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Christian Reinboth ist Wirtschaftsinformatiker und Mit-Gründer der HarzOptics GmbH - einem auf die Photonik spezialisierten An-Institut der Hochschule Harz - sowie einer der Manager des Telepflege-Netzwerks TECLA. Neben der Arbeit studiert er seit 2009 Umweltwissenschaften an der FernUniversität Hagen.

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11.06.09 · 18:23 Uhr

Wissenschaft im Kino am Beispiel "Illuminati"

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 10

Zufällig bin ich heute über eine tolle Vorlesung von Manfred Paulini von der Carnegie Mellon University zum Thema "Wissenschaftler im Kino" gestolpert. Wieso sind Wissenschaftler im Film so oft die Bösen? Und wird das CERN im Film "Illuminati" korrekt dargestellt?

Schmunzeln musste ich besonders bei dieser Folie:

scienceinmovies.gif

Die ganze Tragik der öffentlichen Darstellung von Wissenschaft in sechs Bulletpoints: Wissenschaftler im Film sind entweder böse (Monster erschaffen, Welt zerstören) oder dienen als "comic relief". Gehören sie ausnahmsweise zu den Guten, klären sie meist "CSI-like" Verbrechen auf, selten aber erhält man einen Einblick in echte Wissenschaft (Diesbezüglich fallen mir auf Anhieb überhaupt nur zwei Filme ein, in denen eine solide Portion "echte Wissenschaft" vorkommt - "Contact" und "Twister").

Insgesamt eine absolut lohnenswerte Vorlesung, in deren Rahmen unter anderem geklärt wird, was Antimaterie eigentlich ist und wieviel man benötigt, um damit den Vatikan zu zerstören (die Herstellung dieser Menge würde mit heutigen Methoden übrigens über 100 Millionen Jahre dauern). Anhand von Filmclips aus "Illuminati" wird außerdem erklärt, wie exakt die im Film gezeigte Wissenschaft ist (dazu hatte auch Florian schon was gebloggt).

 

Autor: Christian Reinboth· 10 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

Tags: · · ·

Kommentare (10)

Kommentar-Direktlink rolak· 11.06.09 · 21:35 Uhr

Och, wie nett: Habe ich fürs Abendprogramm reserviert :)

Kommentar-Direktlink Volker h. Davids· 11.06.09 · 21:56 Uhr

Nicht so schön dargestellt, dafür aber etwas differenzierter wurde das Thema hier bearbeitet: http://www.uni-bielefeld.de/Universitaet/Einrichtungen/Zentrale%20Institute/IWT/FWG/Film/

Author Profile Page JörgR· 11.06.09 · 22:06 Uhr

Na gut dass es jetzt den Science and Education Exchange gibt, jetzt auch mit eigenem Blog:
http://blog.scienceandentertainmentexchange.org/

Kommentar-Direktlink العاب شمس· 11.06.09 · 22:33 Uhr

I'd like to take part in the discussion as the topic seems intersting but there is this barrier of language holding me back.

Kommentar-Direktlink GeMa· 11.06.09 · 23:02 Uhr

Interessant, was Volker h. Davids verlinkt hat.

" Wissenschaftler sind...

* unbeholfen im Privatleben, haben keinen oder nur einen geringen Bezug zur eigenen Familie
* schlecht oder nachlässig gekleidet und frisiert
* ausschließlich konzentriert auf wissenschaftliche Aufgaben, sie sind an nichts anderem als der Lösung ihrer wissenschaftlichen Probleme interessiert
* realitätsfern, abgedreht "


Dabei ist Christian Reinboth sogar perfekt rasiert auf seinem Bild und an der Krawatte ist auch erst mal nicht auszusetzen. :-D


Author Profile Page Christian Reinboth· 12.06.09 · 13:26 Uhr

@GeMa: Was die Krawatte und das generelle äußere Erscheinungsbild angeht, vertritt zumindest meine Frau immer die Meinung, dass sich noch einiges optimieren ließe :-)

Die von Volker Davids verlinkten Stereotype begegnen einem aber auch wirklich in so gut wie jedem zweiten Film, in dem überhaupt ein irgendein Charakter einer wissenschaftlichen Tätigkeit nachgeht. Ich sollte wirklich irgendwann mal eine Worst-Case-Best-Case-Sammlung von Wissenschaft im Film starten - gerade neulich habe ich wieder einen in dieser Hinsicht ganz grauenvollen Spionage-Film gesehen (der Titel ist mir leider bzw. zum Glück entfallen), in dem es einen kitteltragenden, pizzaessenden, flipperspielenden "Wissenschaftler" mit Riesenbrille und ohne jegliche Sozialkompetenz zu sehen gab...

Kommentar-Direktlink Romay· 12.06.09 · 16:12 Uhr

Ein paar Gegenbeispiele gibt's glücklicherweise schon. Ich habe kürzlich erst wieder mal "Die Reise ins Ich" gesehen. Da ist einer der Wissenschaftler sogar Held, und ein Cooler noch dazu ;-).

Kommentar-Direktlink Romay· 12.06.09 · 16:24 Uhr

Da muß ich gleich noch 'nen Nachklapp schreiben:

Selbstverständlich gibt's sogar ein komplettes "Mad Scientist"-Genre. Das Bild der Wissenschaftler in Filmen ist überwiegend negativ, keine Frage. Ich wollte eigentlich nur ein klein wenig relativieren.

Author Profile Page Christian Reinboth· 12.06.09 · 16:30 Uhr

@Romay: "Die Reise ins Ich" kenne ich nur vom Hörensagen, habe den Film aber noch nie gesehen. Vielleicht sollten wir wirklich mal einen Thread eröffnen, in dem Beispiele für gute und schlechte Filme gesammelt werden...

Author Profile Page Marcus Anhäuser· 12.06.09 · 17:15 Uhr

also ich finde gerade in den letztn Jahren passiert es immer öfter, das Wissenschaftler die Helden sind, auch wenn die Filme grauslich Wissenschaft präsentieren.

z.B.
The Core, Deep Impact, Jurassic Park, The Day after Tomorrow, Mission to Mars usw.

Das ist alles kein realistiscehr Kram, aber eigentlich sind es immer Wissenschaftler, die die Welt retten, früher haben sie die Welt zerstört, waren crazy, heute sind sie auch smart.

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