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Jürgen Schönstein ist Diplom-Geograph (TU München, 1984) aus Berufung und Journalist von Beruf. Nach rund zwei Jahrzehnten als "fester" Korrespondent für deutsche Publikationen in New York, arbeitet er nun als freier Journalist in Cambridge, Massachusetts - und wird damit auch weiterhin ein besonders waches Auge auf alles Neue aus Wissenschaft, Forschung und Technik halten. Daneben bringt er als Dozent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) den Studenten das Schreiben bei.

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21.10.11 · 05:16 Uhr

"Ich bin entweder der erste, der diesem Krebs davonläuft, oder einer der letzten, der daran stirbt": Steve Jobs

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 12

41hLYH52+vL._SL500_AA300_.jpgHier in den ScienceBlogs diskutieren wir ja über die Gründe , warum ein Mensch wie Steven Jobs angesichts einer ernsten, aber mit medizinischen Mitteln behandelbaren Krebserkrankung erst mal auf eine selbst konzipierte "alternative Therapie" mit Akpunktur und vegetarischer Diät setzen würde. Und darum wird es vielleicht interessant sein zu erfahren, was in einer neuen Steven-Jobs-Biografie des Journalisten-Veteranen Walter Isaacson die Familienangehörigen und Freunde zu diesem Thema zu sagen haben: Feunde wie der ehemalige Intel-Chef Andy Grove und der Genentech-Manager Art Levinson, seine Schwester Mona Simpson und seine Frau Laurene Powell - alle versuchten ihn zu überzeugen, dass er sich operieren und chemotherapeutisch behandeln lassen solle. Doch "sein großes Problem war, dass er noch nicht bereit war, seinen Körper aufschneiden zu lassen", erinnert sich Jobs Frau. Das Buch, das am 24. Oktober im US-Buchhandel erscheinen soll und das schlicht Steve Jobs betitelt ist, wurde vorab in der New York Times besprochen.

Aber als er sich dann endlich zur Operation durchringen konnte, dann tat er dies in perfekter Steve-Jobs-Manier: mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln. Er ließ das komplette Genom seines Krebses sequenzieren, woran Teams von Stanford, MIT, Johns Hopkins und Harvard beteiligt waren (was runde 100.000 Dollar gekostet haben dürfte); mit dieser Information wurden maßgeschneiderte Medikamente gegen den Krebs entwickelt, die letztlich nicht nur Jobs, sondern jedem Krebspatienten nach ihm helfen sollten; er machte sich mit allen verfügbaren Behandlungsoptionen vertraut - und traf letztlich jede Entscheidung selbst. Isaacson erinnert sich in seinem Buch, dass Jobs ihm gesagt habe, entweder werde er der erste Mensch sein, der diesem Krebs entkommen kann - oder einer der letzten, der daran sterben wird. Mehr dazu, wie schon gesagt, hier in der New York Times ...

 

Autor: Jürgen Schönstein· 12 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Kommentare (12)

Kommentar-Direktlink KommentarAbo· 21.10.11 · 12:21 Uhr

...

Kommentar-Direktlink cydonia· 21.10.11 · 14:14 Uhr

"...sein großes Problem war, dass er noch nicht bereit war, seinen Körper aufschneiden zu lassen."
Und das kann ich sehr gut nachvollziehen, und genau deswegen hielt ich den Post vom sehr geschätzten Herrn Berger für leicht überzogen. Wenn es um sowas geht, müssen sich viele zum rationalen Handeln erstmal durchringen, und dies nicht, weil sie bescheuert sind, sondern weil sie schlicht und ergreifend Angst haben.
Ich sollte dringend zu Zahnarzt....ich verschiebe den Termin seit Wochen......

Kommentar-Direktlink miesepeter3· 21.10.11 · 19:23 Uhr

@cydonia

"...sondern weil sie schlicht und ergreifend Angst haben."

Vielen Menschen gelingt es, diese Angst zu überwinden, wenn sie den Nutzen des "Aufschneidens" begriffen haben. Dann ist die Hoffnung auf Leben oder Gesundheit stärker als die Angst. Wie es scheint, war die Hoffnung von SJ nicht groß genug, um sich gleich einer Operation zu unterziehen.

Dein Problem dürfte kaum ähnlich schwerwiegende Folgen haben. Aber die Aussicht, dass der Zahnarzt Dein Problem lösen kann, ist ungleich größer. Also geh hin. Und zwar bald.

Kommentar-Direktlink Olli F.· 21.10.11 · 20:44 Uhr

Heute im Spiegel:

> http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,793140,00.html

Späte EInsicht, leider zu spät. Ich bin weit davon entfernt Kritik zu üben, besonders wenn man liest welche Gründe er hatte. Unsicherheit, Angst - da kann wohl kein Arzt helfen. Dumm nur wenn die Fehlentscheidung so entgültige Konsequenzen hat.

Kommentar-Direktlink Radicchio· 21.10.11 · 22:12 Uhr

"...sein großes Problem war, dass er noch nicht bereit war, seinen Körper aufschneiden zu lassen."

ich spekuliere mal: bei einer akuten appendizitis hätte er sicher weniger probleme gehabt.

Kommentar-Direktlink BreitSide· 21.10.11 · 22:12 Uhr

xxx

Kommentar-Direktlink siebenkäs· 23.10.11 · 16:24 Uhr

Woher die Kommentatoren die Gewissheit haben, dass Jobs eine Operation geholfen hätte ist mir schleierhaft. Die Leute in den Spitälern sterben doch reihenweise an Krebs trotz Operationen.
Jetzt zu sagen, gerade den Krebs von Jobs hätte eine Operation geheilt ist eher das was die Juden Chuzpe nennen.

Kommentar-Direktlink Bullet· 24.10.11 · 11:24 Uhr

Wie war das noch gleich mit der allgemeinen Sterblichkeit vor 200 Jahren? Wo Wil.fert nicht draufstehen darf und Gui.d'oo drin ist, stinkts wieder mal nach Kuh. Ganz hinten.

Kommentar-Direktlink Radicchio· 24.10.11 · 20:10 Uhr

Woher die Kommentatoren die Gewissheit haben, dass Jobs eine Operation geholfen hätte ist mir schleierhaft.

sehr vielen krebspatien hilft eine OP, du torfkopp. ich kenn selbst gleich 3 davon. und die haben den krebs schon um jahrzehnte überlebt = geheilt!

Kommentar-Direktlink Muddi & theBlowfish· 25.10.11 · 13:21 Uhr

Mist, nicht an die Nicksperrung gedacht:
Also nochmal: bereits an Deinem eingeschränkten Wortschatz erkennt man Dich gui:D'oooh! a.k.a siebenkäs
Du beweist nur, dass Du zwar des Lesens ein wenig mächtig bist, aber absolut nicht verstehst, WAS Du da liest- wie übrigens auch drüben bei Uli mit Deinem 1 Jahr alten Spiegelartikel.
Ich werde mich dort dazu sicher auch noch äussern, aber momentan habe ich Besseres zu tun als Trolle zu füttern (Juniors Popo zu säubern ist auch wirklich intellektuell herausfordernder und das, was er dabei so sagt: -Dada, Kaki gemacht, wauwau-hat auch sowohl mehr Inhalt als auch mehr Wahrheitsgehalt als das, was DU so hier absonderst.)
Ausserdem hast Du Probleme mit Fremdsprachen: Was Du meinst ist nicht Chuzpe sondern Emmes oder Noun-sprich hebräisch DIE WAHRHEIT.
Geht auch auf Jiddisch: Tacheles reden.

Kommentar-Direktlink Muddi & theBlowfish· 25.10.11 · 13:33 Uhr

@Radicchio: Angst vorm Arztbesuch bleibt Angst vorm Arztbesuch, derLeidensdruck ist bei einer Appendizitis zwar schneller deutlich höher, aber dafür kann ein deutlich kürzerer Zeitraum des Zögerns auch schon verheerende Folgen haben.
@cydonia: was machen die Zähne? Ich mag es auch nicht so, zum Zahnarzt zu gehen, aber die Angst davor und die wochenlangen Zahnweh sind meistens schlimmer als der Besuch selbst. Gute Besserung!

Kommentar-Direktlink cydonia· 25.10.11 · 17:11 Uhr

Danke, ist nicht akut, und deswegen drücke ich mich auch.....ich nehme mal an, die 75%-Tochter gibt wieder Ruhe(hoffe ich sehr). Meine Quittennachricht hast du erhalten, nehme ich an.
So, Schluss mit OT und Privatgeplauder. Nochmal: Angst ist Angst, und die muss man erstmal überwinden. Wie oft habe ich gehört: "Also, ich würde ja nie.....! Pustekuchen. Wie Menschen in konkreten Situationen reagieren, wissen sie oft selbst am Schlechtesten. Reden kann man aber eine ganze Menge.

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