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Jürgen Schönstein ist Diplom-Geograph (TU München, 1984) aus Berufung und Journalist von Beruf. Nach rund zwei Jahrzehnten als "fester" Korrespondent für deutsche Publikationen in New York, arbeitet er nun als freier Journalist in Cambridge, Massachusetts - und wird damit auch weiterhin ein besonders waches Auge auf alles Neue aus Wissenschaft, Forschung und Technik halten. Daneben bringt er als Dozent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) den Studenten das Schreiben bei.

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14.01.08 · 17:20 Uhr

NT Times: Nachgebautes Rattenherz

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 1

Eigentlich nicht meine "Baustelle" als Geograph, aber was da in der heutigen NEW YORK TIMES steht, klingt nicht uninteressant: Forscher der University of Minnesota haben alle Zellen vom Herz einer toten Ratte entfernt und die verbliebene Matrix-Struktur mit Herzzellen einer neugeborenen Ratte "geimpft".

Innerhalb von zwei Wochen war ein funktionsfähiges Herz nachgewachsen. Hier ist der Link zur Original-Meldung der Uni:
http://www1.umn.edu/umnnews/Feature_Stories/Researchers_create_a_new_heart_in_the_lab.html

 

Autor: Jürgen Schönstein· 1 Kommentar· Permalink· Trackback-URL

Kommentare (1)

Kommentar-Direktlink Peter Artmann· 15.01.08 · 00:34 Uhr

Hab ich auch gesehen und war ich auch sehr überrascht, dass so etwas funktioniert.
Immerhin haben die Jungs ja tatsächlich die gesamten lebenden Zellen mit Putzmittel getötet und dann das übriggebliebene Herzgerüst mit embryonalen Stammzellen versetzt und tatatata: nach vier Tagen hat das so nachgewachsene Herz doch tatsächlich angefangen zu schlagen.
- Ich frag mich zwar, ob sich die Forscher darüber nicht genauso gewundert haben, wie die Leser des Beitrags, aber trotz dieser zugegeben faszinierenden Entdeckung ist es für Jubelschreie (abstossungsfreies artifizielles Spenderherz) noch ein bisschen zu früh.
Das so hergestellte Herz erbrachte nur zwei Prozent der Leistung eines normalen Rattenherzes. Das heißt mit so einem Herzen hätte man doch ziemlich schnell kalte Füße.

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