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Jürgen Schönstein ist Diplom-Geograph (TU München, 1984) aus Berufung und Journalist von Beruf. Nach rund zwei Jahrzehnten als "fester" Korrespondent für deutsche Publikationen in New York, arbeitet er nun als freier Journalist in Cambridge, Massachusetts - und wird damit auch weiterhin ein besonders waches Auge auf alles Neue aus Wissenschaft, Forschung und Technik halten. Daneben bringt er als Dozent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) den Studenten das Schreiben bei.
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18.05.11 · 16:18 Uhr
Explodierende Wassermelonen in China
Kategorie: Umwelt · Kommentare: 19
Die Kombination aus unerfahrenen Landwirten und einer Überdosis des Wachstumsmittels Forchlorfenuron hat dazu geführt, dass auf einigen Feldern der chinesischen Provinz Jiangsu die Wassermelonen explodieren:
Eine Story dazu gibt es unter anderem hier.
Autor: Jürgen Schönstein· 19 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (19)
Besser Melonen explodieren auf chinesischen Feldern als Kerne in japanischen Reaktoren...
Gabs da nicht mal ne Gruppe namens Exploding Pumpkins oder so?
Mr. Majestyk wird sauer sein!
BreitSide·
19.05.11 · 21:31 Uhr
Yeah, geht doch nix über good old Hollywood...:-)Wird nicht bei platzenden Melonen sofort der Ruf nach Radhelmen laut?
Tomtom
Smashing Pumpkins, was ja noch besser passt bei Kernzertrümmerungsanlagen.
@Roland: ich weiß, "exploding" schien mir eben passender, "smashing" ist ja eine aktive Tätigkeit, vom Volleyball kenne ich das als "Schmettern". Aber vielleicht hat das Wort ja noch ein paar andere Bedeutungen.
@tomtom: immer noch nix gegen Deine Helmfobie getan:-)))? Mein alter Helm ist langsam speckig, ich brauche einen neuen, der möglichst besser gelüftet ist. Mit retroreflektierenden Streifen und/oder eingebauten LEDs. Ich bin mir der Nachteile der leicht erschwerten Hitzeabfuhr nämlich sehr gut bewusst. Das wiegt die Gefahren einer Kopf-/Hirnschädigung aber locker auf. Aber es darf ja auch jeder rauchen, wenn er will oder keinen Sport treiben.
So spricht Leo:
Substantive (2 of 2)
smashing die Zertrümmerung
smashing up die Zertrümmerung
Adjektive/Adverbien (3 of 3)
smashing adj. (Brit.) [coll.] klasse [ugs.]
smashing adj. (Brit.) [coll.] super [ugs.]
smashing adj. zertrümmernd
Wendungen/Ausdrücke (1 of 1)
That's smashing! Das ist eine Wucht!
Also "Klasse Kürbisse" oder so?
Ich wollt' eigentlich nur den richtigen Namen der Band ins Spiel bringen und dachte, du hättest ihn nicht mehr im Gedächtnis - sorry für die Unterstellung!
@Roland: kein Grund zur Veranlassung:-)))
Damit muss ich rechnen, wenn ich undeklarierte Wortspiele loslasse...
PS: Monsanto will sich ja jetzt eine Kürbissorte mit einer Resistenz, die sie gefunden hatten, patentieren lassen. Aber ich glaube nicht diese explodierende Sorte. Oder ging da eine Pentagon-Forschung schief?
@Breitside:
"immer noch nix gegen Deine Helmfobie getan:-)))?"
Nö, die bewahre ich mir gut auf, zusammen mit meiner Phobie gegen Homöopathie, Bachblüten und anderem Unsinn, der längst widerlegt ist.
Hier übrigens wieder eine aktuelle Studie, die älteren Radhelmstudien einen "publication bias" nachweist:
http://www.cycle-helmets.com/elvik.pdf
Zitat:
"According to the new studies, no overall effect of bicycle helmets could be found when injuries to head, face or neck are considered as a whole."
Aber ein echter Radhelmgläubiger reagiert wieder wie ein echter Gläubiger der Homöopathie: Er wird sie nicht lesen, nicht verstehen oder er wird "Fehler finden", die dem Peer entgangen sind.
Wissenschaft korrigiert die alten Fehler. Menschen nicht.
Tomtom
Jaja, tomtom, jeder hat seinen blinden Fleck. Deiner ist halt der Radhelm.
Ich für mein Teil halte eine Energieverzehrung von 150 J für erheblich. Ich erachte es als sinnvoll, meinen Kopf mit einer Vorrichtung zu schützen, die so viel aushält wie die Zehenkappe eines Schutzschuhs.
Aber das hatten wir ja alles schon zur Genüge. Gläubige lassen sich eben nicht so leicht erschüttern.
@Breitside:
Ich gehe nicht auf Radhelm/150J/Stahlkappenargumente ein. Es geht um Wissenschaft. Und wie ich vorausgesehen habe, hast Du die Studie nicht gelesen, nicht verstanden oder den "Fehler entdeckt", dass 150J den Unterschied machen und der Autor zu doof war, das zu verstehen.
Nennst Rune Elvik mit seinen zig Publikationen einen Gläubigen, der Dein Modell (0 Publikationen) nicht anerkennt.
Die einen forschen, publizieren und beweisen. Die anderen glauben. Bei Homöopathie etc. stehst Du auf der einen Seite, bei den Helmen auf der anderen. Schade.
Tomtom
"Ich gehe nicht auf Radhelm/150J/Stahlkappenargumente ein."
Schade.
Denn mit exakt der selben Argumentationsschiene könntest Du die Stahlkappen der Sicherheitsschuhe "entkräften":
- Risikokompensation,
- kein Schutz gegen tonnenschwere Lasten,
- Behinderung des Gehvorgangs,
- kein Schutz des Fußrückens,
- schlechteres Bodengefühl,
- kein Schutz der Ferse,
- Behinderung der Wasserdampfabfuhr
- usw. usf.
Und es würden sich mit Sicherheit jede Menge Studien finden lassen, die den Nutzen infrage stellen.
Und exakt wie beim Radhelm gibt es bei der Stahlkappe NUR Normen. Die auch für den Privatmann überhaupt nicht zwingend sind.
Und keine Versicherung verweigert Dir die Leistungen, wenn Dir Dein Rasenmäher die Straßenschuhe samt Zehen zerfräst hat.
Aber komischerweise gibt es da keine VT-Gruppen. Die gibts nur beim Radhelm und bei den Schutzimpfungen.
@Breitside:
"Und es würden sich mit Sicherheit jede Menge Studien finden lassen, die den Nutzen infrage stellen."
Zeig mir mal ein paar, die es durchs Peer Review geschafft haben. Oder zeig mit mal ein paar neue Pro-Helm, die es durchs Peer Review geschafft haben.
Ich warte.
Tomtom
Ich dachte, dass Helme gegen Schädelverletzungen schützen, und nicht gegen Nacken- oder Gesichtsverletzungen. Gegen Ellbogen- und Knie- verletzungen übrigens auch nicht.
@michael: genau das ist die Masche der Helmverteufeler. Ein prächtiger Strohmann, sehr gut geeignet, um darauf rumzudreschen.
Was ich zusätzlich nicht verstehe, ist dieser missionarische Eifer. Als ob da irgend ein Zwang da wäre. Noch nicht einmal in Sicht ist einer. Selbst beim Sicherheitsgurt, gegen den noch viel weniger VTler wettern als gegen den Helm, gibt es keinen Leistungsausschluss der Versicherungen.
Umso erstaunlicher, dass tomtom dabei ist, der sonst äußerst besonnen und sorgfältig argumentiert.
Auch Melonen sind nicht mehr das, was sie mal waren:
@michael:
"Ich dachte, dass Helme gegen Schädelverletzungen schützen"
Andere denken, er hilft gegen Kopfverletzungen. Wieder andere denken, er hilft gegen Gehirnverletzungen. Genaues Lesen der Artikel würde helfen, solche Missverständnisse auszuräumen.
Aber ja, diese Studie behauptet, er hülfe gegen Schädelverletzungen, wenn auch erheblich weniger, als in den älteren Studien.
"und nicht gegen Nacken- oder Gesichtsverletzungen. "
Die hingegen scheint er zu verstärken. Über die Gründe kann man spekulieren, in dem Paper wird das auch gemacht.
Es scheint sich der geringe Nutzen gegen Schädelverletzungen und der geringe Schaden auf Nacken und Gesicht auszumitteln, so dass eben für den Träger "no overall effect" rauskommt.
Aber es ist egal. Wenn auch noch so viele Studien Homöopathie, Gebeten und Horoskopen Wirkungslosigkeit attestieren, wird es immer Leute geben, die ihren persönlichen Überzeugungen mehr Gewicht einräumen.
Und wie immer, wenn man diese Leute nach peer reviewed papers ihrer Wunderdinge fragt, bleibt es still.
Tomtom, der sich lange in Unibibliotheken herumgedrückt hat, um den Wirkungsnachweis von Helmen zu finden - und irgendwann seinen Fehler eingesehen hat.
> Die hingegen scheint er zu verstärken. Über die Gründe kann man spekulieren, in dem Paper wird das auch gemacht.
Dieses hab ich auch gehört, und Bekannte, die etwas wilder Radfahren als ich, benutzen deshalb einen Motorrad Nacken/Rücken Schutz.
Aber der Helm soll eben gegen Schädelverletzungen schützen und nicht gegen andere. Und laut der von Dir zitierten Studie tut ein Helm das: