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Jürgen Schönstein ist Diplom-Geograph (TU München, 1984) aus Berufung und Journalist von Beruf. Nach rund zwei Jahrzehnten als "fester" Korrespondent für deutsche Publikationen in New York, arbeitet er nun als freier Journalist in Cambridge, Massachusetts - und wird damit auch weiterhin ein besonders waches Auge auf alles Neue aus Wissenschaft, Forschung und Technik halten. Daneben bringt er als Dozent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) den Studenten das Schreiben bei.
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10.01.11 · 03:19 Uhr
Wie kommt der Ball ins Glas?
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 7
Nicht, dass dies wirklich eine schwere Frage wäre (ich vermute, dass noch nicht mal Mittelstufenschüler daran lange knabbern müssten). Aber beim Surfen durchs Web bin ich auf dieser Videoclip-Webseite des MIT gelandet - und die hat mich daran erinnert, warum ich die naturwissenschaftlichen Fächer in der Schule so gemocht habe: Weil sie Spaß machen können. Und es war schön, für einen Moment diesen beinahe kindlichen Spaß noch einmal zu verspüren:
Autor: Jürgen Schönstein· 7 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (7)
Weil sie Spaß machen können.
Die Betonung liegt hierbei ganz essentiell auf dem "KÖNNEN".
Leider haben das sehr viele Lehrer und auch Dozenten schon wieder vergessen.
Den interessantesten Unterricht habe ich damals bei Referendaren oder Lehrern frisch von der Uni gehabt...
Bleibt die Frage, warum eigentlich die obere Planke den Boden zuerst erreicht...
@Konni Scheller:
Weil die Planke anscheinend von einem Gummi (etwa in der Mitte) heruntergezogen und damit schneller als mit 1g beschleunigt wird. Offenbar wurde das in der Beschreibung vergessen :-) Hätte man das Gummi schwarz gefärbt, wäre es ein echtes Rätsel. Allerding frage ich mich, woher der Experimentator weiß, wie weit er die Planke hochziehen darf. Gibts da irgendwo eine Sperre?
@schlappohr: Nein, so ist es sicher nicht! Man beachte alleine die Spannung der Schnur.
Ich tippe für die Antwort auf den Massenmittelpunkt des Brettes.
@Bernd
Grml, da hast Du recht. Dann ist die Schnur die Sperre, die ich vermisst habe.
Damit ist auch klar, warum der Experimentator weiß, wie hoch er das Brett heben muss - ist echt idiotensicher.
Jetzt ist aber das "echte Rätsel" übrig geblieben.
Ich stochere mal wild im Nebel: das obere Brett fällt nicht wirklich frei, sondern ist drehbar gelagert. Damit ändert sich sicher einiges.
Bernd+Konni: Ihr habt die Lösung gemeinsam gefunden.
Der Schwerpunkt des Bretts will mit Erdbeschleunigung gen Boden fallen. Da das Brett aber an einer Seite angelenkt ist (es würde auch ohne echtes Gelenk gehen), muss seine Spitze (bei einem homogenen Brett doppelt so weit vom Gelenk entfernt wie der Schwerpunkt) doppelt so schnell fallen.
Daher kommt es auch, dass ein Schornstein, der nur unten gesprengt wird, beim Fallen gerne in der Mitte auseinanderbricht, vor allem, wenn er aus Backsteinen gebaut ist.