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Anke Bebber ist Dipl. Geologin. Sie studierte bis 2005 in Leipzig und diplomierte zum Thema Selachier. Paläontologie war seit sie denken kann ihre Faszination. Mittlerweile ist sie Mutter dreier Kinder, lebt, bloggt und arbeitet in Jena.
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24.05.11 · 14:24 Uhr
Die Lithosphären-Atmosphären-Ionosphären Verbindung- ein weiterer Schritt in Richtung Erdbebenvorhersage?
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 33
Schon 1977 wurde untersucht, dass aus tieferen Gesteinsschichten Radon aufsteigt, wenn tektonischer Stress die Schichten beeinflusst. An Transformstörungen wie der San Andreas Verwerfungen wird dieses Phänomen schon sehr lange recht routiniert eingesetzt, um die Gefahr bevorstehener Erdbeben einschätzen zu können.
Die Theorie besagt, dass kurz vor einem Beben die Gesteinsschichten porös werden, sich ausdehnen und so das Radon 222 nach oben in den Boden aufsteigen kann. Hier reichert es sich zum Beispiel im Wasser an und kann gezielt gemessen werden.
In San Francisco werden bis zu 4mal erhöhte Normwerte vor Beben dokumentiert. Damit gilt diese als die derzeit sicherste "Vorhersagemethode" für Erdbeben.
Doch nicht nur im Boden, auch in der Atmosphäre erhöht sich der Anteil am Gas.
Aktuell und spektakulär sind die Daten, die von Dimitar Ouzounov vom NASA Goddard Space Flight Centre in Maryland und seinen Mitarbeitern gesammelt wurden. Sie beziehen sich auf das Beben von Japan, welches am 11.3.2011 den Tsunami von Sendai hervorgerufen hatte.
Die atmosphärischen Daten zeigen folgendes Bild:
![]()
Wie zu sehen ist, gab es drei Tage vor dem Erdbeben einen massiven Anstieg des Gesamtelektronengehalts in der Ionosphäre. Zeitgleich nahmen Satelliten einen Anstieg der Infrarotemisson über dem Epizentrum wahr, mit einer Verzögerung hierzu, denn das Maximum wurde wenige Stunden vor dem Beben erreicht. Man könnte also ganz plakativ zusammenfassen:
Die Atmosphäre heizte sich auf.
Die Lithosphären-Atmosphären-Ionosphären-Verbindung vereint die bestehende Theorie mit den neuen Erkenntnissen. An Stresszonen treten vor einem Beben große Mengen Radon aus dem Erdreich aus. Die Radioaktivität dessen ionisiert die Atmoshäre deutlich und führt so zu einer Kettenreaktion. Wassermoleküle werden von den Elektronen angezogen. Somit kommt es zu einer erhöhten Kondensation, welche exogen ist und durch die Wärmeabgabe Infrarotstrahlung freisetzt.
Dass Litho- Atmo- und Ionosphäre ein komplexes System bilden sollte allgemeinverständlich sein. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass ich in allen Zonen Veränderungen nachweisen lassen, wenn es Turbulenzen in einem Teilbereich gibt.
Auch in einem anderen Werk, nämlich in Ionospheric Precursors of Earthquakes findet man die Information, dass in der F- Schicht der Ionosphäre die kritische oder Plasmafrequenz, veränderlich ist. Diese Frequenz, bei der die Strahlung noch reflektiert und nicht durchgelassen wird, ist abhängig von der Gesamtionisation der Schicht. Und dass diese von elektromagnetischer Erwärmung in Form von Ionengehalt und Wärmestrahlung beeinflusst wird, wurde oben beschrieben.
Nun muss die Auswertung der Daten zeigen, wie und ob man mit einem dichten Obervationsnetz einen Nutzen für die Bevölkerung daraus ziehen kann. Leider kann man ja Daten in der Regel erst NACH einem Ereignis sammeln. Ich bin gespannt, ob das Forschungspotential genutzt werden kann, um Prognosen möglich zu machen.

Autor: Anke Bebber· 33 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (33)
Na... da habe ich wiedermal was neues gelernt ;)
Aus der Grafik lese ich, dass es schon gut 4 bis 6 Tage davor mit dem Ausgasen losgeht... ist das korrekt ? Zumindest wäre das schon mal eine gute Zeitspanne für Vorwarnungen... immerhin ein paar Tage, und besser als gar kein Tag. Es wäre halt noch interessant, ob das die Regel ist.
Aber noch mal eine Frage... wieso gerade Radon ? Woher kommt das ?
Hallo nihil jie,
Na, am 5.3. hat man den ersten Ausschlag und dann ab dem 8.3. Klar ist das ein Indiz. Ich würde ja auch sagen, dass das durchaus Potential hat. Ich weiss halt nicht, inwieweit Ausgasungen "regelmäßig" und ohne Seismik stattfinden.
Radon entstammt den Erdmantel... Der Chemismus basischer Silikate erlaubt unter Wärme, recht große Edelgasmengen ausfzunehmen. Ob die Edelgase im Mantel noch von der Erdentstehung stammen oder durch Plattenkonvektion/Subduktion dorthin verschleppt werden oder erst durch radioaktiven Zerfall entstehen... darüber gibt es viele Meinungen.
@Anke
Faszinierend und wieder was gelernt.
Kann man salopp sagen, dass jedes Erdbeben einzig ist?
In der Türkei waren oder sind glaube ich mich erinnern zu können, deutsche Forscher besonderen Vorbeben auf der Spur (gewesen?), aber im Netz finde ich nichts dazu. Ist das abhängig von der Art der tektonischen Störung? Äh, aber wie unterscheidet sich ... nein, wo kann man recht kurz nachlesen, wie sich die Zonen um Japan von denen vor Kalifornien unterscheiden?
@Theres
Hm, von den deutschen Wissenschaftlern in der Türkei weiß ich leider nichts.
Ob jedes Erdbeben einzigartig ist... ja sicher. Zu differenziert sind die lokalen Gegebenheiten.
Wie sich Japan/Türkei etc unterscheiden? Schau einfach auf eine Karte der Lithosphärenplatten ( http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Tectonic_plates_de.png&filetimestamp=20060508135538 ) und die Bewegungen dazu: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Global_plate_motion.jpg&filetimestamp=20060426094146
Vielen Dank, Anke! Das war genau das, was ich wissen wollte, auf einen Blick, kompakt ... wieso hab ich die nicht gefunden, grummel ... Von wegen Türkei, das ist schon eine Weile her, und wenn ich was finde, sende ich dir den Link.
Roland·
24.05.11 · 18:06 Uhr
Mit Verlaub, so würde ich das nicht stehen lassen - das zieht doch magisch Leute an, die glauben, Turbulenzen in der Ionosphäre durch erhöhte Sonnenaktivität könnten Erdbeben verursachen oder auslösen.Daß Radon ein guter Marker ist, ist aber auf jeden Fall interessant. An sich kennt man Radon ja nur als radioaktives Problemgas in Gebieten mit oberflächennahen magmatischen oder metamorphen, meist sehr alten Gesteinen (wo man Keller teilweise abschirmen muß), aber die hat man ja im tieferen Untergrund überall.
Dadurch könnte möglicherweise auch die angeblich oft beobachtete Nervosität von Tieren vor Erdbeben eine Erklärung finden (sofern es dabei nicht um rückwirkende Konstruktion von Zusammenhängen ging als selektive Wahrnehmung), falls manche Arten vielleicht das Gas riechen können oder auf die Ionisierung reagieren.
@Roland
Nunja, also ich kann ja nun nicht bei jeder Formulierung den "Trollfilter" durchlaufen lassen :) Für MICH als Autorin dieses Artikels ist es klar, dass die Beziehungen nur von "innen nach außen" laufen. Wenn andere anders denken, werde ich diese Denkweise nicht unterbinden, auch wenn ich sie für mich nicht annehme.
Ja, der Gedanke dass der Radonausstoß für das Tierverhalten verantwortlich sein könnte, ist tatsächlich spannend. Wurde das mal untersucht? Auf den Gedanken bin ich gar nicht gekommen... Danke!
Schöner Artikel - wirklich toll, ne Geologin hier zu haben.
Danke für die Antwort :)
Ich denke schon, dass da noch viel Fragen offen sind. Z.B ob das Radon auch überall gleichmäßig vorkommt. Aber da könnte man auch versuchen die Empfindlichkeit der Messgeräte zu steigern um einem recht geringen Anteil an Radongas bei zu kommen. Und auch die Frage wie das unter dem Wasser ist... tief im Ozean. Ich weiss nicht was mit Radongas passiert wenn es im Ozean aufsteigt... ??? Vermischt es sich im Wasser wenn die Bläschen zu klein sind, oder steigt es in größeren Luftblasen nach oben usw. Naja... das werde ich bestimmt nicht beantworten können ;)
Aber wenn das wirklich ein geeignetes und zuverlässiges Mittel für einer Erbebenvorhersage wäre, dann hätte man etwas wirklich gutes und brauchbares in den Händen. danach könnte man auch darüber nachdenken, ob man einige Satelliten damit ausstatten sollte. Und das dann auch noch mit den Boden-Messstationen gekoppelt. Tja... werden wir sehen.
@Roland: naja, dass Leute Auswirkungen und Ursachen verwechseln, ist ja normal. Sollen sie doch kommen...:-)
@Anke: ich hab schon zweimal einen Bericht im Qualitätsfernsenen (N24 oder ntv - duckundwech...) gesehen, dass einer in der Eifel nach Ameisenhügeln gesucht hat, die anscheinend der Wärme gefolgt sind bzw. die wärmeren aufsteigenden Gase prima fanden. Die sollen auffällig genau auf den Verwerfungslinien liegen. Taugt das was?
@ BreitSide
Dazu hab ich was, weil ich das spannend fand, Ameisen mit Heizung in ihren Burgen.
Das war der Geologe Prof. Dr. Ulrich Schreiber aus Essen (Schriftsteller ist er auch)
Schreiber, U.; Brennholt, N. & Simon, J. (2009): Gas permeable deep reaching fracture zones encourage site selection of ants. Ecological Indicators 9: 508-517 -- http://dx.doi.org/10.1016/j.ecolind.2008.07.002
und "Die Flucht der Ameisen" heisst das Buch.
@BreitSide
Also ich würde sagen dass das was taugt... die Ameisen kommen in die Satelliten, die ich mir weiter oben erträumt habe, wenn sie als Detektoren was taugen ;)
Aber wenn das so wäre, dass die Ameisen das gut finden... ich frage mich gerade ob denen das auch nicht schadet ? Und eben habe ich auch noch einen Blick auf die Zerfallstabellen zu werfen... die Zerfallsprodukte sind in ihrer Gefährlichkeit auch nicht zu verachten. Also wenn die Ameisen wirklich drauf stehen dann, wundert es mich da es sie noch gibt.
Also soweit ich das paper verstanden habe, ist das Problem mit der Vorhersage, dass sie momentan nur nachher funktioniert. D.h. man bastelt sich aus den Messdaten die man über lange Zeiträume gesammelt hat ein Modell mit Mittelwerten und nur darin sieht man dann an den entsprechenden Tagen die entsprechenden Abweichungen. Also einfach ein "Radonometer" aufstellen dass irgendwann laut zu piepen anfängt wenn ein Erdbeben droht, klappt nicht. (Es sei denn, ich hab mich geirrt; vieles in dem paper war mir auch unklar; ist ja nicht mein Fachgebiet)
@Anke
Danke für diesen Artikel, ausgezeichnet!
Was mich dabei stutzig macht:
1. Die Erscheinungen manifestieren sich über Wasser. Es ist kaum denkbar, daß Radon durch einige hundert Meter Wasser nach oben gelangt. Es wird vom Wasser absorbiert werden.
2. Anders sieht es aus, wenn der Meeresboden selbst warm wird. Dann kann die daraufhin einsetzende Thermik das Wasser hochtransportieren samt dem Radon. Aber ich befürchte, daß das Radon nicht in die Atmosphäre freigegeben wird, es bleibt im Wasser gelöst. Aber man kann das lokal wärmere Wasser samt den zugehörigen Erscheinungen feststellen.
3. Selbst wenn das Radon freigesetzt wird, muß es erst einmal in die Ionosphäre aufsteigen. Radon ist ein sehr schweres Gas und hat gar keine Lust, dorthin und vor allem so schnell zu gelangen. Auch ist die Halbwertszeit recht kurz. Und die Mengen und auch Wärmeentwicklung sind sowieso extrem gering. Diese Auswirkungen sind daher gar nicht feststellbar. Oder kann man 1 nW/m² bei einer Umgebung von schwankenden 1000 W/m² noch feststellen?
Die Elektronenänderung in der Ionosphäre auf diesem Weg sind für mich daher nicht nachvollziehbar.
Dann wird von geomagnetischen Stürmen geredet. Es ist wohl kaum vorstellbar, daß der Erdkern irgendwelche Stürme im Erdmantelgestein produziert. Jedoch sind Stürme in einem gasigen Fluid durchaus denkbar. Sogar beim normalen Wetter kann man dies beobachten. Unterhalb der Erdkruste, wo ich direkt Gas hoher Dichte ( ca. 1,4 g/cm³) vermute, sind natürlich selbst Stürme mit Windgeschwindigkeiten von nur 1 m/s bereits richtige Stürme. Strömendes Fluid bewrkt natürlich auch ein Magnetfeld und dessen Änderungen. Wenn das Fluid wegen der hohen Temperatur dabei noch teilweise im Plasmazustand vorliegt, kann daher alles mögliche passieren und von außen gemessen werden und dann auch Auswirkungen auf die Ionosphäre haben. Schließlich reagieren die Elektronen der Ionosphäre auf Magnetfelder.
Die radioaktive Wärmeerzeugung im Erdinneren in normalen Zeiten liegt in der Größenordnung von rund 0,1 bis 10 Million Terawatt. Sie kann aber bei besonderen Gelegenheiten auch auf 100G Terawatt ansteigen. Also nicht nur 5 Terawatt, wie man neuerdings glaubt ermittelt zu haben. In Verbindung mit Erdgas ist daher unterhalb der Kruste auch ein hübsches Wetter zu erwarten. Zukünftige Wetterpropheten werden dieses Gebiet dann auch beackern müssen. Selbst Gewitter, Regen, Schnee und Hagel wird man prognostizieren. Natürlich alles entsprechend der Gaszusammensetzung und Eigenschaften angepasst.
Wie es nun zu dem Japanbeben gekommen ist, muß ich nicht weiter erläutern. Das ist schließlich "klar" :)
@Und extra für die Trolle: Es war *nicht* HAARP daran schuld :)
Also echt bei erzählen der Märchen sind die Physiker einfach spitze.
Aus dem besagten Arbeit bleibt nur eine sinnvolle Information übrig, dass in dem Gebet eine erhöhte Temperatur registriert wurde.
Sollte also tatsächlich die hohe Werte der Temperatur von dem Radons aus dem Erdbebenbereich kommen, dann mussten er auch mehrere hundert Meter Wasser durch-diffundieren, und das braucht Zeit, viel Zeit. In dieser Zeit trägt der Kuroshiho
http://de.wikipedia.org/wiki/Kuroshio
ihm um dutzende Kilometer weiter Richtung Osten und vermischt mit der Wassermassen bis unter Nachweisgrenze.
die Geschwindigkeit des Stroms ist sehr hoch und beträgt ca. 1m/s
Und das ist noch nur der Anfang. Radon muss es weiter bis zu oberen Schichten der Troposphäre schaffen um die besagte Wirkung zu entfalten. Wo meinen sie wird sich diese Radon dann befinden?
Die Beobachtung bestätigt aber meine Theorie eindeutig. Und das ist dass was ich schon immer wiederholte. Erdbeben entstehen weil die Oszillationen der Elementarteilchen in den Gesteinen durch Interferenzeffekte plötzlich ansteigen. Oszillieren sie aber nicht synchron muss sich die Wärme entwickeln und diese Regel betrifft alle Materieteilchen in dem Bereich unabhängig ob sie fest, flüssig oder Gasförmig sind.
Hallo.
Danke für die weiteren Kommentare. Diese Ameise-Wärme-Verwerfungsliniengeschichte muss ich mal im Hinterkopf behalten. Als TV-Ignorierer habe ich davon noch nie was gehört :) Aber prinzipiell wundert mich es nicht, da an VErwerfungslinien ja durchaus chemische, thermische und mineralogische... Unterschiede zur Umgebung vorliegen.
Zum Radon: Also das Radon selbst steigt gar nicht bis in die Ionosphäre. Das Radon bleibt recht bodennah, weil es eben träge und schwer ist. Nur durch den radioaktiven Zerfall (HWZ wenige Tage von Radon 222) wird eine Ionisierung angestoßen, die ihrerseits zur Kondensation und somit zur IR Emission führt. So war der Zusammenhang.
Die Satelliten, DEMETER und Co. nehmen auch nicht das Radon war, sondern die letztliche IR Strahlung. Das ist ja leider auch das schwurbelige an der Sache, die Zeitverzögerung und die nur mittelbare Verknüpfungsmöglichkeit. Ich denke, man brächte ein sehr teures, ausgereiftes Netzwerk von Sonden, um damit Erdbebenvorhersage betreiben zu können. Radonmeter alleine ( :) ) werden da nicht helfen.
Inwieweit Radon von Wasser absorbiert wird muss ich mal meine Chemikerfreunin fragen :)
@Anke Bebber
"Radon entstammt den Erdmantel... Der Chemismus basischer Silikate erlaubt unter Wärme, recht große Edelgasmengen ausfzunehmen. Ob die Edelgase im Mantel noch von der Erdentstehung stammen oder durch Plattenkonvektion/Subduktion dorthin verschleppt werden oder erst durch radioaktiven Zerfall entstehen... darüber gibt es viele Meinungen."
Guckst du hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Radon
Radon hat eine maximale Halbwertszeit von knapp 4 Tagen. Ich denke, dass die Möglichkeit "im Mantel noch von der Erdentstehung stammen" dadurch auszuschließen ist. Da wäre einfach nix mehr übrig geblieben.
dazu gab es am 7. april einen beitrag von der EGU in Wien im deutschlandfunk
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1430974/
Wie cool! Danke für den Link, @Blumenthal!
Danke Anke :)
Ich greife dieses Thema morgen im Chemieunterricht beim Abschluss zum Thema Edelgase mit auf und pfeife mal auf den Lehrplan. Gibt wieder mal ein neues Arbeitsblatt für die Kids ;) So etwas zeigt doch sehr schön, dass die Naturwissenschaften eher im Zusammenhang zu begreifen sind und die Fächer eben keine solchen sind, in denen man die Umwelt themenweise hineinpacken kann.
Weil wir über die Temperaturerhöhung bei der Erdbeben geredet haben, möchte ich hier in diesem Zusammenhang auf noch ein weiteres Phänomen aufmerksam machen die durch Sonnenfinsternisse verursacht wurden. Es handelt sich um Gletscherläufe.
Hier haben wir eine Liste der vulkanischen Ereignisse auf Island
http://www.eldey.de/Geologie/Vulkanausbrueche-Island/vulkanausbrueche-island.html
Es wurden dort auch Gletscherläufe erwähnt. Zu jedem aber auch jedem Gletscherlauf ohne Ausnahme werden wir aber eine vorrauslaufenden Sonnenfinsternis feststellen.
1580 – Katla
http://eclipse.gsfc.nasa.gov/5MCSEmap/1501-1600/1580-02-15.gif
1612 – Katla
http://eclipse.gsfc.nasa.gov/5MCSEmap/1601-1700/1612-05-30.gif
1625 – Katla
http://eclipse.gsfc.nasa.gov/5MCSEmap/1601-1700/1625-03-08.gif
1660 – Katla
http://eclipse.gsfc.nasa.gov/5MCSEmap/1601-1700/1660-04-09.gif
1721 – Katla
http://eclipse.gsfc.nasa.gov/5MCSEmap/1701-1800/1721-07-24.gif
1755 – Katla
http://eclipse.gsfc.nasa.gov/5MCSEmap/1701-1800/1755-03-12.gif
1802 – Grimsvötn
http://eclipse.gsfc.nasa.gov/5MCSEmap/1801-1900/1802-08-28.gif
1918 – Katla
http://eclipse.gsfc.nasa.gov/5MCSEmap/1901-2000/1918-06-08.gif
1934 – Grimsvötn
http://eclipse.gsfc.nasa.gov/5MCSEmap/1901-2000/1934-02-14.gif
1983 – Grimsvötn
http://eclipse.gsfc.nasa.gov/5MCSEmap/1901-2000/1982-12-15.gif
1996 – Grimsvötn
http://eclipse.gsfc.nasa.gov/5MCSEmap/1901-2000/1996-10-12.gif
Aus Sicht meiner Theorie ist die Erklärung einfach:
Ein Sonnenfinsternis führt zu Erhöhung des GH in dem Bereich. Die Eiskristalle in den tieferen Bereichen von Gletscher befinden sich an der Grenze des Phasenübergangs. Aufgrund der Übertragung der verstärkten Oszillationen der Raumvakuolen auf die Oszillationen der Atome in dem Kristallnetz wird die Grenze überschritten und die Eiskristalle schmelzen. Gleichzeitig läuft aber ein umgekehrte Vorgang ab und sich die neue Eiskristalle bilden. Es entstehen also verschiedene Generationen der oszillierenden Raumvakuolen in den Kristallen die miteinander Interferieren. Dass führt dazu dass die ganze Masse des Eises in dem Gletscher beginnt sich zu erwärmen bis Eis großflächig zu schmelzen anfängt.
Gletscherlauf hat also nur indirekt mit dem Ausbruch des Vulkans zu tun.
@Gohe
Cool, das finde ich großartig. Nicht umsonst geht ja auch der Trend zu epochalem Unterricht, fächer- und sprachenübergreifend. Das geht ja noch größer, wenn man geographische Gegebenheiten mit Archäologie in Verbindung bringt, dazu noch die Entwicklung der Sprachen und Wirtschaft.... hängt doch auch alles zusammen und ist in dem solchen viel leichter zu verstehen. Die Naturwissenschaften sind natürlich offensichtlicher zusammenhängend. Das Arbeitsblatt würde ich gern sehen! Sicher könnte man auch darüber mal etwas genauer schreiben....
Ich habe gestern ein Beitrag verschickt über die Gletscherläufe. Ist wahrscheinlich im Spamfilter wegen vielen Links stecken geblieben. Es wäre nett wenn Sie ihm in den Traed
Stellen. Danke I.C
Bei Kopp hat man nun endlich die offensichtliche VT-Freak-Verbindung gezogen: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/andreas-von-r-tyi/aufgeheizte-atmosphaere-vor-erdbeben.html
Man muss nur die Atmopshäre aufheizen, dann rummst es darunter...
@Ireneusz Cwirko:
könnten Sie es bitte mal unterlassen, stetig in fast jedem Blogbeitrag hier mit Ihrer oszillierenden-Teilchen-Theorie und den "Raumvakuolen" die Diskussionen zu stören?
Mit den oft gleichen Formulierungen und Absätzen erreichen Sie keine Aufmerksamkeit, sondern nur, dass man Ihre Beiträge gewollt überließt.
@ Florian Freistetter:
Der Artikel ist haarsträubend. Welcher halbwegs normaler Mensch ließt freiwillig Kopp? Ich habe gerade einen Blick gewagt und muss sagen, dass ich auf solche Webseiten verzichten kann.
@ Anke:
Du hast übermorgen eine Mail ;)
@Florian
Hahaha der Artikel ist ungemein unterhaltsam. DANKE!
@Gohe
Ich freu mich auf die Mail!
@Florian Freistetter schrieb:
"Also einfach ein "Radonometer" aufstellen dass irgendwann laut zu piepen anfängt wenn ein Erdbeben droht, klappt nicht."
Diese innovative Vorhersagetechnik scheint bei Hobby-Seismologen doch zu funktionieren.
Kurioser- oder interesssanterweise hat dies strafrechtliche Folgen für die professionellen Seismologen, die auf diese Technik nicht vertrauen und deshalb die Bevölkerung nicht vor dem katastrophalen Beben von L'Aquila in Italien im April 2009 gewarnt haben:
"Erdbebenforscher wegen Totschlags angeklagt"
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,765230,00.html
Das langlebigste Radon 222 mit einer HWZ von 3,8 Tagen entsteht beim Zerfall von Radium, welches selbst mit einer HWZ von 1602a zerfällt. Das Besondere vor Erdbeben ist daher, daß es überhaupt zu einem erhöhten Radonaustritt kommen kann. Dieses Radon kann nämlich nur in den obersten Erdschichten entstanden sein.
Wie kommt es aber zu einer höhern Radonkonzentration? Offensichtlich wird der Boden von Gasen durchspült, welche auch das im Boden gebildete Radon dann mitschleppen. Das "Zimmer" wird also gelüftet. Weshalb kann das Zimmer (Erdkruste) aber plötzlich stärker gelüftet werden? Nach meinen Vorstellungen treten an der Unterseite der Kruste Risse auf, in welche das unter hohem Druck stehende Gas eindringen kann. Die nichtkondensierbaren Bestandteile können dann die Erdkruste etwas schneller durchströmen, der Raucherqualm tritt daher verstärkt aus dem Zimmer aus. Danach bricht dann der Deckenputz herunter, das Erdbeben.
In diesem Artikel wird das Verfahren der Radonmessung als zuverlässige Erdbebenvorhersage dargestellt:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/907124/&cid=0&ei=61t_SdLpHJWi0QXwqfGwAQ&usg=AFQjCNFpVcHICPNJp_GJ_Z8pnhABRtzDpw
Und hier noch ein Artikel mit Meßkurven:
http://www.tecnocino.it/articolo/giampaolo-giuliani-e-il-randon-il-terremoto-era-prevedibile/13425/
Erstaunlich, daß dies von den Seismologen geleugnet werden kann.
Da die wissenschaftliche Erkenntnisfindung an einen oft allzu konservativen und behäbigen Indizienprozess gekoppelt ist, finde ich die Idee, diesen Prozess immer wieder mal einer juristischen Prüfung zu unterziehen, gar nicht schlecht. Neben der Erdbebenvorhersage wäre sicherlich auch die Reichweite der Darwinschen Evolutionstheorie ein guter Kandidat.
Auf dem Beispiel des Radons sehen wir wie verkehrt die Physik die Wirklichkeit interpretiert.
Vor dem Erdbeben wird kein erhöhte Austritt des Radon beobachtet sondern eine erhöhte Zerfallsrate der radioaktiven Elemente.
Die Annahme dass diese Zerfallsrate stabil ist ist einer von Unzähligen Märchen die zusammen die etablierte Physik bilden.
Im Prinzip kann man beliebigen physikalischen Wert messen ob dass die Masse ist oder CO2 Anteil in der Atmosphäre oder "Gravitationskonstante" bei allen diesen Werte wird sich vor einem Erdbeben eine Änderung aufzeichnen. Sogar die Zeitmessung ist geeignet die Erdbeben zu vorhersagen. Würde man die Zeit von einer Atomuhr mit den Atomuhren der Satelliten vergleichen, dann würde wir vor dem Erdbeben ein Unterschied im Lauf der beiden Uhren beobachten.
@ Ireneusz Cwirko
"Würde man die Zeit von einer Atomuhr mit den Atomuhren der Satelliten vergleichen, dann würde wir vor dem Erdbeben ein Unterschied im Lauf der beiden Uhren beobachten."
Ganz bestimmt. Da aber nach Einstein dz = Erdalter * dh*g/c² sogar schon ein Millimeter Höhenunterschied sich um 0,017s bemerkbar machen würde, kann der Gangunterschied der Atomuhren nicht gemessen werden. Man wüßte nicht, ob das Uhrzeitwackeln nun von der Höhenänderung des Satelliten herrührt oder einer Höhenänderung des Erdbodens, auf dem die andere Uhr steht. Und das Raumvakuolenzeitkontinuum ändert sich in dieser Zeit bestimmt höchstens um 0,000000001 Zeitknoteneinheiten und wird dadurch durch die Höhenfehler der jeweiligen Uhren leicht überdeckt. Man würde daher nur im trüben Rauschen fischen.
@Geoman
"Neben der Erdbebenvorhersage wäre sicherlich auch die Reichweite der Darwinschen Evolutionstheorie ein guter Kandidat."
Die Reichweite der Evolutionstheorie ist doch bekannt. Dieses Hirngespinst hat außerhalb des Hirns seiner Erfinder noch keine Spuren hinterlassen. Noch nicht einmal ein Missing Link.
@ Ireneusz Cwirko
"Würde man die Zeit von einer Atomuhr mit den Atomuhren der Satelliten vergleichen, dann würde wir vor dem Erdbeben ein Unterschied im Lauf der beiden Uhren beobachten."
Ganz bestimmt. Da aber nach Einstein dz = Erdalter * dh*g/c² sogar schon ein Millimeter Höhenunterschied sich um 0,017s bemerkbar machen würde, kann der Gangunterschied der Atomuhren nicht gemessen werden. Man wüßte nicht, ob das Uhrzeitwackeln nun von der Höhenänderung des Satelliten herrührt oder einer Höhenänderung des Erdbodens, auf dem die andere Uhr steht. Und das Raumvakuolenzeitkontinuum ändert sich in dieser Zeit bestimmt höchstens um 0,000000001 Zeitknoteneinheiten und wird dadurch durch die Höhenfehler der jeweiligen Uhren leicht überdeckt. Man würde daher nur im trüben Rauschen fischen.
@Geoman
"Neben der Erdbebenvorhersage wäre sicherlich auch die Reichweite der Darwinschen Evolutionstheorie ein guter Kandidat."
Die Reichweite der Evolutionstheorie ist doch bekannt. Dieses Hirngespinst hat außerhalb des Hirns seiner Erfinder noch keine Spuren hinterlassen. Noch nicht einmal ein missing Link.