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Jürgen Schönstein ist Diplom-Geograph (TU München, 1984) aus Berufung und Journalist von Beruf. Nach rund zwei Jahrzehnten als "fester" Korrespondent für deutsche Publikationen in New York, arbeitet er nun als freier Journalist in Cambridge, Massachusetts - und wird damit auch weiterhin ein besonders waches Auge auf alles Neue aus Wissenschaft, Forschung und Technik halten. Daneben bringt er als Dozent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) den Studenten das Schreiben bei.

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06.10.08 · 17:45 Uhr

Die (Körper-)Masse macht den Präsidenten ...

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 2

... könnte man meinen, wenn man sich diese Graphik aus der heutigen New York Times anschaut, die von 1896 bis heute mal vergleicht, wie oft der größere und/oder schwerere zweier Präsidentschaftskandidaten gewonnen hat. Rein statistisch hätten demnach die größeren (17 gegenüber 8) und schwereren (18 gegenüber 8) Amtsbewerber einen Vorteil.

Aber ACHTUNG!!! Dies ist nach meiner bescheidenen Ansicht noch nicht einmal eine Diskussion hinsichtlich Korrelation vs. Kausalität wert, denn die insgesamt 40 Kandidaten, die dabei untersucht wurden, sind einfach keine ausreichende Datenbasis. Natürlich böte sich als Zusammenhang eben jener an, dass Größe oder auch Breite der Statur manchmal so etwas wie physische Überlegenheit vermitteln können. Aber andererseits: Franklin D. Roosevelt überragte zwar theoretisch jeden seiner insgesamt vier Gegenkandidaten, aber er saß im Rollstuhl. Von wegen "physische Überlegenheit" und so ... Ich fand diese Graphik halt nur amüsant, sonst nichts.

 

Autor: Jürgen Schönstein· 2 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Kommentare (2)

Kommentar-Direktlink Shin· 06.10.08 · 19:40 Uhr

Im Rollstuhl zu sitzen kann einem ja durchaus auch einen Bonus verleihen, entweder durch Mitleid oder wegen der vermeintlichen oder tatsächlichen Kämpfernatur des jeweiligen Kandidaten. Solche Statistiken sind trotz der, wie du schon sagtest, meist zweifelhaften Aussagekraft, überaus interessant. Ich weiß nicht mehr genau wo es war, aber irgendwo wurde mal verglichen, wie "intellektuell" die Präsidenten waren. Dazu wurde das sprachliche Niveau ihrer Reden verglichen, und es wurde von von Washington bis Bush ein linearer Abwärtstrend festgestellt.

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