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Jürgen Schönstein ist Diplom-Geograph (TU München, 1984) aus Berufung und Journalist von Beruf. Nach rund zwei Jahrzehnten als "fester" Korrespondent für deutsche Publikationen in New York, arbeitet er nun als freier Journalist in Cambridge, Massachusetts - und wird damit auch weiterhin ein besonders waches Auge auf alles Neue aus Wissenschaft, Forschung und Technik halten. Daneben bringt er als Dozent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) den Studenten das Schreiben bei.

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27.02.08 · 08:50 Uhr

Eine Enzyklopädie des Lebens

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 3

Ins Buchregal passt so etwas kaum: Der Harvard-Zoologe Edward O. Wilson will am Donnerstag die "Encyclopedia of Life" der Öffentlichkeit präsentieren – ein Buch, in dem alle 1,8 Millionen bekannten Spezies beschrieben werden sollen. Ich hab' mal grob nachgerechnet, und selbst wenn man nur eine Drittelseite pro Tier-, Pflanzen- oder Pilzart verwendet und das ganze auf dünnem Papier (wie für Lexika und Wörterbücher üblich) druckt, dann wäre das Buch etwa 24 Meter dick. Gut, dass es nicht gedruckt werden muss: Die "Encyclopedia of Life" wird es nur online geben.

Und natürlich sind auch nicht schon alle 1,8 Millionen Spezies erfasst: Wie die New York Times berichtet, soll EOL zum Start am Donnerstag mit etwa 30.000 Einträgen aufwarten; der Rest wird wohl noch ein Jahrzehnt brauchen.

 

Autor: Jürgen Schönstein· 3 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

Kommentare (3)

Kommentar-Direktlink Peter Artmann· 27.02.08 · 11:13 Uhr

Danke für den Tipp, hatte ich noch nichts von gehört, obwohl ich den Initiator sehr schätze.
Soll das eigentlich ein Mitmachwerk werden? Interessant wäre eigentlich wer das Ganze finanziert.
Alles Gute Peter

Kommentar-Direktlink Jürgen Schönstein· 27.02.08 · 15:13 Uhr

Finanziert wird die Sache derzeit mit 50 Millionen Dollar für die ersten fünf Jahre; das Geld wird u.a. von der MacArthur Foundation und der Alfred P. Sloan Foundation gestiftet. Und in gewisser Weise scheint es eine Mitmach-Enzyklopädie zu sein – wenn auch nicht ganz so offen (und unkontrolliert) wie Wikipedia. Aber ohne viele qualifizierte Helfer (eine Liste findet man hier: http://www.eol.org/partners.html#p9 ) wäre so ein Projekt ja nie zu stemmen.

Kommentar-Direktlink Dr.H.G.Vogelsang· 26.02.10 · 07:51 Uhr

Man sollte meinen, das Projekt sei überflüssig, da wir schon Wikipedia haben.
Aber Wikipedia wird von den USA unterwandert und gefälscht.
Daher sollten Sie Beiträge aus den USA ausschließen und bei allen Autoren prüfen, ob es sich um Strohmänner der USA handelt.
Um das Wissen der Menschheit zu sammeln, sind wir nicht auf den Weltlügenmeister USA angewiesen.
Besondere Beachtung verdient dagegen der östliche Teil der Erde, beginnend an der deutschen Ostgrenze.

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