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Jürgen Schönstein ist Diplom-Geograph (TU München, 1984) aus Berufung und Journalist von Beruf. Nach rund zwei Jahrzehnten als "fester" Korrespondent für deutsche Publikationen in New York, arbeitet er nun als freier Journalist in Cambridge, Massachusetts - und wird damit auch weiterhin ein besonders waches Auge auf alles Neue aus Wissenschaft, Forschung und Technik halten. Daneben bringt er als Dozent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) den Studenten das Schreiben bei.

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Archiv Februar 2011

28. Februar 2011

Grüne Studenten-Initiative mobilisiert Brasiliens Müllsammler

Kategorie: Umwelt  ·  Kommentare: 9

LixaoCatadores20080220MarcelloCasalJrAgenciaBrasil.jpgVon der Idee, dass nicht alles, was Haushalte wegwerfen, gleich wertloser Müll ist, haben gewiss schon viele gehört (auch wenn sich's in Städten wie New York, das ein ziemlich lausiges Recyclingprogramm hat, noch nicht rumgesprochen hat - hier dienen Mülltrennungs-Vorschriften eigentlich nur dazu, Strafzettel und Bußgelder zu generieren). In Brasilien hat sich eine für Drittwelt- und Schwellenländer typische Recyclingwirtschaft etabliert: Die Haushalte schmeißen weg, der Müll kommt auf die Kippe - und dann bleibt es den oftmals Ärmsten der Armen überlassen, Verwertbares aus diesen Müllhalden zu sortieren. Doch in Brasilien sind diese Müllpicker, die Catadores, sogar gewerkschaftlich organisiert - und das macht sie zu idealen Partner für das "Green-Grease"-Projekt, das Studenten des Massachusetts Institute of Technology entwickelt haben:


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Autor: Jürgen Schönstein· 28.02.11 · 06:09 Uhr· 9 Kommentare

27. Februar 2011

Placebo erklärt

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 27

Naja, ein bisschen erklärt - und das auch noch schnell gesprochen und mit australischem Akzent ... Aber vielleicht ist der kleine Videoclip des Australiers Daniel Keogh (der mit seiner Comedy-Wissenschaftsshow The Stupid Species durchs Land Down Under tourt) ja doch ganz hilfreich, wenn man jemandem mal erklären will, was ein Placebo ist und vor allem, was es nicht ist:


Autor: Jürgen Schönstein· 27.02.11 · 16:56 Uhr· 27 Kommentare

26. Februar 2011

Science Slam VIII in Braunschweig

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 4

newsimage.jpgIch sitze ja ein paar tausend Kilometer weiter im Westen, werde also sowieso nicht zu diesem Event am 4. März erscheinen können. Andererseits wäre es sicher spannend für den Einen oder die Andere, sich mal (wieder?) ein "Wissenschaftliches Kurzvortragsturnier" um das "Goldene Hirn" anzuschauen, das im Haus der Wissenschaft Braunschweig stattfinden wird. Und darum weise ich aus der Ferne freundlich darauf hin. Was wird dort für die drei Euro Eintritt geboten? Das schreib' ich jetzt - ganz im Trend der Zeit - einfach ab*, und zwar aus der Pressemitteilung:

Wie Chuck Norris als Bakterium Tumoren den Kampf ansagt und dabei einen ganzen Anti-Tumoreffekt auslöst wird Christian Stern, Doktorand am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung Braunschweig und Gewinner des letzten Science Slams, bei seiner Titelverteidigung erklären. Konkurrenz bekommt er von Christian Tischendorf von der Technischen Universität Braunschweig mit seinem Vortrag über angewandte Thermodynamik im Haushalt. Energiewandlung ist mit erheblichen Verlusten verbunden, hier sollen Brennstoffzellen Abhilfe schaffen. Wie genau Brennstoffzellen funktionieren und warum wir noch nicht in der neuen schönen „Brennstoffzellenwelt" leben, erklärt Christian Wesemeyer vom Institut für Wärme- und Brennstofftechnik (TU Braunschweig). Um Gravitationsastronomie geht es im Vortrag von Markus Otto. Er zeigt wie man im Albert-Einstein-Institut Hannover den Gravitationswellen auf die Schliche kommt. Mit dem Thema „Aufgelöst - Was Schüler über Zucker denken und Lehrer hören wollen" steigt Sarah Hundertmark von der Leibniz Universität Hannover in den Ring. Sie erklärt wie die Wissensvermittlung im Chemieunterricht aussehen kann.

* Das mit dem Quellennachweis gewöhne ich mir bestimmt auch noch ab ...


Autor: Jürgen Schönstein· 26.02.11 · 21:35 Uhr· 4 Kommentare

25. Februar 2011

Spielend Wissenschaft erleben

Kategorie: Technik  ·  Kommentare: 4

Power-of-Research-logo.jpgEin kostenloses, von der EU gefördertes Computer-Simulationsspiel, um die junge europäische Bevölkerung für das Thema Wissenschaft und Forschung zu interessieren und um andererseits mögliche Forscherkarrieren als nachvollziehbar und erreichbar darzustellen? Klingt eigentlich ganz interessant - und ich fand die Idee, jungen Menschen spielerisch nicht nur etwas über Wissenschaft zu vermitteln, sondern sie anzuregen, selbst Forschungsprojekte in Teams zu planen, sie durchzuführen und dann die Ergebnisse (immer noch spielerisch) zu publizieren - also den Prozess des wissenschaftlichen Arbeitens kennen zu lernen - spannend genug, dass ich hier etwas darüber bloggen wollte. Der Haken ist nur: Power of Research, das am Mittwoch gestartet wurde, läuft nicht auf meinem Mac. Genauer gesagt, es braucht zum Laufen ein Plugin von Microsoft, das nur für Macs mit Intel-Chip (hab' ich nicht) verfügbar ist. Statt einer ausführlicheren Beschreibung oder gar einem Erfahrungsbericht gibt's hier also leider nur diesen Hinweis. Vielleicht kann ja jemand in den Kommentaren ein paar weitere Details zu dem Spiel (und dazu, ob es empfehlenswert ist oder nicht) posten ...


Autor: Jürgen Schönstein· 25.02.11 · 06:43 Uhr· 4 Kommentare

24. Februar 2011

Kein Interesse an gefährlichen Asteroiden?

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 14

Glaub' ich nicht. Auch wenn es in der aktuellen Ausgabe meines Lieblingsmagazins New Yorker so steht. Unter der Schlagzeile Vermin of the Sky berichtet Tad Friend über den beklagenswerten Zustand, in dem sich die Bemühungen um die Abwehr potenziell die Zivilisation beendender Asteroiden (NEO - kurz für near-Earth Objects) befinden. Dazu hat Florian Freistetter ist bei Astrodicticum Simplex sogar eine ganze Aufklärungs-Serie geschrieben (Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5) - allein schon deshalb habe ich Zweifel an dem, was hier im New Yorker steht:

"With planetary defense, there's a complex interaction of science, psychology, politics, and money - and everything falls into a gap between disciplines," Robert Arentz, who heads the NEOs team at Ball Aerospace and Technologies Corp., said. "The science guys say, 'NEOs are not scientifically interesting, and saving the planet is not our job,' and the military guys say, 'We'll blow them up, but we don't have anything to do with telescopes or space missions.' The issue is an orphan."

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Autor: Jürgen Schönstein· 24.02.11 · 17:38 Uhr· 14 Kommentare

Müll-"Tourismus", erfolgreich visualisiert

Kategorie: Umwelt  ·  Kommentare: 2

Das Forschungsprojekt Trash | Track, das vom SENSEable City Lab am Massachusetts Institute of Technology initiiert und unter der Teamleitung von Dietmar Offenhuber in Seattle durchgeführt wurde, ist zwar schon etwa zwei Jahre alt, aber weil es gerade die International Science & Engineering Visualization Challenge der National Science Foundation (NSF) gewonnen hat, bietet es mir als Geographen einen schönen Anlass, noch einmal mit anzuschauen, wie weit und wie lange Zivilisationsmüll auch nach dem Wegwerfen noch unterwegs sein kann:


Autor: Jürgen Schönstein· 24.02.11 · 05:32 Uhr· 2 Kommentare

23. Februar 2011

Die Masse macht den Individualisten

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften  ·  Kommentare: 8

Crowd.jpgKlingt paradox, nicht wahr? Fällt aber in die gleiche logische Konsequenz wie das "viel-Licht-viel-Schatten"-Sprichwort. In der knappen Abstract-Formulierung von Kimberly Pollard und Daniel Blumenstein, die in der nächsten Ausgabe von Current Biology ein Paper über Social Group Size Predicts the Evolution of Individuality veröffentlichen werden, liest sich das so:

► Individual recognition is important for social behaviors in humans and other animals ► Individual recognition is harder in larger groups, but increased individuality helps ► In evolutionary analyses, social group size predicts individuality in social signals ► Social group size promotes the evolution of individualistic signatures

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Autor: Jürgen Schönstein· 23.02.11 · 05:51 Uhr· 8 Kommentare

21. Februar 2011

Im Kern erheblich langsamer

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 4

Im Inneren unserer Erde rotiert ein enormer Dynamo: Der feste (zumeist aus Eisen und Nickel bestehende) Erdkern ist in dem ihn umgebenden flüssigen Teil des Erdkerns relativ beweglich gelagert und dreht sich ein bisschen schneller als der Rest der Erde. Unter anderem erzeugt dies das Magnetfeld, das unsere Erde umgibt. Doch das bisher angenommene Tempo dieser vorauseilenden Rotation schien dem zu widersprechen, was man ansonsten über die Struktur des Erdkerns wusste: Der feste Kern wächst langsam, aber stetig, durch Verfestigung von Material aus dem ungebenden Flüssigkern. Und dabei haben sich nachweisbare, hemisphärische Strukturen ausgebildet. Doch wenn der innere Kern tatsächlich mit dem bisher vermuteten Tempo - man ging von einem Vorsprung von etwa einem Winkelgrad pro Jahr aus - rotieren würde, dürften sich solche Strukturen eigentlich nicht ausbilden, da sie bei diesem Tempo gewissermaßen "verschmiert" würden. Konsequenter Weise lässt sich die nachweisliche Existenz dieser Hemisphären nur mit einer langsameren Vorausrotation erklären, folgerten Lauren Waszek, Jessica Irving und Arwen Deuss. Und in der Tat konnten die drei Forscherinnen in der aktuellen Ausgabe von Nature Geoscience ein Paper veröffentlichen, das anhand seismischer Messungen belegt, dass diese Rotationsgeschwindigkeit bisher enorm überschätzt wurde: Statt einem Grad im Jahr sind es eher 0,1 bis 1 Grad in einer Million Jahre.


Autor: Jürgen Schönstein· 21.02.11 · 19:40 Uhr· 4 Kommentare

18. Februar 2011

Tauend bauend

Kategorie: Umwelt  ·  Kommentare: 3

02-18-11_1057.jpgDas aktuelle Tauwetter schuf diese knapp eineinhalb Meter hohe "Naturbrücke" in der Nähe des Harvard Square in Cambridge (Massachusetts).


Autor: Jürgen Schönstein· 18.02.11 · 19:20 Uhr· 3 Kommentare

Watson, der Gewinner

Kategorie: Technik  ·  Kommentare: 1

IBM Watson.jpgGemeint ist natürlich der IBM-Supercomputer Watson, der am Mittwoch dieser Woche - durchaus erwartet - die zwei bisher erfolgreichsten "Jeopardy"-Champions Ken Jennings und Brad Rutter (die beide in ihrer jeweiligen "Karriere" mehrere Millionen Dollar an Preisgeldern gewinnen konnten) geschlagen. Erwartet, weil Watson sich bereits am Dienstag so souverän geschlagen hatte, dass eine Stärken unübersehbar waren: Es war dem Watson-Team (an dem insgesamt sieben der Top-Universitäten Amerikas beteiligt waren) gelungen, ihren Supercomputer so zu programmieren, dass er die oftmals verklausulierten und doppeldeutig angelegten Fragen so schnell - und mit so großer Treffsicherheit - entschlüsseln konnte, dass er einfach viel öfter den digitalen Finger (jaja, ich weiß, wo das Wort "digital" herkommt) am "Buzzer" hatte. Aber das macht - entgegen dem, was man so in den Medien liest - Watsons Erfolg nicht etwa zum Sieg des Computers über die Menschen, sondern zum Sieg der Menschen, die Watson programmierten. Was Watson aber wirklich zum Gewinner macht, ist eine Leistung, die heute kaum noch einem Menschen gelingt: Kaum hatte er die Letzte Prüfung ("Final Jeopardy") bestanden, hatte er schon ... einen Job.

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Autor: Jürgen Schönstein· 18.02.11 · 04:39 Uhr· 1 Kommentar

17. Februar 2011

Ägyptens archäologisches Proletariat

Kategorie: Kultur·Politik

Eigentlich nur ein Lese- und Hinschau-Tipp: Die New York Times hat ihren heutigen Artikel über die Rolle der Arbeiterschaft beim "Umsturz" (darf man das so nennen?) in Ägypten mit diesem Foto (aus Urheberrechtsgründen nur ein Link) demonstrierender Archäologie-Studienabsolventen illustriert, die vor dem Ägyptischen Museum in Kairo mehr Arbeitsplätze fordern. Was ja bedeutet: In Ägypten zählt ein graduierter Archäologe zum Proletariat ...


Autor: Jürgen Schönstein· 17.02.11 · 18:04 Uhr· 0 Kommentare

Opferrolle bewahrt vor Schuld

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften  ·  Kommentare: 9

"Na, das ist doch nix Neues", dürften nun einige Prominente sagen - seien es Hollywoodstars, Politiker oder diskreditierte Bischöfe (eine zufällige und schnell ergoogelte Auswahl). Der Versuch, einer moralischen oder juristischen Verurteilung dadurch zu entkommen, dass man sich selbst zum Opfer - von was auch immer - erklärt, ist aber nicht nur eine längst praktizierte Masche. Er ist auch, wie ein neues Paper belegen soll, eine wissenschaftlich nachweislich erfolgreiche Strategie. Der Artikel, in dem Kurt Gray vom Maryland Mind Perception and Morality Lab und Daniel Wegner darlegen, dass es vom Held zum Bösewicht in den Augen der Öffentlichkeit oft nur ein kleiner Schritt ist, während ein Opfer fast immer mit mildem Verständnis rechnen kann, wird in der März-Ausgabe des Journal of Experimental Psychology erscheinen.

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Autor: Jürgen Schönstein· 17.02.11 · 04:59 Uhr· 9 Kommentare

16. Februar 2011

Eine Frage der Intelligenz, mein lieber Watson

Kategorie: Technik  ·  Kommentare: 19

So, nun habe ich tatsächlich die zweite Folge des Jeopardy-Wettbewerbs Mensch-gegen-Computer angeschaut, und nach der liegt der Blechdenker Watson tatsächlich so weit vorne, dass er aller Voraussicht nach gewinnen wird. Was, wie ich schon in meinem ersten Posting schrieb, ja auch mit großer Plausibilität zu erwarten war. Womit die Leistung der Ingenieure nicht geschmälert werden soll: Die Geschwindigkeit und Treffergenauigkeit, mit der das System nicht nur die gelegentlich verklausulierten Fragen beantwortet (dankenswerter Weise werden immer Watsons drei Top-Antwortmöglichkeiten nebst ihrer erwarteten Trefferwahrscheinlichkeiten eingeblendet - oft liegt sie bei über 90 Prozent) und dann wieder in eine gesprochene Antwort umsetzt, die natürlich als Frage formuliert sein muss - all das ist schon bewundernswert. Aber ist Watson deswegen schon "intelligent"?

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Autor: Jürgen Schönstein· 16.02.11 · 05:33 Uhr· 19 Kommentare

Es geht - mal wieder - um das Schickal der Menschheit (oder doch nicht?)

Kategorie: Technik

Watson.jpgUnd das noch praktisch vor meiner Haustür! Tja, und ich hätte das fast verpasst, weil ich nicht regelmäßig ins US-Vorabend-Fernsehprogramm schaue. Seit dem Dienstag Abend läuft hier, wenn ich der sicher nicht unironisch gemeinten Überschrift in der New York Times glauben darf, ein Kampf zwischen Menschen und Computern, und nichts weniger als unsere Zukunft steht auf dem Spiel: A Fight to Win the Future: Computers vs. Humans. Gemeint ist die Quizshow Jeopardy, die vom 14. bis zum 16. Februar den Wettkampf zweier menschlicher Champions gegen einen IBM-Supercomputer mit dem "Künstlernamen" Watson (die Abbildung rechts ist sein Jeopardy-"Gesicht") zeigen wird. Die Sendung wurde in den Räumen des Massachusetts Institute of Technology aufgezeichnet (will heißen: das Ergebnis steht schon fest - wir wissen's nur noch nicht), das auch ein wesentliches Software-Element zu Watson beigetragen hat: START, ein seit 1993 operierendes Programm, das Fragen in natürlicher Sprache verstehen und auch eine Antwort in natürlicher Sprache geben kann:

Starts reply1.jpg

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Autor: Jürgen Schönstein· 16.02.11 · 02:25 Uhr· 0 Kommentare

15. Februar 2011

Das Moderne am Menschen ist ein uralter Hut

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 20

Zu diesem etwas provozierend formulierten Resultat kommt ein Paper von John J. Shea, einem Anthropologen an der State University of New York (SUNY) in Stony Brook, Long Island, das in der aktuellen Ausgabe von Current Anthropology erschienen ist: Homo sapiens Is as Homo sapiens Was. Gemeint ist, dass das angeblich Moderne an uns - nämlich das Verhalten - nicht moderner ist als das, was schon unser Höhlen bewohnenden (und gerne als grunzende, keulenschwingende Primitivlinge dargestellten) Vorfahren an den Tag legten.

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Autor: Jürgen Schönstein· 15.02.11 · 03:24 Uhr· 20 Kommentare

14. Februar 2011

Beichten per iPhone-App? Noch nicht ganz ...

Kategorie: Technik  ·  Kommentare: 2

Confession-app.jpgErst mal vorweg, falls sich jemand wundert, warum in einem Wissenschaftsblog überhaupt der Begriff der "Beichte" im katholischen Sinn auftaucht: Die Frage, ob und wie Beichte eine Form der Psychotherapie sein kann (und die wiederum fällt eindeutig in den "Zuständigkeitsbereich" eines Wissenschaftsblogs), ist durchaus eine, die auch die Forschung beschäftigt (z.B.hier: Zur Psychologie der Beichte). Aber es geht hier eher um einen technischen Aspekt dieser Gewissenserleichterung - sondern genauer gesagt darum, dass die amerikanische Firma Little iApps, inspiriert durch den Papst Benedikt XVI und dessen Haltung zu sozialen Medien, eine Beicht-App für iPhone und iPad entwickelt hat.

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Autor: Jürgen Schönstein· 14.02.11 · 17:28 Uhr· 2 Kommentare

11. Februar 2011

Einfach superkalifragilistisch...

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften  ·  Kommentare: 58

Schnell gefragt: Warum sind manche Wörter kürzer als andere? Nicht, dass ich mir darüber bisher viele Gedanken gemacht hätte, aber die Wissenschaft - namentlich der Harvard-Linguist George K. Zipf in seinem Paper The Psycho-Biology of Language - hatte dies damit erklärt, dass häufiger verwendete Wörter, wie etwa die Artikel der, die, das oder Konjunktionen (und, oder) aus rein sprachökonomischen Gründen kurz gehalten werden. Wenn wir jedesmal statt "der" sowas wie "einsolcherwelcher" oder so was sagen müssten, dann wären Konversationen gewiss sehr schwerig. Doch ein Paper mit dem Titel Word lengths are optimized for efficient communication, das von Hirnforschern am Massachusetts Institute of Technology verfasst und in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wurde, kommt überraschend zu einem ganz anderen Schluss: die Länge der Wörter sei nicht von ihrer Häufigkeit, sondern von ihrem Informationsgehalt abhängig.

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Autor: Jürgen Schönstein· 11.02.11 · 19:30 Uhr· 58 Kommentare

"Da bläst er" - ein historischer Hauch von Moby Dick

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Umwelt  ·  Kommentare: 9

WhalingVoyage_ca1848_byRussell_and_Purrington_EssexDetail_NewBedfordWhalingMuseum1.pngMein Sohn (11) und ich lesen zurzeit jeden Abend ein Kapitel aus Herman Melvilles "Moby Dick" - und zwar nicht in einer redigierten Jugendausgabe, sondern Melvilles großartigen Originaltext (die Teamarbeit scheint mir notwendig, da die Sprache, aber auch die Sichtweise des Buches 160 Jahre alt ist und daher sowohl inhaltlich wie auch semantisch gelegentlich Übersetzungshilfe nötig ist). Aber warum schreibe ich das hier, in einem Scienceblog? Weil Forscher der National Oceanic and Atmospheric Administration in einem entlegenen Pazifik-Riff nun ein Wrack identifiziert haben, das in einem direkten Zusammenhang mit Melvilles Roman steht: Das Walfangschiff Two Brothers, das am 11. Februar 1823 an den French Frigate Shoals zerschellte und sank, stand unter dem Kommando des damals 31-jährigen Kapitäns George Pollard Jr. aus Nantucket - der dadurch berühmt wurde, dass sein erstes Schiff, die "Essex", im November 1820 von einem (angeblich wütenden und rachsüchtigen) Pottwal mitten im Pazifik versenkt wurde (siehe Abbildung). Das Schicksal der "Essex" wiederum war eine der Hauptinspirationen für Melvilles Roman.

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Autor: Jürgen Schönstein· 11.02.11 · 17:50 Uhr· 9 Kommentare

Medizinisch-informationstechnisches "Todesurteil"

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 14

Ein fies aussehender Begriff, ich weiß, aber so klingt's beinahe, wenn ich hier lese, dass Forscher am Institute for Clinical and Evaluative Sciences (ICES) in Toronto, gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen des St. Michaels Hospital (ebenfalls in Toronto), ein Online-Instrument entwickelt haben, das "Ärzten helfen wird, die Sterbenswahrscheinlichkeit eines Patienten nach einem ischämischen Schlaganfall vorher zu sagen". (Gemeint sind damit Schlaganfälle durch Hirninfarkt, also gestörte bzw. unterbrochene Blutzufuhr.) Und zwar innerhalb von 30 Tagen und für das Jahr nach dem Schlaganfall. Klingt ja noch ganz normal, aber wenn hier ich dann dieses Zitat von Dr. Gustavo Saposnik vom ICES lese:

as doctors we tend to overestimate the likelihood of a good outcome in stroke patients. Now, with our new tool, we can accurately determine what type of outcome our patients may have, which will help guide clinical decisions
dann werde ich doch etwas stutzig. Was soll das heißen? Wenn das Online-Tool sagt, der Patent stirbt eh' in einem Monat oder einem Jahr, dann lässt man's halt gleich bleiben? Das wäre mir denn doch zu viel Vertrauen in die Informationstechnik - schon gar, wenn es um das Leben eines Patienten geht. Aber so kommt's tatsächlich rüber, denn Saposnik erklärt weiter, dass dieses Tool "Ärzten dabei hilft, die Wahrscheinlichkeit eines schlechten Ausgangs abzuschätzen, Familien hilft, besser informierte Entscheidungen zutreffen, und von den Entscheidungsträgern dazu eingesetzt werden kann, die Krankenhausversorgung bei der Schlaganfall-Nachsorge besser zu vergleichen". Irgend wer fehlt dabei, wer war's denn nur? Ach ja: Und was hat der Patient davon?


Autor: Jürgen Schönstein· 11.02.11 · 05:43 Uhr· 14 Kommentare

09. Februar 2011

Angst vor einer ersparten Operation?

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 10

Es war am Mittwoch das Titelthema der New York Times - und hat vermutlich auch seinen Weg in die deutschen Medien gefunden, weshalb ich die Nachricht erst mal nur sehr knapp halte: Eine groß angelegte (891 Patientinnen) Studie, an der praktisch alle großen US-Krebskliniken beteiligt waren und deren Resultate im aktuellen Journal of the American Medical Association veröffentlicht wurde, konnte belegen, dass bei etwa 20 Prozent aller Brustkrebspatientinnen (das entspricht allein in den USA rund 40.000 Frauen jährlich) die radikale chirurgische Entfernung der befallenen Lymphknoten in den Achselhöhlen zu keiner Verbesserung oder Verschlechterung der Heilungschancen führt, aber dafür im Gegenzug die Infektionsgefahr fast verdreifacht. Das ist für jene 20 Prozent der betroffenen Frauen, deren Krebs bestimmte Voraussetzungen erfüllt, bestimmt eine wunderbare Nachricht; ich will hier aber ganz vorsichtig sein und keine falschen Hoffnungen wecken, zitiere daher direkt aus dem Jama-Abstract:

Among patients with limited SLN metastatic breast cancer treated with breast conservation and systemic therapy, the use of SLND alone compared with ALND did not result in inferior survival.
Wobei SLN für sentinel lymph node metastasis steht (und sich sentinel lymph node ins Deutsche als Wächterlymphknoten übersetzt), ALND für axillary lymph node dissection steht, also die vollständige Entfernung aller Lymphknoten in den Achselhöhlen und SLND nur die sentinel lymph node dissection bezeichnet, also lediglich die Entfernung zu diagnostischen Zwecken jenes Lymphknotens, der dem Krebstumor am nächsten liegt und in dem sich mit großer Wahrscheinlichkeit die ersten Metastatsen entwickelt haben; all dies bezieht sich offenbar auf Partientinnen, bei denen eine Diagnose in einer verhältnismäßig frühen Stadium gestellt werden konnte.

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Autor: Jürgen Schönstein· 09.02.11 · 22:57 Uhr· 10 Kommentare

Huckepack schneller zurück ins All

Kategorie: Technik  ·  Kommentare: 9

Es wird heute sicher auch in allen Zeitungen stehen, darum nur ganz kurz: Um den drohenden Personaltransport-Engpass zur Internationalen Raumstation (ISS) zu beseitigen, den die amerikanische Raumfahrt durch das unmittelbar bevorstehende Ende des Shuttle-Programms bewältigen muss, haben sich der US-Raketenbauer ATK (Hersteller der Feststoff-Boosterraketen des Space Shuttle) und die europäische EADS-Tochter Astrium (Erbauerin der Ariane-Rakete) zum Gemeinschaftsprojekt Liberty zusammengefunden, um sich der Nasa als neue Trägerplattform anzudienen.

Liberty ist eine Huckepack-Lösung: Als erste Stufe dient ein modifizierter Shuttle-Booster, auf den dann, als zweite Stufe und Träger der bemannten Kapsel, eine Ariane-5 aufgepfropft wird. Vielleicht nicht das eleganteste Design, aber eines mit zwei Vorteilen - erstens sind seine Einzelteile schon praktisch erprobt; die ATK-Booster sind sogar schon ausdrücklich für die bemannte Raumfahrt frei gegeben. Und zweitens ließe sich Liberty in so kurzer Zeit zusammenklopfen, dass schon ab 2013 mit einem Praxis-Einsatz zu rechnen wäre.
Liberty1.jpg
Fotos: ATK


Autor: Jürgen Schönstein· 09.02.11 · 03:20 Uhr· 9 Kommentare

07. Februar 2011

NYU-Bericht: Tiefe Kluft zwischen Taliban und Al-Qaida

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 18

Die Idee, die afghanischen Taliban (politisch) ans Herz zu drücken, würde uns Westlern auch ohne die Ereignisse des 11. September 2001 vermutlich nicht sehr behagen: Allein schon ihr Umgang mit Frauen und Frauenrechten ist unvereinbar mit dem, was wir "Menschenrecht" nennen. Doch die Tatsache, dass nach den 9/11-Anschlägen rund 70 Staaten (darunter auch die Bundesrepublik Deutschland) mit der "Operation Enduring Freedom" den militärischen Einsatz gegen die Taliban beschlossen, ist ohne die de-facto-Gleichsetzung dieser afghanischen Fundamentalisten mit Osama Bin-Ladens militanter Al-Qaida nicht erklärbar - "with us or against us", mit uns oder gegen uns, das waren die einzigen Alternativen, die George W. Bush akzeptieren wollte. Der Haken ist nur: Offenbar waren die Taliban und Al-Qaida auch schon vor dem 11. September alles andere als Freunde, und danach hätte es für den Westen durchaus eine Chance gegeben, die Kooperation der afghanischen Führung im Kampf gegen Al-Qaida und damit auf der Jagd nach Bin-Laden zu gewinnen - und diese Chance besteht auch heute noch. Dies jedenfalls kann man einem Bericht entnehmen, den die New York University am heutigen Montag präsentiert hat: Separating the Taliban from al-Qaeda: The Core of Success in Afghanistan.

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Autor: Jürgen Schönstein· 07.02.11 · 19:00 Uhr· 18 Kommentare

Schokolade, die Superfrucht ...

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 33

Chocoladetruffels_Lindt.JPGDas fette Fragezeichen, das eigentlich hinter diese Schlagzeile gehört, habe ich diesmal frech unterschlagen. Und auch ansonsten will ich diese Nachricht gar nicht lange hinterfragen, auch wenn mein wissenschaftlicher Verstand im Hinterkopf laut protestiert, denn dafür ist sie einfach zu schön: Chocolate is a 'super fruit', verkündet der Open-Access-Publisher BioMed Central in dieser Pressemitteilung für sein Chemistry Central Journal. Und da das Paper, auf das sich diese Schlagzeile bezieht, im Augenblick meines Schreibens noch nicht online ist, kann ich mich noch ein paar Augenblicke länger der Illusion hingeben, dass diese Aussage über Schokolade auch wirklich hand... nee, bissfeste Wissenschaft ist:

... chocolate is a rich source of antioxidants and contains more polyphenols and flavanols than fruit juice.
When researchers at the Hershey Center for Health & Nutrition™ compared the antioxidant activity in cocoa powder and fruit powders they found that, gram per gram, there was more antioxidant capacity, and a greater total flavanol content, in the cocoa powder.
Mehr Polyphenole und Flavonoide, mehr Antioxidantien als Fruchtsaft - nein, bitte nicht dadurch kaputtmachen, dass man darauf hinweist, dass dahinter das Hershey Center for Health & Nutrition™ steckt. Weiß doch keiner, dass Hershey eine der größten Schokoladenherstellerinnen der Welt ist. Und gaaaanz bestimmt ist das Forschungsinstitut in der Sache superneutral, nicht wahr? Also, nochmal: Schokolade ist so gesund wie Obst. Alles klar?

Foto: Schokoladentrüffel, by Nieuw via Wikimedia Commons


Autor: Jürgen Schönstein· 07.02.11 · 04:30 Uhr· 33 Kommentare

06. Februar 2011

Bill O'Reilly und die Steigerung der Dummheit

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 55

Und ich dachte ja bisher immer, der Typ hieße Billo (weil ich spätestens dann immer schon umgeschaltet hatte*) ... Darüber, welchen irrwitzigen Blödsinn der amerikanische Fernseh-Moderator Bill O'Reilly als "Begründung" für die Existenz Gottes verzapft, konnten wir ja schon bei Diax's Rake lesen. "Die Flut kommt, die Flut geht - nie ein Missverständnis" ... und das natürlich auf ganz unerklärliche Weise. Einfach unschlagbar. Denkt man. Aber diese Dümmlichkeit ist doch noch zu toppen, und zwar von Papa Bär Bill O'Reilly höchstselbst: All die "Strohköpfe" (im Original "Pinheads" - Stecknadelköpfe; er meint damit vor allem die Blogger, die ihm unter die Nase gerieben hatten, dass Sonne und Mond für Ebbe und Flut sorgen) sollten ihm nun mal bitteschön erklären, wo denn dann Sonne und Mond herkämen, und warum wir selbige hätten, aber der Mars nicht ... seht am besten selbst (was ich niemandem wirklich zumuten würde, wenn's nicht von Stephen Colbert umrahmt würde). Ab der ersten Minute kommt BO im O-Ton:



* Leute meiner Generation und früher (will heißen: mit mindestens 0,05 Jahrtausenden Lebenserfahrung) werden sich vielleicht an diese Anekdote im Zusammenhang mit dem Moderator des ZDF-Magazins, Gerhard Löwenthal, erinnern. Angeblich wurde er von einem Gesprächspartner hartnäckig mit "Herr Löwen" angeredet; auf den Hinweis, dass sein voller Name doch Löwenthal sei, antwortete der so Korrigierte: "Da sehen'se mal, wie schnell ich bei Ihnen umschalte." Ist natürlich unverbürgt und apokryphisch, und vermutlich in ähnlicher Form für Karl Eduard von Schni... verwendet worden.


Autor: Jürgen Schönstein· 06.02.11 · 03:29 Uhr· 55 Kommentare

04. Februar 2011

Intelligente Kreativität ist reduzierbar komplex

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften  ·  Kommentare: 14

Camponotus_sericeus.jpgWie war das nochmal mit den unendlich vielen Affen an Schreibmaschinen, die Shakespeares Hamlet (oder meinetwegen auch auch die gesamte Weltliteratur) per Zufall produzieren würden?* Was sich drei Forscher der Carnegie-Mellon University (Pittsburgh) ausgedacht haben, erfordert zwar ein Stückchen mehr Intelligenz, aber für mich als jemanden, der sich mit Schreiben seinen Lebensunterhalt verdient, ist es nicht minder grausig: Aniket Kittur, Boris Smus und Robert E. Kraut vom Human-Computer Interaction Institute haben CrowdForge entwickelt - ein Protokoll, das es erlaubt, selbst so komplexe und kreative Tätigkeiten wie das Schreiben von Artikeln (jawohl, da bestehe ich auch weiterhin drauf: meine Tätigkeit ist komplex und kreativ) auf einen minimal involvierten und bezahlten "Arbeiterschwarm" zu verteilen. Eine grauenhafte Vorstellung für jeden Journalisten!

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Autor: Jürgen Schönstein· 04.02.11 · 05:54 Uhr· 14 Kommentare

Holt die Messer raus!

Kategorie: Umwelt

Die Schnee-Messer, meine ich, wie in "Schneetiefe messen". Ist ja ganz einfach: Ein Lineal oder einen Zollstock in die Schneedecke (vorm Haus, im Garten, auf dem Balkon - wo auch immer) stecken, Ergebnis ablesen - und dann als Tweet oder hier an Science for Citizens schicken, wo diese Daten gesammelt und der Klimaforschung zugänglich gemacht werden sollen. Auch der Wert Null - wenn halt kein Schnee liegt - wird akzeptiert. Klingt zwar fast ein wenig albern, und der Videoclip, den die Website als "Werbespot" zeigt, ist noch alberner - aber wenn's doch er Forschung dient: Die Aktion läuft in Kooperation mit der amerikanischen National Science Foundation.


Autor: Jürgen Schönstein· 04.02.11 · 03:56 Uhr· 0 Kommentare

03. Februar 2011

Individualisierte Streckenplanung

Kategorie: Technik  ·  Kommentare: 8

Sicher nicht neu, aber immer wieder amüsant: Dieses Resultat erhält man, wenn man auf GoogleMaps die Strecke von China nach Japan sucht. Man beachte Punkt 41 der Wegbeschreibung:GoogleMaps JetSki.jpg
Via Facebook


Autor: Jürgen Schönstein· 03.02.11 · 17:33 Uhr· 8 Kommentare

02. Februar 2011

Da wird die Katze im Stall verrückt

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 3

Catnip-blossom.jpgGrund dazu hätte sie, die Katze: Forscher im Auftrag des US-Landwirtschaftsministeriums haben herausgefunden, dass der Einsatz von Katzenminze - Nepeta cataria, eben jenes Zeugs, das Miez und Mau unwiderstehlich anzieht - die lästige Stomoxys calcitrans, besser bekannt als Wadenstecher, Stall fliege oder auch Gemeine Stechfliege (wobei "gemein" hier in jeder Bedeutung des Wortes interpretiert werden darf), ebenso unwiderstehlich abstößt. Und wer jetzt denkt, Stechfliegen und Katzenminze, was geht mich das an, der sollte bedenken, dass diese Blutsauger allein schon durch die ständige Störung ihrer Wirtstiere, vor allem aber durch die Verbreitung von Infektionskrankheiten allein der US-Landwirtschaft einen jährlichen Schaden von zwei Milliarden Dollar zufügen, der sich natürlich am Ende in den Lebensmittelpreisen niederschlägt. Mit bisherigen Insektenschutzmitteln - von deren umwelt schädlichen Nebenwirkungen mal ganz abgesehen - ist der Plage nicht beizukommen.Vorschaubild für Stomoxys_calcitrans.jpg

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Autor: Jürgen Schönstein· 02.02.11 · 18:50 Uhr· 3 Kommentare

01. Februar 2011

Wolkig mit Aussicht auf Schneebälle

Kategorie: Umwelt  ·  Kommentare: 2

So sieht der Schneesturm, der gerade die amerikanische Ostküste beutelt, von unten aus:

Schneesturm1.jpgSchneesturm-2.jpg
Und so von oben:514088main_SNOWIMAGE_4-GOES.jpg
Ich fürchte mal, eine Schaufel reicht da nicht mehr. Und die hiesigen Gemeinden wissen gar nicht mehr, wo sie den geräumten Schnee noch hinschaffen sollen.

Fotos: J. Schönstein (2); NOAA/NASA GOES Project (1)

Autor: Jürgen Schönstein· 01.02.11 · 21:10 Uhr· 2 Kommentare

"Serengeti darf nicht sterben"

Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt  ·  Kommentare: 2

Serengeti Sunset Tanzania.jpgDieser mit einem Oscar ausgezeichnete Dokumentarfilm von Bernhard und Michael Grzimek aus dem Jahr 1959 ist einer der ersten Filme überhaupt, an die ich mich erinnern kann; das gleichnamige Begleitbuch, das im Bücherregal meiner Eltern stand, hatten mein Bruder und ich so oft gelesen, dass es aus dem sprichwörtlchen Leim ging und am Ende eher einer Loseblattsammlung glich (es steht, soweit ich weiß, noch heute im Regal).

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Autor: Jürgen Schönstein· 01.02.11 · 17:31 Uhr· 2 Kommentare

Vorbildliche Erzieher - die haben 'nen Vogel

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 3

256px-CorvusMoneduloidesKeulemans-thumb-156x230.jpgAus der Debatte über die Tigermutter halte ich mich vorsorglich raus (obwohl ich mich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass die heftigste Empörung hier nicht etwa von Eltern kam, die - wie ich selbst - solche Dressurakte ihrer Kinder sowieso nie in Erwägung ziehen würden, sondern von jenen, die sich in ihren eigenen Dressurversuchen übertrumpft sahen). Aber dank der New York Times und ihrem aktuellen Artikel Nourishing Nests Lift These Birds to a Higher Perch bietet sich mir die Gelegenheit, hier eine Lanze für geduldige, fürsorgliche und (im wörtlichen Sinn) vorbildliche Erziehung zu brechen. Vorgeführt am Beispiel der in Neukaledonien heimischen Geradschnabelkrähe.

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Autor: Jürgen Schönstein· 01.02.11 · 05:40 Uhr· 3 Kommentare

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