommentare

28. Mai 2010

Neues vom Markt für Voodoo-Technik: AlphaPrevent von BiCoTec

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik  ·  Kommentare: 13

Biophysikalischer Hokuspokus in der Steiermark

Gestörte Entstörung

Mit Unterstützung offizieller Stellen vertreibt die Grazer Firma BiCoTec einen skurrilen Schutzschild gegen Elektrosmog.


alphaprevent.gif

(Dieser Artikel wurde im Laborjournal 5/2010 veröffentlicht.)

Nachtrag aufgrund wiederholter Anfragen: Das in diesem Artikel krtisierte TGM-Gutachten findet sich hier.




Autor: Ulrich Berger· 28.05.10 · 16:52 Uhr· 13 Kommentare

25. Mai 2010

Anna hilft

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 39

Die homöopathische Praxis Zenz kümmert sich auch um äußerst seltene Erkrankungen...

zenzfuss.png


Autor: Ulrich Berger· 25.05.10 · 23:29 Uhr· 39 Kommentare

23. Mai 2010

Homöopathische Überdosis: How I survived Sulphur C1000

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 203

Vergessen Sie den 10:23 'overdose' event, der am 30. Jänner in Großbritannien stattgefunden hat! Die ultimative homöopathische Überdosis setzte es vergangenen Mittwoch im Wiener Resselpark. Neben einer Handvoll heroischer freiwilliger Probanden von den Wiener Skeptikern - darunter auch meine Wenigkeit - trafen sich dort trotz strömenden Regens am späten Nachmittag einige Dutzend Bildungshungrige zum Vortrag und Happening von und mit Science Buster Heinz Oberhummer.

AutoCollage_12_Bilder.jpgHeinz hatte im Rahmen der Woche der freien Bildung einen Vortrag inklusive "homöopathischem Vollrausch" angekündigt. Immerhin hatte er an diesem Tag auch Geburtstag! Während wir Versuchskaninchen also insgesamt zweimal jeweils ca. 15 Globuli der homöopathischen Hochpotenzen Sulphur C1000, Irgendwas C200 und Nochwas C100* einnahmen, pipettierte und schüttelte Heinz eine C12-Potenz von 80%igem Stroh-Rum** nach der Mehrglas-Methode.

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Autor: Ulrich Berger· 23.05.10 · 22:38 Uhr· 203 Kommentare

18. Mai 2010

Österreich enträtselt die Welt

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 16

Wie Wissenschaft funktioniert, lässt sich eigentlich ganz einfach erklären: Es gibt tausende Rätsel. Jeden Tag werden ein paar davon durch Wissenschaftler gelöst. Meistens durch Österreicher.

Z.B. gestern, am 17. Mai, haben ein paar Salzburger Wissenschaftler das Geheimnis der Mona Lisa gelüftet. Die Tiroler wollten da nicht nachstehen und lösten schnell das Rätsel der Kugelblitze.

orfat.png
Für morgen ist die Pressekonferenz eines burgenländischen Wissenschaftlerteams angekündigt, das den Mord an JFK geklärt hat (die Verhaftung des Täters steht kurz bevor), und am Freitag endet die Sperrfrist für jenes Vorarlberger Science-Papier, das die Frage nach dem Sinn des Lebens abschließend beantwortet.



PS: Eine der beiden oben verlinkten Arbeiten wird von ORF.at übrigens völlig falsch dargestellt. Welche? ein Rätsel!

[Nachtrag vom 21.05.2010:] Salzburger Kugelblitz-und-UFO-Forscher schlagen zurück und kritisieren die Kugelblitz-Theorie der Innsbrucker. Diese wehren sich. Der ORF berichtet über den aktuellen Stand des Scharmützels. Naht ein Sommerloch?

Autor: Ulrich Berger· 18.05.10 · 18:55 Uhr· 16 Kommentare

17. Mai 2010

Christian Köberl über Naturwissenschaft, Esoterik und Kometen

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 71

Prof. Christian Köberl, der neue Generaldirektor des Naturhistorischen Museums in Wien, ist Astrogeologe und Impaktforscher. Was das genau ist, kann Florian Freistetter sicher besser erklären als ich. Vorgestern gab Köberl den Oberösterreichischen Nachrichten ein interessantes und lesenswertes Interview. Hier ein Auszug. Dort der Volltext.

OÖN: Wie erklären Sie sich, dass viele Menschen die geringe Gefahr, die von Kometen ausgeht, als bedrückender empfinden als eine viel wahrscheinlichere Gefahr, etwa den Klimawandel?

Köberl: Das lässt sich vielleicht dadurch erklären, dass die Menschen sich wenig für Naturwissenschaften interessieren, was mich sehr betrübt. Denn Naturwissenschaften sind etwas sehr Spannendes. Wenn man sich da ein paar Grundkenntnisse erwirbt, versteht man die Welt viel leichter. Hingegen sieht man sehr viel Esoterik - Homöopathie, Leute mit Wünschelruten etc. Das sind oft dieselben Leute, die mit dem Auto fahren, den Fernseher aufdrehen, das Mobiltelefon verwenden - alles Dinge, die auf den Errungenschaften der Naturwissenschaften basieren.

OÖN: Aber gibt es - um ein beliebtes Argument von Esoterikern zu verwenden - nicht noch hunderttausend Dinge zwischen Himmel und Erde, die wir uns nicht erklären können?

Köberl: Vor hundert Jahren waren es zweihunderttausend Dinge. Man hat zum Beispiel nicht gewusst, warum man krank wird. Dann hat man Bakterien entdeckt, später Viren. Man hat Penicillin entwickelt, so dass man etwas dagegen tun konnte. Das sind alles Errungenschaften von Biologie, Physik und Chemie.


Autor: Ulrich Berger· 17.05.10 · 00:19 Uhr· 71 Kommentare

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