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Christian Reinboth ist Wirtschaftsinformatiker und Mit-Gründer der HarzOptics GmbH - einem auf die Photonik spezialisierten An-Institut der Hochschule Harz - sowie einer der Manager des Telepflege-Netzwerks TECLA. Neben der Arbeit studiert er seit 2009 Umweltwissenschaften an der FernUniversität Hagen.
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01.10.08 · 10:33 Uhr
Was passiert am 3. Oktober?
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 2
Der Kriegsberichterstatter James Nachtwey, vom Time Magazine zur "Person of the Year" gewählt, hat für den 3. Oktober die Veröffentlichung schockierender Bilder angekündigt, durch die er auf eine bislang unbeachtete globale Krise aufmerksam machen will.
Eines kann man über James Nachtwey sicherlich nicht behaupten, nämlich dass er einen übertriebenen Hang zur Theatralik hätte. Was ist also zu erwarten, wenn er Blogger und Journalisten überall auf der Welt dazu aufruft, am 3. Oktober einige von ihm aufgenommene Bilder so weit wie möglich zu verbreiten?
James Nachtwey is preparing to reveal his photographs, which highlight a shocking and underreported global crisis. Over the past 18 months, the TED community have been working with James to gain access to locations he wished to photograph, and to prepare spectacular plans for unveiling these pictures.
"I'm working on a story that the world needs to know about. I wish for you to help me break it, in a way that provides spectacular proof of the power of news photography in the digital age. On October 3, the story breaks. You can help."
Hintergrund dieser Geschichte ist die Verleihung des TED-Preises (TED = Technology Entertainment Design - eine jährliche Technologie-Konferenz) an Nachtwey im Jahr 2007 für seine bewegenden Bilder aus den Kriegsgebieten der ganzen Welt. Der Preis ist mit 100.000 Dollar dotiert - und mit einem ganz speziellen "Geschenk" verbunden: Der Preisträger kann sich ein Projekt finanzieren lassen, mit dem er die Welt verändern möchte. Nachtwey löste diesen Wunsch ein und ließ sich von den TED-Veranstaltern während der letzten Monate eine Reihe von Reisen zu Orten finanzieren, an denen er die besagte (aber von ihm nicht näher benannte) "globale Krise" fotografisch dokumentieren wollte:
There is a vital story that needs to be told. I wish for TED to help me gain access to it and then help me come up with innovative and exciting ways to use news photography in the digital era.
Nachtwey will diese Bilder nun am Freitag hier veröffentlichen. Parallel dazu werden die Bilder auch über andere Medien verbreitet und (angeblich) in Großstädten überall auf der Welt an Gebäude projeziert werden (TED machts möglich). Und auch wenn bis jetzt noch niemand (oder vielmehr kaum jemand) weiß, was genau Nachtwey eigentlich fotografiert hat, ist die Geschichte jetzt schon viel zu spannend, um nicht darüber zu bloggen (und natürlich zu spekulieren).
Einige Hinweise lassen sich dem TED-Talk von Nachtwey entnehmen:
Was könnte es sein? Ich musste zuallererst an die globale Erwärmung denken, die aber kaum als "bislang unbeachtete Krise" gelten kann... Ein anderes ökologisches Problem vielleicht? Ein von der Weltöffentlichkeit unbeachteter Konflikt, der an mehreren Schauplätzen parallel ausgetragen wird? Was verbirgt sich hinter dieser Ankündigung?
Die Spekulationsrunde ist eröffnet - es sind noch 48 lange Stunden bis zum 3. Oktober...
Vielen Dank an Scienceblogger Greg Laden, für den Hinweis auf diese Story.
Autor: Christian Reinboth· 2 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
Trackbacks (1)
Die vergessene Krankheit, die übersehene Kampagne: James Nachtwey und die grausame Aktualität der Tuberkulose | Werkstattnotiz 118 · Wissenswerkstatt · 06.10.08 · 11:16 Uhr
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Kommentare (2)
Vielleicht die Wüstenbildung? Verglichen mit dem Klimawandel wird darüber recht wenig berichtet, und die Auswirkungen lassen sich weltweit photographisch gut dokumentieren. Allerdings wären diese Bilder im Gegensatz zu den dahinterstehenden Tatsachen nicht sonderlich schockierend, Wüste ist halt Wüste, egal wo und wie groß.
Seit gestern ist das Geheimnis ja gelüftet. Es ist die Tuberkulose, wobei Nachtwey besonders auf das Problem der multiresistenten Erregerstämme aufmerksam machen will. Und grundsätzlich zielt er natürlich darauf, mehr Bewußtsein für diese Erkrankung zu schaffen, der jährlich knapp 2 Millionen Menschen zum Opfer fallen.
Ich habe selbst in meiner Werkstatt ein paar Takte dazu geschrieben und einige Photos eingestellt. Hier: Die vergessene Krankheit...
Und hier gibt's noch mehr Infos zur Kampagne: XDRTB.org (http://www.xdrtb.org/)