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Vom 28.9. - 1.10.2010 fand in Berlin der 48. Deutsche Historikertag statt. Der größte geisteswissen-schaftliche Kongress Europas mit rund 4000 Teilnehmern stand in diesem Jahr unter dem inhaltlichen Motto „Über Grenzen".
In diesem Blog berichtet ein Autorenteam aktuell von der Tagung. Das Blog dient zugleich auch als offizielles Presse-Informationsportal.
Ausserdem gibt es hier Impressionen der Tagung, einen Pressespiegel und kurze Buchrezensionen.
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16.10.10 · 11:00 Uhr
Spaziergang durch eine dunkle Epoche der deutschen Geschichte
Kategorie: Am Rande·Deutsche Postings·Geistes- & Sozialwissenschaften·Geschichtsdidaktik·Neue Geschichte
Die Gedenkstätte Berliner Mauer ist der zentrale Erinnerungsort an die deutsche Teilung - mitten in der Bundeshauptstadt. Auf dem 1,3 Kilometer langen und 4,4 Hektar umfassenden Gelände an der Bernauer Straße befindet sich das letzte komplett erhaltene Stück eines gewaltigen Zeitzeugnisses: der Berliner Mauer.
Von Christine Buch
Die Bernauer Straße an der Grenze zwischen den Berliner Stadtbezirken Wedding und Mitte war ein Brennpunkt der deutsch-deutschen Nachkriegsgeschichte. Der Bau der Mauer und seine Folgen für die Bewohner der geteilten Stadt wurden hier besonders dramatisch erlebt. Die Geschichte dieser Straße zeigt exemplarisch die Auswirkungen des Mauerbaus: die Zerstörung von Stadtraum und Lebenswegen, die Trennung von Familienangehörigen und Freunden. Und sie dokumentiert die Versuche, der Diktatur durch Flucht in den Westen zu entkommen.
Dr. Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Gedenkstätte Berliner Mauer, führte während des Historikertags durch den bereits fertiggestellten Bereich des Areals und erklärte das Konzept hinter der Ausstellung.
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In den 1990er-Jahren wurde ein Konzept entwickelt, das den Ausbau der Gedenkstätte und ihre Umgestaltung zu einer neuartigen Erinnerungslandschaft vorsieht. Dr. Axel Klausmeier erläutert den Entwurf für die Bebauung des Areals, die 2012 abgeschlossen sein soll.
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Die Ausstellungsmacher streben keine chronologische Aufzählung der Ereignisse an, sondern erläutern durch sogenannte Ereignismarken (im Foto am Boden zu sehen) die betreffenden Geschehnisse direkt am Ort. 140 solcher Marken wird es geben, wenn das Gelände fertiggestellt ist.
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Teil der Ausstellungsstrategie ist es, die verlorengegangenen Relikte durch moderne Nachzeichnungen aus Cortenstahl wieder sichtbar zu machen. Ziel soll sein, dem Besucher eine Gesamtsituation zu präsentieren, bei der auf den ersten Blick zwischen Original und Rekonstruktion unterschieden werden kann. Im Foto ist eine solche Cortenstahl-Rekonstruktion zu sehen, die sich im hinteren Teil mit der „echten" Mauer verbindet.
Verschiedene Themenstationen zu Mauer und Grenzstreifen verdeutlichen den sich im stetigen Wandel befindlichen Ausbauprozess der Grenzanlagen anhand von Videos, Hörspielen, Fotos und Textdokumenten. Daneben werden Reaktionen von Zeitzeugen auf beiden Seiten der Mauer präsentiert und der Verlauf einiger Fluchtversuche erklärt.
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Dr. Axel Klausmeier erklärt das „Fenster des Gedenkens". Eine Sprachstation liest die Namen jedes der 136 Opfer, die zwischen 1961 und 1989 an der Mauer in Berlin starben, vor.
| Christine Buch studiert Europäische Kunstgeschichte, sowie Mittlere und Neuere Geschichte mit Schwerpunkt Medizingeschichte an der Universität Heidelberg. |
(Redaktion: CJ)
Autor: Christian Jung· 0 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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