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Jürgen Schönstein ist Diplom-Geograph (TU München, 1984) aus Berufung und Journalist von Beruf. Nach rund zwei Jahrzehnten als "fester" Korrespondent für deutsche Publikationen in New York, arbeitet er nun als freier Journalist in Cambridge, Massachusetts - und wird damit auch weiterhin ein besonders waches Auge auf alles Neue aus Wissenschaft, Forschung und Technik halten. Daneben bringt er als Dozent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) den Studenten das Schreiben bei.

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08.05.09 · 06:38 Uhr

Legalisiert die Homöopathie!

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 387

Das meine ich genau so ernst wie die Forderung, die Schöpfungsgeschichte zu lehren, und im Prinzip aus genau den gleichen Gründen: Weil man dadurch nämlich die Homöopater zwingen könnte, nach den Regeln der Wissenschaft zu spielen. Erstattung durch die Krankenkassen? Gerne, aber dann werden homöopatische Präparate auch dem Arzneimittelgesetz unterworfen - und das heißt, dass sie in ihrer Werbung und ihrer Verpackung in gesetzlich geregelter Form auf alle Risiken und Nebenwirkungen hinweisen müssen (dazu gleich mehr).

Allein schon, wenn auf der Packung die Zusammensetzung und vor allem die aktiven Wirkstoffe angegeben werden müssen, wäre dies für viele potenzielle Käufer ein Augenöffner: "Glukose und Saccharose: 100 Prozent. Aktive Wirkstoffe: 0,0000000 Prozent" oder so ähnlich ... Und um gleich dem Einwand vorzugreifen, dass dies alles bei überzugten Homöopathie-Anhängern verschwendete Liebesmüh' sei, halte ich mal die Vermutung dagegen, dass nur eine kleine Minderheit der Konsumenten überhaupt den Namen Hahnemann kennt und weiß, was die C- oder D-Chiffren auf den Packungen zu bedeuten haben oder wie Homöopathie ihre Wirkungsweise erklärt. Ich bin sicher, dass die Mehrzahl der Homöopathieschlucker einfach nur denkt, dass es sich dabei um ein Naturheilprodukt handelt.

Aber es geht ja noch weiter. Man kann dank gesetzlicher Regelung ja erstens mal den verordnenden Arzt oder Heilpraktiker (??) dazu vergattern, dass er seinen Patienten über die Dosierungen - sprich: Potenzierungen - aufklären muss. Wie immer weniger Substanz, bis hin zur Unmessbarkeit, immer stärkere Wirkungen haben soll, wird dem deutschen Durchschnittsdenker sicher nicht leicht zu erklären sein. Aber selbst wenn das noch gelänge, fliegt der Bumerang zurück: Wenn Potenzierung wirkt, dann muss es auch enorme Risiken geben.

Ist doch klar: Weil ja jede Verunreinigung des homöopathischen Mittels mit jeder Potenzierung ebenfalls verstärkt wird. Und egal, welche Wirkung diese Verunreinigung hätte - sie wäre per Definition eine Nebenwirkung (keine Nebenwirkung gäbe es jedoch nur, wenn es auch keine Wirkung durch Potenzierung gibt, ist ja logisch). Mehr noch: Da diese verunreinigende Substanz nicht mit Sicherheit zu bestimmen wäre, der Tatbestand der Verunreinigung aber allein aus fertigungstechnischen Gründen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit in Kauf genommen werden muss, ist diese Nebenwirkung nicht klar definierbar - und allein das wäre ein Risiko, das der vorgeblichen Wirkung in ihren Dimensionen logischer Weise etwa vergleichbar sein müsste. Und dieses Risiko muss dann auch auf der Packung und im Gespräch mit dem Arzt oder Apotheker entsprechend deutlich gemacht werden.

Man kann sogar einen Schritt weiter gehen und den Hokuspokus der Homöoproduzenten gegen sie selbst verwenden: Weil nach ihrer Potenzierungsthese auch die Wirkung eventueller (und in jedem Fertigungsprozess mit einer statistisch ermittelbaren Wahrscheinlichkeit auftretenden) Verunreinigungen exponentiell verstärkt würde, dürfen homöopatische Erzeugnisse nur in Reinraumbedingungen gefertigt werden, die mindestens der Iso-Klasse 14644-1 entsprechen. Was nicht unter solch streng kontrollierten Bedingungen gefertigt wird, darf auch nicht als Homöpathie verkauft werden.

Spätestens hier würde die Globuli-Branche wohl das Handtuch werfen ...

 

Autor: Jürgen Schönstein· 387 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Trackbacks (1)

Hohe Dosis: Homöopathie x 3 in den ScienceBlogs · gwup | die skeptiker · 09.05.09 · 16:58 Uhr


Kommentare (387)

Kommentar-Direktlink adenosine· 08.05.09 · 07:05 Uhr

Guter Ansatz, ich glaube auch, dass die Vertreter der Esoterik von dem Grundvertrauen profitieren, dass das, was seriös und gut gekleidet auftretende Autoritäten mit wissenschaftlich klingenden Vokabeln anpreisen, nicht dreist gelogen sein kann.

Author Profile Page Christian Reinboth· 08.05.09 · 07:21 Uhr

Ich bin sicher, dass die Mehrzahl der Homöopathieschlucker einfach nur denkt, dass es sich dabei um ein Naturheilprodukt handelt.

Davon ist allerdings auszugehen. Ich vermute mal, dass allerhöchstens 5 - 10% der Käufer überzeugte Anwender von Homöopathie sind, während der Rest einfach nur denkt, es handelt sich um ein "sanftes Medikament". Wird ja immerhin in der Apotheke verkauft, also muss es ein Medikament sein - nur eben ohne die böse Chemie. Und letztendlich "wirkt" es ja auch sanft und ganz ohne Nebenwirkungen - vor allem gegen Erkältungen und ähnliche Krankheiten, mit denen das Immunsystem auch von ganz alleine fertig wird...

Weil nach ihrer Potenzierungsthese auch die Wirkung eventueller (und in jedem Fertigungsprozess mit einer statistisch ermittelbaren Wahrscheinlichkeit auftretenden) Verunreinigungen exponentiell verstärkt würde, dürfen homöopatische Erzeugnisse nur in Reinraumbedingungen gefertigt werden, die mindestens der Iso-Klasse 14644-1 entsprechen.

Das ist mal ein wirklich genialer Ansatz. Über die Fertigung von Homöopathika habe ich noch nie nachgedacht - der Fertigungsprozess ist aber genau die Stelle, an der man ansetzen müsste. Der Logik nach sollten ja selbst minimalste Verunreinigungen mit irgendwelchen Fremdstoffen zu einer völlig anderen Wirkung führen - je kleiner die Verunreinigung, umso größer die Potenzierung. Wie schließen die Hersteller das eigentlich aus? Wer könnte schon sicher belegen, dass sowas nicht vorkommt?

Extrem interessanter Ansatz, den man gedanklich unbedingt noch weiterverfolgen sollte...

Kommentar-Direktlink bcpmoon· 08.05.09 · 07:55 Uhr

Zu diesem Thema eine Anekdote: Bei einem GMP-Seminar war auch eine Mitarbeiterin einer Hömöopathiefirma dabei. Während also munter über Reinigungsgrenzwerte und deren rationale Ermittlung debattiert wurde - schaute die Dame recht verwirrt, denn auf welchen Grenzwert soll man reinigen, wenn jedes Waschen die Potenz der Spuren des Vorproduktes doch nur erhöht?
Da kann man wohl nur Mono-Anlagen betreiben...

Kommentar-Direktlink S.S.T.· 08.05.09 · 08:02 Uhr

Viel zu logisch gedacht. Bei einer "Legalisierung" wäre die Argumentationskette dennoch:

1. Ein Hömöopathikum wirkt, WEIL kein Arznmeittelmolekül/-atom etc. (mehr) vorhanden ist.

2. WEIL kein kein Arznmeittelmolekül/-atom etc. (mehr) vorhanden ist, ist eine Arzneimittelprüfung u.s.w. nicht erforderlich, denn es besteht keinerlei Gefahr für die Volksgesundheit. QED

Schließlich unterliegt der Verkauf von Zucker nicht dem AMG sondern dem LMG, egal was auf der Packung steht, solange nicht der Eindruck erweckt wird, dass damit explizit Krankheiten geheilt/behandelt werden sollen (Unterzuckerung zählt wohl in diesem Zusammenhang nicht wirklich dazu). Außerdem haben Homöpathika jetzt schon im AMG Sonderrechte, die mit Zähnen und Klauen verteidigt werden würden, Begründung s. 1. u. 2.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 08.05.09 · 08:43 Uhr

Leider siehts bereits so aus, wie S.S.T. es schildert; es wird ja nichts materielles weitergegeben, sondern nur gespeicherte Information. Weiters kann diese Information aximal unterdosiert sein -- nie aber zu hoch! Ein Tod durch Homöopathie und auch keine Nebenwirkungen, sind einfach nicht möglich. Das wusste ich auch lange nicht, aber das ist wohl das Argument mit dem sie gegen Randi vorgehen.
Bevor man also die Gefahr eingeht, dass die HP einen seriösen Eindruck vermitteln, da sie ja unter den fast gleichen Bedingungen wie pharmazeutische Präparate hergestellt werden, würde ich einfach nach wie vor das gute alte Argument herzeigen: HP konnte noch keinen Erfolg verbuchen -- haahaa! (obwohl strenge, materialistische QM-Auflagen fehlen)

Eher würde ich ein Zulassungsverfahren gegen Placebo vor der Einführung solcher Präparaten fordern. Das wäre nämlich sehr wohl möglich!

Kommentar-Direktlink ali· 08.05.09 · 09:12 Uhr

Die Schweiz wird am 17. Mai vormachen wie eine solche "Legalisierung" aussehen wird: Alle Privilegien ja, Pflichten Nein. Die Festschreibung in der Verfassung definiert schon die Ausnahme. Der nächste Schritt ist dann Pflichtunterricht in Voodoo (O-Ton Albonico in einem NZZ Interview diese Woche: "Wir verlangen höchstens 10 Lehrstühle"). Seufz.

(Deinen Post mag ich trotzdem, vielen Dank).

Kommentar-Direktlink wolfgang· 08.05.09 · 10:30 Uhr

Bei gleichen Herstellungsregeln wie die richtige Pharmaindustrie hätten Homöopathen ja noch weit mehr Probleme. Ich hab mal ein Zulassungsgutachten verfasst über eine HP Arznei.

Die haben einen Eiterdippel aufgestochen, die Keime ganz ordentlich anwachsen lassen, durch Hitze inaktiviert und dann verdünnt.

Als erstes meine Frage, ob der Eiterspender HIV AK neg, HBsAG neg HCV-AK neg war oder überhaupt spenderfähig (ist ja wie ne Plasmaspende da muss man auch gesund sein- und der hatte ja nen Eiterdippel)

Zweite Frage war, ob die Inaktivierung der Bakterien hinsichtlich viraler Verunreinigung validiert ist, d.h. 2 stufiger insgesamt 10 log Abreicherung von möglichen Viren im Herstellungsprozess.

Die waren wirklich sprachlos ob solch einfacher Fragen- es war dann ein recht kurzes Gutachten :)

Author Profile Page Jürgen Schönstein· 08.05.09 · 16:29 Uhr

@S.S.T. und fatmike182
Sehe ich anders. Natürlich wissen wir, dass Homöopathie nicht wirkt, aber das hat bisher ja nichts gebracht. Wenn man aber sagt Okay, gehen wir halt mal davon aus, dass sie wirkt, dann kann man doch die "Last des Beweises" umkehren: Wenn sie wirkt, dann ist sie ein Arzneimittel. Daraus folgt, dass sie der Arzneimittelgesetzgebung unterliegen muss. Daraus wiederum folgt, dass sie Risiken und Nebenwirkungen angeben müssen und dass die Fertigung sowohl den allgemeinen Reinheitsvorschriften der Pharmaindustrie als auch den aus der internen "Wirkungsweise" der Homöopathie resultierenden Reinheitsgeboten entsprechen muss etc. An jedem einzelnen dieser Schritte würde sich die Homöopathie in einen inneren Widerspruch verstricken, den sie nur auflösen kann, indem sie zugibt, dass sie kein Heilmittel ist ...

Kommentar-Direktlink Andreas Kyriacou· 08.05.09 · 18:13 Uhr

Apropos innerer Widerspruch: Dieses Zitat stammt aus dem Methoden-Teil eines Studienberichts, der in der Zeitschrift "Forschende Komplementärmedizin" erschien:

As the participants were all medical doctors and the substance used was diluted well beyond Avogadro’s number, the study was considered a safe medical self-experiment.

Kommentar-Direktlink klaus· 08.05.09 · 18:44 Uhr

Wieso ist eigentlich noch kein Verbraucherschutzverein darauf gekommen, Homöopathievertreibern wegen Irreführung (§ 3 UWG) nachzusteigen? Ich jedenfalls wüsste nicht, wie man irgend einen Nachweis führen sollte, dass in D 100 auch wirklich D 100 drin ist und nicht irgendwas ab D 24 (auch wenn man da von Drinsein nicht wirklich sprechen kann).

Kommentar-Direktlink fatmike182· 08.05.09 · 19:10 Uhr

@ Jürgen Schönstein
Die HP behauptet ja (bei den Verdünnungen plausibel), dass es keine Nebenwirkungen gibt; das Risiko ist also 0!
Wie das mit dem Arzneimittelgesetz ist, weiß ich nicht. Hätte aber gemutmaßt, dass das nicht auf die Wirksamkeit darauf ankommt sondern auf die Inhaltsstoffe. In dem Fall sind ja nicht die Inhaltstoffe von Bedeutung, sondern die "Informationen".

Falls du mit Legalisieren meinst, es kostenlos per Verschreibung herzugeben, dann müssen die Krankenkassen erst zustimmen. Und die sind wenigstens so vernünftig und verlangen Wirkbeweise.

Kommentar-Direktlink S.S.T.· 08.05.09 · 20:09 Uhr

@ fatmike182

Zum AMG:
"Arzneimittel oder Pharmaka (Singular das Pharmakon, griech. φάρμακον „Gift, Droge, Arznei“) sind laut deutschem Arzneimittelgesetz (AMG) Stoffe und Zubereitungen aus Stoffen, die zur Anwendung am oder im menschlichen oder tierischen Körper bestimmt sind, um:

Krankheiten, Leiden, Körperschäden oder krankhafte Beschwerden zu heilen, zu lindern, zu verhüten oder zu erkennen,
Krankheitserreger, Parasiten oder körperfremde Stoffe abzuwehren, zu beseitigen oder unschädlich zu machen,
die Beschaffenheit, den Zustand oder die Funktionen des Körpers oder seelische Zustände zu erkennen oder zu beeinflussen,
vom menschlichen oder tierischen Körper erzeugte Wirkstoffe oder Körperflüssigkeiten zu ersetzen (§ 2 Abs. 1 AMG).
Außerdem gelten als Arzneimittel z. B. Gegenstände, die ein Arzneimittel nach § 2 Abs. 1 AMG enthalten oder auf die ein solches Arzneimittel aufgebracht ist und die dazu bestimmt sind, dauernd oder vorübergehend mit dem menschlichen oder tierischen Körper in Berührung gebracht zu werden (§ 2 Abs. 2 Nr. 1 AMG)."
Quelle: Wiki et al.

Eine sehr, sehr allgem. Definition. Man beachte jedoch, dass Homöopathika im AMG eine Sonderrolle besitzen.

Die Wirksamkeit spielt im AMG keine Rolle.

Krankenkassen sind i.d.R. groß genug, um wie polit. Parteien dem Gott Popelkloß jedes Opfer darzubringen.


Kommentar-Direktlink S.S.T.· 08.05.09 · 20:22 Uhr

@ Jürgen Schönstein

Natürlich ist an HP nichts dran. Das einzige, was man nachweisen kann ist, dass es keine Nebenwirkungen gibt.

Beachten Sie bitte die Sonderstellung der HP im AMG. An diesem Tor (diesen Toren) führt kein Weg vorbei, jetzt und immerdar. Was wollt Ihr dann? Nein, nicht wirklich Maoam, sondern Wunder, Wunder, Wunder, Wunder u.s.w.

Author Profile Page Jürgen Schönstein· 08.05.09 · 20:30 Uhr

@fatmike182
"Hätte aber gemutmaßt, dass das nicht auf die Wirksamkeit darauf ankommt sondern auf die Inhaltsstoffe."
Bin auch kein Jurist oder Experte fürs Arzneimittelgesetz - aber selbst wenn es "nur" auf die Inhaltsstoffe ankommt, schreibt es doch wohl vor, dass es sich a) bei den Inhaltsstoffen um pharmakologisch relevante Substanzen handelt, denn sonst wäre es unmöglich, Arzneimittel von Nicht-Arzneimitteln zu unterscheiden und auch mein Käsesandwich wäre als Pharmakon definierbar und b) diese Inhaltsstoffe auch in den auf der Packung anzugebenden Mengen drin sein müssen. Und ich wüsste schon gerne, wie Homöopathie-Hersteller allein schon diese beiden Bedingungen erfüllen würden.

Author Profile Page Jürgen Schönstein· 08.05.09 · 20:33 Uhr

@S.S.T.
"Beachten Sie bitte die Sonderstellung der HP im AMG."
Würden Sie mich hierüber aufklären? Ich bin, wie gesagt, kein Jurist.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 09.05.09 · 11:04 Uhr

Wie ich soeben gesehen habe muss seit 2004 offenbar der Aufdruck „Homöopathisches Arzneimittel ohne genehmigte Heilanzeigen“ angebracht werden!
Eigentlich ein Erfolg, die Formulierung ist aber bei Weitem nicht deppensicher und wir kennen das Klientel solcher Produkte!

http://www.incantator.de/homoeopathische-arzneien-in-gefahr/#more-674
ein lustiger Blog einer Dame, die offenbar besorgt ist um die HP in Europa. das ganze sieht aber recht gut fürs Gesundheitssystem aus.

http://de.wikipedia.org/wiki/Arzneimittelgesetz_(Deutschland)
"In Umsetzung europäischer Regelungen (vgl. auch Richtlinie 2001/83/EG) ermöglicht das AMG für bestimmte homöopathische Arzneimittel und für traditionelle pflanzliche Arzneimittel ein vereinfachtes Registrierungsverfahren. In diesem sind lediglich die Qualität und Unbedenklichkeit des Arzneimittels, jedoch nicht die medizinische Wirksamkeit nachzuweisen."
Qualität heißt nicht, dass die Menge nachgewiesen werden muss, sondern, dass das Wasser nicht verunreinigt ist o.ä. Nichtmal die "Labors" entsprechen für Gewöhnlich irgendeinem Standard. Die Unbedenklichkeit eribt sich aus den nichtvorhandenen Inkredenzien.
Bei wirklichen Medikamenten MUSS die Wirksamkeit bestätigt sein. Aber nicht nur gemäß AMG sondern schon viel früher, nämlich bei der Zulassung ist die Wirksamkeit das Kriterium schlechthin.

ad Inhaltsstoffe angeben
das ist ab einer gewissen Menge vermutlich nicht notwendig - ebenso dann auch der Nachweis. Weiters wollen die Esos ja nicht an die böse Materie glauben sondern zählt ja nur die wahrhaftige Informtion. Da diese ja mit dem Potenzieren steigt würde ich mich dafür einsetzen, dass diese angegeben wird. geht noch nicht? Tja, dann würde ich sagen, muss ein Verfahren entwickelt werden, das das macht, oder vllt kann das ja die Quintstation

Kommentar-Direktlink schrauber2· 09.05.09 · 18:03 Uhr

Die H. ist nicht illegal, warum sollte sie dann legalisiert werden? In DE gehört sie zu den "besonderen Therapieeinrichtungen", sie ist also schon "sonderbehandelt". Diese Sachen wurden doch erst geschaffen, gerade weil dem Zeug keine Wirkung nachzuweisen ist. Das ist alles in trockenen Tüchern, legale Volksverblödung.
Solange die pöhse Schulmedizin den Ausputzer stellt, ändert sich nichts. Fragt sich nur, was da immer von Kostendämpfung gefaselt wird - wenn ich Pharma-Riese wäre, ich würde sofort eine Fab für hom. Produkte aufziehen. Dann wird der Gläubige erst mit meinem teuren Zucker behandelt (den er garantiert nicht bräuchte, egal ob befindlichkeitsgestört oder richtig krank) und wenn's nicht klappt, gibt's dann noch die dicken Antibiotika etc., weil die Krankheit verschleppt wurde (wenn es dann was richtig Ernstes war). Doppelter Gewinn, was will man mehr?

Umgedreht wird ein Schuh draus - verbietet die Schulmedizin! Dann können sich endlich die ganzen "besonderen Therapieeinrichtungen" in ihrer vollen Wirksamkeit entfalten! Würde vielen hier mal richtig gut tun, um zu erkennen, wie schlimm es um Big-Pharma und die Schulmedizin bestellt ist. Alles nur Lug und Trug, Krankheiten sind erfunden, um teure Medis zu verhökern und die Menschen in Abhängigkeit zu halten! Derweil wäre es so einfach: Krebs per GNM, alles andere mit H. - aber halt, die hilft ja auch bei Krebs und AIDS, wie dumm von mir, daß nicht zu wissen, sorry.
Fehlt noch eine sanfte OP-Methode, aber brauchen wir diese dann überhaupt? Konflikte werden sanft gelöst, der Körper wird "informiert" - weg ist der entzündete Blinddarm und Knochen richten sich automatisch nach einem Bruch in ihre korrekte Position. Auf die homöopathischen Krankenhäuser mit ihren homoöpathischen Intensivbetten (Holopathie-Stationen?) bin ich gespannt - das wird ein Heilen ohne Grenzen.

Nur geht dann das Hauen und Stechen zwischen den Voodoo-Verfahren los, denn der gemeinsame Feind ist ja ausgeschaltet. Das wird ein Spaß! Geistheiler gegen Homöopathen. Astrologen gegen Anthros. Holopathen gegen Grander. Jeder heilt alles, aber der Kuchen will geteilt werden!
Derweil sterben die Patienten wie die Fliegen weg, auch an heute harmlosen Krankheiten, weil real unbehandelt. Aber juckt nicht - die haben nur die entsprechende Therapie nicht korrekt befolgt und für's Karma ist das eh gut.

Aber lasst den Verblendeten wie mir bitte noch ein, zwei Schulmediziner, die nur wir besuchen dürfen. Aber nicht schummeln, liebe Esos und Gläubige - wenn's mal richtig weh tut, nicht dann zu meinem verpöhnten Schulmedizinerarzt rennen - ich benutze euer Zeug ja auch nicht, versprochen - schön weiter zu den Homös und Geistheilern, die packen das schon (oder euch in die Kiste).

Im Text könnte Sarkassmus enthalten sein.

Kommentar-Direktlink S.S.T.· 09.05.09 · 23:54 Uhr

@ Jürgen Schönstein

Ein Stoff kann ein Az sein, auch wenn die Wirkungen (wenn es wirkt) nicht unbedingt (objektiv) positiv sind.

Die Def. "Krankheiten, Leiden, Körperschäden oder krankhafte Beschwerden zu heilen, zu lindern, zu verhüten oder zu erkennen," ist lediglich EINE der Möglichkeiten.

Die Def. "die Beschaffenheit, den Zustand oder die Funktionen des Körpers oder seelische Zustände zu erkennen oder zu beeinflussen, " ist eine WEITERE. Hierunter fallen z.B. Poppers o.ä. (=Alkylnitrite), wie sie z.B. gelegentlich in Headshops als angebliche Raumluftverbesserer verkauft werden, aber in Wirklichkeit quasi als Viagra eingesetzt werden, wie jeder weiß. (Entsprechend: Lachgas in Luftballons)

Wir halten fest: Ein Az. muss etwas bewirken. Und grundsätzlich kann jeder Stoff, der eine Wirkung auf den menschl. Körper hat, ein Az sein, wird er in der Absicht abgegeben, eine solche Wirkung zu erzielen. In Deutschland hätte man z.B. Spice (angebl. wie Räucherstäbchen) bis Anf. des Jahres nach dem AMG beurteilen können (inzwischen unterliegen die wesentlichsten, pot. Wirkstoffe dem BtmG).

Die Sonderstellung der HP hat bereits fatmike182 erläutert. Warum diese Sonderstellung?
HP (und anderer Eso-Quark) sind sehr beliebt. Jede Regelung, die explizit oder implizit HP verbieten würde, wäre in großen Kreisen der Bevölkerung unpopolär (Zeitungsserie: 1000 Patienten kommen zu Wort, denen HP und nichts als die HP geholfen hat, soweit mir Hanemann helfe). Was macht man also, man duldet die HP. Ja, das Duldungsprinzip gibt es nicht nur in den NL, da z.B. bei der Abgabe von geringen Cannabis-Mengen, was auch da eigentlich verboten ist, sondern eben auch in Deutschland. Jeder Politiker mit einem Funken Verstand würde der HP IMMER irgendein Hintertürchen aufhalten. In einer Wissensgesellschaft sind wir wahrlich noch nicht angekommen, wir haben noch nicht einmal an der Tür dahin gekratzt.

Volksverdummung ist übrigens nicht strafbar, soviele Haftanstalten sind einfach nicht finanzierbar. Einen Betrug nachzuweisen, dürfte bei HP kaum möglich sein (Betrug-Def. vergl. Wiki unter dem Stichwort), denn das Gros der HP-Ärzte ist von HP überzeugt und kann mit Sicherheit seine Überzeugung mit, durchaus echten, Anekdoten untermauern.


Kommentar-Direktlink Philippe Leick· 10.05.09 · 00:44 Uhr

Ich will jetzt wirklich nicht die Homöopathen verteidigen... aber gegen das Argument, dass die Verunreinigungen mitpotenziert werden, ihre Wirkung dementsprechend auch verstärkt wird, haben sie eine natürliche Immunität.

Im Gegensatz zu dem, was bornierte Materialisten wie wir glauben, ist nämlich wichtig, in welchen Schritten ein homöopathisches Präparat zubereitet wird. Es soll z.B. große Unterschiede zwischen D24 und C12 geben, obwohl die Nicht-konzentration des Wirkstoffs die gleiche ist... genau so sind D4 und C2 nicht das Gleiche, obwohl wiederum die Konzentration des jetzt real vorhandenen Wirkstoffs die gleiche ist.
Jedenfalls muss eine homöopathische Potenzierung immer mit einer Urtinktur starten. Im Lösungsmittel sind natürlich Verunreinigungen drin, bei guter Qualität Größenordnung D5... aber die Verunreinigungen starten nicht bei der hohen Konzentration der Urtinktur, deren Konzentration naturgemäß weit größer ist als D5.
Nach innerer Logik der Homöopathie ist die Sache mit den Verunreinigungen demnach kein Problem, weil ein Homöopathikum eben etwas anderes ist als eine einfache Lösung mit einer bestimmten Konzentration. Man kann z.B. C12 nicht in einem Schritt herstellen - das wäre erstens aufgrund der benötigten Menge an Lösungsmittel technisch "schwierig", würde zweitens den homöopathischen Vorschriften widersprechen. Die fordern nämlich eine Schrittweise Verdünnung, von der Urtinktur zu C1, C2, ..., C12.

Das Potenzierungsritual hat es auch in sich, aber das ist wiederum ein anderes Thema. Es gibt genaue Vorschriften, wie geschüttelt (nicht gerührt) werden soll... die Lösung 3 Mal auf einen Lederlappen schlagen, wenn ich mich recht erinnere...

Kommentar-Direktlink Jürgen Schönstein· 10.05.09 · 05:37 Uhr

@Philippe Leick
... und natürlich muss auch der Vollmond und eine Jungfrau irgendwie beteiligt sein, vermute ich. Was Sie beschreiben, ist exakt der Voodoo-Aspekt, der Homöopathie jenseits dessen befördert, was auch nur in die Nähe der Peripherie dessen kommt, was man selbst vor 100 Jahren schon als Medizin definiert hatte.

Kommentar-Direktlink Rincewind· 10.05.09 · 10:21 Uhr

Ich zitiere mal einen Auszug eines Textes von Dr. Peter Zeller. Was immer gerne unter den Tisch gekehrt wird ist, dass solche Verdünnungen äh "Potenzierungen" ein ganz praktisches Problem haben: Sie stimmen meistens gar nicht.:


ZIT:
HAHNEMANN schrieb vor, daß für jede Verdünnung eine neue Flasche
(Mehrglasmethode) verwendet werden muß. Wegen der Adhäsion der
Wirkstoffmolekeln an der Innenfläche der Flaschenwand wird beim
Flaschenwechsel ein Teil der Wirkstoffmolekeln entfernt und damit dem
Verdünnungsprozeß entzogen. Die Konzentration sinkt also schneller, als
es der rechnerischen Verdünnungsstufe (D6-D7..Dxx) entspricht. Die
Messungen von KUHN ergaben, daß bei etwa D12 die letzten Molekeln
adhäriert werden (KUHN A: Kolloidchemie, Homöopathie und Medizin. Chem
Ztg Bd 59, S. 85, 1935; MADAUS G, a.a.O. Bd 2, S. 302 oben). Es muß
nicht erwähnt werden, daß der Grenzwert D12 von Substanz zu Substanz
verschieden ist, abhängig von den physikalisch-chemischen
Molekelmeßgrößen.
Damit ist gesichert, daß etwa ab D12 Deklaration und Inhalt nicht mehr
übereinstimmen - ein ernsthaftes pharmazeutisches Problem.
Wird die Hahnemannsche Vorschrift mißachtet, indem alle Verdünnungen in
einer Flasche ausgeführt werden (Einglasmethode), entsprechen die
Resultate am ehesten dem rechnerischen Ergebnis, wenn in allen
Verdünnungsstufen 60%iger Alkohol verwendet wird.
Gerade hier taucht aber eine neue Fehlerquelle auf: Aus Sparsamkeit
wurde die erste Stufe mit Alkohol verdünnt, alle weiteren mit Wasser und
erst die letzte wieder mit Alkohol (wir reden jetzt von der
Einglasmethode). Während der Wasservedünnung baut sich an der Innenwand
des einen Glases eine Wirkstoffschicht auf, die dann bei der
abschließenden Alkoholverdünnung als ganzes in Lösung geht. Im Versuch
von A. Kuhn zeigte sich, daß eine rechnerische D100, also
einhundertmaliges Verdünnen 1:10, de facto einer D6 entsprach!
Damit wird die Sache gemeingefährlich, denn es werden nicht nur
harmlose Substanzen, sondern auch starke Gifte verdünnt. Enthält die
Urtinktur ein Mol des Giftes oder des giftigen Schwermetalls, dann
enthält die vermeintliche D100 als tatsächliche D6 immerhin 6,023 . 1017
Molekeln des Giftes oder Schwermetalls - im Zweifelsfalle genug, um ein
Kind umzubringen.
Nach Madaus wurden diese Probleme auf Kongressen 1934 und 1936
diskutiert. Die damaligen Beschlüsse, im wesentlichen eine
Kennzeichnungspflicht der verwendeten Methode, können aber keinesfalls
als wirkliche Lösung angesehen werden - heutigentags existiert diese
Kennzeichnung nicht. Die Homöopathen wollen das Problem durch
Verdrängung lösen.
Eine unausweichliche Konsequenz ist, daß alle Therapieberichte seit
1800 bezüglich der Verdünnungsangaben Makulatur sind: Hatte der
Behandler mit einer D100 geheilt, wissen wir doch nicht, welche Dx es
wirklich war. Hier muß wenigstens eine Nachprüfung aller homöopathischen
Heilungen erfolgen, unter genauer Bestimmung der Konzentration des
Wirkstoffs in der Darreichungsform.
/ZIT

Kommentar-Direktlink Sutter· 10.05.09 · 11:13 Uhr

Den hier angeführten Argumenten ist nicht mehr viel hinzuzufügen, es sei denn der, daß vielleicht auch ein Betrugsbetrug möglich ist. Ich meine damit, daß es vieleicht auch möglich ist, Medikamente mit Wirkstoffen als Homöopathika zu verkaufen, um damit die HP reinzuwaschen. Im Übrigen sollte man schon mal nachschlagen wie "Homöopathie" geschrieben wird, wenn man sich zu dieser Problematik äußert. Ansonsten habe ich hier auch einiges gelernt Danke!!/Sutter

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 10.05.09 · 11:25 Uhr

Journalist von Beruf, und Schwätzer aus Veranlagung. Die Homöopathie ist in England eine offizielle Behandlungsform. Die Königsfamilie z.B. lässt sich hauptsächlich homöopathisch behandeln. Man kann über die denken wie man will, doch zu den Dümmsten gehören sie wahrscheinlich nicht. In Frankreich ebenso. Angeblich lässt sich dort 1/3 der Menschen homöopathisch behandeln. In Deutschland ist die Ausübung der Homöopathie gesetzlich geregelt. In Österreich polemisiert die Schulmedizin gegen die Homöopathie. Die Ärztekammer stellt aber Zertifikate aus. Wie sie das im Kopf zusammenkriegen, muss man sie fragen.
Das ist einfach der Versuch die Homöopathie den perversen Regeln der Schulmedizin zu unterwerfen und dadurch zu schädigen.
Ein lächerlicher Versuch eines Mitglieds der Journaille. Er biedert sich der Wissenschaft an, der die Felle davonschwimmen. Ein bezahlter Büttel.

Versuchen sie einmal zu denken, Herr Journalist. Wenn, wie die Wissenschaft behauptet, in den Arzneimitteln nichts drin ist, kann kein Schaden entstehen.
Das heisst die erste Regel der medizinischen Behandlung "primum non nocere" ist erfüllt. Die Teilnahme an einer Behandlungsform ist freiwillig, und beim Patienten liegt die letzliche Entscheidungsgewalt über die Behandlungsform.
Wenn sich wer für Homöopathie entscheidet hat er das Recht dazu. Thats it.
Wenn ihnen das nicht gefällt, haben sie ein Problem. Und das sollte ihres bleiben.

Kommentar-Direktlink Rincewind· 10.05.09 · 12:41 Uhr

Danke, Herr Wilfert, für Ihren Beitrag! Er ist geradezu "archetypisch" dafür, wie Homoöpathen (oder die Befürworter) "argumentieren":

- "Beweise" per Autorität (Königin) und Behörden: Wenn die es machen, muss es stimmen,
- "Beweise" durch Verbreitung: Wenn es viele machen, muss es stimmen.
Garniert mit einem unverschämten ad personam (bezahlter Büttel) und einer Prise Verschwörungstheorie.

Auf die hier vorgebrachten durchaus sachlichen Probleme der H. wird natürlich mit keinem Wort eingegangen. Wie auch. Dass eine völlige sachliche Argumentationsunfähigkeit seitens der Homöopathen besteht, macht sie natürlich gerne aggressiv, was psychologisch durchaus verständlich ist, in der Sache aber leider nicht weiterhilft.

Sie sollten Ihren Text ausdrucken und eine Ursubstanz daraus machen und Ignoratum C200 herstellen, vielleicht hilfts ja.

Author Profile Page Jürgen Schönstein· 10.05.09 · 15:33 Uhr

@Albert Wilfert
"Schwätzer", "lächerlich", "bezahlter Büttel" - hmm, wer von uns beiden hat wohl eher ein Problem? Wie rieten Sie mir: "Versuchen sie einmal zu denken" - danke, desgleichen.

Kommentar-Direktlink schrauber2· 10.05.09 · 17:22 Uhr

Ich habe mit der Logik der homöopathischen Verdünnung ein kleines Problem.

Dazu mal ein Gedankenexperiment: Ich habe ein Gefäß, wo genau 100 Einheiten reinpassen (Einheit hier als untrennbares stoffliches Objekt, z.Bsp. Smarties ;-).
Im Gefäß befinden sich 99 Teile A und ein Teil B. Nun möchte ich B weiter verdünnen. Ich entferne also 9 Teile A und 1 Teil B (was jetzt schon abstrus wird, da das Entfernte nicht mehr der Verdünnung der Urspungssubstanz entspricht) und verdünne dies wiederholt mit 90 Einheiten A. In der logischen Endkonsequenz hab ich aber wieder 99 Teile A und 1 Teil B - die Konzentration ist die Gleiche wie die der Ursprungssubstanz.

Wenn man nun die Einheit auf ein Wirkstoffmolekül bezieht, wird sich in einem bestimmen Volumen, was ja nur eine gewisse Anzahl Molekülen enthalten kann, die Konzentration bei Verdünnung nicht mehr verändern (unter der Annahme, man erwischt immer wieder das eine übrig gebliebene Wirkstoffmolekül zur Verdünnung) - oder die Homöopathen müssten in der Lage sein, ganze Meere abzufüllen und auch dem Patienten einzufüllen, damit überhaupt eine geringe Konzentration >Dxxx möglich ist.

Anders ausgedrückt: Ich habe ein Meer D200 irgendwas, fülle dieses Meer in kleine Fläschchen. Ich bekomme per Zufall viele, viele Fläschchen nur mit Verdünner (D-unendlich) und ein Fläschchen mit einem Wirkstoffmolekül, aber bei weitem nicht mehr D200, denn der Verdünner ist viel zu gering dosiert, weil "Inhalt Fläschchen" nicht gleich "Inhalt Meer" ist.
Wo ist meine Denkfehler? Denn wenn ich dieser Logik folge, findet das Verdünnen seine Grenze an der Füllmenge und der Unteilbarkeit der Moleküle im Prozess. Sogar das Abfüllen in kleinere Behälter würde das Verhältnis verändern, gerade bei den Hochpotenzen völlig unkontrollierbar (wenn es diese überhaupt geben kann, wie oben von @Rincewind beschrieben).
Irre wird das Ganze, wenn ich das Wasser noch auf Zucker tröpfle, Zucker hat eine andere (höhere) Dichte - die Verhältnisse werden dann wiederholt verändert. Bei flüchtigen Wirkstoffen ist dann auch noch das letzte Molekül in die Luft verschwunden. Man sollte wirklich nicht drüber nachdenken, so unsinnig an allen Fronten ist der Quatsch.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 10.05.09 · 20:17 Uhr

Den Herrschaften muss entgangen sein, dass Leute wie Hahnemann, Kent, Burnett oder Böericke oder auch Vithoulkas
alle eine fundierte medizinische Ausbildung an Universitäten hatten und trotzdem zur Homöopatie gewechselt sind. Und diesen Wechsel auch klar begründen können.
Da kommt irgendein Journalist daher, der keinen Tau hat von ihren Werken und von der Medizin überhaupt hat und heckt einen Plan aus, wie man der Homöopathie schaden könnte. Wir können uns tagtäglich die schlimmsten Beschimpfungen anhören, nur wenn man einmal zurückschimpft. wird sofort die Nase gerümpft. Dieser Herr sollte sich zuerst zumindest einmal einlesen in die Homöopathie bevor er diese Art von Ideen verbreitet.
Ein eindeutiger Befürworter war z.B. auch Mahatma Gandhi, und der war sicher auch kein Dummkopf. Aber es ist wirklich so wie Burnett gesagt hat. Selbst wenn man damit einen Toten zum Leben erwecken würde, sie würden es nicht glauben, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Kommentar-Direktlink sil· 10.05.09 · 20:30 Uhr

Haben denn die Homöopathen denn schon einen Toten reanimiert?
Wo ist die homöopathische Antibabypille?
Hat sich schon mal jemand mit homöopathischen Mitteln zugedröhnt?

Eine Geschichte gibt es, glaube ich:

Das ist die von dem Mann, der vergaß, sein homöopathisches Mittel zu nehmen.
Er starb an einer Überdosierung.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 10.05.09 · 20:34 Uhr

Gehts ein wenig intelligenter? nicht? schade.

Kommentar-Direktlink GeMa· 10.05.09 · 20:43 Uhr

Echt? Vitti hatte eine fundierte medizinische Ausbildung an einer Uni? Ich dachte immer the Godfather of Miasma wäre Ingenieur gewesen.

@Sil
Sie können nicht mal herkömmlich reanimieren. Deswegen : oh, ähm, ja, nee aber für Notfälle sind wir nicht zuständig.
Was mal sehr sinnfrei und inkonsequent ist, da bei "Frischluftverlangen" homoöpathisch-beweisen Pulsatilla ausreicht. ;-P

Kommentar-Direktlink GeMa· 10.05.09 · 20:44 Uhr

sorry Tippfehler: bewiesen solls heißen.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 10.05.09 · 21:41 Uhr

Die Notfallmedizin ist nur ein kleiner Teil der Medizin. Selbst da kann man mit Homöopathie helfend eingreifen. Im Prinzip jedoch geht es um die innere Medizin.
Und nicht um Beinbrüche. Aber das ist Dir ja wohl klar.

Kommentar-Direktlink GeMa· 10.05.09 · 23:05 Uhr

Äh, wie jetzt - waschen ohne richtig Naßmachen? Ich dachte, wer heilt hat recht. Gibt es denn Dinge, die man dann einfach mal nicht heilen, sondern so belassen sollte, weil man nicht mit Zuckerchen von innen und Informationssalbe von außen kann? Dann wird also Notfall- und jede Akutmedizin einfach so mal vom Heilen ausgeklammert? Sind ja wirklich beruhigende Aussichten.

Na dann mal los A wie Aortenstenose oder was chronisches: Polyarthritis und Z wie Diabetes (wem fällt rasch noch was inneres und = Überflußerkrankungen ein ;-) "Wir waren von Veränderungen ausgegangen. Verändert hat sich im Verlauf dieses Jahrhunderts die Gestalt der Erkrankungen: weg von entzündlich verlaufenden Mangelerkrankungen hin zu chronisch-degenerativen Erkrankungen (oft des Überflusses) einschließlich Krebs."** - damit man nicht immer so einseitig nach den homoöpathischen Heilungserfolgen bei Krebs fragen muß. Was gibt es da so schnuckeliges Homöopatisches?
Gestern hieß es noch nebenan bei Ali Arbia, die dummen Allopathen hätten chronischen Krankheiten nichts entgegenzusetzen. Naja, außer BigPharma Medikamente, die nicht wirken, nur nebenwirken.

Und bitte nicht immer das omnipotente Postulat unter den Tisch fallen lassen : "Homöopathie ist eigenständige Heilkunde und nicht der Schwanz der (allopathischen) Medizinkuh ..."(Dr. Otto Eichelberger, AHZ 243/1998 S. 110)

Laut Hahnemann (Org.VI§72,204 und ausführlich in CKI) ist "Miasma" der Oberbegriff für nichtvenerische natürliche akute (!!) und chronische Krankheitsfälle und für jedes Kranksein, das die angeborene Lebenskraft nicht selbsttätig überwindet (Org.VI§78). Der "Prüfstein ächter Heilkunst, weil sie nicht von selbst in Gesundheit übergehen;..."

Also den Beinbruch oder akutes Frischluftverlangen zu den Allopathen rüber zu schieben, ist nach homoöpatischer Lehre absolut ungerechtfertigt. (Vorsicht, wer da heilt, könnte recht haben mit seinen Grundannahmen und Trittbrettfahrer für potenziertes H2O halten)

**Dr. S.G. Fudalla , "2.Binger Balneologische Gespräche", Leitung: Prof. Dr.Dr. H. Müller, Burg Klopp Sept. 1964, hrsg. Willy Schlüter KG, Bingen/Rh. 1965 S.86-101

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 00:10 Uhr

Endlich wirds ein wenig intelligenter.
Die Notfallmedizin ist aus der Homöopathie nicht ausgeklammert. Nur würde ein Homöopath da oft dasselbe machen wie ein Schulmediziner. Wenn ein Bein gebrochen ist kann man es einrichten oder zusammenschrauben, die Heilung jedoch erfolgt durch die Natur und nicht durch den Arzt. Er muss also darauf achten diesen Heilprozess zumindest nicht stören, und wenn möglich unterstützen, was wiederum die Homöopathie sehr gut kann.
Letztlich geht es nicht um den Kampf zwischen zwei Systemen, sondern um die richtige Vorgangsweise, die heilen kann. Das was oft mit Schulmedizin bezeichnet wird
ist ein grosse Haufen von Massnahmen, die dann unverzichtbar sind, wenn es nur mehr um technische Hilfe geht, d.h. wenn die Heilkunst schon versagt hat und nur mehr durch technische Eingriffe geholfen werden kann.
Und hier geriet durch die massive Entwicklung von technischen Massnahmen die Heilkunst völlig ins Hintertreffen. Doch eine Operation hinterlässt immer einen Versehrten, in geringem oder grösserem Mass.
Und was im besonderen Krebs betrifft. Ca. ein Lebensalter nach der Einführung der Homöopathie gab es grosse Erfolge bei der Behandlung von Krebs mit Homöopathie.
Die heutige Behandlung hat so gut wie keine Erfolge zu verzeichnen, wenn man sie
wirklich ehrlich betrachtet. Ich selbst kenne persöhnlich 4 Fälle von Krebs, die "schulmedizinisch" behandelt wurden. 3 davon sind schon tot. Beim 4. ist es das 4. Rezidiv, wobei ich mir sicher bin dass die 3 vorangehenden Therapien als erfolgreich in die Statistik eingingen. Aus der Sicht der Homöopathie ist es derselbe Krebs, d.h. es gibt keinen Erfolg zu verzeichnen.
Ein Schweizer Krebsspezialist, den ich näher kannte hat mir auf meine Frage einmal folgendes gesagt: Wir wissen nicht was Krebs ist. Wenn du auf einen Kongress gehst wo Spezialisten zusammenkommen, gibt es 70 Theorien darüber, doch keiner weiss es wirklich genau, wir würden gerne mit anderen Richtungen zusammenarbeiten. Er wurde für diese Sicht in seiner Klinik angefeindet, doch es war nur die simple Wahrheit. Da werden Millionen gemacht mit Therapien, die keinen Erfolg bringen.
Bei den Fällen aus der Homöopathie, die ich kenne, wo Krebs geheilt wurde, waren die Kosten so gering, dass sie praktisch vernachlässigbar sind. Man kann damit also kein Geld verdienen. Wenn ein Homöopath sagt, dass er Krebs heilen kann, ist er ein Schwindler. Wenn er sagt, dass er versuchen kann den gesamten Menschen zu behandeln, und wenn er erfolgreich ist, verschwindet auch der Tumor, dann ist das richtig. Das wurde schon des öfteren bewiesen.
Das Anwendungsgebiet der Homöopathie ist die innere Medizin, hier kann sie Dinge erreichen, die die Schulmedizin nicht zustandebringt, weil sie den Patienten durch
Symptombehandlung nicht heilt, sondern ihm noch zusätzliche Medikamentenkrankheiten zufügt. Was oft erst nach Jahren wirklich sichtbar wird.
Und dann ist es oft zu spät. Ich kenne eine Menge solcher Fälle. Am Anfang glauben die Patienten, dass sie die besten Medizin aller Zeiten erhalten, bis sie merken, dass sie nur Opfer sind. Und das sollte aufhören.

Kommentar-Direktlink Rincewind· 11.05.09 · 01:28 Uhr

Zit Wilfert: "Das Anwendungsgebiet der Homöopathie ist die innere Medizin"

Schön, gut zu wissen. Da Sie ja gerne ausführlich schreiben, würden mich kurze Kommentare Ihrerseits zu den Fachbereichen der Inneren Medizin interessieren - wie hier die Homöopathie wirksam und gut eingreift. Also z.B.in der Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie, Kardiologie, Angiologie, Immunologie, Nephrologie, Rheumatologie, Pneumologie um nur ein paar Bereiche zu nennen.
Mir ist völlig klar, dass da nur jeweils langjährig ausgebildete Facharztidioten und arbeiten, die im Gegensatz zu Ihnen natürlich keinerlei ganzheitlichen homöopathischen Überblick haben, den Zugang zu Gottes Wesen und der geistartigen Heilkraft völlig verloren haben.
Von daher dürfte es Ihnen sicher ein leichtes sein, die homöopathische Vorgehensweise z.B. bei akutem Nierenversagen (ok, muss nicht mal akut sein) darzulegen. Oder brauchen sie dazu das Tapetenmuster des Schlafzimmers des Patienten? Kann ich Ihnen gerne eines zeigen.

Wilfert, versuchen Sie einfach mal dort hinzukommen, wo die liegen, von denen Homöopathen nichts mehr wissen wollen und die Patienten nichts mehr von Homöopathen, wo freies Fabulieren und ganz viel Mitgefühl nichts mehr nützt, also z.B. eine Station für Innere in einem Klinikum. Da wo wirklich gestorben und überlebt wird. Vielleicht bildet dann der Klinik-Geistliche ein Team mit Ihnen und sie können im Doppelpack als ganzheitliche Alleskönner auftreten. Bitte dann aber auch bei der Beerdigung.

Aber bei sowas kneifen Homöopathen ja regelmäßig. Nicht das Verhindern vom Sterben seiner Kundschaft, sondern die Illusion, ein kleiner Jesus zu sein, absolute Deutungshoheit über den anderen zu erlangen ist die Motivation (und natürlich etwas Kohle zu machen). Man könnte niedere Beweggründe dazu sagen. Ich nenne es immer Schmarotzertum, aber das ist wohl politisch nicht korrekt.

Ich komme immer mehr zu der Ansicht, das Homöopathen ein Krankheitsbild an sich sind, die ein Munchhausen by proxy mit ihren "Patienten" ausleben.

Kommentar-Direktlink GeMa· 11.05.09 · 01:51 Uhr

@A. Wilfert
o.k. - hab´s vernommen. Eine Menge Gschichter´ln ohne Beleg und dazu erstaunliches Durcheinander - Medizingeschichte hattest Du doch Vorlesung oder davon zumindest gehört?

Wo sind die Fälle der Krebsheilung dokumentiert und veröffentlicht? Was heißt geheilt? 5 Jahre, 10 Jahre, geheilt bis zum Tod (falls es ältere Menschen waren) - keine Befunde bei der Organschau?
Damit wir alle davon erfahren und lernen, Patienten davon profitieren können. Oder sind die top secret wegen Verfolgung Andersdenkender? ich meine, das wäre die Meldung, auf die vor allem Homöopathen dringend warten - da ist Bioviagra kalter Kaffee dagegen.

Noch eine Frage : meinst Du, der schweizer Krebsspezialist sagte, er wisse nicht was Krebs ist (bzw. keiner weiß das) - oder meinte er, man kennt noch nicht alle Dispositionen, die zur Erkrankung führen (weißt schon, die Sache mit Mutation und so)? Ich wundere mich gerade etwas.

Das hier verstehe ich auch nicht : "Das was oft mit Schulmedizin bezeichnet wird
ist ein grosse Haufen von Massnahmen, die dann unverzichtbar sind, wenn es nur mehr um technische Hilfe geht, d.h. wenn die Heilkunst schon versagt hat und nur mehr durch technische Eingriffe geholfen werden kann."

Meinst Du damit, man muß einen perforierten Appendix nur deshalb technisch rausnehmen, weil vorher die Heilkunst versagt hat?
Mit Homöopathie kann man dann folgerichtig a) gleich mit mtwg. Eiternosoden behandeln + das gute Fieber nutzen b) braucht keine Appendektomie/Lavage und blah machen, c) braucht keine Allopathie = Antibiose (von dem ganzen gefährlichen Narkosegeraffel mal ganz abgesehen) und würde d) so auch keinen Verletzten hinterlassen.

Warum erschließt sich mir die dahinter stehende Logik nicht so recht?

Zur Plattenosteosynthese beim Heilpraktiker fällt mir momentan auch erst mal nichts ein. Das ist mir zu hoch. Obwohl - im Grunde kann man das auch locker bei Hornbach machen.

Kommentar-Direktlink Rincewind· 11.05.09 · 02:52 Uhr

ZIT A. Wilfert:"Und was im besonderen Krebs betrifft. Ca. ein Lebensalter nach der Einführung der Homöopathie gab es grosse Erfolge bei der Behandlung von Krebs mit Homöopathie."

Wunderbarer Homöopathen-Sprech: Wann wurde die Homöopathie eingeführt? Von welchem Lebensalter geht man aus? Krebs? Ja welcher denn?

Viel schwammiger kann man sich nicht ausdrücken. Soll sogar schon vorgekommen sein, dass Jahre mit Zahlen und Veröffentlichungen mit Titel benannt wurden.

ZIT:"Die heutige Behandlung hat so gut wie keine Erfolge zu verzeichnen, wenn man sie wirklich ehrlich betrachtet."

Nachdem Sie noch nicht mal in der Lage sind, die wirklich sehr große Bandbreite von Krebserkrankungen zu differenzieren, unterstelle ich Ihnen jetzt nur, dass Sie es nicht besser wissen und nicht bewusst lügen. Manche Krebserkrankungen sind inzwischen mit fast 100% iger Sicherheit heilbar, manche immer noch sehr schwierig oder kaum zu behandeln. Wer hier nicht differenziert, outet sich halt schlicht als Ignorant, als Nachplapperer eines Glaubenssystems. Als jemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt der irgendwas gesagt hat was irgendwie grad zur eigenen Überzeugung passt. Irgendwie.

So funktioniert wohl homöopathische Anamnese. Das passt. Irgendwie. Und wenn nicht, passts nach der Erstverschlimmerung. Oder auch nicht. Im Ernstfall ab ins Krankenhaus, die Notaufnahme hat ja offen. Deckel zu und nächster Fall.

Also ich hätte gar nichts gegen Homöopathen, wenn sie sich wie die Zeugen Jehovas etc. als Glaubensgemeinschaft eintragen würden. Einen wissenschaftlichen Anspruch zu erheben um an Kassenkohle zu kommen und der uninformierten Bevölkerung einen auf Naturmedizin vorzugaukeln, ist allerdings mehr als dreist.

Kommentar-Direktlink wolfgang· 11.05.09 · 10:10 Uhr

Homöopathie kann ja nach eigener Anschauung alle Krankheiten sicher, schnell und nebenwirkungsfrei heilen.Hier zB Der Homöopath und Impfgegner Dr Loibner:

http://www.dr.loibner.net/

Was alles ist Homöopathie?
Homöopathie - ist eine Arzneitherapie.
Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet: Ähnliches mit Ähnlichem heilen. zB. beim Schneiden von Zwiebeln beginnen die Augen zu brennen und die Nase zu fließen. Ein solcher Schnupfen wird durch Allium cepa, die Küchenzwiebel geheilt.
Die Heilung erfolgt sanft, Arzneien, die nach der Ähnlichkeitsregel verwendet werden, wirken schonend. - Sie sind bereits in geringster Dosis wirksam.
Die Heilung tritt gewiß ein. Solange noch eine Spur von Kraft im Körper vorhanden ist, kommt mit Hilfe des homöopathischen Heilmittels die Heilung in Gang.
Die Heilung erfolgt prompt. Bei akuten, erst seit kurzer Zeit bestehenden Störungen der Gesundheit ist die Besserung sehr bald zu erwarten. Besteht die Krankheit schon über lange Zeit, etwa mehrere Jahre, setzt die Besserung erst allmählich ein.
Die Heilung ist ganz. Sowohl örtliche Übel, aber auch das Allgemeinbefinden und die Gemütsverfassung werden gebessert. Die Arznei wirkt auf den ganzen Menschen.
Die Heilung verläuft ohne Schaden für den Patienten. Die milde Dosis reicht, die Heilprozesse des Körpers anzuregen.
Wer kann homöopathisch behandeln?
Jeder, der sich mit der Methode und dem Menschen ernstlich beschäftigt. Schwere Krankheiten soll nur der erfahrene Arzt behandeln.
Bei welchen Krankheiten wirkt die Homöopathie?
Bei allen akuten und chronischen Leiden.

Deswegen brauchts die Schulmedizin natürlich nicht. Eine Ergänzung beider wie es viele wollen- das wollte auch Hahnemann nicht.
Also schickt alle insulinpflichtigen Diabetiker, alle Dialysepatienten, die HIV positive Community, Patienten mit multipler Sklerose, die chron Hepatitis B Infizierten, die Schizophrenen, die Down Syndrom Kinder einfach zum Homöopathen schicken. Der weiß dann schon was er zu tun hat. Er braucht nur einen kleinen Vertrauensvorschuss

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 10:18 Uhr

Wenn man wirklich ehrliches Interesse hat, soillte man Hahnemann, Clemens von Bönninghausen, J.Compton Burnett, J.H. Clarke und James Tyler Kent lesen, um nur Einige der Wichtigsten zu nennen. Alle ausgebildete Ärzte, ausser Bönninghausen, der der einzige war den ich kenne, der Medizin nicht auf der Universität studiert hatte, aber über Biologie schon anerkannte Bücher veröffentlicht hatte. Er wurde vom König (oder Kaiser) per Dekret Ärzten gleichgestellt, was ich bemerkenswert finde. Deren Fallgeschichten erklären viel besser, als ich es kann.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 10:28 Uhr

Wenn ich lesen meine, meine ich wirklich lesen. Genau und reflektiv. Können manche besser und manche lesen eher oberflächlich darüber. Ich habe durch die Lektüre dieser Werke erst wirklich gelernt, was lesen heisst. Es braucht keinen Vertrauensvorschuss. Nur einen klaren unvoreingenommen Blick. Man halte sich an die simplen Tatsachen.

Kommentar-Direktlink Gluecypher· 11.05.09 · 11:31 Uhr

@Wilfert

Stimmen Sie dieser Aussage:

Die Heilung erfolgt sanft, Arzneien, die nach der Ähnlichkeitsregel verwendet werden, wirken schonend. - Sie sind bereits in geringster Dosis wirksam. Die Heilung tritt gewiß ein. Solange noch eine Spur von Kraft im Körper vorhanden ist, kommt mit Hilfe des homöopathischen Heilmittels die Heilung in Gang. Die Heilung erfolgt prompt. Bei akuten, erst seit kurzer Zeit bestehenden Störungen der Gesundheit ist die Besserung sehr bald zu erwarten. Besteht die Krankheit schon über lange Zeit, etwa mehrere Jahre, setzt die Besserung erst allmählich ein.

zu?
Wirklich?
Wird zwar für regelmässige Blogleser hier langweilig, aber nichtsdestotrotz. Denn mal los, ich hab' nämlich mittlerweile die Schnauze ganz schön voll mit dem beknackten Blutzuckermessen und Insulinspritzen (Diabetiker Typ I). Da können Sie doch mal zeigen, wozu die HP wirklich in der Lage ist. Stellen Sie mir doch mal eine Liste mit Globuli und Tinkturen und wasweissich zusammen. Da wäre ich wirklich froh d'rum. Und nebenher bemerkt, ich bin noch ganz schön kräftig, also keine Ausreden, wie etwa: "Pech gehabt, dann waren Sie eben nicht kräftig genug". Naja, so lässt man sich eben ein Schlupfloch und kann das dann noch als ganz-toll-für's-karma verkaufen.

Aber das wird so wie immer ablaufen: erst große Reden schwingen und dann aubtauchen. Wetten: da kommt jetzt entweder wieder ein Kommentar, dass ich HP nicht verstanden hätte (GÄÄÄÄHN) oder dass man leider in meinem Fall nix machen könne oder ein Verweis, dass die "Schulmedizin" ja auch nur die Symptome behandelt und deshalb HP auf jeden Fall besser ist oder (am wahrscheinlichsten) gar keine Antwort. Aber ich lasse mich gerne überraschen. Dann schiessen Sie mal los!

Und solange werde ich doch wieder Humalog LisPro (das pöhse, pöhse aus den genmanipulierten Bakterien) nehmen, um meinen Glukosespiegel auf nahezu "normalem" Niveau zu halten.

Ach so, nennen Sie mir doch mal ein paar Fälle, wo der Krebs (bitte mit Nachweisen und nicht nach dem Motto: "Meine Cousine kannte da mal einen Freund eines befreundeten Arztes, dem hat das aber geholfen, Ätsch!") wirklich durch HP geheilt wurde. Ach ne, geht ja nicht, weil ja der Mensch geheilt werden muss und nicht der Tumor. Ja, nee, ist klar.

Kommentar-Direktlink GeMa· 11.05.09 · 11:32 Uhr

Also das ist ja nicht so, als würde kein ehrliches Interesse bestehen. Ich weiß, das wird einem ja so gerne unterstellt.

Es ist, wie Wolfgang schreibt. Bei allen ! akuten und chronischen Leiden und genauso wirds von Hahnemann & Co. geschrieben. Oder hatte der etwa keine Ahnung von Homöopathie? ;-)

Sollen wir mal schreiben, wie die homöopathische Akutbehandlung bei Nierenversagen ausschaut? Wäre sicher aufschlußreich, klar denkenden Menschen einmal zu zeigen, was da als Alternative so abgeht. Ist ja nicht so, als würde es an schriftlichen Anekdoten mangeln. (und noch einmal pro @Jürgen Schönsteins Vorschlag!)

Es ist schon so, dass Du sämtliche konkrete Fragen nicht beantworten kannst. Keine einzige. Deshalb jetzt das Autoritätenrauswühlen.

Der nächste bitte ...

Kommentar-Direktlink GeMa· 11.05.09 · 11:40 Uhr

@Glue
Dafür hat der kundige Homöopath Jambulbaum http://de.wikipedia.org/wiki/Jambulbaum. Das ist das Mittel gegen Diabetes. Ob I oder II ist sicher grad egal. Wer heilt hat recht (das Du aber nicht vergißt, Insulin zu spritzen - sonst wirkt der Baum D2 nicht)

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 12:39 Uhr

@glue Das ist glatter Schwachsinn.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 12:43 Uhr

@Gema. Ich behandle mich seit ca. 13 Jahren selber. Bis jetzt hat das funktioniert.
Trotzdem weiss ich, dass es viel bessere Leute gibt als mich. Und die Empfehlung dieser Leute nennen sie Autoritäten rauswühlen. Das sind einfach Menschen, die eine volle Ausbildung hatten und jahrzehntelang praktizierten.

Author Profile Page JörgR· 11.05.09 · 13:01 Uhr

Trotzdem weiss ich, dass es viel bessere Leute gibt als mich. Und die Empfehlung dieser Leute nennen sie Autoritäten rauswühlen. Das sind einfach Menschen, die eine volle Ausbildung hatten und jahrzehntelang praktizierten.

Na und? Das heißt gar nichts. Die Leute haben früher auch mit Begeisterung Aderlass ebtrieben, viele hundert Jahre. War das deswegen gut?

Kommentar-Direktlink sil· 11.05.09 · 13:35 Uhr

@Wilfert

Wie haben Sie es nur dreizehn Jahre ohne Zwiebeln, Spargel, Lesen in wagerechter Lage und Sexualität außerhalb hahnemannischer Vorschriften ( "unnatürliche Wohllust, Entnervung durch Lesen schlüpfriger Schriften, Onanism oder, sei es aus Aberglauben, sei es um Kinder-Erzeugung in der Ehe zu verhüten, unvollkommner, oder ganz unterdrückter Beischlaf") ausgehalten?

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 13:53 Uhr

@ sil

Ist schon eigenartig, dass Homöopathie immer mit irgendwelchen grünen und eso Spinnereien in Zusammenhang gebracht wird. In Wirklichkeit ist es auch ein wunderbares natürliches Potenzmittel. Potenzschwierigkeiten, die sehr verbreitet sind, besonders nach Einnahme von Psychopharmakas gibt es nach richtiger Anwendung von Homöopathie nicht. Bis ins hohe Alter.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 13:56 Uhr

@gluecypher

Ich bin mir recht sicher, dass Ihnen ein GUTER Homöopath helfen kann.
Es gibt leider auch viele Schlechte. Also fragen und herumschauen, es spricht sich herum, wenn eine(r) was drauf hat.

Kommentar-Direktlink Gluecypher· 11.05.09 · 14:01 Uhr

@GeMa

Na das ist ja mal wirklich was neues. Also der Baum ist dann sowas wie Lazarus, der erweckt die kleinen Beta-Zellen wieder von den Toten auf? Boa eyyyy, das hat zuletzt vor über 2000 Jahren einer fertig gebracht ;) Beeindruckend! Aber der ist ja dann zu seinem Himmelsdaddy abgeritten, schade aber auch.
Aber einen Vorteil hätte die "Behandlung" mit den Jambolaya-Baum Glaubuli dann doch: nie mehr Unterzuckerung, gnihihihi

Kommentar-Direktlink Gluecypher· 11.05.09 · 14:20 Uhr

@Wilfert

Was soll Schwachsinn sein? Dass ich gerne wissen möchte, wie man Diabetes Typ I mit HP "heilt"?
Die Frage steht immer noch: Stimmen Sie dem oben zitierten Aussagen zu? Sollte sehr einfach sein: Ja oder Nein?
Und wie soll denn bitte eine Behandlung mit Zuckerkugeln Beta-Zellen reaktivieren? Nur zur Info: Typ I heisst, dass die Produktion von Insulin im Pankreas nicht mehr funktioniert weil ein bestimmter Zelltyp über die Wupper gerudert ist (müssen nicht immer alle sein, aber ein guter Prozentsatz davon) und deshalb die Glucose nicht mehr in die Zellen gelangt.
Und wieso muss es unbedingt ein GUTER Homöopath sein? Jeder mittelmässig begabte "Schulmediziner" kann sowas diagnostizieren (konfirmation in einem Krankenhaus für Innere Medizin wird immer noch benötigt) und auch behandeln.

Und es gibt da neue Ansätze zur Therapie, siehe unten:

Welche Ergebnisse wurden bisher erzielt? Verschiedene Forschergruppen haben in den letzten Jahren Methoden entwickelt, in der Zellkultur aus Stammzellen Zellen des Nervensystems, Muskelzellen, Knorpelzellen, Leberzellen und hämatologische Zellen (Zellen aus dem Blut) herzustellen. In experimentellen Studien bei Mäusen ist es vor kurzem gelungen aus embryonalen oder adulten Stammzellen insulinproduzierende Zellen anzuzüchten. In der ersten Arbeit wurde eine embryonale Stammzellinie der Maus durch den Einbau des Insulingens so verändert, dass sich in der Zellkultur Beta-Zellen entwickelt haben (Soria 2000). Eine andere Arbeitsgruppe konnte allein durch die Zugabe von bestimmten Wachstumsfaktoren aus embryonalen Stammzellen insulinproduzierende Zellen herstellen (Lumelsky 2001). Diese Zellen haben in beiden Studien ähnlich wie normale Beta-Zellen nach der Stimulierung mit Glucose Insulin produziert und sezerniert. Außerdem ist es gelungen adulte Stammzellen aus einer Präparation von Pankreaszellen zu kultivieren, die unter definierten Zellkulturbedingungen in Beta-Zellen differenziert sind (Ramiya 2000). Nach der Transplantation der aus den embryonalen oder adulten Zellen abstammenden Spenderzellen konnte der Blutzucker bei diabetischen Mäusen deutlich gebessert bzw. normalisiert werden.

Aber man gibt auch zu:

Welche Probleme sind bisher ungelöst?

Bisher ist unklar, inwieweit die Ergebnisse bei Mäusen auf den Menschen übertragen werden können. Bei der Verwendung von humanen embryonalen Stammzellen bestehen berechtigte ethische Bedenken, so dass über deren möglichen Einsatz bisher kein Konsens erzielt werden konnte. Außerdem kann das Risiko der Entwicklung von Tumoren, z.B. Teratomen, aus nicht voll ausgereiften Spenderzellen noch nicht ausgeschlossen werden. Hier muss noch nach Lösungen gesucht werden, um einen sicheren Einsatz zu gewährleisten. Denkbar ist die Vorselektion der Zellen oder den Einbau von bestimmten Marker- oder Suizidgenen, mit denen die Zellen jederzeit nachgewiesen und bei Bedarf wieder aus dem Körper eliminiert werden können. In der Forschung mit adulten Stammzellen konnten bisher die Methoden für die Stammzellisolierung aus dem Pankreas, deren Vermehrung in der Zellkultur und die Bedingungen für die Ausreifung in Beta-Zellen nur unzureichend definiert werden. Bisher kann die Frage, ob sich die adulten Stammzellen in ausreichender Menge vermehren und in voll ausgereifte Beta-Zellen differenzieren lassen, noch nicht abschließend beantwortet werden. Hier müssen die Ergebnisse laufender experimenteller Studien abgewartet werden.

Perspektiven für die Zukunft

Die Ergebnisse der Studien bei Mäusen machen berechtigte Hoffnungen, dass das Prinzip der Herstellung von Beta-Zellen aus Stammzellen auch beim Menschen funktionieren könnte. Diese Zellen könnten dann in nahezu unbegrenzter Menge als Spenderzellen für die Transplantation fungieren und die Insulinproduktion des Körpers übernehmen. Der entscheidende Vorteil gegenüber der bisherigen Therapie wäre, dass die transplantierten Zellen das Insulin angepasst an die aktuellen Blutzuckerwerte freisetzen würden und damit die Blutzuckerspiegel wie die normalen Beta-Zellen des Körpers selbst regulieren. Die Notwendigkeit der Blutzuckermessungen und der Insulininjektion würden damit entfallen. Wenn es gelingt die vorhandenen Probleme zu lösen, könnte die Stammzelltherapie in Zukunft eine völlig neue Therapieoption für die Behandlung von Typ 1 Diabetikern darstellen.

Also zwar Fortschritte aber noch viel zu tun. Nur wird das hier zugegeben und nicht mit dem Hinweis auf "jahrhundertealtes Wissen" abgetan.
Ach so, if you open your mind too much, your brain will fall out.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 14:44 Uhr

@glueypher

Ja, ich denke für einen guten Homöopathen ist das ein mittelschwerer Fall, der
geheilt werden kann.
Was die grossen Versprechungen der Schulmedizin betrifft, bin ich skeptisch.
Allein der Vergleich von Ergebnissenen von Versuchen mit Mäusen ist völlig nebulos.
Hahnemann hat Tierversuche mit dem Argument vom Tisch gewischt, dass es Substanzen gibt, die Tiere vertragen und von denen ein 1/100 davon den Menschen tötet. Und umgekehrt. Das weiss wahrscheinlich jeder Biologe. Darum sind Tierversuche nutzlos und Tierquälerei.
Speziell zu Diabetes fält mir spontan Kent ein, der gesagt hat : Diabetes in der Form,wie es die Schulmedizin behauptet, existiert nicht. "Es gibt ein Stoffwechselproblem, das verschwindet, wenn sie den Patienten richtig behandeln."
Das ist ein Zitat.

Kommentar-Direktlink Gluecypher· 11.05.09 · 15:15 Uhr

@Wilfert

Nun ja, immerhin war bis 1922 diese Krankheit mit Sicherheit tödlich (hat zwar immer ein paar JAhre gedauert, aber ändert nichts an der Tatsache. Und bekannt war diese SToffwechselstörung schon seit einigen Hundert Jahren) und das war dann ja..... ummm......ca 100 Jahre NACH Hahnemann. Nur für den Fall, dass Sie sich noch nicht mit Medizingeschichte befasst haben: 1920 entdeckten Best und Banting dass sich mit einem Extrakt aus dem Pankreas von Schweinen der Butzuckerspiegel beim Menschen kontrollieren lässt (soweit zum Thema nicht-übertragbarkeit von Tierstudien) und seit 1922 ist eben dieser Extrakt der Allgemeinheit verfügbar. Jetzt frage ich mich nur, wieso in den 100 Jahren vorher keiner solch einen Durchbruch durch HP geschafft hat. Lassen Sie mich raten: Die pöhse Pharmafia hat das verhindert. Ach nee, die gab's ja damals noch nicht.

Und nochmal zum Thema Übertragbarkeit von Tierstudien: Sie wollen also solche Forschung direkt am Menschen durchführen? Ach nee, Sie wollen ja gar keine Forschung, da ja seit Hahnemann alle geklärt ist und deswegen muss man nicht mehr forschen. Nee, ist klar. Und was die "Versprechen der Schulmedizin" betrifft: offensichtlich können oder wollen Sie nicht lesen. Es ist aus obigem Zitat aber durchaus ersichtlich, dass noch einiges an Arbeit zu leisten und das wird auch ganz klar zum Ausdruck gebracht. Steht dort auch unter dem Punkt: Welche Probleme sind bisher ungelöst?

Diabetes in der Form,wie es die Schulmedizin behauptet, existiert nicht. "Es gibt ein Stoffwechselproblem, das verschwindet, wenn sie den Patienten richtig behandeln.
Naja, amn kann auch ein Jahrhundert Forschung ignorieren und sich die Finger in die Ohren stecken und lalala-ich-hör'-euch-nicht schreien, die Daten (Gegenteil von Anektoden) gehen davon auch nicht weg. Oder hat Kent (wer auch immer das sein mag) Zahlen und Daten, die mir bisher entgangen sind? Und was ist denn dann Ursache von Diabetes Typ I? Haben Sie eine URL, auf der man sich schlau machen kann? Oder vielleicht ein paar PubMed Veröffentlichungen? Ich bin sicher einer der hier mitlesenden mit PubMed-Zugang kann mir die Zusammenfassung zukommen lassen.
Ansonsten: bei Randi bewerben und 1 Mio abkassieren (und meinetwegen wohltätigen Zwecken spenden, man ist ja nicht scharf auf die Kohle, man macht das nur für Luft und Liebe und deshalb stellt man sich nicht der Herausforderung). Oder gleich den Nobelpreis für Medizin abkassieren, der ist auch mit 1,5 Mio Euronen dotiert. Damit kann die HP bestimmt was anfangen. Ach nee, das verhindert ja die Pharmafia.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 15:21 Uhr

@gluecypher

Ich habe keine Diabetes, ich kann ihnen nur sagen was ich darüber gelesen habe.
Von den besten Leuten der Homöopathie.
Nur einen Fehler sollten sie nicht machen. Den so Viele machen. Zu glauben, dass Problem nur mit Denken lösen zu können. Probieren sie gute Homöopathie, sagen wir ein Jahr lang. und wenn das Nichts hilfen, dann haben sie volles Recht zu sagen dass Homöopathie Scheissdreck ist. Vorher nicht.
Ich wäre gespannt zu sehen, wie das ausgeht.

Kommentar-Direktlink sil· 11.05.09 · 15:43 Uhr

@Wilbert:
Ich habe wörtlich Heilungshindernisse aus dem "Organon" zitiert.
Kennen Sie die etwa nicht?
Beschäftigen Sie sich doch mal ernsthaft und ausführlich mit Hahnemann!
Da tun sich ja Wissenslücken auf...

Nur mentholfreie Zahnpasta zu benutzen, reicht nicht. Die Verbotsliste ist länger.
Hier steht der Abschnitt aus dem "Organon" schon mal in den Kommentaren:
http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/03/homoopathie-doping-und-grottenschlechter-journalismus.php#comment30452

Viel Spaß beim Befolgen der absurden Regeln!

Author Profile Page JörgR· 11.05.09 · 15:45 Uhr

@Wilfert

Nur einen Fehler sollten sie nicht machen. Den so Viele machen. Zu glauben, dass Problem nur mit Denken lösen zu können. Probieren sie gute Homöopathie, sagen wir ein Jahr lang. und wenn das Nichts hilfen, dann haben sie volles Recht zu sagen dass Homöopathie Scheissdreck ist. Vorher nicht.

Wenn es nicht so gefährlich und traurig wäre, müsste man Sie zum Schreien komisch finden.
Wenn man NICHT nur denkt, sondern in klinischen Studien aufwändig die Vorurteile des menschlichen Geistes herausfiltert und sich auf die Fakten konzentriert, genau DANN kommt heraus dass Homoöpathie nicht vom Placebo unterscheidbar ist.
Ihre Kommentare hier zeugen schon von extremer Ignoranz und/oder Naivität.
Und ernsthaft, vorschlagen dass man Diabetes mit Homöopathie behandeln solle ist für mich versuchter Körperverletzung.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 16:02 Uhr

JörgR
Das ist doch Blödsinn. Eine fortgesetzte schulmedizinische Behandlung verletzt ihren Körper durch Nebenwirkungen, was auch gar nicht bestritten wird. Wenn Heilung ohne Nebenwirkungen haben kann, dann versuche ich das doch.
Ich verstehe jetzt, wie soviele Menschen, darunter auch etwa 3/4 der Ärzte auf einen Typen wie Hitler reinfallen konnten. Dumme Obrigkeitsgläubigkeit.
Es kann nicht sein, es darf nicht sein, Nein, nein, nein. Warum nicht versuchen?

Kommentar-Direktlink sil· 11.05.09 · 16:16 Uhr

Albert Wilfert· 11.05.09 · 16:02 Uhr:
"Warum nicht versuchen? "

Weil es absoluter Blödsinn ist. Mit Zuckerperlen kann man keine Krankheiten heilen.
Es gibt da z.B. die Pharmakologie.
Die ist ziemlich kompliziert, umfangreich und hat unsere Lebenserwartung drastisch erhöht.

Da geht es unter anderem um Rezeptoren, Enzyme, Botenstoffe, Agonisten, Antagonisten, Pharmakodynamik und Pharmakokinetik.
Mit Pharmakologie sind Therapieerfolge planbar. Es gibt kein Fitzelchen das Hahnemann dazu beigetragen hat.
Miasmen und solcher Firlefanz tauchen da nicht auf, weil sie Hirngespinste sind.
Homöopathie ist ganz einfach lächerlich.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 16:27 Uhr

@sil
Homöopathische Präparate sind keine Zuckerperlen, sondern Medikamente und die
Pharmakologie dahinter ist ebenfalls umfangreich und kompliziert.
Und was die Lebenserwartung betrifft. Der klassische Denkfehler. Diese Anhäufungen von Medikamenten gibt es gerade einmal 30 jahre, d.h. die die damit aufgewachsen sind, sind heute um die 40 Jahre. Ich bin 56 Jahre. Als ich ein Kind war, gab es diese Medizin (dutzendfache Impfungen e.t.c. in der Anwendung noch nicht. Die meisten Leute waren gesund. Heute gibt es ca. 1,7 Millionen Schmerzpatienten alleine in Österreich (offiz.Schätzung) Allergien, Diabetes und diverse andere Krankheiten sind im Steigen begriffen. Dank dieser wunderbaren Medizin. Wir werden sehen, wie es sich dann mit dem Alter verhält. Weil von der Erwartung kann man nicht leben.
Und vor allem, in welchem Zustand werden die Leute alt.
Hahnemann wurde übrigens Mitte des 19. Jhdt. 89 Jahre alt und hat bis fast zum letzten Tag seine Ordination betrieben. Ohne Antibiotika, ohne Kortison, ungeimpft.

Author Profile Page JörgR· 11.05.09 · 16:34 Uhr

Eine fortgesetzte schulmedizinische Behandlung verletzt ihren Körper durch Nebenwirkungen, was auch gar nicht bestritten wird.

Was für ein netter Spin. Die Behandlung verletzt also. Deswegen heißen die Dinger Nebenwirkungen, weil sie auftreten wenn die Behandlung heilt. Dass Homöopathie keine Nebenwirkung hat, darauf sollte man nicht stolz sein, ist es doch eine direkte Folge davon dass es auch keine Wirkung hat.

Wenn Heilung ohne Nebenwirkungen haben kann, dann versuche ich das doch.

Da ausreichend klinische Studien vorliegen, die wesentlich wertvoller sind als persönliche Meinungen, erübrigt sich dieser Satz.

Ich verstehe jetzt, wie soviele Menschen, darunter auch etwa 3/4 der Ärzte auf einen Typen wie Hitler reinfallen konnten. Dumme Obrigkeitsgläubigkeit.

Prima, wie könnte es anders sein. Kein Esoteriker-Dummgesabber ist komplett ohne Nazivergeliche. Widerlich.

Es kann nicht sein, es darf nicht sein, Nein, nein, nein. Warum nicht versuchen?

Mehr Gesabber. Es wurde in ausreichender Menge in hunderten Studien probiert. Die korrekte Frage an die Esofreaks lautet: Warum nicht bewerten?

Homöopathische Präparate sind keine Zuckerperlen, sondern Medikamente und die Pharmakologie dahinter ist ebenfalls umfangreich und kompliziert.

Brüllen vor Lachen.

Kommentar-Direktlink sil· 11.05.09 · 16:46 Uhr

Homöopathie ist nicht kompliziert. Homöopathie ist völlig beliebig.
Die Mittelchen unterscheiden sich durch das Etikett.
Drin ist immer das Gleiche.

P.S.
Halten Sie sich von Spargel und Zwiebeln fern

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 16:54 Uhr

@JörgR

Die Nebenwirkungen sind Arzneimittelkrankheiten, die so gefährlicher werden können, als die ursprüngliche Krankheit.
Von klinischen Studien hat man nur was, wenn aufgrund dieser Studien geheilt werden kann. Sonst sind sie einfach nutzlose Intellektuelle Wixerei.
Der Vergleich mit der Nazimedizin ist schlicht wahr.
Warum nicht den Wissenschaftlichen Studien glauben?
Weil Homöopathie Krankheiten heilen kann und das die Aufgabe der Medizin ist, und zwar die Einzige.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 17:06 Uhr

@sil
Hart an der Grenze zur Debilität.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 11.05.09 · 17:08 Uhr

@ Nazivergleich
lustig, dass Sie den erwähnen, wo doch vor der NS-Zeit ein Gutteil der Ärzte in Ö & D Juden waren! Sind also Ihrer Meinung nach viele Juden auf Hitler reingefallen oder was das makaber-metaphorisch gemeint?
Wer hat denn den Begriff Schulmedizin bzw im Gegensatz die Neue Deutsche Medizin geprägt? Waren das nicht die Nazis zur Denunzierung der jüdischen Ärzteschaft?

@ Tierversuche
Warum sterben dann so wenige Leute in klinischen Studien (nämlich eigentlich niemand), wenn die Tierversuche keinen Rückschluss auf den Menchen erlauben?

ich kann Sie beruhigen: aufgrund Klinischer Studien kann man heilen.
Komischerweise sagen diese Studien über die Homöopathie nichts gutes... schade eiegtnlich

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 17:25 Uhr

@fatmike

Ich habe einfach gemeint, dass sich in der Nazi Zeit viele Ärzte der Bewegung angeschglossen haben und verbrecherisch agierten. (Sterilisierung e.t.c. Darunter auch die Homöopathen, die sich Anerkennung versprachen, was für mich unverzeihlich ist. Auf Volkszugehörgkeit habe ich dabei nicht geachtet.
Die Tierversuche sind einfach zu ungenau, um wirksame Medikamente zu testen. Tiere haben eine andere Aufnahmefähigkeit bei gewissen Stoffen. Der Rückschluss auf Wirksamkeit beim Menschen ist nicht wirklich zulässig. Dass bei Studien keiner stirbt ist eine Mindestvoraussetzung. Er dürfte nicht einmal einen Schaden davontragen.
"primum non nocere" muss dass erste Gebot sein, dass jedoch bei verschieden Therapieformen klar gebrochen wird. (Chemotherapie)
Schon hundert mal gesagt aber eine Doppelblindstudie ist bei Prüfung von homöopathischen Arzneien sinnlos. Weil das homöopatische Medikament nur dann wirkt, wenn es richtig ausgesucht dem passenden Fall gegeben wird. Sonst ist es ein Schuss ins Blaue. Sie zielen auf die Krankheit und sie müssen sie treffen. Und dazu muss sie da sein, sie brauchen ein Gewehr mit Munition und müssen schiessen können. Wenn eins davon nicht zutrifft, geht die Sache daneben. Ist das so schwer zu verstehen.

Kommentar-Direktlink sil· 11.05.09 · 17:29 Uhr

Albert Wilfert· 11.05.09 · 17:25 Uhr
" Weil das homöopatische Medikament nur dann wirkt, wenn es richtig ausgesucht dem passenden Fall gegeben wird. Sonst ist es ein Schuss ins Blaue. Sie zielen auf die Krankheit und sie müssen sie treffen. Und dazu muss sie da sein, sie brauchen ein Gewehr mit Munition und müssen schiessen können. Wenn eins davon nicht zutrifft, geht die Sache daneben. Ist das so schwer zu verstehen."


Homöopathen nehmen aber eine Spielzeugpistole und rufen "peng", um mal bei der Metapher zu bleiben.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 17:33 Uhr

@sil

Das sagen sie, weil sie davon keine Ahnung haben, und es auch nicht versucht haben.
Und somit nur fremdes Zeug nachplappern.

Author Profile Page Florian Freistetter· 11.05.09 · 17:38 Uhr

@Albert Wilfert: "@sil Hart an der Grenze zur Debilität."

Sils Kommentar, dass Homöopathie beliebig und nur durchs Etikett unterscheidbar ist, ist nicht debil. Das ist sogar die offizielle Meinung der von ihnen so geliebten englischen Homöopathie:

Im britischen Parlament wurde über Homöopathie und das Gesundheitswesen gesprochen. Anwesend war auch Kate Chatfield von der "Society of Homeopaths" (laut eigenen Angaben die größte Vereinigung professioneller Homöopathen in Europa). Lord Broers fragte Chatfield:

Lord Broers: I have a simple, technical question about homeopathy and drugs. Is it possible to distinguish between homeopathic drugs after they have been diluted? Is there any means of distinguishing one from the other?

Ms Chatfield: Only by the label.

(Wers genau lesen will, hier ist das Protokoll; den oben zitierten Teil findet man auf Seite 23)

Andere Frage: Wenn die Heilung von Diabetes nur ein "mittelschwerer Fall" für einen guten Homöopathen ist, warum gibt es dann immer noch so viele Menschen die daruntzer leiden? Gibt es so wenig gute Homöopathen? Oder wird wieder mal alles unterdrückt und vertuscht?

Kommentar-Direktlink fatmike182· 11.05.09 · 17:39 Uhr

ad Tierversuche
ich nehme an, Sie haben noch nie etwas mit Tierversuchen und den anschließenden Studien zutun gehabt. Selbstverständlich weiß man, dass man diesen Daten nicht 100%ig vertrauen kann, jedoch protokolliert man in der Wissenschaft sehr gut & kann oft schon Prognosen erstellen, welche Dosis am Menschen optimal wäre (aber man fängt mindestens eine 10erpotenz darunter an um sicherzugehen)
Bei Tierversuchen wird nicht nur die Toxizität ermittelt sondern auch, ob der Wirkstoff überhaupt im Organismus wirkt -- davor hat man ja nur Zellkulturversuche.

ad Studien mit Homöopathie
ich weiß, dass Sie gerne Gegenargumente nachplappern, aber was wäre, wenn man ein Versuchssetting macht, in dem 100 Homöopathen teilnehmen und 1000 Patienten (selbe Krankheit), diese werden zufällig den Ärzten zugeteilt und "behandelt". Es müsste doch dann allen davon besser gehen danach, enn Homöopathie wirken sollte, oder?
Ok, jetzt gehen wir aber davon aus, dass zufällig und ohne Inkenntnissetzung der Homöopathen geschweigedenn Patienten 50 der 100 Homöos statt mit echten Globlis nur mit Zuckerkugeln, die nicht kompliziert homöopathisch behandelt wurden, ausgestattet werden.
Das würde dann ja heißen, dass es 500 Leuten danach nicht besser geht, oder? Also genau denen die bei den Homöos waren, die nur Zucker ohne Wirkinfo gehabt haben!

-> das wäre eine normale doppelblinde Placebostudie, was ist daran aus Ihrer Sicht abzulehnen?

Author Profile Page Florian Freistetter· 11.05.09 · 17:40 Uhr

@Albert Wilfert: "Schon hundert mal gesagt aber eine Doppelblindstudie ist bei Prüfung von homöopathischen Arzneien sinnlos. Weil das homöopatische Medikament nur dann wirkt, wenn es richtig ausgesucht dem passenden Fall gegeben wird."

Und wieso glauben sie, dass würde der korrekten Durchführung einer doppelblinden Studie widersprechen? Das ist absolut kein Hindernis...

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 17:59 Uhr

@Florian Freistätter

Das stimmt genau. Sie können Homöopathische Medikamente nach der Zubereitung
optisch und vom Geruch nicht voneinander unterscheiden. Aber der Organismus des Menschen kann es, und tut es auch.
Darum ist es auch sehr wichtig vertrauenswürdige Quellen zu haben.

Was die Diabetes betrifft,ja leider gibt es ganz wenig gute Homöopathen, weil sie 1. Talent brauchen, 2. viel engagierter arbeiten müssen. und 3. Im Schnitt viel mühsamer Geld verdienen. Die Schulmedizin ist für den normalen Praktiker ein vergleichsweise einfaches Geschäft. Ganz kurzes Gespräch,Laboruntersuchung und dann sofort verschreiben. Gilt natürlich nicht für jeden, aber im Schnitt ist es so.
Und dazu sind sie noch ein Geächteter. Wer will sich das schon antun.
Und klar, Big Pharma hat ausgespielt, wenn sich die Homöopathie durchsetzen sollte.
Und haben sie schon einmal versucht gegen Drogenhandel vorzugehen. Da sind Milliardengewinne drin und die wollen sich die nicht entgehen lassen. Und der Staat deckt das auch. Weil man ihm erfolgreich einredet, es diene der Gesundheit. Den Politiker möchte ich sehen, der sich traut dagegen anzutreten.
Hahnemann war fast sein ganzes Leben ein Verfolgter, obwohl er sich ohne Schwierigkeiten den anderen Weg hätte aussuchen können. Aber er hat seine Ordination aufgegeben, weil er sagte er könne die damalige Medizin nicht mit seinem Gewissen vereinbaren. Trotz 10 Kindern. Er hat sich nicht korrumpieren lassen. Und ist in der Folge 89 Jahre alt geworden und hat fast bis zuletzt seine homöopathische Ordination geführt. Und solche Leute braucht es.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 18:01 Uhr

@Florian Freistätter

natürlich ist das ein Hinderniss. Wenn der Arzt nicht weiss, welcher Patient was kriegt, ist es unmöglich ein Resultat zu erzielen. He Mann, denken.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 11.05.09 · 18:05 Uhr

Wenn der Arzt aber glaubt es zu wissen, das "Medikament" aber zuvor durch Placebos aufgetauscht wird?
Genau darum gehts bei doppelblinden Studien. Das wäre kein Problem für die Homlos noch für sonst wen

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 18:11 Uhr

@ fatmike

Es gibt Stoffe da bringen 2 milligramm einem Menschen um, wobei ein Hund ein halbes Kilo fressen kann und dabei putzmunter bleibt. Wie kann man wissen, dass das getestete Medikament nicht ähnlich wirkt?

Author Profile Page Florian Freistetter· 11.05.09 · 18:12 Uhr

@Albert Wilfärt

Ok - also nur wieder das übliche "BigPharma ist böse", "Schulmediziner nehmen sich keine Zeit und wollen nur Kohle" und "Ach, die armen guten aufopfernden Homöopathen die immer unterdrückt werden".

Ich dachte, sie hätten etwas originelleres auf Lager nicht den üblichen Mist.

Wissen sie, wenn ich Diabetes heilen könnte, dann würde ich dafür sorgen, dass die Menschen das auch wissen. Dann würde ich meine Behandlungen dokumentieren und veröffentlichen (in vernünftigen Zeitschriften). Dann würde ich mich testen lassen (was die Gutachter so einer Zeitschrift sicher verlangen würden). Aber ich kann es ja heilen, also ist das kein Problem. Und dann würde auch wissenschaftlich einwandfrei festehen, dass Homöopathie Diabetes heilen kann! Und auch die anderen Kranken würden in den Genuß meiner Therapie kommen. Das alles mache ich natürlich nicht wegen dem Ruhm, der Ehre und dem Nobelpreis. Sondern weil ich damit wirklich sehr, sehr vielen Menschen helfen könnte. Das nicht zu tun könnte ich mit meinem gewissen nicht verantworten.

Aber ich vergaß... sollte ich das wirklich tun, kommen ja die Schlägertrupps von BigPharma und machen mich und meine Familie fertig...

Nur eine Frage noch: Welche "Begabung" braucht man denn, um eine guter Homöopath zu werden? Abgesehen vom Einfühlungsvermögen etc, das jeder haben sollte, der mit kranken Menschen zu tun hat.

"Wenn der Arzt nicht weiss, welcher Patient was kriegt, ist es unmöglich ein Resultat zu erzielen. He Mann, denken."

Warum muss der Arzt wissen, was der Patient bekommt? Der Arzt verschreibt dem Patienten was immer er für richtig hält. Der Patient bekommt ein Rezept und löst das in der Apotheke ein. Und dort wird entschieden, ob der Patient ein echtes Medikament bekommt oder nicht. Und wenn das Medikament tatsächlich ein wirksames Medikament ist, dann wird der Patient je nachdem gesund oder nicht. Was hat das Wissen des Arztes für einen Einfluss?

Kommentar-Direktlink fatmike182· 11.05.09 · 18:12 Uhr

Welcher Stoff wäre das?

Kommentar-Direktlink GeMa· 11.05.09 · 18:24 Uhr

Zur Beliebigkeit - (an anderer Stelle haben wir ja schon mal erwähnt, dass selbst Hahnemann mit Placebo hantierte - nachzulesen in den Krankenjournalen Hahnemanns) - wobei, heute heißt es ja nicht mehr Placebo, sondern "Wirkung der Bedeutung" bei den Homöopathen, nachdem wirklich nichts eine signifikante Überlegenheit gegenüber Placebo zeigte.

Optik und Geruch ist Firlefanz - ohne Etikett versagt die Information (wie die Arzneimittelprüfung abläuft, muß jetzt hoffentlich nicht schon wieder erörtert werden) und im Übrigen hervorragende Ausgangsbedingungen für doppeltverblindete Studien.

Nach Vithoulkas ist der Wirkmechanismus homöopathischen Simillimums übrigens derselbe wie der des Placeboeffektes. Er begründet das mit Selbsthypnose bzw Auto-Suggestion. Als Beleg dafür plauderte er : ...Ich hörte einmal einer deutschen Homöopathin zu, die behauptete, bei vielen Patienten äußerst erfolgreich zu sein. Als ich sie danach fragte, von welchem Pharmahersteller sie ihre Mittel bezöge, sagte sie mir, dass sie die Mittel selbst produzierte. Sie schreibt auf ein Stück Papier den Mittelnamen und die Potenz und von einem Gerät wird es sofort hergestellt. Sagen Sie mir, ob dies nicht zu hundert Prozent Plazeboeffekt ist. Die Dame war finanziell so erfolgreich, dass sie der deutschen "George Vithoulkas Stiftung" einen großen Betrag spendete... Ich selbst habe schon versehentlich das falsche Mittel verabreicht, welches zu einem anderen Patienten gehörte und die Patienten, die das Mittel erhielten, berichteten davon, dass es ihnen besser ging."

Letzteres ist Beliebigkeit.
Wollen wir denn ernsthaft Meister Vitti ebenfalls als "hart an der Grenze zur Debilität" verorten, @Wilfert? Seine Autorität angrabbeln?

Also alles, wie gehabt : Thread zersplattert mit all den 1000x schon von anderen vorgeturnten 0,00-Argumenten. Nichts konkretes. Das überragendste Argument ist noch die 13 jährige Selbstbehandlung als Beweis.

Ich behandle mich und meine Familie länger als 13 jahre selbst. Konventionelle Medizin. Bis auf die Auffrischungsimpfungen (auch für die Erwachsenen) und 1 Schachtel Paracetamol pro Jahr (!) brauchen wir nichts. Das ist der _absolute_ Beweis, dass konventionelle Medizin sehr gesund macht und hält. Oder? ;-)

Der nächste bitte ...

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 18:30 Uhr

@ fatmike

Dann gibt es kein Resultat. Wie kann man einen Schützen testen, wenn man aus der Munition das Geschoss entfernt?

Kommentar-Direktlink fatmike182· 11.05.09 · 18:36 Uhr

aus der Munition das Geschoß? Ich nehme an umgekehrt, oder? Egal

Jedenfalls find ich den Vergleich treffend: man würde feststellen, dass die Placebo-Schützen keine Treffer verzeichnen.
Kein Resultat würde ich das nicht nennen: man könnte daraus rückschließen, dass Munition wichtig fürs Treffen ist.

Wenn man das bei der Großstudie auch feststellen würde wäre das analog dazu: Potenzieren und Lederpölsterchen usw ist wichtig für die Wirkung.
Andernfalls...tja

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 18:36 Uhr

@ GeMa

So darf also jeder nach seiner Fasson selig werden. Was in unserem System nicht möglich ist, da ich die Schulmedizin bezahlen muss und nicht verwende, und die Homöopathie noch extra. Hier müsste eine Änderung stattfinden. Freie Wahl der Behandlung.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 18:38 Uhr

@ fatmike

Da hast Du schon richtig verstanden. Eine Munition ohne Geschoss ist eine Platzpatrone. Es kracht zwar aber es kommt Nichts raus.

Kommentar-Direktlink walim· 11.05.09 · 18:40 Uhr

Es hat immer wieder mal Untersuchungen gegeben, nach denen die Wirksamkeit von Plazebo vom Preis abhängt. In dem Sinn ist eine Kostenübernahme durch die Kassen kontraproduktiv.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 11.05.09 · 18:45 Uhr

@ Albert Wilfert
Warum gehen Sie nicht auf meine Frage ein?
Was hätten Homöopathen daran auszusetzen?

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 18:50 Uhr

@ Florian Freistätter

Ja richtig es wird fad, aber es ist trotzdem wahr. Wenn ein Arzt von einem Medikament viel verschreibt, kriegt er eine Urlaubsreise. Wenn er ein nicht zugelassenes Medikament an einem Patienten testet, kriegt er Extrageld.
Wenn er sagt dass Impfungen schädlich sein können, wird er von der Ärztekammer in seiner Existenz bedroht. (So geschehen in Österreich)
Die Ergebnisse homöopathischer Behandlungen sind in ihren Büchern und Zeitschriften veröffentlicht. Lesen muss man sie selber.

Ein Homöopath muss in der Regel wesentlicher mehr und genauer arbeiten als ein Schulmediziner. Er braucht viel Geduld und Hingabe zu seinem Beruf bei schlechterer Bezahlung. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Warum muss der Arzt wissen was er gibt. Er gibt meist ein Medikament nicht nur einmal, und bestimmt gemäss der Wirkung der ersten Dose die nächste. Drum muss er wissen was der Patient gekriegt hat.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 18:54 Uhr

@fatmike

Das Ganze wird ein wenig unübersichtlich, welche Frage war es?

Kommentar-Direktlink fatmike182· 11.05.09 · 19:02 Uhr

@ Albert Wilfert
bitte schreiben Sie nur über Sachen, von denen Sie wirklich Ahnung haben.
"Wenn er ein nicht zugelassenes Medikament an einem Patienten testet, kriegt er Extrageld." das gehört nicht zu den Sachen, von denen Sie Ahnung haben. Studien mit ihren Ärzten und Probanden/Patienten sind genauestens geregelt.
Wenn ein Arzt Müttern einredet, dass Impfungen schädlich sind und er daher die Kinder nicht impft soll er gerne vom Ärztestand enthoben werden -- nichtmal das passiert in Österreich (Dr.Moravansky zB ist noch immer tätig, ist der Kinderarzt meiner Nichte in spe und liefert haltlose Argumente gegen Impfungen, die noch dazu unbegründet und irritierend sind)

das Ärzte-Medikamente-Wissen-Argument glauben sie sich ja slebst nicht...

Meine Frage war
"ber was wäre, wenn man ein Versuchssetting macht, in dem 100 Homöopathen teilnehmen und 1000 Patienten (selbe Krankheit), diese werden zufällig den Ärzten zugeteilt und "behandelt". Es müsste doch dann allen davon besser gehen danach, enn Homöopathie wirken sollte, oder?
Ok, jetzt gehen wir aber davon aus, dass zufällig und ohne Inkenntnissetzung der Homöopathen geschweigedenn Patienten 50 der 100 Homöos statt mit echten Globlis nur mit Zuckerkugeln, die nicht kompliziert homöopathisch behandelt wurden, ausgestattet werden.
Das würde dann ja heißen, dass es 500 Leuten danach nicht besser geht, oder? Also genau denen die bei den Homöos waren, die nur Zucker ohne Wirkinfo gehabt haben!

-> das wäre eine normale doppelblinde Placebostudie, was ist daran aus Ihrer Sicht abzulehnen?"

Kommentar-Direktlink GeMa· 11.05.09 · 19:09 Uhr

@Wilbert
Was Du beklagst, existiert doch : freie Wahl der Behandlung. Keiner zwingt Dich irgendwohin oder irgendwas auf. Also bitte, wieviele Nebelkerzen denn noch? Dein schlagender Beweis war: seht her, ich bin 13 Jahre mit Hpt. glücklich. Ich sage : ich bin mehr als 13 Jahre mit konventioneller Med. glücklich.
Verstehst Du das? Dein Beweis ist keiner, erst recht keiner mit allgemeiner Gültigkeit, sondern eine Anekdote - wie meine. Davon gibt es ca. 80 Mio hierzulande.

Pickst Du Dir absichtlich nur Nebenplätzchen raus, um weiter nicht argumentieren zu müssen? Deine "Ausnahmen bestätigen die Regel" sind vollkommen witzlos. Noch mehr Anekdoten - damit können wir uns noch bis 2012 befassen, die humundnum zu erzählen.

Jürgen Schönsteins Vorschlag war doch lediglich : gleiche Bedingungen für alle (und einfach mal schaun, was dabei rauskommt)
- auch gleiche Herstellungsbedingungen. Es gibt schon allerärgste Probleme bei den Hpt.s, die seit Jahren geltenden EU Richtlinien bezug der Herstellungsqualität umzusetzen. Deshalb werden sie in Deutschland erst mal noch davon ausgenommen (in NL sind 30 Mittelchen zaggisch aus der Liste geflogen) Da ging es noch nicht mal um Wirksamkeit, sondern NUR um Herstellungsanforderungen - GMP Kram, an den sich jeder Rote-Grütze- oder Schuppenshampoo-Hersteller zu halten hat.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 19:25 Uhr

@ fatmike

Diese Aussage ist von Rechtsanwälten getestet beim ARD über den Sender gegangen und wurde nicht widersprochen. Der Herr der das behauptet hat, wirkte für mich glaubwürdig und war lange in der Medizinbranche tätig. Klar darf der Arzt das nicht, darum kriegt er das Geld auch schwarz. (Georg Schramm, ehem. Psychotherapeut und jetzt Kabarettist) Gilt für Deutschland.
Die Pocken Impfung war sogar Zwang und ist aufgelassen worden, wegen schädlicher Nebenwirkungen. Woher wissen sie dass man in 20 Jahren nicht festellt, dass die Impfung schädlich ist. So geschehen bei Contergan und einer Menge anderer Medikamente.
Die lange gegeben wurden und dann vom Markt genommen. Wegen Gesundheitsgefährdung.
Und jetzt zur Doppelblindstudie.
Wenn sie von 100 Patienten 50 sac lac geben (leere Globuli) und den anderen irgendein Mittel, dann spricht das nur bei dem Patienten an der zufällig diese Mittel gebraucht hätte, die anderen machen eine Art Anfang einer Arzneimittelprüfung durch. Von den Placebopatienten wird sich der eine oder andere irgendwas einbilden, das Ergebnis ist einem Palawatsch nahe.
Probieren sie einfach einmal was anderes, nehmen sie 100 Patienten mit der selben
Indikation Grippe, Erkältung oder Fieber und geben sie der Hälfte schulmedizinische Medikamente und der anderen "aconitum napellus C12". Und am nächsten Tag schauen sie, wem es besser geht.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 19:28 Uhr

@ GeMa

Nein es existiert nicht, ich muss Schulmedizin zwangsweise bezahlen, obwohl ich sie nicht in Anspruch nehme. Und die Homöopathie extra. Klar kann ich hingehen wo ich will, das wäre ja noch schöner. Obwohl die sich als später schädlich herausgestellte Pockenimpfung in meinen Kindheitsjahren Zwang war.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 11.05.09 · 19:45 Uhr

Wenn der Arzt nicht an der Studie beteiligt ist und der Patient auch nicht hat die Pharmafirma nichts davon - wozu soll sie dann was bezahlen? Einfach nur um ein zusätzliches Risiko in Kauf zu nehmen?
Währen der Phase 3 der klin Studien werden tausende Patienten behandelt, warum soll dann die Pharmafirma einen Arzt bestechen um statt x-tausend dann x-tausendundvier Patienten behandeln zu können? Das ergibt keinen Sinn. Und ja, an-Studien-teilnehmende Ärzte bekommen Geld dafür, komischerweise schaffen es jährlich rotzdem nur 30 Madikamente mit neuem Wirkstoff in Europa auf den Markt (von hunderten Möglichen), also dürfte es sich da nicht um Bestechung sondern um Gehalt handeln.

Pockenimpfung, aufgelassen? Hm?
contergan-Kritik von wem der gegen Tierversuche ist? Seltsam.

Warum sollen Patienten "zufällig" das Mittel was ihnen verschrieben wurde brauchen? Wenns ihnen verschrieben wird, dann brauchen sie genau dieses Mittel - nicht zufällig! Vor Allem, wenn alle Patienten das selbe Krankheitsbild vorweisen.
Dass das Ergebnis einem Palawatsch nahe kommt ist klar, da man Homöopathie (also Placebo) gegen Placebo (=Placebo) vergleicht.

das Experiment mit Homöo gegen echte Medizin kann mna natürlich auch machen, aber damit beweist man nur, dass Homöopathie schlechter wirkt als echt Medizin. Die Wirkungslosigkeit kann man nur überprüfen, indem man den nichtsignifikanten Unterschied zu Placebo aufweist

Kommentar-Direktlink GeMa· 11.05.09 · 19:51 Uhr

@Wilfert
Vom 100. ins 1000. Wie gehabt.
Stell Dir doch bitte vor, dass wir alle zwangsweise bezahlen müssen. Auch, wenn wir die nicht in Anspruch nehmen. Das nennt sich Solidarsystem. Stell Dir einfach vor, Du könnstest Dir mal was größeres brechen, jemand fährt Dich über den Haufen o.ä. - dann ist es bestimmt schon ganz o.k. dass Du Dich nicht bei Maxe Bahr oder Hornbach-Baumarkt selbst verplatten mußt.

Und mit Kostenvergleich brauchst Du mich nicht umzustimmen versuchen. Jeder Cent für Zuckerli ist einer zuviel für mich. Ob Du das genauso nach einem Verkehrsunfall siehst oder freigewählt innerlich verbluten willst (also da, wo Zuckerchen nicht mehr klappt) - mußt Du selber wissen.

Im Übrigen müssen wir alle ganz klar für Homöopathie, Anthroposophie und anderes bezahlen, gerade als PKVersicherte und GKV schaut es wohl kaum noch anders aus. Da gibt es überhaupt kein Vertun - (auf diesem weiteren Nebenschauplätzchen). Total ungerecht, ne?
Mein Mann ist schon ganz freudig erregt, dass ihm das nun endlich auch in der Schweiz ermöglicht wird. Das Zahlen höherer Beiträge, ohne völlig veraltete HP oder Heilmittel aus irgendjemandes Geistschau in ein großes, großes unsichtbares Buch überhaupt für voll zu nehmen.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 11.05.09 · 19:57 Uhr

@ Albert Wilfert
Dein Szenario wäre folgend absurdes:
Unfall oder unverschuldetes Zusammenbrechen einer Person, Rettung kommt, Rettung schaut nach, wer versichert ist und behandelt nur den, der an die EBM glaubt, den Homöopathen (der ja so oder so nicht dran galubt & folglich nie dafür finanziell aufkommen würde) lassen sie liegen.
Im Darwinjahr eh was nettes eigentlich!

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 20:04 Uhr

@ fatmike

Warum die Pharmafirmen da schwarz Geld auszahlen, weiss ich nicht. Die Aussage, dass sie es tun, wurde unwidersprochen hingenommen.

Die Zwangspockenimpfung wurde zurückgenommen, warum wohl, wenn sie gar so nützlich ist. ich kann mich noch erinnern, dass ich mich geärgert habe, zwangsgeimpft zu werden.

Den Ausgang meines Experiments kennen sie nicht, lassen sie sich überraschen.
Denn Einbildung ist keine Bildung.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 20:10 Uhr

@ fatmike

Wenn sie nicht versichert sind, müssen sie für die Leistung bezahlen, wie für jede andere auch. Wo ist da das Problem. Was ist daran absurd? Von den Beiträgen für die Zwangsversicherung könnte man mich in einem Rolls Royce ins Krankenhaus bringen.
Sie leiden unter einem Überwichtigkeitssysndrom, ich überlege gerade was da das passende Mittel wäre.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 20:16 Uhr

@ GeMa

Ich kennne diese Diskussion zur Genüge, und das Argument stimmt natürlich.
Nur hat dieses Versicherungssystem dazu geführt, dass sich Viele Leute schamlos bedienen, ohne eine wertvolle Leistung zu erbringen. Das ist in der Medizin möglich, weil man nur die notwendige Lobby braucht, um irgendeine Methode durchzudrücken. Was glauben sie warum fälschen Wissenschaftler Studien, was immer häufiger vorkommt. Weil es Geld bringt. Nur deshalb.
Und der Einzelne merkt Nichts, weil er es eh schon bezahlt hat. Diese Branche ist gespickt mit Gaunern, die den Ehrlichen das Wasser abgraben und den Ruf versauen.,

Kommentar-Direktlink Jürgen Schönstein· 11.05.09 · 20:18 Uhr

@Albert Wilfert
Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich erwarte nicht, dass Sie meine Antwort verstehen oder gar akzeptieren - aber ich denke, ich bin meine Replik all jenen schuldig, die hier interessiert mitlesen. Sie gehen an keinem Punkt auf das ein, was ich geschrieben hatte - denn meine Prämisse war ja genau, dass man einfach mal davon ausgehen sollte, dass Homöopathie so wirkt wie sie behauptet. Und daraus ergäben sich dann halt ein paar simple Konsequenzen, die selbst für die Herstellung und den Vertrieb von Hundefutter gelten würden ... Wenn all die Behauptungen, die Sie und andere über den Wirkmechanismus der Potenzierung aufstellen, auch nur ansatzweise richtig wären, dann hätte die Homöopathie-Branche schon aus Eigeninteresse die Fortschritte bei der Raumreinhaltung etc. aufgegriffen. Allein schon ihrem Produkt zu liebe.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 11.05.09 · 20:23 Uhr

da Einbildung (Homöopathie) keine Bildung ist, kenne ich das Resultat.

ad Pockenimpfung
"Nach Erfahrungswerten aus den 50er und 60er Jahren rechnet das CDC mit 15 lebensbedrohlichen Komplikationen und zwei Todesfällen pro einer Million Geimpfter"
hm.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 20:33 Uhr

@ Sehr geehrter Herr Schönstein.

Die homöopathischen Arzneimittel müsse, wenn sie wirken sollen nach einfachen, genau festgelegten Vorschriften hergestellt werden. Da sie davon keine Ahnung haben, sollten sie hier nicht dreipfuschen. Wenn eine Regelung diese Herstellweise
nicht stört, soll sie halt angewandt werden. Die Kontrollwut ist in unseren Zeiten beträchtlich, und wenn sich irgendein Kontrollfreak hier Einen runterholen will, von mir aus. Für mich ist das einfach nur der Versuch, die Homöopathie zu schädigen.
Und das sagen sie ja auch. Wer sie dazu anstiftet, weiss ich nicht.
Ob es vorauseilender Gehorsam gegenüber irgendeiner Gruppe ist, auch nicht.
Ich würde ihnen nur raten, von etwas, wovon sie Nichts verstehen die Finger zu nehmen. Die Schwierigkeiten, die der Homöopathie gemacht werden, sind so auch gross genug. z.B. Nosodenverordnung. Kennen sie nicht? Also.

mfg

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 20:39 Uhr

@ fatmike

Nie probiert, kennt aber das Resultat. Ein Prophet, oder ein Schwätzer.

Kommentar-Direktlink S.S.T.· 11.05.09 · 20:39 Uhr

@ Albert Wilfert

"Hahnemann wurde übrigens Mitte des 19. Jhdt. 89 Jahre alt und hat bis fast zum letzten Tag seine Ordination betrieben. Ohne Antibiotika, ohne Kortison, ungeimpft."

Au weia! Methusalem schaffte selbiges mehr als 900 Jahre, also schon ein biblischer Beweis für HP. Märchenbücher begegnen sich. Auf dieser Ebene befinden sich alle Ihre Einlassungen: null Fundament, null Kenntnis von Orig.Lit., null Wissen über Studien, null Beleg, null Antworten auf Fragen etc. pp. Wenn man vor all diese Nullen wenigstens eine '1' setzen könnte, käme ein gewaltiger Betrag heraus. Leider bleibt 0,000000.

Ach übrigens: "Die Pocken Impfung war sogar Zwang und ist aufgelassen worden, wegen schädlicher Nebenwirkungen. Woher wissen sie dass man in 20 Jahren nicht festellt, dass die Impfung schädlich ist." Klar, diese Pocken-Impfungen waren außerordentlich tödlich, nämlich für die Pockenviren. Falls Sie sich jetzt auch noch zusätzlich entblöden wollen, sich als Impfgegner zu outen, dann sollten Sie sich wirklich mal ganz, ganz warm anziehen.

Kommentar-Direktlink GeMa· 11.05.09 · 20:52 Uhr

Ach, Wilbert - das ist doch einfach nur noch ermüdend.
Solidarsystem heißt das. Wir zahlen alle und zwar deshalb, damit auch nichteinzahlende (Kinder, Rentner etc.) versorgt werden können. Und wir zahlen alle jeden Monat einen Betrag, auch wenn wir den nicht aufbrauchen für uns, damit andere versorgt werden können, die gerade die Beträge brauchen (weil ihre eigenen eingezahlten grad verbraucht sind, bzw. die Kosten nicht decken).
Das ist gesellschaftlicher Konsens und mir fällt jetzt auf Anhieb nichts ein, was daran ungerecht ist. Das ist genauso merkwürdig, wie das Argument, keine Steuern zahlen zu wollen, weil man Fußweg/Straße/Schule/Brücke xy, Abgeordneten Mayer, Richter Schulze in Kleinutzepluh nicht benutzt.

Noch einfacher erklärbar geht es es jetzt aber wirklich nicht mehr.

Und wenn H. hilft, dann kann sie das gern tun - dafür gibt es dann gleiche Regeln für alle. Nennt sich Konkurrenz. Dann kann der Homöopath repertorisieren bis der Arzt kommt - keiner wird ihn daran hindern.

Jede konventionelle Maßnahme (bsp. IGel) oder Medikament der BigPharma wird ja auch nicht auf Kasse gegeben. Einfach weil entweder die Wirksamkeit nicht ausreichend belegt ist, off-label Verwendung nicht vorgesehen ist oder weil es preiswertere Alternativen gibt.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 20:58 Uhr

@ S.S.T.

Glauben sie dass sie mit 89 so fit sein werden, dass sie noch eine Ordination betreiben könnten. Klar beweist ein Fall nicht viel, aber auch nicht Nichts.

Die heutige Impfpraxis ist mehr als problematisch. Ich selbst habe seit einer
Zeckenimpfung einen ca. hühnereigrossen Knoten im Nacken, der bis jetzt nach Jahren homöopathischer Behandlung auf Taubeneigrösse geschrumpft ist. Ich kann die Herkunft nicht beweisen, er trat nur 4 Wochen nach der Impfung auf.
Die Schulmediziner wollten hineinstechen, um eine Gewebeprobe zu entnehmen.
Die Homöopathen sagen, das sollte man eher lassen. In der Literatur finden sich viele ähnliche Schäden von Impfungen. Was soll ich also glauben. Es klingt sehr plausibel, dass der Impfstoff in dieser Richtung gewirkt hat. Ich bin mir sicher dass es sich hier um ein gutartiges Ding handelt, sicher kann ich aber nicht sein. Da es langsam zurückgeht habe ich kaum Angst und keine Art von Beschwerden. 3 Bekannte von mir errankten an Krebs und gaben sich die volle Schulmedizinische Palette. Alle tot. mit 47, 51 und 78 Jahren. Bei einer 4 wird gerade das 4. Rezidiv behandelt. Und zwar genau wie die Homöopathen sagen, dass die schulmedizinische Behandlung den Krebs in gefährlichere Tiefen treibt.
Hat angefangen mit Brustkrebs, wurde operiert. 2 Jahre später an der Innenseite des Schenkels. Wurde operiert. 1 1/2 Jahre später im Dickdarm, wurde wieder operiert und jetz Knochenkrebs im Hüftknochen, wobei eine Darmkrebsart gefunden wurde, was die Ärzte völlig erstaunte. Aus Homöopathischer Sicht ist das Alles dieselbe Störung, die nie geheilt wurde. Das Ganze liest sich in der schulmediziischen Statistik sicher als 3 geheilte Krebsfälle. Verstehen sie was ich meine?

Kommentar-Direktlink fatmike182· 11.05.09 · 21:05 Uhr

"Das Ganze liest sich in der schulmediziischen Statistik sicher als 3 geheilte Krebsfälle."
Nein, tut es nicht - nennt sich Metastasen.

Aber solange die Homöos nur gscheit daherreden, aber selbst keine Hielungserfolge vorzuweisen haben...

4 Wochen nach der Impfung ein irgendwas? Ich sehe keine große Kausalität.

Kommentar-Direktlink GeMa· 11.05.09 · 21:13 Uhr

Bei einer 4 wird gerade das 4. Rezidiv behandelt. Und zwar genau wie die Homöopathen sagen, dass die schulmedizinische Behandlung den Krebs in gefährlichere Tiefen treibt.
Hat angefangen mit Brustkrebs, wurde operiert. 2 Jahre später an der Innenseite des Schenkels. Wurde operiert. 1 1/2 Jahre später im Dickdarm, wurde wieder operiert und jetz Knochenkrebs im Hüftknochen, wobei eine Darmkrebsart gefunden wurde, was die Ärzte völlig erstaunte. Aus Homöopathischer Sicht ist das Alles dieselbe Störung, die nie geheilt wurde. Das Ganze liest sich in der schulmediziischen Statistik sicher als 3 geheilte Krebsfälle. Verstehen sie was ich meine?

Ja, versteht man. Leider ist es bestimmt so, dass Du Dich darüber ärgern wirst, was unsereiner aus Deiner Beschreibung versteht. Du hast 0 Plan und 0 medizinische Kenntnisse. Von Krebs man soviel, dass Du bestimmt grad weisst, wie man Flußkrebse kocht. Tut mir wirklich leid. (aber wer dick austeilt, sollte auch mal einstecken können ;-)

Die Schulmediziner wollten Dir also in Dein Hühnerei stechen. Kann sein, dass sie wissen wollten, ob es eine gutartige Geschwulst ist (gibt es tatsächlich ! ) oder eben nicht. Zuwarten ist aber auch eine Maßnahme. Geht immer gut, bei gutartigen ...

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 21:18 Uhr

@ fatmike

4 Wochen nach der Impfung ein irgendwas. Ja und ein befreundeter Arzt sagte mir, von dieser Impfung sollte man die Finger lassen. Wenn sie wirklich interessiert sind, lesen sie J. Compton Burnett, der mit der Heilung von Brustkrebs bei Frauen einigen Erfolg hatte. Ich habe das elektronisch, ich könnte ihnen das schicken.
Damit sie nicht sagen da wird nichts publiziert. Der ist ein englischer Arzt des 19. Jhdt. und hat auch eine zeitlang in Wien studiert. Es ist englisch aber das werden sie ja können. "50 Reasons for being a Homöopath" eine Auseinandersetzung mit einem Schulmediziner, der ihn Quacksalber nennt, und dem er 50 Fallgeschichten vorstellt
mit der Bandbreite von Neuralgie über Brustkrebs zu Katarakt und Ekzemen, Herzschwäche und vieles mehr.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 21:25 Uhr

@ GeMa

Das Problem ist nicht, dass ich nicht weiss, wie man Krebs erfolgreich behandelt. Ich mache Inneneinrichtungen in meinem Beruf. Ich muss es nicht wissen
Das Problem ist dass ihr Ärzte es nicht wisst, aber hochgelehrt daherschwätzt, bis der Patient tot ist.

Author Profile Page Florian Freistetter· 11.05.09 · 21:25 Uhr

@Wilfert: "Wenn sie von 100 Patienten 50 sac lac geben (leere Globuli) und den anderen irgendein Mittel, dann spricht das nur bei dem Patienten an der zufällig diese Mittel gebraucht hätte, die anderen machen eine Art Anfang einer Arzneimittelprüfung durch."

Stellen sie sich jetzt extra dumm? Wahllos irgendwelchen Leuten irgendwas zu geben, macht natürlich keinen Sinn. Der Arzt verschreibt jedem genau das Mittel, dass er für angebracht hält. Nur bei der Hälfte wird es eben gegen leere Globuli ausgetauscht.
Aber das wissen sie ja - ich denke, sie stellen sich hier absichtlich dumm, damit sie ihre Argumente aufrecht erhalten können.

Übrigens: Ich habe bei keiner meiner Impfungen bis jetzt irgendwelche negativen Folgen gehabt. Ebenso meine Elter, mein Bruder und mein Sohn. Genauso wie alle Freunde und Bekannte, die ich dazu befragt habe. Was beweist das nun ihrer Meinung nach? Genauso habe ich schon homöopathische "Medikamente" genommen - jedesmal ohne irgendeinen Heilungserfolg. Was beweist das? Ist meine persönliche Erfahrung weniger wert als ihre?

Kommentar-Direktlink fatmike182· 11.05.09 · 21:37 Uhr

@ Albert Wilfert
sehr freundlich, wirklich - aber mit Fallstudien fange ich nichts an. Ich ärgere mich jedes Mal, wenn Ärzte versuchen ihre emotional geschriebenen Fallgeschichten zu pulizieren (ärgert mich im medizinischen Bereich gleich wie im Homlobereich)

Kommentar-Direktlink Jürgen Schönstein· 11.05.09 · 21:38 Uhr

@Albert Wilfert
"Ich mache Inneneinrichtungen in meinem Beruf. Ich muss es nicht wissen"
Damit ist ja alles gesagt. Aber wie man unsachlich beleidigt, das wissen Sie ja offenbar ganz gut. Im Interesse der anderen Diskussionsteilnehmer habe ich bisher Ihre Ausfälligkeiten gegen mich toleriert, aber wenn Sie weiterhin keine Anzeichen von An- und Verstand zeigen, dann werde ich mir das Recht nehmen, Ihre Verbalinjurien auszublenden. Den Rest Ihrer Ergüsse lasse ich jedoch gern stehen, keine Bange: Bessere Argumente gegen die Homöopathie als Ihr Geschwurbel kann man gar nicht bringen ...

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 11.05.09 · 21:45 Uhr

@ fatmike

Ok, dachte ich mir, wenns wirklich ans Eingemachte geht gibts Rückzug.
Diese Geschichten sind überhaupt nicht emotional geschrieben, sie zeigen nur wie man Brustkrebs erfolgreich homöopathisch behandelt. Und das ist doch was.

Wissen sie was Burnett am Ende seinem schulmedizinischen Kollegen schreibt, der es trotz klarer Evidenz nicht glauben will:

adieu sans revoir

Author Profile Page Florian Freistetter· 11.05.09 · 21:58 Uhr

@Wilfert: "Diese Geschichten sind überhaupt nicht emotional geschrieben, sie zeigen nur wie man Brustkrebs erfolgreich homöopathisch behandelt. Und das ist doch was."

Nochmal:

Übrigens: Ich habe bei keiner meiner Impfungen bis jetzt irgendwelche negativen Folgen gehabt. Ebenso meine Elter, mein Bruder und mein Sohn. Genauso wie alle Freunde und Bekannte, die ich dazu befragt habe. Was beweist das nun ihrer Meinung nach? Genauso habe ich schon homöopathische "Medikamente" genommen - jedesmal ohne irgendeinen Heilungserfolg. Was beweist das? Ist meine persönliche Erfahrung weniger wert als ihre?

Ich kann ihnen noch dutzende Fallstudien bringen (meinetwegen auch ganz sachlich und emotionslos beschrieben), die zeigen, wie Homöopathie nicht funktioniert.

Sind meine Fallstudien jetzt wertlos? Oder sind Anekdoten vielleicht doch nicht geeignet, irgendwas zu beweisen....?

Kommentar-Direktlink fatmike182· 11.05.09 · 22:00 Uhr

Das ist weder ein Rückzug noch Eingemachtes:
subjektive Einzelberichte sagen nichts aus. Wäre genauso, wie wenn ich 100 Leute auf der Straße danach befrage ob sie schon mal wen umgebracht haben, hochrechne und dann behaupte, dass es keine Morde geben kann. Das sagt nichts aus und betrifft ohnehin nur eine subjektive Zielgruppe (eben die die sich einem Eso anvertrauen)
Klare Evidenz durch 50 Einzelfälle ist ein Oxymoron.

Kommentar-Direktlink Ronny· 12.05.09 · 00:29 Uhr

Ich muss Florian zustimmen, Homöopathie funktioniert nur bei denen die dran glauben. Bei mir nicht. Ich habe einige Selbstversuche gemacht weils interessant war.

Mein Resümee: Dreimal um 21:47 nackt um ein totes Huhn tanzen heilt Schnupfen genauso schnell wie ein extra dafür angeschafftes Homöopathikum. Wer es nicht glaubt kann es gerne selbst ausprobieren.

Mein Fazit: Alternative Medizin ist sinnlos. Sport, gesunde Ernährung und positives Denken sind billiger, effektiver und glaubwürdiger als jedes Glaubuli.

Aber ich bin ein liberaler Mensch. Wenn man Kinder mit dem Zeug in Ruhe lässt, mir keine Kosten durch homöopatischen Zucker entstehen und alle Homöopathen sich von der bösen Schulmedizin fernhalten, dann soll es mir recht sein.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 12.05.09 · 10:36 Uhr

@ fatmike

Ihr versteht einfach nicht, dass die ganze Menschheit aus Einzelfällen besteht. Und Krankheit ist auch immer so zu behandeln. Mit klaren Prinzipien, aber immer individuell auf den Fall abgestimmt. Aber dazu habt ihr ja keine Zeit, der Umsatz stimmt, also haltet ihr euch für erfolgreiche Ärzte. Und die Patienten siechen vore sich hin.

Kommentar-Direktlink S.S.T.· 12.05.09 · 11:02 Uhr

@ Albert Wilfert

Ca. 6 Mrd. Einzelfälle, nicht schlecht. Wie schafft eigentlich ein Behandler 6 Mrd. potentielle Patienten individuell zu behandeln?

Kommentar-Direktlink Gluecypher· 12.05.09 · 11:47 Uhr

@Wilbert
Das ist doch Blödsinn. Eine fortgesetzte schulmedizinische Behandlung verletzt ihren Körper durch Nebenwirkungen, was auch gar nicht bestritten wird. Wenn Heilung ohne Nebenwirkungen haben kann, dann versuche ich das doch.
Ich verstehe jetzt, wie soviele Menschen, darunter auch etwa 3/4 der Ärzte auf einen Typen wie Hitler reinfallen konnten. Dumme Obrigkeitsgläubigkeit.
Es kann nicht sein, es darf nicht sein, Nein, nein, nein. Warum nicht versuchen?

Probieren sie gute Homöopathie, sagen wir ein Jahr lang. und wenn das Nichts hilfen, dann haben sie volles Recht zu sagen dass Homöopathie Scheissdreck ist. Vorher nicht.
Ich wäre gespannt zu sehen, wie das ausgeht

Naja, zum Punkt: "Warum nicht versuchen?" und "ein Jahr lang" hätte ich folgendes einzuwenden.............ich lebe eigentlich recht gerne und ein Jahr das Fehlen eines bestimmten Zelltyps (Sie können sich auch gerne schlau machen, was nun wirklich die Ursachen der beiden Typen von Diabetes sind. Da gibt es nämlich gravierende Unterschiede, aber das nur am Rande) mittels Zuckerkügelchen ohne Wirkstoff ....nun ja.....wie soll ich sagen........."behandeln" zu wollen hätte tatsächlich einen dramatischen Effekt. Allerdings nicht den, den ich bevorzuge. Denn dann würde ich mit hoher Wahrscheinlichkeit den Löffel reichen. Naja, dann hätten Sie einen denkenden Menschen weniger. Wäre vielleicht für Sie ganz angenehm, für mich eher weniger. Deswegen: Nein, danke.
Und was die "Nebenwirkungen" von artifiziell hergestelltem Insulin sind, kann ich Ihnen ganz genau sagen: bei Überdosierung Tod durch Hypoglykämie. Nicht wirklich angenehm, aber durchaus beherrschbar, wenn man immer ein bisschen Dextrose in der Tasche hat.
Und was meine Kompetenz in Sachen HP angeht, ich habe diesen Unfug schon mal ausprobiert. Nicht ganz freiwillig allerdings. Meine damalige Freundin ist mir solange auf den Nerv gegangen, bis ich zur Vodoo-Schamanin Ihres vertrauens gelatscht bin. Indikation: Psoriasis (ich muss Ihnen jetzt nicht darlegen, wie die entsteht, oder? ). Die Quacksalberin hat mir dann erst mal eine Stunde lang erzählt was denn alles sooooo toll an der HP wäre und mich dann mit irgendwelchen langweiligen Fragen genervt, Sie wissen schon, mit ganzheitlich und sonstigem Firlefanz. Dann bin ich mit einer Liste von 8 (i.W. acht) Glaubuli und Tinkturen (darunter ausgepresste Ameisen zur IM Injektion, aber das nur am Rande. Interessanterweise musste ich mit der Injektionslösung zum "Schulmediziner" gehen, denn die gute Frau durfte oder wollte das nicht selbst machen) in die Apo, habe dort einen Haufen Kohle gelassen und - unter Androhung von körperlicher Gewalt durch meine Freundin - den ganzen Senf brav bis zum Ende eingenommen. Aber die Schamanin hat mir im Brustton der Überzeugung versichert, dass danach die Psoriasis weg is und auch nicht mehr wiederkommt.
Resultat (der geneigte Leser wird sich sicherlich schon denken können): NADA, NIX, NIENTE, ZIPP, NULL Die Herde waren genauso gross wie vorher auch und genauso schuppig und gerötet wie vorher.
Soooo, ich habe Ihr Kriterium "Nur wer das schon mal probiert hat darf auch mitreden (der Rest hat keine Ahnung und soll gefälligst die Schn***e halten)" erfüllt und darf daher auch die Aussage treffen: HP ist Scheissdreck.

Ach ja, die Hitler-Konnektion konnten Sie sich nicht verkneifen. Naja, so vorhersagbar wie langweilig. Denn was der Unterschied zwischen Glauben und Wissen ist (naja, der ganze Unfug mit Daten und Reproduzierbarkeit und dem ganzen Kokolores) werden Sie nicht mehr begreifen.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 12.05.09 · 12:06 Uhr

Protokolliert man die Einzelfälle umfangreich, stellt man fest, dass es keine Einzelfälle sind. Daher geht die Tendenz auch immer mehr zu Disease-management. Die Symptome sind gleich, der Verlauf ist gleich, ...
Aber wenn man schonmal die Einzelfälle davor subjektiv sortiert (und zu einem Esoteriker gehen nun mal hauptsächlich Esoterikgläubige, folglich ist der Placeboeffekt höher) ist diese Studie nichtmehr viel wert. Wenn das weiters nicht mit dem gewöhnlichen Krankheitsverlauf vergleichen wird (sprunghafte Verbesserung o.ä.) dann kann man das gleich vergessen. Solche Einzelfallanalysen betrachten immer nur die positiven Fälle; wenn nur einer von 100 Fällen so positiv verlaufen ist erfährt man von den 99 negativen garnichts.

Author Profile Page Florian Freistetter· 12.05.09 · 12:38 Uhr

@Albert Wilfert:

Ich will jetzt schon noch von ihnen wissen, warum meine persönlichen Erfahrungen weniger zählen als ihre. Also wiederhole ich nochmal:

Übrigens: Ich habe bei keiner meiner Impfungen bis jetzt irgendwelche negativen Folgen gehabt. Ebenso meine Elter, mein Bruder und mein Sohn. Genauso wie alle Freunde und Bekannte, die ich dazu befragt habe. Was beweist das nun ihrer Meinung nach? Genauso habe ich schon homöopathische "Medikamente" genommen - jedesmal ohne irgendeinen Heilungserfolg. Was beweist das? Ist meine persönliche Erfahrung weniger wert als ihre?

Ich kann ihnen noch dutzende Fallstudien bringen (meinetwegen auch ganz sachlich und emotionslos beschrieben), die zeigen, wie Homöopathie nicht funktioniert.

Sind meine Fallstudien jetzt wertlos? Oder sind Anekdoten vielleicht doch nicht geeignet, irgendwas zu beweisen....?

Author Profile Page Florian Freistetter· 12.05.09 · 21:46 Uhr

Hmm - hat Jürgen den lieben Herrn Wilfert gesperrt oder fällt ihm dazu wirklich nichts mehr ein ;)

Author Profile Page Jürgen Schönstein· 12.05.09 · 22:28 Uhr

@Florian
Nö, gesperrt habe ich niemanden. Offenbar fällt ihm nichts mehr ein - was ja, wenn ich mir alles Vorherige anschaue, was er von sich gegeben hat, auch wirklich kein Verlust für die Menschheit wäre.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 12.05.09 · 22:53 Uhr

ich vermiss ihn schon und das Shakespeare-Argument ist noch ausständig!
Auf meiner Checklist wären soweit nur
# Nazivergleich (incl Godwin's Law mit Hitler Zitat das er zwar nicht gesagt hat, aber... wenigstens hats der Karl Marx gesagt, auch wennd er das Gegenteil vom Adi ist, naja, beides Deutsche wenigstens ;-))
# Sozialsystemhinterfragung
# Anektotensammlung
# Tierversuchskritik
# Impfkritik
# Galileoargument
# Die Wissenschaft ist noch nicht so weit

Kommentar-Direktlink wolfgang· 13.05.09 · 10:51 Uhr

@Wilfert

Zu dem Nazi Dreck- die Nazis waren doch begeistert von Naturmedizin (im KZ Dachau gabs den größten Kräutergarten) und Homöopathie- weil ja von Nichtjuden betrieben wurde. Die haben ne Menge Studien gemacht, leider wurden die desaströsen Resultate bis heute nur bruchstückweise bekannt.

zur Pockenimpfung- die wurde nicht wegen der Nebenwirkungen eingestellt, sondern weil die Pocken durch Impfung ausgerottet wurden. Tja und wenns den Infektionserreger global nicht mehr gibt- ist natürlich jede Nebenwirkung unakzeptabel.

zum guten Homöopathen
ich hab ja vor ein paar Tagen Dr.Loibner zitiert- er hält sich für einen ausgezeichneten Homöopathen, er fabuliert aber auch von Infektionshypothese dass HP-Viren kein Gebärmutterhalskrebs verursacht ist gegen Impfungen, etc pp

Und da gibts noch andere auch die sich für gute Homöopathen halten .Was ist eigentlich das prüfbare Qualitätskriterium für gute HPs ? Heilungsrate von Typ1 Diabetikern etwa? Hat Loibner angeblich auch mal probiert- am nächsten Tag wurde das Kind ins Krankenhaus eingeliefert im diabetischen Koma.
Da gibts die "excellente" Homöopathin Dr Wohlgemuth- natürlich auch Impfgegnerin. Die behauptet auf ihrer HP, dass sich Viren, Bakterien und Pilze bei Bedarf ineinander umwandeln.
Wilfert du hast mit Einrichtungen zu tun. Was wäre wenn du einem Kunden erzählst du hättest da ein Bücherregal, welches sich nach Bedarf in einen FlatscreenTV oder in einen Mülleimer verwandelt? Tja ein Einrichtungsberater wäre schnell seinen Job los, Ärztinnen dürfen offenbar unter dem Schirm der Ärztekammer jeden Unsinn behaupten.
Ich wäre froh, wenn solche schwarzen Schafe wie Wohlgemuth, Loibner und andere homöopathische Impfgegnerärzte ihre Berufsberechtigung verlieren. Einrichtungsberater ist ja auch ein ehrenvoller Beruf.

@ Wilfert 4 Wochen nach FSME Impfung Knoten im Nacken. Ach du liebe zeit. Ich hatte am 5.12.96 eine Influenza Impfung und am 19.2.97 eine Beckenzertrümmerung. Ich werde auch sicherlich innerhalb eines Jahres nach meiner letzten Influenza Impfung versterben, da ich seit 1992 jährlich geimpft werden. Impfungen sind ja so was von gefährlich-oder.
Mein Schwiegervater ist letztes Jahr mit 94 Jahren an seinem PankreasCa verstorben, er hatte durch Impfung seit vielen Jahren seine Chancen reduziert an Influenza oder Pneumokokkenpneumonie zu sterben. Homöopathen hat der nie gehabt.

Wilfert hat nicht nur nen Knoten im Nacken (Lipom, Fibrom) sondern auch massive Störungen des logischen Denkens- wahrscheinlich wars die Tuberkuloseimpfung in der ersten Lebenswoche.


Kommentar-Direktlink Sentient6· 13.05.09 · 20:23 Uhr

Hallo ihr tapferen Science Bloger!

Ich verfolge gerade in einem Forum Diskussionen zwischen Gläubigen und Atheisten, die einen extrem ähnlichen Ablauf haben, wie das, was sich hier beobachten lässt. Ich muss sagen, das mich das echt bald in die Verzweifelung treibt, denn das schwenkt allmählich - wie sollte es anders sein - in eine reine Naturwissenschaftshetze um. Passend zum Thema kam jetzt auch die Homöopathie ins Spiel.. Dreimal dürft ihr raten wer welche Überzeugungen hat. Unter anderem wurde auch diese Aussage verbrochen:

Man weiss zum Beispiel auch, dass man mit supersauberem Wasser Filterringe bauen kann, die in Industrieanlagen eingesetzt werden, wo Wasserkreisläufe zur Kühlung in Maschinen eingesetzt werden. Diese wassergefüllten Filterringe (um die Wasserleitungen angebracht) verhindern, dass sich im Wasserkreislauf der Maschinen Schmutz, Sedimente, Verstopfungen bilden - ohne dass das reine Wasser in den Filtern Kontakt zum Nutzwasser hat. Wissenschaftlich ist der Vorgang bisher nicht erklärbar, dennoch setzen die Firmen die Filter ein - weil sie wirksam sind.

Passt aber thematisch sogar zum Thema Homöopathie -Wasser scheint ein noch weitgehend unverstandenes Element mit absolut grundlegender Bedeutung und unbekannten Eigenschaften zu sein.

edit: O.K. Das war auch schon wieder falsch - Wasser ist kein Element.

Was bitte ist das für ein Unsinn? Weiß da jemand, wo der Herr das herhaben könnte?

Mal ganz davon abgesehen: Einmal Pauschal vielen Dank für die Interessanten Artikel in den zahlreichen Blogs und den Beweis, dass es doch Menschen gibt, die ihren Kopf benutzen...

Liebe Grüße,
Erik


PS: Zu meiner Person: Ich bin 20 Jahre alt, mache gerade ein Freiwilliges Ökologisches Jahr und fange zum Wintersemester mit einem Chemiestudium an der Uni Hamburg an. ;)

Kommentar-Direktlink S.S.T.· 13.05.09 · 20:35 Uhr

@ Sentient6

Bei Glaubulis hat Jeder drei Wünsche frei.

Viel Erfolg beim Studium, ist ein Reisberg.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 13.05.09 · 21:14 Uhr

Wäre jetzt nur eine Vermutung, aber kann der Osmose-Fiterringe meinen?
Aber Osmose ist schon seit ... naja, fast immer bekannt

Kommentar-Direktlink fatmike182· 13.05.09 · 21:15 Uhr

Wäre jetzt nur eine Vermutung, aber kann der Osmose-Fiterringe meinen?
Aber Osmose ist schon seit ... naja, fast immer bekannt

Kommentar-Direktlink rolak· 13.05.09 · 21:19 Uhr

@Sentient6: Das klingt wie eine Kreuzung von Grander (esowatch.com/index.php?title=Johann_Grander) mit Plocher (esowatch.com/index.php?title=Plocher) - aber der diesbezügliche Markt ist beliebig. Bitte 'http://' voranstellen oder Linkification für den FF installieren ;)

Kommentar-Direktlink cimddwc· 13.05.09 · 22:03 Uhr

@Sentient6, @rolak: Stimmt, es gibt 'ne Menge "Wasseraufbereiter" – in Werbezetteln in der hiesigen Zeitung bietet einer alle paar Monate sein Metallkästchen (in verschiedenen Größen je nach Wasserdurchsatz) an, das mit Klettband am Wasserrohr zu befestigen ist und u.a. für "besseren Geschmack" und "weniger Kalk" sorgen soll. Ohne Jesus, aber mit Emotos Kristallbildchen und nichtssagenden "Gutachten" "begründet".

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 14.05.09 · 11:56 Uhr

Eines soll hier schon einmal festgestellt werden.
Der Anfang der ganzen Diskussion war ein Angriff auf die Homöopathie um sie zu vernichten. Der Wievielte in ihrer Geschichte weiss ich nicht. Sie hat bis jetzt alle überstanden.
Die Wissenschaftsfreaks sind ausser sich weil es hier etwas gibt, das sich ihrem Zugriff entzieht. Und das können Allwissende natürlich nicht zulassen. Sie sind zu ungeschickt um Geräte zu konstrurieren die die hundertausendfach aufgetretenen Wirkungen von Homöopathie zu messen. Darum laufen sie Amok dagegen weil es ihr System bedroht. Was richtigen Homöopathen einfach wurscht ist.
Ihnen aber nicht, und dabei können wir es belassen.
Oder wie Dr. Burnett seinem Kollegen aus der Schulmedizin sagte : Adieu sans revoir.

Author Profile Page JörgR· 14.05.09 · 12:05 Uhr

Nur falls jemand mitliest und nicht weiß wie er das interpretieren soll

Und das können Allwissende natürlich nicht zulassen. Sie sind zu ungeschickt um Geräte zu konstrurieren die die hundertausendfach aufgetretenen Wirkungen von Homöopathie zu messen.

Ist natürlich völlig falsch. Die Tatsache ist, dass diese Geräte sicherlich seit gut 100 möglich sind. Hey, man findet einzelne Atome unter 10^28. Das Fakt ist, es gibt keinen Effekt. Nur - wenn man dem Kult der Homöopathie anhängt ist das halt egal, dann denkt man sich halt solche Lügen aus.

Kommentar-Direktlink GeMa· 14.05.09 · 12:30 Uhr

"Der Anfang der ganzen Diskussion war ein Angriff auf die Homöopathie um sie zu vernichten."

Donnerwetter - das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen. Sobald also gleiche Regeln des Verbraucherschutzes gelten sollen für die Homöopathie, wie für alle anderen Heil-und Hilfsmittel, dann wäre sie automatisch vernichtet?

Nochmal, was Jürgen Schönstein schrieb:

- homöopatische Präparate auch dem Arzneimittelgesetz unterworfen
- in ihrer Werbung und ihrer Verpackung in gesetzlich geregelter Form auf alle Risiken und Nebenwirkungen hinweisen müssen
- die Zusammensetzung und vor allem die aktiven Wirkstoffe angegeben werden müssen, wäre dies für viele potenzielle Käufer ein Augenöffner: "Glukose und Saccharose: 100 Prozent. Aktive Wirkstoffe: 0,0000000 Prozent
- Arzt oder Heilpraktiker (??) dazu vergattern, dass er seinen Patienten über die Dosierungen - sprich: Potenzierungen - aufklären muss. (immer weniger Substanz, bis hin zur Unmessbarkeit, immer stärkere Wirkungen)

Ich lese das als ganz schlichtes Eingeständnis dafür, dass Homöopathie ausschliesslich durch Verbraucherverarsche prima funktioniert und nur deshalb so große Verbreitung findet. Deshalb ist man so extrem drauf angewiesen, von sämtlichen Regeln ausgenommen zu werden, die für echte Heilmittel gelten. In Deutschland ist man sogar darauf angewiesen, dass Poltiker als Lobbyisten verhindern, längst geltendes EU Recht (Verbraucherschutz) endlich umzusetzen.

Ist ja auch nicht einfach, doppelte Konkurrenz - die Pharmabranche und die Wellnessbranche - im Nacken zu haben. Da braucht es schon den Sonderstatus als geschützter Ponyhof.

Oder wie Dr. Burnett seinen Kollegen aus der Pseudomedizin sagte : wer Milch trinkt, muß als Patient zur homöopathischen Krebsbehandlung abgelehnt und weggeschickt werden :-P

Kommentar-Direktlink Sentient6· 14.05.09 · 12:34 Uhr

Hey, danke für die schnellen Antworten. Auf die Nachfrage eines interessierten Typen, der das nicht kannte kam dann ein Link zum Graderwasser... Da konnte ich mich dann echt nicht mehr zurückhalten und hab mich eingemischt:

Ach Graderwasser? War das nicht das Zeug das gegen den zweiten Satz der Thermodynamik verstößt?

Gibt sogar ein Gerichtsurteil das bestätigt, das das keinerlei Wirksamkeit hat und als "esoterischer Unfug" bezeichnet werden darf.

(Aber jetzt kommt sicher wieder "Was nicht sein kann, darf nicht sein!")

(Nein, ich will jetzt nicht mit einem Kreuzzug für die Wissenschaft Eindruck schinden...)

Danke für die Erfolgswünsche fürs Studium. :) Was ist denn mit "Reisberg" gemeint?

Grüße,
Erik

Kommentar-Direktlink S.S.T.· 14.05.09 · 13:32 Uhr

Hallo Erik,

der Reisberg stammt aus dem Schlaraffenland-Märchen, denn dieses Land ist davon umgeben, und man muss sich durch ihn erst einmal durchfressen, um in das Schlaraffenland zu kommen (s.a. Pieter Bruegel d.Ä. dazu). (Nicht dass ich damit andeuten will, dass ein erfolgreiches Studium dem Schlaraffenland gleich zu setzen ist, aber zumindest der Reisberg ist real.)

Stefan

Kommentar-Direktlink E. Soterik· 14.05.09 · 16:38 Uhr

"Der Anfang der ganzen Diskussion war ein Angriff auf die Homöopathie um sie zu vernichten. Der Wievielte in ihrer Geschichte weiss ich nicht. Sie hat bis jetzt alle überstanden.
Die Wissenschaftsfreaks sind ausser sich weil es hier etwas gibt, das sich ihrem Zugriff entzieht. Und das können Allwissende natürlich nicht zulassen. Sie sind zu ungeschickt um Geräte zu konstrurieren die die hundertausendfach aufgetretenen Wirkungen von Homöopathie zu messen. Darum laufen sie Amok dagegen weil es ihr System bedroht. Was richtigen Homöopathen einfach wurscht ist.
Ihnen aber nicht, und dabei können wir es belassen."

klasse, herr wilfert. ganz großes kino!
sie haben recht, man kann der HP nur mit humor begegnen.

http://stupidedia.org/stupi/Homöopathie

die wissenschaftler, diese selbsternannten pseudodingsbums und quacksalber, haben ja noch nichtmal ein mittel gegen krebs gefunden. lächerlich …

Kommentar-Direktlink E. Soterik· 14.05.09 · 16:38 Uhr

"Der Anfang der ganzen Diskussion war ein Angriff auf die Homöopathie um sie zu vernichten. Der Wievielte in ihrer Geschichte weiss ich nicht. Sie hat bis jetzt alle überstanden.
Die Wissenschaftsfreaks sind ausser sich weil es hier etwas gibt, das sich ihrem Zugriff entzieht. Und das können Allwissende natürlich nicht zulassen. Sie sind zu ungeschickt um Geräte zu konstrurieren die die hundertausendfach aufgetretenen Wirkungen von Homöopathie zu messen. Darum laufen sie Amok dagegen weil es ihr System bedroht. Was richtigen Homöopathen einfach wurscht ist.
Ihnen aber nicht, und dabei können wir es belassen."

klasse, herr wilfert. ganz großes kino!
sie haben recht, man kann der HP nur mit humor begegnen.

http://stupidedia.org/stupi/Homöopathie

die wissenschaftler, diese selbsternannten pseudodingsbums und quacksalber, haben ja noch nichtmal ein mittel gegen krebs gefunden. lächerlich …

Kommentar-Direktlink E. Soterik· 14.05.09 · 17:17 Uhr

"Ihr versteht einfach nicht, dass die ganze Menschheit aus Einzelfällen besteht. Und Krankheit ist auch immer so zu behandeln. Mit klaren Prinzipien, aber immer individuell auf den Fall abgestimmt."

herr wilfert. sie polemisieren. wenn die menschheit nur aus einzelfällen bestünde, dann gäbe es gar keine kategorisierbaren krankheiten. dann wäre nämlich auch jede krankheit viel zu anders, als daß man sie NICHT als einen einzelfall sehen müsste. es gäbe keine infektionen und keine zivilisationskrankheiten und impfungen wären wirkungslos. klingt komisch, ist aber so. klar, kann man einwenden, daß jeder mensch seine eigenen individuellen gene besitzt und sogar anderes als alles anderen aussieht. das ist korrekt. aber, allein die tatsache, daß jeder mensch das ergebins einer paarung von zwei anghörigen einer art ist, ist beweis genug, daß die individualität eher eine unter mehreren optionen der funktionsweise des menschl. körpers darstellt. es überwiegen ganz klar die gemeinsamkeiten. einige gemeinsamkeiten verbinden uns sogar mit spezies bis weit hinunter in den stammbaum des lebens. fische, wirbellose … da kommen sie mit "menscheit als einzelfälle"! mensch, denken sie mal ganzheitlich!

aber kommen wir zum problem zurück:

erklären sie mir doch mal, wie die HP z.b. die ursache von krankheiten heilen will, wenn sie nur vom symptom ausgeht und als diagnostik nicht viel mehr als das gespräch zur verfügung steht?
wie will denn der herr hahnemann das gemacht haben, wo ihm weder mikroroganismen noch deren funktionsweise bekannt waren, keine zellen, immunsystem, blutgruppen, gene … nichtmal die anatomie des menschen, von hormonen, dem stoffwechsel usw. ganz zu schweigen. klären sie mich auf! wie fand er die ursachen einer krankheit?

der hahnemann war sicher ein für damalige zeiten engagierter zeitgenosse. wir haben ihm zu verdanken, daß er unwissentlich den placeboeffekt salonfähig machte und damit bestätigte, daß glaube berge versetzt.

Kommentar-Direktlink Sentient6· 14.05.09 · 17:32 Uhr

Achso. Das Märchen ist mir bekannt, habe ich als Kind gerne gemocht. Aber den Zusammenhang habe ich jetzt nicht gesehen.

Dass das Studium an sich kein Schlaraffenland ist - darauf bin ich vorbereitet. Aber ich hab auch nichts gegen Reis, insofern. ;)

PS: Der Stupidediaartikel ist super. Vorallem echt nur minimal überspitzt.

Kommentar-Direktlink E. Soterik· 14.05.09 · 17:44 Uhr

"Der Stupidediaartikel ist super. Vorallem echt nur minimal überspitzt."

thx a lot ;-)

Kommentar-Direktlink S.S.T.· 14.05.09 · 17:47 Uhr

@ E. Soterik

Zwecklos, bei konkreten Fragen kneifen die Homöos; bestenfalls fällt ihnen weiteres Geschwurbel ein. Aber die Hoffnung, doch mal einen Pudding an die Wand nageln zu können, stirbt zuletzt.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 14.05.09 · 20:57 Uhr

@ esoterik

Klar gibt es gruppierbare Krankheiten, aber der eigentliche Grund für die genaue Bezeichnung ist der Wunsch sie fassen zu können und nicht die Suche nach Wahrheit. In Wirklichkeit hat es sich die Natur offenbar zur Aufgabe gemacht kein zweites gleiches hervorzubringen. Die Homöopathie trägt gerade diesem Umstand voll Rechnung. Die Pathologie der Schulmedizin ist vom Wunsch beseelt diese Ungleichheit aufzuheben und die Krankheiten klar zu benennen. Die gehen sogar soweit Krankheiten nach Menschen zu benennen, wobei ich mich schon frage, wie dumm muss einer sein, drauf stolz zu sein, dass eine Krankheit nach ihm bennannt ist.

Die Homöopathen kneifen nicht, nur sprengt das für mich eindeutig den Rahmen hier.
das kann man nur in persönlichen Gesprächen bereden.

Für mich als gut eingelesenen Laien spricht letztlich die Erfahrung mit eigenen Krankheiten für die Homöopathie. Wenn sie einmal erlebt haben, wie ein Leiden, an dem sie 30 Jahre laborierten innerhalb von wenigen Wochen verschwindet, und ihnen auch noch der Zusammenhang dieses Leidens völlig klar wird, fragen sie nicht ob das sein darf oder nicht, sondern sind zufrieden über die wiedergewonnen Gesundheit. Ich habe erst dann angefangen mich einzulesen, weil ich als absolut nüchtern denkender Mensch von dieser Wirkung völlig überrascht war. Ich bin Techniker und Handwerker und hätte das nicht für möglich gehalten. Die wissenschaftliche Argumentation ist absolut logisch, nur amputieren sie halt alles vom Leben, was sie sich nicht erklären können.

Wilhelm Busch hat es recht genau getroffen : "Und darum denkt er messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf"

Das eigentlich geniale an Hahnemann war, nebst seiner unglaublichen Hingabe, dass er
akzeptiert hat, dass dasa Leiden im Kern namenlos bleibt, sondern nur durch das Muster der Symptome benennbar ist und diese Muster den Namen des Heilmittels tragen.

Doch er war keineswegs der Erste, der in diese Richtung dachte. Schon bei Hippokrates wird das Simile erwähnt und auch Paracelsus ging weit in diese Richtung.
Hahnemann kannte seine Ansichten sicher genau.
Und der Bürger hasst das Genie. Er verfolgt es solange es lebt und erst wenn es tot ist baut es ihm Denkmäler und benennt Universitäten nach ihm. Er hasst es, weil es ihn an seine Feigheit erinnert, aus der nur Grausamkeit kommt. Er giesst den Kopf des Genies in Gips und nagelt ihn an die Wand. Endlich tot. Ein grosser Mann.
Die Walhalla ist ein Jagdmuseum, hat einmal Einer gesagt.

Kommentar-Direktlink E. Soterik· 14.05.09 · 21:55 Uhr

"Schon bei Hippokrates wird das Simile erwähnt und auch Paracelsus ging weit in diese Richtung."

da führe sie ja ganz excellente diagnostiker ins feld.

"Die Pathologie der Schulmedizin ist vom Wunsch beseelt diese Ungleichheit aufzuheben und die Krankheiten klar zu benennen."

nee, die pathologie erforscht symptome und deren ursachen.

"… dass dasa Leiden im Kern namenlos bleibt, sondern nur durch das Muster der Symptome benennbar ist und diese Muster den Namen des Heilmittels tragen."

achso? ich dachte, er wollte explizit die URACHEN der krankheiten bekämpfen?
das muster der symptome und das muster im namen eines mittels, entschuldigung, das ist doch kling-klang-hokuspokus gleich neben astrologie, wo der löwe viele haare hat.

"Das eigentlich geniale an Hahnemann war …"

ich will ihnen ihren messias ja nicht madig machen und freue mich für sie, daß sie letztlich doch von ihrem leiden erlöst wurden. aber was sie heilte, war nicht hahnemann hahnebüchene theorie oder die moderne scharlatanerie. es war – auch wenn sie das abstreiten – der placeboeffekt, sprich ihr glaube.

Kommentar-Direktlink sil· 14.05.09 · 22:08 Uhr

Die Zeit heilt viele Wunden.
Wenn Homo sapiens in dieser Zeit Kügelchen schluckte, glaubt er gern, dass die Kügelchen den Erfolg brachten.

Unser eingebautes Logikmodul hat seine Schwachstellen. Dagegen hilft "doppelblind"

Gegen Starrsin und Unvernunft hilft nix.
Damit müssen wir leben.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 14.05.09 · 23:14 Uhr

"Und der Bürger hasst das Genie. Er verfolgt es solange es lebt und erst wenn es tot ist baut es ihm Denkmäler und benennt Universitäten nach ihm."
also ist Hahnemann doch kein Genie?
Also, weil ja keine Uni und kein, durch allgemeine Bürger (dafür Homöopathiegläubige) errichtetes Denkmal

Die Gruppierung von Krankheiten ist mehr Suche nach der Wahrheit als Sie sich vorstellen können! Durch Einzelfälle gewinnt man nunmal keine erkenntnis; Wenn Ihr Arzt Alzheimer hat (übrigens eine Ehre, wenn man einen Krankheitstyp entdeckt und diese danach benannt wird; dass das Homöopathen nie erlangen hat andere Gründe) oder Esoteriker ist, wird er nie größere sinnvolle Erkenntnisse gewinnen, da alles auf Zufall aufbauen wird (davon profitiert die Esoterik ja schließlich).
Man hätte nie Viren entdeckt, wenn man nicht dahintergekommen wäre, dass 1+1=2, und, dass gleiche Symptome gleiche Ursache heißen kann.

Die Homöos beschweren sich ja immer, dass die Ursache nicht behandelt wird. Hm, wie wollen Sie die Ursache behandeln, wenn Sie nur durch einen vagen Einzelfall darauf schließen können? Wie kommen Sie überhaupt darauf, dass Homöopathie nicht zusammenfasst? Die HP tut das sogar so sinnlos, dass sie Symptome zusammenfasst und diese einer einzigen Ursache zuschreibt.

Kommentar-Direktlink Rincewind· 15.05.09 · 00:56 Uhr

@Wilfert: Könnten Sie bitte mal statt aus Ihrem Buch abzuschreiben und statt dem "argumentieren per Autorität" auch mal eigene Gedanken formulieren?

Aristoteles wird in Ihrem Buch sicher auch vorkommen. Der war ziemlich gescheit. Trotzdem hat er behauptet, Frauen hätten weniger Zähne als Männer. Er hat nie nachgezählt, und man hat es einfach nachgeplappert. Heute zählt man nach. Das ist im Wesentlichen der Fortschritt seit 2000 Jahren, man nennt das auch die wissenschaftliche Methode.

Und wenn Sie sich schon bemüßigt fühlen, unsereins als "Bürger, die das Genie hassen" zu titulieren, möchte ich Sie gerne Spießbürger nennen, als eine typische Spezies, welche die Realität nur aus sich selber je nach persönlicher intellektueller Möglichkeit definiert, uraltem widerlegtem Quatsch nachhängt und sich dabei noch fortschrittlich vorkommt.

Kommentar-Direktlink S.S.T.· 15.05.09 · 08:48 Uhr

@ Albert Wilfert

Für mich als gut eingelesenen Laien spricht letztlich die Erfahrung mit eigenen Krankheiten für die Homöopathie. Wenn sie einmal erlebt haben, wie ein Leiden, an dem sie 30 Jahre laborierten innerhalb von wenigen Wochen verschwindet, und ihnen auch noch der Zusammenhang dieses Leidens völlig klar wird, fragen sie nicht ob das sein darf oder nicht, sondern sind zufrieden über die wiedergewonnen Gesundheit.
'Wirkung ist die zweite von zwei Erscheinungen, die immer in derselben Aufeinanderfolge vorkommen. Von der ersten, Ursache genannt, sagt man, sie bringt die zweite hervor - was nicht vernünftiger ist, als würde jemand ein Kaninchen für die Ursache eines Hundes halten, nur weil er noch nie einen Hund anders als bei der Verfolgung eines Kaninchens gesehen hatte.' - The Devil's Dictionary

Tja, und deswegen sollten man sich stets fragen, ob tatsächlich der Wirkung 'Hund' immer die Ursache 'Kaninchen' zugrundeliegt.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 15.05.09 · 09:26 Uhr

Paracelsus wurde von den medizinischen Autoritäten gejagt und angefeindet und heute ist eine Uni nach ihm benannt. Grundsätzliche Gedankengänge seiner Lehre gelten heute als erwiesen. Hahnemann war schlau genug sich auf keinen Streit einzulassen. Verfolgt und angefeindet wurde auch er.

Wahrscheinlich sollte man seinem Beispiel folgen und sich auf keine Diskussion einlassen.

Doch der Anfangspunkt dieser Diskussion war die Forderung nach Deklarierung der Homöopatischen Mittel. Um die Homöopathie zu vernichten. Das wurde explizit gesagt. Kein Homöopath wird was dagegen haben, wenn auf den Mittel der Inhaltsstoff vermerkt ist Milchzucker : 100%, Wirkstoff (xy) 0,00 % (nach derzeitigem Stand der Wissenschaft) Dieser Zusatz wäre der Redlichkeit halber notwendig. Die Wissenschaft kann es nicht nachweisen, weiss aber nicht ob sie es nicht morgen kann. Die Ausgangsstoffe jedenfalls sind keine Chimäre, sondern völlig real.

Genauso real wie die ca. 200000 Toten jährlich (EU weit) die durch den Gebrauch von Arzneimitteln umkommen laut offiziellen Schätzungen und meine 3 Bekannten, die nach einer Krebstherapie durchgeführt mit den Mitteln der besten Medizin aller Zeiten tot sind.

Kommentar-Direktlink E. Soterik· 15.05.09 · 10:27 Uhr

»Doch der Anfangspunkt dieser Diskussion war die Forderung nach Deklarierung der Homöopatischen Mittel. Um die Homöopathie zu vernichten.«

… um die ahnungslosen patienten zu mündigen solchen zu machen, indem man über modernem schamanismus aufklärt.

das nenne ich gleiches recht für alle! es gibt keinen vernünftigen grund, eine einzelne produktgruppe »medizinischer« zubereitungen, nicht den gleichen testverfahren zu unterziehen, wie alle anderen arzneimitteln auch. und sie, herr wilfert, dürften da eigentlich gar nichts dagegen haben, wenn homöpathika dadurch in den rang von medikamenten erhoben werden. haben sie doch etwas dagegen, dann bedeutet das, daß sie die vorsätzliche täuschung der vebraucher billigen. oder, sie befürchten, daß die kügelchen dann gar keine »medizin« mehr sind, auch keine alternative, sanfte, natürliche, feinstoffliche …

oder aber, es ist ihnen peinlich, daß sie durch scheinmedikamente gesundet sind. und sie schämen sich für ihren gut funktionierenden placebo-effekt. rein phsycholgisch ist das nachvollziehbar. auch das trendige abheben auf individuum und einzelfall. wer möchte nicht etwas ganz besonders sein? wahrgenommen werden mit all seinem wasauchimmer … abgeholt und mitgenommen … so ganz ganzheitlich

Kommentar-Direktlink Ronny· 15.05.09 · 10:42 Uhr

Ich verstehe das Wort 'anfeinden' nicht. Homöopathen behaupten etwas ohne Beweise zu bringen, mißbrauchen den Placeboeffekt für ihre Zwecke und fühlen sich dann angefeindet, wenn ein Wissenschaftler fragt: Wie funktioniert das ?

Wahrscheinlich sollte man seinem Beispiel folgen und sich auf keine Diskussion einlassen.
Viel besser wäre zu erklären wie es funktioniert oder zu erkennen, dass es ein Placeboeffekt ist.

Genauso real wie die ca. 200000 Toten jährlich (EU weit) die durch den Gebrauch von Arzneimitteln umkommen laut offiziellen Schätzungen und meine 3 Bekannten, die nach einer Krebstherapie durchgeführt mit den Mitteln der besten Medizin aller Zeiten tot sind.
Erstens bezweifle ich die Schätzung und zweitens im Vergleich zu den zig Millionen die geheilt werden eine kleine Zahl. Zugegeben, falls sie stimmt noch zu hoch, aber daran wird gearbeitet. Das mit ihren Bekannten tut mir Leid ich kann es ihnen nachfühlen da auch mein Vater an Krebs starb, aber eins weiß ich mit Sicherheit: Hätte er Zucker statt Chemo benutzt wäre er 5 Jahre früher gestorben.

Übringens, falls es jemals dazu kommt dass homöopathische Mittel auf Krankenkasse ausgefolgt werden, komme ich sicher mit einer Klage, dass ich falsche Medikamente bekommen habe. Wird sicher interessant wie die Beweislast gesehen wird. Muss dann ich als Konsument beweisen, dass ich ein falsches Medikament bekommen habe ?
Und das, obwohls nich nachweisbar ist ?

Kommentar-Direktlink wolfgang· 15.05.09 · 11:20 Uhr

Unser Verfechter der HP leidet möglicherweise unter dem Dunnung-Kruger-Effekt

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 15.05.09 · 11:29 Uhr

@ ronny

Die beste Lösung wäre die Freigabe der Systemwahl. Dann brauchen sie nicht klagen, sie kriegen ihre Medizin, ich Meine, und wenn ich von der Schulmedizin mal was brauche (Chirurgie) dann zahl ich einfach. Ist doch simpel.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 15.05.09 · 11:33 Uhr

@ esoterik

Mein Vorschlag der Deklarierung ist doch fair.
Inhaltstoffe : Milchzucker : 100%, Wirkstoffe : 0,00 % (nach derzeitigem Stand der Wissenschaft)
Sie zahlen ihre Medizin. Ich zahl Meine, jeder ist glücklich.
Und wenn er nicht gestorben ist, lebt er heute noch.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 15.05.09 · 11:35 Uhr

@ wolfgang

Der wind bläst auf die leeren Schläuche und der Dünkel den Toren.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 15.05.09 · 12:08 Uhr

Ihr Vorschlag bzgl jedem die seine Medizin ist unhaltbar und naiv. Selbstverständlich wissen Sie das selbst (ich möchte Ihnen ja nicht jede Intelligenz vollkommen absprechen).
Bzp Krebs & Chemotherapie: wieviele betroffene können von einem Tag am anderen so vie Geld auf einmal dafür auftreiben? Beachten Sie noch dazu das Krebsstadium, wenn im Vorfeld der Krebs ohnehin mit HP "in Schach" gehalten wurde und man für einen vernünftigen Arzt bei der Voruntersuchung ja schon zahlen müsste. Sie können sich also sicher sein, dass da die eine oder andere Chemo-therapie-Runde dazukommen wird dank Späterkennung.

Für die Zahl 200000 haben Sie sich am Keyboard aber ordentlich ausgetobt (wundert mich, dass kein jhkjdsfssdfa darin vorkommt), oder gibts eien Quelle für diese Zahl.
Wie oben schon gesagt wären Ihre Bekannte bereits früher gestorben, bei vollkommener Nichtbehandlung - das wollen Sie nicht wahrhaben und auch Esos vergleichen nicht gerne mit der Realität, ist aber so.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 15.05.09 · 12:11 Uhr

Wrum soll nach späterem Stand der wissenschaft was drinnen sein in den Kügelchen? Kein System der Welt - ja nichtmal die Homöos selbst - können was darin finden oder nachweisen. Nichtmal eine Wirkung tritt ein (zeigen Sie mir irgendeine Studie bei der nachweisich eine Wirkung auftritt).

Kommentar-Direktlink E. Soterik· 15.05.09 · 12:28 Uhr

"Sie zahlen ihre Medizin. Ich zahl Meine, jeder ist glücklich."

herr wilfert, wenn die welt doch nur so einfach wäre! ist sie aber nicht. wenn jemand einen schnupfen hat oder wetterfühligkeit, mag noch jeder mit seinem zipperlein nehmen und zahlen, was er mag. steckt dahinter aber eine ernsthafte erkrankung, die dem placebo-effekt nicht zugänglich ist, einer fachkundigen diagnostik bedarf oder z.b. ein infektionsrisiko für die mitmenschen darstellt, dann werden nicht mehr alle glücklich, sondern dann ist jede quacksalberei gefährlich. und: am ende zahlts die gemeinschaft.


"Nichtmal eine Wirkung tritt ein (zeigen Sie mir irgendeine Studie bei der nachweisich eine Wirkung auftritt)"
@fatmike182 informieren sie sich bitte über placebo.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 15.05.09 · 12:50 Uhr

@ E.Soterik
In klinischen Studien kürzt sich der Placeboeffekt raus, da er in der Placebogruppe ebenfalls vorhanden ist (duch geeignete Gruppengröße jenseits der hundert in PhII und der tausend in PhIII sollte die spezifische Schwanzung weg sein; das selbe gilt für nocebo.)
Mit keine Wirkung meine ich die spezifische Wirkung im Gegensatz zu unbehalndelten (in demf all) Zuckerkügelchen, das sollte aber imho klar sein, wenn Sie hier mitleser sind. Weiters leht die Homöopathie doch den placeboeffekt als Erklärung ab.

Kommentar-Direktlink E. Soterik· 15.05.09 · 12:58 Uhr

"…schen Studien kürzt sich der Placeboe…"

dann seien sie doch so nett, und formulieren sie es einfach präzise. eine placebowirkung IST eine wirkung. und zwar die, über die wir hier reden.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 15.05.09 · 13:15 Uhr

sry - unterschätze die Placebowirkung keinesfalls. Da diese aber eben den Homöos als Erklärung der HP nicht reicht und ich der Meinung bin, Placebogabe auch den Experten zu überlassen, die Risiken abschätzen können, dachte ich wir können es außeracht lassen, den Palceboeffekt als Wirkung in dem Sinne zu betrachten und wie bei klin Studien Wikrung relativ zur Placebogruppe zu sehen

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 15.05.09 · 13:40 Uhr

@ fatmike

Sie sagen es ist Placebo, ich sage es ist Arzneimittelwirkung. Die Literatur wollen sie nicht lesen, was soll man mit Ihnen machen. Diese Literatur wurde von Ärzten verfasst, die ihr Studium mit Auszeichnung absolvierten und später zur Homöopathie fanden, und eigenartiger weise kam kaum Einer je zurück sondern blieb bei der Homöopathie. Wenn ihnen Theorie und Fallgeschichten nicht genügen, und sie immer nur auf ihren Doppelblindstudien bestehen, ist es sinnlos weiterzureden.
Wenn die Heilung von Krankheiten einem Arzt nicht genügt, ja dann......

Ich glaube es ist ganz anders. Wenn sie die Fallgeschichten lesen und von Medizin etwas verstehen, müssten sie einsehen dass sie ihr Denken ändern müssten mit weitreichenden Konsequenzen, und das wollen sie sich sparen. Mir ist das wurscht, ich arbeite nicht in der Branche sondern kam nur ein paar mal in Kontakt damit wie der durchschnittliche Mensch halt. Und was ich da erlebt habe, bestätigt mich völlig.

Kommentar-Direktlink E. Soterik· 15.05.09 · 14:26 Uhr

»Sie sagen es ist Placebo, ich sage es ist Arzneimittelwirkung.«

herr wilfert, es wird doch nicht besser, wenn sie es wiederholen: wenn auch sonst nichts beweisbar ist, daß es sich um (nicht mehr als) den placeboeffekt handelt, ist hinlänglich bewiesen. egal, was auch immer sie sagen.

»… von Ärzten verfasst, die ihr Studium mit Auszeichnung absolvierten und später zur Homöopathie fanden, und eigenartiger weise kam kaum Einer je zurück sondern blieb bei der Homöopathie.«

warum auch nicht. ärzte wollen heilen. wenn das mittels placebo gelingt, umso besser. auf nichts anderem basieren uralte traditionen von heilern und schamanen.
und verständlicherweise will ein arzt, der studiert hat – mit auszeichnung, nicht als depp dastehen, der seinen kranken mit ärztlicher inbrunst scheinmedikamente verabreicht. das ist völlig verständlich. auch bei ihm versetzt der glaube berge – seine tiefe überzeugung, ein wirksames mittel zu verordnen, ist im zusammenspiel mit dem vertrauen des patienten eine entscheidende erfolgsbedingung. und dann noch die ganzen fallgeschichten, soll er sich zugestehen, daß das nicht die resultate seiner ärztlichen kunst sind?

»Wenn ihnen Theorie und Fallgeschichten nicht genügen …«

mit der theorie haperts, die kann schon mal nicht genügen. die fallgeschichten sind, was sie sind. und da nehm ich sie gern beim wort: einzelfälle. für den nächsten einzelfall ist der vorige einzelfall irrelevant, wenn der behandler oder die heilmethode kausalitäten ablehnt. mit dieser herangehensweise kann es – wie man weiß – kein entwicklung geben.

»Wenn die Heilung von Krankheiten einem Arzt nicht genügt, ja dann......«

ja klar, wer heilt hat recht. aber auch das ist so simpel nicht: wer heilt, heilt. nicht mehr und nicht weniger. mit seinem zugrundeliegenden gedankengebäude muss er keinesfalls recht haben. und vielleicht hat nicht mal »er« geheilt, sondern der patient wurde von selbst gesund. das soll schon vorgekommen sein. wenn ich also morgens um 5 auf dem balkon trommle, und dann die sonne geht auf, habe ich sie nicht herbeigetrommelt, auch wenns so aussah. ich kann das sogar jeden tag machen …

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 15.05.09 · 15:20 Uhr

@E.soterik

Bei den guten Homöopathen sind diese (Placebo) Heilungen ja nicht einmal passiert
sondern immer wieder. Die Literatur die ich ihnen da empfohlen habe schildert
50 ausgesuchte verschiedene Fälle, die für eine Präsentation gegenüber einem Schulmediziner zusammgestellt wurden, wobei die Meisten davon für Dutzende
ähnlicher Heilerfolge stehen. Das sind keine Eintagsfliegen vom Trommeln am Balkon.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 15.05.09 · 15:38 Uhr

Immerwieder klingt aber anders als 50 Einzelfälle. Immerwieder wäre das, was Pharmakonzerne aus sich nehmen müssen, wenn sie ein Produkt zulassen möchten.
Wenn diese guten Homöopathen in irgendeiner Weise etwas können würden, würde es ein Leichtnis sein, die restliche Welt darüber zu informieren und aufzuklären wie sie das machen. Wenn diese LEute aber sogar leugnen, dass es Krankheiten gibt, also nicht nur Einzelfälle, dann würd emich schon interessieren, an welcher Uni diese Pfeifen abgegangen sind.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 15.05.09 · 15:55 Uhr

@ fatmike

Die leugnen nicht, dass es Krankheiten gibt, was ja auch ziemlich blöd wäre, nur dass sie halt nicht so sind wie es die herkömmliche Pathologie beschreibt.
Und die 50 Einzelfälle sind nicht nur 50 Fälle sondern nur Beispiele für hunderte Andere.
Was halt ein Arzt in einer Karriere leisten kann.

Und was die Uni betrifft.
z.B. Burnett.

Medizinstudium in Wien und Glasgow. Besondere Auszeichnung bei der Anatomieprüfung. Spricht Englich, Französisch und Deutsch.
Jener examinierende Anatomieprofessor versuchte später, Dr. Burnett von seinem Entschluß abzubringen, Homöopath zu werden, stände ihm doch eine fabelhafte Karriere ins Haus, worauf Dr. Burnett entgegnete: "Auf Kosten meines Gewissens will ich mir keine weltlichen Ehren erkaufen."

Man muss nur mutig genug sein es zu lesen. Auch auf die Gefahr hin, nachher als Pfeife dazustehen.

Kommentar-Direktlink E. Soterik· 15.05.09 · 16:14 Uhr

»Bei den guten Homöopathen sind diese (Placebo) Heilungen ja nicht einmal passiert sondern immer wieder.«

eben, herr wilfert, eben!
jetzt sind sie auf dem richtigen weg.

so individuell ist der mensch nämlich nicht. ist doch logisch, daß der placeboeffekt bei allen menschen wirkt, vielleicht nicht gleich stark. aber er wirkt sogar bei kindern und tieren, falls sie das hier einzuwenden gedenken.
und das praktische: es ist im grunde piepenhagen, welches null-präparat der behandler verabreicht. hauptsache, er tut es mit ärztlichem paternalismus.

und nicht vergessen: die meisten krankheiten heilen von ganz allein. immer wieder.

Author Profile Page Jürgen Schönstein· 15.05.09 · 19:13 Uhr

@Albert Wilfert
"Doch der Anfangspunkt dieser Diskussion war die Forderung nach Deklarierung der Homöopatischen Mittel. Um die Homöopathie zu vernichten."
Nein. Der Anfangspunkt war mein Vorschlag, die Homöopathie, genauer gesagt, ihre Wirkungsweise, Ernst zu nehmen. Ihre Reaktion: Wer so etwas sagt, der will die Homöopathie vernichten. Faszinierende Logik ...
Nochmal: Alle Ihre Schwurbeleien, dass H. doch wirkt und das Hahnemann der weise Denker war oder wasauchimmer - geschenkt! Das mag ja hier für zum Amüsement der Mit-Kommentatoren beitragen (deren Ausdauer ich nur bewundern kann), aber zur Sache trägt es noch nicht mal in der homöopathischsten aller Verdünnungen bei. Denn entweder wirkt die Homöopathie so, wie sie behauptet - dann folgen daraus relativ simple, von mir angedachte Schlüsse. Oder sie wirkt nicht so, und dann ist eh' jede weitere Diskussion hinfällig. Aber außer vorgestanztem Blech habe ich dazu von Ihnen nichts gelesen. Wie schrieben Sie doch so vollmundig: "He Mann, denken."

Kommentar-Direktlink E. Soterik· 15.05.09 · 20:43 Uhr

*lach* argumentum D200 …

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 15.05.09 · 21:18 Uhr

@ esoterik

Ich glaube sie verwechseln hier was. Die Placebo-Wirkung mit der natürlichen Regenerationskraft. Klar heilen die meisten Krankheiten von selbst aus. Darum ist es auch besonders doof sich vom Schulmediziner vollstopfen zu lassen, damit der dann ein Gratiswochenende vom Pharmaberater geschenkt kriegt. Sich sozusagen zum Müllkübel der Pharma zu machen.
Ich rede schon hier von den Krankheiten, die nicht so ohne Weiteres verschwinden.
Ich habe 3 Bekannte verloren, teils weils sie sich oben genannten Gelichter anvertraut haben, teils weil sie wirklich krank waren. Hier hilft Homöopathie.
Eine Grippe können sie mit Homöopathie nur abkürzen, was auch nicht schlecht ist wenn sie nach 2 Tagen schon wieder munter sind.
Oder bei der Verlautbarung von Schweinegrippe kann der Homöopath nur lachen. so was existiert nähmlich gar nicht, ausser auf dem Konto von Dr.Kunze und Co.
Wie auch immer, man sollte Andere nicht für dümmer halten, als man selber ist.
Tschüss.

Kommentar-Direktlink christophorusplakette· 15.05.09 · 22:08 Uhr

@Schweinegrippe
etwa, weil nicht sein kann, was nicht sein darf?

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 15.05.09 · 22:08 Uhr

@ Jürgen Schönstein.

Herr Schönstein.

Sie sind sicher ein netter, kluger Mann aber von Medizin haben sie wenig Ahnung.
Das Problem ist folgendes.
Die meisten Krankheiten werden von der Natur, wir sagen von der Lebenskraft wieder ausgeheilt. Das heisst, sie müssen sich ausser ein wenig schonen gar Nichts machen. Wenn sie hier symptomvertreibende Mittel nehmen, fühlen sich sich schnell besser, die Krankheit braucht aber länger zum Ausheilen, weil sich der Organismus auch noch mit den Medikamenten herumschlagen muss, die so gut wie Alle Nebenwirkungen haben. Eine weitere Nebenwirkung ist es, das das Geschäft mit diesen Mittel, die alle sehr billig herzustellen sind, riesige Gewinne abwerfen, die der Einzelne nicht im Anlassfall bezahlt, sondern schon vorher bezahlt hat.
d.h. ein Eldorado für Betrüger. Sie brauchen den Müll nicht, fühlen sich aber ein wenig besser dadurch und es dauert länger bis sie gesund sind.
Wenn sie das des öfteren machen, stellen sich durch die Nebenwirkungen neue Leiden ein, und der ganze Vorgang wiederholt sich. Mit der Zeit werden sie wirklich krank. Das Geschäft blüht. Das ganze ist in seinen Wirkungen fast 1:1 mit dem Drogenhandel zu vergleichen. Da haben sie auch irgendein schlechtes Gefühl, die Droge unterdrückt dieses Gefühl, sie müssen später mehr nehmen um den selben Effekt zu erreichen u.s.w. Bis sie abhängig sind.
Nach offiziellen Schätzungen gibt es heute EU weit ca. 200000 Tote durch Medikamentenwirkungen per anno. Da nehmen sich die Zahlen der sogenannten Drogentoten fast lächerlichg aus.
Das war Hahnemanns Vorwurf an die Medizin seiner Zeit. In der noch ärgere Praktiken als heute üblich waren (Quecksilber,Aderlass)
Er fand durch Versuche heraus, dass mit ganz feinen, nach einem besonderen Verfahren hergestellten natürlichen Medikamenten sich diese Lebenskraft, die in jedem lebenden Menschen ununterbrochen tätig ist stimulieren lässt. Und auf diese Arten Krankheiten schneller verschwinden, die auch so verschwunden wären.
Aber auch solche die wahrscheinlich nicht verschwunden wären, da es Menschen mit schwächerer Lebenskraft gibt und solche die robuster sind. Das ist Homöopathie.
Die Dosen sind so fein, dass die Wissenschaft bis heute kein Gerät erfunden hat, das zu messen. Und da die nur glauben was man messen kann, sagen sie das ist Betrug, da ist Nichts drin. Nur kann man auch die Vitalität zwar ganz leicht bei Menschen ganz leicht sehen, nur abwägen können sie sie nicht. Sie organisiert den ganzen Organismus und leistet erstaunliches, entzieht sich aber jeder maschinellen oder chemischen Messbarkeit. Und da haben die reinen Materialisten ein Problem, was wiederum kein Problem ist, wenn es ihres bleibt. Nur versuchen sie immer wieder diesen klar erlebbaren Vorgang zu leugnen, um ihren Schrott an den Mann zu bringen.
Darüber hinaus ist die Homöopathie sehr billig und stellt hiemit eine eminente Konkurenz für die Pharmazeutische Industrie dar. Also versuchen sie mit allen Mittel diese Konkurenz auszuschalten. Es gibt seit ein paar Jahren eine Verordnung, dass alle homöopathischen Präparate, die von Tieren stammen sterilisiert werden müssen. Was für die Homöopathie heisst sie werden wirkungslos. Da das nicht alle wissen, bekommen die Patienten dann unwirksame Medizin, was, wie man sich leicht vorstellen kann, die ganze Therapie durcheinanderbringt. Die es wissen, weichen auf aussereuropäische Hersteller aus. (in Indien z.B. gibt es 250000 Homöopaten, nach Lesart der Wissenschaft lauter Idioten)
Die Kennzeichnungspflicht, die sie vorschlagen ist Homöopathen völlig egal. Sie können da draufschreiben was sie wollen, einen Totenkopf draufmalen oder die Aufschrift : "Achtung Betrug- Nichts drin. Uns kommt es nur darauf an, dass das Medikament richtig hergestellt ist. Weil es eben das besondere an homöopathischen
Präparaten ist, dass sie nach der Herstellung nicht mehr unterscheidbar sind, ausser bei der Wirkung auf den Patienten. Und da ist natürlich jedem Betrug Tür und Tor geöffnet.
Das ist das Problem.

Mfg

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 15.05.09 · 22:18 Uhr

@ christopherusplakette

Schweinegrippe existiert só nicht. Die Wissenschaftler sind sich auch nicht einig wie sie sie nennen sollen, was nicht verwundert, weil es schwer ist einen Namen zu finden für etwas, was es so nicht gibt. Mein Vorschlag wäre Reibach-Grippe.
Das ist einfach eine Grippe, bei der die begleitenden Vien mutiert sind und eine andere Form zeigen. Homöopathisch behandelt man sie ganz einfach wie jede andere Grippe auch.

Author Profile Page Jürgen Schönstein· 15.05.09 · 22:28 Uhr

@Albert Wilfert
"... von Medizin haben sie wenig Ahnung."
Dass Sie so ein Witzbold sind, hätte ich gar nicht gedacht. So unfreiwillig komisch kann man gar nicht sein, da muss man sich schon anstrengen. Und die Lacher sind Ihnen sicher, kein Zweifel!
So, jetzt aber mal Scherz beiseite. Ihre Antworten werden immer länger und der Sinn, wenn er irgend wann einmal irgendwo noch drin war, ist dabei komplett wegverdünnt. Wenn es noch eines weiteren Beweises bedurfte, dass Verdünnung eben nicht die Wirkung verstärkt, dann haben Sie ihn allein schon damit geliefert. Und ansonsten kann ich nur wiederholen, was ich schon geschrieben habe: Entweder wirkt das Mittel, oder es wirkt nicht. Ihre Logik, dass es wirkt, weil es nicht wirkt, würde wahrscheinlich sogar die homöopathische Ärztin, deren Praxis ich in Frankreich mal besucht habe (ja, ich hab' das alles ernsthaft ausprobiert, stellen Sie sich das mal vor!), als dringend behandlungsbedürftig einstufen.

Kommentar-Direktlink E. Soterik· 15.05.09 · 23:42 Uhr

"Ich glaube sie verwechseln hier was."

da, herr wilfert, machen sie sich mal keine sorgen, ich verwechsel hier gar nichts.

"Ich habe 3 Bekannte verloren, teils weils sie sich oben genannten Gelichter anvertraut haben, teils weil sie wirklich krank waren."

übrigens, es gibt auch krankheiten, die NICHT heilen.

"Hier hilft Homöopathie."

warum haben sie ihre bekannten dann nicht von der HP überzeugt?
oder taten sie das nicht, weil ihre bekannten "wirklich krank waren"?

"Eine weitere Nebenwirkung ist es, das das Geschäft mit diesen Mittel, die alle sehr billig herzustellen sind, riesige Gewinne abwerfen, die der Einzelne nicht im Anlassfall bezahlt, sondern schon vorher bezahlt hat."

sagen sie mal, wilfert, wollen sie uns veräppeln??? wer verkauft denn für teuer geld zucker und wasser und macht sein geschäft damit???

"d.h. ein Eldorado für Betrüger."

wer verordnet dubiose "zubereitungen" als medizin???

"Die Dosen sind so fein, dass die Wissenschaft bis heute kein Gerät erfunden hat, das zu messen."

nee, klar *lol*
die wissenschaft kennt heutzutage teilchen, deren kleinheit sich jeder vorstellung entzieht. die kleinsten elementarteilchen sollen ihrer ansicht noch größer sein, als jenes mysterium, was bei HP wirkt, und das der hahnemann schon gekannt haben muss, weiland, wo von der struktur der materie noch niemand etwas ahnte?
wenns so klein ist, sagen sie mal, wie stellt die HP sich denn dann die wirkung auf molekularer ebene vor? oder haben wir das mit der information mehr so wie einen anruf zu verstehen oder eine email?

und jetzt bitte der galileo.

ich geb ihnen diesen satz gern zurück:

"Wie auch immer, man sollte Andere nicht für dümmer halten, als man selber ist."

Kommentar-Direktlink EinBuerger· 16.05.09 · 00:34 Uhr

@ Wilfert

Ich zeige mal anhand einiger Ihrer eigenen Äußerungen zum Thema Symptombehandlung die Widersprüchlichkeit auf, die Ihrem gesamten Geschreibsel immanent ist.

Es beginnt mit:

"...Das Anwendungsgebiet der Homöopathie ist die innere Medizin, hier kann sie Dinge erreichen, die die Schulmedizin nicht zustandebringt, weil sie den Patienten durch Symptombehandlung nicht heilt,..."

Darufhin folgt:

"Das eigentlich geniale an Hahnemann war, nebst seiner unglaublichen Hingabe, dass er akzeptiert hat, dass dasa Leiden [...] nur durch das Muster der Symptome benennbar ist und diese Muster den Namen des Heilmittels tragen."

Um schließlich wieder in

"...Wenn sie hier symptomvertreibende Mittel nehmen..."

zu münden.

Und Hahnemann selbst schreibt in seinem, von Ihnen ja bereits hinlänglich und beinahe Bibelartig gehuldigtem Organon dazu folgendes:

Zitat:

§6
Der vorurtheillose Beobachter, [...] nimmt, auch wenn er der scharfsinnigste ist, an jeder einzelnen Krankheit nichts, als äußerlich durch die Sinne erkennbare Veränderungen im Befinden des Leibes und der Seele, [...] Symptome wahr, das ist, Abweichungen vom gesunden, ehemaligen Zustande des jetzt Kranken, die dieser selbst fühlt, die die Umstehenden an ihm wahrnehmen, und die der Arzt an ihm beobachtet. Alle diese wahrnehmbaren Zeichen repräsentiren die Krankheit in ihrem ganzen Umfange, [...] sie bilden zusammen die wahre und einzig denkbare Gestalt der Krankheit 1).
1) [...] Ist denn das, durch Zeichen an Krankheiten sinnlich Erkennbare nicht für den Heilkünstler die Krankheit selbst [...]? Was will nun noch außerdem die alte Schule für eine prima causa morbi im verborgnen Innern aufsuchen, dagegen aber die sinnlich und deutlich wahrnehmbare Darstellung der Krankheit, die vornehmlich zu uns sprechenden Symptome, als Heilgegenstand verwerfen und vornehm verachten? Was will sie denn sonst an Krankheiten heilen als diese?
§7
[...] - so muß, mit einem Worte, die Gesammtheit der Symptome für den Heilkünstler das Hauptsächlichste, ja Einzige sein, was er an jedem Krankheitsfalle zu erkennen und durch seine Kunst hinwegzunehmen hat, damit die Krankheit geheilt und in Gesundheit verwandelt werde.

Zitat Ende.

Also zusammengefasst heißt das in etwa: das Symptom ist die Krankheit!

Das bedeutet im Klartext folgendes:
habe ich als einziges Symptom Kopfschmerzen, spielt es nicht die geringste Rolle, ob die Ursache dafür ein Saufgelage am Abend zuvor, ein Schlag auf den Kopf, Wassermangel, Gift oder ein Hirntumor von der Größe eines Baseballs ist.
Klar, das Symptonm ist der Kopfschmerz. Also haue ich mir ein paar Zuckerbällchen hinter die Binde, die einen Überzug von hochverdünntem bzw. "potenzierten" Alkohol haben und schwupps ist der Kopfscherz samt x-beliebiger Ursache weg.
Das wäre jedenfalls die einzig mögliche Schlussfolgerung aus Ihrer und Hahnemanns Behauptung)

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 16.05.09 · 12:52 Uhr

@ Jürgen Schönstein

Wenn sie wirklich interessiert sind, lesen sie neben Hahnemann, der eher ein Praktiker war, vor allem Clemens v. Bönninghausen, J.T.Kent, J.Compton Burnett, J.H.Clarke oder Constantine Hering, um nur ein paar der Wichtigsten zu nennen.
Alles promovierte Mediziner, ausser v. Bönninghausen, dem vom Kaiser die Berechtigung erteilt wurde, ein ziemlich einzigartiger Fall.
Oder Adolf Voegeli aus unserer Zeit.
sein Buch "der programmierte Selbstmord" fasst sehr gut zusammen, was zu diesem Thema zu sagen ist. Geschrieben mit 93 Jahren nach 15 Jahren Praxis Schulmedizin (Radiologie) und 40 Jahren Praxis Homöopathie. Gestorben mit 97 Jahren.
Diese Leute können viel besser erklären als ich es kann, der ich als Laie dazu kam und eigentlich nur ein System für die Behandlung meiner eigenen Leiden suchte und bis heute damit voll erfolgreich bin. Ohne sentimental zu werden aber ich habe mit heute 56 Jahren schon den Einen oder andere(n) Freund(in) verloren, und bin mir heute sicher, dass das nicht immer hätte sein müssen.
Ein Besuch bei einem Homöopathen reicht sicher nicht aus, es gibt viel mehr Schlechte alls Gute, und wie Burnett richtig sagte sind "die grössten Feinde der Homöopathie ihre eigenen feigen und unfähigen Praktiker"

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 16.05.09 · 13:48 Uhr

@ ein bürger

Ich habe leider nicht mehr soviel Zeit, um zu posten, aber man muss sich mit der Sache schon näher befassen um da einigermassen durchzublicken. Die Literatur, die ich Herrn Schönstein weiter oben nahegelegt habe, sollte man zumindest z.T. kennen. Es ist wirklich ernste Studienarbeit erforderlich um da im eigenen Kopf Licht ins Dunkel zu bringen. Sonst bleibt man immer auf einer intellektuellen Ebene und auf der können sie, wie man weiss, so gut wie Alles argumentieren oder verdammen, je nachdem wie eloquent sie sind. Aber das sollte nicht Sinn der Sache sein, besonders wenn Foren wie dieses hier fruchtbare Ergebnisse haben sollen.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 16.05.09 · 14:04 Uhr

@ Albert Wilfert
Sie postulieren das Lesen als Wissensbereicherung, haben aber selbst keinen blassen Schimmer von den Thematiken über die sie sich gerne auslassen würden.
Sie hatten vermutlich bis dato noch nie wirklich Grippe sonden allefalls Schnupfen (2 Tage...) und hinterfragen nichtmal, wie die Homöopathie dem Körper bei einem viralen Infekt helfen soll.
Auch auf dem Gebiet pharmazeutischen Arzneimittelherstellung und ~zulassung sowie ~prüfung dürften Sie nicht allzu bewandt sein -- schön und gut, aber dann polemisieren Sie nicht mit vagen Mutmaßungen, die einem Nichtnaiven schon der Mauszeiger beantwortert, bevor er beim Google-Shortcut angekommen ist.

Die widersprüchlichen Theorien verschiedenster Homöos in allen Ehren, aber was bringt uns das, wenn Doppelblindstudien ohnehin zeigen, dass HP nicht mehr wirkt als ein Placebo? Wozu dann das Mystifizieren und Phantasieren über irgendwelche Informationen.
Wie wollen Sie außerdem ein System am Leben erhalten, das nicht in der Lage ist kontrolliert (bzgl Quailtät) zu werden? Vermutlich kann mir jeder noch so schlechte Voodoo-Homöo 50 Anektoten und Einzelfälle präsentieren - auch jene, von denen Sie meinen, dass diese Betrüger sind.
Btw ergreifen Sie die Gunst der Stunde, Schweinegrippe liest man ohnehin in jedem Medium, lesen Sie einfach nach, Sie weisen grobe Wissenslücken diesbezüglich auf!

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 16.05.09 · 14:54 Uhr

@ fatmike

Mein Wissen reicht zur Zeit aus, um mit meinen Wehwechen fertig zu werden.
Literatur empfehle ich, weil es Leute gibt die viel mehr wissen als ich und auch über die nötige sittliche Haltung verfügen, dieses Wissen nützlich für Patienten zu verwenden, und davon ihren Unterhalt zu bestreiten, ohne sich dabei eine goldene Nase zu verdienen.
Wie schon weiter oben gesagt, ich muss es nicht wissen, ich arbeite nicht in der Branche. Das Problem ist dass die Meisten von Ihnen nicht wissen, wie man mit Krankheiten schnell,sanft und sicher fertig wird ohne Nebenwirkungen, die einen immer noch kränker machen. Da ich sie persönlich nicht kenne, unterstelle ich ihnen gar Nichts. Nur was ich an unfähigen Praktikern erlebt habe, da reichen Stunden nicht aus um davon zu erzählen. Und es geht hier nicht um persönliches sondern um Grundsätzliches. Ich habe auch zwei hervorragende Schulmediziner kennengelernt, vor denen allen Resopekt habe. Und die haben mir meine Ansichten über ihre Kollegen bestätigt. Es sind bis jetzt sicher hunderte Gespräche über das Thema, wobei sich eins klar herauskristallisiert : Es gibt so etwas wie eine richtige wissenschaftliche Behandlung von Krankheiten nicht. Die Medizingeschichte ist ein einziger Misthaufen von Methoden, auf dem sich ab und zu ein Juwel versteckt hält, was jedoch sehr mühsam ist herauszufinden.
Was heute als einzige richtige Behandlung gepriesen wird, wird morgen als zu schädlich verdammt. Medikamente kommen auf den Markt nach ihrer Meinung nach ausreichenden Prüfungen, müssen aber dann wieder zurückgezogen werden weil sich ihre Gefährlichkeit herausstellt. Dabei wird der Grundsatz des "primum non nocere" eindeutig verletzt. Und auf der Strecke bleibt der Patient. Der Arzt kann sich abputzen, da das Medikament genehmigt war und er der Ansicht ist, dass ihn keine Schuld trifft. Er aber hat es gegeben, also ist er auch mit verantwortlich.

Kommentar-Direktlink E. Soterik· 16.05.09 · 15:18 Uhr

»Was heute als einzige richtige Behandlung gepriesen wird, wird morgen als zu schädlich verdammt. Medikamente kommen auf den Markt nach ihrer Meinung nach ausreichenden Prüfungen, müssen aber dann wieder zurückgezogen werden weil sich ihre Gefährlichkeit herausstellt.«

kürzen wir ihre tendenziöse polemik mal heraus, dann bleibt folgendes übrig:

die evidenzbasierte medizin entwickelt sich. was heute stand des wissens ist, wird morgen überholt sein, abgelöst durch besseres.

die homöopathie entwicket sich nicht. sie hinterfragt nicht, sie analysiert nicht, sondern stützt sich auf glaubenssätze.

im gegensatz zur evidenzbasierten, auf beweisen beruhenden medizin gibts in der homöopathie keinen fortschritt durch erkenntnis, denn die erkenntnis als solche wird verneint, abgelehnt und als schädlich diffamiert. homöopathie ist ihrem wesen nach ein dogma.

danke, herr wilfert, daß sie mir das argumentieren quasi abnehmen.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 16.05.09 · 15:35 Uhr

@ esoterik

Dass die Homöopathie Grundsätze hat, die der evidenzbasierten Medizin abgehen, heisst überhaupt nicht, dass ein Homöopath nicht vom ersten Augenblick an einen Weg angetreten hat, der auf ständiger Weiterbildung, Verfeinerung und Lernen basiert. Er hört nie auf sein Wissen zu Vertiefen und Schlüsse aus seinen Erfahrungen zu ziehen. Wobei es sich oft herausstellt, dass man oft durch Fehler am Meisten lernt.
Alein die Homöopathische materica medica wirklich zu erlernen, bedeutet ein Zeitaufwand, der einem Studium gleichzustellen ist. Das ist nicht nur intellektuelles Auswendiglernen, sondern ein bildhaftes Erfassen der Essenz der Mittel.
Daneben ändern sich auch die häufigsten Krankheiten durch die Veränderung des Lebensstils, sodass man einfach nicht sagen kann, dass es hier keine Bewegung gibt.
Das einzige was fest steht ist der Grundsatz des simile und die Sicht der Homöopathen, dass das lebendige Wesen von einer Lebenskraft organisiert wird, die im Falle der Krankheit gestört ist, und die es deshalb wieder ins Gleichmass zurückgeführt werden muss.

Kommentar-Direktlink Dr. E. Berndt· 16.05.09 · 15:46 Uhr

Der Homöowahn hat nur ein Ende, wenn unter beweisbaren Umständen ein Attentäter sich in eine Produktionsstätte einschleicht und dort die Globuli durcheinander mixt. Dies ist in der Geschichte der Scharlatanerie schon einmal passiert. Die Metallic Attractors wurden bewusst zum Enttarnen des Humbugs von einen skeptischen englischen Arzt gefälscht, in Umlauf gebracht, und wirkten ebenso wie das Original, mit dem sich ein amerik. Wunderdoktor ein Vermögen verdiente. Die Royal Medical Society knickte ein, vor der Marktmacht und dem Verlangen des irregeleiteten Publikums in England. Aber nach dem es ruchbar wurde, daß die billigen Fälschungen auch wirkten, brach der Boom zusammen.

Kommentar-Direktlink E. Soterik· 16.05.09 · 15:53 Uhr

»… sodass man einfach nicht sagen kann, dass es hier keine Bewegung gibt«

kreisen um sich selbst ist auch bewegung.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 16.05.09 · 18:47 Uhr

@ Dr. E. Berndt

Als Hüter der reinen Lehre und Gegner jeder Scharlatanerie können sie mir sicher sagen warum es möglich war dass ein grosser Teil ihrer Kollegen auf eine Figur wie Hitler hineinfiel und grausamste Praktiken betrieben und Viele von Ihnen auch noch nach dem Zusammenbruch in Praxen, Spitälern und Universitäten ihr Unwesen trieben.

Kommentar-Direktlink GeMa· 16.05.09 · 18:59 Uhr

Als Handwerker und Laie magst Du vielleicht auch noch mal dartun, warum soviele Deiner Kollegen auf eine Figur wie Hitler hereinfiel und grausamste Praktiken betrieben und viele von ihnen auch nach dem Zusammenbruch ihr Unwesen trieben. Dehn es ruhig aus auf Behörden, Justiz etc.pp., mtwg. noch Sanitärfachbetriebe, Heilpraktiker, Weledamitarbeiter, wenn Dir sonst nach wie vor nichts zum eigentlichen Thema des Artikels einfällt.

Wirklich hirnlos.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 16.05.09 · 19:16 Uhr

@ GeMa

Völlig richtig, auch die Homöopathen versprachen sich von den Nazis Anerkennung
und taten mit. Was ich damit darlegen wollte ist nur wie zweifelhaft die menschliche Urteilskraft ist und wie vorsichtig wir sein sollten, Dinge zu verdammen oder in den Himmel zu heben. Der Anfang dieses threads hier war die Absicht die Homöopathen fertig zu machen, aus diesem und jenem Grund.
Und jetzt müssen wir uns eingestehen, dass die, die sie fertigmachen wollten, sich von von einem der grössten Gaukler der Weltgeschichte hineinlegen liessen und bei seinen Verbrechen mittaten. Und das obwohl sie soviel wissen und Alles genau kennen, hat es der gescheiterte Braunauer Kunstmaler es geschafft, sie zu überzeugen und zu Mittätern zu machen. Wahrlich, die Creme der Intelligenz.
Und für für die, die sagen, das war gestern. Dr. Gross, eine Art österreichischer Mengele war bis zuletzt Mitglied der Ärztekammer, obwohl seine grausamen "wissenschaftlichen" Experimente mit Kindern jedem dort bekannt gewesen sein musste. Ecce homo.

Author Profile Page JörgR· 16.05.09 · 19:47 Uhr

Jetzt wird es langsam Zeit für Godwin's Law, oder?

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 16.05.09 · 19:48 Uhr

@ JörgR

Was ist das?

Author Profile Page JörgR· 16.05.09 · 19:53 Uhr

Das ist das Gesetz, das derjenige der in einer Internetdiskussion Nazis auspackt, sofort die Argumentation verloren hat. Da Sie aber sowieso weder je ein Argument gebracht hätten noch auch nur im Traum daran zu denken wäre, dass Sie hier entfernt ernst genommen werden, ist das auch überflüssig.

Kommentar-Direktlink rolak· 16.05.09 · 19:55 Uhr

siehe =»hier

Kommentar-Direktlink E. Soterik· 16.05.09 · 20:00 Uhr

godwins law besagt, daß über kurz oder lang in jeder internetdiskussion der nazivergleich auftaucht.

herr wilfert, sie machen es sich sehr leicht. schön von zu hause aus gegen leute wettern, die auf die nazis reingefallen sind, das ist wahrlich keine heldentat. wer weiß, worauf sie so alles reingefallen wären und heutzutage reinfallen. offenkundigen fakten im puncto HP sind sie jedenfalls nicht zugänglich. da würde ich an ihrer stelle ganz vorsichtig sein, anderen leichtgläugibkeit und manipulierbarkeit vorzuwerfen.

Author Profile Page Florian Freistetter· 16.05.09 · 20:07 Uhr

Wieviele Raumausstatter wohl auf Hitler reinfielen?

Noch sinnlosere Argumente haben sie wohl nicht gefunden...

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 16.05.09 · 20:10 Uhr

@ esoterik

Ich wettere nicht, ich hatte einen ziemlichen hardcore NAZI in der Familie und habe erlebt, wie mich sein Denken beeinflusst hat, und wie lange ich brauchte, um mich davon zu befreien. Wir gehen einfach alle auf recht dünnem Eis und sollten solche
Tugenden wie Wahrheitsliebe,Toleranz und Achtung gegensätzlicher Standpunkte
pflegen.
Noch einmal. Ich wäre hier nie aufgetreten um Homöopathie zu bewerben. Ich glaube nur, das sie für mich gut ist und will nicht, dass die Mittel vom Markt verschwinden oder verfälscht werden. Ich habe mich nur gewehrt gegen den Versuch der Vernichtung. Das ist alles.

Kommentar-Direktlink GeMa· 16.05.09 · 20:13 Uhr

@Wilfert
Die Kommentatoren meinen : es reicht nicht, nur keine Argumente zu haben, man muß auch noch unfähig sein, es auszudrücken.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 16.05.09 · 20:29 Uhr

@ GeMa

Aha, jetzt verstehe ich warum sie gegen mich vorgehen, Ich erfülle ihre Kriterien nicht.

Kommentar-Direktlink E. Soterik· 16.05.09 · 20:34 Uhr

"Ich glaube nur, das sie für mich gut ist und will nicht, dass die Mittel vom Markt verschwinden oder verfälscht werden."


es geht nicht drum, daß die mittel verschwinden. es geht um das recht auf freie information. wer will, soll sich gern auf eigene kosten mit hokuspokus kurieren.
worum es geht, ist die AUFKLÄRUNG darüber. damit die menschen in den stand versetzt werden, sich informiert für oder gegen HP zu entscheiden, und nicht wie derzeit in die irre geführt werden, die HP wäre tatsächlich sinnvollen naturmedizinischen verfahren gleichzusetzen.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 16.05.09 · 20:44 Uhr

@ esoterik

Ich darf mich also homöopathisch behandeln. Danke sehr. Ich muss es selber bezahlen. Habe ich immer getan. Gut dann sind wir schon ein Stück weiter, fragt sich jetzt nur noch warum man eine Medizin zahlen muss, die man nicht will.

Kommentar-Direktlink GeMa· 16.05.09 · 20:47 Uhr

@Wilfrid
Ganz im Gegenteil, Du erfüllst sämtliche der genannten Standarts auf das Zufriedenstellendste. Daher geht auch keiner gegen Dich vor. Wie schon an Deinen immer länger werdenden Beiträgen zu des Kaisers nicht vorhandenen Kleidern zeigt.

Hast Du noch irgendwas substantiiertes vorzutragen? Arzneimittelprüfung nach Wattwurmart, GMP ... irgendwas?

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 16.05.09 · 21:25 Uhr

@ GeMa

In Wirklichkeit gehts um Freiheit und Demokratie junger Mann, Und darum dass keiner die Wahrheit gepachtet hat. Und auch kein Recht hat dem Anderen auf Grund irgendwelcher fadenscheiniger Erkentnisse was aufzuzwingen.
Von mir aus sollen sich die Anhänger der Schulmedizin jeden Tag 3 x Impfen und sich von Antibiotika ernähren. Wenn sie glauben dass das gut für sie ist, ist es ihr Recht.
Nur möchte ich da nicht mittun und auch nicht mitzahlen. Das ist mein Recht.

Kommentar-Direktlink E. Soterik· 16.05.09 · 22:11 Uhr

"In Wirklichkeit gehts um Freiheit und Demokratie junger Mann, Und darum dass keiner die Wahrheit gepachtet hat."

wenns um freiheit geht, müssten sie dem eingansposting zustimmen.

wahrheit kann hier gar kein kriterium sein. die evidenzbasierte medizin erhebt keinen anspruch auf wahrheit. das wäre (wissenschafts-)philosophischer unsinn.

was sie als fadenscheinig diffamieren, ständig zunehmende komplexität, das ständige fortschreiten und die falsifizierbarkeit, ist das wesen von wissenschaftlichem erkenntnisgewinn. das haben sie nicht verstanden. statt entwicklung erwarten sie simple WAHRHEITEN, die sie in der tat von der evidenbasierten medizin nicht geboten bekommen. daher klammern sie sich an die vermeintlich sichere stabilität des unveränderlichen dogmas.

Kommentar-Direktlink GeMa· 16.05.09 · 23:02 Uhr

"Und auch kein Recht hat dem Anderen auf Grund irgendwelcher fadenscheiniger Erkentnisse was aufzuzwingen."

Genau @Wilfert und deshalb der Artikel von Jürgen Schönstein : Legalisiert die Homöopathie! Dann läuft es nicht mehr mit fadenscheinigen Erkenntnissen, sondern nach klaren Regeln für alle. Wenn das nun Deiner Meinung nach der Untergang der H. sein soll, bitte - dieser ganz speziellen Logik ist ohnehin nicht mehr zu folgen.

Kommentar-Direktlink EinBuerger· 16.05.09 · 23:07 Uhr

@ wilfert

Vielleicht haben Sie nicht verstanden, was ich mit meinem Beitrag aufzeigen wollte.
Da bedarf es keiner weiteren Lektüre irgendwelcher Homöos.
Hahnemann selbst war es, der in seinem Organon eindeutig darlegte, dass die Homöopathie sich nicht mit der Ursache der Erkrankung beschäftigen müsse, da dass Wesen der Krankheit in den Symptomen zu finden sei. Das ist das originäre Prinzip der H.
Das mag vor 200 Jahren sogar noch teilweise gepasst haben.
Inzwischen sind wir in der Lage mit den ach so "ungenauen" Messinstrumenten der wissenschaftlichen Medizin Ursachen für Krankheiten zu entdecken, deren Auswirkungen eben nicht mit den sieben Sinnen zu erkennen sind.
Was sie und andere Gläubige ständig behaupten, die evidenzbasierte Medizin pfusche lediglich an den Symptomen rum, trifft im Gegenteil eben genau auf die H. zu.
Während der Mediziner die Symptome des Patienten, z.B. Schmerzen, versucht zu lindern, sucht er eben nach den URSACHEN der Krankheit um diese gezielt zu behandeln und zu stoppen.

Kommentar-Direktlink Dr. E. Berndt· 16.05.09 · 23:32 Uhr

@E. Soterik
Ich darf bitten, mich nicht in eine Faschismus bzw. Antifaschismusdiskussion in irgend einer Weise, und sei es auch nur indirekt hineinzuziehen.
Was soll das heißen, wenn Sie schreiben, daß meine Freunde auf Hitler hereingefallen sind? Also halten Sie die Klappe!
Sie können aber die Sache mit den Metallic Attractor in Wikipedia und bri Ernst und Sing Trick or treatment nachlesen und dann versuchen schlauer zu sein!

Kommentar-Direktlink E. Soterik· 16.05.09 · 23:43 Uhr

herr bernd,

ich glaube, sie haben sich im adressaten geirrt. ich antworte hier nur auf wilferts amüsante einlassungen. ihre beiträge lese ich gar nicht.

Kommentar-Direktlink Dr. E. Berndt· 16.05.09 · 23:45 Uhr

Die Argumentation Schönstein stimmt. ABSOLUT UND JEDE ZEILE! Und die überwiegende Mehrzahl (99%) der Anwender verwendet Homöopathie nicht im Sinne Hahnemanns noch haben sie einen auch nur andeutungsweise einen blassen Schimmer, was da vor sich geht und das ganze bedeuten soll. Der mündige Patient ist ein kompletter Narr. Die Homöopathie ist aber nicht für Narren gemacht worden, sondern die Homöopathie erzeugt sich ihre Narren. Das ist die wahre Meisterschaft dieser Profession!

Kommentar-Direktlink Dr. E. Berndt· 16.05.09 · 23:50 Uhr

@ wilfert
Ich darf bitten, mich nicht in eine Faschismus bzw. Antifaschismusdiskussion in irgend einer Weise, und sei es auch nur indirekt hineinzuziehen.
Was soll das heißen, wenn Sie schreiben, daß meine Freunde auf Hitler hereingefallen sind? Also halten Sie die Klappe!
Sie können aber die Sache mit den Metallic Attractor in Wikipedia und bei Ernst und Sing in " Trick or Treatment" nachlesen und dann versuchen schlauer zu sein!

Kommentar-Direktlink E. Soterik· 16.05.09 · 23:51 Uhr

na, herr bernd?

haben sie ihren irrtum entdeckt? und möchten sie sich vielleicht entschuldigen?
oder reicht ihr stil nru für "halten sie die klappe"?

Kommentar-Direktlink GeMa· 16.05.09 · 23:56 Uhr

Ich möchte gern noch diesen Link hier einstellen zum Artikelthema Aufklärung über Inhaltsstoffe, Wirkung, Aufklärung
http://www.juravendis.de/noindex/gesundheit/lebensmittelrecht/juravendis-analyse/article_analysis/von-blueten-und-mythen-neue-vermarktungschancen-fuer-bachbluetenprodukte-vorerst/analysis023.html

Es geht um Bachblüten und : die allgemeine Verkehrsauffassung. Sprich : was wissen im Allgemeinen die Hersteller, Importeure und Apotheker in Deutschland, nämlich a) dass Bachblüten keine Medikamente sind, b) wenn sie als solche angeboten werden, dem Apotheker eigentlich das juristische Notfallwässerchen bis Oberkante Unterlippe steht. Was hingegen keinen davon abhält, es unterschwellig so zu präsentieren. Und sei es nur durch Nichtaufklärung ;-)
Und : was versteht der Kunde/Patient eigentlich unter Bachblüten, weil ihm nichts anderes in den bunten Blättchen suggeriert wurde? Das weiß jeder - er glaubt, es seien nebenwirkungsfreie, sanfte Medikamente auf rein planzlicher Basis.

Bachblüten sind allerdings LEBENSmittel.

Das Urteil des OLG Hamburg bezieht sich nur auf die Rescue Tropfen. Für alle anderen angebotenen Bachblüten, gilt nach wie vor juristisches Notfallgewässer für jeden, der arzneiliche oder sonstige medikamentenähnliche Wirkungen gegen Krankheiten suggeriert.

Kommentar-Direktlink S.S.T.· 17.05.09 · 09:59 Uhr

@ Albert Wilfert

Nur möchte ich da nicht mittun und auch nicht mitzahlen. Das ist mein Recht.

Das möchte ich auch nicht und auch nicht mitbezahlen für die Bahandlungsfehler der Homöos und anderen Esos. Wenn aufgrund von Glaubulis eine ernsthafte Erkrankung verschleppt wird, zahle ich nämlich für evtl. notwendige und sehr aufwendige Folgebehandlungen mit.

Klar, man kann sich auf den Standpunkt stellen, wer sich betrügen lassen will, soll sich betrügen lassen. Nur, es werden auch Abhängige (z.B. Kinder) mit Glaubulis misshandelt, oder es werden Leute von HP-Ärzten/Anhängern zu Glaubulis überredet. Welche Schäden dadurch entstehen, kann man auch sehr wohl nachlesen.

Betrug bleibt Betrug und gehört bestraft.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 17.05.09 · 10:22 Uhr

@ GeMa

Klare Regeln für Alle sind eine Chimäre, merken sie das nicht.
Sie stehen doch immer im Interesse des Regelgebers.
Wenn ich die Regel aufstelle, dass kein Medikament irgendeine schädliche Nebenwirkung haben darf, was eigentlich eine durchaus vernünftige, die Patienten schützende Regel wäre, kann die evidenzbasierte Medizin einpacken, da fast alle ihrer Mittel schädliche Nebenwirkungen haben. Die Regel die hier angedacht wurde, die Homöopathischen Mittel mit dem Aufdruck 100% Milchzucker 0,00% Wirkstoff, hat doch eine Absicht. Gegen die ich wiederum auch Nichts habe, wenn in Klammer der Zusatz (nach derzeitiger Erkenntniss der Wissenschaft) steht. Da sich die Wissenschaft bewegt und auf immer neue Erkenntnisse stösst, könnte es doch sein, dass sie morgen diese Wirkung, die wir behaupten, nachweisen kann.
Wenn sie einem sogenannten "Wilden" erklären, dass Wasser,Eis und Dampf ihrer Ansicht nach dasselbe ist, nämlich H2O, wird er sie für einen Idioten halten. Er WEISS dass Eis Felsen sprengen kann und Dampf Nahrung gar machen.
Die Wissenschaft ist nicht falsch, sondern unvollständig, darum sind ja auch Legionen damit beschäftigt neue Erkenntnisse zu suchen. Mein Problem ist nur, dass ich nicht solange warten kann, weil ich jetzt lebe.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 17.05.09 · 10:35 Uhr

@ S.S.T.

Das Recht auf freie Behandlungswahl muss an erster Stelle stehen. Mein Leben gehört zu allererst mir. Und Niemand sonst.

Betrug ist Betrug und gehört bestraft, Machen sie mal halblang lieber Herr, sie würden damit einen guten Teil der Schulmediziner ins Gefängnis bringen.
Wenn sie z.B. als Frau zu einem Arzt gehen, weil sie einen Ausschlag haben, und der macht den mit Kortison weg und sie haben dann als Folge eine Fehlgeburt, wie würden sie sowas bezeichnen. Das gibt es, und das sind keine Einzelfälle.
Aber das wissen sie halt nicht weil sie kein Homöopath sind. Das wurde mir von einem Schulmediziner bestätigt. Und zwar von Einem der die Augen offen hat und von der Sache was versteht.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 17.05.09 · 10:46 Uhr

@ Dr.E. Bernd

Da sie einen Dr. Titel haben und hier mitschreiben, habe ich sie für einen Mediziner gehalten. Wenn sie das nicht sind, entschuldige ich mich in aller Form. Obwohl der Vorwurf der Kollaboration mit den Nazis sowieso fast jedes Gewerk trifft, auch meines.

Kommentar-Direktlink E. Soterik· 17.05.09 · 11:48 Uhr

»Die Wissenschaft ist nicht falsch, sondern unvollständig, darum sind ja auch Legionen damit beschäftigt neue Erkenntnisse zu suchen.«

mensch … da gehen einem ja die schuhe auf!

was glauben sie denn, wie erkenntnisgewinn vonstatten geht?
hat jemals ein wissenschaftler behauptet, die wissenschaft sei "vollständig"?
sie wird es nie sein. das ist unmöglich. sie ist nach oben offen.
sie erheben da einen völlig absurden anspruch.

ihr glaubensgebäude hingegen ist nicht offen. ja, es wie jedes dogma vollständig. daß sich in sachen HP keine legionen mit forschung befassen, stimmt sie nicht nachdenklich? fragen sie sich nicht, wie es sein kann, daß die idee eines mannes mit bruchstückhaftem medizinischen wissen nicht der vervollständigung durch legionen von wissenschaftlern bedürfen kann? das ist doch zutiefst unlogisch.

das, was die wissenschaft jedem hokuspokus überlegen macht, das kritische hinterfragen, überprüfbarkeit und wiedeholbarkeit, die entwicklung, das wissen drum, daß man nie alles wird wissen können, das begreifen sie nicht nur nicht, nein, sie führen es sogar gegen die wissenschaft ins feld. aberwitzig!

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 17.05.09 · 13:12 Uhr

@ esoterik

Binden sie ihre Schuhe wieder zu.
Klar behauptet die Wissenschaft, die einzig gültige Wahrheit zu besitzen. Es ist die herrschende Ideologie der Gegenwart in unseren Breiten. Deswegen hat ihr Heidegger auch vorgeworfen nicht zu denken, weil denken immer die Infragestellung des Ausgangspunktes beinhaltet.
Ich habe kein Glaubensgebäude, sondern nur Richtlinien, nach denen ich vorgehe. Wenn die Homöopathie nicht mehr wirken würde, würde ich sie morgen wegwerfen.
Und darüber können sie nichts sagen, weil sie es nicht probiert haben, weil es ihre Ideologie verbietet. Das ist dumm, aber es ihr Recht dumm zu sein.
Es ist nicht die idee eines Mannes mit bruchstückhaften medizinischem Wissen.
Hahnemann war nur der Erste, der eine sehr alte Idee zu einem System ausbaute, das
besonders im 19. Jahrhundert von hervorragenden Leuten aufgegriffen und weiterentwickelt wurde und diese Entwicklung ist noch nicht zu Ende und sie wird auch nie zu Ende sein, sie ist nur soweit gediehen, dass man damit Krankheiten heilen kann auf schnellem unnachteiligem Weg. Und mehr verlange ich von keinem Medizinsystem. Es muss nur Krankheiten heilen können. Nichts weiter. Ohne gefährliche Nebenwirkungen die in der anderen Medizin gang und gäbe sind.
Sie könnten Einiges davon lernen, wenn sie unbefangen darauf blicken würden.
Sie wollen aber Nichts lernen, weil sonst ihre Ideologie in Frage gestellt sein würde.

Kommentar-Direktlink E. Soterik· 17.05.09 · 14:01 Uhr

"Klar behauptet die Wissenschaft, die einzig gültige Wahrheit zu besitzen."

»die wissenschaft« als solche kann schon mal gar nichts behaupten. sie, herr wilfert, unterstellen das beweisfrei.

karl popper dazu:
"Die Erkenntnis beginnt nicht mit Wahrnehmungen oder Beobachtungen oder Sammlung von Daten oder von Tatsachen, sondern sie beginnt mit Problemen. Kein Wissen ohne Probleme – aber auch kein Problem ohne Wissen."
und
"Wissenschaft wird immer eine Suche sein, niemals wirklich eine Entdeckung. Es ist eine Reise, niemals wirklich eine Ankunft."

einstein:
"Wir glauben, daß die Wissenschaft der Menschheit am besten dient, wenn sie sich von allen Beeinflussungen durch irgendwelche Dogmen freihält und sich das Recht vorbehält, alle Thesen einschließlich ihrer eigenen anzuzweifeln."

newton:
"Sein und Wissen ist ein uferloses Meer: Je weiter wir vordringen, um so unermeßlicher dehnt sich aus, was noch vor uns liegt; jeder Triumph des Wissens schließt hundert Bekenntnisse des Nichtwissens in sich."

und nun kommen sie mit:

"Deswegen hat ihr Heidegger auch vorgeworfen nicht zu denken, weil denken immer die Infragestellung des Ausgangspunktes beinhaltet."

herr wilfert, das haben sie ja vorgestern schon gwup geschrieben. es ist falsch. eine behauptung wie "die wissenschaft denkt nicht" ist einfach absurd. und heidegger ist nicht umsonst sehr umstritten …

"Wenn die Homöopathie nicht mehr wirken würde, würde ich sie morgen wegwerfen."

wie sollte das denn funktionieren? der placeboeffekt wirkt ohne ihr zutun. sie können ihn weder an- noch abschalten.

"Hahnemann war nur der Erste, der eine sehr alte Idee zu einem System ausbaute, …"

die erde als scheibe ist auch 'ne ausbaufähige sehr alte idee.

"… dass man damit Krankheiten heilen kann auf schnellem unnachteiligem Weg. Und mehr verlange ich von keinem Medizinsystem."

ihr dank geht an den falschen. was sie heilt ist o.g. placeboeffekt.

Kommentar-Direktlink Rincewind· 17.05.09 · 14:17 Uhr

Wilfert:"Klar behauptet die Wissenschaft, die einzig gültige Wahrheit zu besitzen. Es ist die herrschende Ideologie der Gegenwart in unseren Breiten."

Es scheint unmöglich zu sein, auch wenn man es Ihnen 1237564 mal sagt: Das Wort Wahrheit kommt in der jetzt existierenden Wissenschaft spätestens nach Popper nicht mehr vor. Wissenschaft ist eine Methode, Modelle der Realität zu erstellen und diese möglichst berechen- und vorhersehbar zu machen. Es geht nicht um Wahrheit, insofern ist es auch keine Ideologie. Sie erzählen schlichten Müll.

Was sich auch jedem klar denkenden Laien sofort erschließt - es gab noch nie eine kommunistische, kapitalistische oder sonstige Wissenschaft, oder meine sie ernsthaft, Chinesen würden die Flugbahn ihre Raketen mach alternativen Methoden berechnen? Bei Fidel Castro andere Zellmodelle gelten? Buddhisten ihre Tempel nach alternativer Statik bauen?

Wissenschaft beschreibt die Realität, so gut es geht. Darin hätte auch problemlos die Homöopathie platz. So sie denn einen Wirksamkeitsnachweis bringen könnte.

Aber Homoöopathen sind so ergriffen von ihrem Glauben an die göttliche Lebenskraft, dass es nur noch zu solipsistischen Wortergüssen reicht, Verdrängen der zahlreichen Widersprüche, die es bereits innerhalb der H. gibt als Königsdisziplin auszubauen.

Es ist schon unglaublich, wie voll Sie hier ihren Mund nehmen. Sie schwafeln von "Ideologie" und benutzen in gleichem Atemzug ein Medium, welches eben erst von dieser "Ideologie" geschaffen wurde.

Sie nehmen niemals Stellung zu konkreten Problemen der Homöopathie. Noch nicht mal zu Forschungen, die von Homöopathen betrieben, aber problematische Ergebnisse brachte. Oder habe ich was überlesen? Was sagen Sie denn zu der ganzen Adhäsionsproblematik bei der Potenzierung? Dass eigentlich fast nie das drin ist, was angegeben wird?

Oder dazu, dass Hahnemanns Initialversuch mit Chinin bis heute nicht nachvollzogen werden konnte? Dazu, das Hahnemann noch nicht mal ein Thermometer besaß?

Oder warum Homöopathie nicht wirken soll, wenn man im liegen liest. Oder onaniert? oder Kaffee trinkt?

Es ist ein einziges System von Ausreden, von grandiosen Projektionen und Spekulationen, eine einzige Beleidigung für den menschlichen Geist, eine Glaubensveranstaltung mit dem hl. St. Hahnemann. Und nebenbei natürlich für die Betreiber eine vorzügliche Einnahmequelle.

(Nebenbei: Im Internet kann man einen Eimer mit 1 kg neutralen Globulis für 35 Euro erwerben. Bedenkt man, das in Packungen im Grammbereich verkauft wird, kann man eine Ahnung davon bekommen, mit welch astronomischen Gewinnspannen da gearbeitet wird. Einen Nachweis, ob das Angegebene drin ist, kann man ja spätestens nach D12 nicht mehr führen, und alles was darüber hinausgeht soll ja besonders wirksam sein. )

Bringen Sie endlich Belege, welche Krankheiten Sie mit H. heilen können. Und zwar nur mit Homöopathie. Keine Fallgeschichten die man sich aus den Fingern saugen kann. Diabetes, Typhus, Cholera, Syphilis, Lepra, eine Sepsis. Aufauf, wo sind die Belege? Kann doch nicht so schwer sein.

Und warum findet man auf dieser Erde Homöopathen so gut wie nie in Entwicklungsländern, wo solche Krankheiten grassieren?

Homöopathie heilt keine Krankheiten. Sie ist selber eine.

Kommentar-Direktlink EinBuerger· 17.05.09 · 14:27 Uhr

@ Wilfert

Es ist offensichtlich, dass es Ihnen sehr schwer fällt auf meine Einlassungen bezüglich der Symptombehandlung einzugehen und dagegen zu argumentieren.
An dieser Stelle wird der Unterschied sehr deutlich.
Während die H. seit 200 Jahren still steht und versucht durch Behandlung der Symptome Krankheiten zu heilen, geht die evidenzbasierte Medizin stetig voran mit der Erkenntnissuche und sucht nach Ursachen.
Nur wer bereit ist die eigenen Erkenntnisse nicht nur in Frage zu stellen, sondern auch zu ergänzen oder wenn nötig über Bord zu werfen, der kann Fortschritte erzielen.
Die H. sitzt noch immer dem Trugschluss auf, das Symptom sei die Krankheit.
Sie kann nur deswegen existieren, weil es genug Leute gibt, die einfachste logische Zusammenhänge und die Nichterfüllung notwendiger Voraussetzungen für das Funktionieren des Wirkprinzips der H. ignorieren.

Kommentar-Direktlink Rincewind· 17.05.09 · 14:30 Uhr

Dass übrigens Homöopathen Heidegger öfters gut finden, ist nachvollziehbar. Sein Nichts, das im Nichts nichtet passt sehr gut zur Homöopathie, es scheint geradezu ihr Motto zu sein.

Kommentar-Direktlink GeMa· 17.05.09 · 15:44 Uhr

Ich denke mittlerweile, @Wilfert postet hier als agent provocateur - er will in Wirklichkeit die Homöopathie vernichten mit seinen Kommentaren. ;-D

Kommentar-Direktlink EinBuerger· 17.05.09 · 16:18 Uhr

Das Schweizer Radio DRS titelt online zur Abstimmung über Alternative Heilverfahren in die Verfassung:

"Neue Chance für sanfte Heilmethoden"

Zum Thema "sanft" muss man keine Worte mehr verlieren.

Im Artikel heißt es:

"Der Verfassungsartikel «Zukunft mit Komplementärmedizin» wurde mit 67 Prozent klar gut geheissen. [...] Garantiert ist die Rückkehr in den Grundkatalog aber noch lange nicht.
Zur Diskussion stehen Homöpathie, Anthroposophische Medizin, Phythotherapie, traditionelle Chinesische Therapie und Neuralthetrapie. Für die ersten vier dieser Methoden wurden schon vor der Abstimmung Vorgesuche gestellt."

Und hier trifft sich dies nun mit der Hauptforderung von Jürgen Schönstein, denn

"Fachgesellschaften müssen Gesuche an das Bundesamt für Gesundheit (BAG) stellen und belegen, dass die Behandlungsmethoden den auch für die Schulmedizin geltenden gesetzlichen Kriterien Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit entsprechen. (nab, sda)"

Ich denke, es wird spannend zu beobachten sein, wie die jeweiligen Fachgesellschaften in der Schweiz diese Forderungen erfüllen werden.

Der Artikel:

http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/schweiz/116957.klares-ja-zu-alternativer-medizin-zeichnet-sich-ab.html

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 17.05.09 · 16:41 Uhr

@ GeMa

Was, sie denken mittlerweile, das ist ja ganz was Neues. Habe ich doch nicht umsonst gepostet.

Kommentar-Direktlink GeMa· 17.05.09 · 16:52 Uhr

Ach Wilfert, jetzt nicht kindisch werden. :-)

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 17.05.09 · 17:07 Uhr

@ Ein Bürger

Als ich jung war, war Gesundheit der Normalfall, heute, nach ca. 40 Jahren intensiver Ausübung der wissenschaftlichen Medizin, sind wirklich Gesunde Ausnahmeerscheinungen. Da gibt es eine Menge Ausreden dafür, nur sie Tatsache bleibt bestehen. Allergien im stetigen Wachsen begriffen. Krebs ist nach milliardenschwerer Forschung genauso ein Problem wie zuvor.
Allein in Österreich gibt es 1,8 Millionen Schmerzpatienten. Der Industrie gefällt das, das Ganze ist ein Milliardengeschäft geworden. Mit gefällt das nicht.
Und dasss das Symptom nicht die Krankheit ist, und deshalb auch nicht als Symptom behandelt wird, sondern nur zur Mittelfindung dient kommt von der Homöopathie und ist 200 Jahre alt. Das ist nachzulesen. Also nicht schwindeln. Wenn die Schulmedizin das lernt ist es gut, denn die haben noch Einiges zu lernen.

Kommentar-Direktlink E. Soterik· 17.05.09 · 17:21 Uhr

"Krebs ist nach milliardenschwerer Forschung genauso ein Problem wie zuvor."

nee, es ist ein problem, aber keines "wie zuvor". sehr viele krebspatienten werden heute vollständig geheilt oder überleben signifikat länger als früher.

"… heute, nach ca. 40 Jahren intensiver Ausübung der wissenschaftlichen Medizin, sind wirklich Gesunde Ausnahmeerscheinungen."

das stimmt so nicht. allergien und krebs werden überdies nicht von der evidenzbasierten medizin verursacht, sondern in sehr vielen fällen durch unvernüftige lebensweise. weiland vor 40 jahren gabs weniger raucher, weniger leute mit sonnengeschädigter haut, weniger übergewicht usw.

die menschen hatten nie eine so hohe lebenserwartung wie heute. und das nicht trotz sondern dank der modernen medizin.

Kommentar-Direktlink rolak· 17.05.09 · 17:23 Uhr

@Albert Wilfert: /Symptombehandlung vs ganzheitlich/ Sie haben es ja schon weiter =»oben ignoriert, aber es ist nun einmal des Hahnemannes ureigenes Credo, ausschließlich Symptome sehen & behandeln zu können. Betreiben Sie doch einfach mal die von Ihnen selbst empfohlene 'wirklich ernste Studienarbeit' und befassen sich ein wenig mit dem, von dem Sie hier reden. Nur so als Vorschlag...

Kommentar-Direktlink Rincewind· 17.05.09 · 17:42 Uhr

"Als ich jung war, war Gesundheit der Normalfall, heute, nach ca. 40 Jahren intensiver Ausübung der wissenschaftlichen Medizin, sind wirklich Gesunde Ausnahmeerscheinungen."

Da mögen Sie sogar recht haben. Alle ernsthaft Kranken sind nämlich vorher weggestorben. Wer mit 40 an einer simplen Lungenentzündung stirbt, kann mit 80 keinen Krebs mehr bekommen. Wir haben heute in Europa die höchste Lebenserwartung, die es je gab. Aber sowas wird Sie mit Sicherheit nicht in Ihrem St. Hahnemann-Wahn beeindrucken.

Und Krebs? Warum verbreiten sie Lügen? Bestimmte Krebsarten sind heute zu fast 100% heilbar, z.B. Leukämie bei Kindern. Noch vor 20 Jahren fast undenkbar. Zeigen sie mir auch nur ein Kind, welches nur durch Homöopathie von Leukämie geheilt wurde. Wo sind die Fälle, wo eine Sepsis mit H. kuriert worden sind? Wo Syphilis? Soll ich wirklich das Aufzählen anfangen? Wo sind die Fälle, wo?

Ihre überhebliche Arroganz bez. Schmerzpatienten können Sie sich gerne sonstwohin stecken, die Homöopathie hat bei ernsthaften Schmerzen jenseits einer Befindlichkeitsstörung exakt nichts, null zu bieten.

Sie ignorieren 60 Jahre pharmakologische, chemische und biochemische Forschung, die so massive Fortschritte gemacht hat, wie sie die Homöopathie in einer Million Jahren nicht machen wird. Sie klammern sich lieber an ein absurdes Konzept von "Lebenskraft" "Miasmen" und göttlicher Fügung. Wie war das nochmal, warum wirkt Homöopathie nicht, wenn man im liegen liest?

Ach so, entschuldigung, ich vergas, dass Sie niemals zu konkreten Fragen Stellung nehmen.

Dann kann ich mir ja auch die Frage sparen, wie Sie sich das erklären, dass in Ländern mit vergleichbarer moderner Medizin aber kaum Homöopathie betrieben wird, es so gut wie keinen Unterschied im Gesundheitstatus und der Lebenserwartung gibt?

Aber klar, es wird Ihrerseits niemals konkrete Antworten, nur Pauschalbeschimpfungen geben.

Ich wiederhole mich gerne: Homöopathie heilt nicht, sie ist selber eine Krankheit. Anscheinend eine, die als erstes die Vernunft befällt.

Kommentar-Direktlink E. Soterik· 17.05.09 · 17:58 Uhr

wo soll er die antworten auch herbekommen. er tut, was er kann. mehr is nicht drin – in der homöopathie.

Kommentar-Direktlink Rincewind· 17.05.09 · 18:18 Uhr

@E. Soterik: Was nervt ist, dass Homöopathie und artverwandte Geisterkulte (Anthroposophie) Wissenschaftsmimikry betreiben. Sie wollen so gerne dazugehören. Vermutlich, weil sich das zeitgeistig so gehört, was ernst genommen will, bedarf einer wissenschaftlich klingender Terminologie. Da sie nichts wirklich zu sagen haben außer Hahnemann/Steiner etc ist Gott, sich in einem komplett geschlossenen System befinden, ist regelmäßig ein übler lange anhaltender Sprechdurchfall die Folge.

Esoteriker aller Art, die meinen, sie betrieben Wissenschaft, kann man eigentlich schon an der
Länge ihrer Beiträge in Relation zum Aussagegehalt erkennen. Sie können nichts anderes als Schwafeln, und arbeiten stets mit der Hoffnung, der Leser sähe in dem ermüdenden Quatsch eine persönliche Unfähigkeit um sich darüber dann Respekt zu verschaffen. Ehrlichkeitshalber muss man natürlich sagen, dass sowas nicht nur bei Esoterikern vorkommt, wie man spätestens seit Sokal weiß.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 17.05.09 · 18:24 Uhr

@ rincewind

Schön langsam wird das anstrengend.

Hier ist wieder der klassische Denkfehler. Diese Medizin, die heute betrieben wird, gibt es gerade einmal 40 Jahre, d.h. die von Anfang damit behandelt wurden sind ca. genauso alt. d.h. dieser Beweis der höheren Lebenserwartung explizit durch die Medizin ist noch zu erbringen.
Hahnemann wurde übrigens 89 und führte seine Praxis bis zuletzt. (Mitte 19.Jhdt.)

Vor ca. 2 Wochen kam eine amerikanische Studie raus, die dieses Schlussresume über Krebs beinhaltete. Ich habe 4 Bekannte gehabt im Alter von ca. 43-76 Jahren. Alle voll behandelt. Alle tot.

Natürlich behandelt die Homöopathie Schmerzpatienten, wo haben sie den Blödsinn her. Die Nennung der Zahl kann man beim besten Willen nicht Arroganz nennen.

Ich ignoriere nicht 60 Jahre Forschung, ich meine nur, dass sie auf diesem Gebiet wenig Erfolg gebracht hat, ausser auf dem Gebiet der Chirurgie, die durch die technische Entwicklung wirklich rasante Fortschritte gemacht hat.

Doch schon Hippokrates hat die Chirurgie von der eigentlichen Medizin abgetrennt, und zwar aus gutem Grund. Denn wenn sie zum Chirurgen müssen, ist das oft ein Zeichen dass die eigentliche Medizin versagt hat.

Der Gesundheitsstatus hängt von vielen anderen Dingen ausser der Medizin ab. Da müsste man schon genauer hinschauen bevor man solche Behauptungen macht.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 17.05.09 · 18:33 Uhr

@ esoterik

Ich bin Techniker und Handwerker. Ein absolut nüchtern denkender Mensch. Mit Esoterik habe ich so gut wie nichts am Hut. Für mich sind das Dummerln, manchmal zwar nett, aber sonst nicht wirklich ernstzunehmen. Dass Homöopathie dauernd im Zusammenhang mit Esoterik genannt wird ist bedauerlich, aber falsch. Für mich ist das ein ganz präzises wissenschaftliches System der Behandlung von Krankheiten.
Und wer sich damit wirklich befasst, wird das genau so sehen. Es gibt nur keinen rein materialistischen Ausgangspunkt, wie in der Schulmedizin. Man geht von einer Lebenskraft aus, die man bei jedem Menschen sehen und spüren kann, nur halt nicht abmessen. Aber dass sie vorhanden ist, ist für mich ohne Zweifel. Und dass diese Vitalität ein ganz wichtiger Faktor bei der Behandlung von Krankheiten ist, steht für mich ausser Frage.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 17.05.09 · 19:49 Uhr

An alle grossen Geister hier im Forum

Die Schweizer haben heute mit 67% zu 33 % für die Verankerung der Komplementärmedizin in der Verfassung gestimmt. Ein klares Votum.
In einem Land mit direkter Demokratie. Wir sind da noch etwas zurück
hier muss man sich noch mit Kleingeistern jeder Art herumschlagen.

Kommentar-Direktlink GeMa· 17.05.09 · 20:12 Uhr

Ich kann anläßlich des heutigen Abstimmungsergebnisses in der Schweiz meine heimliche Schadenfreude auch nicht ganz verbergen. Neben dem Frust, dass sich sämtliche Befürchtungen über die weitverbreitete Sehnsucht nach Aberglauben und Mystik mal wieder bestätigt haben.

Schadenfreude deshalb, weil die mündigen, allgemeingebildeten Bürger ein weiteres Mal auf billigstes Marketing, auf die Vermarktung leerer Versprechen reingefallen sind und sich dabei sicher noch sehr überlegen und aufgeklärt vorkommen. Sie merken es nicht mal. Immerhin werden sie von denen und hofiert, von denen sie betrogen, bzw. auch nur benutzt werden. Hier genügt das Schlagwort "kritischer/mündiger/aufgeklärter Patient" - man braucht nicht mal Werbegeschenke oder Pröbchen verteilen.

Es gibt eine rasant wachsende Branche, wo ebenfalls mit derselben Marktpsychologie leere Versprechen verkauft, Sehnsüchte in bares Geld umgewandelt werden. Die Kosmetikindustrie funktioniert exakt nach den gleichen Regeln ;-) und die Leute reißen es einem wirklich dankbar aus der Hand. Solange jemand öffentlich vorturnt, wie schön, erfolgreich und sexy er damit geworden ist. Mehr ist gar nicht nötig. Hinter die Kulissen schauen und nach belastbaren Daten für die Versprechen zu fragen, kommt so gut wie niemals vor. Die Menschen wissen, dass sie dann einer weiteren Hoffnung beraubt werden könnten. Also rasch die Finger in die Ohren und lalala gesungen und ja nicht wirklich kritisch nachschauen.

Je undurchschaubarer oder je mehr Technikwoo komplementär (das gibt es in der K branche natürlich auch) dazu kommt, den Otto-Normalo nicht mehr auf den ersten Blick durchschauen kann, umso größer die Beträge, die man dafür - auch für die Mittelchen - kassieren kann. Für Homöopathen ist nach oben hin also noch einiges offen.

Wenn man hergeht und den Supertraumantifaltenfeuchtigkeitsfoo begründet mit so simplen Analogien, wie : wirkt, weil aus Kakteen, denn bekanntlich speichern Kakteen ja Wasser, fällt die besondere Blödheit solcher Argumente dem Publikum keinesfalls auf!

Ganz im Gegenteil, es fühlt sich total logisch und wissenschaftlich an und man weiß doch, dass Kakteen Wasser speichern, ne. Warum ausgerechnet Kaktussaft dafür verantwortlich sein soll und das Gleiche ausgerechnet in menschlicher Haut tun können soll - fragt keiner.
Abgesichert mit wissenschaftlicher Terminologie "Labor xyblah, wissenschaftlich getestet an 4 Hausfrauen, wovon 68% eine deutliche Verbesserung nach 4 Wochen bemerkten". Preisschild drauf und fertig.

Was wirklich drin ist, wie es wirklich funktioniert oder auch nicht, ist Verbraucher gar nicht fähig, zu erkennen. Will er auch gar nicht. So solls sein. Im Bedarfsfall schieben wir einfach ein paar Erfolgs-Homestories und Umsatzjubelmeldungen hinterher - mehr braucht es nachweislich nicht. Das passt und funktioniert.
Dann noch das Belohnungssystem anschmeißen : "kritischer Verbraucher/vom Guten das Besondere" und schon stimmt die Kasse.

Ich finde es jedenfalls prima und bin immer wieder begeistert, _wie_simpel_ das funktioniert - ohne dass man wirklich einen echten Mehrwert, irgendeinen echten Nachweis für den Käufer liefern muß. Gutes Gefühl reicht und ist ja auch schon was ;-)

Was den einen die Kaktusanalogie, mit der man wirklich prächtig verdient - ist den Homöopathen und Anthros die Torfmoosanalogie, die Hundekacke und Brustkrebsgeschwür und Mondstrahlen verrieben in D 30.

Gegen Arbeitslosigkeit und sonstige Malaisen - Hundekacke D 30. Schon fühlt man sich nicht mehr so in die Ecke abgelegt.

Weil Torfmoos da wächst, wo sich Wasser staut, beseitigt es konträrmedizinisch auch Blutstau im Innenohr. Ist doch ganz logisch oder? http://www.nzz.ch/blogs/nzz_votum/nzzvotum_komplementaermedizin/lasst_sie_reden_1.2547134.html

Sind die nichtmaterialistischen Lebenskräfte mal ganz dolle verstimmt - Wärmflasche unter die Füße schnallen und zack, rutschen die Lebenskräfte ein Stück runter, wo sie (laut dem unsichtbarem Geisterbuch) eigentlich hingehören.

Meine Oma sagte früher : "wenn Du schlecht hörst, wasch Dir die Füße Kind, dann rutscht der Dreck nach und die Ohren sind wieder frei!" Sie meinte das nie ernst, sondern witzig, heute ist es "präzises wissenschaftliches System der Behandlung von Krankheiten".

Es ist zum Totlachen.

Danke an alle Nichtkleingeister! Bitte weiter so. (Wer jetzt gefrustet ist über das Abstimmungsergebnis - bitte, man kann auch anders und viel einfacher Geld verdienen. Es muß nicht immer ehrliche Arbeit oder so ein überalterter Mist wie Patientenschutz sein.) Die Menschen möchten das so, also keine falsche Scham und kein schlechtes Gewissen mehr.


Kommentar-Direktlink E. Soterik· 17.05.09 · 20:22 Uhr

"Hier ist wieder der klassische Denkfehler. Diese Medizin, die heute betrieben wird, gibt es gerade einmal 40 Jahre, d.h. die von Anfang damit behandelt wurden sind ca. genauso alt. d.h. dieser Beweis der höheren Lebenserwartung explizit durch die Medizin ist noch zu erbringen."

sie geben sich ja mühe. leider umsonst: einen anfang hatte die HP.
»diese medizin« hatte aber keinen anfang, schon gar nicht vor 40 jahren.
schauen wir uns das in zahlen an:
die ersten impfungen gegen pocken gabs bereits 1714, gegen tollwut 1885. das penicillin wurde 1928 entdeckt. robert koch entdeckt den milzbranderreger 1878, den tuberkoloseerreger 1880, ignaz semmelweis legte die grundlagen der heutigen hygiene ende des 19. jh., die anästhesie mit äther stammt aus der mitte des 19. jh., röntgenaufnahmen in etwa zeitgleich … antibabypille 1960, 1. herztransplantation 1967 …


wie sie sehen, wenn man überhaupt einen beginn der modernen medizin festmachen kann, dann lag der nicht vor 40 jahren.

die menschen, die heute 80 werden, sind schon länger mit der modernen medizin der jeweiligen zeit behandelt worden. der beweis für die gründe der erhöhten lebenserwartung ist längst erbracht: ein grund ist die moderne medizin.

"Ich habe 4 Bekannte gehabt im Alter von ca. 43-76 Jahren. Alle voll behandelt. Alle tot."

ich wiederhole meine frage: warum haben sie die nicht von HP überzeugt?

"Für mich ist das [HP] ein ganz präzises wissenschaftliches System der Behandlung von Krankheiten."

na eins geht nur: entweder, sie finden wissenschaft hat im gegensatz zu HP keine »wahrheit« und muss noch viel lernen, oder HP kann keine wissenschaft sein.

außerdem müsste ein wissenschaftliches system in einem wissenschaftlichen system bestehen. und das ist nicht der fall.

das abstimmungsergebnis in der schweiz überrascht mich nicht. demokratie ist diktatur des durchschnittes.

Kommentar-Direktlink Rincewind· 17.05.09 · 21:12 Uhr

Wilfert: "Wir sind da noch etwas zurück
hier muss man sich noch mit Kleingeistern jeder Art herumschlagen."

Dann können sie ja als Großgeist endlich, endlich wenigstens auf nur eine konkrete Frage von ganz vielen eine Antwort geben, um unsereins zu erleuchten.

Wie vorhergesehen, gehen Sie auf keinerlei Frage ein, Sie glauben, ignorieren.

Haben Sie denn nicht einen einzigen Fall wenigstens, der eine rein homöopathische Heilung einer ernsthaften Erkrankung belegt?

Kommentar-Direktlink S.S.T.· 17.05.09 · 21:18 Uhr

@ Albert Wilfert

Das Recht auf freie Behandlungswahl muss an erster Stelle stehen. Mein Leben gehört zu allererst mir. Und Niemand sonst.

Das sei Ihnen unbenommen. Wie ich bereits schrieb, lassen Sie sich doch nach Strich und Faden betrügen. Von mir aus können Sie auch aus dem 10. Stock springen, sofern unten keine Passanten rumlaufen. Wenn allerdings der Notarztwagen kommen muss, gefolgt von Intensivstation, nur weil mal wieder ein Homöophsychopath seine Grenzen überschritten hat, hört für mich der Spaß auf, denn für diese Nebenwirkungen der ach so sanften HP-Medizin zahle ich pers. mit.

Kommentar-Direktlink EinBuerger· 17.05.09 · 21:28 Uhr

@ Wilfert

Das Leseverständnis und die Logik sind nicht so Ihre Sache, was?

Ich wiederhole das Zitat an dieser Stelle gerne.

"Fachgesellschaften müssen Gesuche an das Bundesamt für Gesundheit (BAG) stellen und belegen, dass die Behandlungsmethoden den auch für die Schulmedizin geltenden gesetzlichen Kriterien Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit entsprechen."

Für Sie übersetzt: bei diesen Voraussetzungen wird es nie eine Anwendung der alternaiven Heillosverfahren in der Schweiz geben. Wenn es dennoch einer schaffen sollte, bekommt er neben den 100.000 von Herrn Ernst übrigens auch die 1.000.000 von Mr. Randie dazu

Kommentar-Direktlink S.S.T.· 18.05.09 · 08:26 Uhr

Gericht verbietet alternative Behandlung für krebskrankes Kind Es ist ein umstrittenes Urteil: Ein Gericht in den USA hat den Eltern eines krebskranken Jungen verboten, ihr Kind mit alternativen Methoden behandeln zu lassen. Der Anwalt der Familie jedoch kritisierte die Entscheidung scharf.

Minneapolis - Der Richter fand deutliche Worte: Das Kind sei "medizinisch vernachlässigt" und müsse geschützt werden, so John Rodenberg in dem am Freitag veröffentlichten Urteil. Der 13 Jahre alte Daniel Hauser wisse kaum, wie es um ihn stehe.

Die Eltern hatten die Chemotherapie ihres Sohnes nach nur einer Behandlung abgebrochen und dies mit ihrer religiösen Überzeugung begründet. Sie wollten stattdessen Methoden anwenden, die auf indianischen Überlieferungen basieren.


Ärzte haben erklärt, der am Non-Hodgkin-Lymphom erkrankte Daniel habe eine Chance von 90 Prozent, mit herkömmlicher Strahlen- und Chemotherapie geheilt zu werden. Ohne diese Behandlung sänken seine Überlebenschancen auf fünf Prozent, hieß es.

Der Anwalt der Familie, Philip Elbert, kritisierte das Urteil. Das Gericht kümmere sich nicht um die Entscheidung der Eltern und sei ein Beleg für die Anmaßung des Staates, der glaube, er wisse am besten, welche Entscheidungen richtig seien.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,625204,00.html

Soweit zur Eigenverantwortung von Schutzbefohlenen.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 18.05.09 · 09:25 Uhr

@ rincewind

Einen einzigen Fall? Hunderte. Aber wenn ich hier Literatur angebe, weigert man sich sie zu lesen. Ich selbst habe ein ziemlich schwieriges Problem mit Hilfe der Homöopathie gelöst, die Details würde ich aber nur persönlich erzählen, und nicht hier.
Ich habe das auch nicht für möglich gehalten, weil die Haltung der Natur wissenschaft dazu völlig logisch ist. Wie soll das wirken? Ich bin Techniker und habe genauso gedacht. Bis ih einsehen musste, dass diese Haltung zwar nicht falsch aber unvollständig ist. Das Leben als solches entzieht sich der Messbarkeit. Man kann es zwar nmit den Sinnen wahrnehmen, nicht aber auf die Waage legen.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 18.05.09 · 09:37 Uhr

@ S.S.T

Ich hatte 4 Bekannte, die hatten Krebs, gingen zur Schulmedizin und waren nach 2-3 Jahren tot. Das kann wahrscheinlich jedes Medizinsystem. Damit muss sich niemand brüsten.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 18.05.09 · 09:47 Uhr

@ Ein Buerger

Ich habe Dr. Edzard Ernst eine mail geschrieben wegen der 100000 $, Als Antwort bekam ich eine Absage. Das Angebot sei abgelaufen. Das war also nur ein Verkaufsgag für sein Buch, eine glatter Schwindel also. Streng wissenschaftlich. Die mail kann ich ihnen zeigen, wenn sie es wünschen.
Ich mag auch das Video von Randi, wo er über die Homöopathie herzieht. ich kann herzlichen lachen darüber. Er hat recht, es ist logisch. Er übersieht nur Etwas.
Aber das ist nicht mein Problem.

Kommentar-Direktlink S.S.T.· 18.05.09 · 09:50 Uhr

@ Albert Wilfert

@ S.S.T

Ich hatte 4 Bekannte, die hatten Krebs, gingen zur Schulmedizin und waren nach 2-3 Jahren tot. Das kann wahrscheinlich jedes Medizinsystem. Damit muss sich niemand brüsten.

Es tut mir leid um ihre Bekannten. Aber was wollen Sie damit ausdrücken? Dass diese mit reiner HP-Behandlung geheilt worden wären oder was?

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 18.05.09 · 09:59 Uhr

@ GeMa

Gestern habe ich mit einem Bekannten gesprochen, 78 Jahre alt hat seit dem Tod seiner Frau Herzbeschwerden. Kriegt jede Menge Zeugs, kann jetzt nur mehr mit Mühe über die Strasse gehen. Ein "Spezialist" gibt ihm gegen Kopfweh ein Antiepiletikum, das das Kopfweh erleichtert. Der Mann ist niemals Epileptiker.
Er kennt sich nicht aus, und das Medikament erleichtert sein Kopfweh. Als er eine weitere Dosis haben, will verweigert ihm seine ständige Ärztin das Rezept.
Er geht wieder zum Ersten und der gibt ihm zwei Kleinpackungen, die so nicht im Handel erhältlich sind und knöpft ihm dafür den doppelten Preis ab. Das ist wirklich wissenschaftliche Medizin.

Kommentar-Direktlink radicchio· 18.05.09 · 17:37 Uhr

"Gestern habe ich mit einem Bekannten gesprochen …"

empfehlen sie ihm doch HP.

und beantworten sie bitte, warum sie das bei ihren anderen bekannten versäumt haben. möglicherweise haben sie diese armen menschen indirekt auf dem gewissen!

hunderte fälle, das ist schon sehr beeindruckend. aber wenn es dann so einfach, so offenkundig und überwältigend greifbar ist, warum kann niemand die wirkung von HP wenigstens statistisch beweisen? wenn man ihre beiträge liest, scheint das doch das größte rätsel der HP zu sein.

Kommentar-Direktlink Ralf L.K.· 18.05.09 · 23:12 Uhr

Potenzierung ?
Da bleibt ab gewissen Verdünnungen eh alles an der Glaswand hängen !

Es erscheint mir sogar gefährlich wenn Glasgefäße mit höher konzentrierten Lösungen wie Arsen einfach später nochmals für Verdünnungen genommen werden.
Da kann am Ende schon einiges noch in der Lösung zurück bleiben.

Die Homöophathie gibt kleine Nachweise für Real-Konzentrationen an obwohl heute analytisch durchaus zugänglich.

Das ist mehr als nur windig - das ist sogar als gefährlich einzustufen.
Solange nicht analytisch bestätigt ist dass die Lösungen unbelastet sind dürfte sowas nach meiner Meinung nicht verkauft werden.

Dass man diesen Quatsch auch noch Naturmedizin nennt ist eine Beleidigung für Jahrhundert an echter Naturmedizin unsrere weltweiten Vorfahren.
Viele Pflanzen enthalten Vorstufen und Verwandte heutiger Arzneien. Nicht so optimal wie echte Pharmaka, aber durchaus weit mehr als nur Hokuspokus.

Trotzdem ist Naturmedizin problematischer als die gut überwachten und dokumentierten Pharmaprodukte. Und die enthalten kaum Substanzen, die nicht auch die Natur längst ausprobiert hat.

Kommentar-Direktlink Dr. E. Berndt· 18.05.09 · 23:32 Uhr

Zitiert aus:
http://kritischgedacht.wordpress.com/2008/06/04/aberglaube-homoopathie/
ABERGLAUBE HOMÖOPATHIE ESOTERIK
Was aber weniger bekannt ist, ist die Tatsache, daß Homöopathie eine esoterische Pseudowissenschaft ist. Die Übereinstimmungen zwischen Homöopathie, Astrologie und Numerologie (auch Kabbala) sind evident.

Dazu einige Beispiele:

Gleicher geistiger Background, gleiche Terminologie (bei Hahnemann nachzulesen): „Uridee, Archetypen, geistiges Wesen der Ursubstanz, Urgrund, Urübel = Erbsünde (Miasma), kosmische Urkraft“ etc. (gemeint ist der Schöpfer, die Schöpfung, Urgrund Gott).

Das „senkrechte Denken“ der symbolischen Astrologie („die Uridee durchzieht alle Ebenen von oben bis unten, im Sinne von wie oben so auch unten), manifestiert sich eindrucksvoll in der Homöopathie („Heilung von oben nach unten“ und 10er-Hierarchien).

Gemeinsame „heilige Zahlen“: die 12 (Sternbilder, Tierkreiszeichen, Häuser, 12-Götterkollegium der Griechen und Germanen, 12 Apostel, 12 Stämme, 12 Modalitäten der Arzneifindung), die 10 (10 Planeten der Astrologie, 10 Sefirot – als „Manifestationen Gottes“, 10 Gebote, 10 Stämme, 10 Organ- und Emotionshierarchien der Homöopathie); die 4 (4 Elemente, 4 Säfte, 4 Himmelsrichtungen, 4 Quadranten des Horoskops, 4 Konstitutionstypen); die 5 (5 chinesische Elemente, 5 als die Zahl Jehovas in der Kabbala, das Pentagramm als Symbol der Gesundheit und zur Abwehr von Dämonen im Mittelalter; die homöopathische Dosiseinheit 5 ist möglicherweise davon abgeleitet).

Bemerkenswert ist auch die Übereinstimmung der Analogien zwischen astrologischem Götterglauben (Jupiter, Mars und Co) und der Homöopathie. Ein Beispiel: Das Sternbild Widder wurde in der Antike (und in der Astrologie) mit dem Kriegsgott Mars in Verbindung gebracht. Der rote Planet Mars wird in der Astrologie mit Blut, Feuer, Wildheit, Schrecken etc. in Analogien verbunden (siehe: spirituelle Eigenschaften der Planeten und Tierkreiszeichen). Es folgt daraus die Analogie: „Mars … Element Feuer, Farbe rot, Organe, Blut, Blutgefäße, feurige Entzündungen, Marspflanzen“. Es ist kein Zufall, daß Erkrankungen, die mit heftigen, akuten fiebrigen Symptomen einhergehen und Blutungen bzw. Blutstau von der Homöopathie mit „Marspflanzen“ (Aconitum, Allium cepa, Belladona etc.) therapiert werden. Die Liste dieser Beispiele ließe sich beliebig fortsetzen.

Schlußfolgerung: Homöopathie ist eine esoterische Behandlungsmethode (mit Wurzeln im Götterglauben der Antike). Die Homöopathie ist ein dogmatisches, in sich geschlossenes Denksystem, das sich (im Gegensatz zur Naturwissenschaft) nie selbst in Frage stellt. Die Befürworter und Nutznießer der Homöopathie verhalten sich ähnlich wie religiöse Fundamentalisten. Kritiker werden mit allen Mitteln bekämpft und man sieht sich stets in der Opferrolle.

Die „Wirksamkeit“ der Homöopathie entspricht der eines (teuren) Placebos. Homöopathie und Aberglaube sind miteinander untrennbar verbunden.

Dr. Theodor Much

Kommentar-Direktlink GeMa· 19.05.09 · 08:18 Uhr

@Wilfert
Ich weiß ja nicht, was ich mit Deinem Bekannten zu tun habe oder was mir der Kommentar überhaupt mitteilen will - Soll ich dazu etwa eine Wertung über das Medikament bei ihm abgeben, mal so über die virtuelle Diagnoseglaskugel? Oder ist das nur ein weiterer total hinkender Einwurf gegen die EBM?

Da hast Du schon wieder mal den Kardinaldenkfehler begangen. Egal, welche Gründe das hin und her hatte : selbst eine falsche Anwendung von EBM ist nicht gleichbedeutend mit EBM ist falsch.
Was Du selektiv nicht wahrhaben willst, denn ganz oben in einem Kommentar hattest Du noch gemeint : wenn Homöopathie falsch angewendet wird und es dadurch zu Mißerfolgen kommt, ist es nicht gleichbedeutend mit Homoöpthie wäre falsch.

An dem Punkt hast Du Dich also schon selbst disqualifiziert ;-).

Wenn der Mann mit Herzbeschwerden (welche Ursachen von vielen denkbaren die auch haben) und jeder Menge Zeugs (welche Wirkungen/Wechselwirkungen von vielen denkbaren die "Zeugs" auch haben mögen) nur mehr mit Mühe über die Strasse gehen kann (aus welchem Grund auch immer) - soll wohl suggeriert werden, er kann wegen der Medikamente/wegen der Ärtze kaum noch gehen.

Er bekommt also noch ein Antiepileptikum (welches von vielen auch immer - s.o. die anderen "Zeugs" kennt auch keiner) - obwohl er kein Epileptiker ist.
Schön - das zeigt nur ein weiteres mal Dein totales Unwissen. Von off-label Medikation hast Du noch nie gehört. Mit der damit einhergehenden Problematik, off-label Verordnungen mit der Kasse überhaupt abrechnen zu können, hast Du demzufolge erst recht keine Ahnung. Der Rest Deiner Bashing-story deutet nämlich darauf hin ;-) Das qualifiziert Dich also schon ungemein, über die Wissenchaftlichkeit/Unwissenschaftlichkeit der EBM mitzureden und Urteile darüber zu fällen.
Der "Spezialist" (welche Disziplin auch immer, außer Gynäkologe und Pädiater nehme ich an) hat sie ihm gegeben - und es hat geholfen. Das zeigt sehr beeindruckend, dass Medikamente mit Wirkstoffen generell nicht helfen - klar doch.

Ein Folgerezept von seiner ständigen Ärztin bekommt er nicht - tja, da machst Du Dich besser mal bei Ulla Schmidtchen schlau, vlt. gehört der ältere Herr mit jeder Menge "Zeugs" zu den Bedauernswerten, denen die quartalweise Zuteilung eines Budgets jetzt zu schaffen macht. Keine Ahnung. Auch dafür gibt es jede Menge denkbare Ursachen - die nichts mit EBM an sich zu tun haben.

"Er geht wieder zum Ersten und der gibt ihm zwei Kleinpackungen, die so nicht im Handel erhältlich sind und knöpft ihm dafür den doppelten Preis ab." Tja - ich kenne die Packungsgrößen und Preise unbekannter Medikamente nicht. Sorry. In der Glaskugel sehe ich nur, dass es keine unverkäuflichen Muster gewesen sein können, die man bei Bedarf mal unentgeltlich verteilt - mehr nicht.

Was sagt uns jetzt Dein ganzer wichtiger Kommentar als Beweis der unwissenschaftlichen Medizin? Richtig - nix. Er ist die übliche Grütze, die nichts mit dem Thema und erst recht nichts mit Jürgen Schönsteins Artikel zu tun hat.

Gut, indirekt vielleicht : wir sind derzeit in der nächsten Runde der Budgetierung angelangt und es gibt schon wieder Diskussionen, welche Leistungen aus den Kassenkatalogen gestrichen werden sollen. Weil sie eher unnötig oder nur die Kosten-Nutzen-Relation ungünstig ist.

Man könnte doch vermuten, dass das pushen von Homöopathie und Antrho als Billigversion und Ruhigstellen fürs Volk politisch gewollt ist. Nur so ´ne unbelegte Vermutung von mir ;-). Es geht ja immer stark um Gespräche, niedrigschwellige Psychotherapie - ist ja auch nachvollziehbar. Das Gespräch in der echten Medizin wird nicht bezahlt und flatrate umsonst gibt es auch nicht. (oder arbeitet einer der Blogger/Kommentatoren hier für umsonst?)
Statt ehrlich über das Problem zu reden, wird der HP und Konträrmedizin installiert. Da bezahlt Patient bar ohne Diskussion. Ist zwar eine verlogene, aber eine sehr pragmatische politische Lösung.

Kommentar-Direktlink Sentient6· 19.05.09 · 09:36 Uhr

Interessanter Artikel heute in der TAZ, sehr sympathisches Interview:

http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/%5Cvampire-haben-meine-sympathie%5C/

Kommentar-Direktlink radicchio· 19.05.09 · 11:07 Uhr

"Was sagt uns jetzt Dein ganzer wichtiger Kommentar als Beweis der unwissenschaftlichen Medizin? Richtig - nix."

der herr wilfert hat das induktionsproblem nicht verstanden und wird es auch nie verstehen. er kann nur vom besonderen auf das allgemeine schließen, weil es ihm an logik und fähigkeit zur abstraktion mangelt.

Kommentar-Direktlink Gert· 19.05.09 · 16:09 Uhr

@Wilfert:
"Für mich ist das ein ganz präzises wissenschaftliches System der Behandlung von Krankheiten."
"...entzieht sich der Messbarkeit."
Wie passen diese beiden Aussagen zusammen? Wie kann etwas ganz präzis wissenschaftlich sein, das sich gleichzeitig der Messbarkeit entzieht?

Kommentar-Direktlink Krishna Gans· 20.05.09 · 14:32 Uhr

Das Mainzer Kohleheizkraftwerk sei aber nötig, um die Netzstabilität in der Region zu sichern. Der Strom, der in Mainz aus jeder Steckdose komme, komme physikalisch gesehen vom Kraftwerk auf der Ingelheimer Aue. Kaufmännisch betrachtet könne die Entega Strom aus norwegischen Wasserkraftwerken beziehen und damit bei ihren Kunden mit Öko-Strom werben.

Das ist Ökostrom in homöopathischen Dosen ©

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 21.05.09 · 18:20 Uhr

Man sollte einmal verstehen dass das wissenschaftliche Denkgebäude von einer Annahme ausgeht. Nämlich der, dass alles Leben eine materielle Entsprechung hat.
und somit messbar ist. Ist diese Annahme fehlerhaft, ist es das ganze Denkgebäude das darauf fusst. Das war Heideggers Vorwurf an die Wissenschaft. Nicht zu denken.
Weil denken immmer bedeutet, sich des Ausgangspunktes bewusst zu sein.
Und so funktioniert die Wissenschaft bei Handys und Atombomben, aber nur eingeschränkt bei den Lebewesen. Die Bilanz der wissenschaftlichen Medizin spricht eine deutliche Sprache. 1/4 der Östereicher z.B. können vor Schmerzen nicht mehr ohne Drogen leben. Wer das als Erfolg verkaufen will., ist ein Dummkopf. Die Ausrede, das die Menschen halt immer älter werden zieht nicht. Ein grosser Teil dieser Schmerzpatienten ist gerade einmal 50 Jahre alt.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 21.05.09 · 18:32 Uhr

@ GeMa

Die Packungsgrössen und die Handelspreise für Medikamente sind ganz einfach im Internet abrrufbar.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 21.05.09 · 18:40 Uhr

@ Gert

Enzieht sich der Messbarkeit durch wissenschaftliche Gerätschaft.
Daneben gibt es knapp 7 Milliarden Geräte, bei denen der Effekt sehr wohl erkennbar ist, nämlich bei den Menschen.

Kommentar-Direktlink GeMa· 21.05.09 · 19:33 Uhr

Ich soll ein unbekanntes Medikament in Packungsgröße N unbekannt im Internet suchen? *gacker* Das ist ja noch dümmer, als man bisher schon annehmen mußte.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 21.05.09 · 21:10 Uhr

GeMa

Sie sollen es nicht, ich habe es getan. Und das Ergebniss ist eindeutig.
Aber hier ist ein schlechter Platz solche Einzelheiten zu besprechen.

Kommentar-Direktlink Gluecypher· 22.05.09 · 15:59 Uhr

@Wilfert

Man sollte einmal verstehen dass das wissenschaftliche Denkgebäude von einer Annahme ausgeht. Nämlich der, dass alles Leben eine materielle Entsprechung hat. und somit messbar ist.

Sie haben offensichtlich eine falsche Vorstellung davon, was ein Messinstrument ist. Sie sind zum Beispiel ein Messinstrument für die Temperatur oder für Giftgase. Zwar ein ziemlich bescheidenes und im Fall der Giftgase nicht mehrfach verwendbar, aber immerhin. Denn Messung heisst nichts anderes als den Zustand eines Systems und dessen Veränderung unter bestimmten Einflüssen zu betrachten und aufzuzeichnen. Und da gibt es eben in der HP nichts zu messen. Sie geben zwar selbst ein Beispiel dafür an (7 Milliarden Messinstrumente) aber Sie ignorieren die Konsequenzen. Wenn man allerdings nur die Befindlichkeit von Patienten abfragt, und nicht konkrete Messwerte (Überlebenszeit bei Krebserkrankungen, Insulinspiegel, Blutdruck, LDL/HDL-Blutwerte etc.) dann kommt man natürlich zu gaaahaaanz tollen Ergebnissen bei HP. Und die Frage steht immer noch: warum haben Sie nicht Ihre Bekannten, die an Krebs gestorben sind mittels HP geholfen? Das wäre zumindest Ihre moralische Pflicht gewesen. Und nochwas, da ich ja - gemäß Ihrer eigenen Aussage weiter oben - jetzt durch eigene Erfahrungen (Psoriasis-Behandlung mit HP blieb absolut nutzlos) befähigt bin, über HP zu urteilen, wie stehen Sie zu meiner Aussage: HP ist Scheissdreck. Aber lassen Sie mich raten: DAS war ja nur ein bedauerlicher Einzelfall. Jaja.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 23.05.09 · 12:22 Uhr

@ gluecypher

Natürlich gibt es bei der HP nach guter Behandlung was zu messen. Doch an 1. Stelle steht das Befinden des Patienten. Genauso wie Gesundheit kann man sich nämlich auch Krankheit einreden lassen, auf Grund von Messergebnissen. Klar können Messergebnisse auf Störungen hinweisen, doch das ist erst die Diagnose, und sagt noch nichts über die Art der erfolgreichen Therapie aus. Die dem Grundsatz :
"restitutio ad integrum" folgen soll. Es ist keine Frage, dass die Diagnosemethoden noch nie so ausführlich waren, doch sind es die Therapien?

Und was meine krebskranken Bekannten betrifft. HP ist eine komplexe, schwer zu erlernende Materie. Ich konnte bis jetzt meine Krankheiten erfolgreich behandeln, masse mir aber nicht an, bei solch schwerwiegenden Erkrankungen bei Anderen selbst einzugreifen. Bei mir selbst würde ich keine Sekunde zögern. Ich habe Denen gesagt was ich darüber denke, doch sie glaubten mir nicht und rannten ins Verderben.
Daneben sind die Pfuschereien der Schulmedizin gesetzlich gedeckt. Ich würde belangt werden, wenn ich das tun würde, und wie sie wissen kann man bei einer Krebserkrankung sehr leicht sterben. Die Schulmedizinische Therapie bei Krebserkrankungen widerspricht eindeutig der Regel : primum non nocere. Was auch die Ärzte wissen. Ich kenne Ärzte, die Krebskranke mit Chemo behandelten, und ihren eigenen Krebs nicht. Was sagt das? Es ist eine eiserne Regel der Homöopathie, nichts zu tun, wenn man nicht fast 100 % sicher ist was richtig ist. Falsches Vorgehen ist bei jeder Erkrankung schlechter als Nichts zu tun. Nur die richtige Therapie ist besser als das.
Die wirklichen Meisterhomöopathen hatten sehr gute Erfolge bei der Therapie von Krebs. Ich kenne eine Menge Literatur speziell aus dem 19. Jhdt. aber das lesen sie in ihrem Dünkel nicht. Wenn sie ein Beispiel davon lesen wollen, dann schauen sie einmal hier: http://www.homeoint.org/books3/kentclin/index.htm#Lycopodium
Diese Fallgeschichten sollten sie sorgfältig studieren, und dann sind sie etwas klüger als jetzt.
Klar hatten die auch Misserfolge, und zwar besonders bei Krebs, weil Krebs eine Erkrankung ist, die sich über lange Zeit aufbaut, oft über Generationen weitervererbt wird, und man logischerweise keine Menschen finden wird, die bei Arzneimittelprüfungen so weit gehen, bis sie Tumore entwickeln.
Doch die schulmedizinische Krebstherapie ist der gerade Weg zur Hölle.
Nachdem ein Paar abkassiert haben.

Kommentar-Direktlink sil· 23.05.09 · 12:46 Uhr

Albert Wilfert· 23.05.09 · 12:22 Uhr:
"Und was meine krebskranken Bekannten betrifft. HP ist eine komplexe, schwer zu erlernende Materie."

Ist es nicht. Die Homöopathie ist gut untersucht. Die ist nur pseudokompliziert.
Welches Mittel man raussucht, ist völlig egal. Das Brimborium mit der Anamnese ist Küchenpsychologie.
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/787700

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 23.05.09 · 13:09 Uhr

@ sil

Nicht immer nur nachplappern. Die originalen Quellen lesen, selber denken.
Ist auch in anderen Lebensbereichen empfehlenswert.

Kommentar-Direktlink sil· 23.05.09 · 13:27 Uhr

Ich denke selbst und ich schlucke eine Packung Glaubuli auf einmal. Alles schon gemacht.
Kein Problem. Der Sulfur, bei dem Homöopathen immer meinen: "Schluck den und schau mal was passiert...", hat bei mir die gleiche Wirkung wie Meteoreisen Globuli velati von der anthroposophischen Wala und das "hammerharte" Schüsslersalz Nr.8 (Kochsalz) als D6----> gar keine Wirkung.

Ich weiß, was ein Mol ist und, dass man Atome durch Schütteln oder Verreiben nicht spalten kann. Vergebene Liebesmüh, Herr Wilfert. Ihre Links servieren nur noch mehr Munition, die Homöopathie lächerlich zu machen.

Miasmen machen nicht krank. Es gibt sie gar nicht. Haben Sie ein Foto von Miasmen?
Hiel ist eins von Plasmodium falciparun, dem Malariaerreger:
http://www.cdc.gov/malaria/images/microscopy/gam_rings_arrowed.jpg

So etwas kennt die rein symptombezogene Homöopathie nicht.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 23.05.09 · 15:32 Uhr

@ sil

Komischerweise erregt ihr Erreger bei den Einen Malaria und bei den Anderen nicht.
Ein relativ unzuverlässiger Erreger, meinen sie nicht ?

Kommentar-Direktlink GeMa· 23.05.09 · 16:32 Uhr

Es empfiehlt sich http://www.scienceblogs.de/alles-was-lebt/2009/04/malaria-in-brasilien.php . Relativiert die Komik :-D

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 23.05.09 · 17:08 Uhr

@ GeMa

Ich habe Malaria gehabt und nach Jahren schulmedizinischer Behandlung mit Homöopathie völlig weggekriegt. Jetzt schon 12 Jahre keinen Ausbruch.
Das nennt man "restitutio ad integrum" falls sie etwas Latein können.

Kommentar-Direktlink GeMa· 23.05.09 · 17:22 Uhr

Ja das ist doch ganz prima.
Ansonsten wie immer : bitte zunächst mal lernen was Malaria ist und vlt. bei der Gelegenheit gleich mal zum Thema Rezidive nachschauen. Mehrere Jahre Symptomfreiheit sind absolut keine Seltenheit.
Selten ist allenfalls, dass bei unspezifischen Symptomen überhaut jemand auf die Idee kommt, das mit einer Malaria von vor ypsen Jahren in Verbindung zu bringen.

Der letzte Satz ist geschenkt *gacker* Jeder kann das heutzutage im Internet übersetzen lassen. Früher hieß das Latein für Angeber ;-) Zeigt das jetzt Deine medizinischen Fachkenntnisse?
Na dann ...

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 23.05.09 · 17:32 Uhr

@ GeMa

Nach schulmedizinischer Behandlung habe ich die Anfälle 4 Jahre lang ca. im Jahresrythmus gehabt. Nach Homöopathie 12 Jahre nicht mehr. Mir genügt das.
Die Schulmedizin konnte der Homöopathie nicht das Wasser reichen, sondern nur die Symptome mildern, bis zum nächsten Ausbruch.
Mit dem letzen Satz haben sie recht. Ich habe Latein aber trotzdem in der Schule gelernt.

Kommentar-Direktlink Rincewind· 23.05.09 · 17:35 Uhr

Ihre hier zur Schau getragene Arroganz und Überheblichkeit steht irgendwie in krassem Gegensatz zu nicht vorhandenem Wissen. Wer ernsthaft meint, ein Erreger müsse immer gleich wirken, hat offenbar so gar keine Ahnung von Genetik und Biologie.

Muss man ja auch nicht, und Sie werden das sicher bravourös mit einem Hinweis auf ihr überlegenes Geheimwissen ausgleichen oder der typischen Arroganz des Ignoranten antworten. Langweilig. Die Platte hängt.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 23.05.09 · 17:46 Uhr

@ Rincewind

Wer ist hier arrogant und überheblich. Betrüger, Pfuscher und Esoteriker werden die Homöopathen andauernd genannt von Figuren wie Ihnen. Obwohl sie keinen blassen Schimmer haben. Und wenn man sich zur Wehr setzt werden sie wehleidig. Lesen sie einmal nach, von wem die ersten Untergriffe kamen.
Ich möchte die Homöopathie respektiert und anerkannt sehen als Behandlungsmethode, die von intelligenten und aufopfernden Menschen ins Leben gesetzt wurde und betrieben wird. Und für die man sich in einer freien Gesellschaft frei entscheiden kann.

Und zur Sache. Warum wirkt der Erreger beim Einen schon aber beim Anderen nicht.
Haben sie dafür eine Erklärung. Die Homöopathie hat sie.

Kommentar-Direktlink Christian A.· 23.05.09 · 18:24 Uhr

Hmm, na ja, die EB Medizin hat sie auch, einmal allgemein: Menschen unterscheiden sich voneinander. Das Immunsystem des einen Menschen kann besonders gut mit Malariaerregern umgehen, das des anderen nicht. Im Speziellen gibt es noch Menschen (vor allem in Afrika) mit Sichelzellenanämie, die zwar unter Blutarmut leiden (vor allem, wenn beide Eltern das Erbmerkmal weitergegeben haben), die aber gegen Malaria resitent sind.

Wie sieht denn die Erklärung der Homöopathie aus?

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 23.05.09 · 18:39 Uhr

@ christian

Insofern ähnlich, als dass auch die Homöopathen sagen, dass alle Menschen unterschiedlich sind, auch was die Empängnisbereitschaft für Krankheiten betrifft.
Und darauf auch den Hauptaugenmerk richtet, da sie sich gegen die Berührung mit Bakterien sowieso nicht wehren können. Welcher Wirt sterilisiert schon seine Trinkgläser z.B. Es war auch die letzte Sicht Pasteurs, auf dessen Erkenntnissen ein grosser Teil der Schulmedizin fusst, er meinte dass der Nährboden viel wichtiger sei als die Bakterien. Und diesen Nährboden versucht die Homöopathie zu stärken um ihn gegen Angriffe immun zu machen. Was auch durch sogenannte Kinderkrankheiten passiert, die als Endergebniss eine Erhöhung der Abwehrkräfte bringen, und deshalb durchgestanden werden sollen.

Kommentar-Direktlink sil · 23.05.09 · 19:12 Uhr

Albert Wilfert· 23.05.09 · 18:39 Uhr
"Was auch durch sogenannte Kinderkrankheiten passiert, die als Endergebniss eine Erhöhung der Abwehrkräfte bringen, und deshalb durchgestanden werden sollen."

Die sogenannten Kinderkrankheiten sind ziemlich potente Killer.
In der pseudomedizinischen Parallelwelt der Homöopathen sind Krankheiten Freunde und Kinderleben zählen weniger als die Ideologie.

Was will man auch von erwachsenen Leuten erwarten, die kleine weiße Liebesperlen für Medikamente halten. Das ist so oberlächerlich.

Kommentar-Direktlink Conni· 23.05.09 · 19:44 Uhr

Albert Wilfert
Zitat:
ch möchte die Homöopathie respektiert und anerkannt sehen als Behandlungsmethode, die von intelligenten und aufopfernden Menschen ins Leben gesetzt wurde und betrieben wird.

Ins Leben gesetzt wurde das ganze von Hahnemann, als es noch üblich war, Krötenschleim und Spinnenbeine unverdünnt zu schlucken. Da war das auch ein Fortschritt, das Ekelzeug zu verdünnen. Mal davon abgesehen, dass auch Plutonium, Schwarzes Loch und Vakuum homöop. verabreicht werden und zermatschte Teile streng geschützter Tierarten, ist auch das harmlosere Zeug Schwindel, weil es jeder Naturwissenschaft widerspricht.

Noch eine Frage: woher sind Präparate aus Delphinen, Leoparden oder Wanderfalken? Verstoßen Sie gegen das Artenschutzrecht oder betrügen Sie, weil das in ahrheit nicht drin ist? Bitte, antworten Sie mal darauf.

Kommentar-Direktlink sil· 23.05.09 · 20:03 Uhr

Albert Wilfert· 23.05.09 · 18:39 Uhr:
"Bakterien"

Was sind denn Bakterien?
Ich denke wir reden hier über Homöopathie und Störung der Lebenskraft durch Miasmen.

Krankheitserreger gibt´s in der Homöopathie nicht.

Wenn der Mensch erkrankt, so ist ursprünglich nur diese geistartige, in seinem Organism überall anwesende, selbstthätige Lebenskraft (Lebensprincip) durch den, dem Leben feindlichen, dynamischen Einfluß eines krankmachenden Agens verstimmt; nur das zu einer solchen Innormalität verstimmte Lebensprincip, kann dem Organism die widrigen Empfindungen verleihen und ihn so zu regelwidrigen Thätigkeiten bestimmen, die wir Krankheit nennen, denn dieses, an sich unsichtbare und bloß an seinen Wirkungen im Organism erkennbare Kraftwesen, giebt seine krankhafte Verstimmung nur durch Aeußerung von Krankheit in Gefühlen und Thätigkeiten, (die einzige, den Sinnen des Beobachters und Heilkünstlers zugekehrte Seite des Organisms), das ist, durch Krankheits-Symptomen zu erkennen und kann sie nicht anders zu erkennen geben."

Wo steht im Organon was von Bakterien?
Informieren Sie sich mal in den Originalquellen, Herr Wilfert!

Kommentar-Direktlink Conni· 23.05.09 · 20:11 Uhr

Über solche Homöopathen würde sich der olle Hahnemann im Grab herumdrehen ...

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 23.05.09 · 21:27 Uhr

@ sil

Das wird mir zu blöd. Wenn man nicht auf Argumente eingehen will, dann halt nicht.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 23.05.09 · 21:34 Uhr

@ sil

Zu Hahnemanns Zeiten wusste man Nichts von Bakterien, heute weiss man von ihrer Existenz, was aber nicht heisst dass sie wirklich die Krankheitsursache sind. Sonst könnte keiner mehr in ein Gasthaus gehen oder mit der Strassenbahn fahren. Weil sonst müsster jeder jede Krankheit kriegen. Ist das Nicht Klar. Oder sterilisiert der Schaffner nach jedem Zwicker seine Zange und der Wirt das Glas?

Kommentar-Direktlink Rincewind· 23.05.09 · 21:47 Uhr

@Conni: Wilfert antwortet nie auf Fragen. Er zieht sich höchstens auf die Laienposition zurück, dass er nur überzeugt ist. Andererseits wirft er einem gleichzeitig mangelndes Wissen vor, was er dann wiederum angeblich beurteilen kann. Völlig gaga.

Kommentar-Direktlink Conni· 23.05.09 · 21:47 Uhr

@ Herr Wilfert, bitte, meine Frage ..... was ist mit den potentierten Schwarzen Löchern, den Turmfalken?

Bakterien nutzen verschiedne Substrate und alle möglichen ökologischen Nischen, manche bauen tote organische Substanz ab, manche warten nicht erst, bis man tot ist. Und die machen krank. In Bio geschlafen, was?

Kommentar-Direktlink Conni· 23.05.09 · 21:53 Uhr

@ rincewind: wenn Herr Wilfert mir mangelndes Wissen vorwerfen will, soll er erst mal meine Fragen beantworten. Sonst gehe ich davon aus, dass er selber völlig unwissend ist.

Auf dies Masche der Esos falle ich nicht mehr rein. Die wollen einen ständig kleine Häppchen vorwerfen, auf die man einsteigen soll. Und so soll man sich darin verfangen, ohne den Quacksalber als solches zu entlarven. Mit mir nicht.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 23.05.09 · 22:18 Uhr

@ Conni

Die Sache ist viel einfacher. Ich habe genauso gezweifelt, dass das wirken könnte, weil ich eine Techniker und Handwerker bin und da gehts um ganz konkrete Dinge. Die Argumente, die gegen die Homöopathie hier vorgebracht werden, sind im wissenschaftlichen Denkgebäude völlig logisch. Ich habe nur durch praktische Erfahrung erkannt, dass dieses Denkgebäude begrenzt ist, und auf die lebenden Wesen nur begrenzt zutrifft. Dann habe ich mich weiter damit beschäftigt und begonnen mich systematisch bei Erkrankungen zu behandeln. Und das mit Erfolg.
Ich habe seit 15 Jahren keinen Doktor gebraucht ausser vor 4 Jahren bei einer Achillessehnenverletzung, aber das ist keine innere Krankheit. Die Untersuchung vor der Operation ergab völlige Gesundheit. Was will ich mehr. Ich weiss dass es wirkt und kann es jetzt auch geistig nachvollziehen warum. Ein paar Bekannte von mir nm´machten ähnliche Erfahrungen. Ich bin also nicht allein.
50000 Homöopathen in Indien. In Frankreich ist Homöopathie eine seit langem anerkannte Behandlungsmethode. In der Schweiz haben vorige Woche 2/3 für Methoden wie Homöopathie gestimmt. Glaubt ihr wirklich, dass das alles Idioten sind und ihr die Wissenden. Die wissenschaftliche Medizin wirkt natürlich, macht aber nach längerer Zeit krank durch Nebenwirkungen. 1,7 Millionen Schmerzpatienten in Österreich sprechen eine deutliche Sprache. Und das nach nur ca. 40 Jahren Anwendung dieser Medizin. Wo das endet möchte ich mir nicht ausmalen.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 23.05.09 · 22:21 Uhr

@ Conni

Schwarze Löcher und Turmfalken. Ich weiss nicht was das sein soll.
Und im Biologieuntericht wird einfach die herrschende Lehre unterrichtet. Ob das stimmt oder nicht ist eine andere Frage. Denken muss man schon selber.

Kommentar-Direktlink c· 23.05.09 · 22:28 Uhr

Oh, Sie wissen nicht, was in den Wässerchen bzw. Kügelchen so drin sein könnte? Schömen Sie sich! Es gibt potenzierte Schwarze Löcher und Turmfalken als homöopathische Mittel. Einfach nur mal erkundigen, was Quacksalber so alles vertickern.

Also, wer denkt hier nicht?

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 23.05.09 · 22:36 Uhr

@ rincewind

Ich werfe ihnen nicht mangelndes Wissen vor. Ich werfe ihnen vor über eine komplexe Materie zu urteilen, ohne sich damit beschäftigt zu haben. Wenn sie einmal gesehen haben mit welcher Akribie homöopathische materia medicas erstellt sind, müssten sie stutzig werden und die Sache zumindest genau untersuchen. Hier waren wirklich Leute am Werk, die ihre Beschäftigung sehr ernst nahmen, fast alle studierte
Mediziner, die sich nur der Sache wegen der Homöopathie anschlossen.
Diese Leute gehen auf jedes Argument ein, das dagegen vorgebracht wird, und schaffen es meiner Meinung nach, die Dinge in den richtigen Kontex zu bringen.
Das wissenschaftliche Denken ist einfach ungenügend, um die lebendigen Wesen zu erklären. Das gibt die Wissenschaft ja auch zu, zumindest die Intelligenteren unter ihnen.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 23.05.09 · 22:38 Uhr

@ conni

Auch bei den Homöopathen gibt es Idioten, mehr als einem lieb sein kann. Diese zwei Mittel kenne ich wirklich nicht und sie interessieren mich auch nicht.

Kommentar-Direktlink Conni· 23.05.09 · 22:41 Uhr

Diese Mittel gibt es und noch viele mehr, z.B. Excrementum caninum, auf deutsch Hundescheiße. Und das nicht von irgendwelchen Idioten, sondern hoch offiziell. Sie scheinen wirklich keine Ahnung von Homöopathie zu haben.

Kommentar-Direktlink Siegmund· 24.05.09 · 00:55 Uhr

Hallo zusammen,

habe die Diskussion zufällig entdeckt und befasse mich trotz Naturwissenschaftlicher Ausbildung mit Homöophatie und anderen Methoden des Geistigen Heilens, wo ich auch die HP einordne.

Ich denke wenn wir die Wirkungsweise von HP wirklichen verstehen wollten, wäre es sinnvoll die Quantenphysik mit einzubeziehen oder die Theorie der Morphogenetischen Felder von Rupert Sheldrake - wir wissen viel zu wenig darüber wie sich Informationen auf Subatomarenebenen verhalten, bis heute ist nicht geklärt was Licht, Kraft, Elektronen, etc. wirklich sind, was aber kurz gesagt damit zu tun hat, dass ab einem bestimmten Punkt der wissenschaftliche Versuch und das Wollen des Wissenschaftlers nicht mehr von einander zu trennen sind... Heisenberg'sche Unschärferelation. Weshalb also HP sehr wohl im wissenschaftlichen Sinne funktionieren kann, nur nicht beweisbar sein wird, weil auch das Wollen des HP-Arzneimittelherstellers und natürlich des Therapeuten einen grossen Einfluss haben, mal davon abgesehen, dass morphogenetische Felder sich von Jahr sich tiefer einprägen und geistiges Heilwissen schon etwas länger existiert als moderne Medizin.

Davon abgesehen Samuel-Hahnemann hat immer für das Selbstdispensierrecht gekämpft, weil seine selbst hergestellten Mittel deutlich wirksamer waren.

Darüber hinaus wissen wir auch immer noch sehr wenig über das strukturelle Verhalten von Wasser - das sich ja aus bis zu 400 Cluster - H20 Molekülen zusammensetzt. Wie verhält sich Information im Wasser ??? Der menschliche Körper besteht zu über 70 % aus Wasser ---- Wir wissen ja noch nicht mal wie sich verschiedenste Ionen auf das Verhalten von Wasser auswirken. Habe mich lange mit dem Schaumverhalten von wässrigen Emulsionen und auch Bier befasst, ein ziemlich unerforschtes Gebiet.

Je genauer ich als Wissenschaftler hinschaue desto mehr merke ich dass das Zitat von Sokrates gilt: Ich weiss, dass ich nichts weiss !!!

Und meine persönliche Erfahrung und Überzeugung, je feiner und genauer wir beobachten - jenseits der Mechanik, desto mehr müssten wir eigentlich Glauben.

Und vielleicht hat am Ende die Ur-Biblische Aussage, Im Anfang war das Wort ...., doch einen sehr hohen Wahrheitsgehalt.

Auch wenn es platt klingt, für mich bleibt gilt am Ende: Wer heilt hat recht. Egal ob klasssiche Medizin oder HP.

Kleiner Buchtipp zum Ende: Denken am Rande des Undenkbaren - Sheldrake/McKenna/Abraham

Grüsse Siegmund

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 24.05.09 · 10:14 Uhr

@ Siegmund

Ein Lichstrahl in der Diskussion. Ich denke auch, dass der Ausspruch des Sokrates einer der wichtigsten Stellungnahmen in der abendländischen Philosophie ist.
Die Annahme den richtigen Weg zu wissen ist reine Ideologie.
In der Medizin hat der recht, der heilt, und das kann einmal Der sein und einmal Der.
Ich will nur jeder sich frei entscheiden kann, welche Methode er bevorzugt, und deswegen muss sie auch möglichst unverfälscht angeboten werden.
Wer sich von Antibiotika ernähren will und sich jede Woche impfen lassen will, soll die Freiheit haben es zu tun. Ich möchte damit nichts zu tun haben.
Ich glaube es ist falsch, gestehe aber jedem die Freiheit ein diesen Weg zu gehen und fordere im Gegenzug, dieses System nicht bezahlen zu müssen sondern meine eigene Medizin, was ich schon seit geraumer Zeit tue.


Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 24.05.09 · 10:22 Uhr

@ Conni

Man kann jeden Stoff potenzieren, ob es Sinn macht, ist eine andere Frage.
Ich kann in den erwähnten Mitteln kein Anwendungsgebiet entdecken.
Das ist ziemlich skurril, aber es ist schon bezeichnend, dass sich die Gegner der Homöopathie solche Beispiele aussuchen.
Das ist ähnlich wie die Lobotomie in der Schulmedizin, eine absolut perverse Methode, wobei die potenzierten schwarzen Löcher wenigsten harmlos sind.
Bei Hahnemann, Bönninghausen, Burnett, Clarke, Kent, Hering um ein paar der Grossen zu nennen, wird man so einen Unsinn nicht finden.

Kommentar-Direktlink cimddwc· 24.05.09 · 11:56 Uhr

@Siegmund:

Irgendwie schade, dass du deine deine naturwissenschaftliche Ausbildung gewissermaßen über den Haufen wirfst – aber Sheldrake macht das ja auch. Nebenan gab's kürzlich einen Beitrag zu Sheldrake – Schlusssatz:

Sheldrakes Bestreben, eine spirituelle Wende in der Wissenschaft einzuleiten, scheitert an der Hürde, die so oft aufkommt, wenn der Wunsch der alleinige Vater des Gedankens ist: an mangelnder Ehrlichkeit gegenüber sich selbst und seinen Anhängern.

Und die heisenbergsche Unschärferelation, "die Aussage der Quantenphysik, dass zwei Messgrößen eines Teilchens nicht immer gleichzeitig beliebig genau bestimmbar sind," (Wikipedia) als Einfluss des Wollens des Wissenschaftlers zu deuten, zeigt – nichts für ungut –, dass offenbar das einzige, was du von Quantenphysik verstehst, darin besteht, sich in typsch esoterisch-parawissenschaftlicher Manier die Rosinen herauszupicken und damit einzelne Dinge zu "begründen", die gar nichts damit zu tun haben.

Wundert mich, dass du vergessen hast, Emoto zu erwähnen...

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 24.05.09 · 12:23 Uhr

@ cimddwc

Wissen Sie was Heisenberg am Ende seiner Laufbahn über die Wissenschaft sinngemäss sagte:

Der ersten Schluck aus dem Becher der Wissenschaft macht dich zum Atheisten, aber am Boden findest Du Gott.

Und darum wirft man eine wissenschaftliche Ausbildung nicht über den Haufen, wenn man weitergeht. Im Gegenteil. Man lernt etwas über ihre Beschränktheit.

Kommentar-Direktlink sil· 24.05.09 · 12:24 Uhr

Albert Wilfert· 24.05.09 · 10:22 Uhr
"@ Conni

Man kann jeden Stoff potenzieren, ob es Sinn macht, ist eine andere Frage."

Man kann so ziemlich alles verdünnen, aber Homöopathen verdünnen soger Wasser mit Wasser und "potenzieren" Vakuum. Sinnlos ist es insofern, als das das eine ziemlich aufwändige Methode ist, kleine hochreine Zuckerkugeln oder Alkohol-Wasser-Gemische herzustellen.

Den realitätsleugnenden Glaubulischluckern kann man alles andrehen, Hauptsache es steht ein wohlklingender lateinischer Begriff auf dem Etikett.

Homöopathen nennen Kochsalz übrigens Natrium muriaticum, weil Natrium chloratum nicht beeindruckend genug klingt. NaCl kennen auch viele Laien.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 24.05.09 · 12:48 Uhr

@ Conni

Ich weiss nicht wo der Name natrium muriaticum herkommt. Ich finde er klingt nicht schlecht. Und ist ein grossartiges Mittel bei emotioneller Erkaltung.
Einfach probieren. kostet nicht viel und könnte sich lohnen.

Kommentar-Direktlink Christian A.· 24.05.09 · 12:49 Uhr

@Albert

Wissen Sie was Heisenberg am Ende seiner Laufbahn über die Wissenschaft sinngemäss sagte:

Der ersten Schluck aus dem Becher der Wissenschaft macht dich zum Atheisten, aber am Boden findest Du Gott.

Und darum wirft man eine wissenschaftliche Ausbildung nicht über den Haufen, wenn man weitergeht. Im Gegenteil. Man lernt etwas über ihre Beschränktheit.Was auch immer der Kontext ist, man sollte erstmal die naturwissenschaftliche Ausbildung hinter sich bringen.

Kommentar-Direktlink Christian A.· 24.05.09 · 12:52 Uhr

Mist, da ist mir etwas die Formatierung verrutscht. Nächstes Mal mach ich wieder Vorschau ...

Kommentar-Direktlink S.S.T.· 24.05.09 · 13:30 Uhr

@ Siegmund

Lass Dir Dein Lehrgeld wiedergeben.
Einen Satz kann ich allerdings unterschreiben:

Je genauer ich als Wissenschaftler hinschaue desto mehr merke ich dass das Zitat von Sokrates gilt: Ich weiss, dass ich nichts weiss !!!

Nämlich ich weiß nichts darüber, wie man so ein unerträgliches Geschwurbel abstellen kann. Ein Geschwurbel durch nichts belegt, aber auch gar nichts, außer dass die Quanten und das Wassergedächnis (wer baut eigentlich mal einen Wasser/Quanten-PC?) mal wieder an allem schuld sind. Eine Interpretation des Zitates wäre Perlen vor die Säue (auch'n Zitat), denn Selbstreflexion ist HP- und anderen Gläubigen regelmäßig fremd. "Wer heilt hat recht." Das ist die Ebene von 'Meines Vaters Bruder Sohn hat einmal neben Jemandem gesessen, der hat Schnitzel sehen essen.' Ebenso gehalt- und sinnvoll. Wo wir gerade bei Zitaten sind: 'Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.' (Weitere Zitate auf Anfrage.)

@ Albert Wilfert

Wenn sog. Kinderkrankheiten als pos. Lebenserfahrung propagiert werden, dann sinkt mein Ironie- und Sarkasmusmodus auf Null, dann cave canem (wurde mal wieder Zeit für ein Zitat).

50000 Homöopathen in Indien. In Frankreich ist Homöopathie eine seit langem anerkannte Behandlungsmethode. In der Schweiz haben vorige Woche 2/3 für Methoden wie Homöopathie gestimmt. Glaubt ihr wirklich, dass das alles Idioten sind und ihr die Wissenden.

Nein, in Einklang mit der sokratestischen Weisheit glaube ich nicht daran, dass ich wissend bin, ganz im Gegensatz zu den zahlosen Wilferts dieser Welt, die die Weisheit gepachtet haben und permanent Wissen mit Schwurbeln verwechseln. Was die 'Idioten' angeht, so lautet meine Meinung: 'Ja' ('Deine Rede sei Ja, Ja und Nein, Nein, denn alles andere ist von Übel'´, passt nicht besonders, wurde aber eben mal wieder Zeit für ein Zitat.)

Kommentar-Direktlink cimddwc· 24.05.09 · 15:35 Uhr

@Albert Wilfert:

Und darum wirft man eine wissenschaftliche Ausbildung nicht über den Haufen, wenn man weitergeht. Im Gegenteil. Man lernt etwas über ihre Beschränktheit.

Man sollte in der Tat etwas über ihre Beschränktheit lernen. Doch wenn man diese Schranken schon hinter sich gelassen hat und nicht erkennt, dass man sich nicht mehr auf dem Boden der Wissenschaft befindet, mangelt es offenbar am Lernerfolg.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 24.05.09 · 18:31 Uhr

@ Siegmund
reden Sie da von den Wasserclustern, die unter isolierten Bedingungen 10^-12sec bestehen?
Wenn doch HP so "unmaterialistisch" ist, warum versucht man dann ständig wissenschaftliche Modelle zu rekrutieren um in der Öffentlichkeit seriös rüberzukommen? Vergesse Sie's!

wir wissen viel zu wenig darüber wie sich Informationen auf Subatomarenebenen verhalten, bis heute ist nicht geklärt was Licht, Kraft, Elektronen, etc. wirklich sind

ich finde Antiquariate auch schön, aber hin & wieder sollte man auch aktuelle Literatur lesen? Um Ihre Unterstellung an die Wissenschaft aus dem Weg zu räumen muss man ja nichtmal weit gehen.
Was meinen Sie mit Informationen auf subatomarer Ebene? Reden Sie jetzt von Teilchenphysik? Doch, die wissen warum welches Teilchen was macht & treffen auch präzise Voraussagen (das kann die HP ja leider noch nicht).
Wer weiß nicht was Licht, Kraft & Elektronen wirklich sind?

eine kleine Geschichte am Rand
Person A (nennen wir diese alphabetbezogen in weiterer Folge einfach Albertchen) steht am Marktplatz & erzählt wieder ihre Anektoten: "Und wenn Kinder auf der Autobahn über die Straße gehen überleben diese! Immer wieder beobachtet! Wissen Sie warum das so ist" fragt er die neugierige Menge die sich schon vor dem Marktstand versammelt hat. "Das ist, weil die Kinder ja diese unsichtbaren knallroten nanotech-Panzerungen haben die den Tunneleffekt begünstigen und zusätzlich, das hat die Quantenforschung gerade erst rausgefunden, eine zusätzliche Quanten Superposition!" so euphorisiert Albertchen...
Doch nun eine kritische Frage aus der Menge: "Ja, aber wenn die Flügel unsichtbar (in dem Bsp analog zu unmaterialistisch) sind, warum weiß man dann, dass sie rot sind? Und wie soll da der Tunneleffekt in der Größenordnung funktionieren?"
Doch unbeirrt schwurbelt der redner weiter & beschwichtigt: "Die Leute die das herausgefunden haben sind die Helden von morgen! Sie verkaufen keine teuren sicheren Autos, die lange getestet werden müssen und sauteuer sind, nein, sie machen das ganz ohne Kommerziellen hintergedanken! Natürlich können Sie jetzt ganz neu diese Superpillen erwerben, die Ihnen auch so eine knallrote unsichtbare Panzerung schenkt! Ich slebst bin schon hundertmal über Straßen gegangen und mir ist nie was passiert! Jedoch, Sie kennen doch die Geschichten aus den Medien, erst letztens wieder ein 5 jähriges Mädchen erst unlängst. Unschuldig am Zebrastreifen - den uns die Schulindustrie aufzwingt, der ja so viel helfen soll - zusammengeführt worden!"
Doch was fällt uns auf?
Wo sind denn die Zahlen, auf denen die ganze Geschichte beruht? Hm? Wo sind (um aus der Analogie wieder rauszukommen) die Zahlen, die bestätigen, dass die HP wirkt?
da kann herumgeschwurbelt werden & noch so viel neues Wissen hineinverpackt werden: HP hat keine Wirkung!

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 24.05.09 · 20:22 Uhr

@ fatmike

Jetzt fangen aber sie zu schwurbeln an, dicker Michi.

Kommentar-Direktlink S.S.T.· 24.05.09 · 20:52 Uhr

@ Albert Wilfert

Es braucht einen Schwurbler um einen Schwurbler zu erkennen. Nicht, dass weder ich noch @fatmike182 nichtschwurbelfähig wären, aber Sie sind der absolulte Schwurbel-Experte. Ja, ich würde sogar sagen, es ist Ihr einziger Lebensinhalt: alles was ich nicht verstehe wird erschwurbelt und Bildung ist Sch&%§.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 24.05.09 · 20:57 Uhr

Aber um diesen Sachverhalt geht es eben:
Metastudien, denen egal ist, wie & warum HP/Akupunktur wirkt, die an Patienten angewandt werden, denen das selbe auch egal ist, zeigen keine Unterschiede zur Placebogruppe.
Folglich hat die Behandlung selbst (das Ritual selbst schon) keinen Effekt.

Alles andere außen vor gelassen: so wahrscheindlich ein Schmerzreiz bei der Akupunktur was positves beitragen könnte zB, oder so begründbar der eine oder andere Quanteneffekt bei der HP zutreffen könnte...
Solang es keinen Beleg dafür gibt, dass etwas eine Wirkung erzeugt, ist alles weitere verschwendete Zeit & beim Konsumeten ~ Geld

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 24.05.09 · 21:05 Uhr

@ fatmike

Es ist oft genug gesagt worden, dass eine Doppelblindstudie bei der Überprüfung von Homöopathie keinen Sinn macht. Aus klar darzulegenden Gründen. Und weil sie das System der Homöopathie nicht kennen, schliessen sie daraus, dass sie nicht wirkt.
Sie müssen sich einfach einen besseren Test einfallen lassen, das ist alles.
Wenn sie nicht von vornherein die Homöopathie madig machen wollen.
Was durchaus den Anschein hat. Aber das hat halt mit Wissenschaft nichts zu tun, die unvoreingenommen sein sollte.

Kommentar-Direktlink S.S.T.· 24.05.09 · 21:10 Uhr

@ Albert Wilfert

Ja, dann lassen Sie sich doch mal einen besseren Test eunfallen. gewinnen Sie doch einfach mal so nebenbei den Nobelpreis, Sie Genius Sie, der Sie die Weisheit mit Kellen gefressen hat.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 24.05.09 · 21:14 Uhr

Nein, das Argument, dass doppelblinde Studien keinen Sinn machen stimmt nicht. Ich weiß nicht, ob Ihnen das bewusst ist.
Sie benötigen nur eine diagnose am Anfang & eine am Ende - beides ist machbar und würde durch EBM erfolgen. Weder bei der ersten noch bei der 2. untersuchung würde bekannt sein, ob Placebo-Patient oder HP-Patient, also kein Bias möglich.
Dazwischen erfolgt die Abgabe der Medikation, wobei der Arzt & der Patient nicht weiß, wer Placebo- oder HP-Patient sein wird.
(besser: Arzt & Patient sind im Glauben, dass alles HP-Patienten sind und werden erst im Nachhinein darüber aufgeklärt, dass es eine Studie war.)

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 24.05.09 · 21:29 Uhr

@ fatmike

Ein viel einfachere Vergleich der beiden Heilmethoden wäre der folgende:

Sie haben 50 Patienten mit Grippe oder Erkältungssymptomen (Fieber, Schwäche,Husten etc.) Es werden daraus zwei Gruppen gelost.
Der Hälfte gibt ein Schulmediziner seine Medikamente und der Anderen ein Homöopath seine. In den folgenden Tagen prüft ein Team die Genesungserfolge.
Das müsste doch machbar sein. Das wäre mit Homöopathie kompatibel, soweit ich sie kenne.

Kommentar-Direktlink S.S.T.· 24.05.09 · 21:35 Uhr

@ Albert Wilfert

Sie haben noch nicht einmal Ahnung von grippalen Infekten. Ihre Ahungslosigkeit ist wirklich unendlich.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 24.05.09 · 21:36 Uhr

@ S.S.T.

Mit ihnen rede ich jetzt nicht.

Kommentar-Direktlink Siegmund· 24.05.09 · 21:48 Uhr

Hallo zusammen,

ich möchte einfach mal zu bedenken geben, dass hier im blog bisher aus meiner Sicht keiner wirklich wissenschaftlich argumentiert, sondern verkürzt und meist auch polemisch, was allerdings wohl systemimmanent ist - wer könnte das auch mit wenigen Worten ?!

Wenn ich hier spontan schreibe, habe ich keinen Stapel Bücher neben mir liegen und zitiere, geschweige habe ich das Bedürfnis hier viele Seiten zu schreiben und Stunden damit zu verbringen sinnloses pro und contra eines Themas zu erörtern, wo doch die Überzeugungen schon feststehen. Ich habe keine Lust irgend jemanden zu überzeugen. Erfahrungen lassen sich aus meiner Sicht nur Austauschen, wenn das Interesse und die Fähigkeit da ist, sich auf die Ebene des Gegenüber zu begeben. Was allerdings vorraussetzen würde den persönlichen Erfahrunghorizont erweitern zu wollen.

Und wenn sich hier Wissenschaftler (wenn es denn welche sind ??), wie Allwissende und Pseudogötter selbstgerecht verhalten wird es schwierig. Vielleicht sollten viele sogenannte Wissenschaftler und Mediziner mittlerweile mal bedenken, dass sie zu den Priestern einer neuen Religion mutieren - bloss, dass sie meist nichts von Glauben - Glaubenserfahrung oder gar Selbstreflektion verstehen.

So wie ich den Blog hier wahrnehme geht es um Meinungen und nicht um wirklichen Austausch. Schade. Aber ich werde mich wieder sinnvolleren Dingen zuwenden.

Ich danke allen für die Rückmeldungen und wünsche eine gute Zeit

Siegmund

Kommentar-Direktlink fatmike182· 24.05.09 · 21:50 Uhr

Theoretisch wäre das machbar eigentlich, ethisch zwar eher abzulehnen, aber machbar. Ethisches Problem dabei, da sich die Leute in Sicherheit gewogen fühlen und im Irrglauben, niemanden anstecken zu können und aber trotzdem krank sind.
Abhängig davon um welche Grippe es sich handelt wird das zwischen deutlich & sehr deutlich zu merken sein.
Wie Sie das mit der Verabreichung anstellen wollen dürfte auch ein Thema sein, da sich die Medikationsgaben ja nicht unterscheiden dürfen.

zum Setting: Grippesymptome reichen nicht aus. Es muss auf Grippe bestanden werden, wenn schon. Ein Gutteil der "Grippepatienten" hat keine Grippe. Aber die Symptomatik der Grippe haben ja dann ohnehin alle, also kann die HP ementsprechend behandeltn

Kommentar-Direktlink fatmike182· 24.05.09 · 22:02 Uhr

@ Siegmund
Wo sind in Faktlagen der Wissenschaft Glaubensgebilde versteckt?
Als Esoterikanhänger sollten auch Sie sich der Lächerlichkeit Ihrer Aussage bewusst sein.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 24.05.09 · 22:31 Uhr

@ fatmike

J.Compton Burnett, ein englischer Arzt, den man in der Homöopathie zu den Grossen zählt, kam durch einen ähnlichen Test zur Homöopathie. Er hatte mit Auszeichnung sein Studium abgeschlossen und war Arzt in einem Krankenhaus. Enthusiastisch anfangs wurde er immer frustrierter über seine Heilungserfolge und wollte aufhören und Farmer werden. Ein Freund riet ihm es mit Homöopathie zu versuchen. Er sagte er tat es mit dem Gefühl etwas Verbotenes zu tun und war wild entschlossen die Homöopathie öffentlich zu vernichten, wenn das was in den Bücher stand, nicht zutreffen würde. Kein Mensch hätte das Recht Lügen in dieser Art zu verbreiten.
Aber er war ein ehrlicher Mann und probierte es. Er arbeitete auf einer Kinderstation und liess der Hälfte der Kinder eine Aconitlösung geben.
Er war völlig erstaunt am nächsten Tag diese Kinder munter und spielend in den Betten vorzufinden, während bei den Anderen kaum eine Veränderung eingetreten war. Er liess es für Tage wiederholen und der Effekt war der gleiche.
Bis er nach einem Wochenendurlaub auf die Station zurückkam und den Grossteil der Betten leer fand. Auf seine Frage sagte die Schwester, sie hätte seine Experimente nicht länger anschauen können und habe die Aconitlösung Allen gegeben.
Er war beschämt und gab ihr Recht. Das war sozusagen die Initialzündung.
Von da an beschäftigte er sich intensiv mit Homöopathie und wurde Einer der ganz Grossen.
Nachzulesen in "50 Reasons for being a Homöopath" einer Auseinandersetzung mit einem Regular (Schulmediziner) der ihn Quacksalber nennt.
In 50 Beispiel-Fällen schildert er die Heilung von Grippe, Ausschlägen,Herzkrankheiten, Neuralgien, Brusttumoren, Hämmorhoiden,Katarakt (was heute noch für unmöglich gehalten wird) und sogar Überbeinen mit Homöopathie. Mit Genauen Medikationen und Zeitabläufen. Wenn man solche Werke kennt kommt einem die Diskussion über den Doppelblindversuch leicht schräg vor.
Ich habe öfters darauf hingewiesen, aber glauben sie, nur Einer hätte den Mut das zu lesen.

Author Profile Page Florian Freistetter· 24.05.09 · 23:17 Uhr

@Wilfert: Rührend, diese Geschichte. Ich frage mich dann aber doch, warum sie meiner Frage zu ihren Anekdoten immer wieder ausweichen:

Übrigens: Ich habe bei keiner meiner Impfungen bis jetzt irgendwelche negativen Folgen gehabt. Ebenso meine Elter, mein Bruder und mein Sohn. Genauso wie alle Freunde und Bekannte, die ich dazu befragt habe. Was beweist das nun ihrer Meinung nach? Genauso habe ich schon homöopathische "Medikamente" genommen - jedesmal ohne irgendeinen Heilungserfolg. Was beweist das? Ist meine persönliche Erfahrung weniger wert als ihre?

Ich kann ihnen noch dutzende Fallstudien bringen (meinetwegen auch ganz sachlich und emotionslos beschrieben), die zeigen, wie Homöopathie nicht funktioniert.

Sind meine Fallstudien jetzt wertlos? Oder sind Anekdoten vielleicht doch nicht geeignet, irgendwas zu beweisen....?

Warum ignorieren sie alle Fallstudien und Geschichten, die zeigen, das Homöopathie nicht funktioniert hat? Naja - schon klar. Homöopathie muss funktioniert. Es kann nicht sein, was nicht sein darf ;)

Kommentar-Direktlink fatmike182· 24.05.09 · 23:30 Uhr

btw kann man annehmen, dass Burnett nicht von Grippe sondern maximal von grippeähnlichen Symptomen geschrieben hat.

Ist blauer Eisenhut DAS Mittel, das die HP gegen Grippe einzusetzen hat?
"Wegen der geringen therapeutischen Breite können Intoxikationserscheinungen bereits im therapeutischen Dosisbereich auftreten. Dies sind: Parästhesien, Erbrechen, Schwindel, Muskelkrämpfe, Hypothermie, Bradykardie, Herzrhythmusstörungen und zentrale Atemlähmung."
Klingt mir momentan nicht nach GRippesymptomatik... also bzgl Arzneimittelprüfung der HP

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 25.05.09 · 08:50 Uhr

@ Florian Freistetter

Die eigentliche negative Folge der Impfungen ist eine Verhinderung der Entwicklung zu einem erwachsenen, wahrheitsliebenden Menschen.
Und dieses Symptom ist bei Ihnen deutlich erkennbar.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 25.05.09 · 08:58 Uhr

@ fatmike

Ja, die wirkliche Influenza braucht andere Mittel, J.H.Clarke hat darüber geschrieben, ich habe es ausprobiert und es funktioniert.
Burnett´s Aconitgabe war eine ziemlich rohe Art Homöopathie zu betreiben, da er ganz am Anfang stand. Es hat aber trotzdem funktioniert. Er hat damit grosse Schweissausbrüche hervorgerufen, weil er in seiner Unwissenheit zuviel gab, wie er sagt. Aber das ist ja nur ein Beispiel und der Anfang eines langen Weges.
Den er von Tag zu Tag verfeinerte und der dann zu obengenannten Therapien von grosser Bandbreite führte. Ja, das sollte man lesen, wenn man sich traut.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 25.05.09 · 09:03 Uhr

@ Albert Wilfert
Was auch immer Sie um 8:50 getan haben, es ergibte keinen Sinn.
Aber Sie können diese Phrasen ja Eltern von zB an Masernflogeschäden gestorbenen vorlegen, einfach so zum Spaß (zB http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,350789,00.html)

Kommentar-Direktlink fatmike182· 25.05.09 · 09:14 Uhr

@ Albert Wilfert
ich habe Ihnen schon weiter oben geschrieben, dass der Erkenntnisgewinn aus solchen subjektiven Einzelfallzusammenstellungen zu gering ist, wenn überhaupt vorhanden, oder noch schlimmer: falsche Ergebnisse suggerierend aufgrund subjektiver Stichprobenauswahl/Datenerfassung/Faktlage (wie gesagt: sicher keine Grippe gewesen), alsdas ich sie lesen würde.

Darf ich festhalten: Aconit erzeugt nicht die Symptome, die bei Grippe auftreten, würde also bei HP Arzneimittelprüfung nicht wirklich bestehen, trotzdem wirkt es gegen Grippe?

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 25.05.09 · 09:29 Uhr

@ fatmike

Meine Mutter hat nicht einmal mit dem Ohrwaschl gewackelt als bei mir die Masern ausbrachen. Ab ins Bett hies es. Nach einer Woche war der Zauber vorbei und jetzt bin ich auf natürliche Weise geimpft.

Erkenntnissgewinn aus solch subjektiven Einzelfallzusammenstellung?
Burnett hatte tausende Patienten die von seiner Medizin profitierten.
Jeder Fall ist auf gewisse Art immer wieder neu. Es gibt nichts in der Natur, was sich völlig gleich wiederholt. Kopieren kann man dieses Wissen sowieso nicht, aber man kann davon eine Menge lernen. Oder haben sie es schon jemals fertiggebracht, einen Brusttumor ohne Messer dauerhaft zu heilen. Sie verweigern sich, weil sie dann als Pfuscher dastehen würden. Und genau diesen Mut müsste man haben.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 25.05.09 · 09:46 Uhr

ad Masern
vielleicht kommt Ihr Textverständnis ja von der SSPE.
Kinder die früh geimpft werden (und so zu einer Verlangsamung der Ausbreitung führen) haben weder Symptome von Masern also muss deren Mutter nichtmal mit dem Ohrwaschl wackeln. Weiters haben diese auch das Risiko der Infektion incl Folgeerkrankungen (Hirnschäden uvm) nicht.
--> man erspart sich paar Tage als Kranker im Bett
--> man kann keine Folgeschäden davontragen
--> man schützt auch andere davor (man infiziert keine anderen. Gibt ja genug Fälle wo bereits Infizierte Ungeimpfte angesteckt & deren Todesurteil unterschrieben haben, gibts immer wieder in Kinderarztpraxen)
Weiters ist die Information die das Immunsystem durch Impfen bekommt exakt die gleiche (sonst wäre die Impfung ja nicht wirksam) nur eben mehrere Wochen früher.

Manche nennen es Intelligenz Muster und Strukturen der Ähnlichkeit in vielen Fällen zu entdecken und diese zusammenzufassen. Ist bei Esoterikern vieleicht nicht so, in Chemie, Biologie, Physik, IT, ... überall anders schon. Bedenklich

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 25.05.09 · 10:39 Uhr

@ fatmike

Wenn es wirklich so wäre, dass man mit den Impfungen Krankheiten ausschalten kann ohne ernste Kosequenzen, gäbe es keinen Grund dagegen zu sein. Das ist klar. Ich fürchte nur, das ist leider nicht so. Ganz sicher bin ich mir nicht.
Doch in der Homöopathie heisst es, wenn Du nicht fast 100% sicher bist tue Nichts.
Es ist schlimmer das Falsche zu machen, als gar nichts. Das scheint mir einleuchtend.
Ich kenne Kinder, die niemals geimpft wurden und nach ein paar Kinderkrankheiten jetzt mit 14 und 16 völlig gesund sind mit einer Entwicklung ihrem Alter entsprechend.
Ich glaube alles Risiko auszuschalten kann auch bedeuten nicht wirklich zu leben.
Wie gesagt, da ist sicher noch nicht das letzte Wort gesprochen, die Materie ist sehr komplex. Impfungen versuchen die Natur nachzuahmen, d.h. sie machen künstlich krank um eine Abwehrreaktion hervorzurufen. In der Homöopathie wird weitgehend die Meinung vertreten, dass der Schutz eben in diesem Krankheitsstatus liegt, und wenn der Organismus reagiert hat und wieder gesund ist, der Impfschutz wieder weg ist. Leuchtet auch mir ein. Und durch das Leugnen von Impfschäden kommen wir da auch nicht weiter. Die Frist, in der Impfschäden anerkannt werden, ist lächerlich. Ein Impfschaden kann auch nach 10 Jahren auftreten. Ich habe nach einer Zeckenimpfung einen grossen Knoten im Nacken bekommen den ich viele Jahre behandelt habe und der weit kleiner geworden ist. Ein Beweis des Zusammenhangs ist nicht möglich. Das zeitliche Zusammentreffen liegt auf der Hand. Ein befreundeter Schulmediziner sagte mir, von dieser Impfung sollte man eher die Finger lassen. Ok, was soll ich denken? Das ganze ist ein Riesengeschäft, was erschwerend hinzukommt.
Ich finde dass die Diskussion hier aufrechterhalten werden sollte ohne Panikmache auf beiden Seiten. Weil die Angst ein schlechter Ratgeber ist.

Kommentar-Direktlink sil· 25.05.09 · 10:48 Uhr

http://de.wikipedia.org/wiki/Pocken
"Noch in den 1950er und 1960er Jahren gab es in Europa Pockenepidemien, so z. B. 1950 in Glasgow, 1958 in Heidelberg (18 Krankheitsfälle, davon 2 tödlich) [12], 1963 in Breslau (99 Krankheitsfälle, davon 7 tödlich) und 1967 in der Tschechoslowakei. Ab 1967 wurde die Pockenimpfung auf Beschluss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit Pflicht. Es wurde mit großangelegten Impfaktionen ein weltweiter Feldzug zur Ausrottung der Pocken gestartet. Nach einem Einzelfall im Frühsommer 1957 in Hamburg [13] trat der letzte Pockenfall in Deutschland 1972 als eine aus dem Kosovo eingeschleppte Erkrankung auf; der weltweit letzte Fall wurde in Merka, Somalia, 1977 dokumentiert. Am 8. Mai 1980 wurde von der WHO festgestellt, dass die Pocken ausgerottet sind.

Seitdem gibt es offiziell nur noch zwei Orte, an denen Pockenviren lagern, nämlich das Forschungszentrum der US-amerikanischen Seuchenbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) in Atlanta und ihr russisches Gegenstück in der Nähe von Nowosibirsk. Über eine Vernichtung der letzten Bestände wurde nachgedacht, die Gedanken wurden allerdings verworfen. Die Bestände wären die letzte Möglichkeit, Impfstoffe gegen die Pocken herzustellen."

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 25.05.09 · 11:13 Uhr

@ S.S.T.

Genau und zur ungefähr selben Zeit erschien die nicht minder gefährliche Seuche AIDS. Vorher völlig unbekannt. An der sterben laufend Menschen, Heilung ist nicht möglich.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 25.05.09 · 11:35 Uhr

Es ist schade, dass man über die simple Methode der Vaccinierung noch diskutieren oder diese rechtfertigen muss. (Die Immunvorgänge sind nicht simpel, aber die Methode sollte doch jedem einleuchten)

Impfungen machen nicht künstlich krank - das ist asoluter Unsinn! Man nimmt einfach Viren und entfernt die DNA, die zum vermehren & für die Krankheit notwendig ist. Das wird dann dem Menschen appliziert und der Mensch hat Zeit sich daran anzupassen.
Eventuell erhöhte Temperatur am nächsten Tag kommt davon, dass der Mensch eine Immunreaktion dagegen fährt, der eine mehr, der andere weniger - jedenfalls wäre das bei einer Krankheit dann dementsprechend ärger ausgefallen.
Das (spezivische) Immunsystem benötigt einige Tage bis zu Wochen um sich so anzupassen, dass es gegen Erreger vorgehen kann. Wer sich impft hat aber schon den Vorsprung, dass er diese Info schon hat und reagiert gleich. Wer das nicht macht ist wirklich dumm.
(und nein, Impfen hat keine Ähnlichkeit mit dem Simile-Prinzip)

Dass Impfschäden 10 Jahre nachher entstehen halte ich auch für Dummfug. Wenn es Impfschäden gibt, dann treten diese auf und sind quasi reproduzierbar.

Und was denken Sie ist rentables für Pharmafirmen: Wenn Krankheiten wie Pocken ausgreottet werden und keiner dagegen geimpft werden muss, oder wenn man Sachen wie Masern jahrzehntelang vor sich herschiebt?

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 25.05.09 · 12:53 Uhr

@ fatmike

Man entfernt die DNA, man tauscht das Gen aus usw.
Chargaff hat Einiges geschrieben über diese Dinge und als absoluter Fachmann, sollte er ja doch Einiges gewusst haben. Er meint, er könne sich schwer vorstellen, wie die zielsichere Entfernung oder Austausch eines Gens vor sich gehen sollte. für ihn war das eine Unmöglichkeit. Die Gefahr dabei andere Gene in Mitleidenschaft zu ziehen und Ergebnisse zu erzielen, die weit von Gewünschten liegen sei zu gross. Reines Harakiri. Und so lange ist das nicht her. Klar, sie müssen daran glauben, weil sie offenbar damit arbeiten und es unerträglich wäre, nicht daran zu glauben. Warum sind sie so sicher nicht Betrügern aufzusitzen, die in letzter Zeit immer häufiger enttarnt werden. Weil es in Nature publiziert wurde. Auch darüber hat Chargaff einiges geschrieben, wie solche Publikationen zustande kommen. Schon Crick und Watson waren seiner Meinung nach ziemlich unfähig in Chemie und eher wissenschaftliche Abenteurer. Kommen sie mir bitte nicht mit der Frustration über den nichterhaltenen Nobelpreis, ich halte Chargaff für geistig ebenso gross wie Sartre, der den Preis nicht annahm. Chargaff hätte ihn sicher genommen, aber ihm deswegen seine Aufrichtigkeit abzusprechen ist nicht korrekt.
Die ganze Sache riecht verdammt stark nach Ideologie und nicht mehr nach präziser, überprüfbarer Wissenschaft.

Kommentar-Direktlink Siegmund· 25.05.09 · 13:42 Uhr

@ fatmike,

Hallo wider eines anderen Gefühls in mir antworte ich doch nochmal. Der erste heikle Punkt Ihrer Antwort ist, dass sie selber keinen Fakten herbei führen, für Ihre Unterstellung, dass ich Esoterikanhänger bin. Hieraus könnte ich schliessen, dass Sie an Fakten nicht wirklich interessiert sind - was aber Glauben wäre und kein Fakt :-)

Nun nochmal zum Thema - ich denke die HP tut sich keinen Gefallen, sich mit den Krankenkassen anzubiedern und auch um Wissenschaftliche Beweisbarkeit zu ringen.

Ja für mich gehören die Homöophaten zu den Geistheilern, die sich um die Heilung der Lebenskraft kümmern. Und es ist unmöglich Geist und damit auch Glauben, sowie letztlich Magie, auf eine Wissenschaftliche Ebene zu holen. Dieser Ansatz muss scheitern. Wissen und Glauben sind bekanntlich zwei verschiedene Stiefel - ein Prinzip der Dualität, in der wir nunmal leben. Lassen wir jedem seinen Bereich und Ergänzen uns - spart viel Kraft und Zeit.

Nun aber zur Wissenschaft. Was geschieht, wenn die sich in Bereiche bewegt, wo letztlich keine Objektivität mehr möglich ist - ( Logisch gesehen könne wir Menschen in unserer Wahrnehmung sowieso nur subjektiv sein, das mal nebenbei ), weil unsere Wahrnehmung, unsere Messmethoden dazu nicht ausreichen, wo wir simpel ausgedrückt in die Unschärfe geraten, wo der Experimentierende vom Experiment nicht mehr zu trennen ist. (Darauf habe ich schon bei meinem eingangspost keine Antwort erhalten ).

Hier finde ich bewegen sich viele Wissenschaftler in den Bereich des Glaubens und verteidigen ihre Theorien, ihr Weltbild, ihr Modell mit Zähnen und Klauen als das oft einzig wahre. Beispiele gibts genug zu finden - will ich bewusst nicht aufführen !

Nun wieder zur HP, die hat was mit individueller Erfahrung zu tun und ich kenne genug Fälle von Heilungserfolgen verschiedener Heilpraktiker - die Schulmediziner sprachen dann immer von Spontanheilung und oh da sind uns wohl Messfehler - Untersuchungsfehler unterlaufen, da haben wir uns wohl geirrt. Ein Tumor war kein Tumor mehr, eine MS fehldiagnostiziert, etc. - Aber ich habe kein Bedürfnis gegen Schulmedizin zu sein und die Homöophaten die ich kenne, z.T. selber Ärzte schätzen die Schulmedizin ebenso, weshalb also der Kampf gegeneinander ??? - Ausser es ginge in Wahrheit um Glaubensfragen :-)

Die Homöophaten, die ich schätze, sprechen bewusst von Glauben und dass es nicht geht Glauben und Wissen wild durcheinander zu würfeln. Die die das tun sind Esoteriker. Wobei ich es sinnvoll fände bevor man ein Urteil auspricht, den Gegenüber mal wirklich zu fragen ob, das so ist.

Dann nochmal etwas provokant - ich glaube dass all die Wissenschaftler die sich so über Esoterische Homöophaten aufregen müssen, selber unbewusst ihr eigenes Glaubensweltbild für Wissenschaftlich halten und so den Esoterikern viel näher sind als ihnen lieb ist, sonst müssten sie sich nicht so ereifern, sondern könnten allein schon in ihrem Sprachstil nüchterner und sachlicher bleiben - jede Polemik hier in diesem Blog - wie z.B. die Überschrift "Legalisiert die Homöophatie!" spricht dafür.

An Sie Fatmike, vielleicht sind sie im Geiste auch dem Esoteriker näher, als Ihnen so lieb ist, also vorsicht mit Unterstellungen, die den Fakten entbehren ! Und es ist "billig" allem was einem fremd ist den Stempel Esoterik zu geben - ein beliebtes und fragwürdiges Spiel.

Lassen sie sich doch mal auf Prozessorientierte Homöophatie ein ( ich nenne auch gerne einen guten Heilpraktiker ) - denn über Erfahrungen können wir uns nur austauschen wenn wir uns auf den selben Prozess eingelassen haben, alles andere bleibt eine Geisterdebatte. Nochmal in anderen Worten - sie bewegen sich in einem oder verschiedenen Formaten und ich ebenfalls. Die Frage ist ob jeder von gegenseitig bereit ist sich auf das Format des anderen einzulassen. Ich kenne das Format Wissenschaft und manche deren Unterformate, ich kenne die Formate, Katholisch - christlich, prozessorientierte Homöophatie, Schamanismus, Systemisches Aufstellen, Leibarbeit nach Dürckheim, Meditation, etc. In welchen Formaten bewegen sie sich ?


Beispiel der Homöophat Hering, der ausgesandt wurde Hahnemann zu widerlegen - er wechselte die Seiten und wurde Homöophat. Was vorher nicht möglich gewesen wäre, weil die selbe Erfahrungsebene - Formatebene gefehlt hat.

Ach ja und dann schmeisse ich zum Thema Glaubenserfahrung und Wissenschaft nochmal einen Buchtitel in den Raum: Kosmos - Eros - Logos von Ken Wilber.

Herzliche Grüsse

Siegmund

Kommentar-Direktlink fatmike182· 25.05.09 · 13:45 Uhr

Was Herr Chargaff dazu gesagt hat spielt wirklich keine Rolle mehr in der Hinsicht. Obwohl er dennoch bisschen recht hat:
Will man ein Gen wo hineinklonieren, dann hat man oft eine Fehlerquote. Dann wird ausselektiert & schon hat man nur lauter richtige (bei Pflanzen zB). Bei Gentherapie muss man da schon bisschen anders vorgehen ist aber vom Prinzip her gleich.

Aber Sachen wie gesamte Nukleinsäure entfernen (also die ganze DNA/RNA) ist wirklich sehr leicht & man hat mit Sicherheit nur Proteine (virale Hüllen) am Schluss, die man dann als Vaccin verwenden kann.
Ich finde es gut, dass Sie sich in dieser Hinsicht bemühen wissenschaftsorientiert Literatur zu konsumieren, aber auch wenn Chargaff zweifellos ein charismatischer Schreiber ist mit Intelligenz, sein Standpunkt ist nicht der aktuellste.
Und die Leute, die die Methoden entwickelt haben mit denen man die oben angezeifelten Sachen durchführen kann, diese stehen Chargaff wenig nach!
(ad Nobelpreis: Literaturnobelpreis ist nicht mit dem anderer Wissenschaften zu vergleichen. Ich vermute aber dennoch, dass bei Chargaff viel Frust mitgespielt hat)

und ad Bias durch Ergebnisfälschung
Das passiert bei Großstudien, die nur von einer Stelle durchgeführt werden vielleicht. Und auch da selten. Im Grundlagenbereich oder dort, wo mehrere Teams daran forschen ist sowas nicht möglich, da die Ergebnisse anderer Gruppen gegenvergleichen werden -- und nichts ist befriedigender, als der konkurrierenden Gruppe zu zeigen, dass sie unrecht hat!

Kommentar-Direktlink Rincewind· 25.05.09 · 14:38 Uhr

Wilfert:

Meine Mutter hat nicht einmal mit dem Ohrwaschl gewackelt als bei mir die Masern ausbrachen. Ab ins Bett hies es. Nach einer Woche war der Zauber vorbei und jetzt bin ich auf natürliche Weise geimpft.

Dieser Satz zeigt auf deutliche Weise ihre offensichtliche Unfähigkeit, zwischen persönlichen Erfahrungen und allgemeinem Wissen zu unterscheiden.

Bei Masern stirbt mindestens 1 von 1000 Kindern, was die unnötigen Ausbrüche im D, A, CH immer wieder erschreckend zeigen. Da sind noch nicht mal lebenslange Verblödung oder SSPE dabei. Und Impfschäden bei Masern? Gibt es so gut wie nicht. Wie auch. Die Stoffe sind millionenfach ausgetestet, die Wirkweise verstanden.

Man kann sich ja auch mal fragen, warum in der Vorimpf-Ära man ca. 10 Kinder brauchte, damit 5 Erwachsene daraus wurden. Wer wie Sie einen solchen dumpfbackigen Fatalismus propagiert dass, weil es ihnen nichts ausgemacht hat, das für alle anderen auch überflüssig wäre - was will man da noch sagen?
Schauen Sie sich doch mal die Sterbetafeln von z.B. Berlin um 1920 an.

Ich selbst kenne 3 Menschen in meinem Umfeld, die durch impfpräveable Erkrankungen lebenslang behindert sind. Völlig unnötig.

Wer heute wieder vermehrt geistig Behinderte, Zeugungsunfähige und Krüppel in unserer Gesellschaft fordert, obwohl das simpelst zu verhindern wäre und sich dabei mit durch nichts nachvollziehbaren Argumente (könnte ja im 50 Jahren unbekannte Schäden geben - worauf schlicht gar nichts hindeutet) rechtfertigen will, hat nicht alle Tassen im Schrank.

Lieber Menschen gleich sterben lassen, damit sie später keinen herbeiphantasierten Impfschaden bekommen können?

Übrigens: Kinderkrankheiten heißen nicht Kinderkranheiten, weil sie Kinderkram sind, sondern weil sie Kinder bekommen. Und diese entweder schadlos überleben oder eben auch nicht.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 25.05.09 · 15:19 Uhr

@ Rincewind

Warum gibt es dann 1,8 Millionen Schmerzpatienten in Österreich allein und eine stetig steigende Zahl von Allergikern. Warum nimmt die Zahl der Krebspatienten nicht ab. Warum sind Krankheiten wie Alzheimer und Osteoporose im Vormarsch, wenn die Medizin doch solche Fortschritte gemacht ´hat. Warum nur? Warum?

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 25.05.09 · 15:26 Uhr

@ Rincewind

Und nicht behaupten sie würden nicht zum Doktor gehen, sie sind dauernd dort.
Und werden abgefüllt mit den neuesten Erzeugnissen der Pharma.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 25.05.09 · 15:32 Uhr

ad Krebspatienten
da diese früher gestorben wären?

ad Schmerzpatienten
1.3 Mio. Aber: und?

ad Alzheimer
früher nicht oder wenig/spät entdeckt ode rauch früher gestorben

Fortschritte? Höhere Lebenserwartung? Höherer Lebensstandard im Alter? Bessere Behandlungsmöglichkeiten?

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 25.05.09 · 15:41 Uhr

@ fatmike

Krebs: Sie sterben auch jetzt. Nach einer mörderischen Therapie und Lebensqualität gleich null. Habe ich drei mal erlebt.

Schmerzpatienten: ausser einlullen bringt die Medizin hier gar nichts zusammen.
Opium, etc. würde man auch im Drogenhandel kriegen.

Alzheimer: wo ist dann der Fortschritt?

Höhere Lebenserwartung: Diese Polypragmasie in der Medizin gibt es seit ca. 40 Jahren. Die damit aufgewachsen sind, sind daher ca. so alt. Und dieser Beweis muss noch angetreten werden.
Die Generation, die jetzt alt wird, hat 1 oder 2 Weltkriege erlebt, in denen kräftig ausgesiebt wurde. Sie sind materiell sehr gut gestellt und konnten früh zu arbeiten aufhören. Alles Dinge die für kommende Generationen so nicht zutrifft.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 25.05.09 · 15:50 Uhr

Verweigern Sie der Realität nicht de Zugang zu Ihrem Hirn...
Vergleichen Sie mal Sterbezahlen von Krebs früher zu heute. Genauso Lebensqualität. Das Bsp Leukömie wurde ihnen erst letztens vorgeführt.
Bei Alzheimer liegt der Fortschritt in der Frühdiagnose.
Nein, bzgl Lebenserwartung ist kein Beweis ausständig: Sterbezahlen von Kindern wenn Sie so wollen.

Kommen Sie in Zukunft bitte mit Fakten, nicht mit Ihrem Glauben.
Persönliche Meinungen sind nicht förderlich für irgeneine Diskussion.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 25.05.09 · 18:04 Uhr

@ fatmike

Fakten wollen sie doch auch nicht hören. Sie wollen überhaupt Nichts hören, was ihr Gedankengebäude erschüttern könnte. Sie wehren sich mit Händen und Füssen dagegen. Sie glauben Nichts mehr lernen zu müssen, also blenden sie Alles aus was ihre Scheinsicherheit bedrohen könnte.

Kommentar-Direktlink fatmike182· 25.05.09 · 18:11 Uhr

Fakten = Belegtes, peer-reviewte Veröffentlichungen
Mundpropaganda, Zeitungsausschnitte, Videos, Anektoten von Ärzten kann ich selbst auch machen

Kommentar-Direktlink radicchio· 25.05.09 · 18:21 Uhr

don't feed the troll

Kommentar-Direktlink fatmike182· 25.05.09 · 18:31 Uhr

Mir geht eh schon das Futter aus & die Geschäfte machen zu.
Vielleicht sind die Trolle ja Wiederkäuer und kauen das bisherige Trollfutter noch paarmal durch bevor sie es umwandeln und hier wieder ausscheiden ;-)

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 25.05.09 · 21:20 Uhr

@ fatmike

Antonionis Film muss als Beleg gelten, das ist ein klarer Beweis.

Kommentar-Direktlink S.S.T.· 25.05.09 · 21:24 Uhr

@ Albert Wilfert

Fakten wollen sie doch auch nicht hören. Sie wollen überhaupt Nichts hören, was ihr Gedankengebäude erschüttern könnte. Sie wehren sich mit Händen und Füssen dagegen. Sie glauben Nichts mehr lernen zu müssen, also blenden sie Alles aus was ihre Scheinsicherheit bedrohen könnte.

A.W.

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 25.05.09 · 21:31 Uhr

@ S.S.T.

Noch platter gehts nicht, oder?

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 26.05.09 · 13:45 Uhr

@ fatmike

Sie lassen nichts von sich hören, hat der Film sie aus den Socken gekippt?
Oder sind sie noch beim Schauen?

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 31.05.09 · 16:59 Uhr

„Die Klassische Homöopathie heilt mehr Kranke als jede andere Behandlungsmethode“. (Mahatma Gandhi)

Kommentar-Direktlink Albert Wilfert· 31.05.09 · 19:19 Uhr

http://homoeopathie-flensburg.de

Kommentar-Direktlink Andreas Gärtner· 16.07.09 · 21:20 Uhr

Sehr geehrter Herr Geograph Schönstein,

Sie haben keine Ahnung.
Die Homöopathie verhält sich zur Pharmakologie wie die Elektronik zur Elektrik. Deren Gesetzmässigkeiten können sie auch nicht mit den Gesetzen der Elektrik ad absurdum führen. Erklären sie doch mal die Handys mit ihrem Materialismus oder die magnetischen Phänomene. Zum Glück ist wenigstens die Erde auch für Sie keine Scheibe mehr für wie für frühere Geographen.
Für ihre beleidigenden Äusserungen ein herzliches "Gott vergelts".
Lesen sie doch bitte mal folgendes Buch, fällt ja auch ein bisschen in ihren Bereich und erweitert den Horizont ins ferne Indien, wo die Homöpathie dank der Bemühungen dieses Autors heute an Universitäten gelehrt wird.

http://books.google.de/books?id=jocfAAAAYAAJ&printsec=frontcover&dq=inauthor:honigberger&lr=&as_drrb_is=q&as_minm_is=0&as_miny_is=&as_maxm_is=0&as_maxy_is=&as_brr=0

oder lesen Sie mal was über Paracelsus, am besten seine "Defensiones". Da finden Sie ihre ihre Anklagen auch schon erwiedert. Von wegen Arcanen, falls ihnen das was sagt. Oder wollen sie den jetzt auch verunglimpfen - wo es doch eine Paracelsusmedaille der Deutschen Ärzteschaft gibt und Shakespeare ihn des grössten Arzt der letzten 2000 Jahre genannt hat? Aber das gehört ja nicht zu ihrem Gebiet.
Bleiben Sie doch bei Ihrer Erdkunde und wir bleiben bei unserer Heilkunde.

mit freundlichen Grüssen
Andreas Gärtner
Arzt für Algemeinmedizin - Homöopathie
Vorsitzender Landesverband Baden-Württemberg homöopathischer Ärzte

Kommentar-Direktlink Sentient6· 16.07.09 · 22:07 Uhr

Sehr geehrter Herr Gärtner,

Ich maße mir einfach einmal an, auf Ihren Beitrag zu antworten, auch wenn ich nicht der Adressat bin, ohne groß auf irgendwelche Studien zur Wirksamkeit der Homöopathie, oder auf die Absurdität der zu Grunde liegenden Theorie einzugehen.

Allein Ihre Aussagen und Analogien reichen aus, um Ihrer Argumentation den Wind aus den Segeln zu nehmen:

Erklären sie doch mal die Handys mit ihrem Materialismus oder die magnetischen Phänomene.

Ich weiß ja nicht, wie viel Sie sich mit Physik beschäftigt haben. Und ich meine ernsthaft. Aber zum Magnetismus gibt es gute und zufriedenstellende Theorien. In der Speziellen Relativitätstheorie wird dieser Innerhalb des Elektromagnetismus als Spezialfall elektrischer Felder erklärt. Und nur weil elektronische Geräte wie Handys hochkompliziert sind, bedeutet das nicht, dass diese von irgendwelchen mystischen, dualistischen Kräften durchdrungen sind. Die wurden nämlich alle von dämlichen Materialisten entworfen und gebaut. Mit Schwachsinn wie Physik als Grundlage.

Und selbst wenn es für Phänomene keine Erklärungen gäbe - Wo ist auch nur der geringste Hinweis, dass Ihre esoterischen Pseudowissenschaften bessere liefern? Solche die nützlich sind und Vorhersagen zulassen.

Und was sagt das bitte alles über die Wirksamkeit der Homöopathie aus? Non sequitur...

Für ihre beleidigenden Äusserungen ein herzliches "Gott vergelts".

Treffende Argumente als tief Beleidigter gönnerhaft abzutun ist übrigens ein geschickter Schachzug, den man häufig von Gläubigen hört.. Passt ja gut.

lesen Sie mal was über Paracelsus, am besten seine "Defensiones". Da finden Sie ihre ihre Anklagen auch schon erwiedert. Von wegen Arcanen, falls ihnen das was sagt. Oder wollen sie den jetzt auch verunglimpfen - wo es doch eine Paracelsusmedaille der Deutschen Ärzteschaft gibt und Shakespeare ihn des grössten Arzt der letzten 2000 Jahre genannt hat

Hier ziehen Sie eine Autorität heran um Ihre Argumentation zu stützen. Jeglichen Widerspruch sähen Sie als "Verunglimpfung". Solche Argumentation zieht hier aber nicht, hier geht es um Fakten. Das Hinterfragen von Autoritäten hat alle entscheidenden Umbrüche der WIssenschaftsgeschichte eingeläutet: Galileo und Newton widerlegen Aristoteles, Einstein widerspricht Newton. Überlegen Sie mal, wo wir jetzt wären, wenn wir alle da stehen geblieben wären, wo die Homöopathen vor 200 Jahren stehen geblieben sind. Weiterentwicklung? Kritisches Hinterfragen? nein, blinder Guruglauben. Also werfen Sie Wissenschaftlern nicht das vor, was Sie selber praktizieren.
Die Leistungen des Paracelsus in allen Ehren - Aber verzeihen Sie, wenn es Menschen gibt, die ein halbes Jahrtausend der Entwicklungen, des Fortschritts und der Forschung nicht ignorieren.
Und was ein Shakespeare über Paracelsus sagt tut ebenfalls nichts zur Sache. Der Mann war ein Genie, aber weder Mediziner, noch Wissenschaftler.

ber das gehört ja nicht zu ihrem Gebiet. Bleiben Sie doch bei Ihrer Erdkunde und wir bleiben bei unserer Heilkunde.

Am Schluß noch ein bisschen ad hominem: "Sie haben doch eh keine Ahnung, Sie sind ja Geologe". Aber gut, dann brauchen Sie meine Argumentation erst recht nicht ernst nehmen, denn ich bin nur ein einfacher Chemiestudent in spe (Passt ja gut ins Feindbild, sicher auch so ein zukünftiger Pharmasklave, was?).

Mit freundlichen Grüßen
Erik Ruf


PS:@Jürgen Schönstein: Entschuldigung, dass ich mich da einmische.

Kommentar-Direktlink Marion· 17.07.09 · 17:09 Uhr

Jetzt bin ich durch Zufall hier reingestolpert und hab ich mich hier durchgelesen, etwa 1 Stunde lang, und meine Güte gehts hier ab...... da kann ich einfach nicht anders und muss, auch wenn ich weder studiert, promoviert, noch sonst etwas habe..... ausser 3 Kindern einen Mann , 3 Hunden, Zwergkaninchen und nem Meerschweinchen ............ich bin quasi eine von den "naiven" die obwohl ich eigentlich nie dran geglaubt habe, Globulis nehme und meinen Kindern, Mann und Haustieren verabreiche.
Die ganze Diskussion hier ist irgendwie schon fast fanatisch PRO genauso wie KONTRA Homöopatie. Ich kann ja durchaus nachvollziehen, dass , wenn man selber daran glaubt, man sich eine Wirkung einbilden kann..........aber ein Baby und gerade Tiere können sich KEINE Wirkung EINBILDEN, da können alle die behaupten Homöo würde nicht wirken, sich auf den Kopf stellen.......Homöo wirkt !
Ich weiß zwar nicht warum, aber es ist so.............und ich bin keine Ökotussi oder Homöogläubige !!!
Ich finde allerdings, dass man bei "richtigen" Erkrankungen die normale Medizin behandeln lassen sollte, oder sie mit der Homöopathie idealerweise verbinden sollte.
SCHWARZ - WEISS - denken finde ich (nicht nur) im Bezug auf Homöo unangebracht............. "GRAU "- denken (besser noch bunt) ist manchmal garnicht soooo schlecht !!
Vielleicht denkt ja der ein oder andere hier mal drüber nach, bevor sie sich gegenseitig weiter "zerhackstückeln" !

LG an Alle

Kommentar-Direktlink Bettina· 25.07.09 · 15:37 Uhr

Hochinteressantes Thema!

Bisher starben weit über 800 Menschen an Schweinegrippe. Das Virus H1N1, nicht zu verwechseln mit der Vogelgrippe H5N1, kann lt. Curt Kösters, (Deutsche Zentralverein Homöopathischer Ärzte) ja mit Homöopathie gut behandelt und geheilt werden. Die Homöopathie habe von Anfang an immer wieder gerade bei epidemischen Erkrankungen ihre Wirksamkeit unter Beweis stellen können.

Er vergleicht das mit der Spanischen Grippe (1918), bei welcher mehr von den homöopathisch behandelte Menschen überlebten, als die nicht so behandelten.
Kleine Anmerkung meinerseits: Dass die zweite Gruppe Erkrankter allerdings zur Ader gelassen wurde, (bis zu 4 x) und wahrscheinlich an Entkräftung gestorben ist, .... da sieht er wohl keinen Zusammenhang.

Nun frage ich mich, warum weit über 800 Menschen sterben mussten, wenn Wasser und Streukügelchen doch heilen können? „So what!“

Fazit: Die Wissenschaftler – weltweit - müssen einfach blöd sein...

Eines noch zur Herstellung dieser Mittelchen::

Die Angestellten der Firmen (Z.B. Remedia) arbeiten zwar in blitzblanken Räumen, vergleichbar mit OP-Sälen, aber sie stehen da nicht im Vollschutzanzug, ähnlich der Raumfahrt oder bei Kontakt mit extrem gefährlichen Stoffen (Radioaktivität, gefährliche Viren etc.) Bei Remedia kann man anhand der Fotos sehr schön sehen, dass das Personal nicht mal Einweg-Handschuhe trägt. Aus den Häubchen schauen die Haare hervor, die Ärmel des Pullovers sind trotz Kittel ebenso zu sehen und nicht bedeckt. Es ist davon auszugehen, dass Hautschuppen und/oder Schweißtropfen einfach mit geschüttelt, verrieben und dynamisiert werden. Potenziertes DNA von Lieschen Müller!

Das brauche ich auch nicht legal ! ;-)

LG
Bettina


Kommentar-Direktlink rolak· 25.07.09 · 15:52 Uhr

Danke, Bettina, für den ~link zu Remedia, die sind ja heiß drauf:

Die Haltbarkeit beträgt maximal 5 Jahre, wir möchten aber darauf hinweisen, dass historische Arzneizubereitungen aus der Zeit vor 1900 noch immer kraftvolle Wirkungen aufweisen (Dunham, Boehricke&Tafel, u.a.)

Das denen da nichts bei auffällt...

Kommentar-Direktlink Bettina· 25.07.09 · 18:01 Uhr

Warum gibt es z.B. noch Cholera-Kranke? Ihr Homöopathen könntet doch den Beweis der Wirkung antreten und in den betroffenen Regionen die Menschen heilen!
Packt endlich eure Koffer und hört auf, immer nur vom Erfolg der homöopathischen Behandlung zu reden und last die Skeptiker verstummen!

Achso... fällt mir noch was anderes dazu ein:

Wer potenziert eigentlich das Plutonium? Immerhin als C 30 erhältlich.
Und wie ist es mit Radium brom. ?
Wie wird dieser doch recht "brisante" Ausgangsstoff potenziert ??? Wer ist da so ähm... Lebensmüde ?
Ich hatte mal eine Anfrage an DHU gesendet, aber leider keine Antwort erhalten.

Remedia schreibt, dass sie es über Helios Homoeopathic Pharmacy bekommen. Die wiederum haben es aus einem französischen Labor.

Aber wie kommt Helios Homoeopathic Pharmacy tatsächlich an den Ausgangsstoff ran? Wirklich aus einem franz. Labor (welches ?), oder vielleicht durch Anruf beim nächstgelegenen AKW? „Wir bräuchten für unsere Globuli und Tabletten ein wenig Plutonium...Radium ist auch fast alle.“ Sollen wir es abholen, oder schicken sie es per Post ?!“

Radium Brom. beziehen Apotheken u.a. auch von der DHU. Die hüllt sich aber in Schweigen.

Als Anwendungsgebiete las ich u.a. Akne. Mir fallen dabei die Betroffenen von Tschernobyl ein, die durch die radioaktive Strahlung zusätzlich unter Hautausschlägen litten. Ich finde das markaber.

Aber schon klar,... Meisner Porzelan, Tausend DM, warum nicht auch Plutonium oder Radium!

Der Wasser-Gedächtnis- Informationsquatsch ist auch ausgeträumt und widerlegt.

"Forscher des Max-Born-Instituts und der University of Toronto weisen extrem schnelle Fluktuationen in flüssigem Wasser nach"

Wie können Menschen, die sich ernsthaft und kritisch mit dem Thema Homöopathie auseinander setzen, noch Zweifel an deren Unsinn haben ??

An alle homöopathisch arbeitenden Mediziner und "Ich-AG-Heilpraktiker":


Nix für ungut!


Kommentar-Direktlink Heinz· 02.04.10 · 17:39 Uhr

Liebe Homöopathiekritiker und Homöopathiefreunde,

ich möchte die Diskussion um diese umstrittene, offensichtlich schwierig zu begreifende Therapieform noch einmal beleben.
Kurz zu meiner Person: Ich arbeite seit knapp 20 Jahren als Homöopath, habe viele tausend homöopathische Behandlungen durchgeführt und unterrichte diese Therapieform nunmehr über 15 Jahre.
Zur Homöopathie kam ich - wider Willen! - durch die erfolgreiche Typhus-Behandlung meiner Freundin in Mexiko, nachdem eine Therapie mit Antibiotika gescheitert war. Vor der Reise hatten wir uns natürlich gegen Typhus impfen lassen.

Ich habe die vielen Beiträge dieses Blogs durchgearbeitet und denke, es gibt hier eine ganze Reihe von Fragen, Fehlern und Missverständnissen zu klären.
WENN DENN ÜBERHAUPT DAS INTERESSE DARAN NOCH BESTEHT, möchte ich gerne dazu beitragen, soweit dies meine Zeit zulässt und ... wenn gewisse Regeln von den Teilnehmern eingehalten werden:
Beleidigende oder beschimpfende Beiträge werde ich nicht beantworten. Hierin zeigt sich ein Nachteil solcher Blogs: durch die relative Anonymität scheinen bei manchen Teilnehmern die Hemmschwellen herabgesetzt zu sein und die Gäule durchzugehen.

Genug der Vorworte. Ich möchte mit meinem heutigen Beitrag auf die URSACHEN VON KRANKHEITEN eingehen; denn erst nach einer sauberen Ursachendiagnose lässt sich die jeweils angemessene Therapie bestimmen. Beispiel: bei Rheuma als Infektionsfolge bestehen große Heilungschancen mittels Homöopathie, bei Rheuma durch Vergiftung (Amalgam etc.) eher nicht; auch wenn beide Rheumaerkrankungen in einem hypothetischen Fall die gleiche Symptomatik aufweisen sollten. Man kann also der Homöopathie (oder anderen Therapien) keine Wirkungslosigkeit vorwerfen, wenn man es mit Erkrankungsursachen zu tun hat, die nicht in ihrem Wirkungsbereich liegen! Ich denke, wir können uns alle zunächst auf diesen kleinsten gemeinsamen Nenner einigen.

SÄMTLICHE Krankheitsursachen lassen sich in folgende vier (!) große Gruppen einteilen, denen hiermit (=>) die angemessenen therapeutischen Maßnahmen zugeordnet sind:
1) FEHLER DER LEBENSFÜHRUNG (zuwenig oder zuviel menschengemäße Tätigkeit wie Essen, Trinken, Schlaf, Arbeit, Bewegung, soziale Kontakte, Sex ...)
=> Regelung der Lebensführung
2) VERLETZUNGEN / TRAUMEN
a) körperlich
=> Notfallmedizin (Erste-Hilfe-Maßnahmen, Chirurgie ...)
Adjuvante Therapien wie die Homöopathie können sowohl zu Beginn (Schock, manche Blutungen, Schmerzen ...) als auch für die Folgen der Verletzung (Wundfieber, Narben, Kopfschmerz seit Kopfverletzung, Phantomschmerz ...) sehr sinnvoll sein. Auch die Osteopathie, Craniosakral-Therapie, div. Narbenbehandlungen (Störfelder!) mit Akupunktur, Spezialsalben, neuraltherapeutische Unterspritzungen werden erfolgreich eingesetzt.
b) seelisch
=> Gesprächstherapie / Psychotherapie; auch die Homöopathie hat hier gewisse Möglichkeiten (akut wie chronisch), selbst und vor allem dann, wenn erstgenannte Therapien keinen Erfolg zeigen.
3) VERGIFTUNGEN / SCHADSTOFFBELASTUNGEN (hierzu zählen die freiwilligen Vergiftungen - Kaffee, Rauchen, Drogen, Medikamente ... , wie auch die unfreiwilligen - Amalgam, Edelmetall- / Kunststoffzahnersatz, Spanplattenmöbel, Lösungsmittel, Holzschutzmittel, Radioaktivität und sonstige Wohn- / Umweltgifte wie Weichmacher, Flammschutzmittel.)
=> Toxikologie (erstens Entfernung der Giftquellen - zweitens, falls möglich, Gifte in den Körperdepots vermindern - erst an dritter Stelle "Löschung" der Giftinformation mittels energetischer Verfahren wie Homöopathie, Elektroakupunktur, Bioresonanz ..., falls eine solche "Löschung" überhaupt notwendig ist.
4) INFEKTIONEN (einschließlich deren weit reichender Folgen, dazu später einmal mehr)
=> Homöopathie - hier hat diese Therapie ihre Domäne und hierfür hatte Hahnemann sie vorgesehen!
=> Schulmedizin (Antibiotika, Virustatika ...). Sie versucht, den Erreger mit "Gift" zu eliminieren oder zu immobilisieren; Nebenwirkungen (= Vergiftungen) sowie Spätfolgen nicht ausgeschlossen: z. B. Entstehung von Resistenzen, von rezidivierenden (in der gleichen Art wiederkehrenden) Entzündungsphänomenen sowie von vielen anderen Beschwerden, die sich nach einer derartigen Infektionstherapie einstellen können (nicht: müssen) und die oft gar keinen unmittelbaren Infektionsbezug mehr erkennen lassen (so genannte "Unterdrückungsphänomene").

Wer es bis hierhin durchgehalten hat, dem sei noch verraten, dass die obige geniale Ursachen-Differentialdiagnose auf Hahnemann zurückgeht. Der Begründer der Homöopathie vertrat selbst also gar nicht die Ansicht, dass sämtliche Krankheiten homöopathisch heilbar seien - das wird heutzutage gerne vergessen, nicht nur von Homöopathiegegnern!

Beispiele zur Illustration (aus dem bisherigen Blog):
1) Psoriasis: abgesehen von einer gewissen Erblichkeit der Anlage kann diese Krankheit insbesondere von den beiden obigen Gruppen "VERGIFTUNGEN" und "INFEKTIONEN" ausgelöst werden. Zuerst ist immer ein Zahnmetall-Zusammenhang abzuklären (ggf. abzustellen). Wenn z. B. Amalgam im Spiel ist, kann die Homöopathie nicht heilen.
- 30 jähriger Mann, seit dem 10. Lebensjahr Psoriasis auf dem behaarten Kopf (Amalgam etwa seit dem 7. Lebensjahr). Nach - dreifach geschützter - Amalgamsanierung verschwindet die Psoriasis innerhalb weniger Monate. Seit Jahrzehnten kein Rückfall.
- Mehrere Fälle von - amalgamsanierten - Patienten mit Psoriasis verschwanden erst nach homöopathischem PHOSPHOR.

2) Diabetes (Mellitus Typ 1): Hier gebe ich dem betroffenen Blogger recht, es ist - bei lange bestehender Erkrankung - vermutlich keine Heilung mehr möglich, auch nicht mit Homöopathie (in der neueren Literatur ließen sich keine solchen Fälle finden, lediglich gewisse Besserungen. Und ob die alte homöopathische Literatur sauber zwischen den verschiedenen Diabetesformen unterschied, ist nicht mehr nachvollziehbar).
Dass es kaum Heilungschancen gibt, liegt daran, dass die Insulin produzierenden Zellen bei "alten" fortgeschrittenen Fällen praktisch vom Körper zerstört sind. Hier liegt ein Autoimmungeschehen vor, also eine Fehlsteuerung der Körperabwehr mit Abbau körpereigenen Gewebes.
Richtig interessant wird es allerdings, wenn man sich die Kausalitätenforschung von Autoimmunerkrankungen anschaut. Seit Mitte der Neunziger Jahre ist offiziell belegt, dass Quecksilber (Amalgam) und Gold (Zahnersatz) Autoimmunerkrankungen erzeugen können (wer möchte, dem maile ich gerne eine entsprechende Pressemeldung des damaligen Bundesforschungsministeriums). Leider hat dieser wichtige Ursachenzusammenhang bisher keinen Einzug in die Schulmedizin gehalten, auch von den meisten Homöopathen wird dieses Thema zu wenig beachtet bis ignoriert.
Prophylaktisch ließe sich vermutlich vielen Diabetes-Fällen (und auch vielen anderen Autoimmunerkrankungen) vorbeugen, wenn man Amalgam und andere Zahnmetalle (Gold ...) meidet, bzw. schnellstmöglich entfernen lässt (Dreifachschutz!) Meine eigenen Erfahrungen jedenfalls bestätigen Erfolge bei bereits manifesten Erkrankungen wie Rheuma, Neurodermitis, Lichen sklerosus, fleckförmigem Haarausfall, Schilddrüsenerkrankungen, Lähmungen, Neuropathien, Psychosen ... - Diabetesfälle hatte ich allerdings nicht in der Praxis, bis auf einen einzigen:
65-jähriger Mann mit langjährigem Rheuma und langjährigem insulinpflichtigen Diabetes mellitus. Wir fingen mit der (geschützten) Amalgamentfernung (2 Füllungen) an und seine seit Jahrzehnten bestehende hochgradige Zugluftempfindlichkeit und sein ebenso lange bestehender extrem starker, gelb färbender Kopfschweiß verschwanden innerhalb weniger Tage! Die Entfernung seiner goldlastigen Prothesen lehnt er ab und die Behandlung wurde beendet.

Homöopath Heinz
(nächstes Thema: die leidige DISKUSSION UM DIE POTENZ-WIRKUNGEN, NEBENWIRKUNGEN und VERUNREINIGUNGEN)

Kommentar-Direktlink radicchio· 02.04.10 · 17:54 Uhr

hallo heinz, da sie diese seiten hier vermutlich eher selten besuchen, lege ich ihnen herzlichst einen kleinen informativen beitrag zur homöopathie an herz. die anderen kennen ihn sicher schon.

Kommentar-Direktlink Thomas J· 02.04.10 · 18:12 Uhr

@radiccio

Link funzt nicht?

@Heinz

Können Sie mir als medizinischem Laien erklären, wieso Homöopathie immer nur dann wirkt, wenn mans nicht so genau nimmt?
Sprich, es gibt keine Studie, die der H. eine Wirkung über Placebo bescheinigt?

Kommentar-Direktlink Thomas J· 04.04.10 · 15:22 Uhr

Wo isser denn, der Homöoheinz?

Kommentar-Direktlink Heinz· 04.04.10 · 18:20 Uhr

Hallo Thomas,

haben Sie meinen 1. Beitrag vollständig gelesen und verstanden? Hierbei ging es zunächst einmal um das Verständnis von Krankheiten (und deren Ursachen). Haben Sie Fragen oder kritische Anmerkungen dazu?
Ohne dieses Verständnis bei allen Beteiligten ist eine seriöse Diskussion um die Homöopathie (und um andere Therapien) nicht möglich.

Warum bleiben Sie nicht beim Thema? Auf das Problemfeld "Beweisbarkeit der Homöopathie" kommen wir erst später, einverstanden?

Homöopath Heinz

Kommentar-Direktlink Heinz· 11.04.10 · 22:11 Uhr

Liebe Homöopathiekritiker und -freunde,
da mein erster Blog-Beitrag (2.4.10) keine großen Reaktionen und keinen Widerspruch hervorgerufen hat, sind entweder die VIER GRUPPEN VON KRANKHEITSURSACHEN allen einleuchtend oder gleichgültig oder ... dieser Blog ist "tot". Mal sehen, wie der zweite Beitrag aufgenommen wird.

Standortbestimmung: Ich suche hier keinen Streit über die Homöopathie mit Unbelehrbaren. Wer eh' schon zu "wissen" glaubt, dass Homöopathie nicht funktionieren kann, weil ihm / ihr t h e o r e t i s c h die Ähnlichkeitsregel oder die Potenzierung zu abwegig und zu unlogisch sind, der / die wird von meinen Beiträgen nicht profitieren können und sicher auch nicht wollen. Verzichten wir also lieber darauf.
Ich möchte stattdessen mit denjenigen, die noch eine gewisse Objektivität, Neugier und Offenheit mitbringen, dieses Thema einmal von Grund auf erörtern, Zweifel klären und
e r n s t gemeinte Fragen beantworten.
Mich selbst wird - hier bitte ich um Verständnis - niemand mehr davon überzeugen können, dass Homöopathie Scharlatanerie ist, einfach deswegen, weil ich sie im Laufe meiner zwanzigjährigen Praxiszeit viele tausend Male als heilend erlebt habe.
Ein reicher Erfahrungsschatz wiegt nun einmal unendlich mehr als rein theoretische Erwägungen (oder unsachliche, polemisierende Beiträge aus dem Internet, wie der "kleine informative Beitrag", den mir r a d i c c h i o "herzlichst" empfahl).
Ich sage das, weil ich selbst b e i d e Positionen bestens kenne: Wie sehr habe ich - noch als Ingenieur - die Homöopathie nebst Homöopathen belächelt, als vor über 30 Jahren Hoimar von Dithfurt (Vater der grünen "Fundi" Jutta) in seiner "Querschnitt"-Sendung (ZDF) an einer Seite des Sees eine Tasse Wirksubstanz hineinkippte und an der anderen Seite eine Tasse entnahm - und das als homöopathische Verdünnung bezeichnete. Damit war für mich - wie wohl für die meisten bisherigen Teilnehmer dieses Blogs - "endgültig" der ganze Potenz- und Homöopathie-"Quatsch" erledigt ... just bis zur Heilung meiner Freundin vom Typhus in Mexiko, dank ein paar Kügelchen ebenjener "Verdünnungen" (Hochpotenz): Das konnte ich nicht mehr einfach als Placebowirkung abtun - Typhus ist bekanntlich keine Banalkrankheit!

Und damit sind wir beim
THEMA 2: NEBENWIRKUNGEN, POTENZIERUNG UND VERUNREINIGUNG
Ich gebe Ihnen recht, Herr Schönstein, homöopathische Arzneien können NEBENWIRKUNGEN haben, genauso wie schulmedizinische Pharmazeutika. Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, hat vor gut 200 Jahren die A r z n e i m i t t e l p r ü f u n g in die Medizin eingeführt, ohne die wir Homöopathen kein Wissen über unsere Arzneien hätten (übrigens auch die Schulmediziner keines über ihre Medikamente)!
Der Unterschied zwischen beiden Therapiesystemen allerdings ist: Bei der Homöopathie sind diese Nebenwirkungen vermeidbar, bei der Schulmedizin nicht, jedenfalls nicht auf Dauer.
Die Homöopathie hat ihre Arzneien durch die Potenzierung sozusagen "entschärft" und auf eine - wie auch immer geartete - spezifische Information "umformatiert" bzw. erweitert. KRITIKER BITTE WEITERLESEN. Aber - auch diese Information kann überdosiert werden: Das Auftreten der so genannten homöopathischen Erstverschlimmerung oder anderer Nebenwirkungen ist eine solche Überdosierung - es handelt sich hier quasi um einen Fehler des Homöopathen oder des Patienten (zu hohe Dosis, zu häufige Einnahme, falsche Potenz ...)
Den schulmedizinischen Medikamenten-Nebenwirkungen liegt ebenfalls eine Überdosierung zugrunde. Diese aber ist systemimmanent, also unvermeidlich. Warum? Das Medikament in stofflicher Form ist ein Gift. Vereinfacht ausgedrückt werden Gifte (körperfremde Stoffe!) vom Organismus mehr oder weniger erfolgreich "entgiftet" und ausgeschieden bzw. in bestimmten Körpergeweben abgelagert (im Fett / Bindegewebe - bei Schlanken auch in den Organen). Also muss das Medikament so hoch dosiert werden, dass man die Entgiftungsorgane (v. a. die Leber) sozusagen überschwemmt. Erst jetzt tritt genügend pharmakologische Substanz in das Blut über und kann nun seine Wirkung (und damit leider auch seine Nebenwirkungen!) entfalten.

Also noch einmal, Herr Schönstein, sie haben durchaus recht mit den potenziellen Nebenwirkungen homöopathischer Arzneien (auch wenn Sie wohl lieber nicht recht haben wollten). Mehr noch: Würde man alle diese potenziellen (Neben-) Wirkungen auf einen Beipackzettel schreiben, bekäme jeder Patient gleich ein ganzes Büchlein in die Hand gedrückt: Die größte homöopathische Arznei - SULFUR - wird bereits 1839 von Hahnemann mit knapp 2000 Symptomen (großenteils Prüfungssymptome) aufgeführt, die seitdem durch unzählige Heilungen immer wieder bestätigt wurden. "Kleinere" homöopathische Arzneien bringen es "nur" auf einige hundert Symptome, immer noch deutlich mehr als die längsten Nebenwirkungslisten der "Roten Liste" (jährlich aktualisiertes Buch der Nebenwirkungen apothekenpflichtiger Pharmazeutika).
Allerdings: Auch die schulmedizinischen Medikamente wären wesentlich symptomreicher, wenn man sie einer - homöopathischen (!) - Arzneimittelprüfung unterzöge.
Beispiel: Die ca. 30 Nebenwirkungen, die man auf dem Beipackzettel von Aspirin / Acetylsalizylsäure bzw. deren Derivaten findet, sind rein grobtoxische Effekte. Wollte man - was bisher nicht geschehen ist - Aspirin in der Potenz C 30 prüfen, kämen in einem größeren Prüferkollektiv einerseits so genannte Modalitäten hinzu (= Bedingungen, unter denen ein Symptom auftritt, sich verschlechtert oder bessert, einschließlich entsprechender Tageszeitabhängigkeiten), aber auch so genannte "Begleit"-Symptome würden sich zeigen. Zum anderen werden manche Prüfer an ihren individuellen Schwachpunkten Beschwerden entwickeln, die bisher noch völlig unbekannt sind. Sämtliche Erscheinungen würden wieder verschwinden, wenn man - wie bei solchen Prüfungen gefordert - die Einnahme der Arzneipotenz sofort stoppt. Führt man die Prüfung über diesen Punkt fort, besteht - wie bei der stofflichen Einnahme eines pharmazeutischen Medikaments über längere Zeit - das Risiko der Symptomeinprägung (= dauerhafte, nicht mehr von selbst verschwindende Nebenwirkung).

Warum kommt die Homöopathie mit einer bloßen Stoffinformation aus, während die "wissenschaftliche" Medizin so hohe Dosierungen benötigt? Die Antwort auf diese Frage findet sich in der homöopathischen Ähnlichkeitsregel: EINE (h e i l b a r e*) KRANKHEIT WIRD DURCH EINE ARZNEI GEHEILT WERDEN, DIE - BEIM GESUNDEN - ÄHNLICHE BESCHWERDEN HERVORRUFT. Die Schulmedizin verordnet Medikamente, die der Krankheit (bzw. den Symptomen) stofflich ENTGEGEN wirken. Es wird also palliiert (= gelindert), stets mit dem Risiko einer Symptomverlagerung oder -unterdrückung sowie auch von Nebenwirkungen!.
Nehmen wir ein Beispiel: Wer unter chronischer Verstopfung leidet, dem wird vom Schulmediziner üblicherweise ein Abführmittel verordnet. Im Gegensatz dazu fordert die Homöopathie bei einer solchen chronischen Verstopfung eine "verstopfende" Arznei, die außerdem den genauen Patientensymptomen bzgl. der FEINSYMPTOMATIK (Modalitäten etc. - siehe oben) nahe kommen muss, sonst kann keine H e i l u n g* stattfinden. Wegen - und nur wegen - dieser großen Ähnlichkeit jedoch ist der Patient äußerst empfindlich am seinem Schwachpunkt (hier: Darmtätigkeit), verträgt daher von dieser ähnlichen Arznei nur noch die nicht-stoffliche (= potenzierte) Variante. Hierunter versteht man eine solche mit STUFENWEISER Verdünnung (= Abschwächung) u n d jeweils anschließender Verschüttelung / Verreibung (= Informationsaufschluss und Informationseinprägung), n i c h t die oben erwähnte bloße Verdünnung H. v. Dithfurths.

*was unter "heilbar" bzw. homöopathisch "heilbar" zu verstehen ist, siehe mein erster Blog-Beitrag (2.4.2010).

Nun erklärt sich auch die von Ihnen, Herr Schönstein, in Zweifel gezogene starke Wirkung von Hochpotenzen: Diese Wirkung ist SELEKTIV, tritt also nur bei Menschen auf, deren Beschwerden oder Schwachpunkte - m o m e n t a n - von einer spezifischen potenzierten Arznei in größter Ä h n l i c h k e i t gedeckt werden.
Wichtig: Erst damit wird aus der p o t e n z i e r t e n Arznei für einen b e s t i m m t e n Patienten mit einer s p e z i f i s c h e n Symptomatik zu d i e s e m Zeitpunkt eine
h o m ö o p a t h i s c h passende Arznei. INDIVIDUALISIERUNG heißt das Zauberwort: Zehn "Verstopfte" könnten also durchaus zehn verschiedene homöopathische Arzneien benötigen, wenn sie eine unterschiedliche Feinsymptomatik zeigen.

Zwischenfrage zum Verständnis: Wie kann es sein, dass beispielsweise bei bakterieller Blasenentzündung sowohl ein passendes Antibiotikum wie auch ein spezifisches Homöopathikum heilt? Schließt die Ähnlichkeitsregel nicht die Heilung durch ein Antibiotikum aus? Oder: Ursachenmäßig gedacht - wäre ein Antibiotikum nicht sogar "kausaler" als das spezifische Homöopathikum? Was meinen die anderen Blogger?

Letzter Punkt für heute: WARUM HABEN VERUNREINIGUNGEN KEINEN MAßGEBLICHEN EINFLUSS AUF DIE INFORMATION POTENZIERTER ARZNEIEN? Die Antwort ergibt sich leicht aus einem Vergleich verschiedener Potenzierungsarten:
1) D-Potenz (1:10 pro Potenzierungsschritt) => Harte, starke Wirkung
2) C-Potenz (1:100) => Sanftere, etwas schwächere Wirkung
3) M-Potenz (1:1000) => Äußerst sanfte Wirkung. Diese Potenzreihe gibt es zwar nicht zu kaufen, aber es wurde damit experimentiert, daher weiß man das.
Noch höhere Verdünnungsverhältnisse machen wegen der noch geringeren Informationseinprägung keinen Sinn (die Wirkung wird einfach zu schwach).
Die Ausgangsmenge Milchzucker, mit der man die erste C-Potenz-Verreibung beginnt, sind nach Hahnemann 6,2 Gramm, davon wird für den ersten Verreibungsschritt nur 1/3 (also ca. 2 Gramm genommen. Dieser Menge Milchzucker werden 62 mg (0,062 Gramm) Arzneigrundstoff für die nun nötige gründliche Verreibung hinzu gegeben (effektive Verdünnung im ersten Drittelschritt also 1:33!). Anschließend folgen zwei weitere Drittelschritte mit den restlichen zwei Drittelportionen reinen Milchzuckers, an deren Ende die so genannte C1-Potenz steht. So wird weiter verfahren bis zur C3, danach geht man auf flüssige Verdünnungen - 1:100 (ohne Drittelschritte) - mit anschließender Verschüttelung über.

FAZIT: Je größer das VERDÜNNUNGSVERHÄLTNIS, desto schwächer der "Aufschluss" bzw. die "Einprägung" des verdünnten Wirkstoffes und desto schwächer damit auch die "Informierung" des Trägerstoffes (z. B. D-Potenz stärker als C-Potenz)! Andererseits lehrt die Erfahrung: je mehr POTENZIERUNGSSCHRITTE (vor allem im Verdünnungsbereich zwischen 1:10 bis 1:100) hintereinander durchgeführt werden, desto stärker ist die Wirkung auf Menschen m i t
Ä h n l i c h k e i t s b e z u g zur potenzierten Arznei - und nur auf diese Menschen! Bei "gesunden" Prüfern hingegen kann und muss meist erheblich höher / häufiger dosiert werden, bis es zu einer Reaktion auf die Arznei kommt.
Sämtliche zufälligen Verunreinigungen (z. B. Hautschuppen, Haare, Staubflocken, Kleidungsfasern ...) sind bzgl. Masse / Gewicht um viele Zehnerpotenzen geringer als obiges Verdünnungsverhältnis von 1:33 (C-Potenz). Daher ist der Einfluss solcher "mitpotenzierter" Verunreinigungen vernachlässigbar - und: der "Abstand" des ursprünglichen Wirkstoffes gegenüber der Verunreinigung vergrößert sich sogar mit jedem Potenzierungsschritt weiter. Ähnliches trifft auch auf frische Verunreinigungen der folgenden Potenziervorgänge zu.

Ich hoffe, obige "Potenzierungs-Mathematik" ist einigermaßen verständlich herübergekommen. Gibt es (ernstzunehmende) Fragen hierzu?

Für Interessierte zum Schluss noch ein wenig bekannter, aber wichtiger Literaturhinweis zum Wissenschaftsstreit um BENVENISTE und seine Kontrahenten MADDOX / RANDI, geschrieben von einem Labormitarbeiter Benvenistes:

Michel Schiff, Das Gedächtnis des Wassers. Homöopathie und ein spektakulärer Fall von Wissenschaftszensur, 2001, ISBN: 3861502208, Zweitausendeins (nur noch antiquarisch, z. B. bei www.eurobuch.com.)

Mit freundlichen Grüssen zum Sonntag
Homöopath HEINZ
(nächster Themenvorschlag: das Problem der BEWEISBARKEIT HOMÖOPATHISCHER HEILUNGEN)

Kommentar-Direktlink Jürgen Schönstein· 11.04.10 · 23:49 Uhr

@Heinz

da mein erster Blog-Beitrag (2.4.10) keine großen Reaktionen und keinen Widerspruch hervorgerufen hat, sind entweder die VIER GRUPPEN VON KRANKHEITSURSACHEN allen einleuchtend oder gleichgültig oder ... dieser Blog ist "tot".
Oder, noch viel wahrscheinlicher, mit dem Gebruddel sind nicht mal mehr die Homöopathie-Apologeten hinterm Ofen vorzulocken.
Mal sehen, wie der zweite Beitrag aufgenommen wird.
Hoffentlich genauso wie der erste.

Author Profile Page Ulrich Berger· 30.04.10 · 13:22 Uhr

@ Heinz:

Ein reicher Erfahrungsschatz wiegt nun einmal unendlich mehr als rein theoretische Erwägungen

Das ist die Krux an der Sache: Wer von vornherein seine Theoriefeindlichkeit nicht nur zugibt, sondern auch noch stolz darauf ist und dermaßen selbstbewusst auf seine "Erfahrungen", also seine einzementierten Vorurteile vertraut, der braucht auf einem Scienceblog keine Diskussion zu erwarten.

Wer meint, confirmation bias sei eine seltene Krankheit, die immer nur die anderen trifft, der sieht natürlich keine Notwendigkeit für Wissenschaft und das Wechselspiel zwischen Theorie und Daten. Davon leben Homöopathie, Bachblüten, Schüsslersalze und Regentänze.

Kommentar-Direktlink Gluecypher· 01.05.10 · 20:11 Uhr

@Heinzi

TLDR

Kommentar-Direktlink rop· 05.05.10 · 17:26 Uhr

Ulrich Berger· 30.04.10 · 13:22 Uhr
Das ist die Krux an der Sache: Wer von vornherein seine Theoriefeindlichkeit nicht nur zugibt, sondern auch noch stolz darauf ist und dermaßen selbstbewusst auf seine "Erfahrungen",.......


Wieso "Theoriefeindlichkeit"?

HP hat eine theoretische Basis und aufgrund dieser Theorie werden Erfahrungen gemacht und eingeordnet.

Wo liegt das Problem?

Kommentar-Direktlink Gluecypher· 09.05.10 · 20:33 Uhr

@rop

HP hat eine theoretische Basis und aufgrund dieser Theorie werden Erfahrungen gemacht und eingeordnet.

Da hat mal wieder jemand den Begriff "Theorie" nicht verstanden. Theorie heisst, dass man damit die Realität modellhaft beschreibt und Vorhersagen über Ergebnisse von Experimenten unter definierten, kontrollierten Bedingung macht. Nichts davon trifft auf HP zu. Unhaltbare, schon hundertfach wiederlegte Behauptungen, wie sie die HP macht sind keine Theorie, sondern Humbug.

Wenn Menschen einem Glaubenssystem anhängen wollen, dass auf sogenannte Erkentnisse aus napolenischer Zeit gründet....viel Spass dabei. Nur mit der Wirklichkeit hat das wenig zu tun.

Das was rop unter Theorie versteht heisst: "Eine Idee, die sich jemand um 3 Uhr morgens nach 15 Bier aus dem Arsch gezogen hat"

Kommentar-Direktlink rop· 09.05.10 · 21:46 Uhr

Gluecypher· 09.05.10 · 20:33 Uhr
Theorie heisst, dass man damit die Realität modellhaft beschreibt und Vorhersagen über Ergebnisse von Experimenten unter definierten, kontrollierten Bedingung macht.


HP muss kein "Modell" der Realität machen. Das machen nur diejenigen die keinen direkten Zugang zur Realität haben.

Reicht das, oder muss ich buchstabieren?

Kommentar-Direktlink rop· 10.05.10 · 13:21 Uhr

Gluecypher· 09.05.10 · 20:33 Uhr
Theorie heisst, dass man damit die Realität modellhaft beschreibt und Vorhersagen über Ergebnisse von Experimenten unter definierten, kontrollierten Bedingung macht.


Kartenleger, Astrologen, und Kaffeesatzdeuter machen das nämlich auch so. Ihre Karten, Horoskope und Kaffeesatz sind eigentlich das: Ein Modell der Welt, der Realität.
Die Rahmenbedingungen des Experiments sind in der Vorhersage schon inbegriffen....

Wer hätte das Gedacht, nicht? Was man alles heute als Wissenschaftlich verkauft!

Kommentar-Direktlink Heinz· 16.05.10 · 16:22 Uhr

Liebe Homöopathiekritiker und -freunde,

ich dachte, es handle sich bei diesem Blog um ein Forum, in dem Fragen zur Homöopathie möglichst objektiv diskutiert werden können. Damit die Diskutanten in etwa vom gleichen Informationsstand ausgehen können, habe ich versucht, mit meinen zwei Beiträgen wesentliche Grundlagen dieser Therapieform zu darzulegen. Das musste in einiger Ausführlichkeit geschehen, da das Thema
Krankheit ⇔ Therapie ⇔ Gesundheit
"betriebsbedingt" ein sehr komplexes und - aus Sicht der Homöopathie - individuelles ist.
Wenn nun zwei der bisherigen Kommentare meinen nicht unerheblichen Aufwand als "Gebruddel" (Blog-Vater Schönstein) oder als "TLDL" (= Zu lang, nicht gelesen / Diabetiker "gluecypher") bezeichnen, frage ich mich, was die beiden Teilnehmer eigentlich erwarten?

=> Herr Schönstein will in seinem Blog vermutlich endlich Ruhe haben vor mir, was er unmissverständlich kundtut - soweit ist es aber noch nicht, wenn es nach mir geht.
=> "gluecypher" kritisiert die Homöopathie nebst Befürwortern (auch den wackeren, unermüdlichen, trotz aller persönlichen Angriffe stets sachlich und höflich gebliebenen Herrn Wilfert damals), hat aber vermutlich nicht verstanden, dass es sich bei seinem Diabetes um eine Erkrankung handelt, die - als Autoimmungeschehen - kausal großenteils in den Bereich "Toxikologie" fällt (durch Zahnmetalle / Zahnherde, oder durch relevante Aufnahme von Wohngiften oder Umweltgiften). Hier ist die Homöopathie i. d. R. nicht zuständig, also auch nicht - verallgemeinernd - als unwirksam zu verdächtigen. Vielleicht doch einmal meine beiden, wenigstens meinen ersten Beitrag komplett lesen (trotz "TL..").
=> Zu Herrn Berger etwas mehr: Ich leide gewiss nicht an Vornherein-Theoriefeindlichkeit, das habe ich mit meinen beiden Beiträgen wohl hinreichend gezeigt, man muss es nur lesen (wollen). Auch habe ich - als Dipl.-Ing. - überhaupt kein Problem mit Zahlen und Daten, was man von den "wissenschaftlichen" wie unwissenschaftlichen Homöopathiekritikern meist nicht sagen kann: Oder hat von ihnen einmal jemand ernsthaft nachgerechnet, auf wie viel Lösungsmittelvolumen sich 1 Tropfen Wirksubstanz in der Verdünnung C30 wirklich verteilt? Tun Sie's, meine Herren (Damen?), das Ergebnis wird Ihre kühnsten Befürchtungen um viele Größenordnungen noch übertreffen. Das Beispiel einer "Tasse im Bodensee oder im Atlantik" ist ein Fliegenschiss dagegen, das garantiere ich Ihnen!

Nur: "Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, und grün des Lebens goldner Baum." schrieb eines der letzten Universalgenies der Menschheit. Zur Homöopathie wird er zitiert mit: "Ich glaube jetzt eifriger als je an die Lehre des wundersamen Arztes (Dr. Hahnemann) seitdem ich die Wirkung unserer allerkleinsten Gabe so lebhaft gefühlt und immer wieder empfinde."

Ich selbst habe nach meinem Initialerlebnis (Typhusheilung meiner Freundin mit PULSATILLA C30) trotz meiner immensen t h e o r e t i s c h e n Bedenken die Neugier gehabt, die Homöopathie erneut auf den Prüfstand zu stellen und musste als nächstes erleben, wie eine aktinomykotische Metastasierung (mit Knotenbildung im Rachen) auf eine Gabe SILICEA C30 und auf die anschließend tägliche Einnahme von KALI-JODATUM LM6* verschwand - nachdem die antimykotische Therapie aufgrund schwerer allergischer Reaktionen nicht fortgesetzt werden konnte. Das ist die lebensgefährliche systemische Pilzerkrankung, vor der uns unsere Eltern früher warnten (Kau nicht auf Grashalmen!). Jetzt begann ich langsam zu verstehen, was Hahnemann damit meinte, wenn er die Homöopathie als "Heilkunde der
E r f a h r u n g" bezeichnete.
* Für Faule, Theoretiker und Datenfanatiker: Die LM6 entspricht bereits einer theoretischen Verdünnung von 1: 1,56 x 10 (hoch 34) - das ist weit jenseits der Loschmidtschen Zahl.
Wer jetzt wieder seinen Zeigefinger an die Stirn führt, muss sich fragen lassen, ob er vor zehn Jahren geglaubt hätte, dass sich heutzutage ganze Bibliotheken auf einem kleinen USB-Stick in der Hosentasche transportieren lassen. Ist es denn wirklich im Informationszeitalter so schwer vorstellbar, dass Informationen nicht nur in Hirnwindungen und in Datenträgern sondern auch in Lösemitteln eingespeichert werden können? Oder anders gefragt: was ist denn der Unterschied zwischen einer DVD der Rolling Stones und einer DVD mit einem Haydn-Konzert - ganz bestimmt nicht die messbare grobchemische Zusammensetzung!
Wer, wie Herr Berger, 20jährige vieltausendfache praktische Erfahrungen als einzementierte Vorurteile abtut, mit dem ist offensichtlich eine wissenschaftliche Diskussion nicht führbar - er mag es gerne lassen. Nach meinem Verständnis hat Wissenschaft etwas mit "Wissen" zu tun und ein solches erlangt man nur, wenn man die Theorie (davon hat die Homöopathie wahrlich genug zu bieten) mit Hilfe des Experiments (hier: medizinische Praxis) überprüft, anders geht das eben nicht.
Homöopath Heinz

Kommentar-Direktlink Thomas J· 16.05.10 · 16:27 Uhr

*gähn*
welche grosse Erkenntnisse uns da um die Ohren gehauen werden.
Und nein Heinz, überheblich sind Sie nicht, gar nicht, nööööö.

Kommentar-Direktlink S.S.T.· 16.05.10 · 18:33 Uhr

Heinzi

...hat aber vermutlich nicht verstanden, dass es sich bei seinem Diabetes um eine Erkrankung handelt, die - als Autoimmungeschehen - kausal großenteils in den Bereich "Toxikologie" fällt (durch Zahnmetalle / Zahnherde, oder durch relevante Aufnahme von Wohngiften oder Umweltgiften).

Können Sie eigentlich diesen Blödsinn noch steigern? (Wenn man den Rest Ihres Beitrags liest, fürchte ich, die Antwort lautet 'Ja'.)
Und was den Zitatespam angeht:
Auf dem Baum, da saß ein Specht. Der Baum war hoch, dem Specht war schlecht.

Kommentar-Direktlink Dr. Glukose· 16.05.10 · 19:03 Uhr

@Heinz:

Ist es denn wirklich im Informationszeitalter so schwer vorstellbar, dass Informationen nicht nur in Hirnwindungen und in Datenträgern sondern auch in Lösemitteln eingespeichert werden können?

Für mich ist es sehr schwer vorstellbar, wie die "Informationen" der Teilchen einer Urtinktur in einer hohe Verdünnung übertragen werden sollen. Ich habe ja schon oft gehört, dass dies bei der Homöopathie der Fall sein soll: Es ist bei den meisten Verdünnungen fast kein einziges Teilchen der Urtinktur mehr in der Lösung, aber demnach soll die Wirkung dieser Teilchen noch vorhanden sein. Ich frage mich wirklich, wie so eine "Datenübertragung" durch simples Schütteln vonstatten gehen soll? Wenn mir jemand dafür eine logische Erklärung liefern kann, dem höre ich garantiert gespannt zu. Bisher konnte dies aber noch niemand. Das nächste Problem bei der Sache ist auch, falls tatsächliche eine "Datenübertragung" stattfindet, diese Daten zwar im Lösemittel (ob es jetzt Wasser oder Alkohol sei) vorhanden sind, aber in welcher Zustandsform? Ist die Information in den Wasseratomen oder Alkoholatomen gespeichert oder wie kann man sich das vorstellen? Zudem müssen diese Daten ja auch noch eine physiologische Reaktion im Körper auslösen können. Teilchen der Urtinktur liegen dann kaum (ergo physiologisch unwirksamen Konzentration) bzw. garnicht mehr vor, um aber physiologische Reaktionen auslösen zu können, braucht man diese Teilchen aber, weil durch simple "Daten", die im Wasser/Alkohol gespeichert sind, können keine Reaktionen hervorgerufen werden. Zumindest kann ich mir dies nicht vorstellen. Wie werden die "Daten" also verarbeitet, so dass sie wirken können? Es gibt also viele offene Fragen, die mir bisher niemand beantworten konnte. Sie vielleicht? Ich hoffe, meine Fragen bzw. Erklärungen sind verständlich, ansonsten muss ich sie noch einmal umformulieren.

Kommentar-Direktlink Heinz· 16.05.10 · 22:13 Uhr

Zur geflissentlichen Kenntnisnahme für @S.S.T., der (die) da schrieb:
"Können Sie eigentlich diesen Blödsinn noch steigern? (Wenn man den Rest Ihres Beitrags liest, fürchte ich, die Antwort lautet 'Ja'.)"

Über den "Blödsinn" sollten Sie sich beim ehemaligen Bundesforschungsministerium beschweren.
Quelle: Bonn, 07.08.1995 Nr. 24/95, Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF)
Zitate aus dem Abschlusspressebericht:

"An Autoimmunkrankheiten leiden Schätzungen zufolge bis zu fünf Prozent aller Erwachsenen in Europa und den USA. Das Krankheitsbild: Eine Störung des Immunsystems führt zu Entzündungen in verschiedenen Organen des Körpers.
Einmal aufgetreten, bleiben sie mit wechselnder Stärke meist lebenslang bestehen. Solche chronischen Entzündungen können bis zur Zerstörung der betroffenen Organe führen. Zu den von Autoimmunprozessen ausgelösten Krankheiten gehören so unterschiedliche Krankheitstypen wie D i a b e t e s, Multiple Sklerose und rheumatische Erkrankungen.
Der Entstehungsmechanismus von Autoimmunkrankheiten war bisher weitgehend unbekannt. ...

Krankheitsmechanismus erforscht
... Ein Projekt des vom BMBF geförderten Forschungsverbundes ,,Autoimmunitätsforschung" fand heraus, wie die Schwermetalle Quecksilber oder Gold eine Störung des Immunsystems auslösen können: Eine Schlüsselrolle spielt nach heutigem Wissensstand eine bestimmte Gruppe weißer Blutkörperchen, die T-Lymphozyten. Normalerweise schützen sie zusammen mit anderen Immunzellen den Organismus vor eindringenden Bakterien und Viren. Es gibt jedoch T-Lymphozyten, die sich "verirren" und körpereigene Zellstrukturen angreifen. Im gesunden Körper wird ein Großteil dieser defekten Zellen durch einen Selbstzerstörungsmechanismus ausgeschaltet oder durch verschiedene Kontrollmechanismen ruhig gestellt. Anders bei Autoimmunkrankheiten: Fehlgesteuerte T-Zellen werden aktiv und greifen körpereigenes Gewebe an.

Großer Forschungserfolg
Was diesen Angriff auf das ,,Selbst" auslöst, ob äußere Faktoren oder Prozesse im Körper, konnte bei den meisten Autoimmunkrankheiten nur vermutet werden. Unklar war auch, welche körpereigenen Moleküle vom Immunsystem fehlgeleitet werden. Die Beobachtung, daß bestimmte Schwermetalle eine Autoimmunerkrankung auslösen können, ist deshalb ein Glücksfall. Ernst Gleichmann und seine Mitarbeiter von der Universität Düsseldorf entdeckten, daß die Behandlung eines Antigens mit Gold- bzw. Quecksilbersalzen in Mäusen die Immunantwort gegen dieses Antigen verändert. Antigene sind körperfremde Stoffe. Während ohne Gabe von Schwermetallsalzen der richtige Teil des Antigens von T-Zellen angegriffen wird, reagiert das Immunsystem nach einer Behandlung mit Gold oder Quecksilber verstört. Es greift auch Teile des Antigens an, die nicht bekämpft werden sollten.
Der Grund: Schwermetalle lösen eine chemische Veränderung des Antigens aus. Die T-Zellen können das ursprüngliche Antigen nicht mehr erkennen. Es wird vermutet, daß dieser Mechanismus auch für das Entstehen von Autoimmunkrankheiten verantwortlich ist."

Diese News sind inzwischen 15 Jahre alt. Bis in die "wissenschaftlichen" Medizinstrukturen haben sie es in der kurzen Zeit allerdings noch nicht geschafft - Wunder dauern halt etwas länger. Reicht das so, liebe(r) @S.S.T. ?

In diesem Sinne
Homöopath Heinz

Kommentar-Direktlink Dr. Glukose· 16.05.10 · 22:37 Uhr

@Heinz: Es sollte noch angemerkt werden, dass sie hier von Diabetes mellitus Typ I sprechen. Typ II hat andere Ursachen. Meines Wissens ist aber eine "Vergiftung" durch Zahnmetalle noch nicht nachgewiesen oder irre ich mich da?

Vergessen sie auch bitte nicht meine Fragen zu beantworten!

Kommentar-Direktlink Heinz· 17.05.10 · 09:24 Uhr

@Dr. Glukose: Bei der Auslösung (Verursachung) von Diabetes als Autoimmunkrankheit durch Schwermetalle ist der Diabetes mellitus Typ 1 gemeint. Das geht so deutlich aus dem Zitat nicht hervor. Danke für den Hinweis.

Zu Ihren anderen Fragen bzgl. Informationsübertragung auf Wasser / Lösemittel / (Milchzucker) sowie der Informationsübertragung aus diesen "Trägern" auf den Menschen werde ich mich in den nächsten Tagen äußern, hoffe ich. Ich kann aber schon jetzt vorausschicken, dass es keine - die "gängige Wissenschaft" bzw. "Medizinwissenschaft" - befriedigenden und erschöpfenden Antworten gibt. Das Thema ist in diesem Blog schon mehrfach erörtert worden, ohne dass sich die gegensätzlichen Positionen dadurch annähern ließen.

Kommentar-Direktlink Dr. Glukose· 17.05.10 · 23:23 Uhr

@Heinz: Egal, ich möchte es mir trotzdem anhören, um mir ein Bild davon machen zu können, da ich bisherige Diskussionen zu diesen Fragestellungen noch nicht mitbekommen habe. Also schon einmal Dankeschön!

Kommentar-Direktlink Heinz· 18.05.10 · 19:40 Uhr

@Dr. Glukose => Noch zur vorigen Frage "Vergiftung durch Zahnmetalle?"
Nachgewiesen ist:
1) die Abgabe aus dem Zahnersatz (Speicheltests)
2) die Einlagerung in körpereigenes Gewebe (Laboruntersuchungen von Wundtamponaden nach Zahnextraktionen; Bundesgesundheitsamt -> Organuntersuchungen von verstorbenen Amalgamträgern; Untersuchung von herausoperiertem Tumor- und sonstigem Körpergewebe)
3) die manifesten Schädigungen - Veröffentlichungen namhafter Toxikologen (z. B. Dr. Daunderer, Dr. Wassermann ...)
4) Auch Homöopathen könnten sich (wenn sie denn wollten) einer - in diesem Forum vermutlich belächelten - Methode bedienen: Vergleich der F e i n symptomatik des Patienten mit den homöopathischen Arzneimittelprüfungen von Quecksilber, Gold bzw. sonstigen toxischen Stoffen (so sind z. B. nächtliches Zähneknirschen, gelbfärbender Schweiss, auffälliger Speichelfluss ... und hunderte weitere Symptömchen besonders hinweisend auf Quecksilber!). Liegen deutliche Übereinstimmungen mit der individuellen Patientensymptomatik vor, sollten zunächst die Metallversorgungen unter Schutzmaßnahmen(!) entfernt werden. Anschließend kann man sich spezieller - nichthomöopathischer (!) - also toxikologischer Mobilisations- (Ausleitungs-) Methoden bedienen, um die eingespeicherten Metalle auszuscheiden und zu messen. Damit und anhand der gebesserten Beschwerden ist nachträglich der Beweis der Vergiftung geführt.

=> Zur Frage "Autoimmunerkrankungen als Vergiftungsfolge durch metallischen Zahnersatz?": Beweise siehe Toxikologen-Literatur (s. o.). Ich kann selbiges bestätigen.

Kommentar-Direktlink Dr. Glukose· 21.05.10 · 14:07 Uhr

@Heinz: Ich habe mich selber jetzt noch einmal informiert und kann folgendes zitieren:

Nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Kenntnisstand besteht kein begründeter Verdacht dafür, dass ordnungsgemäß gelegte Amalgamfüllungen negative Auswirkungen auf die Gesundheit des zahnärztlichen Patienten haben. Ausnahmen sind die selten auftretenden lokalen Reaktionen in der Mundhöhle sowie die sehr seltenen Fälle allergischer Reaktionen (Quelle: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte).
Amalgam, welches weltweit seit 150 Jahren als Zahnfüllmaterial verwendet wird, besteht aus etwa 50% elementarem Quecksilber und einer Mischung aus Silber, Zinn, Kupfer und Zink. Aus fertigen Amalgamfüllungen werden kontinuierlich kleine Mengen an Quecksilberdampf freigesetzt. Amalgam trägt dabei signifikant zur menschlichen Quecksilberbelastung bei. Quecksilber kann in Organen, insbesondere im Gehirn akkumulieren, da die Bindung zu Proteinen stärker als die von anderen Schwermetallen (z.B. Blei, Cadmium) ist. Im Gehirn werden Halbwertszeiten von 1-18 Jahren angenommen. Quecksilber gilt als eines der giftigsten nicht-radioaktiven Elemente. Es bestehen Hinweise dafür, dass Quecksilberdampf stärker neurotoxisch wirkt als Methyl-Quecksilber aus Fisch. Neuere Publikationen weisen auf das Risiko von Nierenschädigungen, neuropsychologischen Beeinträchtigungen, Induktion von Autoimmunerkrankungen oder Sensibilisierungen, gesteigerte oxidative Belastung, Autismus, Haut- und Schleimhautreaktionen und unspezifische Beschwerden durch Amalgamexposition hin. Auch die Alzheimer-Erkrankung oder die Entwicklung einer MS wird z.T. mit einer Quecksilberexposition in Zusammenhang gebracht. Es bestehen, möglicherweise erblich bedingt oder erworben, unterschiedliche interindividuelle Empfindlichkeiten zur Entstehung von negativen Effekten durch Amalgambelastungen. Quecksilbermessungen in Biomarkern sind aufgrund fehlender Korrelation zu den Quecksilberkonzentrationen in den Organen nur bedingt zur Abschätzung der Quecksilberbelastung der kritischen Organe geeignet. Wegen methodischer Mängel sind manche Amalgamstudien in ihren Aussagen nur bedingt verwertbar. Eine Amalgamentfernung konnte in einigen Studien bei einem relevanten Teil der Patienten zur dauerhaften Verbesserung oder Heilung verschiedener und meistens chronischer Beschwerden führen. Aufgrund der Berücksichtigung aller verfügbaren Daten kann Amalgam weder medizinisch, arbeitsmedizinisch noch ökologisch als sicheres Zahnfüllungsmaterial bezeichnet werden (Quelle: Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene Universitätsklinik Freiburg ).

Hier sei angemerkt, dass man von einer Belastung ausgeht, diese aber durch die Studien 100%ig nicht beweisen kann. Sprich, ob Amalgam jetzt wirklich schädigend ist oder nicht, lässt sich nicht genau sagen.

Entwarnung für Karies-Patienten: Eine groß angelegte Studie über Amalgam-Plomben ergab keinen Hinweis, dass die quecksilberhaltigen Füllungen gesundheitsschädlich sind. Der Rat der Experten: Wer über Kopfschmerz oder Müdigkeit klagt, sollte nicht gleich sein Gebiss sanieren lassen (Quelle: Großangelegte Studie über die auf SPiegel berichtet wird).

Bei diesem Thema muss man also vorsichtig sein. Man weiss zwar, dass Quecksilber giftig ist, aber es ist unschlüssig, ob Amalgan als Zahnfüllung wirklich einen negativen physiologischen Einfluss hat. Man könnte zwar davon ausgehen, aber Studien beweisen dies eben nicht.

Eine Aussage "Zahnfüllungen sind giftig" sind daher